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Forum-Thueringen» Speziell» Arbeit, Rente & Hartz IV » Streiks bei der Bahn - Streik der Lokführer » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Streiks bei der Bahn - Streik der Lokführer
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kritiker   Zeige kritiker auf Karte FT-Mitglied
1.436 geschriebene Beiträge
Wohnort: Gera



12.12.2007 ~ 20:01 Uhr ~ kritiker schreibt:
FT-Nutzer seit: 23.03.2006
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RE: Streiks bei der Bahn - Streik der Lokführer Beitrag Kennung: 91127
gelesener Beitrag - ID 91127


ich wollte nur mal kurz fragen ob das thema geändert wurde! geht es jetzt um technik, oder immer noch um arbeitskampf?



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"Earlier were patriots in the government and criminals in prison. But now, the times have changed."
(unknown from the www)


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Spezi   Zeige Spezi auf Karte FT-Mitglied
339 geschriebene Beiträge
Wohnort: Schluckhausen



12.12.2007 ~ 20:09 Uhr ~ Spezi schreibt:
images/avatars/avatar-252.gif FT-Nutzer seit: 25.01.2007
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RE: Streiks bei der Bahn - Streik der Lokführer Beitrag Kennung: 91128
gelesener Beitrag - ID 91128


Zitat:
kritiker hat am 12. Dezember 2007 um 20:01 Uhr folgendes geschrieben:
ich wollte nur mal kurz fragen ob das thema geändert wurde! geht es jetzt um technik, oder immer noch um arbeitskampf?


Was ist gegen Technik einzuwenden? Endlich mal was interessantes im Forum. Ständig dieses Politikgelabre, dass ließt man doch in jedem Unterforum hier. großes Grinsen



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Bier BIER: Das Gehirn braucht kein Blut, es muss feucht gehalten werden Bier


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Erich Mielke   Zeige Erich Mielke auf Karte Benutzerkonto wurde gelöscht
12 geschriebene Beiträge
Wohnort: Normannenstraße Gebäude 1



12.12.2007 ~ 20:48 Uhr ~ Erich Mielke schreibt:
FT-Nutzer seit: 06.03.2007
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RE: Streiks bei der Bahn - Streik der Lokführer Beitrag Kennung: 91158
gelesener Beitrag - ID 91158


Es geht nicht nur um Arbeitskampf, es geht um Klassenkampf! Völker hört, Lokführer seht und Foristen lest die Signale!!!

Es geht um eure politische Bildung und einen politisch-ideologischen klaren Klassenstandpunkt. Da ihr diesbezüglich seit 18 Jahren leider nicht mehr regelmäßig im Kindergarten vorbereitet, in der Schule, bei der Berufsausbildung, während des Studiums, bei der Armee, auf eurer Arbeit, in eurem Wohngebiet, in eurer Freizeit, durch Fernsehen und Rundfunk der DDR, durch die sozialistische Presse und bei anderen Gelegenheiten geschult werdet und ich euch auch nicht mehr wie früher überwachen lassen kann, kümmern sich nun die zuständigen Genossen hier im Forum um euch. Ihr solltet Ihnen dankbar sein!



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Ich liebe ? Ich liebe doch alle ? alle Menschen ? Na ich liebe doch ? Ich setzte mich doch dafür ein!


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Herasun   Zeige Herasun auf Karte FT-Mitglied
2.322 geschriebene Beiträge
Wohnort: Gera



12.12.2007 ~ 23:41 Uhr ~ Herasun schreibt:
FT-Nutzer seit: 13.04.2006
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RE: Streiks bei der Bahn - Streik der Lokführer Beitrag Kennung: 91200
gelesener Beitrag - ID 91200


Zitat:
Spezi hat am 12. Dezember 2007 um 20:09 Uhr folgendes geschrieben:
Was ist gegen Technik einzuwenden?


Im Prinzip gar nichts.
Wenn das Thema aber da lautet:
Streiks bei der Bahn - Streik der Lokführer,
dann sollte man auch versuchen bei diesem Thema zu bleiben.

