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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1217704
War das nicht weitsichtig?
Zitat:
Pfiffikus hat am 04. März 2026 um 11:18 Uhr folgendes geschrieben:
Der wohlhabendere Teil der Bevölkerung lebt heute schon locker mit großem Flächenverbrauch in der Landschaft. Die Leute bewohnen ein Einfamilienhaus nebst Carport und ein wenig Garten. Dort hat man sich ja schon mit PV-Modulen eingedeckt und genießt die Subventionen (garantierte feste Einspeisevergütung) aus den Taschen derer, die das nicht aufbauen können.
Wenn es diesen Leuten zu bunt wird, dann werden sich mehr und mehr Haushalte von den Netzbetreibern verabschieden und den Stromanschluss kündigen. Dann können sie den selbst erzeugten Strom nicht mehr zum ermäßigten Preis verbrauchen. Nein, sie werden ihn zum Nulltarif nutzen können. Wenn die Module groß genug sind, reicht der selbst erzeugte Strom sogar für die Wärmepumpe und das Elektroauto. Wenn der Strom im Winter knapp werden sollte, kann man ja mit dem Auto ausnahmsweise mal auf die öffentlichen Ladesäulen ausweichen.
Die werden nur dann ein Problem bekommen, wenn sich mal eine Dunkelflaute ein paar mehr Tage lang hin ziehen wird. Für solche Tage steht dann ein kleines Diesel-Aggregat im Carport, so dass diese Häuser auch im Winter nicht stromlos werden, wenn keine Sonne scheint.
Dieser Youtuber zeigt uns, was in den kommenden Monaten mehr und mehr zu befürchten ist.
Pfiffikus,
der befürchtet, dass sich immer mehr wohlhabende Leute abnabeln werden, um sich an den Kosten für diese Energiewende überhaupt nicht mehr zu beteiligen
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1217712
Die Genossenschaften werden diesbezüglich bestimmt Vorreiter sein und das ist gut so!
Siehe: https://www.guenstig-heizen.de/artikel/c...&utm_placement={placementid}&utm_device=c&utm_keyword=keyword&utm_adposition=&msclkid=d4396e83002f186a7822074832ff9947
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1218302
Kleiner Lacher am Rande:
Zitat:
Reiche-Vorstoß würde Bayerns Windkraft-Pläne hart treffen – Aiwanger beklagt „Vollbremsung“München – Bayern will seinen Teil vom Windkraft-Kuchen haben. Auch wenn Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die öffentliche Debatte gerne auf Themen wie Mini-Atomkraftwerke oder Kernfusion lenkt, stehen auch die Erneuerbaren im Freistaat auf der Tagesordnung. Erst am Freitag stimmte der Bundesrat einer von Bayern angeregten Gesetzesänderung zu, die noch 2026 den Bau von mehr Windkraftanlagen ermöglichen soll. Dabei soll auch Bayern profitieren. Doch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) untergräbt mit dem Vorstoß auch die Windenergiepläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1218336
Zitat:
holgersheim hat am 04. April 2026 um 07:37 Uhr folgendes geschrieben:
Kleiner Lacher am Rande:
Und WER gibt denn da Anlass zum Lachen?
Was lesen wir denn da im Artikel?
Zitat:
Reiche will die Fördergelder für Windanlagen kürzen, die in Gebieten mit Netzengpässen geplant werden.
Also ich kann mir nichts Bürgerfreundlicheres vorstellen.
Fördergelder sind nach 30 Jahren Subventionen ohnehin nicht mehr nötig, da die Anlagen billiger geworden sind, Wind und Sonne keine Rechnung schicken.
Während der Laufzeit sind nun keine Entschädigungen mehr nötig, wenn die Anlagen wegen Netzengpass abgeschaltet werden müssen.
Vernünftige Investoren stellen die Windräder ohnehin dort hin, wo möglichst viel Wind weht. Nicht vergessen: Bei 80% Windgeschwindigkeit kann ein Windrad nur etwa die Hälfte Energieertrag ernten.
Aiwanger sagt:
Zitat:
Momentan legt sie eine Vollbremsung hin.
Das stimmt natürlich nicht. Keineswegs wird der Windradbau irgendwie behindert.
Es wird allenfalls das ungezügelte Geldscheffeln auf Kosten der ärmeren Schichten der Bevölkerung gebremst. Völlig logisch, dass FrankSteinis Lieblingsoligarchen Gift und Galle spucken.
Weiter im Artikel:
Zitat:
Neue Ökostromanlagen sollen dabei künftig keine Ausgleichszahlungen mehr erhalten, wenn sie wegen einer Überlastung der Netze vorübergehend keinen Strom einspeisen können.
Genial!
Endlich werden die PV-Betreiber gezwungen, sich selbst um eine angemessene Anzahl von Akkus zu kümmern. Damit können sie den erzeugten Strom eben in der Dämmerung und am Abend einspeisen, wenn er wenigstens kein Abfall, sondern tatsächlich werthaltig ist. Endlich wird diese wichtige Versorgungsaufgabe nicht mehr auf die Allgemeinheit abgewälzt!
Ich fordere ja schon lange, dass die Profiteure der Energiewende selber dafür bezahlen müssen, dass wegen ihnen die Infrastruktur dreifach ausgebaut werden muss.
Zitat:
holgersheim hat am 04. April 2026 um 07:37 Uhr folgendes geschrieben:
Wie nennt man so etwas: Dumm am Hebel .... dumm gelaufen.
Wieso?
Pfiffikus,
der Reiches Maßnahmen keinesfalls mit diesem Stempel versehen würde
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1218657
Hallo Leute,
natürlich hat der Überfall auf den Iran und die damit verursachte Blockierung der Straße von Hormus auch Auswirkungen auf unsere Energiewirtschaft.
Natürlich kann das hier vorgestellte Pakistan keine Blaupause für unsere Wirtschaft sein. Wie im Video zu erfahren ist, haben sie dort vor allem den hohen Strombedarf für ihre Klimaanlagen. Ja, das passt naturgemäß sehr gut zu einer Versorgung durch Solarpaneele. Dort muss man kaum speichern - da ist Solarstrom sogar tatsächlich billig.
Deutschland bräuchte dreifache Infrastruktur für Stromversorgung mit Solarstrom. Aber er nennt einen Lichtblick.
Pfiffikus,
der auch aus diesem Grunde davon ausgeht, dass das Panik-Szenarion SSP5-8.5 keinesfalls auch nur annähernd eintreten wird
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1218769
Neuer Solarpark bei Gera liefert Strom für die Region
An der A4 bei Gera-Trebnitz ist ein neuer Solarpark in Betrieb gegangen. Die Anlage umfasst rund 7,5 Hektar und wurde vom Unternehmen MaxSolar gebaut.
Der Solarpark hat eine Leistung von etwa 8 Megawatt und kann damit einen spürbaren Beitrag zur regionalen Stromversorgung leisten. Ergänzt wird die Anlage durch einen Stromspeicher mit rund 2 Megawatt Leistung, der dafür sorgt, dass der erzeugte Solarstrom flexibler ins Netz eingespeist werden kann.
Durch den Betrieb können jährlich etwa 2.700 Tonnen CO₂ eingespart werden – ein wichtiger Beitrag zur Energiewende in der Region.
Auch wirtschaftlich profitiert die Region: Ein Großteil der Gewerbesteuereinnahmen bleibt vor Ort in Gera und Trebnitz. Zudem wurden bei der Umsetzung Maßnahmen für Natur- und Artenschutz eingeplant, etwa Ausgleichsflächen rund um die Anlage.
Hier wird das Propagandageflunker der Schwurbler, welche einen Kampf gegen die Erneuerbaren und somit gegen die Energiewende führen sehr schön auseinandergenommen.
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1218881
Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Neuer Solarpark bei Gera liefert Strom für die Region
Das ist schon mal eine gute Nachricht.
Jeder Hektar Maisacker-Monokultur, der in einen Solarpark umgewandelt wird, ist ein Zugewinn für die Bio-Diversität, für Insekten und Artenvielfalt. Andererseits kann ein solcher Solarpark ein Vielfaches an Energie einfangen, wozu ein Maisfeld nur in der Lage wäre.
Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
wurde vom Unternehmen MaxSolar gebaut.
Nun ja, ein Unternehmen mit "400 Mitarbeiter:innen an den Standorten in Traunstein (Hauptsitz), München, Frankfurt, Hamburg, Berlin und Hebertsfelden." Quelle
Die Arbeitsplätze sind also hauptsächlich in den alten Bundesländern. Zu uns kommen sie nur rüber, weil sie Fläche brauchen. Nun, wenigstens etwas Gewerbesteuer sollen sie ja angeblich in Gera lassen.
Die Profite nach Steuern fließen natürlich zu den Profiteuren, die mutmaßlich zu großen Treilen in den alten Bundesländern sitzen. Na gut, das ist schließlich kein Alleinstellungsmerkmal der Solarbranche.
Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Der Solarpark hat eine Leistung von etwa 8 Megawatt und kann damit einen spürbaren Beitrag zur regionalen Stromversorgung leisten.
Das wird sich anhand des Akkus zeigen.
Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Ergänzt wird die Anlage durch einen Stromspeicher mit rund 2 Megawatt Leistung, der dafür sorgt, dass der erzeugte Solarstrom flexibler ins Netz eingespeist werden kann.
Sehr schön. Es ist hervorragend, dass die Profiteure der Energiewende endlich gezwungen werden, einen Teil der Zusatzinfrastruktur, den sie verursachen, selbst zu errichten und zu bezahlen.
Kannst Du auch die Kapazität des Speichers in Erfahrung bringen? Also wie viele Megawattstunden können gespeichert werden?
Spekulieren wir mal:
Der Solarpark kann vor allem zwischen 9 und 15 Uhr die volle Leistung bringen, also 6 Stunden lang. (In der Dämmerung kommt mutmaßlich nur noch Teilleistung - geschenkt.)
Es werden in diesen Stunden 8MW * 6Stunden = 48 MWh produziert.
Während der 6 Hauptstunden kann der Speicher nur 2MW aufnehmen. Also 2MW * 6Stunden = 12MWh. Diese können in die Abendstunden hinein gespeichert und möglicherweise profitabel vermarktet werden.
