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Zum Ende der Seite springen Gedanken zur Zeit
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Pfiffikus   Pfiffikus ist männlich Zeige Pfiffikus auf Karte FT-Nutzer
6.786 geschriebene Beiträge
Wohnort: Debschwitz



01.01.2018 ~ 16:51 Uhr ~ Pfiffikus schreibt:
images/avatars/avatar-461.jpg im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1309 erhaltene Danksagungen
RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 901843
gelesener Beitrag - ID 901843


Zitat:
gastli hat am 01. Januar 2018 um 10:40 Uhr folgendes geschrieben:
Die Geschwindigkeit war vorgestern um 17.28 Uhr und gestern um 23.12 Uhr gleich.
Sie wird auch heute um 23.59 Uhr und übermorgen den ganzen Tag gleich bleiben.
So ein Quatsch!

Die Bahn der Erde um die Sonne ist ellipsenförmig. Und eben aus diesem Grunde ändert sich die Geschwindigkeit ständig. Die Erde wird manchmal schneller, manchmal langsamer. In diesen Tagen bewegen wir uns relativ dicht an der Sonne, sind also im Moment schneller unterwegs.


Pfiffikus,
der Dir an dieser Stelle zustimmt, dass der Mensch darauf bislang noch keinen Einfluss genommen hat


Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zum letzten Mal von Pfiffikus: 01.01.2018 16:52.



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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
32.069 geschriebene Beiträge
Wohnort: terrigenus



02.01.2018 ~ 06:41 Uhr ~ gastli schreibt:
images/avatars/avatar-2026.jpg im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2259 erhaltene Danksagungen
RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 901883
gelesener Beitrag - ID 901883


Kein Quatsch.
Ich schrieb doch, dass die EWrde etwa 4,6 Milliarden mal mit einer mittleren Bahngeschwindigkeit von 29,78 km/s also rund 107.208 km/h seit ihrer Entstehung um die Sonne gerast ist.
Die Geschwindigkeit war vorgestern um 17.28 Uhr und gestern um 23.12 Uhr gleich.
Sie wird auch heute um 23.59 Uhr und übermorgen den ganzen Tag gleich bleiben.
Was ist daran nicht zu verstehen.



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Aschemännl   Aschemännl ist männlich FT-Nutzer
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03.01.2018 ~ 01:00 Uhr ~ Aschemännl schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 901987
gelesener Beitrag - ID 901987


Du liest dir noch einmal das WIKI durch.
Besonders den Abschnitt mit der Bahngeschwindigkeit
im Absatz "Bahnellipsen und Baryzentrum"

https://de.wikipedia.org/wiki/Apsis_(Astronomie)





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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
32.069 geschriebene Beiträge
Wohnort: terrigenus



04.01.2018 ~ 08:56 Uhr ~ gastli schreibt:
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2259 erhaltene Danksagungen
RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 902133
gelesener Beitrag - ID 902133


Auch bei den Wünschen für das neue Jahr wurde mir der Wunsch angetragen, doch auch mit den "besorgten Bürgern" mehr zu reden.
Das muss ich weiter kategorisch ablehnen.
In den 90er Jahren forcierten die Faschisten ihrer Wortergreifungsstrategie.
Damit hatten sie teilweise erste Erfolge.
In Frankreich führte das zum "Appell an die Wachsamkeit".
Man erkannte sehr richtig, dass nur die Faschisten die Profiteure des grenzenlosen Dialogs unter dem Deckmantel des Pluralismus sein werden.
Maurice Olender, der Initiator des Appells, formulierte, was heute vergessen scheint:
"Man kann über alles, aber nicht mit allen reden".
Das wird weiter meine Überzeugung bleiben.



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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
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15.01.2018 ~ 08:24 Uhr ~ gastli schreibt:
images/avatars/avatar-2026.jpg im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2259 erhaltene Danksagungen
RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 903345
gelesener Beitrag - ID 903345


Neulich im Unrechts- Polizei- und Überwachungsstaat - kurz BRD.
Die SPD kippt um für ne neue Groko!
Glyphosat wird entgegen allen Befunden trotzdem erlaubt!
Das Zensurgesetz von Maas geht nach hinten los!
Neue Anis Amri Akten enthüllen, dass die beweisevernichtende Polizisten sogar befördert werden!
Die G20 "Ermittlungen" und Verurteilungen erfolgen allesamt aus politischer Motivation!
Aber sächsische Polizeipanzer werden völlig selbstverständlich nazi-like dekoriert!
Und obwohl wir keine neue Bundesregierung haben – das Durchwinken von Auslandskriegen und Diätenerhöhungen klappt natürlich trotzdem!
Nein, wer hätte DAS ahnen können.
Es ist ermüdend – und das soll es ja auch.
Insofern muss man wohl wieder mit den kleinen Widerständen anfangen.
Na mal schauen, was die Woche so bringt…



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Meister   Meister ist männlich Zeige Meister auf Karte FT-Nutzer
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15.01.2018 ~ 09:29 Uhr ~ Meister schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 903351
gelesener Beitrag - ID 903351


Horche mal här. müde

Die BRD hat für diesen Haushalt 540 Millionen für die Juden in Bethlehem vorgesehen.
Aber nicht einfach so Reparationen, nein. Nee Ne
Israel bestellt in Deutschland, also nicht in China, drei U-Boote.
Damit diese Kriegswaffen nicht so teuer sind, werden sie von Deutschland gleich gesponsert. Was würde wohl der König der Juden dazu sagen?
Wegen Holocaust und anderer Atten..Taten... Titten Atentat, aus einem anderen Jahrhundert, schaufeln die alten und neuen Reichsbürger mal ein paar schlappe Lappen für Mordinstrumente in den Süden.

Alles ohne Verhandlungen sondiert sage ich nur.

Wer bezahlt,......natürlich Du,.....Ich,.......andere, mit ihren Steuern.

Ja, Ja nafreilich die Hartzer Melkmaschinen und Rentner welche vorher gearbeitet haben, mit ihrer Flaschensuche auch.

Meister


Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zum letzten Mal von Meister: 15.01.2018 09:31.



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Meister   Meister ist männlich Zeige Meister auf Karte FT-Nutzer
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Wohnort: Deutschland



25.01.2018 ~ 16:08 Uhr ~ Meister schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 904379
gelesener Beitrag - ID 904379


Was geht nur plötzlich in der Simulier-kugel der Menschen los.

Alle Männer haben das Gehirn im Schwanz nimmt man die Nachrichten ernst.
Willste mal vögeln, musste du dir die Genehmigung vom Bürgermeister holen.

"Brauchste gelbe Säcke Brunhilde", .... schnell zum Bürgermeister.

Eidesstattliche Genehmigung ? Ja, Ja, Ja, Ja.

Stellung nehmen sage ich nur. großes Grinsen
https://www.welt.de/politik/ausland/vide...-Erlaubnis.html

Der hat ohne Genehmigung mit dem Schwanz gewedelt? oder.:

https://www.welt.de/vermischtes/prominen...-Regisseur.html

Wenn mein Googel ohne Genehmigung die Hühner zum Stall rein schiebt, Kopf ab sage ich nur.

Meister


Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zum letzten Mal von Meister: 25.01.2018 16:33.



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Meister   Meister ist männlich Zeige Meister auf Karte FT-Nutzer
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03.02.2018 ~ 11:07 Uhr ~ Meister schreibt:
images/avatars/avatar-1881.gif im Forum Thüringen seit: 09.08.2008
292 erhaltene Danksagungen
RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 905413
gelesener Beitrag - ID 905413


Deutschland lebt noch im Kriegszustand sage nicht ich, sondern Obama.

Wir können also jeden Moment los bumsen.

Natürlich im Osten nicht gegen die Russen, mit dehnen hat Mitteldeutschland einen Friedensvertrag abgeschlossen.

Ohne Grund haben die Juden 1933 Deutschland den Krieg erklärt. poah.


Die Militärverwaltung mit Vorsitz Merkel, hat gerade 2017 mit Genehmigung von Obama in Deutschland gewählt. müde

Was für ein Mist: hier
https://wissenschaft3000.wordpress.com/2...-gmbh-damit-um/

Meister



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prospero   prospero ist männlich Zeige prospero auf Karte FT-Nutzer
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27.02.2018 ~ 23:03 Uhr ~ prospero schreibt:
im Forum Thüringen seit: 03.09.2007
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 908240
gelesener Beitrag - ID 908240


Einfache Fakten gegen Legendenbildungen. Gerne zum Verteilen...

Derzeit schreiben viele Medien über „rechte / neurechte Gewerkschaften“. Es wird viel recherchiert und in Teilen werden aber wieder einmal auch Dinge herbei geschrieben. Ein bisschen „sellf fullfilling prophecy“ wird dabei auch betrieben. Ja es ist so, dass es bei den Betriebsratswahlen wiederholt einige Listen gibt, auf denen Neonazis stehen. Und ja, es gibt leider Arbeiterinnen und Arbeiter die diese Listen auch wählen. So wenig das auch im bundesweiten Maßstab ist, so furchtbar ist es auch. Hier sind vor allem 2 Dinge wichtig: Aufklärung und vor allem Haltung. Beides machen und zeigen hunderttausende Betriebsrätinnen und Betriebsräte der DGB Gewerkschaften.

Zum Argument es gäbe neurechte oder rechte Gewerkschaften. Die Protagonisten (sind nur Männer) die derzeit von AfD und / oder Naziseiten diese Gewerkschaften proklamieren, gründen keine Gewerkschaften sondern politische Zusammenschlüsse in Parteien. Innerhalb der AfD gibt es davon mindestens 3 und alle haben unterschiedliche Ausrichtungen. Zum Verständnis: das ist wie die AfA der SPD oder die AG Betrieb und Gewerkschaft der Partei die LINKE oder die CDA in der CDU.

Nun rufen ein paar Nazis öffentlich, dass sie Gewerkschaften gründen und Listen zur Betriebsratswahl aufstellen. Ein paar professionelle Videos, eine Zeitung und immer die selben Akteure. Und die geneigte Öffentlichkeit ruft. Wow, rechte Gewerkschaften, was für eine rasante Entwicklung!? Siehe oben.

NEIN: Es sind keine Gewerkschaften sondern rechte, politische Vereinigungen.

In Gewerkschaften organisieren sich Arbeiter*innen einer Branche um ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Nur weil hier einer ruft wir sind dann mal Gewerkschaft, müssen doch nicht alle hinterherlaufen und das Falsche auch noch ständig wiederholen.

