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| RE: Propaganda-Geflunker X. - CO² bleibt für lange Zeit in der Atmosphäre |
Beitrag Kennung: 1212455
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Hallo allerseits,
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Fehler:
Pfiffikus zieht falsche Schlussfolgerungen für das Pariser Abkommen, wenn argumentiert:n „Wenn Senken 50 % aufnehmen, müssen wir nur 50 % reduzieren.“
Das ist nicht die Bedeutung von „Netto‑Null“.
Netto‑Null bedeutet: Emissionen dürfen nur so groß sein wie anthropogene Senken (z. B. Aufforstung, CCS). Natürliche Senken zählen nicht, weil sie nicht vom Menschen kontrolliert werden. Das steht im Pariser Abkommen ausdrücklich so. |
Also das rot gekennzeichnete Wort bestreite ich.
Ich habe soeben noch einmal im Wortlaut des Abkommens nachgelesen. Die entscheidende Stelle:
| Zitat: |
Im Pariser Klimaabkommen steht folgendes geschrieben:
um in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts ein Gleichgewicht zwischen den anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen aus Quellen und dem Abbau solcher Gase durch Senken auf der Grundlage der Gerechtigkeit und im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung und der Bemühungen zur Beseitigung der Armut herzustellen. |
Das Wort "anthropogen" steht nur bei den Emissionen. Bei den Senken steht nichts von "anthropogen". In den Begriffsbestimmungen des Artikel 1 steht auch nichts davon.
Ich halte es angesichts des gewaltigen Bedeutungsunterschiedes auch für relativ unwahrscheinlich, dass es damals unter allen Vertragsparteien gelungen wäre, über eine so radikale Forderung, wie Du sie hier behauptest, einen Konsens zu erzielen. Es hätte auch damals gewiss genügend Staatschefs gegeben, die so eine Regelung nicht einfach so durchgewunken hätten.
Ich gebe Dir insofern Recht, dass man diese Bedeutung hinein interpretieren kann. Aber dass es ausdrücklich so drin stehen würde, darüber wird es zwischen uns beiden keinen Konsens geben. Interessierte Leser mögen selbst mal nachlesen, wie es formuliert ist - hier ist der passende Link.
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Pfiffikus hat recht das die mathematische Rechnung stimmt und das ein großer Teil des CO₂ in Senken verschwindet.
Aber er liegt falsch, wenn er daraus schließt, die Senken hätten ihre Leistung erhöht, |
Naja, zu vorindustrieller Zeit hatten wir 280ppm CO² in der Luft, Veränderungen nur im Laufe von großen Zeiträumen. Wir dürfen davon ausgehen, dass die Ozeane damals mit der Atmosphäre im Gleichgewicht waren, also kaum eine Senkenleistung vorhanden war.
Doch gerade in den letzten beiden Jahrhunderten kam es zu einer Steigerung des CO²-Gehaltes in der Atmosphäre mit einem Tempo, das die Welt noch nicht gesehen hat. Nicht einmal nach dem Ende der Eiszeiten.
Heute, bei fast 430ppm sehen wir eine ganz andere Senkenleistung. Die Zahlen stehen weiter oben. Ich behaupte, die Senkenleistung hat sich von nahezu Null auf heute ca. 20Gt/Jahr erhöht.
Wie kommst Du auf das schmale Brett, ich läge falsch und die Senkenleistung hätte sich nicht erhöht? Und weil ich derjenige bin, der ans Henry-Gesetz glaubt, bin ich sogar der Meinung, dass die Ozeansenke ihre Leistung noch weiter verstärken wird, solange die Menschheit den CO²-Gehalt der Atmosphäre weiter nach oben treibt. Willst Du Dich als Henry-Gesetz-Leugnerin outen?
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
- wenn er meint, das Pariser Abkommen verlange nur eine Halbierung der Emissionen, |
Es verlangt ein Gleichgewicht zwischen den anthropogenen Emissionen und den (nicht näher spezifizierten) Senken herzustellen. Ja, das behaupte ich. Und über den Interpretationsspielraum des Wortlauts schrieb ich oben.
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
- wenn er behauptet, die Senken könnten das dauerhaft leisten. |
Quatsch, das behaupte ich doch gar nicht!
Hast Du meinen Beitrag von gestern gelesen? Da hab ich doch ganz konkrete Zeiträume genannt und beschrieben, warum das plausibel erscheint.
Hättste das mal gelesen, bevor Du mir so etwas unterstellst!
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Gastli hat recht …
dass natürliche Senken nicht beliebig steigerbar sind. |
Gewiss hat er Recht. Denn das ist unbestritten. Auch ich habe das Gegenteil nie behauptet.
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Fehler:
Pfiffikus verwechselt „mehr Aufnahme“ mit „höherer Leistungsfähigkeit“. |
Was soll ich hier verwechseln?