Vorläufig rätselhaft bleibt mir, was MaxSolar mit den verbleibenden 36MWh machen will. MaxSolar muss damit rechnen, dass in diesen Stunden tagsüber ein Strompreis nahe Null oder sogar negativ ist. Wir müssen hoffen, dass die diesen überschüssigen Strom nicht einfach so ins Netz kippen dürfen, denn dann müssten dafür Windräder oder andere Solarparks (gegen Entschädigung) abgeregelt werden.
Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Durch den Betrieb können jährlich etwa 2.700 Tonnen CO₂ eingespart werden – ein wichtiger Beitrag zur Energiewende in der Region.
Diese Einsparung wird nur dann gelingen, wenn es gelingt, den kompletten Strom, also auch die verbleibenden 36MWh nutzbringend zu vermarkten, ohne dass andere klimaneutrale Erzeuger aus dem Netz gedrägt werden.
Gelingt das nicht, dann wäre diese Zahl nur Schönfärberei.
Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Auch wirtschaftlich profitiert die Region: Ein Großteil der Gewerbesteuereinnahmen bleibt vor Ort in Gera und Trebnitz.
Richtig!
Es verbleibt nur ein Teil der Gewerbesteuern in der Region. Diese entstehen aber nur, wenn der Solarpark Gewinn erwirtschaftet.
Und wenn Gewinne entstehen, dann gehen die Gewinne nach Steuern natürlich an die Eigentümer.
Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Zudem wurden bei der Umsetzung Maßnahmen für Natur- und Artenschutz eingeplant, etwa Ausgleichsflächen rund um die Anlage.
Das finde ich prinzipiell nicht schlecht, auch wenn der Park selbst schon eine Bereicherung der Artenvielfalt im Vergleich zu den vorherigen Ackerflächen darstellt.
Doch bitte nicht vergessen: Alle Kosten für diese Ausgleichsmaßnahmen erhöhen die Gesamtkosten, die jährlichen Abschreibungen, mindern die Gewinne und damit das für Gera verbleibende Aufkommen an Gewerbesteuern.
Pfiffikus,
der sich freut, wenn es ein Erfolg würde, der sogar die volle Leistung des Solarparks netzdienlich zur Verfügung stellen könnte
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1218886
Zitat:
daggi007 hat am 10. April 2026 um 15:50 Uhr folgendes geschrieben:
sehr schön auseinandergenommen.
Schön? Es ist nur das derzeitige Mimimi der Profiteure der Energiewende zu lesen, weil das bisherige Geschäftsmodell, das Abgreifen von überflüssig gewordenen Subventionen, nicht mehr funktioniert. Nicht mehr und nicht weniger.
Zitat:
Correctiv hat folgendes geschrieben:Laut Bundesnetzagentur wird kein Strom „weggeworfen“, sondern umverteilt.
Natürlich kann weder Strom, noch Energie weggeworfen werden. Das sagt uns schon der Energieerhaltungssatz. Soweit hat Correctiv Recht. Leider gelingt es schon mit so einer Plattitüde, daggi007 so dermaßen zu begeisttern.
Also wir beklagen ja die Redispatches, die ein Preistreiber für unseren Strom sind. Kurz gefasst:
Es gibt öfters Wetterlagen, in denen irgendwo, zum Beispiel im Norden zu viel Strom im Angebot ist. Im Süden würde der zwar gebraucht, aber es kann nicht genug davon nach Süddeutschland transportiert werden.
Die Netzbetreiber müssen deshalb im Norden Erzeuger, zum Beispiel Windräder, abregeln und dafür entschädigen.
Im Süden müssen Reservekraftwerke, zum Beispiel Gaskraftwerke angeworfen werden, die kosten extra.
Weder für die Entschädigung im Norden, noch für die Zusatzkosten im Süden erhalten wir irgendeine Kilowattstunde zusätzlich oder irgendeinen Mehrwert.
Frau Reiche hätte also auch sagen können, dass da Geld verbrannt wird. Aber Vorsicht, auch das wäre eine Metapher, für die sie von Correctiv wohl harsch angegangen würde. Denn es werden ja keine Geldscheine verbrannt.
Für uns muss gelten: Jeder Euro, der nutzlos für Redispatchmaßnahmen ausgegeben werden muss, ist einer zu viel.
Deshalb mag ich mich gar nicht darüber streiten, wie viele Milliarden es sind. Viel wichtiger wäre mir, dass die Erneuerbaren nur in dem Maße ausgebaut werden, wie es unsere Netze verkraften können. Gerne dürfen die Profiteure durch Investition in die nötige Zusatzinfrastruktur (Speicher und Leitungen) dafür sorgen, dass diese ausgewogene Energiewende zusätzlich beschleunigt wird.
Ja, es wären weniger Redispatches nötig, wenn es mehr Leitungen gäbe, die den Strom nach Süden bringen. Und FrankSteinis Lieblings-Oligarchen haben sich inzwischen sehr stark dafür gemacht, dass zahlreiche Stromleitungen nach Süden gebaut werden, leider nicht auf deren Kosten. Denn die Kosten und Risiken werden ja von ihnen auf die Allgemeinheit abgewälzt, insbesondere auf die Ärmeren. Ihr wisst ja, aus welchem Stadtteil.
Früher gab es wenige solche Probleme. Da wurden die großen Kraftwerke einfach neben oder in die Ballungszentren gebaut und dort konnten sie die Bedarfe standortnah und zuverlässig decken.
Pfiffikus,
der nicht viel auf das Gejammer der EEG-Profiteure geben mag
im Forum Thüringen seit: 26.01.2007
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1218917
Zitat:
Pfiffikus hat am 12. April 2026 um 00:05 Uhr folgendes geschrieben:
Früher gab es wenige solche Probleme. Da wurden die großen Kraftwerke einfach neben oder in die Ballungszentren gebaut und dort konnten sie die Bedarfe standortnah und zuverlässig decken.
Ganz sicher nicht. Das frühere Modell ist technisch nicht auf heute übertragbar. Die heutigen Netzprobleme entstehen nicht, weil früher „alles besser“ war, sondern weil die Struktur der Stromerzeugung sich grundlegend verändert hat.
Große Kraftwerke in Städten oder deren Nähe wären heute nicht genehmigungsfähig. Moderne Gaskraftwerke brauchen große Flächen, Sicherheitsabstände, Kühlwasser und leistungsfähige Gasanschlüsse. Kohlekraftwerke wären wegen Emissionen in Städten ausgeschlossen. Atomkraftwerke standen aus Sicherheitsgründen nie in Ballungszentren.
Genau deshalb ist der Netzausbau so entscheidend: Je besser Nord und Süd verbunden sind, desto weniger Redispatch brauchen wir – und desto weniger Geld wird für Maßnahmen ausgegeben, die keinen energetischen Mehrwert bringen.
im Forum Thüringen seit: 15.09.2019
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1218923
Zitat:
Pfiffikus hat am 12. April 2026 um 00:05 Uhr folgendes geschrieben:
Ja, es wären weniger Redispatches nötig, wenn es mehr Leitungen gäbe, die den Strom nach Süden bringen. Und FrankSteinis Lieblings-Oligarchen haben sich inzwischen sehr stark dafür gemacht, dass zahlreiche Stromleitungen nach Süden gebaut werden, leider nicht auf deren Kosten. Denn die Kosten und Risiken werden ja von ihnen auf die Allgemeinheit abgewälzt, insbesondere auf die Ärmeren. Ihr wisst ja, aus welchem Stadtteil.
Da liegst du aber komplett falsch mein Lieber.
Robert Habeck hatte recht. Er durfte nicht. Und heute zahlt ihr alle dafür.
Für alle die das nicht lesen und begreifen wollen:
2022: Robert Habeck will, dass Deutschland sein Stromnetz stärker selbst kontrolliert. Warum? Weil der Staat dann steuert, wie schnell ausgebaut wird – und nicht Investoren nach Rendite.
Lindner blockiert mit Verweis auf die Schuldenbremse. Resultat: Deutschland steigt nicht groß ein, stattdessen beteiligen sich internationale Investoren.
Die Folge: Du zahlst mit – über Jahre. Die Netzentgelte enthalten auch diese Renditen.
Der Punkt: Strompreise sind nicht teuer wegen „grüner Ideologie“. Sie sind teuer, weil Infrastruktur nicht vollständig in öffentlicher Hand ist und Kapital verzinst werden muss.
im Forum Thüringen seit: 03.09.2007
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1218927
Wenn ich den Rant vom Pfiffikus als Antwort auf den Beitrag vm Holgersheim zum neuen Solarpark in Gera lese. Da sehe ich das Geschriebene von einen destruktiven Jammer-Ossis. Da kommt nichts. Nur wenn und aber. Der wohnt bestimmt in Ost-Debschwitz.
im Forum Thüringen seit: 02.02.2007
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1218978
„Ich brauch Gas, ich will Spaß.“ (Reiche) Es ist immer wieder lustig, wenn die rechten Hater der Erneuerbaren Energien gegen neue Solaranlagen und Windräder wettern und sie am liebsten alle abreißen wollen. Leute, sämtliche Windparks sind das Ergebnis privater Investitionen. Und ihr CDSU- und AfD-Kläffer wollt also Unternehmen enteignen und ihr Eigentum vernichten?
im Forum Thüringen seit: 26.01.2007
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1218991
Zitat:
FrankSteini hat am 12. April 2026 um 12:52 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
Pfiffikus hat am 12. April 2026 um 00:05 Uhr folgendes geschrieben:
Ja, es wären weniger Redispatches nötig, wenn es mehr Leitungen gäbe, die den Strom nach Süden bringen. Und FrankSteinis Lieblings-Oligarchen haben sich inzwischen sehr stark dafür gemacht, dass zahlreiche Stromleitungen nach Süden gebaut werden, leider nicht auf deren Kosten. Denn die Kosten und Risiken werden ja von ihnen auf die Allgemeinheit abgewälzt, insbesondere auf die Ärmeren. Ihr wisst ja, aus welchem Stadtteil.
Da liegst du aber komplett falsch mein Lieber.
Robert Habeck hatte recht. Er durfte nicht. Und heute zahlt ihr alle dafür.