Zu den rechten Betriebsratslisten, über die gerade viel gesprochen und geschrieben wird. Ja, die gibt es. Aber auch das hat mit Gewerkschaft nichts zu tun. Zentrum Automobil ist ein rechter Verein unterstützt durch weitere Nazistrukturen. Das Gesetz sieht nicht vor, dass nur Gewerkschaftsmitglieder für Betriebsräte kandidieren dürfen sondern alle Arbeiter*innen. Dann passiert halt sowas.

Also. Nazis auf Listen für Betriebsräte sind keine Gewerkschaften.

Politische Vereinigungen innerhalb von Parteien, die sich mit Fragen der Arbeiter*innen befassen, sind keine Gewerkschaften.

Bernd Höcke, AVA, AIDA und ALARM sind keine Gewerkschaften sondern nutzen den Titel Gewerkschaft um Aufmerksamkeit zu haschen.

Würden sie versuchen Gewerkschaften zu gründen, sie würden gnadenlos scheitern....

Zum Schluss eine Frage der Haltung. Bernd Höcke ist ein Nazi. Seine Partei schließt ihn nicht aus. Also ist seine Partei eine Nazipartei.

Danke für eure Aufmerksamkeit und fürs Verbreiten.



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Meister   Meister ist männlich Zeige Meister auf Karte FT-Nutzer
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14.03.2018 ~ 10:01 Uhr ~ Meister schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 910003
gelesener Beitrag - ID 910003


Heute ist Vergatterung für vier Jahre. geschockt

Eigentlich könnte man ja mitmachen. Ja

Jeder kann Minister.

Vorausgesetzt man lässt sich beim Lügen und vögeln nicht erwischen.

Ich denke da an Schmidt, Schröder, Fischer, Kohl, usw müde

Ach wie backt mich das verlangen:https://www.youtube.com/watch?v=-3BuAgZIGQ8


PS: nur Kommunisten müssen teilen.

Meister


Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zum letzten Mal von Meister: 14.03.2018 10:02.



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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
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04.06.2018 ~ 07:38 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 919397
gelesener Beitrag - ID 919397


Wenn sich Demokratien ihr eigenes Grab schaufeln, indem sie irrationale, kontraproduktive Wahlentscheidungen treffen [Trump, Brexit,..], sieht man meist aus der Ferne zu und schüttelt den Kopf.
Das wohlige Schaudern von einst, als man auf Bananenrepubliken herabblickte und sich selbst als unverrückbar vernünftig und ökonomisch stabil einordnete, ist vorbei seit wir
- international so verflochten sind, daß uns tausende Kilometer entfernte Krise ganz schnell auch selbst treffen und
- sechs Millionen Stimmen für die AfD zeigten, daß der deutsche Urnenpöbel ebenfalls angeschlagen ist.
Abgesehen davon, kann man so gut wie gar nicht das amerikanische Wahlverhalten beeinflussen.
Daran ist Deutschland tatsächlich unschuldig, das haben sie die Amis mit ihrem Bildungssystem selbst eingebrockt.
Verflochtener sind wir über die EU mit England, aber auch den Brexit haben sich die Briten mit 75% Wahlenthaltung der unter 30-Jährigen weitgehend selbst angerührt.
Auch der Merkel kommen ihre letzten Freunde in Europa abhanden.
2015 löste António Costa, der Generalsekretär der Sozialistischen Partei, Merkels konservativen Kumpel Pedro Passos Coelho als portugiesischen Premierminister ab.
Nach zweieinhalb Jahren geht es Portugal ökonomisch heute übrigens so gut wie seit 14 Jahren nicht mehr.
Letzte Woche folgte im Nachbarland Spanien der Wechsel von Merkels rechtsliberalen Partner Rajoy auf den neuen spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez, der nicht nur Sozialist, sondern auch Atheist ist.
Bravo.
Aber um Spanien muss man sich ohnehin weniger Sorgen machen, weil die Menschen ganz anders als in allen anderen europäischen Ländern kaum dazu neigen gefährliche Irre und/oder Rechtsradikale zu wählen. Manche sagen, es läge an der lehrreichen Negativerfahrung der Franco-Diktatur.
Ja aus geschichte kann man lernen .... oder man ist Deutscher.



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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
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28.06.2018 ~ 08:43 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 921668
gelesener Beitrag - ID 921668


Georg Schramm: Zur Lage der Welt
20 Minuten Klartext.



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prospero   prospero ist männlich Zeige prospero auf Karte FT-Nutzer
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14.07.2018 ~ 08:50 Uhr ~ prospero schreibt:
im Forum Thüringen seit: 03.09.2007
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 923547
gelesener Beitrag - ID 923547


So trug es sich zu, in jüngster Vergangenheit, dass meine Wenigkeit friedlich bei Schweinchen in fettiger Panade in einem örtlichen Schnellrestaurant in der Stadt Zwickau verweilte. Und nein, jenes Schnellrestaurant war keines der bekannteren, keines der Gebrüder Donald, sondern was kleineres ohne weltweitverzweigtes Filialnetz. Tatsächlich befand es sich in unmittelbarer Nähe zu einer öffentlichen Einrichtung, deren Hauptaufgabe die Erniedrigung Arbeitssuchender zu sein scheint. Am Nebentisch dinierte eine Dame fortgeschrittenen Alters, die Statur und allgemein die physische Verfasstheit liesen ein Faible zu den dargebrachten Speisen erahnen. Mit am Tisch, jedoch verwunderlicherweise momentan nicht mit der Nahrungsaufnahme sondern mit dem Konsum eines weit verbreiteten und offenbar für Leser mit allerhöchstens unterdurchschnittlicher Sehkraft zugeschnittenes, weil sehr groß´belettertes Druckerzeugnis beschäftigt, befand sich eine wesentlich jüngere Version der alten Dame. Diese wiederum war nicht nur im gebärfähigen Alter, sondern offenbar drauf und dran, diese theoretische Zuschreibung in sehr naher Zukunft dem praktischen Beleg zuzuführen. Anhand der mir entgegen fliegenden Wortfetzen rekonstruierte ich, dass es offenbar den kürzlich erworbenen qualifizierten Hauptschulabschluss zu feiern gab, mutmaßlich der krönende Abschluss einer zur Vorbereitung auf die Arbeitswelt gedachten Maßnahme der in der Nähe befindlichen, bereits erwähnten, öffentlichen Einrichtung. Die jüngere Dame, nennen wir sie der Einfachheit halber Mandy, sprach nun zu der älteren Dame, nennen wir sie der Übersichtlichkeit wegen Gerda, also Mandy sprach zu Gerda, bezugnehmend auf das groß beletterte Druckerzeugnis :
"Du sach ma, die Beate, die hat doch goar nüschd gemacht. Keene Waffe, nüscht. Und kriescht jetzt lebensläänglich. Das kann doch nüsch sein". Worauf Oma Gerda antwortete in der ihr eigenen urigen, sächsisch verschrobenen und schwer in Textform wiederzugebenden Art:
"Das versteh isch och nüsch. Na die wolln wo nen Exem ... *unverständlichesGebrummel*... Aber hier den Böhnhardt und den Mundlos, die kenn isch ja och. Also kennen. Zumindest saßen mir ma mit denen im selben Wohnzimmor. Am selben Couchtisch. Die warn eigentlich ganz liebe Kerle. Aber wo de das später dann gehört hast, is mir ja erstma bissl schlecht gewordn ... *unverständliches Geblubber*... ". Mandy nickt zustimmen. Gerda ergänzte noch : "Naja die Beate und so, die gehn ja och noch in Revision...".
Dem weiteren Gespräch der beiden Sachsenmädel konnte man aufgrund der durchaus beträchtlichen und stark schwankenden Grundlautstärke, der Tontechniker würde sagen: Atmo; nur noch schwer folgen. Es schien sich jedenfalls ohne große Umschweife wieder um den Abschluss und den weiteren Plan für den Verlauf des Lebens der Jüngeren und des Tages der Älteren zu drehen.

Dem geneigten Beobachter drängen sich allerdings Fragen auf.
1. Ist Zwickau wirklich so klein?
2. Warum genau ist Gerda schlecht geworden?
3. War das ein Fließentisch?



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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
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29.08.2018 ~ 09:15 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 927695
gelesener Beitrag - ID 927695


Mir kam gerade wieder ein ein älterer Artikel [Papierform] unter die Augen.
[Gerhard Hanloser. "Auf Panik pogrammiert". Junge Welt. 23. März 2016. S. 11]
Darin steht:
"In der Kontrollgesellschaft sind wir angehalten, unsere Umgebung und uns selbst zu optimieren."
Diesen Unfug mache ich schon lange nicht mehr mit.
Die Massenindividualität will dem Einzelnen vorschreiben, wie er sich zu verhalten und wie er sein Leben zu gestalten habe.
Eine Lohnarbeit, eine vorzeigbare Familie mit Kindern sowie die Erreichung von Status Symbolen [Auto, Haus, Garten, Urlaub, Vermögen] gelten als Dogma eines guten Lebens.
Dem habe sich alles andere unterzuordnen.
Um diese Ziele zu erreichen, verleugnen Menschen ihre Herkunft, verraten ihre Prinzipien, verkaufen ihre Seele und verlieren jeglichen Anstand.
Das kann jeder der sehen will, auch täglich in seinem Umfeld feststellen.
Journalisten schreiben bewusst Lügen, weil sie ihre Lohnarbeit behalten und ihre Familie ernähren wollen.
Politiker beschließen Gesetze, welche die Bevölkerung drangsalieren, weil sie sich dafür eigene finanzielle Vorteile versprechen.
Und der einfache Lohnarbeiter erduldet jegliches Herrenmenschenverhalten seines Chefs, weil er Angst hat, seinen Job zu verlieren.