Zitat:
Spezi hat am 12. Dezember 2007 um 20:09 Uhr folgendes geschrieben:
Ständig dieses Politikgelabre, dass ließt man doch in jedem Unterforum hier. großes Grinsen


Tja, und wen dieses "Politgelabere" langweilt, der hat ja immerhin die Freiheit, in solche Themen gar nicht erst reinzuschaun. Oder?

...und Tschüß!



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Laßt uns das Leben genießen, solange wir es nicht begreifen.
Kurt Tucholsky


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U.Walluhn   Zeige U.Walluhn auf Karte Benutzer wurde gesperrt am 23.07.2008 um 11:10 Uhr
1.561 geschriebene Beiträge
Wohnort: Bad Pyrmont-Löwensen



13.12.2007 ~ 00:33 Uhr ~ U.Walluhn schreibt:
images/avatars/avatar-564.jpg FT-Nutzer seit: 02.09.2007
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RE: Streiks bei der Bahn - Streik der Lokführer Beitrag Kennung: 91204
gelesener Beitrag - ID 91204


Satire ein: Ich begrüße und beglückwünsche unseren tapferen Genossen Erich Mielke. Er weilt wieder unter uns. Gott wollte ihn nicht und schickte ihn zum Teufel, doch der wollte ihn auch nicht, denn er hat schon Lenin, Breschnjew, Ulbricht und Honecker. Also schickte der Teufel den Mielke wieder nach Berlin. Mann bin ich froh, dass endlich einer ordentlich im Forum aufpasst! Satire aus.
Leute kommt bitte zum Thema zurück. Noch immer eine Einigung mit der GDL.



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Benutzer wurde aus folgenden Gründen gesperrt:

- Doppelmitgliedschaft
- mehrfache Beleidigungen gegen Mitglieder
- mehrfache Diffamierung unserer Webseite in der Öffentlichkeit
- mehrfache Verstöße gegen unsere Forumregeln

Dieser Beitrag wurde 2 mal bearbeitet, zum letzten Mal von U.Walluhn: 13.12.2007 00:34.



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Käptn Blaubär   Zeige Käptn Blaubär auf Karte FT-Mitglied
994 geschriebene Beiträge
Wohnort: Meuselwitz



13.12.2007 ~ 13:49 Uhr ~ Käptn Blaubär schreibt:
images/avatars/avatar-2175.jpg FT-Nutzer seit: 02.02.2007
213 erhaltene Danksagungen
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RE: Streiks bei der Bahn - Streik der Lokführer Beitrag Kennung: 91244
gelesener Beitrag - ID 91244


Zitat:
kritiker hat am 12. Dezember 2007 um 20:01 Uhr folgendes geschrieben:
ich wollte nur mal kurz fragen ob das thema geändert wurde! geht es jetzt um technik, oder immer noch um arbeitskampf?


Die Technik - in dem Fall die Lokomotiven - ist absolut notwendig, denn ohne diese hätten wir keine Lokführer die sich in einer so wunderbaren Gewerkschaft wie der GDL verienen könnten um diesen widerwärtigen Bahnvorstand mittels Streik die grenzen zu zeigen.


Zitat:
Spezi hat am 12. Dezember 2007 um 20:09 Uhr folgendes geschrieben:
Ständig dieses Politikgelabre, dass ließt man doch in jedem Unterforum hier. großes Grinsen


Dieses "Politikgelabre" gibt dem Forum aus meiner Sicht seinen Wert ist der Grund für meine Mitgliedschaft hier im Forum. Eine Spielkonsole kann ich mir selbst kaufen und in meinem Keller habe ich selbst eine Spassecke.