Genau so sehe ich das auch. Stell dir vor, du hast ein Stromnetz, das über Jahrzehnte alles am Laufen hält. Jeder braucht es. Jeder nutzt es. Ohne das geht nichts. Und dann kommt der Moment, wo alles größer wird. Mehr Strom. Mehr Leitungen. Mehr Druck aufs System.
Und du hast zwei Wege:
Du lässt Investoren ran, die sagen: „Wir bauen das – aber wir verdienen daran.“
Oder du sagst: „Das ist zu wichtig. Das machen wir selbst.“
Genau an diesem Punkt stand Deutschland 2022. Der größte Teil des deutschen Höchstspannungsnetzes wird vom niederländischen Betreiber TenneT geführt. Rund 14.000 Kilometer. Von der Nordsee bis zu den Alpen. Dieses Netz ist die Lebensader der Energiewende. Windstrom aus dem Norden muss in den Süden. Industrie hängt daran. Millionen E-Autos und Wärmepumpen hängen daran.
Ohne Netzausbau? Keine Energiewende. Punkt. Das war der Plan:
Deutschland kauft den deutschen Teil zurück. Kostenpunkt: rund 20 Milliarden Euro. Klingt viel. Ist es auch.
Aber es ist der Unterschied zwischen: „Wir zahlen einmal und steuern selbst“
oder „Wir zahlen dauerhaft und jemand verdient mit.“
Der Gedanke dahinter war klar. Der Staat plant nach Bedarf. Nicht nach Rendite.
Was aber dann passiert ist:
Der Plan scheitert. Offiziell wegen der Haushaltslage. Politisch gebremst – vor allem durch Lindner und die Schuldenbremse.
Hier ging es aber um etwas anderes. Der Staat hätte Geld in ein bestehendes Netz getauscht. Geld gegen Infrastruktur. Geld gegen einen Vermögenswert, der Einnahmen bringt.
Und genau dafür gibt es eine wichtige Unterscheidung. Das sind Ausgaben, bei denen der Staat etwas Gleichwertiges zurückbekommt.
Die Logik dahinter ist simpel. Konsum ist weg. Investition bleibt. Deshalb werden solche Vorgänge in der Haushaltslogik anders bewertet.
Dieser Kauf wäre möglich gewesen – oder hätte politisch möglich gemacht werden können. Nein müssen! Es war keine technische Unmöglichkeit. Es war eine politische Entscheidung. Man hätte einen Weg finden können. Man wollte ihn nicht gehen.
Das Ergebnis bleibt sehr schlecht. Deutschland hat die Kontrolle nicht ausgebaut. Wenn du selbst nicht kaufst, kaufen andere. Und genau das ist passiert. Internationale Investoren sind eingestiegen. Staatsfonds. Pensionsfonds. Kapitalgeber. Und die investieren nicht aus Nächstenliebe. Sondern weil Infrastruktur stabile Renditen bringt. Über Jahrzehnte.
Ja und das verändert die Rechnung. Diese Renditen stecken in den Netzentgelten. Also bei dir. Die Netzentgelte sind deutlich gestiegen.
2021: 7,52 Cent/kWh
2024: 11,62 Cent/kWh
Das ist ein Anstieg von rund 54 %.
Natürlich hat das mehrere Gründe. Kapital wird verzinst. Und diese Verzinsung verschwindet nicht. Sie läuft über Jahrzehnte.
Wenn der Staat das Netz übernommen hätte. Geringere Finanzierungskosten. Keine privaten Renditeaufschläge. Stabilere Netzentgelte. Gezielter Ausbau für die Energiewende. Klar, nicht kostenlos. Aber deutlich günstiger über die Zeit.
Und jetzt kommt zu unser aller Unglück die Reiche in das Ministerium. Mit Reiche wird stärker auf Gaskraftwerke gesetzt. Als Begründung sagt sie Versorgungssicherheit. Das erhöht die Netzlast. Das erhöht die Investitionen ins Netz. Und damit steigen auch die Gewinne für Investoren und genau das ist das Problem.
Du hörst ständig Begriffe wie „grüne Ideologie“. Das klingt wie eine Erklärung. Ist aber keine. Das ist ein politischer Kampfbegriff. Er wird gezielt benutzt, um einfache Schuldige zu liefern – und von den eigentlichen Ursachen abzulenken. Die Realität ist wesentlich unbequemer.
Es geht nicht um Ideologie. Es geht um Struktur. Es geht um Geldflüsse. Es geht um Kontrolle über Infrastruktur.
Und während diese Begriffe durch die Debatte geworfen werden, passiert im Hintergrund genau das Gegenteil von dem, was behauptet wird. Das fällt uns nun auf die Füße. Über Jahre wurde an fossilen Systemen festgehalten. Aus Angst. Aus Gewohnheit. Aus wirtschaftlichen Interessen. Ausbau wurde verzögert. Entscheidungen verschleppt. Strukturen nicht angepasst. Und genau diese Haltung bremst uns heute noch aus.
Während andere Länder massiv in Netze und Erneuerbare investieren, diskutieren wir immer noch über alte Technologien mit dem Ergebnis das wir mehr zahlen müssen. Wir bauen langsamer aus. Lassen zu dass die Reiche bremst. Und wir bleiben länger abhängig. 2022 hatte Deutschland die Chance, zentrale Infrastruktur stärker selbst zu kontrollieren. Leider wegen unfähigen Leuten verpasst. So wie heute wieder.
Es bleibt nur noch festzustellen: Robert Habeck hatte recht.
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1630 erhaltene Danksagungen
RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219007
Zitat:
daggi007 hat am 12. April 2026 um 11:49 Uhr folgendes geschrieben:
Die heutigen Netzprobleme entstehen nicht, weil früher „alles besser“ war, sondern weil die Struktur der Stromerzeugung sich grundlegend verändert hat.
Genau in dieser Frage sind wir uns einig. So war meine Bemerkung nämlich zu verstehen. Du missachtest die Fakten wenigstens nicht so total.
Zitat:
daggi007 hat am 12. April 2026 um 11:49 Uhr folgendes geschrieben:
Moderne Gaskraftwerke brauchen große Flächen, Sicherheitsabstände, Kühlwasser und leistungsfähige Gasanschlüsse.
Ach, so groß sind die Anforderungen nicht. Schau Dir doch mal an, wie viel Fläche, wie viel Abstand das moderne Gaskraftwerk hat, mit dem Lusan versorgt wird!
Zitat:
daggi007 hat am 12. April 2026 um 11:49 Uhr folgendes geschrieben:
Kohlekraftwerke wären wegen Emissionen in Städten ausgeschlossen.
Die will auch keiner mehr in Deutschland bauen. Doch die vorhandenen könnten und sollten durchaus bewahrt werden, um uns als Reservekraftwerke für längere Dunkelflauten dienen zu können. Dadurch könnte so manches neue Gaskraftwerk überflüsig werden.
Zitat:
daggi007 hat am 12. April 2026 um 11:49 Uhr folgendes geschrieben:
Atomkraftwerke standen aus Sicherheitsgründen nie in Ballungszentren.
Sie sind und waren in der Nähe der Ballungszentren zu finden, wo man ausreichend Kühlwasser vorfindet.
Zitat:
daggi007 hat am 12. April 2026 um 11:49 Uhr folgendes geschrieben:
Genau deshalb ist der Netzausbau so entscheidend: Je besser Nord und Süd verbunden sind, desto weniger Redispatch brauchen wir – und desto weniger Geld wird für Maßnahmen ausgegeben, die keinen energetischen Mehrwert bringen.
Auch das ist ja richtig. Das sehe ich genauso.
Leider war diese Bemerkung noch relativ unpersönlich. Ich meine, dass dieser Zusatzaufwand von den Profiteuren der Energiewende finanziert werden sollte. FrankSteini, seine Lieblings-Oligarchen und die vielen Profiteure der Energiewende (vertreten durch die tarngrüne Partei) bürdet diese Lasten lieber der Allgemeinheit auf, möglchst den ärmeren Bevölkerungsteilen in dicht besiedelten Gebieten, die sich nicht dagegen wehren können.
Vor allem in dieser Frage gibt es noch einen massiven Dissens zwischen mir und so manchen weiteren Diskutanten hier im Forum. Sag mal, @daggi007, für wen schlägt eigentlich Dein Herz in dieser Frage?
Pfiffikus,
dessen Herz mehr für diese ärmeren Leute schlägt, als für die PV-Profiteure
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1630 erhaltene Danksagungen
RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219020
Zitat:
FrankSteini hat am 12. April 2026 um 12:52 Uhr folgendes geschrieben:
2022: Robert Habeck will, dass Deutschland sein Stromnetz stärker selbst kontrolliert. Warum? Weil der Staat dann steuert, wie schnell ausgebaut wird – und nicht Investoren nach Rendite.
Deutschland? Wer ist das? Der Bund, die Länder Kommunen?
Zum Glück ist das Netz nicht in staatlicher Hand. Wie schnell staatliche Stellen bauen können, sehen wir von S21, dem BER bis hin zum Ausbau der Wiesestraße. Nein, es ist schon besser, wenn die Netze in privater Hand bleiben. Nur so kann die Energiewende gelingen und nur so können wir uns immer konsequenter aus Abhängigkeiten von ausländischen Lieferanten machen. Energiewende mit dem Tempo staatlicher Stellen - das wollen wir doch beide nicht, oder?
Zitat:
FrankSteini hat am 12. April 2026 um 12:52 Uhr folgendes geschrieben:
Lindner blockiert mit Verweis auf die Schuldenbremse.
Gut so!
Sowohl Lindner, als auch Reiche haben erkannt, dass die Anschubsubventionen, die früher noch für die Energiewende geboten waren, inzwischen nicht mehr nötig sind. Diese würden nur noch in den Taschen der Profiteure der Energiewende versinken. Wir wissen, Dein Herz schlägt für diese Leute. Du denkst anders darüber.
Zitat:
FrankSteini hat am 12. April 2026 um 12:52 Uhr folgendes geschrieben:
Resultat: Deutschland steigt nicht groß ein, stattdessen beteiligen sich internationale Investoren.
Das ist ein gutes Zeichen. Internationale Investoren steigen nur ein, wenn es etwas zu verdienen gibt. Und wenn sie es dank der chinesischen Initiative trotzdem tun, zeigt es doch, dass diese Investitionen profitabel sein können, sogar ohne überflüssige Subventionen.
