im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1212810
Der Algorithmus hat mir heute wieder einen Clip angespült.
Einer geht noch...
Er hat wieder einmal einen rausgelassen...
Im ersten Teil spricht mir der Professor aus der Seele. Auch ich bin kein Freund von Fracking-Gas. Insbesondere, wenn wir damit auf eine zoll- und sanktionsfreudigen Lieferanten angewiesen sind.
0:09 "Alternativen zum Erdgas" - die hätten wir eigentlich heute schon!
Biogas wurde bisher sogar in den Hellbrisen mit konstanter Einspeisung verfeuert. Vielmehr wäre im Sommer eine Aufbereitung dieses Gases zu Biomethan und dessen Einlagerung in den üblichen Gasspeichern gewesen. Warum erwähnt der Professor diese Alternative mit keiner einzigen Silbe?
Mir fällt jetzt auch keiner seiner Beiträge ein, in dem er sich für Biogas stark macht. Er scheint in dieser Branche keine Freunde zu haben?
0:25 Grundwasser verseucht, Erdbeben ausgelöst?
Irgendwie kennen wir die Amerikaner als Leute, die auf jede kleine Gelegenheit warten, damit sie irgendeinen Konzern auf Millionenzahlungen verklagen zu können.
(Gastli hat uns schon Beispiele in Sachen Glyphosat geliefert.)
Sind die Sachen an mir vorbei gegangen? Hat irgendwo in Amerika schon mal jemand eine Gaskonzern verklagt, weil ein Erdbeben ausgelöst oder Wasser vergiftet wurde? Oder ist das nur eine Legende?
0:30 Gaslecks waren in den Neunzigern ein Thema. Inzwischen lassen sich Lecks aus dem Weltraum identifizieren. Und die Konzerne vermeiden diese Lecks schon aus Eigeninteresse so weit sie es können - Explosionsgefahr!!!
0:55 Jetzt kommt der größte Witz!
"Wir können doch unsere Energieversorgung problemlos und klimaneutral mit erneuerbaren Energien sicherstellen."
Wie der Zufall es so will, ich erlebe diesen Clip gerade heute, im Zuge einer Dunkelflaute. Der Strompreis ging bis auf 24 Cent/kWh hoch, nicht unter 12 Cent!
Saisonbedingt hatten wir nur wenig Solarstrom, für einen kurzen Moment mal bis zu 13 GW. Wind on- und offshore pausierten heute und lieferten weniger als 10GW. Interessant ist, dass auch heute wieder massenweise Gas verstromt worden ist.
Unter "problemlos" verstehe ich etwas anderes.
Pfiffikus,
der inzwischen darauf wartet, dass auch er zeitnah ein Video posten wird, aus dem wir erfahren, wie großzügig ausreichend unsere Gasreserven in den Speichern heuer noch sind
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1212841
In den USA läuft derzeit eine Reihe von großen Klagen gegen führende Öl- und Gaskonzerne (oft als "Big Oil" bezeichnet), in denen diese für klimawandelbedingte Schäden, Irreführung der Öffentlichkeit und Umweltschäden haftbar gemacht werden sollen.
im Forum Thüringen seit: 26.01.2007
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1212845
Zitat:
Pfiffikus hat am 09. Februar 2026 um 22:25 Uhr folgendes geschrieben:
Warum erwähnt der Professor diese Alternative mit keiner einzigen Silbe?
Mir fällt jetzt auch keiner seiner Beiträge ein, in dem er sich für Biogas stark macht. Er scheint in dieser Branche keine Freunde zu haben?
Was soll denn schon wieder diese "Propagandageflunker von Prof. Quaschning" Verschwörungstheorie?
Biogas ist mengenmäßig begrenzt. Deutschland erzeugt heute rund 95–100 TWh Biogas pro Jahr, davon etwa 35–40 TWh als Biomethan.
Der Gasverbrauch lag früher bei 900 TWh, heute immer noch bei 600–700 TWh. Selbst wenn man alles optimiert, kommt man vielleicht auf 150 TWh Biomethan.
Das heißt:
Biogas kann fossiles Erdgas ergänzen, aber nicht ersetzen.
Für Quaschning, der gerne in „100 % Erneuerbare“-Systemen denkt, ist das zu wenig, um die große Erzählung zu tragen.
FTplus bis 01.10.2026
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10.02.2026 ~ 14:09 Uhr ~ James T. Kirk schreibt:
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1212853
Zitat:
daggi007 hat am 10. Februar 2026 um 12:12 Uhr folgendes geschrieben:
In den USA läuft derzeit eine Reihe von großen Klagen gegen führende Öl- und Gaskonzerne (oft als "Big Oil" bezeichnet), in denen diese für klimawandelbedingte Schäden, Irreführung der Öffentlichkeit und Umweltschäden haftbar gemacht werden sollen.
Wie konnte die Menschheit nur so alt werden? In jeder Entwicklung gibt es Abschnitte / Stadien, die "suboptimal" verlaufen. Was wäre, wenn das Erdöl nicht entdeckt worden wäre? Sind im Neunzehnten Jahrhundert schon Menschen an Lungenkrebs erkrankt und haben die Hersteller von Zigaretten und Zigarren verklagt? Hat es in den mittleren Jahrzehnten des letzten Jh. keinen Feinstaub gegeben? Wie lange hätten die Holzvorräte des Planeten gehalten, wenn wir nicht mit Gas geheizt hätten?
Fragen über Fragen, die die Antragsteller solcher Klagen sehr gern vernachlässigen?
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1213053
Zitat:
daggi007 hat am 10. Februar 2026 um 13:16 Uhr folgendes geschrieben:
Biogas ist mengenmäßig begrenzt. Deutschland erzeugt heute rund 95–100 TWh Biogas pro Jahr, davon etwa 35–40 TWh als Biomethan.
Es wäre ja auch nicht sinnvoll, den kompletten Bedarf, der heute mit Erdgas gedeckt wird, durch Biogas zu substituieren.
Trotzdem sollte ganzjährig eine Aufbereitung erfolgen, um das Bio-Methan zu gewinnen, ins Gasnetz einzuspeisen und dort für den Winter zu speichern. Mir wäre das lieber, als dafür LNG zu nutzen. Der verbleibende Teil des Gases könnte auch im Sommer verstromt werden, aber bitte nur in den Stunden, in denen die Sonne zu wenig Strom liefert und in denen der Strom am teuersten ist.
Zitat:
daggi007 hat am 10. Februar 2026 um 13:16 Uhr folgendes geschrieben:
Der Gasverbrauch lag früher bei 900 TWh, heute immer noch bei 600–700 TWh. Selbst wenn man alles optimiert, kommt man vielleicht auf 150 TWh Biomethan.
Nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten beurteilt müssen wir künftig garantiert nicht so viel Gas verbrennen, wie heute. Wegen der inzwischen billigen Akkus aus China wäre es im Sommer noch weniger nötig, Gaskraftwerke zu nutzen. Und infolge der Disruption im Gebäudesektor wird der Gasbedarf auch dort zurück gehen.
Pfiffikus,
der weiß, dass auch künftig noch Energieträger, zum Beispiel Methan, importiert werden müssen
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1213812
Youtube merkt, dass ich micht für die Werke deses Professors interessiere. Es hat mir wieder einen Clip angezeigt.
Einer geht noch...
Er hat wieder einmal einen rausgelassen...
Da werden uns Zahlen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe präsentiert. Link nicht ausgeschrieben - hier ergänzt.
Die Publikation unterscheidet nicht im Geringsten zwischen den zwei wichtigen Uran-Isotopen. Wenn man nur das heute meist genutzte 235-er Uran verwenden will, so erscheint die vom Professor genannte Zahl recht plausibel, in der Tat. Aber wer schaut denn so rückwärtsgewandt wie der Professor Quaschning?
Doch die Welt hat sich weiter gedreht. Und der Herr Professor hätte auch mal auf Seite 50 dieser Publikation nachlesen können. Dort werden links unten zahlreiche Neuentwicklungen verschiedener Reaktoren aufgezählt. Nicht alle diese Modelle verlassen sich auf das 235-er Uran. Bekanntlich befindet sich in den Castoren, die in der BRD derzeit zwischengelagert werden, große Mengen des 238-er Urans. Dieser Atom"müll" kann in den neuen Reaktoren noch Jahrhunderte lang Energie liefern. (Bei den Unternehmen, die da am Werk sind, handelt es sich ganz sicher nicht um irgendwelche Deppen, denen die Zahlen, die Quaschning nennt, verborgen geblieben sind. Und wir wissen, dass inzwischen Reaktortypen mit inhärenter Sicherheit in Entwicklung sind.)
Noch lehrreicher wird es für den Herrn Professor auf Seite 51:
Zitat:
Thorium >> Thorium betriebener Versuchsreaktor in China erhält Betriebserlaubnis Thorium gilt aus wissenschaftlicher Sicht als mögliche Alternative zum Uran.
Derzeit wird Thorium aber weltweit nicht für die Energieerzeugung genutzt. Gegenwärtig sind keine mit Thorium gespeisten kommerziellen Reaktoren in Betrieb. Mittelfristig könnte sich dies aber ändern. Im Juni 2023 erhielt der chinesische Thorium-Versuchsreaktor TMSR-LF1 (thorium- based molten salt experimental reactor - liquid fuel) eine Betriebserlaubnis. Sollte sich der Versuchsreaktor (2 MW), in dem Thorium in Form geschmolzenen Salzes vorliegt, nach einer Probephase als erfolgreich erweisen, plant China bis 2030 den Bau eines Thorium-Flüssigsalzreaktors mit einer Leistung von 373 MW (WNN 2023).
Inzwischen hat sich der Probebetrieb als erfolgreich erwiesen.
Und seit vergangenem Jahr - hier im Forum haben wir davon gelesen - haben auch die Tests von Copenhagen Atomics mit ihrem Thorium-Reaktor begonnen. Wir wissen, dass diese Firma das ohne staatliche Subventionen stemmt!!!
Pfiffikus,
der selten einen Clip von Professor Quaschning sah, in dem er sich so dermaßen mit einem Kenntnisstand von gestern präsentiert
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1214036
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Was er hier im Clip sagt und wünscht, kommt in der Gesamtbilanz hin. Da gebe ich ihm absolut Recht.
Trotz alledem möchte ich an dieser Stelle auf eine lokale Gefahr hinweisen. Schließlich werden nach und nach immer mehr Leute auf smarte Stromzähler umgestellt. Und die Leute mit hohem Strombedarf - Fahrer von E-Autos - werden besonders gern auf flexible Stromtarife zugreifen. Um von bidirektionalen Laden zu profitieren, ist es erst recht erforderlich, einen flexiblen Tarif mit dem Versorger abzuschließen.
Wie werden die Leute ihre smarte Wallbox programmieren? Natürlich werden alle ihr Auto genau in den Stunden laden, in denen der Strom am billigsten ist. Viele gleichzeitig! Und die Rückspeisung ins Netz wird genau dann erfolgen, wenn der Strom besonders teuer sind. Auch wieder viele gleichzeitig. Wer würde es anders handhaben?
Genau das wird zu einem Problem führen. Nicht im großen Hochspannungsnetz, sondern in den kleinen Verteilnetzen. Wenn alle E-Autos quasi gleichzeitig möglichst viel Strom saugen und möglichst gleichzeitig den Strom wieder ins Netz zurück speisen wollen, dann kommen die kleinen Umspannwerke, die einzelne Siedlungen wie Heinrichsgrün oder Untermhaus-West zu versorgen haben, an ihre Leistungsgrenze oder werden unter Umständen überlastet. Dort wohnen viele Leute mit E-Auto und eigener Wallbox. Und für so große Leistungen sind die Umspannwerke und Erdkabel einfach nicht gebaut worden.
Pfiffikus,
der hofft, dass die Kabel das noch sehr lange aushalten werden
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1214075
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Auch in diesem Clip ist sein Optimismus berechtigt. Ja, was er hier sagt, gilt nicht nur in Europa, sondern sogar in China.
Nur ganz am Ende bei 1:13 nutzt er das Propaganda-Geflunker IV.
Natürlich kann die PV niemanden "versorgen". Sie kann allenfalls einen beachtlichen Beitrag zur Lieferung des Stromes leisten. Denn PV-Strom ist nur dann so billig, wenn er sofort und an Ort und Stelle genutzt werden kann. Der Professor unterschlägt, was zu einer echten Versorgung wirklich erforderlich ist.
Pfiffikus,
der Euch permanent daran erinnert, dass zum Zwecke einer "Versorgung" der dreifache Ausbau der Infrastruktur erforderlich ist
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1214281
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Bei dem Clip, der mir heute präsentiert worden ist, kann ich dem Professor nur zustimmen. In diesem Clip fand ich keine Dinge, die ich fachlich kritisieren würde. Das will ich an dieser Stelle mal ganz deutlich herausstellen, denn niemand soll denken, ich hätte etwas persönlich gegen Professor Quaschning. Und wenn ich in diesem Thema deutlich auf Dinge hinweise, die ich fachlich nicht nachvollziehen kann, so gehört es sich natürlich, dass ich ebenso deutlich auf Dinge hinweise, in denen er Recht hat.
Pfiffikus,
der es schön fände, wenn sein letzter Satz im Clip nicht nur beim Thema Windkraft und Infraschall beachtet werden würde
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1214641
Zitat:
daggi007 hat am 24. Februar 2026 um 09:17 Uhr folgendes geschrieben:
Scheibe doch lieber:
Es gibt ein neues Video von Prof. Quaschning. Da habe ich fachliche Kritik.
Nun, da gibt es für mich ein Problem. Bei diesen Kurzclips wird mir nicht angezeigt, wann sie erschienen sind und wie neu sie sind. Das Wort "neu" kann ich nicht verwenden.
Aber vom Prinzip her werde ich Deine konstruktive Kritik annehmen. Und an dieser Stelle habe ich das felsenfeste Vertrauen, dass Du mit analogen Anregungen an diejenigen Diskutanten hier im Forum herantreten wirst, die gerne mal Schimpfworte mit Argumenten verwechseln und aus diesem Grunde gerade mal eine Auszeit genommen haben. James hat ja einen ähnlichen Wunsch geäußert.
Ja, das wird dieses wunderschöne Forum noch lesenswerter machen.
Es gibt wieder ein Video von Prof. Quaschning. Da habe ich fachliche Kritik.
Im Prinzip hat er ja am Anfang Recht. Die CDU/CSU will, dass nichts mehr von Habecks Gesetz übrig bleibt. Aber wie er es unter die Leute bringt .... ein Alarmist eben.
0:10 Gewiss geht Erdgas und Öl erst recht in Europa zur Neige. Doch noch nie war es angedacht, den Bedarf vorwiegend mit europäischen Quellen zu decken. Diesen Satz hätte er sich mangels Relevanz ruhig sparen können.
0:14 Noch schlimmer alarmistisch ist das Bild einer brennenden Erde. Ohne Panikmache scheint er nicht auszukommen.
0:25 Hier sehe ich die größte Demagogie!
Wärmepumpen werden vor allem im Winter eingeschaltet. Sie fressen den allermeisten Strom, wenn es besonders kalt ist. Und an dieser Stelle ist seine Behauptung, 60% des Stromes würden "von klimafreundlichen Solar- und Windkraftanlagen" erzeugt, eine dreiste Lüge.
Im Jahresverlauf mag diese Zahl korrekt sein. Aber das zählt hier nicht, er spricht ja ausdrücklich von Wärmepumpen.
Es ist an dieser Stelle nicht im Geringsten relevant, dass im Sommer tatsächlich massenweise Solarstrom erzeugt wird, so dass er sogar zu Abfall wird. Doch der sommerliche Strom nützt uns im Winter gar nichts. Gestern und heute war es wieder warm. Aber wir können ja gerne mal auf die Stromproduktion vom letzten Dienstag blicken, als die Wärmepumpen noch richtig arbeiten mussten.
Zur Erläuterung: Solar ist gelb, Wind ist dunkel- und hellgrün dargestellt. Strom aus Erdgas ist orange.
Wer erkennt an solchen heiz-relevanten Tagen die 60%, die Professor Quaschning hier behauptet?
Und wer sich diese Grafik in Ruhe ansieht, erkennt auch, warum der Einbau einer Wärmepumpe eine ebensolche Kostenfalle ist, wie der Einbau einer Gasheizung. Denn vor allem in den für Wärmepumpen relevanten Zeiten wird der Strompreis infolge Merit-Order durch den Gaspreis bestimmt. Deshalb kann eine Wärmepumpe nicht vor Kostensteigerungen am Gasmarkt schützen!
0:30 Es wird über grünen Wasserstoff als Brennstoff spekuliert. Wie aber schon mehrfach geschrieben, kommt dieser als Brennstoff für Heizungen aus Kostengründen überhaupt nicht in Frage.
Na klar, jeder Hauseigentümer dürfte es zwar, aber aus gutem Grunde gibt es Technologieoffenheit - ein Verbot wird nicht im Geringsten erforderlich sein. So viel Grips darf Herr Quaschning den Hauseigentümern schon zutrauen.
