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| RE: Deutschland derzeit ohne Zukunft |
Beitrag Kennung: 1203389
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gastli hat am 03. November 2025 um 07:58 Uhr folgendes geschrieben:
Ihr [der Verbrennerlobby] Einfluss erklärt teilweise, warum Deutschland im internationalen Vergleich lange an der Verbrennertechnik festhielt |
Deutschland?
Wer ist denn das eigentlich? Die Menschen, die hier wohnen, so wie Du und ich?
Letztendlich solltest Du einfach mal Deine Antwort hinsichtlich der Subjekte präzisieren.
- Kein Minister, kein Kanzler hat jemals Einfluss darauf genommen, welche Sortimente die Betriebe anbieten. Solche Entscheidungen, ob und wie viel an E-Autos geforscht wird, welche Typen davon im Handel angeboten werden, das entscheiden allein die Manager in den Konzernspitzen. Ganz sicher dürfen die Manager nicht an der Marktnachfrage vorbei entscheiden, wie damals bei diesem 3-Liter-VW, selbst wenn das fürs Klima besser wäre.
- Kein Minister, kein Kanzler hat jemals in den Verkaufsgesprächen mit am Tisch gesessen und Einfluss auf die Kaufentscheidung genommen. (Außer in Form von Subventionen, die reichlich zu Gunsten der E-Autos geflossen sind.) Es ist bei jedem Kaufvertrag eine Entscheidung der Kunden, welche Art von Auto er erwirbt. Und die wiederum ist stark davon abhängig, welche Konditionen ihm angeboten werden, sowohl von den Automobilkonzernen beim Fahrzeugkauf, als auch von den Energiekonzernen beim Erwerb von Strom/Treibstoff. Wie bereits gesagt, sind vor allem letztgenannte Konditionen in dicht bebauten Wohngebieten anders, als in Siedlungen mit Einfamilienhäusern.
Und nun schreib uns mal unter Berücksichtigung der hier involvierten Entscheider etwas genauer, wer schuld sein soll, wenn Du schreibst: "Deutschland" hat zu lange an der Verbrennertechnik festgehalten.
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gastli hat am 03. November 2025 um 07:58 Uhr folgendes geschrieben:
"Technologieoffenheit“ als politisches Schlagwort: Oft wird gefordert, E-Fuels oder Wasserstoff auch im Pkw-Bereich weiter zu fördern – ein Argument, das von Lobbygruppen genutzt wird, um das Ende des klassischen Verbrenners hinauszuzögern. |
An dieser Argumentation werden die Ziele der Aktivisten deutlich.
- Ginge es ihnen um den Schutz des Klimas, um die Vermeidung von CO²-Ausstoß, dann wäre ihnen jedes Mittel recht, den Ausstoß dieses Gases zu minimieren oder zu vermeiden. Dann wäre es auch völlig OK, wenn die PKWs mit importiertem E-Fuels völlig klimaneutral durch die Gegend fahren. Man müsste nur den Ausstoß von CO² limitieren und bräuchte keinerlei Vorgaben, wie die Reduktion zu geschehen hat.
- Technologiefeindschaft aus verblendeten, religiösen oder anderen Gründen schmeißt den Marktteilnehmern neben der CO²-Reduktion noch zusätzliche Knüppel in die Speichen, indem bestimmte Technologien verboten oder vorgeschrieben werden.
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gastli hat am 03. November 2025 um 07:58 Uhr folgendes geschrieben:
Ein Umstieg auf Elektromobilität bedroht viele davon, da E-Autos weniger Bauteile benötigen.
Investitionen und Abschreibungen: Unternehmen haben Milliarden in bestehende Verbrennertechnologien investiert.
Ein schneller Umstieg würde enorme Abschreibungen bedeuten. |
Wenn irgendjemandem die Arbeitsplätze in den betroffenen Werken am Herzen liegen, wird er sich ganz sicher nicht für einen schnelleren Umstieg auf E-Mobilität und ein Verbrennerverbot einsetzen, sondern diese Arbeitsplätze nur in einem möglichst langen Zeitraum abschreiben. Aber solche Überlegungen sind sowohl den Tarngrünen, als auch den ehemaligen Arbeiterparteien fremd.
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gastli hat am 03. November 2025 um 07:58 Uhr folgendes geschrieben:
Verunsicherung der Verbraucher: Die Lobby spielt auf Ängste: Reichweitenangst bei E-Autos, hohe Strompreise, angeblich „schmutzige Batterien“. |
Die Wintermonate sind ja nicht mehr weit. Zahlreiche E-Autofahrer werden dann sehr gespannt die Reichweitenanzeige beobachten. Sie werden entscheiden, ob sie den Fahrgastraum heizen oder wenigstens die Sitzheizung einschalten wollen. - Beides zu Lasten der Reichweite!
Bei einem Verbrenner spielt der Winter diesbezüglich keine Rolle. Da steht immer genug Abwärme zur Beheizung der Fahrgastzelle zur Verfügung. Der Fahrer kann sich da eher auf die winterlichen Straßenverhältnisse konzentrieren.
Hohe Strompreise? Schau auf Deine Stromrechnung und vergleiche die mal mit den Preisen in Norwegen, das Du gerne als Vorbild für die Disruption des Verkehrs darstellst! Die Warnung ist sehr angebracht und sollte keinesfalls als "Verunsicherung der Verbraucher" diffamiert werden! Ich erinnere mich eher an Verblendungen der Verbraucher mit Phrasen wie: "Die Sonne schickt keine Rechnung."
Ach ja - wenn man billigen Strom aus der eigenen Anlage nutzen kann, trifft diese Warnung natürlich weniger zu.
Und für die Autos, die heute verkauft werden, steht nun mal nur Lithium aus schmutzigen Quellen zur Verfügung, auch wenn Professor Quaschning kürzlich stolz verkündet hat, dass in einigen Jahrzehnten auch eine Gewinnung in Deutschland möglich wäre.)
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gastli hat am 03. November 2025 um 07:58 Uhr folgendes geschrieben:
Verzögerte Transformation: Während Länder wie China und die USA früh in E-Mobilität investierten, hielt Deutschland lange an Diesel- und Benzinmotoren fest. |
Siehe oben! NIcht die Länder.
Wer hielt da fest und warum?
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gastli hat am 03. November 2025 um 07:58 Uhr folgendes geschrieben:
Verpasste Chancen bei Batterietechnologie: Statt eigene Batteriezellenproduktion aufzubauen, vertraute man lange auf asiatische Lieferanten – eine direkte Folge der Verbrennerfixierung. |
Nein!
Es war eine Folge der im Vergleich zu Europa niedrigen Preise, zu denen die Chinesen liefern konnten.
Pfiffikus,
der bei diesen Punkten Deiner Antwort anderer Meinung ist
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