Zitat:
FrankSteini hat am 12. April 2026 um 12:52 Uhr folgendes geschrieben:
Der Punkt: Strompreise sind nicht teuer wegen „grüner Ideologie“. Sie sind teuer, weil Infrastruktur nicht vollständig in öffentlicher Hand ist und Kapital verzinst werden muss.
Linke Tasche - rechte Tasche.
Auch wenn irgendeine staatliche Stelle die Zusatzinvestitionen tätigen würde, das ist letztendlich Geld der Allgemeinheit.
Pfiffikus,
der es lieber sehen würde, wenn diese wegen der Energiewende zusätzlich nötigen Investitionen auch von den Profiteuren der Energiewende und nicht von der Allgemeinheit gestemmt werden
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1630 erhaltene Danksagungen
RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219026
Zitat:
prospero hat am 12. April 2026 um 13:55 Uhr folgendes geschrieben:
Wenn ich den Rant vom Pfiffikus als Antwort auf den Beitrag vm Holgersheim zum neuen Solarpark in Gera lese. Da sehe ich das Geschriebene von einen destruktiven Jammer-Ossis. Da kommt nichts.
Ja, ich bereue ja schon. Einige haben den Beitrag ja gelesen.
Ich bereue, dass ich mich über das viele Unkraut zwischen den Paneelen beschwert habe, das nun anstatt der schön gerade aufwachsenden Maispflanzen wächst. Ich habe über die vielen neu zu erwartenden Krabbelviecher gejammert, die es auf einem ordentlichen Maisacker nicht gibt.
Ich hab gejammert, dass so viel CO² eingespart werden kann. Ich hab gejammert, dass wir durch diesen Solarpark etwas weniger abhängig (bis zu 12 MWh täglich) von Energieimporten sein werden. Und dass in unserer Region keine Arbeitsplätze durch diesen Solarpark geschaffen werden.
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1630 erhaltene Danksagungen
RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219033
Zitat:
Käptn Blaubär hat am 13. April 2026 um 12:59 Uhr folgendes geschrieben:
Es gibt auch noch Menschen, die abseits der Youtube-Schwurbler die Fakten recherchieren und Wissen vermitteln können.
Völlig egal, ob Dinge auf Youtube oder in Form von Blog-Beiträgen vermittelt werden - Schönrechnerei und Propaganda gibt es in beiden Formaten. Zum Beispiel der von Dir verlinkte Artikel.
Schon der gewählte Titel ist eine Provokation, die Dir zwar gefallen möge, aber nicht der Realität entspricht.
Die Ministerin greift die Energiewende nicht an, sondern lenkt sie in geordnete Bahnen.
- Sobventionen werden gestrichen, wo sie nicht mehr nötig sind,
- Wildwuchs wird eingegrenzt und die Disruption in geordnete Bahnen gelenkt.
Bisher durfte jeder Möchtegern-Profiteur seine Anlage in die Pampa stellen (völig egal, ob dort Energie gebraucht wird), durfte die Energie nach Herzenslust ins Netz einspeisen (völlig egal, ob es sich um werthaltige Energie oder Abfall handelt) und durfte dafür eine feste Vergütung erwarten - das Risiko trug die Allgemeinheit. Für die Verteilung an die Orte des Verbrauches und für die Anpassung zwischen Angebot und Nachfrage machten sie die Netzbetreiber verantwortlich, also die Allgemeinheit. Damit ist jetzt Schluss und das ist auch gut so!
Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
Der Strompreis stieg in zehn Jahren um 25 Prozent – weniger als die allgemeinen Verbraucherpreise, die laut Statistischem Bundesamt im selben Zeitraum um 28 Prozent zulegten.
Ja, viele von uns erinnern sich noch an die Versprechungen: Erneuerbare machen den Strom billiger.
Hier wird die unvermeidbare Erhöhung der Preise verniedlicht und schön gerechnet.
Billiger Strom wird gar nicht mehr erwartet. Womöglich erinnert sich das Wahlvolk noch an solche Versprechungen?
Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
Das Perfideste daran: Die echten Preistreiber waren nicht Windräder und Solaranlagen, sondern der Gaspreis.
Wie konnte das sein, dass die angeblich billigen Erneuerbaren nicht gegen die Gaskraftwerke gesiegt haben, wenn sie im Viertelstundentakt mit Merit-Order verglichen werden?
Eben durch ihre Zappelei machen sie es erforderlich, dass die Erzeuger-Infrastruktur dreimal aufgebaut werden muss, wenn man sich auf die Erneuerbaren verlassen will.
Eben weil die Profiteure der Energiewende lange Zeit nicht dazu gezwungen worden sind, neben den blanken Erzeugern auch noch die angemessenen Speicher zu bauen und zu finanzieren. Wäre das passiert, bräuchten wir die Gaskraftwerke viel seltener, dank Merit-Order. Und dann hätten sie auch kaum Einfluss auf die Strompreise.
Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
Laut Bundesnetzagentur entfielen 2025 sogar 40 Prozent der Abregelungen auf fossile Kraftwerke – es ist also nicht einmal ein rein „erneuerbares“ Problem.
...
Der größte Brocken der von Reiche beklagten Redispatch-Kosten fließt in fossile Kraftwerke, die als Ersatz hochgefahren werden.
Doch, das ist ein erneuerbares Problem.
Denn es geht hier zum Beispiel um ein fiktives Kohlekraftwerk in Süddeutschland. Dieses hat zum Beispiel preiswert Strom angeboten und kommt dank Merit-Order als eins der preiswertesten Anlagen zum Zuge. Wenn allerdings in Süddeutschland schönes Wetter ist, dann kippen die vielen kleinen Anlagen auf den Dächern in Süddeutschland Strom und sogar Abfallstrom ins Netz. Die können von den Netzbetreibern nicht abgeregelt werden.
Eben weil diese ungezügelten Erneuerbaren die Netze in Süddeutschland verstopfen, muss unser Kohlekraftwerk entschädigt werden. Und deshalb ist es ein erneuerbares Problem.
Wären noch die alten Grundlastkraftwerke da, dann gäbe es dieses Problem auch nicht. Dann könnten die Solarparks tagsüber den Strom für die Industrie und die Büros liefern, die tagsüber arbeiten. Aber ein Übermaß an Erneuerbaren erfordert eben einen Redispatch, solange sich die Erzeuger nicht endlich selbst an den Bedarf anpassen.
Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
Wer drei Milliarden Redispatch-Kosten benennt, sollte auch die rund 80 Milliarden Euro erwähnen, die Deutschland jährlich weniger für fossile Importe ausgibt – dank des heutigen Anteils erneuerbaren Stroms.
Also wer ehrlich ist, betrachtet beide Zahlen. Machen wir es doch mal:
Was bekommen wir für die 80 Milliarden Euro, die für fossile Energie ausgegeben werden?
Wir bekommen dafür einen großen Teil der Energie, mit der wir versorgt werden können und mit der man Schwankungen durch die Erneuerbaren ausgleichen können.
Was bekommen wir für die drei Milliarden Euro, die für Redispatche ausgegeben werden? Nichts!
Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
In Spanien bestimmt Gas nur noch in 15 Prozent der Zeit den Strompreis – dort sind Erneuerbare so dominant, dass der aktuelle Ölpreisschock den Verbrauchern kaum schadet.
Spanien ist doch wenig mit Deutschland vergleichbar!
Die Spanier brauchen ihren Strom vor allem im Sommer für die Klimaanlagen, wenn es dort zu heiß wird. Im Winter müssen sie weniger heizen. Lohnen sich dort überhaupt Wärmepumpen?
Ja, da unten lohnt sich PV-Strom. Wenn der in der Nacht fehlt - kein Problem! Nachts können die Klimaanlagen aus bleiben.
Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
In Spanien bestimmt Gas nur noch in 15 Prozent der Zeit den Strompreis – dort sind Erneuerbare so dominant, dass der aktuelle Ölpreisschock den Verbrauchern kaum schadet.
Aber damit haben sie sich im vergangenen Jahr einen Blackout eingehandelt. Weil sie zu wenige netzbildende Kraftwerke am Netz hatten. Die Erneuerbaren mit ihren größtenteils passiven Wechselrichtern haben das Netz zum Aufschaukeln gebracht. Als die Schwingungen zu stark waren, flogen der Reihe nach die Sicherungen.
(11 Tote)
Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
Zweitens – und das wiegt viel schwerer – ist der Primärenergieverbrauch als Bezugsgröße bewusst irreführend. Denn bei fossilen Energien geht ein gewaltiger Anteil als Abwärme verloren: in Kohle- und Gaskraftwerken, in Verbrennungsmotoren. Bei Erneuerbaren entfällt dieser Verlust fast komplett.
Vorsicht vor Propaganda-Geflunker II!
Es ist eine Lüge, dass die Verluste bei der Gewinnung von Elektroenergie komplett entfallen würden.
Windräder haben einen Wirkungsgrad von allerhöchstens 59%, praktisch meist zwischen 40 und 50%! Solarzellen arbeiten mit ca. 20% Wirkungsgrad. Der Rest der Primärenergie geht als Abwärme an der Solarzelle verloren.
Pfiffikus,
der vor einer solchen Seite eher warnen würde, weil sie kein echtes Wissen vermittelt
im Forum Thüringen seit: 03.09.2007
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219039
Da kann ich dem Käptn Blaubär schon zustimmen. Grüß dich Pfiffikus. Hier sind deine Gedanken so viel wert, wie der von dir so gern erwähnte Abfall-Strom. Ich hoffe ja, dass du sie an den richtigen Stellen auch einbringst.
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219064
Ihr Beiden begeistert mich, wie intensiv Ihr Euch mit meinen Argumenten auseinander gesetzt habt, wie emsig Ihr meine Rechenbeispiele nachvollzogen und am Austausch von Sachargumenten beteiligt habt.