0:55 Jetzt wird es scheinheilig. Hier werden die armen Mieter instrumentalisiert, die sich womöglich eine teure Heizung nicht mehr leisten können.
Aber halt - das war doch bei Habeck's Gesetz auch schon so. Wenn ich Wohnungen energetisch saniere, was vor dem Einbau einer Wärmepumpe zwingend machen muss, dann lege ich die Kosten der energetischen Sanierung selbstverständlich auf die Kaltmiete um. Und der vorhin beschriebene Einfluss der Gaspreise auf den Strompreis trifft die Mieter auch schon nach dem alten Gesetz über den Umweg der Betriebskosten. Nein - das Habeck-Gesetz war keineswegs günstiger für die Mieter!
1:14 Nein, nein und nochmals nein! Der Staat ist eben nicht dazu da, die Leute vor privaten Fehlentscheidungen zu bewahren.
Sofern ich Lust verspüren würde, drei Hunderteuroscheine zu verbrennen, muss mir das jederzeit möglich sein - niemand hat mir das zu verbieten! Auch Professor Quaschning nicht. Der sollte sich lieber noch einmal Artikel 14(1) unseres Grundgesetzes durchlesen und gefälligst akzeptieren!
Langfristig ist dieses Gesetz aber keine gute Idee: Wenn es zu einem Ruin von Eigentümern oder Mietern kommt, dann nicht mehr wegen Habeck's, sondern wegen Merz und Reiches Gesetz.
Pfiffikus,
der nicht weiß, ob das die Wähler künftig honorieren werden
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1214931
Es gibt wieder ein Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich fachliche Kritik.
0:55 Der Gastgeber, Felix Goldbach gibt auch zum Besten, dass die Erneuerbaren im vergangenen Jahr mehr Strom geliefert haben, als Kohle. Als das der Professor Quaschning im letzten Video schon einmal brachte, hatte ich das schon als Demagogie bezeichnet.
In dem Anteil der Erneuerbaren ist auch Abfall eingerechnet, der im Sommer ins Netz eingespeist und von niemandem gebraucht wird. Und das ist im Winter während der Dunkelflauten, in denen die Wärmepumpen gierig werden, völlig nutzlos und unzureichend. Fossile Energieträger werden vorwiegend dann verbrannt, wenn sie gebraucht werden.
Chapeau! Hier wird er sogar von Quaschning eingebremst und auf die Sektorenkopplung hingewiesen.
1:30 Quaschning wird mir immer sympatischer! Endlich erkennt er, dass die Unabhängigkeit von anderen Ländern die Hauptmotivation für die Energiewende ist. Kürzlich schrieb ich bereits, dass eine Einsparung von CO² ein hübscher Nebeneffekt ist, den wir gerne mitnehmen können. Endlich ist das auch bei ihm angekommen.
5:00 Bravo! Beide geben hier ganz offen zu, dass den Amerikanern die Menschenrechte völlig schnuppe sind. Nur manche Völker haben eben das Pech, dass unter ihren Häusern riesige Ölreserven lagern. "Böse Diktatoren haben wir ja noch mehr auf der Welt."
10:30 Ein weiterer neuer Gedanke ist bei Professor Quaschning zu erkennen. Er erkennt, dass Deutschland sich nicht komplett selbst versorgen muss, sondern auch weiterhin Energieimporte nötig sein werden.
Über die Form von möglichen Importen müssen wir an anderer Stelle mal diskutieren.
11:50 Vom Verbotsfetisch hat er sich noch nicht verabschiedet.
"Jedes Benzin- und Dieselauto, das wir jetzt neu zulassen, verlängert ja die Abhängigkeit von Öl...". Na und? Er verschweigt, wessen Abhängigkeit sich verlängert. Natürlich nicht die Abhängigkeit der Volkswirtschaft, sondern nur die Abhängigkeit der Autofahrer, die sich jetzt oder künftig für den Kauf eines Verbrenners entscheiden.
Eigentlich, normalerweise sollte das dem Quaschning doch völlig wurscht sein. Er fährt doch einen Tesla und wäre von dieser Abhängigkeit völlig unberührt. Mag jeder selbst über seine Motive spekulieren, weshalb er sich so vehement für dieses Verbot einsetzt. Pferdekutschen sind ja bis heute nicht verboten.
12:50 "Die sagen jetzt schon, also wenn ihr noch unser Öl und Gas haben wollt, dann müsst ihr aber auch irgendwie europäische Gesetze so machen, dass dass die uns genehm sind!"
Müssen wir uns jetzt erpressbar fühlen, nur weil Qatar uns kein Gas liefern kann, solange es dieses Lieferkettengesetz gibt? Umgekehrte Richtung - wir sollten uns zurück halten und keinem Land dieser Welt vorschreiben, wie sie ihre Gesetze und ihre Arbeitsverhältnisse gestalten. So viel Weitsicht hätte ich mir vom Professor gewünscht.
13:00 Schon wieder bringt er die Norweger ins Spiel. Dabei hat er doch im letzten verlinkten Video selber zugegeben, dass Verbrenner dort nicht verboten sind - es kauft sie nur keiner. Weil in Norwegen die Rahmenbedingungen besser passen, als in Deutschland!!! Nicht der "Populismus" ist der Grund!
16:40 Wenn weniger Geld für Importe ausgegeben werden muss, mehr Geld hier in Deutschland bleibt, ja das fände ich auch gut.
17:55 Die deutsche Solarindustrie wäre zerschlagen worden? Oder konnten die Chinesen einfach billiger produzieren und gewaltigere Stückzahlen produzieren und nutzen?
19:10 "Also, wenn ich jetzt ein E-Auto fahre, dann kaufe ich mir einmal eine Solaranlage. Also, ich habe es ja mal ausgerechnet. Das heißt, für ein E-Auto, das ich 20 Jahre lang fahren will, brauche ich fünf Solarmodule. Die die Anlage liefert dann rechnerisch pro Jahr genauso viel Strom, wie ich dann brauche ... Ein Autolleben lang, fünf Solarmodule" Und was noch?
Gut, dass er betont, es reicht nur rechnerisch (nicht praktisch). Professor Quaschning arbeitet an einer Hochschule, in der wohl kaum Nachtschichten fällig sind. Wenn tagsüber die Sonne scheint, ist er auf Arbeit und kann sein Auto nicht mit seinen 5 Modulen laden.
Ganz deutlich muss an dieser Stelle darauf verwiesen werden, dass die nötige Infrastruktur mehrfach da sein muss. Hier hat er den nötigen Speicher in seinem Keller vergessen.
24:45 Quaschning träumt davon, dass die Preise für Treibstoffe immer weiter hoch gehen.
Diesen Traum könnte ich wirklich nur dann beginnen zu träumen, wenn die Versprechen von preiswertem Strom aus erneuerbaren Quellen wahr geworden sind. Alles Andere ist Wahlkampf für die AfD.
Doch das ist nicht in Sicht. Die Strompreise werden in den kommenden Jahren kaum sinken, weil der planlose Zubau von Wind- und Solarenergie, verbunden mit dem Abbau von Synchronmaschinen in Kohle- und Kernkraftwerken gewaltige Netzausbau- und Redispatchkosten verursachen. Diese Kosten wurden leider nicht von den Profiteuren getragen, sondern von den Stromkunden. Deshalb KANN der Strom künftig nicht signifikant billiger werden. Schlecht für die Verkehrswende!
26:00 Felix Goldbach bestätigt meine Aussage: In China ist Strom für E-Autos unvergleichlich billig. Und genau das ist der Grund für deren große Akzeptanz in China. Ob die dort ein Verbrennerverbot haben/brauchen, weiß ich gar nicht.
Pfiffikus,
der froh ist, dass sich endlich die Erkenntnis durchsetzt, die Energieautarkie muss eine wesentlich heftigere Motivation für die Energiewende sein, als irgendwelche CO²-Einsparungen
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1215554
Es gibt einen aktuellen Podcast von Prof. Quaschning. Da habe ich fachliche Kritik.
2:20 500000 Euro in ein Auto stecken - die Zahl mag ja richtig sein. Doch der Großteil der Summe kann beim Verbrenner üblicherweise aus den laufenden Einnahmen bezahlt werden.
Hier hat das E-Auto einen saftigen Minuspunkt. Selbst, wenn man im Laufe der Lebenszeit des Autos Energiekosten sparen kann, muss der Erwerber eines E-Autos erst einmal gewaltige Anschaffungskosten stemmen. Dazu muss er einen Finanzierer mit ins Boot holen, der erst mal einen Anschaffungskredit gewährt. Und der verdient natürlich auch mit.
4:10 Jetzt werden noch externe Kosten zusammengetragen. Das kommentiere ich nicht im Einzelnen.
(Mal könnte auch gemein sein und klar stellen, wie gefährlich die Solarenergie ist. Der Blackout in Spanien hat allein 11 Todesopfer gekostet. Also bitte nichts krampfhaft an den Haaren herbei ziehen!)
14:19 Der Professor hat aber einen sehr engen Blick mit Scheuklappen. Nur ein Sektor würde die Ziele reißen - der Verkehrssektor. Aber wieso nur ein Sektor? Der 3-Liter-Panzer ist noch nicht einmal in der Entwicklung!
16:40 Eine Diskussion über fossiles Treibstoffverbot wird auch überhaupt nicht nötig sein. Denn durch die CO²-Bepreisung werden diese Treibstoffe ohnehin immer teurer. Und die Ereignisse im Persischen Golf tun ihr Übriges.
17:00 Die Herstellung von E-Fuels sei extrem teuer. Zwei wichtige Worte hat er hier weggelassen: "IN DEUTSCHLAND".
In anderen Teilen der Erde kann man PV-Anlagen und Elektrolyseure sehr wohl effektiv betreiben. In der Wüste werden die PV-Anlagen ohnehin weit über 3000 Volllaststunden erreichen können. Und es gibt Gegenden, dort weht der Wind fast rund um die Uhr, da kämen Windräder und Elektrolyseure auf über 8000 Stunden.
Ja und für den Transport und Vertrieb von Methanol kann man die bereits heute vorhandene Infrastruktur von Tankern, Pipelines und Tankstellen weiter nutzen. Wird das extrem teuer, wenn die chinesische Technik immer billiger sein wird?
17:55 Hier wird wieder ein Verbrennerverbot gewünscht - sogar für heute. Doch ich meine, die Preisanreize beim Treibstoff werden ausreichen, die Pariser Klimaziele (Halbierung der Emissionen) locker zu schaffen, auch wenn noch einige Fahrzeuge bis 2050 unterwegs sein werden.
18:20 Unpassender Vergleich mit Norwegen - dort passen die Rahmenbedingungen, insbesondere die Strompreise.
Norwegen ist dünner besiedelt - die Meisten haben ihre eigene Wallbox am Häuschen. Die Norweger sind nicht auf gierige Betreiber von Ladesäulen angewiesen wie die deutsche Arbeiterklasse.
19:47 Ja, sie waren ja selber in Norwegen und Frau Quaschning bestätigt: "Da steht auch nicht an jeder Ecke eine Ladesäule." Warum auch? Die Norweger laden preiswert zu Hause.
20:00 Aus meiner Sicht eine völlig falsche Schlussfolgerung. Nein, es ist nicht der "unabdingbare Wille der Bevölkerung", der die Disruption in Norwegen ermöglicht. Aus meiner Sicht sind es die dort vorhandenen Rahmenbedingungen, die wir hier zum großen Teil noch nicht haben.
22:15 Professor Quaschning sagt eine Satz, der geht mir runter wie Öl: "Verbrennerautos sind in Norwegen nicht verboten, nur sie kauft eben keiner mehr." Das ist doch meine Rede! Genau so muss eine Disruption geschehen. Dampfloks hat auch keiner verboten.
23:50 Der Ansatz, über mehr ÖPNV nachzudenken, den finde ich persönlich absolut richtig. Nur befürchte ich, dass die Beiden, von denen ich bereits zahlreichen Podcasts gehört habe, das auch sehr gerne mit Zwang und Verboten durchsetzen würden.
24:00 Die Begeisterung fürs Radfahren teile ich. Doch ich stelle ganz deutlich fest, dass im breiten Querschnitt der Bevölkerung eine sehr große Schwankung in der Akzeptanz des Fahrrades herrscht - bei schönen und bei schlechtem Wetter.
27:00 Das ist bei uns kein aktuelles Problem. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es für mein Fahrrad noch nie ein Problem war, es zu parken. Da ist das Parken mit dem Auto schon viiiiel schwerer. Fahrradparkhäuser - bei uns wären die rausgeschmissenes Geld.
Mehr Radwege - ja die könnten bei schönem Wetter schon etliche PKW-Kilometer einsparen.
32:00 Da hat der Professor ja ein Luxus-Dorf erwischt. Der Bus fährt sogar einmal pro Stunde.
Hallo- Herr Professor! Was ist, wenn der Bus nur ein- oder zweimal am Tag fährt? Womöglich auch nur, wenn nicht gerade Schulferien sind? Und mit welchem Stundensatz rechnet er seine Arbeit eigentlich ab? Er kann sich jedenfalls Wartezeiten an den Haltestellen leisten. Hat er sonst nix zu tun?
32:15 Ja, die nächste Disruption sieht Frau Quaschning voraus. Wenn selbstfahrende Fahrzeuge serienreif unterwegs sind, dann werden die den privaten PKW ersetzen können. Hoffentlich völlig freiwillig ohne Verbote! Und das wird völlig unabhängig von der Antriebsart passieren.
34:00 Da schlägt ihnen das Verbotsherz höher!
35:20 "Und dazu müssen sich die politisch Verantwortlichen einfach mal etwas trauen. Einfach zeigen, dass es geht. Die Menschen mit einer neuen Welt einfach mal konfrontieren." Ja, ein Diktator könnte sich das trauen. Aber wenn orgendwelche Politiker die Menschen aus Lusan oder Debschwitz-Ost "einfach mal mit einer solchen Verkehrswende konfrontiert", das würde dieses Wahlvolk ganz sicher bis zur nächsten Wahl nicht vergessen.
36:15 Wenn man Politiker mit positiven Beispielen aus anderen Ländern konfrontieren soll, dann würde ich zuerst mit einer zuverlässigen, bezahlbaren Versorgung mit Energie anfangen. Dann geschehen die fälligen Disruptionen von ganz alleine. Doch das hat Frau Quaschning gewiss ganz anders gemeint.
Pfiffikus,
der lieber pragmatisch statt so ideologiegesteuert wie die Quaschnings an die Energiewende herangehen würde
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1613 erhaltene Danksagungen
RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1215740
Es gibt wieder ein Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich nicht nur Zustimmung, sondern auch fachliche Kritik.
1:00 Das Trommelfeuer gegen das bisherige Heizungsgesetz war berechtigt, denn es hat uns Bürgen eine Freiheit genommen. Trotz alledem - die aggressive Rhetorik der BILD hätte und werde ich mir nicht zu Eigen machen.
2:10 ff Dass ein Einbau einer Gasheizung ein wirtschaftliches Risiko darstellt, das sich durch die aktuellen Ereignisse am Persischen Golf noch verstärkt, ist an dieser Stelle unbestritten. An dieser Stelle unterschreibe ich jedes Wort von ihm. Im Übrigen predige ich ja schon seit Jahren, dass die Einsparung von Importen unsere Hauptmotivation für die Energiewende sein muss. Eine Einsparung von CO² ist nur ein netter Nebeneffekt, den wir nebenbei mal mitnehmen können. Das wissen die Leser dieses Forums bereits.
4:10 Wieder der Apfel-Birnen-Vergleich! Die gezeigten Vorbildländer haben andere Rahmenbedingungen. Norwegen hat massenweise billigen Strom aus Wasserkraft und Finnland kann auf seinen Atomstrom zurückgreifen. Kein Wunder, dass dort Wärmepumpen attraktiver sind.
6:00 Die Rechnung von der richtig effektiven Wärmepumpe, die er uns hier vorführt, ist vor allem in der Übergangszeit im Frühjahr und im Herbst relevant. Da sind die Wärmepumpen in der Tat Spitze.
Doch wir müssen unser Energienetz, unsere Heizung so auslegen, dass wir auch im tiefsten Winter, sogar während einer Dunkelflaute, nicht frieren müssen. Dann geht seine Rechnung nämlich nicht auf, denn wir brauchen in diesen Tagen Energie, die wir aus dem Sommer oder aus dem Ausland beschafft haben. Damit geht diese Effektivität flöten.
7:35 Ja, mengenmäßig haut die Rechnung von Professor Quaschning in der Tat hin. Ja, in seiner Beispielrechnung werden in der Tat 23000kWh/a gebraucht - weit mehr als bei den anderen Arten, zu heizen. An dieser Rechnung ist nichts auszusetzen. Doch interessiert das jemanden?
Doch man sollte die Rechnung auch mal finanziell machen. Mit grünem Methan/Wasserstoff könnte man im Sommer 23000kWh/a Abfall aus den Hellbrisen entsorgen, der muss dann nicht mehr kostenpflichtig zu den Ösis und den Schweizern rüber geschoben werden. Und diese Gase lassen sich in den bereits vorhandenen Gasspeichern bis zum Winter aufbewahren.
