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Forum-Thueringen» Politik» Europapolitik » Generalstreik - Griechen rebellieren gegen Brüsseler Spardiktat » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Generalstreik - Griechen rebellieren gegen Brüsseler Spardiktat
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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
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19.02.2015 ~ 17:21 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Generalstreik - Griechen rebellieren gegen Brüsseler Spardiktat Beitrag Kennung: 750341
gelesener Beitrag - ID 750341


Zitat:
Moon hat am 19. Februar 2015 um 15:57 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
gastli hat am 19. Februar 2015 um 08:23 Uhr folgendes geschrieben:
bla, bla, bla ... nichts anderes als tumbe faktenlose Hetze ... bla, bla bla

gastli, du machtst dich mit deinem Geschmiere hier immer lächerlicher.


Doch.
Du beleidigst mich.



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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
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19.02.2015 ~ 18:43 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Generalstreik - Griechen rebellieren gegen Brüsseler Spardiktat Beitrag Kennung: 750358
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Danke, Alexis Tsipras für die Einblicke in europäische Herrschaftsstrukturen.
Es wirft sich die Frage auf, wer in Europa eigentlich regiert.
Sind es die Technokraten oder gewählte Politiker?
Inzwischen wird immer deutlicher, dass die griechischen Spitzenpolitiker genau das machen wollen, wofür sie gewählt wurden: Politik. Und das scheint in Europa alles durcheinander zu bringen.
Weiter so!
Danke an die Nachdenkseiten.
Hier veröffentlicht man einen übersetzten Teil der Rede von Alexis Tsipras zum Verhandlungsverlauf der EU-Finanzminsiter-Treffen in Brüssel am Mittwoch.
Da wird getrickst!
Was man Varoufakis nun immer in die Schuhe schieben will - dass er "spielt" weil er sich mit Spieltheorie befaßt hat!
Das scheint bezeichnender für das Verhalten der EU-Technokraten zu sein.
Vielleicht ist es das, was sie am meisten stört, dass sie von den Athenern dabei gestört werden.
Die fühlen sich nämlich auch den verarmten Bevölkerungsteile in ihrem Land verpflichtet und wollen mit politischen Mitteln agieren.
Und damit erscheint man in Brüssel wie "Anfänger", "Halbstarke", "Spieler", als "unrealistisch", "ohne Plan", "verantwortungslos" und so weiter.
Und der allergrößte Teil deutscher Medien plappert das jeden Tag raus - und rein in die deutschen Köpfe.
Noch zwei Lesetipps:
Thomas Eipeldauer auf Hintergrund.de: "Deutschland hat unsere Kapitulation gefordert"
Robert Misik, Zeit-online: "Alle auf die Kleinen. Solidarität wird in Europa zum Fremdwort".



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Moon
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20.02.2015 ~ 00:26 Uhr ~ Moon schreibt:
RE: Generalstreik - Griechen rebellieren gegen Brüsseler Spardiktat Beitrag Kennung: 750390
gelesener Beitrag - ID 750390


Zitat:
gastli hat am 19. Februar 2015 um 17:21 Uhr folgendes geschrieben:
... Du beleidigst mich.

***... naja egal.
#####################################################

Zitat:
Hilfsantrag aus Griechenland
Schäubles Nein sorgt für Zoff in Berlin

Schäubles Nein zum griechischen Hilfsantrag sorgt für innenpolitischen Streit. Wirtschaftsminister Gabriel findet die Absage verfrüht, von der Opposition kommt harsche Kritik. "Der Koalitionsknatsch ist für die deutsche Verhandlungsposition nicht hilfreich", sagt ZDF-Hauptstadtkorrespondent Thomas Walde. ...

Quelle

Ja ja schon klar, der *** Gabriel unterstützt das rote Griechenland.

Keinen einzigen Steuercent mehr nach Griechenland!


*** Beleidigung gelöscht


Dieser Beitrag wurde 2 mal bearbeitet, zum letzten Mal von Digedag: 20.02.2015 16:29.



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20.02.2015 ~ 07:32 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Generalstreik - Griechen rebellieren gegen Brüsseler Spardiktat Beitrag Kennung: 750398
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Bitte einfach noch einmal diesen Faktencheck lesen.
Veröffentlicht im kommunistischen Kampfblatt "SPIEGEL".

Siehe auch: "Wer rettet wen?"



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Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zum letzten Mal von gastli: 20.02.2015 07:43.