Pfiffikus,
der davon ausgeht, dass sich jeder Leser dieses Themas begeistert von Euren aufschlussreichen Beiträgen sein wird
im Forum Thüringen seit: 03.09.2007
129 erhaltene Danksagungen
RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219067
Nun sei doch nicht gleich wieder eingeschnappt. Ich mag deine Beiträge sehr. Genau so wenig mag ich aber deinen ständigen belehrenden Ton, der keine echte Diskussion mit dir möglich macht. Du bist wie ein Lehrer. Die können auch nicht ertragen, wenn jemand eigene Argumente vorbringt. Lehrer müssen immer besser als ihr Gegenüber sein. Wahrscheinlich eine Berufskrankheit.
im Forum Thüringen seit: 02.02.2007
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219193
Energieeffizienzgesetz: Auffällige Parallelen zu Lobby-Papieren von Big Tech
Was, wenn Tech-Konzerne wie Microsoft, Google und Co. das vom deutschen Wirtschaftsministerium geplante Energieeffizienzgesetz maßgeblich beeinflusst haben?
...
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche versucht gerade klammheimlich, ein weiteres Klimagesetz auszuhöhlen. Vieles deutet darauf hin, dass die großen Tech-Konzerne daran mitarbeiten.
(Quelle: https://www.lobbycontrol.de/lobbyismus-u...ig-tech-124879/)
80.000 Menschen haben demonstriert. In Köln 30.000, in Berlin 24.000, in Hamburg 15.000, in München 12.000. Gingen die Menschen aus breiten gesellschaftlichen Schichten auf die Straße. Um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen im Sinne eines Stoppschilds, das sagt: Es reicht, Frau Reiche.
Die Proteste sind Ausdruck einer Entfremdung zwischen dem politischen Handeln auf der einen Seite und dem, was die übergroße Mehrheit der Bevölkerung möchte. So drückt es auch Luisa Neubauer im ntv-Frühstart aus: “Die Menschen sind so viel weiter als die Politik.”
Das ZDF-Politbarometer bestätigt das mit einer Zahl, die jede Ausrede zerlegt: 57 Prozent der Deutschen sagen, die Energiewende geht zu langsam. Nur 15 Prozent sagen „zu schnell". Bei den unter 35-Jährigen sind es 67 Prozent.
Die Politik agiert kurzsichtig und lässt sich von fossiler Panik und den Akteuren dahinter treiben. Nur so ist zu erklären, dass das Ergebnis eines Koalitionsausschusses am Ende lautet: Wir machen fossiles Zeugverbrennen billiger. Und zwar inmitten der galoppierenden Klimakrise und einer Energiekrise, die zu Mengenproblemen auch in Europa führen wird.
Sparen wäre rational. Die Menschen zur grünen Transformation aufzurufen, ebenso. Aber Ratio setzt derzeit völlig aus. Der Druck, handeln zu müssen, entlädt sich in teuren und falschen Instrumenten. Wie dem Tankrabatt 2.0. Luisa Neubauer rechnet vor: “Der Tankrabatt kostet in zwei Monaten so viel wie das Deutschlandticket pro Jahr.”
Und doch gibt es 5 Gründe, warum dieser Samstag der gesellschaftliche Kipppunkt werden kann.
Erstens: Die Breite der Bewegung. Das hier ist kein Klimastreik im klassischen Sinne. In Berlin stehen die Elektrizitätswerke Schönau vor dem Wirtschaftsministerium - Bürgerenergie direkt vor Reiches Tür. In München hält Harald Lesch seine allererste Demo-Rede überhaupt. Münchens Ehrenbürger, Astrophysiker, ZDF-Gesicht. Sein Einstieg: „Ich habe noch nie auf einer Demo gesprochen, aber die Lage ist so kacke."
Wenn Lesch auf die Straße geht, ist das kein Klimastreik mehr. Das ist ein Zukunftsstreik. Mehr als 5.000 Unternehmen haben im Vorfeld einen Appell für die Energiewende unterschrieben. Firmen kamen mit ganzen Belegschaften.
Auf den Schildern: „Freiheitsenergien statt Diktatoren-Gas!", „Hört endlich auf, Physik für Grüne Ideologie zu halten!", „Reiche = Gestern. Erneuerbare = Morgen." Wenn die Wirtschaft demonstriert, hat die Politik ein Problem.
Zweitens: Reiche ist persönlich zum Feindbild geworden. Nicht „die Regierung", nicht „die CDU" - Katherina Reiche. In Köln steht ein Schild mit ihrem Foto: „Geh mir aus der Sonne." In München zeigt eine aufwändige Karikatur Reiche als Marionette der fossilen Lobby: „Schluss mit dem fossilen Theater!" Ein anderes Schild bringt es auf drei Wörter: „@reiche in die Produktion."
Wenn Zehntausende eine Ministerin beim Namen nennen, ist das politisch eine andere Kategorie als ein allgemeiner Klimaprotest. Das erzeugt konkreten Druck auf konkrete Gesetze.
Drittens: Die ökonomische Evidenz ist erdrückend. Marcel Fratzscher, Präsident des DIW Berlin, sagt im ZDF-Gespräch mit Lesch: „Klimapolitik ist gute Wirtschaftspolitik." Lesch rechnet vor: Jeder Euro Klimaschutz erspart 5 Euro Klimaschaden. Das Umweltbundesamt beziffert die fossilen Subventionen auf 50 bis 60 Milliarden Euro jährlich.
Geld, das in Abhängigkeit fließt statt in Zukunft. Klaus Töpfer habe mal gesagt, Deutschland verdiene einen Friedensnobelpreis für die Photovoltaik. Leschs bittere Pointe: „Aber dann haben wir sie weitergereicht. Genauso mit der Windkraft." Die goldene Ehrennadel für die Pionierleistung bekommt Deutschland. Die Milliardenmärkte gehen an die, die skaliert haben.
Viertens: Die Iran-Krise beweist die fossile Verwundbarkeit in Echtzeit. 20 Prozent weniger Öl auf dem Weltmarkt durch die Sperrung der Straße von Hormus. Die Preise explodieren. Und die Antwort der Bundesregierung? Subventionen für genau die Abhängigkeit, die das Problem verursacht. Lesch bringt es auf den Punkt: „Das ist keine Energiekrise im allgemeinen Sinn. Es ist eine Energiekrise der fossilen Energien. Die Erneuerbaren haben kein Problem." Neubauer ergänzt: „Auf welche Energiekrise wartet die Bundesregierung, bis sie sich mal hinstellt und ehrlich zugibt, dass unser System so nicht funktioniert?"
Fünftens: Die Technologie ist bereit. Deutschland liegt bei über 60 Prozent erneuerbaren Energien im Strommix. Bayern - ausgerechnet Bayern - bei 75,5 Prozent. Die Speicher werden billiger, die Netze wachsen, bidirektionales Laden steht vor dem Durchbruch. Fratzscher: „Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und gute Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern hängt entscheidend davon ab, ob wir führen bei grünen Technologien." Es fehlt keine Technologie. Es fehlt eine Strategie. Und der politische Wille, sie umzusetzen.
Und doch wäre es naiv, den Tag nur zu feiern. Petra Pinzler stellt auf LinkedIn die unbequeme Frage: Wie überzeugt man die Menschen, denen alle Umwelt-, Klima-, Wirtschafts- und sicherheitspolitischen Argumente für die Energiewende offensichtlich egal sind? Das Risiko ist real: Je mehr Leute gegen Reiche protestieren, desto mehr wird sie zur Ikone des rechten CDU-Randes. Wer die Habeck-Freunde ärgert, kann in dieser Logik keine schlechte Wirtschaftspolitik machen. Das ist falsch und gefährlich. Aber es funktioniert bei allen, die nicht wissen oder nicht wissen wollen, dass Länder mit hohem Erneuerbaren-Anteil wie Spanien von der aktuellen Energiekrise kaum betroffen sind.
Die Antwort kann nicht nur Protest sein. Sie muss auch Überzeugung sein. Und dafür braucht es genau das, was Fratzscher und Lesch im ZDF vorgemacht haben: Fakten, Ehrlichkeit, und den Mut zu sagen, dass Klimapolitik keine grüne Ideologie ist, sondern die wirtschaftlich klügste Entscheidung, die dieses Land treffen kann.
Was wir heute gesehen haben, ist mehr als ein Protest. Es ist die Sichtbarmachung einer Mehrheit, die längst da ist, aber politisch nicht repräsentiert wird. 57 Prozent sagen: zu langsam. 80.000 standen auf der Straße. Lesch hielt seine erste Demo-Rede. Unternehmer demonstrierten neben Gewerkschaftern. Eltern brachten Lego-Protestschilder mit.
Leschs Schlusswort im ZDF-Livestream gilt für den ganzen Tag: „Pessimismus ist ein Luxus, den wir uns nicht leisten können. Resignation: Zeitverschwendung. Also ran an den Speck."
Die Frage an Katherina Reiche ist nicht mehr, ob sie ihren Kurs halten kann. Die Frage ist, wie lange noch. Oder wie es Harald Lesch in München ausdrückt: "Sind wir denn bescheuert?"
Der Herr Lesch beginnt in diesem Clip gleich mit dem Propaganda-Geflunker II.
Bei 1:00 begründet er das mit dem Carnot-Prozess. Diese Halbwahrheit ist ja soweit korrekt.
Praktisch wirkt sich die Carnot-Begrenzung auch auf elektrische Antriebe aus. Einziger Unterschied: Beim Elektrofahrzeug findet der Carnot-Prozess außerhalb des Fahrzeuges am Ort der Stromerzeugung statt. Und diese Auslagerung lässt sich wunderbar zu Propagandazwecken nutzen. Echte Zahlen kann der interessierte Leser im verlinkten Propaganda-Geflunker II. nachlesen.
Bei 1:50 schließt Lesch wenigstens die Batterien mit ein. Das unterscheidet ihn von seinem Kollegen Quaschning, der üblicherweise nur mehr PV und Windkraft fordert.
Wer die Batterien finanzieren und betreiben soll, darüber schweigt er leider.
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
80.000 Menschen haben demonstriert. In Köln 30.000, in Berlin 24.000, in Hamburg 15.000, in München 12.000. Gingen die Menschen aus breiten gesellschaftlichen Schichten auf die Straße. Um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen im Sinne eines Stoppschilds, ....
Das können sie ja machen, schließlich bin ich auch ein Fan von Meinungsfreiheit.
Praktisch gilt aber meine Warnung weiterhin: Die Elektronen interessieren sich nicht dafür, welche Plakate hoch gehalten werden.
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Die Politik agiert kurzsichtig...