Quaschnings Wärmepumpe dagegen verbraucht wertvollen Strom, auch in den Dunkelflauten! Für Strom aus Hellbrisen haben wir keine Möglichkeiten, diesen vom Sommer in den Winter aufzubewahren.
Ist das finanziell wirklich so grauenvoll, wie er es darstellt?
Durch das neue Gesetz wird endlich ein Geschäftsmodell geschaffen, um im Sommer verstärkt Elektrolyse wirtschaftlich betreiben zu können.
8:40 "Wir müssten den Wasserstoff in großen Mengen importieren und das macht die Sache nicht unbedingt billiger und an der Physik ändert das auch nichts, außer dass die Verluste durch den Transport über große Strecken noch weiter ansteigen werden."
Ja, Herr Professor, dann hätten Sie sich mal mit allen Teilen der Physik beschäftigt!
Wenn dasselbe Windrad nicht in Bayern, nicht in Norddeutschland, sondern irgendwo in Namibia oder am Kap der Stürme aufstellt, dann lässt sich viel viel mehr Energie einfangen. Die Erträge wachsen mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit. Also die doppelte Windgeschwindigkeit führt zu achtmal mehr Strom!!! Das ist Physik.
PV-Module können in den Wüsten (davon gibt es reichlich!) dieser Welt mit weit über 3000 Stunden betrieben werden und liefern weit mehr Strom, als wenn die Chinesen diese Module nach Deutschland liefern.
Dieser viele Grünstrom würde sich auch rentabel in grünes Methan oder Methanol verwandeln lassen und wird mit grünen Gasen aus Deutschland konkurrieren können.
Recht hätte Quaschning, wenn die grünen Gase mit Strom aus den von ihm gewünschten bayerischen Windrädern gewonnen werden müsste. Aber so blöd wird ja niemand sein.
9:00 In der Tat hätte Wasserstoff einen niedrigeren Heizwert je Kubikmeter. Aber ob die Leitungen wirklich erweitert werden müssen, stelle ich in Frage. Denn bei den zu befürchtenden Preisen werden es wohl immer weniger Gasheizungen bleiben, so dass die vorhandenen Leitungen nur die verbleibenden Häuser mit Gas versorgen müssen. Der Bedarf wird schwinden.
10:30 "Ein Hauptziel des Heizungsgesetzes der Ampel war die schnelle Reduzierung der fatalen Abhängigkeit von Erdgasimporten."
Also das habe ich anders in Erinnerung. Damals standen die Leute auch noch mehr als heute unter dem Eindruck von Luisa Neubauers Gefolgschaft, deren Forderungen nach Klimarettung und Leuten, die sich mit Warnwesten bekleidet auf den Straßen festgeklebt haben. Es war das Hauptziel, dieser lautstarken Minderheit nachzugeben.
11:10 Hier wurde in der BILD nicht davor gewarnt, dass zu wenig Gas zur Verfügung steht. Vielmehr wurde davor gewarnt, dass zu Beginn des Winters nicht genügend Gas eingespeichert wurde und die Vorräte in einem kalten Februar/März knapp werden könnten.
Nicht vergessen: Eine der letzten Amtshandlungen von Habeck war es, die vorgeschriebenen Füllstände zu Beginn des Winters (früher einmal 90%) zu reduzieren. Genau deshalb drohte die Knappheit, nicht vor der mangelnden Verfügbarkeit auf dem Weltmarkt wurde gewarnt.
11:30 Oh Wunder: Quaschning erwähnt sogar, wer Schuld hat: "Das Wirtschaftsministerium hatte 2025 die Vorgaben zum Befüllen der Gasspeicher verändert mit der Begründung dadurch Kosten zu sparen. Viele haben damals gewarnt, ich auch."
Ich habe Euch das Gesetz mal heraus gesucht. KLICK! Dieses Gesetz über die Absenkung der Füllstände war Habecks letzte Rache!
Zitat:
Ausfertigungsdatum: 05.05.2025
Ja und wer war denn zu dieser Zeit Wirtschaftsminister? Habeck ist an dieser Misere schuld!
Herr Professor, weshalb verschweigen Sie denn diesen Namen?
11:40 Jetzt wird Quaschnings Propaganda noch dreister!
"Während Robert Habeck darauf achtete, unsere Gasspeicher vor dem Winter richtig voll zu machen, wurden sie nun zum Stichtag 1. November nur zu 75% gefüllt." Schämen Sie sich für diesen Fake, Professor Quaschning!
Robert Habeck ist es, der die niedrigen Füllstände dieses Winters zu verantworten hat. Siehe verlinktes Gesetz, insbesondere mit Blick auf das Datum! (Die aktuelle Bundesregierung unter Beteiligung von Katharina Reiche wurde erst am Dienstag, 6. Mai 2025 vereidigt.)
12:20 Nächster Fake: "Hätten wir erneut Versorgungsengpässe bekommen, nach heutigem Stand wohl eher nicht. Als Plan B hätten wir noch Flüssiggas nachkaufen können"
Das stimmt natürlich nicht.
Erstens hatten die Amerikaner im Januar eisiges Wetter, das ihnen einige Tage lang Schwierigkeiten machte, LNG-Tanker zu beladen. Ob die Ende Januar in der Lage gewesen wären, zusätzliche Mengen zu verladen?
Zweitens kann man bei Knappheit nicht schnell mal irgendwo anrufen, um zusätzliches LNG zu bestellen. Die Schiffe sind von Texas oder Katar aus mehrere Wochen unterwegs. Selbst wenn es gelungen wäre, einige zusätzliche Ladungen zu ordern, die wären erst dann in Europa angekommen, wenn der bibberkalte Februar zu Ende gewesen wäre.
Drittens war der Hafen von Mukran mehrere Wochen zugefroren. Ein LNG-Tanker war bis zum 13. Februar dort eingefroren. Da hätte kein zusätzliches LNG eingespeist werden können.
13:40 Panikmache wegen des Klimas. Nichts weiter.
Jeder Kubikmeter Gas, den Deutschland nicht kauft, wird von anderen Ländern auf dieser Erde gierig weg gekauft und dann wird das CO² eben nicht in Deutschland, sondern in China, Thailand oder Indien emittiert.
Jeder wirtschaftliche Unsinn, der in Deutschland im Zeichen des Klimaschutzes veranstaltet wird, ist nicht nur wirkungslos, sondern fährt unsere Volkswirtschaft weiter an die Wand.
15:00 Hier wird vor Strafzahlungen gewarnt. Verschwiegen wird, wer dieses Geld einstreichen darf.
15:40 "Hofft sie darauf, dass die Klimaschutzregeln mit Druck auf die EU geändert werden können, sodass keine Zahlungen fällig werden?"
Im anderen Thema hab ich ja schon aufgezeigt, dass ein Klima-Fake aufgeflogen ist. Nature hat den entsprechenden Artikel am 3.12.2025 zurückgezogen.
Die einschlägigen Vorschriften und Urteile, die Quaschning gerne respektieren würde, entstanden aber im Wesentlichen unter dem Eindruck der Panikmache der Studie, die da zurück gezogen wurde. Insofern würde ich meinen Allerwertesten nicht verwetten, dass diese Vorschriften und Urteile Bestand haben werden.
Also bitte nicht weiter auf dem Propagandageflunker IX herumreiten! In Paris wurde nur die Halbierung der Emissionen beschlossen. Und das ist zu schaffen!
17:00 Bei diesen horrenden Beträgen für CO²-Zertifikate möchten wir uns bitte an das Versprechen erinnern, mit dem das den Leuten schmackhaft gemacht wurde: Klimageld!
Das viele Geld dürfen keinesfalls weiterhin die Lieblingsoligarchen von FrankSteini einstreichen!
18:00 "Das Problem dabei, Biogas deckt derzeit nur 1,3% des deutschen Erdgasverbrauchs. Der Anteil lässt sich nicht stark steigern, denn um Biogas herzustellen, muss erst einmal Biomasse angebaut oder irgendwelche zusätzlichen Reststoffe eingesammelt werden"
Doch, da geht noch viel!
Es muss nur endlich aufgehört werden, das heute schon erzeugte Biogas kontinuierlich zu verstromen - sogar während der Hellbrisen! Das ist wirtschaftlicher Irrsinn, den die Vorgängerregierungen zu verantworten haben.
Dieses Biogas gehört aufbereitet und während der warmen Monate ausnahmslos in die Gasspeicher gedrückt. Damit lässt sich weit mehr als die heutigen 1,3% Biogas ins Erdgas einmischen.
Da ich wie bereits mehrfach betont, auch an eine langfristige Disruption in den Heizungskellern glaube, wird der Gasbedarf zum Heizen geringer werden. Und dadurch wird es noch leichter werden, die beabsichtigten Quoten in der verbleibenden Gasmenge zu erreichen. Quaschning scheint aber von heutigen Gasverbräuchen auszugehen, die zu ersetzen sind?
19:40 In der Tat geht die Neufassung des Gesetzes sehr zu Lasten der Mieterinnen und Mieter, vor allem im nördlichen Teil von Debschwitz-Ost, der nicht von Fernheizungen beheizt wird. An dieser Stelle gebe ich dem Professor Recht.
Manche Leute wundern sich noch darüber, dass die ehemalige Arbeiterpartei als Koalitionspartner diese Neuregelungen absegnet. Nun ja, die Arbeiterklasse hat sich inzwischen nicht ohne Grund, eben wegen schlechter Politik, von dieser Partei abgewandt. (Die Quittung sieht man hier. Naja, die SPD ist mit diesen 6% gut bedient.)
22:35 "Und jede neue eingebaute Gasheizung schafft erstmal Fakten. Kaum jemand wird diese dann wieder nach ein wenigen Jahren rausreisen."
Oh doch!
Im Falle eines plötzlichen Ausfalls des Gaskessels bin ich froh, wieder einen Gaskessel einbauen zu dürfen, der wohl innerhalb von wenigen Tagen lieferbar und betriebsbereit sein wird. Damit hätte ich eine erst mal Verschnaufpause verschafft, um mich vor Regressforderungen frierender Mieter zu schützen. Mit Habecks Version des Gesetzes wäre ich voll am Arsch.
Natürlich würde ich dieses Gerät opfern (hier wäre nur ein vergleichbar geringer Betrag abzuschreiben), wenn ich oder ein künftiger Eigentümer richtig Geld in die Hand nimmt und mit einem sechsstelligen Betrag das Haus saniert und auf Wärmepumpe umrüstet. In der horrenden nötigen Investitionssumme geht so ein abgeschriebener Gaskessel unter.
22:00 Dass es aus guten Gründen in den kommenden Jahren auch zu einer Disruption in den Heizungskellern kommen wird, darüber sind wir uns einig.
Doch anders als der Professor bin ich an dieser Stelle dankbar, dass ich wieder die Freiheit bekommen soll, dass ich mir selbst den Zeitpunkt für den Umbau der Heizung aussuchen kann.
23:00 Klar, der Professor gehört zu den besser Gestellten in unserem Land, er kann den Umbau schon jetzt stemmen und sich den Folgen der Teuerung komplett entziehen. Er wird darüber berichten.
Pfiffikus,
der sich im anderen Thema noch ausführlich über die neu gewonnene Freiheit äußern wird
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1613 erhaltene Danksagungen
RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1216405
Es gibt wieder ein Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich wieder fachliche Kritik.
Die Zahlen, die am Anfang genannt werden, mögen stimmen. Doch mit den Schlagwörtern und Kampfbegriffen übertreibt er nach meiner Meinung.
0:07 Diese Heizung in unserem Hause, mit der wir 15 Brikettfeuerstellen ersetzt haben, bezeichnet er als "Klimakillerheizung"?
0:14 Der Herr Professor möge sich mal erläutern lassen, was solche Begriffe wie "fossil" bedeuten. An dieser Stelle redet er von einer "fossilen Feuerstätte", im Bild zeigt er allerdings eindeutig eine Feuerstelle, die mit erneuerbaren Brennstoffen betrieben wird.
Kommt der Herr Professor hier einen Bildungsauftrag nach? Oder wird mit dieser Szene eher die Hetze gegen Andersdenkende beabsichtigt.
0:37 Propagandageflunker IX wird immer wieder gerne genommen. Klimaneutral heißt, dass die Emissionen halbiert werden müssen. Wenn wir das schaffen, dann steigt der CO²-Gehalt in der Atmosphäre nicht weiter an und wir leben klimaneutral.
0:44 "Tschüss Hamburg!"
Also ich war Jahrzehnte lang nicht in Hamburg. Doch ich habe in Erinnerung, dass die Reeperbahn und diese Stadtteile etwas höher liegen. Wenn der Meeresspiegel einen Meter ansteigt, dann werden die gezeigten Stadtteile, so wie ich es in Erinnerung habe, gar nicht betroffen sein.
Es ist schwer zu sagen, wie hoch das Wasser in dem gezeigten KI-Fake-Bild steht. Fakt ist, so weit kann der Meeresspiegel durch menschliche Aktivitäten nicht ansteigen. Das ist nun mal fakt, denn es gibt auf der ganzen Welt nicht genügend Öl und Gas, im das für dieses Szenario nötige CO² zu emittieren. (Dass die fossilen Brennstoffe knapp werden könnten, propagiert er ja selbst hin und wieder. Er müsste es also wissen.)
0:46 Zum wiederholten Male kommt das Beispiel Norwegen. Dass dort andere Rahmenbedingungen - Strompreise - aufgerufen werden, verschweigt der Herr Professor, während er die Gründe hierzulande als "Ausreden" verunglimpft. - Eben doch kein Bildungsauftrag.
Pfiffikus,
der an anderer Stelle bereits darauf hingewiesen hat, dass die inzwischen wiederkehrende Freiheit im Heizungskeller nur eine vergiftete Freiheit ist
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1613 erhaltene Danksagungen
RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1216498
Es gibt wieder ein Video mit Prof. Quaschning. Dieses scheint sogar sehr aktuell zu sein. Da habe ich wieder fachliche Kritik.
Zum Anfang - dass Öl- und Gaspreise immer höher werden, daran ist ja nix auszusetzen. Aus diesem Grunde schreibe ich ja, dass die Freiheit vergiftet ist.
0:35 Wir sind massiv von Importen abhängig? Fragezeichen!!!
Solange wir uns noch leisten können, auf die Lieferungen eines Hauptlieferanten zu verzichten, ist diese Abhängigkeit doch nicht so massiv, wie behauptet.
1:00 Fake! Nein, das ist nicht die einzige Möglichkeit.
Eine Diversifikation der Lieferanten macht uns auch nicht so abhängig. Leider hat uns die gewesene Regierung mit Scholz und Habeck zutiefst von einem Lieferanten auf der anderen Seite des Atlantiks abhängig gemacht.
1:04 Jetzt kommt wieder der Verbotsfetischist durch. Obwohl die Disruption ohnehin fällig ist und die eingangs genannten Fakten noch beschleunigt wird, verlangt er immer noch ein Verbrenner-Aus möglichst schnell.
1:07 Noch ein Fake!
Nein, die Regierung hat nicht beschlossen, irgendwelche Öl- und Gasheizungen einzubauen. Vielmehr gibt sie uns die Freiheit der Technologieoffenheit zurück, auch wenn sie vergiftet ist. Selbstverständlich können weiterhin Wärmepumpen eingebaut werden, wo sie technologisch und steuerlich Sinn ergeben. Der soll mal nicht so dramatisieren!
1:15 "Mit Vollgas auf die Elektromobilität und auf die Wärmepumpe"?
Also los, schnell in die Hände gespuckt und den Strom billig machen! Auch durch Technologieoffenheit bei der Erzeugung! Dann kommt das Vollgas bei E-Mobilität und Wärmepumpe ganz automatisch, wie in Norwegen.
1:18 Einen "Ausbauturbo bei der Solar- und Windenergie" fordert er. Aber so wird das nix mit billigem Strom.
Denn wann werden denn die neuen PV-Anlagen den zusätzlichen Strom produzieren? In den Sommermonaten zwischen 8:00 und 16:00 Uhr, also genau dann, wenn diesen Abfall wirklich niemand braucht. Schauen wir uns mal allein die aktuelle Woche an, wir haben erst Mitte März! Schon jetzt, und im Sommer erst recht, werden die Solaranlagen nur dann Strom liefern, wenn er nix wert ist, wenn keiner noch zusätzlichen Strom braucht oder wenn er sogar Abfall (also ein Wirtschaftsgut mit negativem Preis) ist. Im Sommer und in den künftigen Hellbrisen wird das noch viel extremer werden, als jetzt im März.
Es wäre ja nicht das Geringste einzuwenden, wenn die Profiteure der Energiewende dazu gezwungen würden, den Speicherausbau soweit selbst zu betreiben und zu finanzieren, wie es erforderlich wäre. Doch das würde den Profit der Oligarchen, für die er lobbyiert, schmälern. Deshalb darf er diese Konsequenz nicht ziehen.
Obwohl - würden die PV-Oligarchen auch ihren Speicher selbst bauen und finanzieren, so würde uns das einem preiswerterem Strom und einer Unabhängigkeit, die der Professor am Anfang gefordert hat, viel näher bringen.