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20.02.2015 ~ 07:59 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Generalstreik - Griechen rebellieren gegen Brüsseler Spardiktat Beitrag Kennung: 750401
gelesener Beitrag - ID 750401


So mancher hier verstehst nicht, dass diese gewaltigen Milliardensummen, die den Griechen angeblich helfen sollen doch zu fast 80% direkt an den Finanzsektor abfließen – also unter anderem DEUTSCHEN BANKEN zu gewaltigen Gewinnen verhelfen.

Schäuble gibt sich alle Mühe das Bild vom hässlichen Deutschen wiederzubeleben.
Schäuble schiebt das Geld nach wie vor den raffgierigen Banken, die die Krise verursacht haben, in den Rachen und beklagt sich, wenn sich die Griechen beklagen.
Merkel, erbärmlich wie immer, sagt keinen Pieps und lässt ihren Finanzminister das europäische Porzellan zerschlagen.
Auch der lammfromme Gabriel ärgert sich vernehmlich über das halsstarrige Agieren von Schäuble, der im Gegensatz zu dem renommierten Ökonomie-Professor Varoufakis über keinerlei Fachkenntnis in der Materie verfügt.
Schäuble drückt seine Austeritätspolitik durch, ohne das es irgendwelche Belege dafür gäbe, dass es jemals in der Geschichte der Menschheit funktioniert hätte eine bankrotte Wirtschaft durch radikales Sparen und Abwürgen jedes Konjunkturimpulses mitten in der Krise wieder in Gang zu bringen.

Ich erinnere:
Auch Deutschland steht heute so gut da, weil die Bundesregierung im Krisenjahr 2008 durch den SPD-Finanzminister Steinbrück genau das Gegenteil dessen tat, was man heute von Athen verlangt:
Es wurden massive Konjunkturprogramme aufgelegt, zig Milliarden Euro geliehen, um die stotternde Nachfrage wieder anzukurbeln. Merkel und Steinbrück fluteten die heimische Wirtschaft geradezu mit Geld – Beispiel Abwrackprämie.
Das was damals offensichtlich funktionierte, will man nun gerade NICHT für Griechenland, sondern setzt auf ein Rezept, das noch nie funktionierte, das Millionen in Armut treibt, Tausende Kinder hungern lässt.

Ausgerechnet Merkel, die Frau mit dem vollen Hosenanzug, die ihren Wählern nicht die allergeringste Änderung zumuten mag, verlangt von den Griechen noch viel radikaler zu kürzen. Man stelle sich vor, was in Deutschland los wäre, wenn hier die Renten um 50% gekürzt würden und die Wähler daraufhin Obdach und Krankenversicherung verlören.
Ich wage sehr zu bezweifeln, dass sie bei der nächsten Wahl wieder CDU wählen würden, damit die noch grausamer spart.

Und nun, Potzblitz, Überraschung, haben die griechischen Wähler gesagt: ES REICHT. Sie wollen endlich eine andere Politik. Eine Politik, die nicht fremdbestimmt ist und offensichtlich seit Jahren die Lage immer nur verschlimmert.
Gut so.



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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Nutzer
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20.02.2015 ~ 08:20 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Generalstreik - Griechen rebellieren gegen Brüsseler Spardiktat Beitrag Kennung: 750404
gelesener Beitrag - ID 750404


Zitat:
[quote]Griechenland erlässt Armen ihre Schulden
Beim Schuldenschnitt geht Griechenland selbst mit gutem Beispiel voran: Armen, die beim Staat Steuer- oder Sozialversicherungsschulden haben, wird ein Teil davon erlassen. Wer 200 Euro seiner Ausstände beim Staat bezahle, dem könne die Hälfte der übrigen Schuld ganz erlassen werden, sagte Finanzstaatssekretärin Nadia Valvani am Mittwoch in Athen. 67 von insgesamt 76 Milliarden Euro an Aussenständen seien ohnedies nicht einbringlich. Die Vorgängerregierungen hätten Kleinstschuldner bedrängt und vermögende Griechen verschont. "Das wird korrigiert", so Valvani.

[Quelle: http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrich...n-ihre-Schulden]

Seht ihr:
So eine "schlimme" Politik kommt dabei heraus, wenn man Linke wählt.



