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| RE: ein platz für informationen |
Beitrag Kennung: 1229361
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Als die NSDAP aufstieg
Ulrich Siegmund, wie die SZ es beschrieben hat, habe früher Düfte verkauft und verkaufe nun „ein faschistisch riechendes Wahlprogramm“. Der Schriftsteller Uwe Timm(86), dessen viel gelesenen und gepriesenen Werke vom Roman bis zum Kinderbuch reichen, der gerade für sein Lebenswerk mit dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet wurde, hat vor der AfD gewarnt. In seiner Rede anlässlich der Verleihung des Preises in der Pauls-Kirche erinnerte er an das Jahr 1932, als die NSDAP stärkste Partei im Reichstag geworden war, aber eben nicht mit der absoluten Mehrheit ausgestattet. Sie „musste Koalitionspartner finden und fand sie unter den Konservativen, die glaubten, sie könnten Hitler einhegen. Wir wissen, was geschah.“ Und ob wir das wissen, deshalb werden ja Vergleiche gezogen. Und Timm zog sie auch. „Heute.. tritt wieder eine nationalistische Partei an. Sie verfügt bislang über keine SA-Horden, die politischen Leitlinien aber sind ähnlich, da ist die Heimat als Bollwerk gegen alles Fremde, die Forderung nach mannhafter Härte, nach der Mutterbestimmung der Frau, nach kerndeutscher Abstammung, nach Remigration- was an die Entrechtung und Vertreibung jüdischer Menschen, Sinti und Roma denken lässt, die dem Holocaust voranging. Man lese nach, welche Eingriffe die AfD in Schulen, Theater, Museen, Rundfunk und Fernsehen plant oder schon probt. Das alles, um diese, unsere freie, offene Gesellschaft in eine autoritär-völkische rückzuverwandeln.“
Mahnende Worte, wie sie auf andere Art der Bundespräsident immer mal wieder gesagt und von den Demokraten in der Republik gefordert hat, sie müssten im Notfall bereit sein, diese Demokratie gegen ihre Feinde zu verteidigen. Die Demokratie, hat Frank-Walter Steinmeier gesagt, sei kein Selbstläufer. Ja, vor über einem Jahr gab es bundesweite Demonstrationen gegen die AfD und für ein buntes, offenes Deutschland, das nicht braun werden dürfe. Die Proteste sind verstummt. Das Volk, das in seiner Mehrheit gegen eine von der AfD geführte Regierung ist, das belegen Umfragen, das weisen auch immer noch die Wahlergebnisse aus, wirkt heute verunsichert bis verängstlicht wie das Kaninchen vor der Schlange. Uwe Timm berief sich in seiner Rede auf die Verfassung: „Das Grundgesetz, in dem der zwei Jahrhunderte
lange demokratische Kampf um Gleichheit und Freiheit seinen Ausdruck findet, muss gegen nationalistische, chauvinistische und autoritäre Angriffe mit Wort und Schrift und Tat verteidigt werden.“ Mit Wort, Schrift und Tat. Herr Bundeskanzler, so füge ich hinzu, es wäre Zeit, wenn Sie aktiv würden.
[Quelle: https://www.blog-der-republik.de/sachsen...fruehaufsteher/] |
NIE WIEDER IST JETZT !!!
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