1:21 Gegen eine Förderkürzung für seine Oligarchen ist er auch? Warum eigentlich? Wir leben im Jahre 2026. Sonne und Wind schicken doch keine Rechnung! Und die Chinesen schicken uns billige Module und Speicher. Warum, außer deren Profitinteressen, soll da noch eine Förderung nötig sein?
Pfiffikus,
der selten so deutlich gesehen hat, dass es weniger um Klimaschutz, sondern eher um die Profite der richtigen Oligarchen geht
Schauen wir doch einmqal, was Pfiffikus hier für ein „Spiel“ treibt:
1. Rahmen‑Setzung: Quaschning als „Propagandist“
Pfiffikus beginnt praktisch jeden Beitrag mit einer Frame‑Setzung, die den Interpretationsrahmen vorgibt:
„Propagandageflunker“
„Einer geht noch…“
„Er hat wieder einen rausgelassen…“
„Alarmist“
„Verbotsfetischist“
„Oligarchen“
Diese Begriffe erfüllen zwei Funktionen:
A. Delegitimierung
Bevor überhaupt ein Argument kommt, wird Quaschning als unseriös, manipulativ oder ideologisch markiert.
B. Immunisierung
Wenn Quaschning etwas sagt, das Pfiffikus nicht passt, kann es automatisch als „Propaganda“ abgetan werden — unabhängig vom Inhalt.
Das ist ein klassisches rhetorisches Muster:
erst das Gegenüber definieren, dann argumentieren.
2. Selektive Technikorientierung
Pfiffikus argumentiert gern technisch — aber selektiv:
Er betont Dunkelflauten, aber ignoriert Flexibilitätsoptionen.
Er betont Sommer‑PV‑Überschüsse, aber ignoriert saisonale Speicherpfade.
Er betont Winterlasten, aber ignoriert Effizienzgewinne.
Er betont Volllaststunden in Namibia, aber ignoriert Transportkosten und Systemintegration.
Er betont Merit‑Order‑Effekte, aber ignoriert langfristige Preisstrukturen.
Das Muster ist klar:
Er wählt technische Fakten aus, die seine These stützen, und blendet systemische Zusammenhänge aus.
Das wirkt fachlich, ist aber argumentativ asymmetrisch.
3. Personalisierung & Psychologisierung
Pfiffikus schreibt nicht über Positionen, sondern über Personen:
Quaschning sei „rückwärtsgewandt“
„kennt sich nicht aus“
„hat Freunde in der Branche“
„lobbyiert für Oligarchen“
„verschweigt bewusst“
„dramatisiert“
„macht Panik“
Das ist ein rhetorischer Trick:
A. Kritik wird moralisiert
Nicht: „Ich halte die Aussage für falsch.“
Sondern: „Er sagt das, weil er Interessen hat.“
B. Die Gegenseite wird als unredlich dargestellt
Damit wird jede Gegenposition automatisch verdächtig.
4. Konsequente Nutzung von Doppelstandards
Ein besonders auffälliges Muster:
Norwegen wird als Beispiel akzeptiert, wenn es seine These stützt („billiger Strom → E‑Autos funktionieren“).
Aber abgelehnt, wenn Quaschning es nutzt („andere Rahmenbedingungen → Beispiel unzulässig“).
Biogas wird als Lösung präsentiert, obwohl er selbst zugibt, dass es mengenmäßig begrenzt ist.
E‑Fuels werden als realistisch dargestellt, obwohl er gleichzeitig hohe Energiepreise beklagt.
Technologieoffenheit wird gefordert, aber gleichzeitig werden bestimmte Technologien (PV, Wind, Wärmepumpen) systematisch abgewertet.
Das ist typisch für eine rhetorische, nicht analytische Argumentationsweise.
5. Narrativbildung: „Die Energiewende ist ein Geschäftsmodell“
Der rote Faden seiner Beiträge ist ein übergeordnetes Narrativ:
Die Energiewende dient nicht dem Klimaschutz, sondern den Profiten bestimmter Akteure.
Dieses Narrativ wird immer wieder gestützt durch:
die Bezeichnung „Oligarchen“
Unterstellungen von Lobbyismus
die Behauptung, Förderung diene nur Profiten
die Idee, dass Speicherpflichten absichtlich nicht eingeführt werden
die Behauptung, Quaschning verschweige bewusst technische Fakten
Das ist ein kohärentes, aber geschlossenes Weltbild:
Alles, was Quaschning sagt, wird automatisch als interessengeleitet interpretiert.
6. Rhetorische Struktur seiner Beiträge
Fast jeder Beitrag folgt demselben Muster:
Abwertung („Einer geht noch…“, „Propaganda…“)
Anekdotische Evidenz („Heute war Dunkelflaute…“)
Technische Teilargumente (Volllaststunden, Merit‑Order, Speicher)
Generalisiertes Urteil („Das ist Demagogie“, „Fake“, „Lüge“)
Narrativverstärkung („Oligarchen“, „Lobbyismus“)
Selbstpositionierung („Ich bin pragmatisch“, „Ich habe nichts gegen ihn“)
7. Warum funktioniert seine Rhetorik im Forum?
Weil sie drei Bedürfnisse bedient:
A. Komplexitätsreduktion
Energiewende ist kompliziert.
Pfiffikus bietet einfache Erklärungen:
„Es geht um Profite.“
B. Identitätsangebot
Er positioniert sich als:
technisch versiert
unabhängig
kritisch
gegen „die da oben“
Das ist attraktiv in Foren.
C. Wiedererkennungswert
Sein Stil ist markant, fast schon eine Marke.
Kurzfazit
Pfiffikus’ Rhetorik ist:
technisch klingend, aber selektiv
moralisch aufgeladen, aber nicht reflektiert
personalisierend, statt systemisch
narrativ geschlossen, statt offen
emotional, aber als „Fachkritik“ verpackt
Er ist kein Troll — er argumentiert ernsthaft.
Aber er argumentiert nicht wissenschaftlich, sondern rhetorisch-strategisch.
Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zum letzten Mal von FrankSteini: 15.03.2026 09:11.
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1216564
Oh, da hat sich ja der FrankSteini echt viel Mühe gegeben, sich so umfangreich mit meinen Beiträgen auseinander zu setzen! Chapeau!
Nachdem Du Dir so viel Mühe mit dem Schreiben gegeben hast, schauen wir doch mal, ob Du Dir zuvor ebenso viel Mühe mit dem Lesen meiner Beiträge gegeben hast.
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Pfiffikus beginnt praktisch jeden Beitrag mit einer Frame‑Setzung, die den Interpretationsrahmen vorgibt:
„Propagandageflunker“
„Einer geht noch…“
„Er hat wieder einen rausgelassen…“
...
Hättest Du vorher gelesen, dann hättest Du bemerkt, dass ich die Empfehlung von daggi007 beherzige und den von Dir genannten Beginn vorerst nicht mehr verwendet habe. Ist Dir das beim Lesen nicht aufgefallen?
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
„Alarmist“
Na was ist denn ein Mensch, der Hamburg mit einem Wasserstand darstellt, der auch in schlimmsten Szenarien nicht realistisch ist? Es gibt dafür nicht genügend Öl und Gas.
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
„Verbotsfetischist“
Wie soll man denn Leute nennen, die auf dem Verbot der konkurrierenden Technologien bestehen, obwohl das auf Grund einer bereits absehbaren Disruption gar nicht nötig wäre?
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
„Oligarchen“
Wie soll man sonst die wenigen Leute bezeichnen, die massiv vom Abbau der etablierten Stromerzeugung (Atom und Kohle) sowie dem Aufbau anderer Stromerzeugungsformen profitieren, die Profite privatisieren, Risiken und Lasten sozialisieren?
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
A. Delegitimierung
Bevor überhaupt ein Argument kommt, wird Quaschning als unseriös, manipulativ oder ideologisch markiert.
Wenn Du beim Lesen keine Argumente gefunden hast, wie kann man Dir dann überhaupt noch helfen?
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
B. Immunisierung
Wenn Quaschning etwas sagt, das Pfiffikus nicht passt, kann es automatisch als „Propaganda“ abgetan werden — unabhängig vom Inhalt.
Ob mir etwas passt oder nicht, steht doch ganz hinten an.
In meinen Beiträgen geht es eher darum, ob irgendwelche Forderungen oder Maßnahmen technisch und wirtschaftlich darstellbar sind.
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Er betont Dunkelflauten, aber ignoriert Flexibilitätsoptionen.
In den letzten Jahren sind wir von mehrwöchigen Dunkelflauten verschont worden.
Praktisch muss ein Stromnetz so ausgelegt werden, dass es auch im "Worst Case" zuverlässig funktioniert. Und eine längere Dunkelflaute stellt einen solchen dar. Einerseits liefern Wind und Sonne kaum Strom, andererseits ziehen die Wärmepumpen genau in diesen Wochen besonders viel Strom und nehmen womöglich noch den Heizstab zu Hilfe. Aus diesem Grunde kann man die Dunkelflauten nicht genug betonen.
Praktisch sehe ich neuerdings die Hellbrisen als größere Gefahr, denn wir haben inzwischen sehr viele PV-Anlagen, die vom Netzbetreiber nicht abgeregelt werden können. In solchen Situationen verbraucht ganz Deutschland aber nur um die 40 GW. "Die installierte Solarleistung lag Ende 2025 bei 116,8 Gigawatt Modulleistung (DC)" Quelle. Ein Teil der Anlagen kann zwar abgeregelt werden, ich finde keine Angabe, wie viele es sind. Manche Module sind nicht ideal ausgerichtet. Aber wenn in ganz Deutschland schönes Wetter ist, kam es schon zu Situationen, dass diese Anlagen den Netzbetreibern mehr als 50GW aufs Auge gedrückt haben. Diese mussten das zum Teil vergüten und die zu viel erzeugte Energie kostenpflichtig entsorgen.
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Er betont Sommer‑PV‑Überschüsse, aber ignoriert saisonale Speicherpfade.
Dann nenne mir doch mal bitte einen gegenwärtig zur Verfügung stehenden Speicherpfad, den ich angeblich ignoriere. Und mach bitte noch eine Preisangabe dazu!
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Er betont Winterlasten, aber ignoriert Effizienzgewinne.
An welche Effizienzgewinne hast Du denn gedacht? Bitte hilf mir weiter!
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Er betont Volllaststunden in Namibia, aber ignoriert Transportkosten und Systemintegration.
Ich ignoriere die Transportkosten keineswegs. Vielmehr hab ich oft genug betont, dass die da unten eingefangene Energie in Methanol gespeichert werden sollte. Da man für dessen Transport die bisher vorhandene Tankerflotte und Pipelinesysteme weiter nutzen kann, fallen diese Transportkosten kaum ins Gewicht.
Methanol kann in ganz gewöhnlichen Tanks (die heute für Öl und Ölprodukte genutzt werden) gelagert werden, um die Lücken in den Dunkelflauten zu kompensieren.
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Er betont Merit‑Order‑Effekte, ...
Wo hast Du das gelesen? Bei mir nicht.
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Das Muster ist klar:
Er wählt technische Fakten aus, die seine These stützen, und blendet systemische Zusammenhänge aus.
Falsch!
Mehrfach habe ich die Beiträge von Quaschning so kommentiert, dass ich ihnen zustimme. Das hast Du wahrscheinlich auch überlesen.
Aber nenne mir doch bitte mal einen systemischen Zusammenhang, den ich angeblich übersehen habe!
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
3. Personalisierung & Psychologisierung
Pfiffikus schreibt nicht über Positionen, sondern über Personen:
Hä?
Erinnerst Du Dich nicht an unseren Disput?
Zitat:
Pfiffikus hat am 23. Januar 2026 um 17:58 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
FrankSteini hat am 23. Januar 2026 um 07:11 Uhr folgendes geschrieben:
Deine Argumentation "dass doch nicht pauschal alles Mist ist, was aus den rechten Kanälen kommt", macht die Feinde der Demokratie hoffähig, wenn du deren Narrative übernimmst oder nicht widersprichst und meinst es wäre berechtigte Kritik.
Bekanntlich gehöre ich zu den Leuten, die generell prüfen WAS gesagt wird. Dabei ist es mir völlig egal, WER es sagt.
Das ignorierst Du und behauptest hier das Gegenteil.
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Quaschning sei „rückwärtsgewandt“
Wie soll man denn einen Professor nennen, der sich nur auf veraltete Technologien (der Atomkraft) bezieht und alles Fortschrittliche ausblendet?
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
„hat Freunde in der Branche“
Davon dürfen wir felsenfest ausgehen.
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
„lobbyiert für Oligarchen“
Lass uns doch einfach mal über seine Motive spekulieren!
Das macht Ihr doch in meinem Falle auch.
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
„verschweigt bewusst“
Schau bitte mal, für welche Richtung der Herr Quaschning seine Professur hat! An dieser Stelle muss ich ihm einfach unterstellen, dass ihm manche Dinge bekannt sein müssen, aber in seinen Beiträgen nicht vorkommen. Du selbst hast Worte dafür gefunden:
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Er wählt technische Fakten aus, die seine These stützen,
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Biogas wird als Lösung präsentiert, obwohl er selbst zugibt, dass es mengenmäßig begrenzt ist.
Wo habe ich das als Lösung präsentiert? Als Teil der Lösung sehe ich es selbstverständlich.
Und dass derzeit Biogas sogar noch in Hellbrisen verstromt wird, sehe ich als totalen wirtschaftlichen Unsinn an. War das jetzt präzise genug?
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
E‑Fuels werden als realistisch dargestellt, obwohl er gleichzeitig hohe Energiepreise beklagt.
E-Fuels - in Deutschland hergestellt - da bin ich mir mit Quaschning absolut einig - sind wirtschaftlicher Unsinn und die habe ich niemals als realistisch dargestellt.
Die Energiepreise in Deutschland halte ich für absolut zu hoch. Das siehst Du richtig.
Aber ich sehe auch, dass die Energie in den sonnen- und windreichen Gegenden dieser Welt sehr billig ist. Und nur dort lohnt sich die Herstellung von E-Fuels. Diesen Teil meiner Aussage verschweigt Professor Quaschning gerne.
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Technologieoffenheit wird gefordert, aber gleichzeitig werden bestimmte Technologien (PV, Wind, Wärmepumpen) systematisch abgewertet.
Wo hast Du diesen Schwachfug gelesen? Von mir kommt der nicht!
Ja, wir brauchen einen weiteren Ausbau der Wind- und Solarstromproduktion. Doch dieser nötige Ausbau darf aber nur in dem Tempo erfolgen, wie die vorhandene Infrastruktur in der Lage ist, die zusätzlichen Energiemengen ohne weitere finanzielle Zusatzbelastungen für die Verbraucher aufzunehmen.
Weil Sonne und Wind keine Rechnung schicken, weil die Chinesen immer kleinere Rechnungen für die Hardware schicken, erwarte ich aber, dass die Profiteure der Energiewende endlich selber für die erforderlichen Ausbau der Infrastruktur aufkommen müssen und nicht mehr die Allgemeinheit.
Jede Kilowattstunde, die zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen hier in Deutschland erzeugt werden kann, ist eine sinnvoll erzeugte Kilowattstunde. Jede hier in Deutschland erzeugte Kilowattstunde erspart es uns, Geld für importierte Energieträger ins Ausland zu schicken. Aus diesem Grunde halte ich einen Ausbau der Erneuerbaren in angemessenem Tempo volkswirtschaftlich für sehr sinnvoll.
Wenn durch den so beschriebenen, vernünftig gestalteten Umbau der Energieversorgung sogar noch ein paar CO²-Emissionen eingespart werden können, ist das ein sehr angenehmer Effekt, den wir gerne mitnehmen.
Also bitte nimm diese Lüge zurück!
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
5. Narrativbildung: „Die Energiewende ist ein Geschäftsmodell“
Na was ist es denn sonst?
Das ist eine gewaltige Methode zur Umverteilung von Geldern. Stünde das Klima oder der Umweltschutz im Vordergrund, wären andere Maßnahmen ergriffen worden. (Beispiel Biogas)
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
die Idee, dass Speicherpflichten absichtlich nicht eingeführt werden
Nun, ich kann nicht in Habecks Kopf hinein sehen. Ehrlich gesagt - ich weiß nicht, mit welcher Absicht er Habecks letzte Rache über Deutschland gebracht hat.
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Generalisiertes Urteil („Das ist Demagogie“, „Fake“, „Lüge“)
Wie soll man es denn sonst nennen, wenn er Habecks letzte Rache der aktuellen Regierung in die Schuhe schiebt? Findest Du dafür eine treffendere Bezeichnung?
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Pfiffikus bietet einfache Erklärungen:
„Es geht um Profite.“
Um was denn sonst?
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Sein Stil ist markant, fast schon eine Marke.
Danke!
Was ist dagegen einzuwenden?
Pfiffikus,
der seinen Beitrag sogar eigenhändig verfasst hat
Pfiffikus hat am 15. März 2026 um 20:23 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Das Muster ist klar:
Er wählt technische Fakten aus, die seine These stützen, und blendet systemische Zusammenhänge aus.
