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| RE: Deutschland derzeit ohne Zukunft |
Beitrag Kennung: 1210087
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gastli hat am 12. Januar 2026 um 16:33 Uhr folgendes geschrieben:
Kannst Du die gemachten Aussagen widerlegen |
Wie Du weißt, plädiere ich dafür, die Argumente auf Grund ihrer selbst zu werten, ohne den Überbringer selbst zu werten. Trotz alledem halte ich ein Blick auf die Befangenheit des Verfassers sehr angebracht. Und nach dem Lesen des Artikels merkst Du, warum.
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gastli hat am 12. Januar 2026 um 16:33 Uhr folgendes verlinkt:
Der jährliche Ausbau der Photovoltaik wurde dadurch drastisch von etwa sieben Gigawatt auf unter zwei Gigawatt gedrosselt. |
Stell Dir vor, die anfänglich tatsächlich angebrachten Subventionen wären weiter geflossen! Ich bin mir nicht sicher, ob unsere Netze diesen Zubau verkraftet hätten. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt nicht genug Leitungen und erst recht zu wenige Speicher.
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gastli hat am 12. Januar 2026 um 16:33 Uhr folgendes verlinkt:
Damit wurde der damals weltweit führenden deutschen Solarindustrie der Heimatmarkt entzogen |
Das ist nicht richtig. Dieser bestand weiter. Niemand hat den Verkauf von europäischen Modulen verboten.
Es war aber ursprünglich mal angedacht, die Energiewende mit deutschen Modulen aus deutscher Wertarbeit zu deutschen Preisen durchzuziehen. Damit hätten wir eine Hand voll Milliardäre mehr in Deutschland bekommen. Die Chinesen haben diese Art der Umverteilung durchkreuzt und die Energiewende bezahlbar gemacht. Dafür sollten wir ihnen danken.
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gastli hat am 12. Januar 2026 um 16:33 Uhr folgendes verlinkt:
Die Produktion von heimischer Solartechnik wurde fast völlig beendet und China übernahm fast komplett die solare Industrieproduktion. |
Die haben weniger die hiesige Produktion übernommen. Diese Formulierung ist falsch.
Vielmehr haben sie eine eigene Produktion aufgebaut, die sich vor allem auf Grund der Stückzahlen sehr schnell rentierte und zu billigen Modulpreisen führte.
Dazu waren die Chinesen auch gezwungen. Denn die hätten sich nie und nimmer die vielen PV-Module aus deutscher Produktion zu den damals von den Deutschen für ihre Wertarbeit erträumten Preise leisten können. Schon gar nicht in der Stückzahl, die in China gebraucht werden! Letztens hörte ich, dass China allein 2025 so viel PV installiert hat, wie Europa in 30 Jahren zusammen. Wäre das mit deutschen Modulen möglich gewesen?
Naja, und ein paar billige Module für Deutschland fallen da eben auch noch ab.
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gastli hat am 12. Januar 2026 um 16:33 Uhr folgendes verlinkt:
Weitere EEG-Novellen unter dem Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit seinem Staatssekretär Rainer Baake (Grüne) resultierten in einem dramatischen Einbruch auch beim Ausbau von Windkraft und Biogas, insbesondere wegen der Umstellung auf Ausschreibungen. |
Gut so!
Damit war dem Scheffeln aus festen Vergütungen endlich mal ein Ende gesetzt worden. Vielmehr kommt bei einer Ausschreibung eben der günstigste Anbieter zum Zuge.
Die eifrigsten Einpeitscher der Energiewende darf man doch hoffentlich auch mal beim Wort nehmen: "Sonne und Wind schicken ihnen keine Rechnung!"
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gastli hat am 12. Januar 2026 um 16:33 Uhr folgendes verlinkt:
Wäre der Ausbau der Solar- und Windenergie mit den zuvor erreichten Wachstumsgeschwindigkeiten 2012 bis 2020 fortgeführt worden, zusammen mit einem Ausbau von flexiblen Biogasanlagen und Speichern, hätte Deutschland eine sichere ganzjährige Stromversorgung aus 100 Prozent Erneuerbaren erreicht. |
Hä? Hat der Autor die Grundschule besucht?
Wir haben heute schon 115 oder mehr Gigawatt installierte Leistung PV-Module. Dazu kommt noch eine ebenso große Menge Windräder. In einer Hellbrise könnten die locker 150Gigawatt oder mehr produzieren. Nebenher müssen noch Grundlastkraftwerke laufen, die in der Nacht gebraucht werden, die Müll verbrennen oder mit Laufwasser arbeiten.
Praktisch braucht ganz Deutschland in solchen Tagen 40 oder manchmal bis zu 50 Gigawatt Strom! Weiteren, zusätzlichen Strom braucht kein Mensch!!!
In dem Zeitraum, um den es hier geht, gab es noch wesentlich weniger Stromtrassen (die nutzen relativ wenig, wenn in ganz Deutschland schönes Wetter ist) und die Chinesen waren mit ihrer Preisoffensive für Akkus auch noch nicht so weit.
Wenn dieser Schreiber von 100% Erneuerbaren träumt, dann frage ich mich, wer den vielen überflüssigen Strom in den Hellbrisen entsorgen soll!!!
Immerhin speisen Kleinanlagen ein, wenn die Sonne scheint, ob das netzdienlich ist, das denen sch...egal! Selbst, wenn sie Abfall einspeisen!
Die neue Wirtschaftsministerin hat wenigstens erreicht, dass die Einspeisung von Abfall nicht mehr vergütet wird. Damit sind die Profiteure der Energiewende endlich selbst gezwungen, sich um die Speicherung der Energie zu kümmern. Dadurch können sie endlich dann liefern, wenn der Strom auch gebraucht wird!
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gastli hat am 12. Januar 2026 um 16:33 Uhr folgendes verlinkt:
Stattdessen setzte die Bundesregierung auf Erdgas, was die Strompreise massiv ansteigen ließ, da der russische Aggressionskrieg in der Ukraine die Erdgaspreise nach oben trieb. |
Es war nicht der Aggressionskrieg, sondern der vom Westen vom Zaun gebrochene Wirtschaftskrieg, der die Gas- und Strompreise zusätzlich verteuert hat.
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gastli hat am 12. Januar 2026 um 16:33 Uhr folgendes verlinkt:
So prognostizierte das EWI einen Photovoltaik-Zubau von monatlich etwa 33 Megawatt für das Jahr 2025. |
Das liegt wohl daran, dass dieses Institut keine Spion oder Informanten in Chinas Führung sitzen hat.
Zu dem Zeitpunkt, als diese Prognose erstellt worden ist, war die chinesische Preisoffensive für PV-Module und Akkus für uns Europäer noch nicht absehbar gewesen.
Die damalige Prognose liefert uns in etwa einen Einblick dafür, wie sich die Zahlen entwickelt hätten, wenn uns die Chinesen nicht helfend unter die Arme gegriffen hätten und sich die Leute nur deutsche Module zu deutschen Preisen kaufen könnten.
Pfiffikus,
der hofft, dass Du anhand dieser Argumente nicht nur von einem "Beißreflex" sprechen willst
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