Niemand erlangt Zufriedenheit und innere Ruhe, indem er ständig versucht, sich selbst im Sinne einer erhöhten Produktivität zu maximieren.
Rennen im Hamsterrad ********* nur.
Das kann jeder der sehen will, auch täglich in seinem Umfeld feststellen.
Weisheit und Lebenserfahrung entstehen dadurch nicht.
Effizienz, Erfolg und Effektivität sind nicht die Grundlagen für Glück und Freude.
Experimentieren, Ausprobieren, Aufgeschlossenheit und eine gesunde Neugier auf Unbekanntes, gehen an solchen Selbstoptimirern völlig vorbei.
Das kann jeder der sehen will, auch täglich in seinem Umfeld feststellen.
Wir sollten wieder lernen unsere Zeit zu verschwenden.
Aber eben nur die Zeit, die zu verschwenden auch lohnt.
Ich, für meinen Teil sehe da Möglichkeiten.
Mich mit anderen Leuten im ewig gleichen Diskursrahmen über Smalltalk-Sozial-Status-Spießer-Geblubber [Auto, Haus, Garten, Urlaub, Lohnarbeit] zu unterhalten, ist für mich restlose Zeitverschwendung.
Mache ich nicht mehr.
Mir Bullshit Jobwissen anzueigenen, beleidigt meine Vernunft und ist insofern komplette Zeitverschwendung.
Mache ich nicht mehr.
Mit meinen engstirnigen Mensch über Normen, Werte und Grundüberzeugungen zu diskutieren, ist ebenfalls: totale Zeitverschwendung.
Mache ich nicht mehr.
Mit BILD-Lesern und RTL-Konsumenten über irgendein Thema zu diskutieren, ist verschwendete Lebenszeit.
Mache ich nicht mehr.
Diese meiner Prinzipien erleichtern den Alltag schon um Einiges.
Auch wenn es nicht immer vollständig gelingt.



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Käptn Blaubär   Käptn Blaubär ist männlich Zeige Käptn Blaubär auf Karte FT-Nutzer
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Wohnort: Thüringen nazifrei



29.08.2018 ~ 18:16 Uhr ~ Käptn Blaubär schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 927740
gelesener Beitrag - ID 927740


Nazis mobilisieren für Sa 01.09.2018 bundesweit zur Großdemo nach Chemnitz! Nun gilt es "Flaggezeigen"!
Nun kann jeder für sich entscheiden, mob er weiter "still halten" oder mit seiner Anwesenheit auf den Gegendemonstrationen SOLIDARITÄT zeigen will.
Es geht nicht mehr nur um "linke" Gegendemo! Es geht um unsere Gesellschaft!!
AUF NACH CEMNITZ!!!



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timabg
Benutzerkonto wurde gelöscht



30.08.2018 ~ 08:32 Uhr ~ timabg schreibt:
RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 927782
gelesener Beitrag - ID 927782


Ich finde nur Aufrufe zu schon vergangenen Aktionen!
Bitte stell doch einen Link ein.



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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
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Wohnort: terrigenus



18.09.2018 ~ 08:41 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 929550
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Gibt es in meiner Gegend große Probleme mit Flüchtlingen?
Die Antworten im ZDF-Politbarometer sprechen sicherlich für sich.
Übrigens nicht zum ersten Mal, denn Altersarmut, Mietpreise und Löhne spielen in eigentlich ALLEN Umfragen eine deutlich höhere Rolle, als die Integrationsprobleme.
Und das ist für unsere neoliberale Einheitsparteien natürlich ein Problem.
Denn Hetze gegen Menschen, ob ohne Arbeit oder aus dem Ausland stammend, ist billig und schnell erledigt.
Und dank des heruntergefahrenen Bildungsniveaus der BRDlinge ist dieses Teile-und-Herrsche-Prinzip heute auch noch genauso erfolgreich, wie damals im Mittelalter.



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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
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Wohnort: terrigenus



14.10.2018 ~ 07:53 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 931856
gelesener Beitrag - ID 931856


Der gestrige Tag [13.10.2018 Berlin] hat gezeigt, dass in dieser BRD noch nicht alles verloren ist.
Es war großartig.



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prospero   prospero ist männlich Zeige prospero auf Karte FT-Nutzer
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Wohnort: Berlin Reichstag



13.11.2018 ~ 07:15 Uhr ~ prospero schreibt:
im Forum Thüringen seit: 03.09.2007
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 934467
gelesener Beitrag - ID 934467


9. November 1938.
Ich will auch daran erinnern, dass diese Verbrechen nicht mit Ermordungen und Gaskammern begannen, sondern mit dem Ausspielen von verschiedenen Gruppen gegeneinander. Mit dem Gerede von Boden und Blut. Mit völkischem Denken. Mit Nationalismus. Den Verbrechen der Nationalsozialisten gingen die geistigen Brandstifter voraus, die Gruppen von Menschen zu "Volksfeinden" erklärten, die die Mitglieder dieser gesellschaftlichen Gruppen gezielt entmenschlichten und mit Hass und Hetze den Boden bereiteten für die Taten, die darauf folgten.

Auch heute gibt es wieder Menschen, Gruppen und Politiker, deren Vokabular sich zwar verändert hat, deren Denken aber wieder das Selbe ist. Für diese sind die westlichen Werte, also beispielsweise Menschenrechte und Demokratie aufgeblasener Werteschaum. Man fordert Schluss zu machen mit dem westlich-dekadenten Liberalismus und will eine eine fordernde und fördernde politische Elite bilden, das Volk führen lassen von einer starken Persönlichkeit. Autoritär, völkisch und in letzter Konsequenz faschistisch ist das Denken dieser Menschen, die heute in allen Landtagen und im Bundestag vertreten sind. In offen rechtsradikalem Ton wird der Kampf gegen den angeblichen "Volkstod durch den Bevölkerungsaustausch" herbei geredet, man greift damit zurück auf einen biologistischen Volksbegriff, der ein zentrales Merkmal der faschistischen Idee ist. Als Folge sind Angriffe auf Migranten und politische Gegner mittlerweile an der Tagesordnung. Es ist der Thüringer AfD-Chef Bernd Höcke, der von einem "Aderlass" spricht und ankündigt, dass diejenigen Deutschen, die seinen politischen Projekten nicht zustimmen, aus Höckes Deutschland ausgeschlossen werden sollen. Auf welche Art und Weise dieser "Aderlass" erfolgen soll, bleibt nebulös. Dem geschichtsinteressierten Menschen treten die Optionen Migration, Entrechtung, Kriminalisierung oder Liquidierung vors innere Auge.

Auch die Forderung einer "erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad" oder die Behauptung Gaulands "Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte“, zeigen, wie gefährlich und rückwärtsgewandt sich etablierte Politker wieder äußern. Spätestens bei Höckes Ausspruch "Christentum und Judentum stellen einen Antagonismus dar", sollte klar werden, dass es auch mit dem Antisemitismus bei den völkischen Nationalisten nicht weit her ist.

Ich halte es mit Primo Levi:
"Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben."

Und daraus kann nur folgen, dass es heute wichtiger ist als jemals zuvor seit dem Ende des zweiten Weltkrieges, sich den Verbrechen der historischen Faschisten zu erinnern, die Erinnerung als Mahnung zu begreifen, Verantwortung zu übernehmen und den heutigen Nationalisten, Faschisten, Rassisten, Antisemiten und Geschichtsverdrehern deutlich zu widersprechen, ihnen entgegen zu treten und in letzter Konsequenz ihnen das Handwerk zu legen.



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22.11.2018 ~ 12:22 Uhr ~ prospero schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 935165
gelesener Beitrag - ID 935165


In der heutigen Freie Presse fand der verwunderte Leser eine etwas merkwürdige Anzeige der AfD. Diese forderte eine Entschuldigung für die sogenannte Chemnitz-Lüge.

Marketingtechnisch etwas verwunderlich, da zum einen unklar ist, von wem dies gefordert wird und zum Anderen auch nicht spezifiziert wurde, was denn diese Chemnitz-Lüge sein soll.

Aber seis drum, als Mensch mit diplomatischem Grundgedanken tu ich das gern!

Ich entschuldige mich für all die Lügen, welche in dieser Stadt seit ein paar Jahren in den Umlauf gebracht wurden.

+++++++++++++++

Da war zum Beispiel die Lüge des AfD Vorstandes Maximilian Krah, dass es in Chemnitz im Jahr 2018 bereits über 60 Vergewaltigungen gegeben hätte und 56 davon mit ausländischen Tätern stattgefunden hätten.

Diesen Unfug hat die Polizei relativ schnell aufgeklärt, entschuldigt hat sich dafür bis heute niemand. Dies tu ich hiermit. Ich entschuldige mich bei allen Menschen, die wegen dieser Lüge ins Fadenkreuz geraten sind. Es tut mir leid!

Details: https://www.focus.de/…/nach-ausschreitungen-in-chemnitz-zah…

+++++++++++++++

Aber auch für die Lüge, es wären rund 100.000 Teilnehmer bei der AfD Demo am 1. September in Chemnitz gewesen.

Beweisen wollte man das ganze mit einem Bild, welches ein schier unendliches Meer von Menschen zeigt, die bundesdeutsche Fahnen hielten.

Dabei hat man dreister Weise ein Foto vom Mauerfall 1989 aus Leipzig genommen und es mit den Worten "Chemnitz 1.09.2018" untertitelt.

Auch für diese Lüge möchte ich mich bei allen Menschen, die auf diesen dreisten Unfug reingefallen sind, aufrichtig entschuldigen. Es tut mir leid.

Details: https://www.volksverpetzer.de/aktuelles/afd-lugt-chemnitz/…

+++++++++++++++

Dann wäre da noch die Lüge, dass afghanische Asylbewerber führend im sächsischen Drogenhandel wären. Falsche Zahlen, falsche Details und am Ende ein komplett erlogenes Gesamtbild.

Die sächsische AfD ist oft dreist und ohne Anstand unterwegs, aber die Zahlen komplett zu erfinden, ist selbst für deren Kreise ein neues Level.

Man lasse hier eine Hand voll Zahlen weg, setze sie dort dazu und am Ende würfeln wir noch die Prozente aus, dass einem die Haare zu Berge stehen. Man zweifelt, dass Carsten Hütter je eine Stunde Mathematikunterricht gehabt haben soll.

Auch hierfür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen! Es tut mir leid, wenn Sie da draußen auf den Unfug reingefallen sind.

Details: http://afd-blog.info/…/falsch-afghanische-asylbewerber-fue…/

+++++++++++++++

Am Ende muss man noch sagen, dass es sehr befremdlich wirkt, wenn man die Freie Presse jahrelang als "Lügenpresse" beschimpft, deren Journalisten gezielt von Veranstaltungen ausschließt und dann genau dieses Medium wählt um seinen kruden Unsinn zu verbreiten.

Auch dafür wäre eine Entschuldigung angebracht. Deswegen: Es tut mir leid.

Ich kann nur an alle Menschen appellieren: Lasst euch von denen, die da wild und aggressiv argumentieren, nicht vor den Karren spannen und werdet nicht zu deren Handlanger.