Falsch!
Mehrfach habe ich die Beiträge von Quaschning so kommentiert, dass ich ihnen zustimme. Das hast Du wahrscheinlich auch überlesen.
Aber nenne mir doch bitte mal einen systemischen Zusammenhang, den ich angeblich übersehen habe!
Gute Frage — und genau an dieser Stelle wird es spannend, weil hier der Unterschied zwischen technischer Einzelbetrachtung und energiesystemischer Analyse liegt. Und ja: In deinen Beiträgen steckt viel technische Detailkenntnis. Aber du argumentierst fast immer innerhalb einzelner Technologien, während Quaschning (ob man ihn mag oder nicht) aus einer Systemperspektive argumentiert.
Ich zeige dir deshalb konkret, welche systemischen Zusammenhänge in deinen Beiträgen fehlen — also genau das, worum du gebeten hast.
1. Der Unterschied zwischen Energie erzeugen und Energie integrieren
Du argumentierst häufig so:
„PV produziert im Sommer Abfallstrom.“
„Wind in Namibia hat mehr Volllaststunden.“
„Methanol kann man gut transportieren.“
„Biogas kann man speichern.“
Alles richtig — auf Technologieebene.
Was fehlt, ist die Systemebene.
Systemischer Zusammenhang:
Jedes Energiesystem braucht ein Gleichgewicht aus
Erzeugung
Flexibilität
Speicherung
Netzen
Nachfrageverhalten
Marktmechanismen
Residuallast-Management
Versorgungssicherheit
Du analysierst fast ausschließlich Erzeugung und Speicherung, aber nicht:
wie diese Komponenten zusammenspielen
wie sie skaliert werden müssen
wie sie kostenoptimal interagieren
wie sie Netzstabilität beeinflussen
wie sie Merit-Order und Preise verändern
wie sie Sektorenkopplung ermöglichen
Das ist der erste große systemische Zusammenhang, der in deinen Beiträgen fehlt.
2. Die Residuallast — das zentrale Konzept der Energiewende
Du argumentierst oft mit Dunkelflauten (berechtigt!) und Hellbrisen (ebenfalls berechtigt!).
Was aber fehlt, ist der entscheidende systemische Begriff:
Residuallast = Verbrauch – Erneuerbare Einspeisung
Das ist die Größe, die bestimmt:
wie viele Speicher nötig sind
wie viele Gaskraftwerke nötig sind
wie viel Import nötig ist
wie teuer Strom wird
wie Netze dimensioniert werden müssen
Du argumentierst mit Extremereignissen, aber nicht mit der statistischen Struktur der Residuallast, die für Systemplanung entscheidend ist.
3. Merit-Order und Preisbildung im Strommarkt
Du erwähnst Merit-Order gelegentlich, aber du nutzt sie nur als Argument gegen Wärmepumpen.
Was fehlt, ist der systemische Zusammenhang:
Der Merit-Order-Effekt ist der zentrale Mechanismus, der langfristig Strompreise senkt.
Denn:
Je mehr Wind + PV im System, desto häufiger setzen sie den Preis → Preissenkung
Je mehr flexible Verbraucher (Wärmepumpen, E-Autos), desto stärker wird dieser Effekt → Preisstabilisierung
Je mehr Speicher, desto weniger Preisspitzen → Preisglättung
Du argumentierst so, als bliebe das System statisch.
Aber Energiesysteme verändern sich dynamisch, sobald neue Technologien skaliert werden.
Netzstabilität ist kein lokales, sondern ein überregionales Phänomen
Du argumentierst oft mit:
lokalen Umspannwerken
lokalen Lastspitzen
lokalen PV-Einspeisungen
Das ist alles richtig — aber nicht systemisch.
Systemisch relevant ist:
Netzstabilität entsteht durch überregionale Ausgleichseffekte.
Beispiele:
Wenn in Bayern Flaute ist, weht es oft in Norddeutschland.
Wenn in Deutschland Flaute ist, liefert oft Skandinavien.
Wenn Europa Flaute hat, liefern oft Nordafrika oder UK.
Lastspitzen glätten sich über Millionen Verbraucher.
Du argumentierst, als wäre Deutschland ein isoliertes Inselnetz.
Das ist ein klassischer systemischer blinder Fleck.
4. Sektorenkopplung
Du argumentierst fast ausschließlich sektoral getrennt:
Verkehr
Wärme
Strom
Industrie
Aber systemisch gilt:
Die Energiewende funktioniert nur, wenn die Sektoren miteinander interagieren.
Beispiele:
E-Autos als Speicher
Wärmepumpen als flexible Last
Elektrolyse als Überschussverwerter
Industrieprozesse als Lastverschieber
Du argumentierst, als wären diese Sektoren unabhängig.
Das ist ein weiterer systemischer Zusammenhang, der fehlt.
5. Systemische Kosten vs. Einzelkosten
Du argumentierst oft:
„Wärmepumpen sind teuer.“
„E-Fuels sind teuer.“
„Speicher sind teuer.“
Aber systemisch relevant ist:
Was kostet das Gesamtsystem, nicht die Einzeltechnologie?
Beispiel:
Wärmepumpen senken die Residuallast → senken Systemkosten
PV senkt die Merit-Order → senkt Systemkosten
Speicher glätten Preisspitzen → senken Systemkosten
E-Fuels erhöhen Systemkosten → werden deshalb nur Nischenlösung
Du argumentierst technologieökonomisch, nicht systemökonomisch.
Kurz gesagt: Der zentrale systemische Zusammenhang, den du übergehst, ist dieser:
Ein Energiesystem ist nicht die Summe seiner Technologien, sondern die Interaktion dieser Technologien.
Und genau diese Interaktion — Residuallast, Flexibilität, Netze, Skalierung, Sektorenkopplung — kommt in deinen Beiträgen kaum vor.
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1613 erhaltene Danksagungen
RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1217548
Ach FrankSteini, was bist Du doch für ein Lügner!
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Aber du argumentierst fast immer innerhalb einzelner Technologien, während Quaschning (ob man ihn mag oder nicht) aus einer Systemperspektive argumentiert.
Das Gegenteil ist der Fall.
- Quaschning ist einer von denen, die blind immer noch mehr und mehr Zubau von Wind und Solarstromerzeugung fordern.
- Ich wiederum bin derjenige, der feststellt, dass unser System einen solchen Zubau vorläufig nicht braucht, weil die neuen Anlagen, vor allem die PV, ihren Strom immer genau in den Zeiten abliefern werden, wenn wir bereits heute schon genug davon haben.
Weiterer Zubau von solchen Anlagen würde nur dazu führen, dass NOCH mehr Erzeuger abgeregelt (und entschädigt) werden müssen.
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Was fehlt, ist die Systemebene.
Systemischer Zusammenhang:
Jedes Energiesystem braucht ein Gleichgewicht aus
Erzeugung
Flexibilität
Speicherung
Netzen
Nachfrageverhalten
Marktmechanismen
Residuallast-Management
Versorgungssicherheit
Das Gegenteil ist der Fall.
Ich bin schließlich derjenige, der oft genug darauf hingewiesen hat, dass man die Erzeuger-Infrastruktur dreifach aufbauen muss, wenn man sich auf Wind und Solar verlassen wollte.
Ich bin derjenige, der seit Jahren fordert, dass flächendeckend flexible Stromtarife eingeführt werden - vor allem für die Erzeuger!
Ich bin derjenige, der im Forum regelmäßig auf Residuallast-Management - nichts anderes sind die kostenpflichtigen Zu- und Abschaltungen von Erzeugern, wenn Last und Erzeugung nicht im Gleichgewicht sind.
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Residuallast = Verbrauch – Erneuerbare Einspeisung
Das ist die Größe, die bestimmt:
So einfach ist das nicht.
Weiterhin muss unbedingt noch einbezogen werden, WO die Strommengen erzeugt und verbraucht werden. Stichwort "Kupferplatte".
Aber da Du hier unterstellst, ich würde nur oberflächlich argumentieren, muss ich doch an dieser Stelle nichts weiter schreiben, oder?
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du erwähnst Merit-Order gelegentlich, aber du nutzt sie nur als Argument gegen Wärmepumpen.
Das Gegenteil ist der Fall, Du Lügner! Wo hab ich denn so einen Quatsch geschrieben?
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Der Merit-Order-Effekt ist der zentrale Mechanismus, der langfristig Strompreise senkt.
Das sehe ich auch so und habe niemals dagegen argumentiert.
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du argumentierst so, als bliebe das System statisch.
Wo habe ich denn so etwas geschrieben, Du Lügner?
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Systemisch relevant ist:
Netzstabilität entsteht durch überregionale Ausgleichseffekte.
Aber erst, wenn die Profiteure der Energiewende endlich auch die Stromtrassen für diesen überregionalen Ausbau finanzieren!
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du argumentierst, als wäre Deutschland ein isoliertes Inselnetz.
Das ist ein klassischer systemischer blinder Fleck.
Schreib nicht so einen Quatsch, Du Lügner!
Kannst ja selber mal die Forensuche bemühen, wie oft ich auch schon über Stromimporte und -exporte geschrieben habe
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
4. Sektorenkopplung
Du argumentierst fast ausschließlich sektoral getrennt:
Das ist eine weitere Lüge. Schau Dir meine Beiträge hier im Forum an und schau, wie oft ich auch über die fälligen Disruptionen und Auswirkungen in Verkehr, Industrie (Porzellan-, Stahl- und Chemieindustrie) und Wohngebäuden geschrieben habe.
Im Gegensatz zu Euch Profiteuren der Energiewende schlägt mein Herz weiter links und ich habe auch die Belange der ärmeren Bevölkerungsschichten im Blick.
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Beispiele:
E-Autos als Speicher
Das kann funktionieren,
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Wärmepumpen als flexible Last
Funktioniert nur, wenn man sich eine Wärmepumpe leistet, die ein paar Nummern größer und teurer ist, weil die erforderliche Wärme in weniger Stunden erzeugt werden muss.
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Elektrolyse als Überschussverwerter
Schwer wirtschaftlich darstellbar, weil die Anlagen in Deutschland nur wenige Betriebsstunden im Jahr bekommen können.
Andernorts in dieser Welt können die Dinger sehr gut funktionieren.
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Industrieprozesse als Lastverschieber
In zahlreichen Branchen ist es üblich, nach Dienst- oder Fahrplan zu arbeiten.
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du argumentierst, als wären diese Sektoren unabhängig.
Das ist ein weiterer systemischer Zusammenhang, der fehlt.
Lüg nicht!
Solche Zusammenhänge habe ich nie geleugnet. Im Gegenteil - ich ordne Sachverhalte sogar sehr gerne in ein großes Ganzes ein. Dabei muss ich mich eher vorsehen, dass mir von gastli kein Whataboutismus vorgeworfen wird.
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Aber systemisch relevant ist:
Was kostet das Gesamtsystem, nicht die Einzeltechnologie?
Das habe ich niemals bestritten, sondern immer wieder betont.
Du erinnerst Dich nur nicht mehr daran, dass ich auf die Kosten des Gesamtsystems hingewiesen habe, wenn die Energieversorgung dreifach vorgehalten werden muss, wenn PV und Wind die Hauptlieferanten sein sollen.
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
PV senkt die Merit-Order → senkt Systemkosten
JEDES Zusatzangebot kann sich erstmal nur kostensenkend auswirken.
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
E-Fuels erhöhen Systemkosten → werden deshalb nur Nischenlösung
Du verschweigst die Unterscheidung von E-Fuels nach ihren Herstellungsorten.
Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du argumentierst technologieökonomisch, nicht systemökonomisch.
Lüg nicht!
Pfiffikus,
der auf Grund Deiner Lügerei nicht weiter auf das restliche Geschwurbel aus Deinem Beitrag eingehen will
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1613 erhaltene Danksagungen
RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1217600
Es gibt wieder ein aktuelles Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich wieder fachliche Kritik.
0:06 In der Tat kommen diese Reaktoren inzwischen immer mehr ins Gespräch und in den Bereich der Realisierbarkeit. Die Bezeichnung "heißer Scheiß" kann man deshalb gerne als Kompliment verstehen.
0:10 Als Verfechter der Meinungsfreiheit gestehe ich dem Professor gerne seine Meinung zu, dass SMR keine Zukunft hätten.
Aber dass er sich selbst gegen irgendwelche Diskussionen über dieses Thema ausspricht, macht ihn zum Realitätsleugner. (In dieser Woche erfuhr ich, dass allein Copenhagen-Atomics bereits zwei dieser neuen Container gebaut und mit Flüssigsalz im Testbetrieb hat. Nur die Heizung erfolgt vorerst noch elektrisch und noch nicht mit atomarer Kettenreaktion.)
0:15 "Kernkraftwerke sind mit die teuerste Art der Stromerzeugung". Falsche Zeitform! "waren" hätte es heißen müssen.
Inzwischen sind alle Kernkraftwerke in Deutschland abgeschrieben. Und bei einem Weiterbetrieb hätten sie nur noch Kosten für den laufenden Betrieb verursacht.
Heute importieren wir lieber Atomstrom aus Frankreich. Offizielle Begründung: Der ist laut Merit-Order billiger, als den Strom in Deutschland zu erzeugen.
Nicht vergessen: Copenhagen-Atomics kam bisher ohne öffentliche Subventionen aus. Wenn die Produktion einmal hoch fährt, dann werden wahrscheinlich solche Container rings um Deutschland hinter der französischen, tschechischen und polnischen Grenze stehen. (Man könnte zum Beispiel die riesigen Kohlekessel von Bogatynia abreißen und den Dampf mit Hilfe einiger solcher Container aus Kopenhagen erzeugen. Die Dampfturbinen, Kühltürme, Generatoren und das Umspannwerk des bisherigen Kraftwerkes kann man wie gewohnt weiter benutzen. In Deutschland sprengen die Idioten aber das ganze Kraftwerk und die Kühltürme, damit der klimafreundliche Ersatz der Wärmequelle möglichst teuer wird.)
0:20 Die Kraftwerksneubauten in Frankreich und Großbritannien sind kein aussagekräftiges Beispiel für den Preis solcher Kraftwerke. Ein EPR in Südkorea und in China (Taishan) konnte innerhalb weniger Jahre für einen nur einstelligen Milliardenbetrag aufgebaut werden. Die von Quaschning genannten Beispiele sind aus diesem Grunde nur Belege für den hohen Preis der europäischen Bürokratie.
Inzwischen dürfen wir davon ausgehen, dass Kernkraftwerke 8 Jahrzehnte Strom liefern können. Das sind Zeiträume, von denen Wind- und PV-Anlagen nur träumen könnten.
0:25 Die Skalierungseffekte bei Serienproduktion leugnet Professor Quaschning. Dabei sollte er doch wissen, Fließbandarbeit hat die Produktion von Autos bis hin zu Solarzellen und Akkus immer billiger gemacht. Warum soll das für SMRs nicht klappen?
Solche Container werden einmal eine Typenzulassung erhalten, wie heute die serienmäßigen Neuwagen. Bei den großen alten Atomkraftwerken wurde jeder einzelne Reaktor geprüft und mit einer Einzelgenehmigung versehen. Völlig klar, dass das bei SMRs nur billiger werden kann.
0:35 Das Bundesamt für Strahlenschutz hat (unter welchem Minister eigentlich?) eine Studie über SMRs anfertigen lassen. Deren Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass sich deren Produktion erst bei einer Stückzahl von 3000 Stück rechnen würde. Die Manager von Copenhagen-Atomics kommen zu einem anderen Ergebnis. Ich habe diese Studie mal herausgesucht. Mit mehreren Suchbegriffen habe ich mal versucht, irgendwelche Hinweise auf dieses Projekt in dieser Studie zu finden - vergeblich. Und wenn man erfolgreiche Projekte ignoriert, kommt man in der Tat zu solchen pessimistischen Ergebnissen.
0:50 Er fragt: "Wie soll das gehen? Sollen wir viel billigere Solar- und WIndkraftanlagen zugunsten der teuren Reaktoren abschalten?"
Ja Herr Professor, die Antwort wird Ihnen das Merit-Order-Verfahren geben. Die Reaktoren werden zwar der Last folgend regelbar sein, doch weshalb sollten die Betreiber diesen thermischen Stress für diese Anlagen erzeugen? Viel eher ist zu erwarten, dass sie dauerhaft mit einem Gebot von -1Cent/kWh in die Auktion hinein gehen. Das Geld werden die SMRs dann vor allem nachts verdienen, während die Solaranlagen allerhöchstens in den Dämmerungsstunden eine kleine Chance zum Geldverdienen haben. Dann wird sich ganz fair herausstellen, welche Anlagen abgeschaltet werden müssen.
0:55 Gewiss mag es Projekte geben, in denen die Reaktoren mit hoch angereichertem Uran betrieben werden. Wenn sich der Professor allerdings nur auf diese Art von SMR-Projekten konzentriert, ist das billige Propaganda.