Zur Klarstellung: Unter Leistung versteht man in der Physik immer die Geschwindigkeit, in der sich irgendetwas ändert. In der aktuellen Situation gebe ich die Leistung der Senken mit Gt/Jahr (Gigatonnen pro Jahr) an. Auch die Emissionen sind so etwas wie eine Leistung, angegeben in Gt/Jahr.
Davon zu unterscheiden ist die Aufnahmekapazität von irgendwelchen Senken. Diese wird ohne zeitlichen Bezug angegeben. Passend wären dann wohl die Einheiten Gigatonnen, Teratonnen oder Petatonnen.
Also sag mal, was ist denn bei Dir der Unterschied zwischen „mehr Aufnahme“ und „höherer Leistungsfähigkeit“?
An welcher Stelle meinst Du, hätte ich Leistung und Kapazität verwechselt?
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Pfiffikus sagt: „Wenn die Senken nicht leistungsfähiger geworden wären, müsste der CO₂‑Anstieg 7,38 ppm betragen.“ |
Protest!
Wenn Du solche Dinge in Anführungszeichen schreibst, dann zitiere mich bitte wörtlich! Sowas habe ich nie geschrieben.
Ich habe nur behauptet und rechnerisch belegt, DASS die Senken vorhanden und wirksam sind. Damit bestreite ich nur die Behauptungen von Senkenleugnern.
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Das ist ein Kategorienfehler. Warum?
Die Senken nehmen nur deshalb mehr CO₂ in absoluten Zahlen auf, weil:
- die CO₂‑Konzentration in der Luft höher ist
- die Konzentration größer wird
- Ozeane chemisch reagieren (Karbonat)
- Pflanzen kurzfristig stärker wachsen (CO₂‑Düngung)
Das bedeutet aber nicht, dass die Senken leistungsfähiger geworden sind. |
Was ist daran falsch?
Oben habe ich noch einmal genau präzisiert, was Physiker unter einer Leistung verstehen. Und Du beschreibst hier ja selber, dass die Leistung der Senken derzeit steigt und weshalb das so ist.
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Es bedeutet nur: Sie werden stärker belastet, so wie ein Schwamm, der mehr Wasser aufnimmt, wenn man ihn tiefer ins Wasser drückt. |
Nun, damit meinst Du möglicherweise die Aufnahmekapazität der Senken.
Das habe ich zwar bisher nicht quantitativ thematisiert. Aber so ein Schwamm ist ein schlechtes Beispiel, denn Wasser ist nicht kompressibel. Schwamm voll - dann geht nix mehr.
Denke lieber an das Mineralwasser, das Du Dir mit einem Wassersprudler zubereitest. Wenn Du den (Partial-)druck des CO² in der Flasche erhöhst, nimmt das Wasser auch mehr Gas auf und wird noch spritziger, als vorgesehen. Gleiches passiert mit den Ozeanen. Wenn die Menschheit die Konzentration vom CO² auf höhere Werte, zum Beispiel auf 500ppm erhöhen würde, ja dann würden automatisch sowohl die Aufnahmeleistung, als auch die Aufnahmekapazität der Ozeansenke steigen. Hoffen wir, dass diese Zahlen nicht erreicht werden!
Aber diese Steigerung habe ich bisher noch nicht weiter quantisiert und erläutere das nur deshalb, weil Du es erwähntest.
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Fehler:
Pfiffikus ignoriert die abnehmende Effizienz der Senken. |
Richtig.
Denn wie soeben begründet, sehe ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt und in den kommenden Jahren noch keine Abnahme der Senkenwirkung.
| Zitat: |
daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Gastli weist im Thread darauf hin, dass:
- Ozeane durch Erwärmung weniger CO₂ lösen, |
Hast Du meinen gestrigen Beitrag zur Kenntnis genommen? Da gehe ich doch genau auf dieses Argument ein. Ich hatte Dich vor diesem Holzweg gewarnt!
Ja, es gibt sogar Leugner der anthropogenen Klimaerwärmung, die mit genau dieser Argumentation die Ursache-Wirkung-Zusammenhang verdrehen wollen. Ich hatte es wahrscheinlich mit zu kleiner Schriftart geschrieben. Aber es stimmt einfach nicht, dass ich es komplett ausblenden würde!
| Zitat: |
daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
- Wälder durch Hitze, Trockenheit und Brände CO₂‑Quellen werden,
- die Ozeanversauerung die Aufnahmefähigkeit verringert.
Pfiffikus blendet das komplett aus. |
Bleib doch bitte bei den beiden Wahrheiten, die ich hier noch einmal aufzähle! - Du magst doch keinen Whataboutismus!
Hier im Thema geht es darum, wie lange das einmal emittierte CO² in der Atmosphäre verbleibt.
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Pfiffikus hat am 19. Oktober 2025 um 16:10 Uhr folgendes geschrieben:
Gewiss entfaltet das zusätzliche CO², das sich im Ozean löst und lösen wird, auch dort einige Wirkungen.