Schaut euch die Menschen an, denen ihr da folgt. Hört ihnen einmal zu, als würden sie von euch sprechen. Ist diese Wortwahl richtig? Macht es Sinn, nur auf Konfrontationskurs zu gehen? Bitte hinterfragt was da stattfindet.

Sonst müssen wir uns am Ende wieder nur entschuldigen. So wie wir das vor 70 Jahren tun mussten.



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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
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05.12.2018 ~ 07:44 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 936231
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Es wird langsam ermüdend, daß mich ständig stramme und "besorgte" deutsche Bürger anschreiben, nur um mir vorzuwerfen daß sie selbst die Diskriminierten sind und wir ja die wahren Faschisten.

Für euch alle, leicht verständlich in Comic-Style von Pirschend nochmal klargestellt:





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30.12.2018 ~ 18:37 Uhr ~ prospero schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 937875
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Gedanken zum Jahreswechsel 2018/2019
Wir stehen vor einer neuen Finanzkrise. Diesmal wird es kein "Too big to fail" mehr geben, die Hülle, die von der heißen Luft nie und nimmer tilgbarer Kredite aufgebläht wurde, hat Risse und fällt in sich zusammen.

In den letzten 50 Jahren hat sich die Weltbevölkerung mehr als verdoppelt. Der Wanderungsdruck, dem jetzt mit dem Migrationspakt ein Ventil geschaffen werden soll, hat das Potential für eine weltweite Völkerwanderung, die kein Land dieser Erde verschonen wird.
Die utopische Annahme, es würden sich in relativ kurzer Zeit neue, multikulturelle Gesellschaftsmodelle herausbilden, in denen sich ein Ausgleich zwischen relativem Wohlstand und absoluter Armut ergäbe, ist meines Erachtens grob fahrlässig.
Stattdessen wird es zu sehr, sehr blutigen Verteilungskämpfen kommen, welche überall die bestehenden staatlichen Ordnungen und die Infrastruktur zerstören werden.
Wo das Militär gegen Eindringlinge eingesetzt wird, werden die Soldaten desertieren, weil die Leichenberge der unbewaffneten Zuwanderer ihre psychischen Grenzen überfordern.
Das alles mündet in eine weltweite Hungersnot, in einen mindestens dreißigjährigen Krieg um Wasser und Ackerland, in dem marodierende Horden – wieder mit religiöser Verbrämung – raubend und brandschatzend durch die Lande ziehen, während Seuchen viele von denen dahinraffen, die vom Krieg unbeschadet blieben.

Rechnen wir damit, dass die Weltbevölkerung um 2050 herum etwa noch anderthalb bis zwei Milliarden Menschen umfassen wird, die, ermüdet vom Krieg, wieder anfangen kooperativ zu wirtschaften.

Wer an seinem Besitz hängt, dem wird er bald wie ein Mühlstein um den Hals hängen, wenn es gilt sich in Sicherheit zu bringen oder neue Chancen zu ergreifen. Heute brennen Barrikaden und Autos, morgen die Geschäfte, die Banken, übermorgen die Villen. Wer nicht loslassen kann, verbrennt mit.

Nur wer sich dem Geist der kriegerischen Zeit anpasst und sich von ihm mal hierhin, mal dorthin tragen lässt, statt sich ihm in den Weg zu stellen, wird überleben.

Ich wünsche allen eine schöne Zeit und gutes gelingen.



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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
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01.01.2019 ~ 12:28 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 937987
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Ich wünsche Euch allen alles Gute und Schöne für das neue Jahr 2019!
Möge es für Euch ein Jahr der Gesundheit sein, der Liebe und des Friedens, des inneren wie des äußeren.
Schaut all dem, was kommt, mit Liebe und Stärke entgegen.
Lasst Euch nicht irritieren, verzweifelt nicht und geht Eure Wege.
Die, die sich leicht anfühlen, so schwer sie auch zu gehen sind, sind immer die, die Euch auch weiterführen.
Wohin sie Euch auch führen werden, am Ende des Weges solltet immer noch Ihr selber stehen. Alles andere ergibt sich von ganz alleine.
In diesem Sinne wünsche ich Euch auch Gelassenheit und in diesen Zeiten allezeit eine ordentliche Prise Humor und Ironie, auch Selbstironie.
Und Glück, viel Glück, das gehört natürlich auch dazu.



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27.01.2019 ~ 08:40 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 940497
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Gestern Abend habe ich mir die Verleihung der Bayerrischen Filmpreise angeschaut und dachte:
Wie verrückt ist das denn?
Die Bayerrische Staatskanzlei finanziert eine Werbeveranstaltung für zivilen Ungehorsam und der Söder klatscht brav dazu.
Wenn auch nicht zu allem, aber das Meiste scheint er auch gar nicht begriffen zu haben.
In solchen Zeiten mag es Spaß machen in diesen Zeiten zu leben, auch wenn sie gerade nicht wirklich spaßig sind.



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05.02.2019 ~ 07:55 Uhr ~ prospero schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 941426
gelesener Beitrag - ID 941426


Momentan habe ich das Gefühl, dass ich vielleicht am Ende meiner Erkenntnisse angekommen sein könnte.

Nehmen wir nur mal als Beispiel die Hartz4-Sanktionen, die nach vielen Jahren endlich auch mal vor dem Bundesverfassungsgericht gelandet sind. Wie kann man als Bundesregierung auch nur auf die Idee kommen, zur Verteidigung (!) der Sanktionen vorzutragen, dass man einen Hebel haben muss, um die Leute zur Arbeit zu zwingen? Und was sagt das über eine Gesellschaft aus, die bei derartigen Sätzen nicht empört ist?

Lohnarbeit ist im Kapitalismus immer Ausbeutung zugunsten der Besitzenden. Niemals bekommt derjenige, der zur Lohnarbeit gezwungen wird, seinen vollen Anteil am geschaffenen Mehrwert. Immer wird der Betrieb (und somit die Besitzenden) den meisten Profit für sich abgreifen – und die immer weiter auseinander gehende Schere zwischen Arm und Reich beweist genau das Schwarz auf Weiß.

Die Bundesregierung sagt also im Klartext: Sanktionen müssen sein, damit die Reichen immer reicher werden können. Weil wer zur Lohnarbeit gezwungen wird, macht genau das. Und ich fühle mich zutiefst beleidigt, wenn hochbezahlte Menschen aus Politik und Medien mich mit derartigen “Verteidigungen” ernsthaft von ihrem unmenschlichen System überzeugen wollen.

Bin ich damit jetzt Marxist?



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07.02.2019 ~ 19:12 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 941733
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Schon lustig, die Deutschen.

Wegen der sozialen Schieflage bei Rentnern, Minijobbern, Scheinselbständigkeit, immer mehr Reichtum in immer weniger Händen geht keiner auf die Straße.

Wegen Leiharbeit und sonstigen unsicheren Arbeitsverhältnissen geht keiner auf die Straße.

Wegen der glasklaren Betrügereien der Autoindustrie geht keiner auf die Straße.

Wegen der Skandale bei Cum-Ex Geschäften und Steuervermeidungsindustrie, die zig Milliarden der Gesellschaft entzogen haben und entziehen, geht keiner auf die Straße.

Aber wegen Gesetzen, die auf Grundlage von 70.000 Expertisen von weltweit anerkannten Experten einen Höchstwert für NOx europaweit festgesetzt haben, um insbesondere Kinder, Kranke und werdende Mütter vor dem Dreck der Betrüger zu schützen, ziehen sie sich gelbe Westen an und gehen auf die Straße.

Lächerlich.
Absurd.
Irrational!



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14.05.2019 ~ 08:12 Uhr ~ prospero schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 951382
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Vor zehn Jahren ließ sich Angela Merkel "Klimakanzlerin" nennen und freute sich darüber, dass nach dem Blockierer Bush nun ein dem Thema aufgeschlossener Obama im Weißen Haus saß.
Die deutsche Presse maulte aber, das bringe doch gar nichts, da der größte Klimasünder China nicht mitmache.
Im Jahr 2019 stehen die Verhältnisse auf dem Kopf.

Merkel interessiert sich nicht, Deutschland reißt selbst die minimalen sich selbst versprochenen Klimaziele dramatisch. Nicht etwa wegen gewaltigen Gegendrucks, sondern bedingt durch Phlegma und Unfähigkeit der Regierung.
Im Weißen Haus sitzen Irre, die gar nicht wissen, dass es einen Unterschied zwischen Klima und Wetter gibt und daher alle Umweltschutzmaßnahmen abschaffen. Ausgerechnet das Smog-geplagte China ist nun Vorreiter und baut jährlich mehr Windkraft- und Solaranlagen als alle westlichen Länder zusammen.

Die tumbe Merkel und ihr debakulierender Wirtschaftsminister sehen derweil achselzuckend zu wie Deutschland Knowhow verliert. Deutsche können bekanntlich keinen Smartphones und Computer bauen, so wie sie auch unfähig sind Elektroautos oder Fahrzeuge mit niedrigem Benzinverbrauch zu konstruieren – mal ganz abgesehen von Großprojekten.
Deutschland hat aber auch bereits seinen Vorsprung in Green Technology verspielt. Obwohl wir eine Nordsee- und Ostseeküste haben, gibt es kein einziges deutsches Errichterschiff mehr, das Off-Shore-Windkraftanlagen bauen kann. Darum müssen wir Briten, Dänen oder Norweger bitten.
In der gesamten menschlichen Stammzellenforschung und dem so wichtigen "Genetic engineering" ist Deutschland ohnehin aufgrund verbohrter politscher Verbote soweit von der Weltspitze entfernt, dass jeder deutsche Forscher, der sich für so etwas interessiert, auswandern muss.
Theoretisch könnte man auch die Ausbildung an deutschen Universitäten verbessern, aber wir haben leider auch eine fachfremde Forschungsministerin, die bisher nur beschloss den schädlichen Einfluss von gleichgeschlechtlichen Eltern zu untersuchen und schnelles Internet irgendwie auch für überflüssig hält.
Bayer, der größte deutsche Chemiekonzern entscheidet sich unterdessen für ein Produkt aus dem letzten Jahrtausend und kauft für 63 Milliarden Dollar eine Giftfirma, die weltweit von Myriaden Menschen verklagt wird.
Schlimmer als Merkels politisches Phlegma und die offensichtliche Unfähigkeit deutscher Konzernbosse in Banken, Automobilfirmen und Pharmaunternehmen, ist aber die geradezu groteske Lobbyhörigkeit der Unionsminister, sodass sie jeglichen Fortschritt nicht nur verlangsamen, sondern fundamental Deutschland schaden, indem sie aktiv dafür sorgen, dass Klimaschutz torpediert und das Artensterben forciert wird.
Die kleine Glyphosat-Dirne Julia ist inzwischen gar nicht mehr mit politischen Maßstäben zu bewerten, sondern ein Fall für die Comedy.
Und so eine gilt als Zukunft der Regierungspartei CDU.
Gute Nacht, Deutschland.



