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Forum-Thueringen» Politik» Deutschlandpolitik » Propaganda-Geflunker X. - CO² bleibt für lange Zeit in der Atmosphäre » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Propaganda-Geflunker X. - CO² bleibt für lange Zeit in der Atmosphäre
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Pfiffikus   Pfiffikus ist männlich Zeige Pfiffikus auf Karte FT-Nutzer
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Gestern, ~ 02:08 Uhr ~ Pfiffikus schreibt:
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Propaganda-Geflunker X. - CO² bleibt für lange Zeit in der Atmosphäre Beitrag Kennung: 1212200
gelesener Beitrag - ID 1212200


Hin und wieder wird in den Medien geflunkert, um die Menschen für irgendwelchen Aktionismus in Sachen Klimawandel zu begeistern

Damit wir künftig leichter eine Stelle finden, zu der wir zwecks konstruktiver Auseinandersetzung mit dem Thema verlinken können, gehe ich hier mal auf einzelne dieser Propagandaphrasen ein.


Habt Ihr schon einmal so eine Phrase gehört oder gelesen?
Das anthropogene CO² verbleibt über 1000 Jahre in der Atmosphäre.

Ist das nachprüfbar? Natürlich können wir nicht mal schnell einen Kundschafter in eine Zeitmaschine setzen, um das in der Zukunft herauszufinden.
Doch es war messbar, wie lange CO² in der Atmosphäre verbleibt. Ebenso wie in der Nuklearmedizin kann auch CO² radioaktiv markiert werden. Nutzen wir dazu das Kohlenstoffisotop C14! Dieses entsteht normalerweise durch kosmische Strahlung und zerfällt mit einer Halbwertszeit von 5370 Jahren. Dadurch ergab sich bis 1945 ein konstanter Wert, mit dem man zum Beispiel das Alter von Mumien usw. bestimmen kann.


Die Menschheit hat aber ein unfreiwilliges Experiment durchgeführt. In den Jahren 1965 bis 1963 wurden zahlreiche oberirdische Kernwaffenversuche durchgeführt, die meisten ab 1955. Dadurch hat sich der Gehalt von C14 unserer Atmosphäre auf fast 200 pMC erhöht. Seitdem verschwand dieses C14 wieder fast vollständig. Das zeigt diese Grafik, mit der die Archäologen die Radiocarbonmethode präzisieren müssen.


Quelle: https://www.researchgate.net/publication...ry_works_of_art


Das radioaktiv markierte CO² verschwand also nicht mit einer Halbwertszeit von 5370 Jahren, sondern viel viel schneller!! Wie kann das sein? Natürlich weil es in den Kohlenstoffkreislauf aufgenommen wurde und in den Senken verschwand.

Durch dieses unfreiwillige Experiment wurde gezeigt, dass irgendwelches CO², welches sich in der Atmosphäre befindet, innerhalb von wenigen Jahrzehnten wieder aus der Atmosphäre verschwindet und keinesfalls über mehrere Jahrhunderte in der Atmosphäre verbleibt.



Wie Ihr wisst, kommen in den Medien zahlreiche, zum Teil reichweitenstarke Senkenleugner zu Wort. Hier haben wir einen von ihnen, den Professor Harald Lesch.




Die beiden Herren präsentieren eine andere Erklärung für den Rückgang dieser Konzentration, den Süß-Effekt.
  • Das C14 wird seit etwa 1964 weniger. (Unbestritten)

  • Diagramme oder Zahlen zeigen die Herren nicht.

  • Die Menschen verbrennen fossile Energieträger, deren C14 bereits zerfallen ist und im Wesentlichen nur C12 enthält. (Ebenso Unbestritten)

  • Damit wird das C14 in der Atmosphäre verdünnt. (Unbestritten, aber die Zahlen müssen wir uns noch einmal ansehen, wie stark hier verdünnt wird.)



Meine Zweifel an der Verdünnungs-Erklärung:
  • Die Menschheit verbrennt seit etwa 2 Jahrhunderten verstärkt Kohle und Öl. Trotzdem ist dieser "Süß-Effekt" vor 1955 überhaupt nicht in den Messwerten sichtbar. (s. Grafik der Archäologen oben)

  • In den 60er Jahren, also nur 10 Jahre später, war der Süß-Effekt sehr stark. Die Kurve fiel steil ab. Doch damals lagen die menschlichen Emissionen bei nur 10 Gigatonnen CO².


    Quelle: (https://de.statista.com/statistik/daten/...toss-seit-1751/)

  • Nach der Jahrtausendwende stiegen die menschlichen Emissionen immer weiter an, gegenwärtig auf ca. 40 Gt jährlich. Damit müssten in den letzten Jahren viermal mehr Verdünnungseffekte zu sehen sein, als noch in den 60er Jahren. Doch die Grafik der Archäologen oben zeigt das nicht.