1:00 Reaktoren, die Thorium als Brennstoff verwenden, erbrüten nur geringste Spuren von Plutonium. Und in dem Moment, in dem es entsteht, wird es wie ganz normaler Kernbrennstoff verbrannt. Also, Herr Professor, diesen Teufel müssen Sie nicht an die Wand malen.
1:05 Ja, die Uranvorräte sind begrenzt. Binsenweisheit!
Solange sich die Menschen mit Reaktoren beschäftigen, die das seltene Uran-235 verwenden, wird dieses seltene Isotop wirklich knapp. Aber Reaktoren, die Uran-238 nutzen, können mit dem heute als "Atommüll" bezeichneten Uran-238, das tonnenweise in den Castoren herumsteht und auf eine sinnvolle Verwendung wartet. Und Europas Thoriumvorräte würden ausreichen, die ganze Welt für Jahrhunderte mit Energie zu versorgen.
1:10 Die Frage der Atommüll-Endlagerung wäre nicht gelöst? Erstens wird es durch die richtigen SMRs zu einem Wertstoff, der noch viel Energie liefern kann. Zweitens ließe sich die Frage leicht lösen - den politischen Willen vorausgesetzt.
1:15 Der Professor hat sich also nur unzureichend über die Gesamtsituation informiert. Und aus diesem Grunde ist eher die Beschäftigung mit diesem Clip eine Zeitverschwendung.
Pfiffikus,
der davon ausgeht, dass der Herr Professor die Reaktoren selbst dann noch ablehnen wird, wenn sie uns aus unseren Nachbarländern heraus mit vielem billigen Strom versorgen
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1613 erhaltene Danksagungen
RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1217703
Es gibt wieder ein aktuelles Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich wieder fachliche Kritik.
0:00 Das muss er natürlich sagen. Oder ist er auch der Propaganda erlegen?
Eine Vergrößerung des Angebotes, auch aus Russland, wird IMMER zu mehr Versorgungssicherheit und niedrigeren Preisen führen. Warum das eine dämliche Idee gewesen sein soll?
0:08 LNG wird weitgehend korrekt dargestellt. Dass es weniger effizient, als Pipelinegas ist, wissen wir, aber das lässt er lieber unerwähnt.
0:35 Absolute Zustimmung erhält der Professor von mir, wenn er den Wasserstoff selbst als als absolut umständlich und unwirtschaftlich kennzeichnet.
0:42 Richtig ist, dass der Wasserstoff zum Zwecke des Transportes in Molekülen gebunden werden muss. Erwähnt wird aber nur Ammoniak. Synthetisches Methan oder Methanol (ein E-Fuel) wären ebenso denkbar.
Insbesondere angesichts der Tatsache, dass die bereits heute vorhandene Infrastruktur für Ölprodukte künftig für Methanol genutzt werden könnte, macht diesen Stoff so interessant. Hat der Professor wahrscheinlich nur vergessen?
0:55 Absolute Katastrophe, was er nun fordert! Den weiteren Ausbau der Erneuerbaren!
Dabei sollte ihm als Professor gerade auf diesem Fachgebiet klar sein, dass die jetzt noch zusätzlich zu bauenden PV-Anlagen (und auch viele Windräder) genau dann Strom liefern wollen, wenn wir ohnehin schon Hellbrise haben. Wenn also der Strom nichts wert ist, wenn es sich sogar um Abfall handelt.
Wenn die Erneuerbaren weiter ausgebaut werden sollen, dann kann das nur wirtschaftlich sein, wenn uns Stromkunden oder Steuerzahlern noch mehr Geld aus der Tasche gezogen wird.
Wer mag, kann ja mal über die Motive spekulieren, die ihn zu einer so desaströsen Forderung verleiten. Also mangelnde Sachkenntnis kann es auf Grund seiner Professur nicht sein. Ob es blanke Ideologie ist? Oder stehen wirtschaftliche Interessen dahinter? Man weiß es eben nicht, so dass wir auf Spekulationen angewiesen bleiben.
Ganz deutlich - er fordert nicht den angemessenen Ausbau von Speichern oder Leitungen, die einen zusätzlichen Ausbau wieder sinnvoller machen könnten.
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1613 erhaltene Danksagungen
RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1217946
Es gibt wieder ein Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich wieder fachliche Kritik.
0:07 Ja klar wird es wärmer. Nur zieht er die falschen Konsequenzen.
Wir Deutschen haben keinerlei Möglichkeit, darüber zu entscheiden, wie stark die Klimaerwärmung werden wird. Ob die zwei Prozent vom CO², die Deutschland emittiert werden oder nicht, hat auch nur diesen winzigen Einfluss auf das Klima. Selbst wenn wir überhaupt kein CO² mehr emittieren würden, wir wären arm und die Temperatur steigt unbeirrt weiter.
Richtige Konsequenz wäre eigentlich: Wie machen wir uns fit für die Zeiten, wenn die Temperatur noch ein weiteres Grad ansteigt? Wie machen wir uns dafür fit, wenn der Meeresspiegel in den kommenden 100 Jahren um einen Meter erhöhen wird? Wie hoch müssen dann die Küstenschutzdämme werden?
0:10 Vier bis fünf Grad obendrauf? Dafür gibt es auf der Erde nicht genügend Öl und Gas!
Nicht zu vergessen, dass die Ozean- und Landsenke die Hälfte des von Menschen emittierte CO² verschlingen. Und sollte die Konzentration vom CO² noch höher werden, dann würde sich auch die Wirkung der Senken entsprechend verstärken. Deshalb wird es die Menschheit nicht schaffen, die Erde um vier bis fünf Grad zu erwärmen.
0:12 60-70 Meter Meeresspiegel? Auch diese Zahl entspringt nur irgendwelchen Simulationen über Zukunftsszenarien, von denen sich der Professor wohl das extremste 8.5 ausgesucht hat, welches nach der Meinung von zahlreichen unbefangenen Wissenschaftlern nur ein rein theoretisches, wenig realistisches Szenario ist.
0:16 Die Forderung, etwas mehr Tempo bei der Energiewende zu machen, kann ich nur unterstützen. Allerdings nur in dem Tempo, wie es die Jeweils vorhandene Infrastruktur verkraftet. Das schließt nach meiner Meinung ein, dass die Profiteure der Energiewende auch für die nötigen Zusatzinvestitionen in Speicher und Netze zur Kasse gebeten werden.
Von diesem einschränkenden Zusatz habe ich noch nie eine Silbe von Herrn Professor gehört.
Pfiffikus,
der das an dieser Stelle nicht ganz so streng sehen möchte, weil er diesen Quatsch nicht in einer seriösen Doku, sondern in einer Satiresendung geäußert hat
im Forum Thüringen seit: 26.01.2007
14 erhaltene Danksagungen
RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1218009
Du schreibst „Wir Deutschen haben keinerlei Möglichkeit, darüber zu entscheiden, wie stark die Klimaerwärmung werden wird.“
Faktenlage:
- Deutschlands Anteil an den globalen CO₂‑Emissionen liegt bei rund 2 %.
Das klingt klein – aber:
- Die EU liegt bei ~7 %.
- Die G20 verursachen ~80 %.
Klimapolitik funktioniert nur als kollektives Gut.
Wenn Deutschland nichts tut, sinkt der politische Druck auf andere Industriestaaten.
Und: Deutschland ist Technologie‑Exporteur. Was wir hier entwickeln, wird global skaliert (PV, Wind, Elektrolyse, Effizienztechnik).
Der Einfluss Deutschlands ist nicht klimaphysikalisch, sondern politisch‑technologisch.
Wenn Deutschland aussteigt, sinkt die globale Ambition – das ist empirisch belegbar (z.B. Automobilnormen, Effizienzstandards).
Du schreibst „Wir sollten uns lieber fit für die Zeiten, wenn die Temperatur noch ein weiteres Grad ansteigt machen.“
Das ist ein klassisches Schein‑Dilemma.
Klimapolitik besteht aus:
- Erwärmung begrenzen
- Schäden begrenzen
Alles ist notwendig.
Nur auf Anpassung zu setzen bedeutet: Kosten explodieren. (Beispiel Küstenschutz.)
Ein Meter Meeresspiegelanstieg bedeutet:
- Milliardenkosten für Deiche
- Verlust von Grundwasserqualität
- Verlust von Land
- Extremwetter‑Schäden
Und: 1 m ist nicht das Worst‑Case‑Szenario, sondern das untere Ende der Projektionen für 2100 bei ungebremsten Emissionen.
Du schreibst „Vier bis fünf Grad obendrauf? Dafür gibt es auf der Erde nicht genügend Öl und Gas!“
Das ist ein häufiger Denkfehler.
Die Klimawissenschaft rechnet nicht mit „Öl und Gas“, sondern mit CO₂‑Budgeten.
Für +4–5 °C braucht man nicht alle fossilen Reserven.
Es reicht, wenn ein Teil der leicht zugänglichen Reserven verbrannt wird.
Die größten Emissionen kommen aus Kohle, nicht Öl oder Gas.
Und Kohle gibt es mehr als genug, um 5 °C zu erreichen.
Dein immer wieder gebrachtes Senkenargument „dass die Ozean- und Landsenke die Hälfte des von Menschen emittierte CO² verschlingen“ ist immer noch nicht richtig.
Senken sättigen sich.
Je wärmer es wird, desto weniger effizient werden sie.
Der Ozean nimmt CO₂ nur langsam auf (Jahrhunderte).
Die Landbiosphäre kann bei +3 °C sogar zur Quelle werden (Amazonas‑Kipppunkt).
Das IPCC hat das alles durchgerechnet.
Die Aussage „4–5 °C sind unmöglich“ ist also fachlich falsch.
Du schreibst sinngemäß „60–70 m Meeresspiegelanstieg ist nur RCP8.5‑Panik“
Hier lohnt eine klare Trennung:
60–70 m Meeresspiegelanstieg ist das Endergebnis, wenn alles Eis schmilzt – das dauert Jahrhunderte bis Jahrtausende.
Selbst bei 2–3 °C sind 2–5 m Meeresspiegelanstieg über die nächsten Jahrhunderte unvermeidbar.
Für Küstenplanung sind 100 Jahre relevant – und da liegen wir bei 0,5–1,2 m.
Also:
Die 60–70 m sind kein Szenario für 2100, aber sie sind physikalisch real und langfristig relevant.
Du schreibst „Energiewende ja, aber nur so schnell wie die Infrastruktur es verkraftet“
Das ist ein vernünftiger Punkt, aber unvollständig.
Richtig ist:
- Netze und Speicher hinken hinterher.
- Der Ausbau muss synchronisiert werden.
- Profiteure sollten sich an Netzkosten beteiligen.
Aber die größten Verzögerungen entstehen nicht durch den PV‑ und Windzubau, sondern durch:
- schleppende Genehmigungen
- fehlende Digitalisierung
- Netzbetreiber‑Monopole
- politische Blockaden und Fehler (Altmaier, Reiche)
Und:
Wenn man den Ausbau „nur so schnell wie die Infrastruktur es verkraftet“ macht, dann wird die Infrastruktur nie ausgebaut.
Das ist ein klassisches Henne‑Ei‑Problem.
Was bleibt nach nüchterner Analyse übrig?
Deine Punkte enthalten berechtigte Kritik, aber auch einige Fehleinschätzungen, die in Klimadebatten häufig vorkommen:
„Deutschland hat nur wenig Einfluss“ ist politisch falsch
„4–5 °C sind unmöglich“ ist physikalisch falsch
„Senken gleichen alles aus“ ist wieder wissenschaftlich falsch
„Energiewende nur so schnell ausbauen wie Infrastruktur“ richtig, aber unvollständig.
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1613 erhaltene Danksagungen
RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1218417
Wunderbar, dass Du Dich auch mit den Fakten auseinandersetzt, die ich in meinen Beiträgen erwähnt habe.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Klimapolitik funktioniert nur als kollektives Gut.
Wenn Deutschland nichts tut, sinkt der politische Druck auf andere Industriestaaten.
Ist das jetzt wirklich Dein Ernst?
Bist Du wirklich der Meinung, dass Deutschland hier noch irgendwelchen Druck aufbauen kann?
Oder ist es eher so, dass Deutschland als abschreckendes Beispiel gesehen wird, wie man wichtige Industrien ins Ausland vergraulen und die breite Bevölkerung verarmen kann.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Und: Deutschland ist Technologie‑Exporteur. Was wir hier entwickeln, wird global skaliert (PV, Wind, Elektrolyse, Effizienztechnik).
Ja klar. Entwickelt wird in Deutschland, denn das ist ja teuer. Wenn diese Technologien dann hoch skaliert werden können, werden sie ins Ausland exportiert. Das haben wir mehrfach gesehen. Laser, MP3-Technik, Solarzellen, Windräder, Batterien, aktuell die Wärmepumpen.
Letztendlich ist das eine hilfreiche Arbeitsteilung. Gerade wegen der sehr preiswerten Produktion der Asiaten wird eine gute Grundlage geschaffen, dass auch hier in Deutschland die fälligen Disruptionen geschehen können. Denen gebührt unser Dank.
Würde sich die PV-Technik genau so preiswert wie heute durchsetzen, wenn die dafür nötigen Solarzellen mit deutscher Technik mit deutschen Löhnen ohne chinesische Konkurrenz produziert würden? Ich glaube, nein! (Allenfalls durch Verbot und Zerstörung von Konkurrenztechnologie hätte eine Disruption erzwungen werden können.)
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Das ist ein klassisches Schein‑Dilemma.
Klimapolitik besteht aus:
- Erwärmung begrenzen
- Schäden begrenzen
Das ist nicht nur Schein.
Erwärmung begrenzen
Jeder Euro, der in irgendwelche Maßnahmen gesteckt wird, die CO²-Emissionen reduzieren, wirkt sich zu den von Dir genannten 2% auf Deutschland aus. Denn mehr CO² emittiert Deutschland nicht.
Schäden begrenzen
Jeder Euro, der an der norddeutschen Küste in einen höheren Damm fließt, wirkt sich hundertprozentig in Norddeutschland aus.
Jeder Euro, der in Debschwitz-Ost in den Hochwasserschutz investiert wird, wirkt sich hundertprozentig auf Debschwitz-Ost aus.
Nun entscheide mal, welche Investitionen dem deutschen Volke mehr Nutzen bringen. Und entscheide mal, welche Parteien eher Ziele verfolgen, die uns eher nützen!
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Nur auf Anpassung zu setzen bedeutet: Kosten explodieren. (Beispiel Küstenschutz.)
Das wird sich sehr moderat auswirken. Denn ein Anstieg von einem Meter wird nicht über Nacht kommen, sondern im Laufe eines Jahrhunderts. Und die von Panikmachern prognostizierte Erhöhung um 60-70 Metern werden wir ohnehin nicht erleben.
Die Kosten für überzogenes Tempo bei der Energiewende sind allerdings sofort zu tragen. Und sie wirken doppelt.
- Direkte Kosten
- Indirekte Kosten infolge des Wegfalls von Steuerzahlern (abgewanderte Industrie)
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du schreibst „Vier bis fünf Grad obendrauf? Dafür gibt es auf der Erde nicht genügend Öl und Gas!“
Das ist ein häufiger Denkfehler.
Die Klimawissenschaft rechnet nicht mit „Öl und Gas“, sondern mit CO₂‑Budgeten.
Und das wiederum halte ich für einen Denkfehler.
Solange die Senken kontinuierlich CO² aufnehmen, kann man nicht von einem festen Budget ausgehen, wie es die Senkenleugner tun. Denn die Natur ermöglicht es der Menschheit, jedes Jahr 20 Milliarden Tonnen CO² zu emittieren, ohne dass das irgendeinen negativen Einfluss aufs Klima hätte. Jedes Jahr weitere 20 Milliarden Tonnen!!!
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Für +4–5 °C braucht man nicht alle fossilen Reserven.
Es reicht, wenn ein Teil der leicht zugänglichen Reserven verbrannt wird.
Die größten Emissionen kommen aus Kohle, nicht Öl oder Gas.
Und Kohle gibt es mehr als genug, um 5 °C zu erreichen.
Ja, auch das ist richtig, allerdings nicht vollständig.
Auch Du hast ja schon betont, dass Erneuerbare immer billiger werden. Diese Kostenreduzierung ist bei Kohle nicht zu beobachten, sondern eher das Gegenteil. Aus diesem ökonomischen Grund ist überhaupt nicht damit zu rechnen, dass diese viele Kohle, die in der Tat vorhanden wäre, auch verbrannt würde.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Dein immer wieder gebrachtes Senkenargument „dass die Ozean- und Landsenke die Hälfte des von Menschen emittierte CO² verschlingen“ ist immer noch nicht richtig.
Senken sättigen sich.
In welchem Zeitraum sättigen sie sich?
Stell Dir mal eine Flasche vom SodaStream Wassersprudler vor! Erhöhe ich den (Partial-)Druck vom CO² über dem Wasser auf das Doppelte, so wird sich der Partialdruck im Wasser auch verdoppeln. Das Wasser wird doppelt so viel CO² enthalten. Dann ist das Wasser gesättigt und nimmt kein CO² mehr auf. Es herrscht ein Gleichgewicht. Das ist unbestrittene Physik.