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Dr.Sahnebacke   Dr.Sahnebacke ist männlich Zeige Dr.Sahnebacke auf Karte FT-Nutzer
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14.05.2019 ~ 10:22 Uhr ~ Dr.Sahnebacke schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 951389
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Ich denke eher, BAYER wurde ohne eigene Intentionen dafür eingesetzt, bzw. dazu verpflichtet, MONSANTO zu kaufen.
Deutschland als Zahlmeister der Welt,
die BRD-Angestellten als immer noch arbeitswütige Republik mit hoher Effizienz und fetten Umsätzen.
---
Frag mal die Atlantikbrücke, wie angeblich unabhängig wir von Amerika sind. Aber selbst Seibert leugnete in seiner letzten Pressekonferenz auf Anfrage des RT-Reporters , dass es immer noch Besatzungsrechte seitens Amerikas an uns gibt.
So handeln eben echte "Bündnispartner" untereinander.
---
Und zu den s.g. "Klimalstümpern" gehören auch die ungebildeten Grünen in diesem schönen Fleck der Welt, die dem Menschen die Schuld für zuviel CO2 geben und die Zukunft der Pflanzenwelt aufs Spiel setzen. Siehe dieses Video:

Eine kleine CO2 Horror-GeschichteDauer: 1h 5min
Lang, aber nicht langweilig!
https://www.youtube.com/watch?v=qhBodWEorgY




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prospero   prospero ist männlich Zeige prospero auf Karte FT-Nutzer
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14.05.2019 ~ 10:39 Uhr ~ prospero schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 951392
gelesener Beitrag - ID 951392


Deine Antwort ist so, wie man es von dir hier gewohnt ist. Ein Rundumschlag aus Verschwörungsgeschwurbel, inhaltsloser Hass auf "Grüne" und als krönender Abschluss noch ein überaus dummes Filmchen. Damit kannst du nur bei Deinesgleichen im rechten Dunstkreis von "Identitären", Reichsbürgern, Klimaleugnern etc. punkten.



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prospero   prospero ist männlich Zeige prospero auf Karte FT-Nutzer
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20.05.2019 ~ 09:03 Uhr ~ prospero schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 951897
gelesener Beitrag - ID 951897


War die Zeit zu knapp, um nachzudenken? An Tag zwei nach dem Strache-Video versucht eine Runde bei "Anne Will" zu ergründen, was dieses Ereignis für die europäische Politik und für den Ausgang der Europawahlen kommende Woche bedeuten könnte. Und scheitert, mit Ausnahme der einzigen klaren Erkenntnis des Abends: dass nämlich absäuft, wer sich mit Rechtsextremen ins Boot setzt. Aber die hatten einige Zuschauer mutmaßlich schon vor der Sendung.

Kurzweilig ist es trotzdem. Man kommt nicht aus dem Staunen heraus über die Chuzpe des AfD-Vorsitzenden Jörg Meuthen, der sich, immerhin, ins Studio traut. Hat sich nicht gerade einer seiner wichtigsten politischen Kumpel in Europa im Koks- und Wodkawahn aus dem politischen Betrieb geschossen und dabei abgründige Denk-, Verhaltens- und Charaktermuster offenbart, zu denen sich Parallelen bei "Schwesterparteien" in mehreren Ländern finden lassen, auch und gerade in Deutschland, wo es eine Partei gibt, deren Höckes und Gedeons aus ähnlichem Holz geschnitzt sind?
Für den grinsenden Meuthen ein "singulärer" Vorgang, rein "innerösterreichisch", ohne Außenwirkung. "Das schadet uns überhaupt nicht, Sie sehen mich bester und entspannter Laune."

Genauer besehen, hat die Sache mit diesen "beiden Männern" noch nicht einmal etwas mit der FPÖ zu tun, die man keinesfalls "in Mithaftung" nehmen dürfe, schließlich kennt Meuthen ganz hervorragende Akteure in der Partei, die so tolle Arbeit geleistet habe. "An der Ausrichtung der FPÖ ändert das gar nichts", sie bleibe der Partner der AfD in Österreich, "wie die Lega in Italien und so weiter".

Aber einer wie Meuthen hält sich gar nicht mit Verteidigung auf, er greift lieber an. Wirft beiläufig den Namen von Sebastian Edathy in die Diskussion, des SPD-Politikers, der sich an Bildern nackter Kinder ergötzt hat. Attackiert die öffentlich-rechtlichen Medien ("faul bis ins Mark"), einschließlich dem immer gleichen Gejammer über unfaire Behandlung. Vergleicht den Versuch der medienpolitischen Machtergreifung in Ungarn, Gipfel des Absurden, mit den Beteiligungen der SPD an mehreren Medien in Deutschland. Bezeichnet Menschen, die eine CO2-Bepreisung oder eine Finanztransaktionssteuer fordern, als "verstrahlt". Und vergisst natürlich keinesfalls, Claas Relotius zu erwähnen, den Spiegel-Mann, der seine Reportagen fälschte.

Zum Glück ist in Martin Knobbe ein redlicher Spiegel-Kollege anwesend, der ruhig und sachlich das Vorgehen der beteiligten Medien in der Strache-Affäre erklärt. Zum Glück weiß auch Anne Will dazwischenzufahren, sie geißelt, wo nötig, Meuthens Respektlosigkeiten mit scharfen Worten und bringt dankbarerweise auf den Punkt, was der "versammelten europäischen Rechten" gemein ist: eine Verachtung für Institutionen, für den Staat, für die Medien, und eine übergroße Nähe zu Russland.



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24.06.2019 ~ 20:51 Uhr ~ prospero schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 954753
gelesener Beitrag - ID 954753


Man könnte über 1000 Sachen schreiben und dieses geheuchelte "Überraschtsein" darüber, dass Nazis das machen, was Nazis halt machen, wenn sie mit Samthandschuhen angefasst und von großen Teilen der "Mitte der Gesellschaft" hofiert werden, ist nur noch reudig, aber belassen es bei eimal bei zwei Sachen.

1) Morddrohungen sind an der Tagesordnung. Nicht seit heute, nicht seit gestern, nicht seit vorgestern! Und nicht "nur" Politiker und Bürgermeister bekommen diese kontinuierlich.

Wenn man sich die Talkshows und Zeitungsberichte reinzieht, dann tun gefühlt gerade nahezu alle so, als ob es ein neues Phänomen ist. Lieder von uns wie "Angst frisst Seele auf" kommen nicht aus irgendwelchen Phantasiewelten sondern aus der Realität. Auch wenn es andersrum schöner wäre…

Aber machen wir es in dem Punkt kurz: Wer sich in Deutschland für eine halbwegs offene Gesellschaft einsetzt, nicht dazu aufruft, Menschen im Mittelmeer verrecken zu lassen, sondern sie zu retten. Wer sich in Deutschland gegen Neonazis - und wie die Wichser sich noch alle so nennen mögen - stellt, der hat damit zu rechnen, dass er Morddrohungen erhält und nicht nur verbal angegangen wird. Da kann man gerne mal bei all den Leuten nachfragen, die sich in den letzten Jahren zivilgesellschaftlich dahingehend engagiert haben. In Mecklenburg-Vorpommern wurden gerade 27 Leute darüber informiert, dass ein Netzwerk aus rechten Polizisten und Anwälten sie auf Todeslisten geführt hat...Ganz zu schweigen von Menschen, die aufgrund ihrer Hautfarbe etc. nicht in das Raster der Faschos passen… Einmal nachfragen, wie oft diese Leute das Gefühl von "Angst" bzw. "ziemlich allein sein" haben. Es ist erbärmlich, wenn Bürgermeister zurücktreten müssen, weil sie Angst um ihre Familien haben. Wir haben großen Respekt vor diesen Leuten. Aber wenn die Leute nur darüber reden, wie schlimm es doch ist, dass offizielle Politiker angegangen werden, dann wirkt es einfach erbärmlich und so, als ob es bei anderen Leuten einfach Latte und nicht relevant ist, wenn der Mob auf die abgeht… So, als ob es erst ********** ist, wenn die Einschläge näher an die Häuser von irgendwelchen Repräsentanten kommen.


Wir kennen Menschen, bei denen "Patronen" in die Briefkästen getan wurden, Wir kennen Menschen die weggezogen sind, die Narben von diesen Wichsern in der Fresse tragen. Wir kennen Menschen, die auf Todeslisten stehen und standen.
Keine Politiker, aber genauso viel wert!

Man ist ganz einfach schon komplett abgestumpft, zeigt irgendwelche Morddrohungen nicht bei der Polizei an, da es sowieso nur belächelt wird/nix bei rauskommt bzw. einem noch erzählt wird, dass man selber dran schuld ist etc., oder versucht zu verdrängen und tut es selber als "Internettrolls" ab, wenn einem wieder geschrieben wird, dass man demnächst an die Wand gestellt wird…
Das sind die Fakten.