  • Der exponentielle Abfall der C14-Kontentration deutet eher auf einen gleichmäßigen Eintrag der Gase in den Ozean gemäß dem Henry-Gesetz hin. Die Kurve ist eher ein Beleg für die Existenz der Ozean-Senke.




Wie angedeutet müssen wir uns noch einmal mit den Zahlen beschäftigen. Dazu schauen wir uns im IPCC-Bericht auf Seit 700 die relevanten Zahlen an, die in der Grafik zu sehen sind:
https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg1/downl..._FullReport.pdf




Wichtige Werte aus dem IPCC-Bericht:
  • Es sind ca. 591+279=870 Pg Kohlenstoff in der Atmosphäre.

  • Jährliche Emissionen der Menschen heute: 15Pg Kohlenstoff, das entspricht 40Gt "sauberes" CO² ohne C14. 2010 waren es nur 33Gt. In vergangenen Jahrzehnten war es signifikant weniger.

  • Kann diese vergleichsweise geringe Menge "sauberes" CO² die Menge in der Atmosphäre so weit verdünnen, wie im Diagramm zu sehen ist? Ich sehe das nicht.


Aus diesem Grunde finde ich, dass die Messwerte die Existenz von sehr wirksamen CO²-Senken bestätigen.



Pfiffikus,
der nun um sachdienliche Diskussionsbeiträge bittet



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daggi007   daggi007 ist weiblich Zeige daggi007 auf Karte FT-Nutzerin
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Wohnort: Gera



Gestern, ~ 13:40 Uhr ~ daggi007 schreibt:
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14 erhaltene Danksagungen

erhaltene Verwarnungen:
RE: Propaganda-Geflunker X. - CO² bleibt für lange Zeit in der Atmosphäre Beitrag Kennung: 1212238
gelesener Beitrag - ID 1212238


Ja CO₂ kann in Senken verschwinden?
Kurzfristig etwa die Hälfte unserer Emissionen pro Jahr, also üngefähr 20 Gt CO₂/Jahr. Das ist aber kein Naturgesetz. Mit weiterem Erwärmen wird diese Quote sinken – dann bleibt ein größerer Anteil in der Atmosphäre. Die Senken sätigen sich. Dürren, Brände, Entwaldung kommen noch dazu. Das Klima wird also für viele Generationen stark verändert werden.
Halbierung der Emissionen heute würde den Anstieg fast stoppen, aber nicht zu einem schnellen Rückgang führen. Selbst bei Null‑Emissionen fällt CO₂ in der Atmosphäre nicht wieder auf vorindustrielle. Ein großer Rest bleibt sehr lange. Genau deshalb meine ich sprechen Wissenschaftler davon, dass CO₂ eine Lebensdauer von vielen Jahrhunderten, vermutlich ewig hat.



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Pfiffikus   Pfiffikus ist männlich Zeige Pfiffikus auf Karte FT-Nutzer
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Wohnort: Debschwitz



Heute, ~ 13:29 Uhr ~ Pfiffikus schreibt:
images/avatars/avatar-461.jpg im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Propaganda-Geflunker X. - CO² bleibt für lange Zeit in der Atmosphäre Beitrag Kennung: 1212255
gelesener Beitrag - ID 1212255


Zitat:
daggi007 hat am 04. Februar 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Ja CO₂ kann in Senken verschwinden?
Ja sicher.

Im Nachbarthema haben wir es ja nachgerechnet. Die menschlichen Emissionen müssten die CO²-Konzentration rechnerisch jährlich um 7,38ppm erhöhen. Doch sie steigt nur 2-3 ppm jährlich. Der Rest vom CO² muss in den Senken verschwunden sein, weil ich nicht an Zauberei glaube.



Zitat:
daggi007 hat am 04. Februar 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Kurzfristig etwa die Hälfte unserer Emissionen pro Jahr, also üngefähr 20 Gt CO₂/Jahr. Das ist aber kein Naturgesetz.
Das hast Du richtig erkannt.

Insbesondere ist zu erwarten, dass die Landsenke nur 100 Jahre wirksam bleiben kann. Die Waldgrenze hat sich nach Norden verschoben, die heute schon vorhandenen Bäume wachsen besser. Doch spätestens in 100 Jahren sind diese Bäume ausgewachsen und werden sich am üblichen Kohlenstoffkreislauf beteiligen, mit nur noch minimaler Senkenwirkung. Das ist unbestrittener Fakt.