Ich kann keine eigenen Messungen vornehmen, deshalb muss ich mich auf die Zahlen des IPCC-Berichtes verlassen. Schau Dir mal bitte die schöne bunte Abbildung auf Seite 700 an!
Bevor die Menschheit Industrie aufgebaut hat, waren 37100 Petagramm Kohlenstoff im Ozean gelöst. (Das entspräche 136033 Petagramm CO²)
Die Menschheit emittiert jährlich 15 Petagramm Kohlenstoff, das entspricht etwa 40 Gigatonnen CO²,
In vorindustrieller Zeit betrug die CO²-Konzentration 280ppm. Heute nähern wir uns den 430ppm an. Die Konzentration hat sich noch nicht ganz verdoppelt.
Du kannst selbst mal einen Taschenrechner nehmen und nachrechnen, wann sich die 37100 Petagramm Kohlenstoff im Ozean fast verdoppelt haben, wenn der Ozean, pessimistisch gerechnet, sogar die komplette Menge CO², die die Menschen emittieren, aufnehmen würde. Nämlich jährlich 15 Petagramm.
Erst, wenn Ozean und Atmosphäre wieder im Gleichgewicht sind, hört der Ozean auf, als Senke zu wirken. Bis zu dem Jahr, das Dein Taschenrechner ausrechnet, wird uns die Ozeansenke helfen.
Je wärmer es wird, desto weniger effizient werden sie.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Der Ozean nimmt CO₂ nur langsam auf (Jahrhunderte).
Ja, er nimmt nur die Hälfte auf. Das habe ich hier vorgerechnet.
Die andere Hälfte muss reduziert werden. Das wurde konsequenterweise in Paris vereinbart.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Das IPCC hat das alles durchgerechnet.
Die Aussage „4–5 °C sind unmöglich“ ist also fachlich falsch.
Das Dokument habe ich mir schon heruntergeladen und habe es auf meiner Festplatte.
Bitte gib mir mal die Seitenzahl an, auf der ich das nachlesen und nachvollziehen kann.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
60–70 m Meeresspiegelanstieg ist das Endergebnis, wenn alles Eis schmilzt – das dauert Jahrhunderte bis Jahrtausende.
Na gut.
Ehrlicherweise sollten dann auch die größten Pessimisten anerkennen, dass die Menschheit in diesem Zeitraum die Kernfusion sicher im Griff haben wird, um überhaupt kein CO² mehr ausstoßen zu müssen.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du schreibst „Energiewende ja, aber nur so schnell wie die Infrastruktur es verkraftet“
Das ist ein vernünftiger Punkt, aber unvollständig.
Richtig ist:
- Netze und Speicher hinken hinterher.
- Der Ausbau muss synchronisiert werden.
- Profiteure sollten sich an Netzkosten beteiligen.
In diesen Punkten sind wir uns hundertprozentig einig.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Aber die größten Verzögerungen entstehen nicht durch den PV‑ und Windzubau, sondern durch:
- schleppende Genehmigungen
Jo mei! Stell Dir doch mal vor, noch mehr Windräder und PV-Parks wären noch schneller genehmigt worden? Dann müssten wir gerade heute, am Ostersonntag, noch viel mehr Abfall-Energie irgendwie entsorgen.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
- politische Blockaden und Fehler (Altmaier, Reiche)
Das ist nur ein Kampf, eine Umverteilung zwischen verschiedenen Oligarchengruppen. Das sollten wir nicht überbewerten.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Wenn man den Ausbau „nur so schnell wie die Infrastruktur es verkraftet“ macht, dann wird die Infrastruktur nie ausgebaut.
Das ist ein klassisches Henne‑Ei‑Problem.
Nö.
Wenn die Erzeuger von Elektroenergie endlich, so wie es jetzt geschieht, dazu gezwungen werden, sich selber die erforderliche Menge Batterien auf eigene Kosten zu installieren, ist das Henne-Ei-Problem gelöst.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Was bleibt nach nüchterner Analyse übrig?
...
„Deutschland hat nur wenig Einfluss“ ist politisch falsch
Politisch, je nach hoch gehaltenem Plakat, kann es ja falsch sein.
Technisch/physikalisch gelten die oben genannten Zahlen.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
„Senken gleichen alles aus“ ist wieder wissenschaftlich falsch
... wobei Du den wissenschaftlichen Beweis schuldig geblieben bist und mir auch keine Stelle genannt hast, an denen ich falsch gerechnet habe. Willst Du etwa die Zahlen anzweifeln, die der IPCC publiziert?
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
„Energiewende nur so schnell ausbauen wie Infrastruktur“ richtig, aber unvollständig.
Stimmt! Ich vervollständige mal:
Die in verkraftbarem Tempo durchgeführte Energiewende ist wichtig, um uns so weit wie möglich von ausländischen Lieferanten und inländischen Konzernen unabhängig zu machen. Sie kann uns dazu dienen, einen großen Teil der Wertschöpfung hier in unserem Lande zu halten. Genau darum muss es gehen!
Und wenn dabei noch ein Nutzen fürs Klima herausspringt, ist das ein angenehmer Nebeneffekt, den wir gerne mitnehmen können.
Pfiffikus,
der die Prioritäten lieber in dieser Reihenfolge setzen würde
im Forum Thüringen seit: 26.01.2007
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1218418
Zitat:
Pfiffikus hat am 05. April 2026 um 16:32 Uhr folgendes geschrieben:
Je wärmer es wird, desto weniger effizient werden sie.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Der Ozean nimmt CO₂ nur langsam auf (Jahrhunderte).
Ja, er nimmt nur die Hälfte auf. Das habe ich hier vorgerechnet.
Die andere Hälfte muss reduziert werden. Das wurde konsequenterweise in Paris vereinbart.
Schon wieder machst du den gleichen Fehler.
Was wurde tatsächlich in Paris beschlossen? Paris verlangt Netto‑Null
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1218428
Zitat:
daggi007 hat am 05. April 2026 um 17:05 Uhr folgendes geschrieben:
Was wurde tatsächlich in Paris beschlossen? Paris verlangt Netto‑Null
Richtig! Netto‑Null. Du hast es wenigstens korrekt formuliert.
Der Originaltext:
Zitat:
Im Pariser Klimaabkommen steht folgendes geschrieben: ein Gleichgewicht zwischen den anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen aus Quellen und dem Abbau solcher Gase durch Senken
Die Senken nehmen knapp die Hälfte der Emissionen auf. Also muss die Menschheit die andere Hälfte der Emissionen einsparen. Nach den Zahlen der Tagesschau wären 53% einzusparen.
im Forum Thüringen seit: 26.01.2007
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1218435
Im Klimaabkommen von Paris bedeutet „senken“ ein globales, gemeinsames Handeln zur schnellen Dekarbonisierung, um den Netto-Ausstoß von Treibhausgasen auf null zu reduzieren.
Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zum letzten Mal von daggi007: 05.04.2026 21:57.
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1218441
Hallo Daggi,
Zitat:
daggi007 hat am 05. April 2026 um 21:55 Uhr folgendes geschrieben:
Im Klimaabkommen von Paris bedeutet "senken" ...
Schau bitte noch einmal in die Übersetzung, die uns das Bundesumweltministerium zur Verfügung stellt. Dort ist dieses Wort mitten im Satz groß geschrieben. Das ist für mich ein deutliches Zeichen, dass es sich um ein Substantiv handeln muss. So wie Du es klein geschrieben falsch zitiert hast, wäre es ein Verb, es hätte klein geschrieben werden müssen.
so as to achieve a balance between anthropogenic emissions by sources and removals by sinks of greenhouse gases
Nun halten sich meine Englischkenntnisse sehr in Grenzen. Aus diesem Grunde habe ich mal einen Übersetzer bemüht. Hier sind meine Ergebnisse:
Der Übersetzer hat das Wort auch groß geschrieben.
Ja ich weiß, solche Übersetzer sind nicht immer zuverlässig. Deshalb habe ich mal die Gegenprobe in der anderen Richtung mit dem Verb "senken" gemacht.
Eben weil im verbindlichen englischen Text das Wort "sinks" vorkommt, sehe ich keinen Interpretationsspielraum dafür, das deutsche Verb "senken" in diese Vokabel hinein zu interpretieren. Meine Recherche mit dem Übersetzer gab mir in keiner der beiden Richtungen einen Anlass dafür. Hätten die Vertragsparteien in Paris das Verb gemeint, dann hätten sie "reduce" oder "lower" ins Abkommen geschrieben. Das Bundesumweltministerium hat demnach zutreffend übersetzt und das fragliche Wort groß geschrieben, da es sich um ein Substantiv "die Senke" handelt.
Bitte versuche nicht weiter, den Geist dieses Abkommens durch eine falsche Übersetzung zu verfälschen!
Zitat:
daggi007 hat am 05. April 2026 um 21:55 Uhr folgendes geschrieben:
den Netto-Ausstoß von Treibhausgasen auf null zu reduzieren.
Das hast Du richtig interpretiert.
Denn die Senkenleugner meinen an dieser Stelle, die Emissionen müssten auf Brutto-Null gesenkt werden. Das dürfen sie zwar gerne wünschen, aber mit dem Geist des Pariser Abkommens hat dieser Wunsch nichts zu tun.
Pfiffikus,
der immer noch wartet, ob Du noch die erfragte Seitenzahl für die Berechnung aus dem IPCC-Bericht liefern kannst
im Forum Thüringen seit: 26.01.2007
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1218479
Wenn das IPCC Daten veröffentlicht, müssen diese nicht zwingend im hier genannten Bericht veröffntlicht sein. Das IPCC hat verschiedene Zukunftsszenarien (SSP - Shared Socioeconomic Pathways) durchgerechnet. Das Szenario SSP5-8.5, welches von hohen Emissionen ausgeht, projiziert einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um rund 4,4 °C bis zum Jahr 2100. Obwohl globale Anstrengungen darauf abzielen, die Erwärmung weit unter zu halten, sind Szenarien, die zu Erwärmung Risiko von 4–5 °C führen, in Modellen enthalten und bei unzureichendem Klimaschutz möglich.
Der Pariser Satz setzt einen anderen Rahmen:
- Klimaneutralität ist ein globales Bilanzziel, kein nationales Programm
- Es geht um alle Sektoren
- Es geht um senken, nicht nur um Vermeidung
- Es geht um 2050, nicht um sofortige Perfektion
Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zum letzten Mal von daggi007: 06.04.2026 08:28.
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1218599
Zitat:
daggi007 hat am 06. April 2026 um 08:22 Uhr folgendes geschrieben:
Das Szenario SSP5-8.5, welches von hohen Emissionen ausgeht, projiziert einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um rund 4,4 °C bis zum Jahr 2100.
Oh-je, Szenario SSP5-8.5!
Dieses Szenario erschien schon zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung als sehr unwahrscheinlich. Denn es setzt eine noch verstärktere Kohlenutzung voraus, als sie damals gebräuchlich war.
Denn es setzt voraus, dass kaum Klimaschutz betrieben wird.
Und es setzt voraus, dass die fossilen Energieträger noch weiter verstärkt genutzt werden.
Nun leben wir im Jahr 2026 und haben die Möglichkeit einer Rückschau. Inzwischen sehen wor, dass dieses extreme Szenario, das damals noch mit aufgenommen worden ist, nicht eintreten wird. Denn die Erneuerbaren werden immer billiger, wachsen rasant und setzen sich durch, wenn auch langamer, als es sich so mancher Extremist wünschen würde. Nirgends am Horizont ist irgendein Anzeichen zu sehen, dass die Erneuerbaren wieder teuer werden. Diese Disruption ist nicht mehr aufzuhalten.
Die aktuellen Messungen zeigen, dass wir so etwa den Pfad SSP2-4.5 beschreiten. Das extremszenario SSP5-8.5 wird heute nur noch von Populisten benutzt, die den Leuten Angst vor der Zukunft machen wollen. Aber Du willst Dich doch hoffentlich zu diesen Leuten zählen, oder?
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Das IPCC hat das alles durchgerechnet.
Die Aussage „4–5 °C sind unmöglich“ ist also fachlich falsch.
So falsch war es dann doch nicht.
Zitat:
daggi007 hat am 06. April 2026 um 08:22 Uhr folgendes geschrieben:
Der Pariser Satz setzt einen anderen Rahmen:
- Klimaneutralität ist ein globales Bilanzziel, kein nationales Programm
Genau das schreibe ich ja auch, Du erinnerst Dich.
Eine Nation, gerade wir mit unseren 1% Weltbevölkerung und 2% Emissionen können da garnix machen, wenn die Chinesen, Inder und Amerikaner nicht wollen.
Zitat:
daggi007 hat am 06. April 2026 um 08:22 Uhr folgendes geschrieben:
- Es geht um alle Sektoren
Stimmt. Ich habe nie etwas Anderes gesagt.
Doch da viele Prozesse mit Hilfe von Elektrifizierung dekarbonisiert werden sollen, muss eine bezahlbare Stromversorgung (nicht Stromerzeugung!) eine zentrale Rolle in der Energiewende spielen.
Zitat:
daggi007 hat am 06. April 2026 um 08:22 Uhr folgendes geschrieben:
- Es geht um senken, nicht nur um Vermeidung
Ich hab Dir doch schon erläutert, dass dieses Wort groß zu schreiben ist. Dann stimmt es.
Es geht um die Senken (groß), die uns helfen, klimaneutral zu werden. Und es geht darum, Emissionen zu senken (klein), um höheren CO²-Ausstoß zu vermeiden.
Zitat:
daggi007 hat am 06. April 2026 um 08:22 Uhr folgendes geschrieben:
- Es geht um 2050, nicht um sofortige Perfektion
Selbstverständlich. In dieser Beziehung sind wir uns absolut einig, auch wenn es einzelnen Panikmachern zu langsam geht und nicht teuer genug werden kann.
Pfiffikus,
der erleichtert ist, dass dieser Punkt nun abgeklärt ist
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1218618
Noch zum extremen Szenario SSP5-8.5: Ich vergaß gestern zu erwähnen, dass die aktuellen Ereignisse am Persischen Golf massiv dazu führen und führen werden, die Energiewende weltweit zu beschleunigen. Und auch aus diesem Grunde ist es nahezu sicher, dass dieses Panik-Szenario nicht eintreten wird.
Es gibt wieder ein Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich eine fachliche Kritik.
0:10 Es wird von den Kritikern der Energiekrise nicht darauf verwiesen, dass wir zu viel Atomstrom importieren. Vielmehr sind wir zum großen Maße auf die Flexibilität dieser Atomkraftwerke angewiesen. Die können nämlich mittags ihre Leistung runter fahren, um uns den Export von unserem Strom nach Frankreich zu ermöglichen. Nachts fahren sie ihre Leistung wieder hoch und verkaufen uns Strom, der uns fehlt.
0:15 Richtig. Auch die Unionsparteien haben damals den Ausstieg beschlossen. (Wahlkampfgeschenk an die CDU in BW.)
0:30 Die Importe hatten nur einen Anteil von 2% an der Stromversorgung. Die Zahl mag richtig sein. Für die Bürger, vor allem die, die nicht imstande sind, ihre Energieversorgung hochgradig autark zu gestalten (zum Beispiel in Debschwitz-Ost), ist wesentlich wichtiger, welche Unkosten für diese 2% des Stromes importiert werden konnten. Die Importe erfolgen immer dann, wenn hier in Deutschland Strom knapp und teuer ist. Und im Gegensatz zu Sonne und Wind schicken die Franzosen garantiert eine Rechnung für den gelieferten Strom. Diese wichtige Zusatzinformation passt aber nicht in Quaschnings Video.
0:40 Ja, Export- und Importmengen sind ungefähr identisch. Stimmt zwar, ist aber kaum relevant. Auch hier sei wieder darauf verwiesen, dass Export und Import zu verschiedenen Preisen erfolgen. Insbesondere erfolgen viele Exporte nach Frankreich mit negativen Preisen, weil unsere Netzbetreiber viel solchen Abfall entsorgen müssen. Diese wichtige Zusatzinformation passt aber nicht in Quaschnings Video.
0:45 Absoluter Fake!
Der Austausch mit Frankreich sei billiger? Wenn Strom zu niedrigen Preisen exportiert und bei hohen Preisen importiert werden muss?
Noch viel billiger wäre es gewesen, die Erneuerbaren nur in dem Maße auszubauen, wie man speichern kann und wie es die Netze verkraften. Dabei hätten die Profiteure der Energiewende schon in den vergangenen Jahrzehnten dazu gezwungen werden müssen, die dafür nötigen Speicher selbst zu bauen und zu bezahlen, damit sie nicht nur Strom liefern können, sondern sogar Versorgungsleistungen erbringen könnten. Dann könnten die Ösis und die Schweizer nicht an unserem Strom verdienen.
0:57 Öl und Gas werden zu 100% importiert, das ist richtig. Aus diesem Grunde finde ich ja auch, dass die Erneuerbaren kontinuierlich ausgebaut werden - in der Geschwindigkeit, wie es die Netze erschwinglich verkraften!