2) Wenn man ernsthaft in den letzten Tagen von etwas schockiert war, dann darüber wie offensichtlich scheißegal es einem Großteil der CDU-Leuten ist, dass einer ihrer Leute bei sich zuhause abgeknallt wurde. Selten wundern wir uns noch über irgendwas, sind überrascht… Aber dass eine Partei so demonstrativ nichts anderes als irgendwelche "Floskeln" zustande bringt, wenn ein Mensch aus ihren Reihen ermordet wurde, lässt uns wirklich ziemlich fassungslos zurück. Man kann uns vieles vorwerfen, aber ganz sicher nicht, dass wir irgendwelche großen CDU-Fans wären. Aber was gibt es in solch einem Moment für Irrelevanteres als die Parteimitgliedschaft.Und einige Male mussten wir auch schon feststellen, dass vor allen Dingen in der Kommunalpolitik irgendwelche Parteizugehörigkeiten total egal waren: irgendwelche CDUler menschlichere Positionen hatten als Leute vonne Linken. Komisch, aber wahr. So ein Mensch scheint wohl ansatzweise Walter Lübcke gewesen zu sein. Ganz offensichtlich war er ein Mensch, der das Wort christlich in seinem Parteimitgliedsausweis noch ernstgenommen und sich dafür eingesetzt hat. Und was soll man anderes denken, außer dass das scheinbar der Grund ist, weshalb ein Großteil seiner Parteikollegen so emotionslos mit dem Mord an Ihm umgeht? Was wäre los gewesen, wenn ein CDU-Politiker von einem religiösen ********* abgeknallt worden wäre, der sich vermeintlich dem Islam verschrieben hat. Was wäre los gewesen, wenn irgendsolche Freaks wie damals die RAF Menschen ihn übern Haufen geschossen hätten? Alle wären ausgetickt, aber so richtig…

Wenn aber Neonazis deinen Parteikollegen hinrichten, dann gibt’s nix anderes als ein paar aufgewärmte Floskeln. Man hat fast das Gefühl, als ob ein Großteil der CDU sich von diesem Mord nicht angesprochen fühlt, als ob da irgendwo das "Naja, hat er sich halt selbst zuzuschreiben"-Gefühl umherschwirrt. Hätte er mal die Neonazis und ihre Freunde so sehr umarmt wie wir, dann würd er jetzt auch noch leben..." Vieleicht merken sie auch, dass bei einigen ehemaligen bzw. aktuellen Parteikollegen Blut an den Händen klebt, da sie mit ihrer Rhetorik ne ganze Menge zur Stimmung beigetragen haben...

Man muss sich das nur mal ganz nüchtern vor Augen halten, was hier in den letzten Tagen passiert ist: Die einzigen Menschen, die auf die Straße gegangen sind, um auf den Mord eines CDU-Politikers zu reagieren bzw. die Empörung auf die Straße zu tragen, waren antifaschistische und zivilgesellschaftliche Gruppen. Die Leute, die oftmals als verblendet oder "Gutmenschen" verschrien werden, sind fassungslos und gehen auf die Straße, um auf den Terror der Neonazis aufmerksam zu machen, und dem Tod eines CDUlers zu gedenken, der in einer Partei war, mit der man sicherlich viele Streitpunkte hat. Aber dass ist eine Frage der Prioritätensetzung und wir finden es stark und richtig, dass dies so passiert ist und man nicht nur gesagt hat "Scheiß drauf, war nen CDUler".

Aber wieviele Demonstrationen, welchen echten, relevanten Aufschrei gab und gibt es von der CDU? Nix, gar nix! Viel mehr diskutieren kurz nach dem Tod ihres Parteikollegens CDUler darüber, wie man doch am besten mit der AFD in den verschiedensten Bundesländern eine Regierung stellen kann…

Das Geheule wird erst dann da sein, wenn dann nach und nach auch die Letzten von ihnen merken, dass sie die AFD und die Nazis mit ihrem ganzen Verständnis groß und stark genug gemacht haben und es ihnen selber an den Kragen geht und der Kopfschuss auch bei Ihnen nicht mehr weit ist, weil die Faschos merken, dass sie sie nicht mehr brauchen…

In diesem Sinne: Hoffen wir, dass wir in vielen Punkten Unrecht haben!

Hoffen wir, dass die coolen Menschen die es in der Gesellschaft noch gibt, sich von diesen Arschlöchern nicht einschüchtern und von ihrer Angst lähmen lassen.



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27.06.2019 ~ 16:46 Uhr ~ prospero schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 954921
gelesener Beitrag - ID 954921


Seit 1990 wurden mindestens 170 Menschen aus rechten Motiven getötet. Es gibt eine ungebrochene Tradition rechten Terrors. Diese Bedrohung muss erkannt und beantwortet werden. Insbesondere müssen die Ermittlungen die Netzwerke und Hintergründe einbeziehen. Die Geschichte des rechten Terrors zeigt: Es gibt keine Einzeltäter.

Der Mord an Walter Lübcke ist auch Ergebnis einer falschen Toleranz gegenüber rechten Positionen. Wenn rechten Ideologen in Talkshows und Artikeln eine Bühne geboten wird, normalisiert das ihre menschenverachtende Propaganda und ermutigt diejenigen, die zur Tat schreiten wollen.

Wer rechten Terror bekämpfen will, darf Faschisten nicht mit Antifaschisten gleichsetzen. Die meisten relevanten Informationen über den mittlerweile geständigen Mörder Lübckes und seinen Hintergrund stammen aus antifaschistischer Recherche. Rechte Gewalt ist vor allem dort ein Problem, wo es keine antifaschistische Alltagskultur gibt.

Die Kriminalisierung von Antifaschismus ebnet den Neonazis den Weg.



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08.07.2019 ~ 14:49 Uhr ~ prospero schreibt:
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Die BRILLENTRÄGER sind schuld!!

"Papa, in der Schule nehmen wir grad den Hitler durch. Wie konnten die Leute so dumm sein und den wählen?

"Weil er einfache Lösungen versprach!"

"Was heißt das, Papa?"

"Pass auf, das funktioniert so:
Sagen wir, du willst an die Macht. Als erstes brauchst du dazu Wähler. Die müssen einen Grund haben, dich zu wählen. Der einfachste Grund ist: Du machst ihnen Angst vor etwas."

"Wie funktioniert das, Papa?"

"Du musst ihnen einen Feind geben, den sie hassen und vor dem sie sich fürchten. Sagen wir: Brillenträger."

"Warum Brillenträger?"

"Wusstest du, dass 65% aller Verbrechen von Brillenträgern begangen werden? Und die Polizei tut nichts dagegen. Im Gegenteil, man fördert die noch!"

"Wahnsinn! Was kann man da dagegen tun, Papa?"

"Und schon bist du reingefallen. Du hast nicht bezweifelt, dass meine Zahlen stimmen. Obwohl ich sie gerade erfunden habe."

"Äh - wie kann man das auch überprüfen?"

"Damals beim Hitler war das schwer. Heute brauchst du nur ein wenig zu googeln. Oder ein wenig nachdenken. Ganz schlimm sind übrigens die Brillenträger zwischen 20 und 30. Letztens hat einer ein kleines Mädchen ermordet, der hat nur eine Therapie bekommen und die Eltern des Mädchens wurden eingesperrt, weil sie nicht auf sie aufgepasst haben!"

"Das stimmt jetzt wieder nicht, Papa, oder?"

"Nein, das stimmt ganz sicher. Schau mal auf Facebook, da wird das gerade überall geteilt. Glaubst du echt, tausend Leute würden das teilen, wenn es erfunden wäre?"

"Puhhhh. Und was tun wir dagegen?"

"Weiterteilen, demonstrieren, auf die Straße gehen. Diese Brillenträger muss man einsperren, damit wir wieder sicher sind!"

"Darf man das bei uns?"

"Was ist wichtiger? Dass man die Rechte solcher Verbrecher schützt oder dass man das ganze Volk vor ihnen schützt? Wo gehobelt wird, fallen eben Späne"

"Das Volk, oder?"

"Dazu müssen wir dann eben einige Gesetze ändern. Die Polizei muss mehr Macht bekommen, dann sind wir wieder sicher. Wir brauchen eine starke Hand, die uns und unsere Freiheit schützt, verstehst?"

"Ja, das klingt logisch."

"Siehst du? So funktioniert das. Zuerst einen Sündenbock suchen. Die Gruppe darf nicht zu klein sein, aber auch nicht zu groß. Dann sucht man sich Verbrechen, die Leute aus dieser Gruppe begehen. In jeder Gruppe gibt es immer auch Verbrecher. Wenn man keine findet, erfindet man eben welche und behauptet das so lange, bis alle es glauben. Dann kommt der "Volkszorn", dem lässt man freien Lauf. Dann gewinnt man eine Wahl und ändert Gesetze. irgendwann ist der Punkt erreicht, wo das Gesetz dich nicht mehr schützt, sondern unterdrückt, aber das hast du jetzt übersehen. Das nennt man dann autoritäre Regierung. Schau dir an, wie das in Deutschland bei den Nazis lief, in der Sowjetunion, in China, etc."

"Und wie kann man das verhindern?"

"Nachdenken, mein Sohn. Keine Angst davor haben, nicht alles zu glauben. Alles hinterfragen und nachprüfen. Und einfach bei der Hetze nicht mitmachen. Dann sind die Brillenträger auf einmal gar keine Bedrohung mehr."

"Papa, warum hast du deine Brille nicht auf?"

-------------------

Quelle: kein Plan. Eben im Netz entdeckt und für sehr wichtig befunden.



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prospero   prospero ist männlich Zeige prospero auf Karte FT-Nutzer
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25.07.2019 ~ 07:26 Uhr ~ prospero schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 957756
gelesener Beitrag - ID 957756


Ich höre und lese immer wieder den Satz:
"Habt ihr euch je gefragt, wie in der deutschen Demokratie das faschistische Nazi-Regime entstehen konnte…."
Der Gedanke ist zutreffend.
In der Tat erleben wir aktuell jeden Tag wie humanistische Werte kontinuierlich abgeräumt werden
Wie es immer xenophober und rassistischer tönt.
Wie in den Jahren vor 1933 gelingt es auch gegenwärtig nicht die widerständigen Kräfte dagegen zusammen zu führen.
Während die andere Hälfte der Bevölkerung genau die Menschenhetze und die rassistischen Tiraden bejubelt, wird die andere gleichgültig und träge.
Die Presse stumpft entweder ab, findet keine Weg mehr die angemessene Empörung zu generieren, oder ist sogar gleichgeschaltet, fungiert bei Bild in Goebbels-Manier als Einpeitscher.
In gewisser Weise ist es moralischer sogar noch verkommener als in der späten Weimarer Republik.
Anders als in Weimar verfügt man über
- eine lange demokratische Erfahrung
- enormen ökonomischen Wohlstand
- historisches Wissen wohin der Faschismus führt.
Der vielzitierte Satz, nachdem die weit nach 1945 geborenen Deutschen natürlich nicht für die Nazi-Gräuel, wohl aber aufgrund der nationalen Erfahrungen für ein Verhindern der Wiederholung verantwortlich sind, ist richtig.

Was war los in diesem Land!?