Die Ozeansenke wird uns noch länger erhalten bleiben. Messungen ergaben, dass vor allem die Oberfläche mehr CO² bekommen hat. Die Tiefsee wurde überhaupt noch nicht mit neuem CO² angereichert worden ist. Die Wikipedia meint, dass die AMOC eine Umlaufzeit von 1000 bis 1500 Jahren hat.
Selbst danach dürfte auch noch jeder Batzen Wal-Kacke auf den Meeresgrund absinken und den darin gebundenen Kohlenstoff für sehr lange Zeit da unten deponieren.
Also es dürfte sicher sein, dass wir beide das Versiegen der Ozeansenke nicht mehr erleben werden.

Das Versagen der Senken wird also in einem solchen Zeithorizont stattfinden, in dem die fällige Disruption schon im Selbstlauf zu einer ordentlichen Dekarbonisierung geführt hat.
Weiterhin ist es in einem solchen Zeithorizont gewiss auch wahrscheinlich, dass sich die Menschheit neue Energiequellen wie die Kernreaktoren der 4. und 5. Generation oder sogar die Kernfusion erschließen wird.

Die Einbeziehung der Senken halte ich für eine wesentlich sinnvollere Übergangsstrategie, als manche Leute lieber Gaskraftwerke als Übergangslösung favorisieren. Endgültig wird diese Lösung nicht sein.


Zitat:
daggi007 hat am 04. Februar 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Mit weiterem Erwärmen wird diese Quote sinken – dann bleibt ein größerer Anteil in der Atmosphäre. Die Senken sätigen sich.
Du sprichst hier einen gegenläufigen Effekt an. Den gibt es in der Tat.
Wenn Du eine Flasche spritziges Mineralwasser aus dem Kühlschrank nimmst und um zwei oder drei Grad erwärmst, wird etwas CO² ausperlen. Dasselbe wäre auch beim Ozean zu erwarten.
Ich habe auch schon mit Leuten gesprochen, die gehen von einer irgendwie natürlichen Erwärmung der Erde aus. Und die Korrelation mit der höheren CO²-Konzentration führen sie auf dieses Ausgasen zurück. Das CO² wäre nach deren Logik angeblich nicht die Ursache, sondern die Wirkung der Erwärmung. Aus diesem Grunde wäre die ganze Klimapolitik sinnlos.

Bitte begib Dich nicht auf diesen Holzweg. In der Tat wäre durch ein paar Grad Erwärmung etwas Ausgasen von CO² zu erwarten. Die Menschheit hat den Partialdruck vom CO² in der Atmosphäre fast verdoppelt und wird die Verdopplung möglicherweise sogar noch schaffen. Nach dem Henry-Gesetz wird dadurch auch die doppelte Menge CO² ins Wasser gepresst. (Nachfolgende Reaktionen, Kohlensäure, Karbonate, Biologie usw. lassen wir jetzt mal unberücksichtigt.)
Schau mal in die rechte untere Ecke der orangefarbenen Abbildung, vom IPCC die ich oben eingefügt habe.
Es wird zwar nicht die Menge CO², sondern die Menge vom Kohlenstoff dargestellt. Wen es interessiert, das müsste man mit der molaren Masse von C (12) und von CO² (44) einfach umrechnen.
Du siehst, welche winzige Menge der Ozean jährlich aufnimmt, im Vergleich zur bereits vorhandenen Menge.


Zitat:
daggi007 hat am 04. Februar 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Dürren, Brände, Entwaldung kommen noch dazu. Das Klima wird also für viele Generationen stark verändert werden.
Das ist völlig unbestritten und gehört bekämpft, hat allerdings nichts mit den CO²-Senken zu tun, sondern eher mit Whataboutismus.


Zitat:
daggi007 hat am 04. Februar 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Halbierung der Emissionen heute würde den Anstieg fast stoppen, aber nicht zu einem schnellen Rückgang führen. Selbst bei Null‑Emissionen fällt CO₂ in der Atmosphäre nicht wieder auf vorindustrielle. Ein großer Rest bleibt sehr lange.
Damit hast Du Recht.
Meine Konsequenz hast Du ja bereits im Nachbarthema gelesen. Wir sollten die am niedrigsten hängenden Früchte ernten. Die Halbierung der Emissionen stellt gewiss ein wichtiges Teilziel dar. Es spräche auch nichts dagegen, weiter zu gehen - solange die Früchte erreichbar (bezahlbar) sind.
Aber bei manchen Emissionen ist eine Reduktion auf Null einfach nicht wirtschaftlich darstellbar.



Pfiffikus,
der die Stahl- und Chemieindustrie lieber in Deutschland halten würde, als diese zu dekarbonisieren



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