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prospero   Zeige prospero auf Karte FT-Nutzer
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20.02.2015 ~ 09:02 Uhr ~ prospero schreibt:
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RE: Generalstreik - Griechen rebellieren gegen Brüsseler Spardiktat Beitrag Kennung: 750411
gelesener Beitrag - ID 750411


Mein ganz großes Dankeschön geht an gastli für die vielen guten Information.
-######

Wohin man auch schaut, liest man in der Qualitätsjournaille (und deren nachplapperndem Pöbel) nichts als einseitige Polemik gegenüber Griechenland. Umso schöner, dass es wenigstens noch unaufgeregte Medien wie TELEPOLIS gibt, die einfach nur berichten.

Nur mal eben einige der typischen Kurzdenker-Parolen aufgegriffen:

"Die Griechen haben getrickst und besch-issen, damit sie den Euro bekommen!"

Welche Griechen? Die SYRIZA? Nein, ganz im Gegenteil. Besch-issen haben die Vorgängerregierungen. Und das waren Merkels besten Kumpel, nämlich Konservative und Sozialdemokraten. Und deren Betrug wurde in der EU abgenickt von Konservativen und Sozialdemokraten. Seid doch froh, dass endlich mal keine Betrüger mehr in Griechenland regieren - und ganz im Gegenteil sogar diese Verbrechen aufarbeiten wollen!

"Die Griechen sind korrupt bis ganz oben!"

Nochmal: Welche Griechen? Die SYRIZA? Nein, ganz im Gegenteil. Korrupt waren die Vorgängerregierungen. Merkels Komplizen eben. Trotz aller "Sparauflagen" mussten beispielsweise noch U-Boote und Waffen für dreistellige Millionenbeträge gekauft werden. Das waren abgeschmierter Deals von der korrupten EU-Elite. Und die korrupte griechische Elite hat es durchgesetzt. Seid also froh, dass nun Linke in diesem korrupten Saftladen aufräumen - und gebt ihnen auch die nötige Zeit dafür. Erste Bewertungen passieren in der Regel erst nach 100 Tagen.

"Die Griechen leben weit über ihre Verhältnisse!"

Und noch einmal: Welche Griechen? Diejenigen, die trotz "Sparpolitik" noch milliardenteures Kriegsgerät kaufen? Und die sich fürstlich in Luxuslimousinen durchs Land fahren lassen? Dann klares Ja. Und deshalb muss es doch auch Applaus geben, wenn SYRIZA damit Schluss machen will. Ja sogar die Politiker-Luxuskarossen verkauft, die ihnen durch das Regierungsamt zugefallen sind.

"Griechenland war auf einem guten Weg, jetzt machen sie alles wieder kaputt."

Fünf lange Jahre haben Merkels EU-Schergen das Land mit ihrer Politik geknebelt. Die Staatsverschuldung ist von 109 Prozent auf über 170 Prozent explodiert, die Verelendung der griechischen Bevölkerung hat sich verdreifacht, die Gesundheitsversorgung auf Dritte Welt-Niveau und die Wirtschaft in einer Depression wie damals 1929. Die Deutschen haben in derselben wirtschaftlichen Lage damals die NSDAP gewählt. Seid doch froh, nein sogar DANKBAR, dass die Griechen deutlich intelligenter sind als der Deutsche und deshalb Linke wählt.

"Geschlossene Verträge sind aber einzuhalten!"

Ach ja, wirklich? Hat man den gesetzlichen Mindestlohn in Griechenland eingehalten, oder von außen per Befehl abgeschafft? Hat man sich an gültige Arbeitsverträge gehalten, oder kurzerhand von außen befohlen, hunderttausende Menschen fristlos zu entlassen? Gültige Verträge, ja sogar Gerichtsurteile haben Merkels Troika einen Dreck interessiert. Selbst nach deren Kürzungsbefehlen (Zitat): "Andererseits argumentieren die Gegner der aktuellen griechischen Regierung gern damit, dass Verträge eingehalten werden müssen. Sie pochen auf die so genannten Reformen. Premierminister Tsipras wundert sich dagegen, dass bei keiner einzigen Auszahlung einer Kreditrate darauf geachtet wurde, ob die Öffnung von Berufsfeldern in der Praxis umgesetzt wurde, ob das immer noch nicht existierende Katasteramt existieren würde, oder ob die öffentlichen Verwaltungen bürger- und investorenfreundlicher arbeiten würden. Tatsächlich zahlten die Griechen zwar Extrasteuern für ein Katasteramt. Doch diese Steuern versickerten bei den Gläubigern des Staats, denn ein Kataster-System ist nicht existent."

Fassen wir also zusammen: Ist das genial, oder ist das genial?