1:10 Was würde ohne den Import von Atomstrom passieren?
Angeblich "Nix"?
Woher soll denn dann der Strom kommen, wenn wir Dunkelflaute haben? Ja, es sind noch genügend Kohlekraftwerke am Netz. Doch wenn die einmal angeworfen werden, müssen sie lange laufen. Die können der Last nicht gut folgen und reagieren nur träge.
Beisspiel: Am 14.3. und 15.3. hatten wir eine Dunkelflaute. Sonne und Wind lieferten zusammen nur ca. 20GW mittags!!! Das Land brauchte aber (dank Wochenende) 50GW Strom. Wäre diese Lücke mittels Kohlekraftwerken geschlossen worden, dann hätten diese Kraftwerke die Hellbrisen am 13.3. und am 16.3. noch weiter verstärkt, die Abfallentsorgungspreise wären noch weiter ins Minus gesunken.
Für Quaschning ist das "Nix".
1:23 Natürlich legt er sich noch einmal für seine Lieblings-Oligarchen ins Zeug. Er freut sich über den Ausbau der Erneuerbaren. Der begleitende Ausbau der Infrastruktur, der dazu erforderlich ist, interessiert ihn natürlich ebenso wenig wie diese Oligarchen. Denn diese Lasten werden auf einen anderen Bevölkerungsteil abgewälzt. Ihr wisst schon, aus welchem Wohngebiet.
Pfiffikus,
der nicht ausschließt, dass dieser Clip schon etwas älter ist
im Forum Thüringen seit: 26.01.2007
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RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1218667
Nun ich habe auch wieder Kritik an der Art und Weise deiner Argumentation.
Pfiffikus:[QUOTE]Die Importe hatten nur einen Anteil von 2% an der Stromversorgung. Die Zahl mag richtig sein. Für die Bürger, vor allem die, die nicht imstande sind, ihre Energieversorgung hochgradig autark zu gestalten (zum Beispiel in Debschwitz-Ost), ist wesentlich wichtiger, welche Unkosten für diese 2% des Stromes importiert werden konnten. Die Importe erfolgen immer dann, wenn hier in Deutschland Strom knapp und teuer ist. Und im Gegensatz zu Sonne und Wind schicken die Franzosen garantiert eine Rechnung für den gelieferten Strom. Diese wichtige Zusatzinformation passt aber nicht in Quaschnings Video.[/QUOTE]
Pfiffikus, ch bleibe bei der Sache – keine Politik, keine Personenbewertungen, nur eine saubere Analyse dessen, was du im Forum schreibst und wie die Argumentation funktioniert.
Dein Argument: „2 % Importanteil ist irrelevant – entscheidend sind die Kosten dieser 2 %“
Der Kern deiner Aussage ist:
- Importmenge ist klein → aber
- Import findet zu Hochpreiszeiten statt → deshalb teuer
- Frankreich stellt Rechnung → anders als Wind/Sonne
- Quaschning erwähnt das nicht → wichtige Info fehlt
Das ist ein legitimer Punkt – aber er ist unvollständig, und genau dort entsteht die argumentative Schieflage.
Ja. Stromimporte finden oft zu Hochpreiszeiten statt. Das ist korrekt.
Importe passieren typischerweise:
-bei Dunkelflaute
- bei hoher Nachfrage
- wenn flexible Kraftwerke im Ausland günstiger sind als deutsche Spitzenlastkraftwerke
Das bedeutet:
- Importpreis > Durchschnittspreis
- aber Importpreis ≠ „immer teuer“
Du betonst die teuren Importmomente – aber blendest die billigen Exportmomente aus.
Du sagst: „Die Importe erfolgen immer dann, wenn Strom knapp und teuer ist.“
Das stimmt – aber:
- Exporte erfolgen immer dann, wenn Strom billig oder negativ ist.
- Frankreich profitiert davon – aber Deutschland auch, weil negative Preise Netzstabilität sichern.
Du erwähnst:
„Netzbetreiber müssen Abfall entsorgen.“
Das ist ein rhetorischer Frame.
Technisch korrekt wäre:
- Negative Preise entstehen, weil das System Überproduktion hat.
- Exporte helfen, Redispatch-Kosten zu senken.
- Ohne Exportmöglichkeiten wären die Kosten noch höher.
Du beschreibst also nur eine Seite der Bilanz.
Die 2 % Importanteil sind tatsächlich systemisch klein.
Du sagst:
„Für Bürger ist wichtiger, welche Kosten diese 2 % verursachen.“
Das ist ein valider Gedanke – aber:
Die Importkosten sind winzig im Vergleich zu Netzengpasskosten, Redispatch, fossilen Brennstoffimporten, CO₂-Kosten.
Die Importkosten sind kein relevanter Preistreiber im Stromsystem. Wenn Importe teuer wären, würde das in der Preisbildung sichtbar – ist es aber nicht.
Der entscheidende Denkfehler: Du setzt Importkosten = Kosten der Energiewende. Das ist der rhetorische Kurzschluss.
Du sagst:
„Diese wichtige Zusatzinformation passt nicht in Quaschnings Video.“
Aber:
Importkosten entstehen in jedem Stromsystem, auch ohne Erneuerbare. Frankreich importiert ebenfalls Strom bei Dunkelflauten.
Selbst Länder mit Atomstrom importieren Strom bei Lastspitzen. Importe sind kein Fehler, sondern ein Feature eines vernetzten europäischen Strommarkts.
Der Vergleich „Franzosen schicken Rechnung – Sonne/Wind nicht“ ist technisch falsch
Du meinst:
- Wind/Sonne haben keine Brennstoffkosten → richtig
- Frankreich verlangt Geld → richtig
- Also sind Importe „schlimmer“ → falsch
Denn:
- Wind/Sonne verursachen Netz- und Systemkosten, die du nicht erwähnst.´
- Frankreichs Atomstrom ist nicht kostenlos, sondern subventioniert.
- Deutschland exportiert ebenfalls Strom und stellt ebenfalls Rechnungen.
Der Vergleich ist also asymmetrisch.
Was du eigentlich sagen willst – aber nicht sauber formulierst
Ich lese aus deinem Text:
„Der Ausbau der Erneuerbaren erzeugt Situationen, in denen wir teuer importieren müssen.“
Das ist teilweise richtig, aber nur unter zwei Bedingungen:
- Wenn flexible Kraftwerke fehlen
- Wenn Speicher fehlen
Das ist aber kein Argument gegen Erneuerbare, sondern ein Argument für:
- Speicher
- Flexibilität
- Netzausbau
- Demand-Side-Management
Du ziehst daraus aber eine andere Schlussfolgerung:
„Quaschning verschweigt Kosten.“
Pfiffikus:[QUOTE]Was würde ohne den Import von Atomstrom passieren?Angeblich "Nix"?Woher soll denn dann der Strom kommen, wenn wir Dunkelflaute haben? Ja, es sind noch genügend Kohlekraftwerke am Netz. Doch wenn die einmal angeworfen werden, müssen sie lange laufen. Die können der Last nicht gut folgen und reagieren nur träge.Beisspiel: Am 14.3. und 15.3. hatten wir eine Dunkelflaute. Sonne und Wind lieferten zusammen nur ca. 20GW mittags!!! Das Land brauchte aber (dank Wochenende) 50GW Strom. Wäre diese Lücke mittels Kohlekraftwerken geschlossen worden, dann hätten diese Kraftwerke die Hellbrisen am 13.3. und am 16.3. noch weiter verstärkt, die Abfallentsorgungspreise wären noch weiter ins Minus gesunken.Für Quaschning ist das "Nix".[/QUOTE]
Dein Argument: Ohne Atomstromimporte hätten wir bei Dunkelflaute ein Problem
Du sagst:
- Bei Dunkelflaute fehlen 30 GW.
- Kohlekraftwerke können nicht flexibel genug reagieren.
- Wenn sie früher hochgefahren würden, gäbe es noch mehr negative Preise.
Quaschning tue so, als sei das „Nix“.
Das ist ein klassisches Beispiel für ein Argument, das korrekte Einzelbeobachtungen enthält, aber falsche Schlussfolgerungen zieht, weil wichtige Systemelemente fehlen.
Ja: Am 14./15. März gab es eine Dunkelflaute
Das ist korrekt. Wind + Sonne ≈ 20 GW. Last ≈ 50 GW. Es fehlten also ~30 GW. Das ist ein normaler Wert für eine Dunkelflaute.
Ja: Kohlekraftwerke sind träge – aber das ist nicht das Problem, das du denkst
Du sagst:
- „Kohlekraftwerke müssen lange laufen und können der Last nicht gut folgen.“
Das stimmt – aber:
- Deutschland hat nicht zu wenig Kohleflexibilität.
- Deutschland hat zu viel Grundlast-Kohle, die zu wenig flexibel ist.
Das Problem ist nicht, dass Kohle nicht genug läuft. Das Problem ist, dass Kohle zu viel läuft, weil sie billig im Betrieb ist.
Das führt zu:
- Überproduktion bei Windspitzen
- negativen Preisen
- Exportzwang
Das ist ein strukturelles Problem, kein Importproblem.
Dein Szenario „ohne Atomstromimporte“ ist technisch falsch modelliert
Du sagst:
„Ohne Atomstromimporte hätten wir die Lücke mit Kohle schließen müssen.“
Das stimmt nicht, denn:
Deutschland hat genug gesicherte Leistung, um jede Dunkelflaute ohne Importe zu decken.
Gesicherte Leistung: Kohle: ~35 GW, Gas: ~30 GW, Biomasse: ~5 GW, Pumpspeicher: ~7 GW, Sonstige: ~5 GW → Über 80 GW gesicherte Leistung
Last am 14./15. März: 50 GW
Fazit:
Deutschland braucht keinen einzigen Megawatt Atomstromimport, um Dunkelflauten zu überstehen.
Warum importieren wir trotzdem?
Weil der europäische Strommarkt so funktioniert. Man kauft dort, wo es gerade billiger ist. Man verkauft dort, wo es gerade teurer ist.
Frankreich hat sehr flexible Atomkraftwerke, die tagsüber drosseln und nachts hochfahren.
Deutschland hat viel Wind, viel Photovoltaik, viel Kohle, die schlecht regelt
Das führt zu Export bei Windspitzen, Import bei Flaute. Das ist kein Fehler, sondern Marktlogik.
Dein Argument mit den negativen Preisen ist richtig – aber falsch eingeordnet
Du sagst:
„Wenn Kohle früher hochgefahren würde, wären die negativen Preise noch schlimmer.“
Das stimmt – aber das ist kein Argument gegen Importe. Das ist ein Argument gegen unflexible Kohle. Und ein Argument für Speicher und Flexibilität.
Du beschreibst also ein echtes Problem – aber du ordnest es der falschen Ursache zu.
Der entscheidende Denkfehler: Du setzt „Importe“ = „Versorgungsproblem“
Du sagst:
„Ohne Atomstromimporte hätten wir ein Problem.“ Das ist technisch falsch.
Richtig wäre: „Ohne Importe wäre das System teurer, aber nicht unsicher.“
Denn: Deutschland hat genug Kraftwerke. Importe sind wirtschaftlich, nicht notwendig. Der Markt nutzt Importe, weil sie billiger sind als deutsche Spitzenlastkraftwerke.
Was Quaschning meint, wenn er sagt „Nix“
Er meint:
Versorgungssicherheit hängt nicht an Atomstromimporten. Deutschland hat genug gesicherte Leistung. Importe sind ein ökonomisches, kein technisches Thema.
Du interpretierst „Nix“ als: „Importe sind bedeutungslos.“
Er meint aber: „Importe sind nicht notwendig für die Versorgungssicherheit.“ Das ist ein bedeutender Unterschied.
Und noch etwas:
Du sagst, du würdest Quaschning oft zustimmen – aber deine Texte zeigen fast ausschließlich Kritik
Das stimmt zwar– aber die Zustimmung ist kurz, knapp, ohne Gewicht.
Kritik ist lang, detailliert, emotional. Das erzeugt ein asymmetrisches Gesamtbild.
Du sagst, du würdest Fakten prüfen – aber du nutzt oft absolute Begriffe die hier nur schaden..
Beispiele:
„Fake!“
„Lüge.“
„Dreist.“
„Propaganda.“
„Geflunker.“
„Hetze.“
„Demagogie.“
Das sind moralische Urteile.
Sie erzeugen nur Polarisierung, Emotionalisierung, Delegitimierung. Das ist genau das, was dir schadet. Du argumentierst technisch, aber du rahmst deine Argumente emotional und moralisch in persönlicher Gegnerschaft zu Quaschning. Die pflegst du wie einen Zwang. Auch jede Kritik zwingt dich zu einer Rechtfertigung. Schade um den Wert deiner Beiträge.
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1613 erhaltene Danksagungen
RE: Propagandageflunker von Prof. Quaschning
Beitrag Kennung: 1219089
Oh, da hast Du ja einiges konfabuliert, nicht alles stimmt. Doch ich nehme mir an dieser Stelle nicht die Zeit, das viele Zeug zu kommentieren. Ich nehme mir nur einige Zeilen raus, in denen Du mir hübsche Stichworte zur Reaktion geliefert hast.
Zitat:
daggi007 hat am 09. April 2026 um 07:45 Uhr folgendes geschrieben:
Das bedeutet:
- Importpreis > Durchschnittspreis
- aber Importpreis "immer teuer"
Doch! Importpreis = "immer teuer".
Denn wenn wir bei uns einen niedrigen Strompreis haben, ist er genau deshalb niedrig, weil die Erneuerbaren viel Strom erzeugen. Und in diesen Billigzeiten brauchen wir keine Stromimporte.
Zitat:
daggi007 hat am 09. April 2026 um 07:45 Uhr folgendes geschrieben:
Das stimmt – aber:
- Exporte erfolgen immer dann, wenn Strom billig oder negativ ist.
- Frankreich profitiert davon – aber Deutschland auch, weil negative Preise Netzstabilität sichern.
Diesen vermeintlichen Profit, den Du hier betonst, könnten wir auch billiger haben:
- Durch Ausbau der Erneuerbaren nur in angemessenem Tempo, oder
- Indem die Profiteure der Energiewende selbst für die Speicherung sorgen müssten.
Zitat:
daggi007 hat am 09. April 2026 um 07:45 Uhr folgendes geschrieben:
Du erwähnst:
„Netzbetreiber müssen Abfall entsorgen.“
Das ist ein rhetorischer Frame.
Das ist keine Rhetorik, sondern die korrekte Bezeichnung für Wirtschaftsgüter mit negativem Preis. Dieser Preis kennzeichnet die jeweiligen Entsorgungskosten.
Zitat:
daggi007 hat am 09. April 2026 um 07:45 Uhr folgendes geschrieben:
Der entscheidende Denkfehler: Du setzt Importkosten = Kosten der Energiewende. Das ist der rhetorische Kurzschluss.
Eben auf solchen Quatsch, den Du da konfabuliertst, mag ich nicht mehr eingehen.
Zitat:
daggi007 hat am 09. April 2026 um 07:45 Uhr folgendes geschrieben:
Importkosten entstehen in jedem Stromsystem, auch ohne Erneuerbare. Frankreich importiert ebenfalls Strom bei Dunkelflauten.
Wieso sollten die das nötig haben?
Da drüben ist der Anteil der Kernkraft massiv. Sonne und Wind tragen nur wenig zum Strommix bei. Die Franzosen merken wahrscheinlich gar nicht, ob eine Dunkelflaute herrscht.
Zitat:
daggi007 hat am 09. April 2026 um 07:45 Uhr folgendes geschrieben:
Denn:
- Wind/Sonne verursachen Netz- und Systemkosten, die du nicht erwähnst.´
DOCH!
Ich betone diese Kosten ja gebetsmühlenartig!
Zitat:
daggi007 hat am 09. April 2026 um 07:45 Uhr folgendes geschrieben:
Und noch etwas:
Du sagst, du würdest Quaschning oft zustimmen – aber deine Texte zeigen fast ausschließlich Kritik
Das stimmt zwar– aber die Zustimmung ist kurz, knapp, ohne Gewicht.
Kritik ist lang, detailliert, emotional. Das erzeugt ein asymmetrisches Gesamtbild.
Wo Quaschning Recht hat, schreibe ich das auch.
Nur halte ich es für völlig unnötig, diese Teile ebenso stark zu wichten. Denn kritische, korrigierende Stimmen sind viel wichtiger. Alles Andere bekommt in den Ambivalentmedien schon genug Platz.
Zitat:
daggi007 hat am 09. April 2026 um 07:45 Uhr folgendes geschrieben:
Du sagst, du würdest Fakten prüfen – aber du nutzt oft absolute Begriffe die hier nur schaden..
Beispiele:
„Fake!“
„Lüge.“
„Dreist.“
„Propaganda.“
„Geflunker.“
„Hetze.“
„Demagogie.“
Das sind moralische Urteile.
Und in Quaschnings Beiträgen, die ich hier rezensiere, findest Du so etwas nicht?
Pfiffikus,
der sich hier ein wenig Mühe gibt, um letztendlich etwas mehr Ausgewogenheit herzustellen
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