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kritiker   Zeige kritiker auf Karte FT-Mitglied
1.436 geschriebene Beiträge
Wohnort: Gera



13.12.2007 ~ 16:51 Uhr ~ kritiker schreibt:
FT-Nutzer seit: 23.03.2006
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RE: Streiks bei der Bahn - Streik der Lokführer Beitrag Kennung: 91282
gelesener Beitrag - ID 91282


Zitat:
Käptn Blaubär hat am 13. Dezember 2007 um 13:49 Uhr folgendes geschrieben:
...Eine Spielkonsole kann ich mir selbst kaufen und in meinem Keller habe ich selbst eine Spassecke.

vorsicht, käptn, ich wurde wegen ähnlicher äußerungen schon auf den müll geworfen! Ja
bis dann



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"Earlier were patriots in the government and criminals in prison. But now, the times have changed."
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Simson   Zeige Simson auf Karte Benutzerkonto am 16.04.2013 gelöscht
4.398 geschriebene Beiträge
Wohnort: Gera



13.12.2007 ~ 20:10 Uhr ~ Simson schreibt:
images/avatars/avatar-34.gif FT-Nutzer seit: 14.02.2003
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RE: Streiks bei der Bahn - Streik der Lokführer Beitrag Kennung: 91357
gelesener Beitrag - ID 91357


Zitat:
U.Walluhn hat am 13. Dezember 2007 um 00:33 Uhr folgendes geschrieben:
Leute kommt bitte zum Thema zurück. Noch immer eine Einigung mit der GDL.

Die GdL verhandelt wieder mit der Deutschen Bahn AG, die seit einiger Zeit in Angriff genommene Anpassung bzw. Veränderung der Entgeltstruktur innerhalb der Bahn nimmt Konturen an und die drei Bahngewerkschaften werden künftig wieder zusammenarbeiten.

Meldung auf web.de vom 13.12.2007



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Zwötzner   Zeige Zwötzner auf Karte FT-Mitglied
128 geschriebene Beiträge
Wohnort: Zwötzen



14.12.2007 ~ 00:35 Uhr ~ Zwötzner schreibt:
images/avatars/avatar-115.jpg FT-Nutzer seit: 10.07.2006
9 erhaltene Danksagungen
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RE: Streiks bei der Bahn - Streik der Lokführer Beitrag Kennung: 91431
gelesener Beitrag - ID 91431


mal abwarten was dabei herauskommt.



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Bei Licht besehen ist der Leithammel auch nur ein Schaf


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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Mitglied
24.186 geschriebene Beiträge
Wohnort: Gera



22.12.2007 ~ 09:21 Uhr ~ gastli schreibt:
images/avatars/avatar-2026.jpg FT-Nutzer seit: 03.12.2005
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RE: Streiks bei der Bahn - Streik der Lokführer Beitrag Kennung: 93352
gelesener Beitrag - ID 93352


Ein Artikel gefunden bei "Radio Utopie"

Zitat:
Warum die GDL-Lokführer Erfolg haben

Berlin, Frankfurt: Wahrlich kein Tag des Autopiloten. Die Bahn AG muss wieder mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer über einen eigenständigen Tarifvertrag verhandeln. Warum?
Das Ende der Deutschland AG

Die Deutschland AG, sie schlingert, man könnte sagen - sie schmiert ab. Das alte Geflecht der Erpressung, der Korruption und des unerträglichen Betrugs aus Seilschaften, Beteiligungen und Mitwisserschaft, welches sich in fast 60 Jahren im Kapitalismus westdeutscher Nachkriegszeit wie ein gieriges Spinnennetz über die Republik erhoben hatte, es ist durch eine kleine, mutige und 140 Jahre alte Gewerkschaft zerrissen worden, die zwar über keine Lobby, keinen Apparat und wenig Geld verfügt, aber dafür etwas anderes - Rückgrat, Ehre und Kampfeswillen. Denn die GDL hat etwas geschafft, was selbst Gott nur mit unserer Hilfe hinbekommt: sie hat eine deutsche “Regierung” zum Handeln gezwungen.

Wenn man sich mal unseren “Ich-geh-allem-aus-dem-Verkehr-Minister” Wolfgang Tiefensee gestern in den Tagesthemen anschaut, dann ist er der beste Zeuge für etwas Ungeheuerliches: eine demokratische Gewerkschaft.
Wolfgang Tiefensee wörtlich: “Ein Streik will niemand und ich hab heute wieder einmal mehr festgestellt - beide Tarifpartner, weder Herr Mehdorn, noch Herr Schell, wollen den Streik”.