Mit derart einfachen Gegenstichen hebeln die SYRIZA-Leute das gesamte populistische Geschrei der Schäuble-Jünger komplett aus den Fugen.
Es ist wahrlich kein Wunder, dass die griechische Linksregierung im Heimatland heute eine noch breitere Zustimmung genießt, als noch bei der Wahl. Ja es gab nach der Wahl sogar Demonstrationen FÜR (!) die griechische Linksregierung. In Deutschland völlig undenkbar, dass hierzulande 20.000 Menschen FÜR Merkel oder FÜR Gabriel auf die Straße gehen würden, um sie zu unterstützen. Und dabei hat Deutschland achtmal (!) mehr Bewohner als Griechenland.

Und das war immer noch nicht alles. Denn ergänzend dazu haben die Nachdenkseiten ein PDF mit der übersetzten Tsipras-Rede online gestellt,
in dem er mal aus dem Nähkästchen berichtet, welch hinterhältiges Schmierentheater bei der Euro-"Verhandlung" gegen die griechische Regierung aufgefahren wurde. Denn eine Einigung war in der Euro-Gruppe längst in Sicht.

Dann jedoch:

Zitat:
"Eine viertel Stunde vor Beginn der Eurogruppe hat Herr Dijsselbloem diesen Entwurf eines gemeinsamen Statements durch einen anderen Entwurf ersetzt, der sich unserer Kenntnis entzog.

Es ist uns nicht bekannt, auf wessen Initiative hin dies geschehen ist.

Man verlangte plötzlich von uns, dass nicht nur die fünfte Bewertung zu Ende geführt werde und die entsprechenden Maßnahmen umgesetzt würden, sondern auch Privatisierungsmaßnahmen und das Erzielen von unerträglich hoher Primärüberschüssen, um so, künstlich, den Eindruck der Schuldentragfähigkeit zu schaffen.

Die Tatsache, dass dieses unsägliche Papier der Eurogruppe als Gesprächsgrundlage vorgelegt wurde, und ein Dokument, dem wir als Gesprächsgrundlage zugestimmt hatten, zurückgezogen wurde, macht unmissverständlich klar, dass gewisse Kreise sich bei ihren Versuchen, die griechische Regierung zu untergraben, nicht davor scheuen mit Europa spielen.

Für uns sind die Eurozone und die Zukunft des geeinten Europa jedoch kein Spiel. Sie sind kein Spielzeug in den Händen eines Finanzministertreffens, bei welchem Vertreter aus 18 Ländern anwesend sind, die am Ende immer das beschließen, was dem Willen eines einzigen entspricht, weil manche es sich so gefallen lassen.

Wir fordern alle dazu auf, sich ihrer jeweiligen Verantwortung bewusst zu werden. Der Verantwortung dafür, das Herz Europas vor einer Teilung zu bewahren und ebenso der Verantwortung dafür, die Stabilität der äußerst sensiblen Region des südöstlichen Mittelmeers nicht zu gefährden."

(Quelle PDF)

Wie froh wäre ich, wenn wir in Deutschland ebenfalls eine ähnlich konsequente Regierung hätten. Stattdessen aber haben wir Merkel, Schäuble, Dobrindt, Gabriel und Nahles. Und dem jubelt der übersichtlich geBILDete Pöbel hierzulande auch noch zu wie ich hier lesen konnte.



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23.02.2015 ~ 08:02 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Generalstreik - Griechen rebellieren gegen Brüsseler Spardiktat Beitrag Kennung: 751136
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Seit vor einigen Jahren die stramm neoliberalen Typen die Macht in den Chefredaktionen übernommen haben, ist das simple neoliberale Denken bei den Wirtschaftsjournalisten nie hinterfragt worden.
Man ist immer noch auf Linie, frönt dem Sparen, der schwarzen Null, den Liberalisierungen, der Lohnzurückhaltung.
Mindestlohn und Rentenerhöhungen gelten als Teufelszeug.
In der aktuellen Morgenpost erscheinen dann solche Kommentare wie die von Maternus Hilger.
Er drischt auch nicht anders als die BILD auf "die frechen Griechen" ein.

Die sollen sich Schäuble fügen und basta.
Soweit die herrschende veröffentlichte Meinung.
Dabei muss man ganz sicher nicht Ökonomie studieren, um zu kapieren, dass Deutschlands Diktat nicht funktionieren kann.