Ich bin einer, der ebenso wie Professor Lesch, verlangt, dass die physikalischen Gesetze beachtet werden. Und aus diesem Grunde muss ich so ein Kompliment auch an diejenigen verteilen, die den blindwütigen Ausbau von PV und Windräder verlangen, ohne dabei die Profiteure der Energiewende in die Pflicht zu nehmen, sich auch um die erforderliche Begleit-Infrastruktur zu kümmern.
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Lesch rechnet vor: Jeder Euro Klimaschutz erspart 5 Euro Klimaschaden.
Milchmädchenrechnung!
Bildet der sich ein, wenn wir Milliarden in den Klimaschutz versenken, dass die Chinesen, die Inder oder die Russen deshalb weniger Kohle, Öl und Gas verbrennen werden?
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Die Iran-Krise beweist die fossile Verwundbarkeit in Echtzeit. 20 Prozent weniger Öl auf dem Weltmarkt durch die Sperrung der Straße von Hormus.
Genau aus diesem Grunde gehöre ich ja auch zu den 57%, denen die Energiewende zu langsam geht.
Nur gibt es zwischen meiner Meinung und der Propaganda einen Unterschied: Ginge es nach mir, dann würden eben die Profiteure der Energiewende die kompletten Kosten und Risiken zu tragen haben. Leute wie Lesch, Quaschning, Holgersheim und FrankSteini würden allerdings diese Kosten und Risiken lieber auf die Allgemeinheit abwälzen. Du, @daggi007 hast Dich auf meine Nachfrage noch nicht geäußert, für wen Dein Herz mehr schlägt.
Und ja, wenn diese Energiewende ein büssl Nutzen fürs Klima bringt, dann können wir diesen Effekt gerne mitnehmen.
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Die Technologie ist bereit. Deutschland liegt bei über 60 Prozent erneuerbaren Energien im Strommix. Bayern - ausgerechnet Bayern - bei 75,5 Prozent. Die Speicher werden billiger, die Netze wachsen, bidirektionales Laden steht vor dem Durchbruch.
Das ist hundertprozentig richtig.
Aus diesem Grunde verstehe ich nicht, weshalb diese Einpeitscher jetzt immer noch verlangen, dass die Ministerin die Subventionen so hoch lässt, wie sie vor einigen Jahren angemessen waren.
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Aber es funktioniert bei allen, die nicht wissen oder nicht wissen wollen, dass Länder mit hohem Erneuerbaren-Anteil wie Spanien von der aktuellen Energiekrise kaum betroffen sind.
Wie laut soll ich denn lachen? Ich kann gar nicht so laut lachen, wie ich müsste.
Gerade Spanien ist durch den hohen Anteil von Erneuerbaren, der nicht mit trägen Kurzzeitspeichern (z.B. rotierenden Massen) kompensiert worden sind, im vergangenen Jahr in einen Blackout mit 11 Toten hinein geraten.
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Und dafür braucht es genau das, was Fratzscher und Lesch im ZDF vorgemacht haben: Fakten, Ehrlichkeit, und den Mut zu sagen, dass Klimapolitik keine grüne Ideologie ist,
Genau!
Gerade von Lesch könnte man eigentlich den physikalischen Sachverstand verlangen, dass er
den Wirkungsgrad richtig berechnet, indem er in allen Fällen von der Primärenergie ausgeht,
die Wichtigkeit von angemessenen, netzdienlichen Speichen erkennt (und Fratzscher sollte ihm erklären können, wer den sinnvollerweise bezahlen sollte, um Versorgung sicher zu stellen),
eigentlich wissen müsste, wie sich auf Grund von mangelnden rotierenden Massen (und mangelnder Substitution durch andere Anlagen) der blindwütige Ausbau von PV und Wind zu einer echten Gefahr werden kann,
die Gefahr erkennt, wenn die Leute weiterhin Strom aus zusätzlichen PV-Anlagen ohne Einflussnahme des Netzbetreibers abkippen dürfen, so wie sie lustig sind
Hat jemand etwas von diesem Mut auf der Demo gesehen? Ich war ja nicht dabei.
Pfiffikus,
der fordert, dass wir eine vernünftig koordinierte Energiewende durchführen, die uns unabhängig macht, ohne uns von diesen Klima-Einpeitschern in eine falsche, gefährliche, physikalisch unmögliche Richtung treiben zu lassen
im Forum Thüringen seit: 26.01.2007
14 erhaltene Danksagungen
RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219251
Zitat:
Pfiffikus hat am 19. April 2026 um 13:00 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Lesch rechnet vor: Jeder Euro Klimaschutz erspart 5 Euro Klimaschaden.
Milchmädchenrechnung!
Bildet der sich ein, wenn wir Milliarden in den Klimaschutz versenken, dass die Chinesen, die Inder oder die Russen deshalb weniger Kohle, Öl und Gas verbrennen werden?
Die Zahlen stimmen.
Solche Zahlen stammen meist aus Studien (z. B. Weltbank, OECD, IPCC), die darlegen: Was kostet Klimaschutz heute vs. welche Schäden vermeiden wir morgen?
Dabei geht es nicht darum, dass ein einzelnes Land direkt global alles verändert, sondern um die Gesamtrechnung über Zeit.
Weniger Extremwetter-Schäden, geringere Gesundheitskosten (Hitze, Luftverschmutzung), weniger Infrastrukturverluste und stabilere Landwirtschaft.
Das sind reale Kosten, die heute schon messbar steigen.
Länder, die früh investieren (z. B. Deutschland bei Solar/Wind), drücken langfristig die Kosten weltweit. China baut heute massiv erneuerbare Energien.
Internationale Abkommen funktionieren nie perfekt, aber sie entstehen eher, wenn große Volkswirtschaften vorangehen statt blockieren.
Im Kleinen hier heißt das nicht nur nörgeln, belehren und Pessimismus verbreiten. Wenn alle so denken, nörgeln und immer nur die Fehler von anderen suchen, passiert gar nichts.
Zitat:
Pfiffikus hat am 19. April 2026 um 13:00 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Aber es funktioniert bei allen, die nicht wissen oder nicht wissen wollen, dass Länder mit hohem Erneuerbaren-Anteil wie Spanien von der aktuellen Energiekrise kaum betroffen sind.
Wie laut soll ich denn lachen? Ich kann gar nicht so laut lachen, wie ich müsste.
Gerade Spanien ist durch den hohen Anteil von Erneuerbaren, der nicht mit trägen Kurzzeitspeichern (z.B. rotierenden Massen) kompensiert worden sind, im vergangenen Jahr in einen Blackout mit 11 Toten hinein geraten.
Du lügst dir hier dein eigens Propagandageflunker zusammen. Das ist boshaft.
Stromausfall in Spanien & Portugal, was passiert ist.
Am 28. April 2025 fiel auf der Iberischen Halbinsel großflächig der Strom aus (über 50 Mio. Menschen betroffen).
Technische Ursache war Überspannung im Netz, die eine Kettenreaktion ausgelöst hat.
Zusätzlicher kommt dazu, dass das Iberisches Net relativ schwach mit Europa verbunden (wenige Leitungen) ist.
Das war kein „zu viel Erneuerbare = Blackout“-Fall. Es ging um Netzstabilität / Spannungsregelung / Systemkopplung
Es gab Todesfälle durch indirekte Folgen (z. B. Generator, Brände), aber nicht den oft behaupteten „11 Tote durch Erneuerbare“-Zusammenhang.
Wer das behauptet ist ein Lügner.
Zitat:
Pfiffikus hat am 19. April 2026 um 13:00 Uhr folgendes geschrieben:
Pfiffikus,
der fordert, dass wir eine vernünftig koordinierte Energiewende durchführen, die uns unabhängig macht, ohne uns von diesen Klima-Einpeitschern in eine falsche, gefährliche, physikalisch unmögliche Richtung treiben zu lassen
Auch ich fordere eine vernünftig koordinierte Energiewende durchführen, die uns unabhängig macht. Allerdings ohne uns von der rückschrittlichen Klimapolitik der Bundesregierung in eine falsche, gefährliche, physikalisch unmögliche Richtung treiben zu lassen. So formuliere ich den Unterschied zu der von dir vorgetragenen Argumentation.
PS:
Es gibt Staaten, in denen Gestalten wie eine Ministerin Reiche keine Chance bekämen, sondern dort werden die richtigen Progamme angeschoben.
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219325
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 18:46 Uhr folgendes geschrieben:
Internationale Abkommen funktionieren nie perfekt, aber sie entstehen eher, wenn große Volkswirtschaften vorangehen statt blockieren.
Richtig!
Aber ich schrieb hier von Deutschland!
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 18:46 Uhr folgendes geschrieben:
Auch ich fordere eine vernünftig koordinierte Energiewende durchführen, die uns unabhängig macht. Allerdings ohne uns von der rückschrittlichen Klimapolitik der Bundesregierung in eine falsche, gefährliche, physikalisch unmögliche Richtung treiben zu lassen.
Es ist nicht die derzeitige Regierung, die "eine falsche, gefährliche, physikalisch unmögliche Richtung" einschlägt, sondern zahlreiche Solar-Apologeten in diesem Lande, wie Du sie auch hier im Forum lesen kannst.
Du konntest selbst verfolgen, dass unsere Netze zu Ostern nicht nur durch Erneuerbare verstopft waren, sonder sogar überliefern. Und trotz alledem gibt es immer noch Leute, die eine "Abnahmeverpflichtung für Ökostrom" im Jahre 2026 noch als "intelligent" bezeichnen.
Doch die Physik verhandelt nicht!
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 18:46 Uhr folgendes geschrieben:
Du lügst dir hier dein eigens Propagandageflunker zusammen. Das ist boshaft.
Stromausfall in Spanien & Portugal, was passiert ist.
...
Technische Ursache war Überspannung im Netz, die eine Kettenreaktion ausgelöst hat.
...
Das war kein „zu viel Erneuerbare = Blackout“-Fall. Es ging um Netzstabilität / Spannungsregelung / Systemkopplung
Und wodurch entstanden die Schwingungen mit letztendlich der Überspannung?
Warum ging den Spaniern Netzstabilität/Spannungsregelung verloren?
