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| RE: Trump und seine "Politik" - ein Sammelthema |
Beitrag Kennung: 1199530
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Am 10. Oktober wird der Name des nächsten Friedensnobelpreisträgers verkündet. Der sicherste Weg, diese Auszeichnung ein für alle Mal wertlos zu machen, bestünde darin, sie Donald Trump zu geben.
Der hat nach eigenem Bekunden zwar schon sieben Kriege beendet, sogar in Ländern, die gar nicht existieren („Aberbaijan“) und zwischen Staaten, deren letzter Krieg vor 150 Jahren stattfand (Ägypten und Äthiopien), aber wen kümmert‘s. Hauptsache, „es bewegt sich was“ im Nahostkonflikt, wie es neuerdings heißt. Ob aus dieser „Bewegung“ tatsächlich eine Waffenruhe, die Rückgabe der Geiseln, ein Ende des Krieges und irgendwann ein Frieden entsteht, der beiden Seiten eine Zukunft in Sicherheit garantiert, ist – bei aller Hoffnung - völlig offen. Denn zu den Eigenheiten von Trump gehört, dass er die Aufmerksamkeitsspanne eines Kleinkindes hat, das sofort das Interesse verliert, wenn die Dinge sich nicht in die gewünschte Richtung bewegen. Oder hat man nach dem Alaska-Spektakel mit Putin jemals wieder etwas gehört von den „schwerwiegenden Konsequenzen“, die Trump ihm für den Fall angedroht hat, dass er sich jetzt nicht ernsthaft in Richtung Frieden bewegt? Warum sich weiter um Frieden bemühen, wenn man einen Deal machen und aus der Situation Profit schlagen kann?
Die Motivation für sämtliche sogenannten Friedensbemühungen Trumps ist nicht der Frieden, sondern der Friedensnobelpreis. Er bemüht sich nicht um ein tieferes Verständnis von Krisen, was die Voraussetzung für nachhaltige Friedensabkommen wäre, sondern kriecht seinen Gesprächspartnern wahlweise in den Arsch oder brüllt sie am Telefon zusammen und bedroht sie, bis sie – tatsächlich oder vermeintlich – tun, was er will.
Trump den Friedensnobelpreis zu verleihen hieße, einen Mann zu belohnen, der in den USA eine SS-ähnliche Truppe auf unbescholtene Menschen hetzt, sie von der Straße weg verhaften und ins Ausland deportieren lässt. Der Familien auseinanderreißt und sie ihrer Lebensgrundlage beraubt, der durch die Zerstörung von USAID Millionen Menschen weltweit ins Elend gestürzt und dem Tod preisgegeben hat. Der Opponenten und Kritiker bedroht und verfolgt, die Kriminellen des 6. Januars begnadigt und auf perverse Weise heroisiert und sich nicht scheut, anlasslos die Nationalgarde – und vielleicht irgendwann auch die Armee - gegen seine Bürger einzusetzen. Einen Mann, der für Hass und Spaltung steht wie kein anderer, und der nicht davor zurückschrecken würde, einen Bürgerkrieg zu entfachen, wenn es seinen Interessen dient.
„Der kriegt den Preis doch nicht“, höre ich von Leuten, die mich beruhigen wollen, „soweit wird es nicht kommen.“
So weit wird es nicht kommen. Das habe ich vor der Wahl von Trump 2016 gedacht und vor der Wahl von Trump 2024. In dieser völlig aus den Fugen geratenen Welt scheint inzwischen alles möglich. Sogar, dass ein hasserfüllter, narzisstischer Soziopath mit gestörter Impulskontrolle den Friedensnobelpreis erhält.
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