Schäuble ist der Kassenwart eines Landes mit einem riesigen Handelsbilanzüberschuss.
Die enorme Exportstärke Deutschlands wird heutzutage durch ein Heer von Niedriglohnjobbern ermöglicht.
Der Anteil der Arbeitseinkommen am Bruttosozialprodukt schrumpft kontinuierlich.
Die Armut wächst, die Reichen werden reicher.
Handelsbilanzüberschuss geht nur, wenn andere Länder ein Handelsbilanzdefizit haben.
Das gebietet schon die Mathematik.
Es können nicht alle Länder einen Exportüberschuss und damit solche Haushaltszahlen wie Deutschland erreichen.

Zitat:
Apropos Medien, nachdem die Financial Times Deutschland platt gemacht worden ist und die Frankfurter Rundschau vor dem Aus steht, gibt es bis auf einige kleine Nischen auch nicht einmal im Ansatz mehr den Versuch in den deutschsprachigen Medien, die Wirtschafts­politik zu hinterfragen und überkommene Dogmen wie die extreme Exportorientierung oder die Schuldenphobie in Frage zu stellen. In der Nachkriegsgeschichte gab es noch nie so viele Versuche der Verharmlosung, der Verschleierung und der offenen Manipulation. Ohne das Internet und Plattformen wie die Nachdenkseiten wäre die Meinungsfreiheit schon des­wegen massiv gefährdet, weil es ohne alternative Denkansätze auch keine freie Meinungs­bil­dung geben kann. Das bei den Politikern so beliebte TINA Prinzip (There Is No Alternative) ist grund­falsch, ja, es ist die indirekte Leugnung der menschlichen Fähigkeit zu kritischer Analyse und damit des zentralen Grundsteins von Demokratie und Rechtsstaat.

[Quelle: http://www.flassbeck.de/]

Leseempfehlung.
Man möge sich bitte die Ansicht des Wirtschaftswissenschaftlers Heiner Flassbeck zu den aktuellen griechischen Politik durchlesen.
Zur aktuellen Problematik Varoufakis versus Schäuble empfehle ich dieses Interview - [Schweizer Tages Anzeiger 21.02.2015] – bitte ganz durchlesen!

Zitat:
Frage: Der deutsche Finanzminister ­Schäuble hat sauer auf die Vorschläge des griechischen Finanz­ministers Varoufakis reagiert. Er hat erklärt, man könne nicht dauernd über seine Verhältnisse leben und dann immer Vorschläge machen, was andere noch bezahlen sollen.

Flassbeck: Die griechische Position ist vernünftig. Wenn etwas unvernünftig ist, ist es die Position der deutschen Regierung. Griechenland fordert das eigentlich Selbstverständliche, nämlich dass eine gescheiterte Politik eingestellt wird. Diese Politik, die in den letzten fünf Jahren von den Gläubigern auferlegt wurde, ist grandios gescheitert. Sie hat zum stärksten Absturz einer Wirtschaft geführt, den wir überhaupt seit der grossen Depression gesehen haben. Sie hat in Griechenland katastrophale Zustände verursacht.

Frage: Nur: Griechenland hat doch über seine Verhältnisse gelebt, da hat Schäuble recht.

Flassbeck: Griechenland hat über seine Verhältnisse gelebt, Deutschland hat unter seinen Verhältnissen gelebt. Wer hat den grösseren Fehler begangen? Eindeutig Deutschland. Gemessen an dem, was einmal vereinbart worden ist, eine europäische Währungsunion mit einem Inflationsziel von zwei Prozent. Da muss man sich mit seinen Löhnen an die Produktivität anpassen. Das hat Deutschland nach unten getan, Griechenland nach oben. Deutschland hat aber quantitativ mehr gesündigt als Griechenland. Dieser Hinweis fehlt im Brief von Varoufakis, aber er weiss das, ich habe es ihm persönlich gesagt.

[Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/euro.../story/11732007]



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23.02.2015 ~ 08:25 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Generalstreik - Griechen rebellieren gegen Brüsseler Spardiktat Beitrag Kennung: 751140
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Nachtrag:

Wie Merkels Troika in Athen durchregiert

Das sollten sich die ganzen "Verträge sind einzuhalten" Typen ja mal durchlesen.



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27.02.2015 ~ 07:53 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Generalstreik - Griechen rebellieren gegen Brüsseler Spardiktat Beitrag Kennung: 751762
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ARTE-Dokumentation
Die Troika: Macht ohne Kontrolle

Es gibt im Tagesspiegel auch einige lesenswerte Passagen zu dieser ARTE-Dokumentation.
LESEBEFEHL für alle "Verträge sind einzuhalten" Proleten.



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