Pfiffikus,
der offenbar zu diesem Thema einen eigenen allgemeinverständlichen Beitrag verfassen muss
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1630 erhaltene Danksagungen
RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219489
Zitat:
holgersheim hat am 23. April 2026 um 12:24 Uhr folgendes geschrieben:
Christian Stöcker über Frau Reiche, ihre Lügen betreffs Primärenergie und Gesamtenergiebedarf.
Also die Lüge sehe ich bei Christian Stöcker, der den Strom als "Primärenergie" bezeichnet. Der kommt aber in der Natur gar nicht in nutzbarer Form vor. In Wirklichkeit sind diese Primärenergien relevant:
-Kohle,
-Sonne,
-Wind,
-Wasserkraft,
-Erdgas...
Und wenn man die korrekten Energien als Primärenergie betrachtet, kommt man auch bei Elektroautos zu jämmerlichen Wirkungsgraden.
Dieses Propagandageflunker haben wir hier im Forum ausführlich behandelt und wird auch durch die permanente Wiederholung nicht wahrer.
Mit dem Begriff "Gesamtenergiebedarf" wird gerne Schindluder getrieben. Da hat er Recht. Professor Quaschning betreibt ja ein ähnliches Verwirrspiel, wenn er zum Beispiel argumentiert, dass man für die Produktion von synthetischen Kraftstoffen nicht Tausende Windräder in Chile bauen könnte. An dieser Stelle ignoriert dieser, dass hier gerade eine unaufhaltsame Disruption in Richtung E-Autos im Gange ist, so dass künftig viel weniger E-Fuels gebraucht werden.
Mit den Thesen im letzten Teil des Artikels stimme ich überein. Bekanntlich wünsche ich mir auch einen schnellstmöglichen Ausbau der erneuerbaren Energien, damit wir so wenig wie irgendwie möglich von Energieimporten abhängig werden. (Dabei heißt schnellstmöglich: Wirtschaftlich und physikalisch sinnvoll, Kosten und Risiken der Energiewende müssen die Profiteure der Energiewende tragen!).
Pfiffikus,
der gerne als Nebeneffekt davon sieht, dass auch dem Klima damit geholfen wird
im Forum Thüringen seit: 16.09.2011
1242 erhaltene Danksagungen
RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219490
Jetzt ist es die beste Zeit zur Abschaffung von Diesel und Benzin Fahrzeugen, dank der rasanten Verteuerung der Kraftstoffe!
Ein Schelm der Böses dabei denkt! Wer weiß schon was vielleicht dahinter steckt? Strom oder billigere Kraftstoffe?
Was meint ihr dazu?
Wenn die jetzigen Fahrt- und Transportkosten immer teurer werden, so muss man immer mehr über preiswertere Möglichkeiten nachdenken. Ohne wesentlich mehr Rentabilität ist Waren und Personentransport massiv immer mehr gefährtet!
im Forum Thüringen seit: 09.11.2002
181 erhaltene Danksagungen
RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219519
Gerade leben wir in einer für die Energiewende guten Zeit. Nutzen wir sie. Da hat sich ein Zeitfenster aufgetan, die Welt steigt um auf regenerative Energien, mit starken Stromnetzen, und Energiespeichern. Die Energiewende schreitet global voran. Kraftwerke, die teuer und riskant sind und die 24 Stunden dieselbe Energiemenge liefern, werden immer unattraktiver. Wind und Solar, wo es geht auch Hydro oder Geothermie, liefern absolut konkurrenzlos billigen Strom. Da müssen wir hin. mit einem starken Netzausbau und Speicherkapazitäten. Der Klimawandel ist ein motivierender Faktor.
Funktionieren kann es allerdings nur ist aber nur wenn man keinen Merz, keine Gas-Kathi hat, oder keinen Trump. Deutschland wird mit diesen Loosern abgehängt, wie auch USA.
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1630 erhaltene Danksagungen
RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219561
Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
Gerade leben wir in einer für die Energiewende guten Zeit. Nutzen wir sie.
Das stimmt, das kann ich so unterschreiben.
Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
Da hat sich ein Zeitfenster aufgetan,
Mit diesem Begriff wiederum habe ich meine Bauchschmerzen. Denn ich sehe nicht, dass sich dieses "Fenster" in absehbarer Zeit wieder schließen würde.
Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
die Welt steigt um auf regenerative Energien, mit starken Stromnetzen, und Energiespeichern. Die Energiewende schreitet global voran.
Der erste Teil stimmt.
Ein Großteil der Welt kann dabei auf Speicher und Netze verzichten. Denn in den sonnigen Ländern wird ein Großteil des Stromes gebraucht, um Klimaanlagen zu betreiben - üblicherweise wenn die Sonne scheint. Dort werden auch die Großgeräte, wenn vorhanden, vor allem dann betrieben, wenn die Sonne scheint. Und die nötigen Solarzellen stehen an Ort und Stelle des Verbrauchs. Jaaa, dann ist Solarstrom sogar konkurrenzlos billig.
Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
Kraftwerke, die teuer und riskant sind und die 24 Stunden dieselbe Energiemenge liefern, werden immer unattraktiver.
Du siehst also keine Chancen für eine massivere Nutzung der Geothermie?
Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
Wind und Solar, wo es geht auch Hydro oder Geothermie, liefern absolut konkurrenzlos billigen Strom.
Dieser Strom ist nur dann konkurrenzlos billig, wenn er sofort an Ort und Stelle verbraucht werden kann. Diese Einschränkung solltest Du niemals weglassen!
Für eine zuverlässige Versorgung eines Landes, die Versorgung einer Industrie ist eine dreifach auszulegende Infrastruktur nötig. Und die ist nicht mehr so konkurrenzlos billig.
Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
Da müssen wir hin. mit einem starken Netzausbau und Speicherkapazitäten.
Wunderbar, wenn Ihr die zusätzliche Infrastruktur organisieren, finanzieren und betreiben wollt. Da stimme ich sofort zu.
Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
Funktionieren kann es allerdings nur ist aber nur wenn man keinen Merz, keine Gas-Kathi hat, oder keinen Trump.
Die würde ich mal außen vor lassen. Wenn die Energie so billig wird, wie Du es hier in Aussicht stellst, können auch diese Leute die Disruption nicht aufhalten.
Pfiffikus,
der gespannt darauf ist, wie die Energiewende, beschleunigt durch den Iran-Krieg, weiter geht
im Forum Thüringen seit: 09.11.2002
181 erhaltene Danksagungen
RE: Energiewende - EEG-Reform
Beitrag Kennung: 1219838
Na, habt ihr schon die Studie vom Wirtschaftsministerium gesehen, wie Kommunen von Erneuerbaren profitieren können?
Vermutlich nicht, denn Reiches Ministerium schweigt sich dazu aus.
Dieses Weibsstück lässt Studie zu Wind und Solar einfach mal so verschwinden.
Ja warum das denn?
Es ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in der vorherigen Legislaturperiode in Auftrag gegebenes Forschungsgutachten. Ah! Deswegen spricht man darüber nicht. Dann müsste man noch diesem Habeck Recht geben. Immerhin taucht die Studie in der Liste der Publikationen auf.
Und was steht in der Studie so drin, dass es die Reiche so triggert?
Zitat:
Deutsche Städte und Landkreise können ihre Einnahmen aus erneuerbaren Energien mehr als verdoppeln, wenn sie die Ausbauziele für Wind- und Solaranlagen erreichen.„Finanzielle Beteiligungsmodelle, Bürgerenergiegesellschaften und kommunale Investitionen könnten dafür sorgen, dass mehr Wertschöpfung vor Ort bleibt und mehr Anwohner*innen von der Energiewende profitieren. Das kann außerdem die Akzeptanz erhöhen“ …In Vorreiter-Regionen gehen bis zu zehn Prozent des Wirtschaftswachstums der letzten zehn Jahre auf den Ausbau der Grünstrom-Infrastruktur zurück.
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RE: Energiewende - EEG-Reform
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Die Gaslobby ist halt nicht „die Wirtschaft“. Und „die Wirtschaft“ hat mittlerweile alle Geduld mit der Reiche völlig verloren, hält ihr und der Regierung Habeck als Positiv-Beispiel vor. Sie loben, dass Habeck sich in Themen eingearbeitet habe und zuhörte. Womit sie im Klartext sagen, dass Frau Reiche nicht zuhört, keine Ahnung hat und daran auch nichts zu ändern bereit ist. Nun, ausgerechnet Habeck, den Antichristen der Union als Vorbild vorgehalten zu bekommen, das muss man als antigrüner Wirtschaftslobbyverein mit parlamentarischen Arm auch erstmal hinbekommen.
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RE: Energiewende - EEG-Reform
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Zitat:
daggi007 hat am 28. April 2026 um 13:16 Uhr folgendes geschrieben:
Qualitativ eindeutig über den Youtube Geschwurbel:
Ganz sicher ist in diesem Dokument viel Wahres enthalten. Insbesondere halte ich es für sehr wichtig, dass die Anlieger, insbesondere bei Windkraftanlagen, immer mit profitieren müssen, um dort eine Akzeptanz zu erreichen.
Apropos Youtube-Geschwurbel - ja, davon gibt es reichlich. Zum Beispiel werden in diesem Video die vergangenen Hellbrisen sowas von heruntergespielt:
In diesem Video kommen aber Dinge zur Sprache, die ich nicht so ganz glauben kann. Es ist "Geschwurbel", wie Du es nennst:
2:10 Doch, ganz sicher sind diese negativen Strompreise marktgetrieben. Schließlich werden sie mit Merit-Order ausgehandelt. Mehr Markt geht kaum noch!
Nehmen wir doch mal die Zahlen des Fraunhofer-Instituts vom 1. Mai 13:15 Uhr!
In ganz Deutschland wurden gerade mal knapp 42 GW Strom nachgefragt.
Auf der Angebotsseite gab es 1 GW Laufwasser, das sich natürlich nicht abschalten lässt. Biomasse liefert (nach meiner Meinung dringend reformbedürftig!) weitere 4GW. Und weil wir sowohl in der Walpurgisnacht, als auch in der Nacht zum 2. Mai Strom brauchen, müssen die Kohlekraftwerke noch mit etwa 2 GW durchlaufen. Es wehte zwar Wind, wie ich es auf meiner Radtour spüren konnte, doch die Netzbetreiber haben die Windräder weitgehend abgeregelt. Soweit der normale Lauf der Dinge.
