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| RE: Was sonst noch in Deutschland geschah |
Beitrag Kennung: 1196955
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Liebe CDU, liebe Öffentlich-Rechtlichen:
Eine eurer bekanntesten Journalistinnen wird mit Hass, Hetze und Morddrohungen überschüttet – schwarz auf weiß dokumentiert – und ihr schafft es nicht, in voller Lautstärke hinter sie zu treten? Dunja Hayali sagt einen klaren Satz über eskalierende Intoleranz, rechte Accounts schneiden den Clip zusammen, blasen ihn auf und die Meute marschiert los. Ergebnis: „Ich hoffe, Sie werden vor Ihrer Familie erschossen“ – solche Sätze, solche Abgründe. Das ist der Moment, in dem Demokratien Flagge zeigen – nicht flüstern.
Liebe CDU: Ihr wisst, wie man Pressearbeit laut inszeniert, wenn’s euch nutzt. Unter Carsten Linnemann gab’s am Wochenende sogar einen Nachruf für Charlie Kirk. Für den rechten Hassprediger reicht es also. Aber für eine deutsche Journalistin, die in diesem Land Morddrohungen erhält, nicht ein einziges Solidaritätswort? Genau das ist das Problem: Mit den Rechten heulen geht, aber mit den Richtigen solidarisch sein, das kriegt ihr nicht hin. Wer sich wegduckt, stellt sich faktisch neben die Täter-Kulisse und lässt sie arbeiten.
Liebe ÖRR-Häuser: Ihr lebt von Leuten, die Front machen, wenn’s ungemütlich wird. Dann gebt ihnen auch sichtbare Rückendeckung – on air, in Social, in Statements. Nicht morgen. Heute. Wenn Drohungen die lauteste Stimme bleiben, hat die Demokratie schon einen Teil ihrer Sendezeit verloren.
Und an die orchestrierten Empörer mit der Schere im Schnittprogramm: Wer erst kürzt, dann hetzt und am Ende Drohungen relativiert, liefert genau den Beweis, den Hayalis Moderation beschrieben hat – dass es immer weniger möglich ist, Meinungsverschiedenheiten auszuhalten, ohne zu eskalieren. Danke für diese unbeabsichtigte Bestätigung.
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