26. Januar 1991: In Bonn demonstrieren 200.000 Menschen gegen den zweiten Golfkrieg, an dem sich auch Deutschland beteiligt, vor allem finanziell.
Dezember 1992: In Hamburg demonstrieren am 13.12.1992 bis zu 450.000 Menschen gegen Ausländerfeindlichkeit, in München waren es eine Woche zuvor 300.000 Teilnehmer.
Es folgten eine Reihe riesiger Demonstrationen gegen die harte Asylpolitik der CDU-Kohl-Merkel-Regierung.
100.000 Menschen in Essen 01.01.1993 "Das Ruhrgebiet sagt Nein!", gegen Gewalt und Rassenhass.
Noch einmal genauso viele am 30.01.1993 bei der "Lichterspur" in Berlin unter dem Motto "Aufstehen und widerstehen“ und
am selben Tag 120.000 Menschen in Düsseldorf beim "Lichterfest des Friedens und der Menschlichkeit."
5. Juni 1996: In Bonn demonstrieren 350.000 Menschen gegen Sozialabbau in Krankenversicherung und Arbeitsrecht.
09.11.2000: Berlin, 200.000, "Für Menschlichkeit und Toleranz", gegen Ausländerhass.
15. Februar 2003: Rund 500.000 Menschen demonstrieren in Berlin gegen den sich abzeichnenden Irak-Krieg.
In Stuttgart sind es 50.000 Demonstranten.

Bei allen diesen Demonstrationen geht es aber um Werte wie Frieden, Solidarität und Bürgerrechte – also etwas, das die CDU in ihrer Regentschaft stets eingeschränkt hat.

20 Jahre später, im Zeitalter der sozialen Medien leben die Deutschen in ihren eigenen Filterblasen, lesen keine Zeitungen mehr, verlieren sich in Partikularinteressen.
Kommen 5.000 Menschen zur Klimademo zusammen, sind wir schon baff erstaunt.
Rassistische Morde, Pogromartige Zustände, tausende fremdenfeindliche Übergriffe, Kriegsrhetorik oder auch 4.000 durch EU-Politik im Mittelmeer krepierte Frauen Kinder erregen kaum noch Aufmerksamkeit.
Die offen rassistische AfD sehen Demoskopen in mehreren Bundesländern als stärkste Partei.
In Sachsen schafften die Flügel-Hetzer das bereits zwei Mal.
Bei der Bundestagswahl 2017 und der Europawahl 2019 gingen sie als erstes durchs Ziel.

WAS IST LOS IN DIESEM LAND!?



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orca   orca ist männlich Zeige orca auf Karte FT-Nutzer
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27.07.2019 ~ 15:38 Uhr ~ orca schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 958038
gelesener Beitrag - ID 958038


"wie in der deutschen Demokratie das faschistische Nazi-Regime entstehen konnte…."

Ganz einfach: Sie war keine, sondern wie jetzt eine Diktatur des Finanzkapitals. Wie heute wurde den Arbeitern ständig was von Demokratie erzählt und gegen den Willen und die Interessen der Mehrheit gehandelt.

Die Vorbereitung der Machtübertragung an die Faschisten und des offenen hemmungslosen Terrors gegen Kritiker erfolgte in diesem und durch diesen Staat, dessen Saat schon seit 1929 mit Arbeiterblut gegossen wurde.

Die Frage muß lauten: Warum sind die deutschen Arbeiter wieder nicht in der Lage, das Offensichtliche zu sehen, und glauben entgegen allen Beobachtungen den Lügen der Herrschenden? Warum glaubt das dümmste Drittel von ihnen, die faschistische Diktatur wäre in seinem Interesse?



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prospero   prospero ist männlich Zeige prospero auf Karte FT-Nutzer
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28.07.2019 ~ 08:23 Uhr ~ prospero schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 958072
gelesener Beitrag - ID 958072


Rassismus, Argwohn, Neid, Vorurteile, Hass, Verschwörungstheorien, Xenophobie, Antisemitismus, Misogynie, Bösartigkeit, Aufwiegelung – all das funktioniert von ganz allein.

Die Gegenparts dazu, also humanistische Überzeugungen, Mitgefühl, Toleranz, Rücksicht, Besonnenheit, Akzeptanz hingegen müssen immer gegen große Widerstände erkämpft werden.

Solche Werte bleiben auch nicht bestehen, wo sie erst einmal erreicht wurden, sondern müssen stets verteidigt und gepflegt werden, weil sie sonst wieder verschwinden.

Nicht nur östliche und ganz ferne Länder mit wenig demokratischer Erfahrung driften ganz ganz nach rechts und holen sich Autokraten in die Regierungspaläste – Philippinen, Brasilien, Türkei, Tschechien, Polen, Ungarn – sondern auch etablierte Demokratien der klassischen "westlichen Welt" brechen weg:
Die USA, Italien, Österreich und nun auch noch Großbritannien.

In Deutschland gibt es natürlich die inzwischen quasi auf NPD-Niveau abgeglittene AfD, um die sich womöglich bald das Verfassungsgericht kümmern muss.

Zitat:
Die AfD ist eine Partei i.V., eine Partei in Verwandlung. Sie verwandelt sich seit ihrer Gründung, aber jetzt nähert sie sich mehr und mehr dem finalen Stadium. Das finale Stadium ist - braun.
Die AfD rückt immer mehr dorthin, wo einst, weniger erfolgreich, die NPD ihren Platz hatte: dorthin, wo der Verfassungsbogen nicht mehr hinreicht. Die AfD wird zu einem völkischen Kampfverband, der von Björn Höcke, dem Fraktionsvorsitzenden in Thüringen, und von Andreas Kalbitz, dem Parteivorsitzenden in Brandenburg, repräsentiert wird; beide stehen für eine Art Radikal-Salvinisierung der AfD.
Wenn Neonazis sich nun das Fell der AfD überziehen und so deren parlamentarisches Gewicht für sich nutzen, dann ist es an der Zeit, die Waffen des Grundgesetzes zu schärfen. Besser wäre es freilich, wenn es gelänge, eine gefährliche Potentialität dieser AfD bei und mit den Wahlen zu verhindern. Die deutschen Farben sind Schwarz-Rot-Gold. Daraus darf nicht Schwarz-Rot-Braun werden.

(Heribert Prantl, 27.07.19)

Aber es sind nicht nur die Fanatiker am Rand, die Sorgen bereiten.
Mehrere Minister von Merkels "den christlichen Werten verpflichteter" Bundesregierung haben sich schon in humanistischer Hinsicht sehr problematisch geäußert, auf Minderheiten eingedroschen und an Grundfesten der Verfassung gerüttelt:
Spahn, Seehofer, Kramp-Karrenbauer und Scheuer.... um die Schlimmsten zu nennen.

Die deutsche EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen kam mit Stimmen der rechtsextremen Babis, Orban und Morawiecki ins Amt, bei denen sie sich auch sofort erkenntlich zeigte, als in ihren Ländern die Rechtsstaatlichkeit weiter abgebaut wurde.
Mehrere CDU-Landesverbände wollen mit der NPDAFD zusammenarbeiten.
Im pfälzischen Frankenstein bildet die CDU-Gemeinderätin Schirdewahn bereits eine Fraktionsgemeinschaft mit der AFD.

Wie in den USA, England oder Polen sind die Linken und Liberalen auch in Deutschland zu schwach die AfD aufzuhalten.
Das die Braunen anders als Salvini noch nicht regieren, liegt nicht an deutscher Widerständigkeit, sondern nur an der eigenen Doofheit der AfDler.
Die Ultrarechten blockieren und bekämpfen sich gern auch gegenseitig.



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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
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01.08.2019 ~ 08:00 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 958367
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In Diskussionen höre ich immer wieder: "Das wird man wohl mal sagen dürfen".
Dazu gibt es eine Doku.
Hitlergruß und nasse Hose
Rostock 1992.
Die Doku ist der reinste Gruselfilm, weil sie einem noch mal vor Augen führt, wie ganz normale Leute, die über Jahre hinweg friedlich in Nachbarschaft mit Ausländern gelebt hatten, sich von einem braunen Mob aufhetzen ließen.

Dazu gibt es dann noch dieses schöne Video.
Natürlich ist das Video eine provokative Überzeichnung.
Die Kleidung des Sängers und der Komparsen ist übrigens eine Anspielung auf ein bekanntes Foto aus den frühen 90er Jahren, auf dem so Figuren zu sehen sind, die sich über Nazikrawalle freuen und in vollgeschiffter Jogginghose den Hitlergruß zeigen.

In den gedanklichen Wahngebäuden der Nazis, besorgten Bürger .... sind es die Ausländer, die ja angeblich nicht arbeiten, aber auch gleichzeitig ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen.



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prospero   prospero ist männlich Zeige prospero auf Karte FT-Nutzer
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18.09.2019 ~ 08:45 Uhr ~ prospero schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 963005
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Die AfD, Höcke und die Gewalt

Nun traut sich endlich mal ein Journalist, Herrn Höcke dezidiert nach seinen Äußerungen in seinem Buch zu fragen, da bricht dieser das Interview ab - weil ihn das emotional belastet? Seine eigenen Aussagen? Oder weil der Kern dessen, was Höcke zu sagen hat, wohl doch noch (!) nicht zum Wahlsieg taugt?

Es wird ja über die NS-Zeit gesagt, man hätte nicht wissen können, was da komme. Der historisch Informierte weiß jedoch, dass in "Mein Kampf" schon in den Zwanzigern durch Adolf Hitler erläutert wurde, wohin der Weg führen würde, wenn er an die Macht käme.

2018 veröffentlichte nun Höcke, Gründer des sogenannten Flügels der AfD, seine Kampfschrift mit dem Titel "Nie zweimal in den selben Fluss". Auch in diesem Machwerk kann man sehr schön ablesen, in welche Richtung der Weg nach den Wünschen dieses Herren gehen soll - der ja vor allem auf den Flügeltreffen einen regelrechten Führerkult um seine Person inszeniert.