So. Nun hat aber gestern die GDL einen unbefristeten Erzwingungs-Streik für den 7.Januar angekündigt. Laut Tiefensee gegen den Willen des Gewerkschaftsvorsitzenden Manfred Schell. D.h. es hat sich hier das abgespielt, was für eine Republik - eine Demokratie mit den Spielregeln einer Verfassung - normal ist, aber für das Kapital alles Infernalische, Teuflische und Gemeingefährliche höchstselbst ist: die Basis, das Volk, die Menschen entscheiden mit der Gewalt einer demokratischen und fairen Abstimmung was hier läuft und der Rest hat die Schnauze zu halten und zu parieren.

5 Jahre Kampf der GDL-Lokführer

Mit dem Verweis auf unvereinbare tarifpolitische Ziele löste sich die GDL bereits im Juli 2002 aus der Tarifgemeinschaft der Deutschen Bahn, die sie bis dahin mit der gleichfalls zum dbb beamtenbund und tarifunion gehörenden GDBA sowie der DGB-Gewerkschaft Transnet bildete. Im November 2002 scheiterte ein Ergänzungstarifvertrag, der bis zu 18 zusätzliche unbezahlte Schichten pro Jahr bei DB Regio vorsah, am Widerstand der GDL.

Im Februar 2003 legte die GDL erstmals einen Vorschlag für einen Spartentarifvertrag für das Zugpersonal vor. Verhandlungen von März bis Mai 2003 zwischen DB AG und der Gewerkschaft scheiterten; am 6. März 2003 kam es zu einem Warnstreik. Ein Schlichtungsverfahren bleibt ohne Ergebnis, aber bereits damals bescheinigt ein Gerichtsurteil der GDL, für einen eigenen Tarifvertrag streiken zu dürfen. Im Mai 2003 wurde eine Regelungsabrede zwischen DB und GDL vereinbart; diese legt eine Tarifführerschaft der GDL fest: Belange der Lokführer dürfen nicht über die GDL hinweg entschieden werden. Im Februar 2005 scheitern Verhandlungen über einen Flächentarifvertrag; nach Angaben der GDL kommt es, neben einem Kündigungsschutz und Fragen der Arbeitszeit, zu keiner signifikanten Einkommensverbesserung des Fahrpersonals. Im August 2005 werden Verhandlungen zwischen DB und GDL über Langzeitarbeitskonten und einen Sozialsicherungstarifvertrag aufgenommen. Die Verhandlungen scheiterten, nachdem keine Einigung über die Verwendung der Mittel erreicht werden konnte. Im Anschluss legte die GDL einen Qualifizierungstarifvertrag vor, über den seither keine Verhandlungen mehr erfolgten.

Bereits im Mai 2006 beschloss das höchste Gremium der Lokführergewerkschaft, die Generalversammlung, die Forderung nach einem eigenständigen Fahrpersonaltarifvertrag (insbesondere Lokführer, Zugbegleiter und Mitarbeiter der Bordgastronomie). Diesen stellte sie im Frühjahr 2007 als Modell vor. Er sah bessere Arbeitsbedingungen und eine Erhöhung des Grundentgeltes um bis zu 40 Prozent vor, wobei einige Zulagen der heutigen Entgeltsystematik in das Grundentgelt integriert werden sollten.

Vor diesem Hintergrund erfolgten dann am 3. und 10. Juli 2007 flächendeckende Warnstreiks des in der GDL organisierten Fahrpersonals. Es waren die ersten flächendeckenden Lokführerstreiks in der Geschichte der Deutschen Bahn AG. Ende Juli wurde die Urabstimmung eingeleitet. Am 6. August gab die GDL das Ergebnis bekannt, wonach eine Mehrheit von 95,8 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für einen Streik stimmte. Die GDL kündigte daraufhin für den 9. August 2007 erste bundesweite Streikaktionen an. Diese versuchte die Deutsche Bahn zunächst per Einstweiliger Verfügung durch das Arbeitsgericht Nürnberg zu verbieten, diese galt bis zum Abschluss des Hauptsacheverfahrens in Chemnitz, längstens bis zum 30. September 2007.