Das größte Problem war an diesem Tag jedoch die Photovoltaik. Zahlreiche Anlagen sind durch die Netzbetreiber nicht beeinflussbar. Diese Anlagen rotzten in dieser Situation 45,5GW Strom ins Netz!Also mehr Strom, als in Deutschland überhaupt gebraucht wird.
Eine Nachfrage wird also von einem Überangebot überschwemmt. Und in solchen Situationen reagiert der Markt und niemand anderes, mit negativen Preisen. Egal, was der Youtube-Schwurbler anders meint.
Und um die Begriffe klarzustellen: In der Wirtschaftslehre bezeichnet man Güter, die mit negativen Preisen gehandelt werden, also kostenpflichtig entsorgt werden müssen, als "Abfall".
3:00 An diesem Punkt stimme ich ihm zu. Es ist in der Tat vernünftig, die letzten Kohlekraftwerke weiter betriebsfähig zu halten. Die brauchen wir insbesondere im Winter bei längeren Dunkelflauten.
3:55 Die neuen PV-Anlagen speisen vor allem dann ein, wenn der Strompreis niedrig ist. Was er hier betont, spielt nur eine geringe Rolle. Es wird zwar noch etwas Strom bei höheren Preisen eingespeist, doch dann sind die Preise ja gerade deshalb so hoch, weil nur wenig Solarstrom da ist! Sobald wir wieder viel Solarstrom haben, gehen die Preise in den Keller. Deshalb ist das keine adäquate Kompensation für die Abfall-Einspeisung gegen Vergütung.
4:18 Förderung bleibt Förderung. Völlig egal, wie er es mit seinen Augen sieht. (Förderung muss nicht per se schlecht sein! Solange sie die Versorgungssicherheit fördert, halte ich ja sogar Förderung für Solarstrom für begrüßenswert!)
4:25 Wenn man Solarstrom fördern möchte, wie ich es auch begrüßen würde, dann darf es nur dann passieren, wenn dieser Strom zu Zeiten der Preisspitzen eingespeist wird. Mit einer solchen Förderung würde man die Profiteure der Energiewende wenigstens dazu zwingen, selbst für eine angemessene Menge Speicher zu sorgen, statt diese Aufgabe der Allgemeinheit zu überlassen!
Aber Leute wie dieser Youtuber gehören zu diesen Profiteuren und von denen kommt massives Geheule gegen den gegenwärtigen Abbau von festen, marktunabhängigen, risikofreien Einspeisevergütungen.
4:45 Stefan Spiegelsberger hat sich die Mühe gemacht, nicht nur eine Viertelstunde zu betrachten, wie ich es getan habe, sondern er hat die Zahlen vom ganzen Tag genommen, die Verbräuche mit den jeweils gültigen Preisen multipliziert. Ja, da kommt allein für einen Tag ein dreistelliger Millionenbetrag raus. Es scheint zu stimmen, denn die Zahlen bestreitet der Youtuber nicht. Er nennt ihn nur despektierlich "Rechenkünstler".
4:55 Anschließend schwenkt er lieber zu einem Whataboutismus über die Gasmangellage. "Die Gasmangellage, die auch nie kam, weil wir nie unter die 20% gerutscht sind".
Wie ignorant ist der denn? Die wahre Ursache für das Ausbleiben der Gasmangellage war die sehr warme zweite Februarhälfte und der warme März! Ein Hoch auf den Klimawandel!!!
Für normales Wetter im Februar und März waren die Gasspeicher nicht befüllt, normales Februarwetter hätte gewiss zu einer Gasmangellage geführt. Und ein Winter wie 2010/11....
Whatabout Demagoge!
5:10 Er merkt selber, dass man sich bei allen Youtubern die Taschen gut zubinden muss. Aber auf welche Experten hört er denn? Er hört natürlich auf diejenigen, die es gutheißen und schönrechnen, wenn den Profiteuren der Energiewende bei jeder Hellbrise Millionenbeträge rüber geschoben werden. Pfui!
5:35 Hier kommt wieder eine Aussage, der ich nur zustimmen kann. "Wir brauchen als Nächstes Speicher, Netzausbau und Strompreiszonen". Gut, dass hier er nicht mehr den blindwütigen Ausbau der volatilen Stromerzeugung fordert. Denn der kann und muss erst weiter gehen, wenn wenigstens die Speicher ausreichend vorhanden sind. Und die sollen hoffentlich die Profiteure der Energiewende selbst bezahlen, nicht die Allgemeinheit!
5:55 Nein, der Strompreis wird (derzeit) nicht von den negativen Strompreisen gedrückt. Denn die Kosten der Erzeugung sind etwas anderes als die Kosten für eine zuverlässige Versorgung. Und für Letzteres muss die Infrastruktur eben dreifach ausgebaut sein, was dieses "Drücken" der Strompreise verhindert.
6:04 Der nächste Whataboutismus - Tankstelle. Was hat die mit dem Strompreis zu tun?
6:35 Ja, das Geld, das an die Mineralölkonzerne geht, ist weg. Aber das Geld, das an die Anlagenbetreiber geht, ist aus meiner Sicht auch weg. (Für ihn natürlich nicht.)
7:12 Jetzt wird er zum Zauberer: "Also unsere Anlagen speisen diesen Strom zu negativen Preisen ein. Wir bekommen zwar noch Geld dafür, aber natürlich drückt das den Strompreis auch."
Ähm, wie jetzt? Der PV-Betreiber bekommt Geld für den Abfall-Strom, der Netzbetreiber muss für dessen Entsorgung bezahlen und das soll am Ende den Strompreis drücken? Finde den Fehler!
7:32 "Ja, und dann gibt's ja mal wieder die Rufe danach, dass man den PV Ausbau jetzt mal bremsen muss. Es geht alles viel zu schnell. Frau Reiche möchte ihn an den Netzausbau koppeln."
Richtig so! Denn über die Grenzen der Physik kann man sich nicht hinwegsetzten. Wenn Frau Reiche nicht dafür sorgt, übernimmt das eben die eine oder andere Sicherung. Was ist uns lieber?
7:40 "Ich frage immer, was soll die Branche da machen? Sollen die Urlaub machen zwei Jahre, bis es wieder weitergeht oder wie stellt ihr euch das Ganze vor?"
Einfache Antwort: Erstmal keine PV-Module montieren, sondern Speicher. Firmen, die netzdienliche Solaranlagen anbieten, müssen ohnehin beides können. Sowohl Solarmodule, als auch Speicher. Warum kommt er nur nicht selbst da drauf?
8:40 Über seine wirtschaftliche Kompetenz schreibe ich jetzt nix, sondern grinse nur. Denn ich habe weder etwas von seiner Investition in die Anlage, noch hätte ich etwas von seiner Aktieninvestition.
9:15 Irreführung! Von den verschwendeten 140 Millionen, die wir den Profiteuren der Energiewende in den Allerwertesten geschoben haben, können wir nur 2% als Minderung der Klimafolgekosten genießen, wenn überhaupt!
(Selbst wenn Deutschland ein zweijähriges PV-Moratorium einfügen würde, wäre es für das Klima und die Folgekosten unschädlich. Denn das wäre den Chinesen egal, die würden deshalb ihre Modulproduktion nicht drosseln. Dann wird mit den vielen Modulen eben in anderen Teilen der Welt etwas CO² vermieden.)
Merke: Klima ist nur ein Nebeneffekt, den wir bei der Energiewende gerne mitnehmen können, doch das darf nicht unsere Hauptmotivation sein.
9:38 "Also, ich kann diese Hetze gegen die PV-Anlagenbesitzer jetzt nicht ganz nachvollziehen, die zurzeit betrieben wird. Wer sich die Zahlen mal genau anschaut, der wird merken, wir sind nicht das Problem." DOCH, Ihr seid das Problem!
Durch das fehlerhafte Design der Energiewende wurdet Ihr nicht gezwungen, selbst die angemessenen Speicher für Eure Stromproduktion zu beschaffen und zu betreiben. Vielmehr kassiert Ihr risikolos die Profite, während die Allgemeinheit (über Steuern oder Netzentgelte) die Kosten und Risiken zu tragen hat.
(Das ist nicht Eure Schuld, das wurde von früheren Regierungen verbockt. Endlich wird dieser Fehler korrigiert und wir vernehmen Euer Gejammer, dass Euer erstes Geschäftsmodell keine Zukunft mehr hat.)
9:50 Netze würden gegen negative Strompreise helfen? Das ist falsch. Denn wohin sollen die Netze denn den Abfall-Strom transportieren, wenn in den Nachbarländern auch schönes Wetter ist und die Preise negativ? Die Antwort bleibt er schuldig.
10:00 Dass die neu ausgeschriebenen Gaskraftwerke zu viel und zu teuer sind, darüber bin ich mit ihm völlig einer Meinung.
10:40 Soll ich das jetzt mal als Skandal bezeichnen?
Jetzt wünscht sich tatsächlich einer der Profiteure, dass sich die anderen Leute einen Stromspeicher kaufen und betreiben.
Gewiss habe ich nichts dagegen einzuwenden, wenn sich jemand so eine Anlage in die Wohnung stellen mag und sich einem solchen Risiko aussetzen will. Aber vorrangig sehe ich die Profiteure der Energiewende selbst in der Pflicht, für Speicher zu sorgen.
Seinen Videos zu entnehmen ist, er hat es wenigstens gemacht und speist wohl nur wenig Abfall ein.
11:55 Gewiss zählt dieser Youtuber nicht zu den Reichen in diesem Lande, sondern eher zur Mittelschicht. Doch die ärmeren Leute in den Plattenbausiedlungen haben wirklich nicht viel von seinen Empfehlungen und Beschwichtigungen.
Ja @daggi007, Du hast Recht. Auch beim Konsum von Quellen aus YouTube musst Du gut aufpassen, dass Dir nicht die Taschen voll gehauen werden. Das ist eben genauso, wie bei Pressemitteilungen von Unternehmen und Ministerien oder bei den Ambivalentmedien. Unbefangen ist da fast niemand.
Pfiffikus,
der leider zu wenig Zeit hat, um noch weitere Videos mit augenscheinlichen Fehlinformationen zu kommentieren
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