Bei der Lektüre des Gesprächsbuches stößt man auf Formulierungen, die zu denken geben sollten. Höcke geht darin (auf den Seiten 253 ff.) der Frage nach, was er und seine Leute denn machen sollen, wenn sogenannte neoliberalistische Multikultikräfte – die angeblichen Freunde des „Volkstods“, wie Höcke schreibt – "gewinnen" sollten - was immer das heißt. Als „strategische Option“ schlägt er für diesen Fall die Errichtung „gallischer Dörfer“ des nationalen Widerstands vor. Das solle vor allem im Osten Deutschlands stattfinden, weil dort „noch großes Potential vorhanden“ sei, um „das inhumane Projekt einer Migrationsgesellschaft zu stoppen“.
Wie es vom gallischen Dorf in den Thüringer Bergen aus weitergehen soll, beschreibt Höcke so: Die „Auffangstellung“ könne dann zur „neuen Keimzelle des Volkes werden“ – „und eines Tages kann diese Auffangstellung eine Ausfallstellung werden, von der eine Rückeroberung ihren Ausgang nimmt“.
Von seinem Stichwortgeber Sebastian Hennig befragt, erläutert Höcke, wie er sich die Zukunft nach dem als siegreich gedachten „Ausfall“ seiner getreuen AfD-Mannen denkt: „In der erhofften Wendephase stünden uns harte Zeiten bevor, denn umso länger der Patient die drängende Operation verweigert, desto härter werden zwangsläufig die erforderlichen Schnitte werden.“ Darauf wirft Hennig ein, „,brandige Glieder können nicht mit Lavendelwasser kuriert werden‘, wusste schon Hegel“, und Höcke fährt fort: „Eine neue politische Führung wird dann schwere moralische Spannungen auszuhalten haben (…), die ihrem eigentlichen moralischen Empfinden zuwiderlaufen.“
Was der Vordenker des militanten Rechtsradikalismus darunter versteht, umschreibt er mit folgenden Stichworten: „Großangelegtes Remigrationsprojekt“, „wohltemperierte Grausamkeit“, „menschliche Härten und unschöne Szenen werden sich nicht immer vermeiden lassen“, „existenzbedrohende Krisen erfordern außergewöhnliches Handeln“.
Der mit Höcke sympathisierende Gesprächspartner Hennig stellt ihm an anderer Stelle eine von ihm ganz und gar nicht kritisch gemeinte Frage. Ob Höcke denn "eine Lanze für den (italienischen - Verf.) Faschismus brechen" wolle? (141) Höcke antwortet: "Wir haben Preußen als positives Leitbild." (142) Hennig hakt nach: "Man kann den Faschismus ja auch als den Versuch einer 'Preußifizierung' Italiens verstehen." (142) Der Geschichtslehrer Höcke findet das einen "interessanten Gedanken" (142) und fügt hinzu: "Das 'unbequeme Leben', das Mussolini seinen Landsleuten abforderte, erinnert zumindest ein bisschen an die kratzige, aber wärmende preußische Jacke, von der Bismarck sprach". (142) Höcke weiß vom italienischen Faschismus nur Gutes zu berichten ("gute Straßen und pünktliche Züge") (142).
Auffallend ist, dass Höcke aber beredt schweigt - zur Einparteiendiktatur, zum Verbot anderer Parteien und der Gewerkschaften, zur Verfolgung aller, die oppositionelle Aktivitäten oder abweichende Meinungen zeigen, zu den italienischen Eroberungskriegen in Afrika, zur Entrechtung der Juden und ihrer Deportation in deutsche KZs. Es ist schon ein Zynismus sondergleichen, angesichts der Opfer des italienischen Faschismus vom "unbequemen Leben" zu sprechen und von einer "ein bisschen kratzigen, aber wärmenden preußischen Jacke" (Höcke).

Höcke sieht unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung als ein System, das es zu ersetzen gilt."Der Parteiengeist muss überwunden, die innere Einheit hergestellt werden" (S. 28cool , sagt er. Schluss mit dem "westlich-dekadenten Liberalismus und der ausufernden Parteienherrschaft"! (S. 285) An deren Stelle soll "eine fordernde und fördernde politische Elite, die unsere Volksgeister wieder weckt", treten. (S. 286)
Auf welche Art und Weise diese "politische Elite" dann agieren soll, wird auch schnell klar: Mit starkem Besen sollen die "feste Hand" (S. 231) und der "Zuchtmeister" (S. 286) den Saustall ausmisten. Und das ist sicherlich nicht durch Diskussionen, Abstimmungen und auf demokratischem Wege zu bewerkstelligen, denn "’brandige Glieder können nicht mit Lavendelwasser kuriert werden" (S. 254) Höcke stellt zur von ihm angestrebten Umwälzung fest, dass "wir leider ein paar Volksteile verlieren werden, die zu schwach oder nicht willens sind" mitzumachen. (S. 257)
Die Wahl der Mittel wird zwar nicht klar genannt - auch die Nazis der NS-Zeit sprachen ja auch eher von "Sonderbehandlung" -, aber bei "die deutsche Unbedingtheit wird der Garant dafür sein, dass wir die Sache gründlich und grundsätzlich anpacken werden. Wenn einmal die Wendezeit gekommen ist, dann machen wir Deutschen keine halben Sachen" (S. 257f.), kann man sich sicher sein, dass die angewandten Methoden keine Grenzen kennen und den historischen Faschisten vermutlich in nichts nachstehen werden.

Zitiert nach Götz Aly, Berliner Zeitung vom 15.01.2019, 07:01, Mark Brandis, Facebook, 04.02.2019, Meinhard Creydt, telepolis, 'Björn Höcke droht mit "Dunkeldeutschland"' vom 12. Oktober 2018



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prospero   prospero ist männlich Zeige prospero auf Karte FT-Nutzer
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19.09.2019 ~ 07:54 Uhr ~ prospero schreibt:
im Forum Thüringen seit: 03.09.2007
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 963079
gelesener Beitrag - ID 963079


Die armen Nazis, Höckes, AfDler, Kalbitze, D.Bergers, E.Steinbachs, CSUler, Werteunioner, Lindners, Gaulands, Storchs, Weidels haben es schon nicht ganz leicht mit ihrer ewigen Litanei über den Untergang Deutschlands. "Flüchtlings-Kriminalität, Messermigration und Arbeitsplatzklau" sind zwar fest verankert in den Erbsenhirnen ihrer Anhänger, aber eben nicht real.
Die Ängste vor den schmarotzenden und arbeitsscheuen Flüchtlingen, die hier nur faul in der sozialen Hängematte liegen. Blöd nur, dass sie das mit besonderem Fleiß kaschieren.

Es bleibt nicht bei dem perfidien Lügen der Rechten, sondern ihre Bösartigkeit hat echte Folgen. Während die Gesamtkriminalität in Deutschland seit einem Vierteljahrhundert sinkt, schüren AfD und Co so effektiv Ausländerhass, dass es jedes Jahr mehr Hassverbrechen gibt.

Was aber ist Tatsache?
Ohne die Arbeitskraft der Migranten könnten wir den Laden BRD zumachen.
Der gesamte medizinische Bereich würde sofort kollabieren. Dazu kämen noch mindestens Gastronomie und Dienstleistungswesen.

Und was passiert?
ARD, ZDF sowie CDUCSUFDP helfen der AfD und ihrer rechten Unterstützerszene beim Aufbau ihrer Potemkinschen Dörfer voller "Messergewalt", indem sie sich an deren Agenda ausrichten und sich den gefühlten Themen der Hetzer widmen.
Für Fakten bleiben da immer nur die hinteren Seiten der seriösen Zeitungen.
Publikationen mit denen die "FOTZE, HAU AB"-grölenden AfD-Fans niemals in Berührung kommen.

Zitat:
Es kommen weniger Flüchtlinge nach Deutschland, aber immer mehr Menschen, die hier arbeiten oder studieren wollen. Das geht aus dem Migrationsausblick 2019 der OECD hervor, der in Berlin vorgestellt wurde. Die Beschäftigungsquote der Migranten in Deutschland ist demnach besser denn je. Ende 2018 lag sie auf dem historischen Hoch von 70 Prozent. Die Vorstellung, dass Migranten oftmals arbeitslos seien oder andernfalls die Arbeitsplätze von im Land Lebenden wegschnappten, wird in dem Bericht widerlegt. Migranten können demnach sogar helfen, neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Als Beispiel nannte der Migrationsexperte der OECD Thomas Liebig Firmen, die erst mithilfe neuer Fachkräfte aus dem Ausland expandieren können. Migrantinnen übernähmen häusliche Arbeiten und schafften Einheimischen dadurch Freiräume. "Zuwanderer füllen häufig Nischen, die anderweitig nicht geschlossen werden. So werden wiederum neue Möglichkeiten für andere geschaffen", sagte Liebig.
Die Studie widerlegt die Annahme, dass der Großteil der Migranten in Deutschland und den OECD-Ländern Flüchtlinge seien. "Die Gruppe der Flüchtlinge ist im Gesamtblock der Zuwanderer eine sehr kleine, das wird häufig vergessen", sagte Liebig.

(Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/migr...erung-1.4606996)



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13.10.2019 ~ 08:47 Uhr ~ prospero schreibt:
im Forum Thüringen seit: 03.09.2007
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 965443
gelesener Beitrag - ID 965443


Einige Gedanken zu den geschriebenen Beiträgen einiger FT-Mitglieder der letzten Tage und wie sie sich dem Leser darstellen.
So wie durchschnittliche Menschen eine Inselbegabung haben können, also ein ganz spezielles Talent, in dem sie unübertroffen sind, gibt es umgekehrt auch Inselverarmungen.
Religiosität bei Hochgebildeten kann so eine Inselverarmung sein. Das sind rationale, belesene, denkende Menschen, die dennoch tiefgläubig sind.
Je höher die Bildung, desto geringer die Bindungen an die Kirchen. Glaube ist umso mehr ausgeprägt, je dümmer, ungebildeter und ärmer Menschen sind. Das ist auch in sich logisch.

Rechtsradikalismus gibt es hingegen fast nie als Inselverarmung. Rechtsextreme zeichnen sich nicht nur durch eine politische Einstellung und besonders unangenehme Persönlichkeit aus. In vielen Fällen vergesellschaftet sich ein rechtsradikales Weltbild auch mit einer Menge anderer kruder Einstellungen.

Wer AfD wählt ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch empfänglich für alle anderen menschenverachtenden und/oder debilen Theorien.
Stramm Rechte hassen nicht nur Ausländer, sondern sind auch Rassisten, Homophobe, Misogyne, Antisemiten. In der AfD finden Klimawandelleugner, Impfgegner, Creationisten, Ufologen, Chemtrailer, Fans der Germanischen Neuen Medizin, sogar Geozentristen und Flacherdler zusammen.
Es gibt Überschneidungen zu Reichsbürgern, Identitären, Preppern, Revisionisten und Revanchisten.
AfD zu wählen ist keine Inselverarmung, nein, dabei handelt es sich üblicherweise um eine ganze Inselgruppe, ein Archipel der Hass-Überzeugungen und Doofheit.



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