Der Rest ist bekannt.

Die GDL: Gewerkschaft ohne Apparat

Dass nach Angaben der Transnet im Rahmen der Tarifauseinandersetzung bis Mitte August 2007 nahezu 1.000 Gewerkschaftsmitglieder zur GDL wechselten, sagt viel, aber nicht alles. Das entscheidende sagt folgende Zahl:
bei etwa 34.000 Mitgliedern (Stand: Juli 2007, jetzt werden es über 35.000 sein), hat die GDL nur 49 Vollzeitbeschäftigte in der Verwaltung.
Darum geht es. Keine Bande von Quatschnasen und Sesselplattsitzern die sich verselbstständigt, den ganzen Tag nur schwatzt, telefoniert oder im Chatroom bei Lycos abhängt, eigene Verwaltungstreffen abhält, Kaffee trinkt und mit “bürokratischem Widerstand” ihre Privilegien des Nichtstuns verteidigt.
Das ist eine Gewerkschaft. Und kein elender, mieser Witzverein wie der DGB.

Manfred Schell hinterlässt Claus Weselsky ein gutes Erbe

Der Gewerkschaftsvorsitzende Manfred Schell wollte den Streik am 7.Januar nicht. Das heisst jetzt nicht, dass er kein Guter ist, im Gegenteil - das war sein grösster Trumpf. Er konnte gegenüber dem Tarifpartner und der Öffentlichkeit, als der Verantwortliche für das Schicksal und der Zukunft seiner 140 Jahre alten Gewerkschaft, hundertprozentig glaubwürdig darlegen, dass es ihm um eine Einigung ging. Letztendlich zählt aber immer das Ergebnis, und da band ihn der demokratische Beschluss des höchsten, weil niedrigsten Gremiums, der Entscheid der GDL-Generalversammlung vom Mai 2006. Er musste den Streik verkünden, auch weil das höchste, weil niedrigste Gremium zwischen den Generalversammlungen, der GDL-Hauptvorstand, weiter den Beschluss so verteidigte, wie ihn die Generalversammlung vor 1 1/2 Jahren beschlossen hatte.

Der stellvertretende GDL-Vorsitzende (nicht “Chef”, sondern Vorsitzende) Claus Weselsky, hatte vorgestern in den Tagesthemen noch einmal das deutsche Murmeltier gegrüsst. Wie immer schick angezogen, höflich im Ton und schienbeinhart in der Sache, machte er noch mal klar, wo der Hase in den Igelstachel lief: kein eigenständiger Tarifvertrag, ergo Streik. Das war der “Druck von aussen”, von dem dann der ex-Leipziger Bürgermeister Wolfgang Tiefensee gestern sprechen musste , das ist der Grund für die neuen Verhandlungen, das ist der Grund warum die Bahn AG jetzt den eigenständigen Tarifvertrag für die Lokführer unterschreiben muss.
Manfred Schell gestern nach Verlassen des Verkehrsministeriums (wie immer wörtliche Rede, 1):
“Also die Uhr tickt, die Uhr tickt, jetzt warten wir darauf, was es uns gelingt, es..alles Andere ist..weg vom..sondern es geht nur noch jetzt, die Verhandlungen, um Entgelt und um Arbeitszeit”.

Das heisst: der DBAG-Eigentümer Bundesrepublik, stellvertretend die Bundesregierung, ausführend Verkehrsminister Tiefensee hat seinen Staatskonzern angewiesen, den Lokführern einen eigenständigen Tarifvertrag herauszurücken. Warum nicht gleich so.

Wenn Manfred Schell in Rente geht, hinterlässt er dem wahrscheinlichen Nachfolger Claus Weselsky, der sich natürlich erst in einer fairen und demokratischen Abstimmung durchsetzen muss, ein gutes Erbe. Und nicht nur ihm. Sondern der ganzen Berliner Republik.

Sie hat es ihm zu danken.




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