Um diese zu diskutieren, möchte ich dieses Thema nicht zu sehr aufblähen. Doch in einem eigen Thema können wir gerne über Kohlensäure, Karbonate und dergleichen diskutieren. Hier nicht. |
Wenn dieses Thema ausdiskutiert ist, können wir gerne auch in das hier angesprochene Thema einsteigen - selbstverständlich in einem eigenen Thread, um nicht vom Wesentlichen abzulenken.
Du weißt doch, dass ich mich vor einer solchen Diskussion nicht drücken werde.
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Fehler:
Pfiffikus setzt voraus, was er beweisen will, denn er sagt: Die Senken müssen leistungsfähiger geworden sein.
Warum? Weil sie mehr CO₂ aufnehmen. Warum nehmen sie mehr CO₂ auf? Weil sie leistungsfähiger geworden sind. Das ist ein falscher Schluss.
Die korrekte Erklärung lautet: Sie nehmen mehr CO₂ auf, weil mehr CO₂ da ist, nicht weil sie „besser“ geworden sind. |
Lies Dir bitte noch einmal durch, was ich oben zum Unterschied zwischen Leistung, Kapazität und Inhalt eines Systems geschrieben habe. Wenn Du diesen Unterschied verstanden hast, kannst Du diesen Vorwurf gewiss etwas präziser formulieren, so dass man auch sachlich darauf eingehen kann.
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Fehler:
Pfiffikus ignoriert natürliche Rückkopplungen, denn er tut so, als wäre die Atmosphäre ein statischer Behälter.
- 40 Gt rein → 7,38 ppm
- 2–3 ppm gemessen → Rest muss „verschwunden“ sein
Er behandelt ein komplexes dynamisches System wie eine Badewanne. Das ist wissenschaftlich unhaltbar. Da fehlen noch viele Aspekte wie Ozeanpufferung, chemische Reaktionen, biologische Rückkopplungen, Temperaturabhängigkeit, zeitliche Verzögerungen, Sättigungseffekte |
Die "Ozeanpufferung" fehlt in meinen Ausführungen nicht. Ich bezeichne sie nur als "Ozeansenke".
Auch über die anderen angeblich fehlenden Aspekte habe ich etwas geschrieben. Frag bitte gerne nach, wenn Du irgendetwas nicht verstanden hast!
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Fehler:
Pfiffikus zieht falsche Schlussfolgerungen für das Pariser Abkommen
Denn er behauptet: „Wenn Senken 50 % aufnehmen, müssen wir nur 50 % reduzieren.“´
Das ist falsch, weil: Das Pariser Abkommen meint anthropogene Senken, nicht natürliche. |
Das ist kein Fehler, sondern wir reden hier über DEINE Interpretation des Wortlauts.
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Natürliche Senken zählen nicht zur Netto‑Null‑Bilanz.
Netto‑Null bedeutet: Emissionen = vom Menschen geschaffene Senken, nicht „Emissionen = Natur“.
Damit baut er seine politische Schlussfolgerung auf einer falschen Definition auf. |
Wir warten mal gespannt darauf, welchen Textbaustein aus dem Originaltext Du uns hier zitieren wirst.
Ansonsten wird das nicht wahrer - egal wie oft Du das noch wiederholen magst.
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Fehler:
Pfiffikus sagt, „wenn die Senken nicht stärker geworden sind – wohin soll das CO₂ sonst verschwunden sein? Weggezaubert?“ Das ist ein rhetorischer Trick. Er tut so, als gäbe es nur zwei Möglichkeiten:
- Senken wurden leistungsfähiger
- CO₂ wurde „weggezaubert“
Die tatsächliche dritte Möglichkeit — und die wissenschaftlich korrekte ist die, dass die Senken mehr CO₂ aufnehmen, weil der CO₂‑Druck gestiegen ist,
nicht weil sie leistungsfähiger geworden sind. |
Den ersten Anstrich hast Du falsch zitiert, ich hatte schon oben dagegen protestiert.
Und wir sind uns völlig darüber einig, was Du als "tatsächliche dritte Möglichkeit" bezeichnest. Denn genau das behaupte ich ja die ganze Zeit.
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Er verschweigt diese Option, wohl um seine Position alternativlos erscheinen zu lassen. |
Lüg nicht!
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Fehler: Pfiffikus ignoriert oder wiegelt die langfristige Entwicklung ab und argumentiert nur mit dem aktuellen jährlichen Anstieg.
Er ignoriert dabei :
- dass die Senkenleistung bereits abnimmt
- dass Wälder kippen
- dass Ozeane sich sättigen
- dass die Aufnahmefähigkeit nicht linear ist
- dass die Senken in Zukunft weniger aufnehmen werden
Er tut damit so, als sei die heutige Situation dauerhaft stabil. Das ist wissenschaftlich widerlegt. |
Für den ersten Anstrich hätte ich doch gerne mal irgeneinen wissenschaftlichen Nachweis, der nicht den physikalischen Gesetzen widerspricht. Bitte her damit!
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Fehler: Er vermischt CO₂‑Mengen und CO₂‑Flüsse |
Das behauptest Du, nachdem Du weiter vorne selbst nicht genau wusstest, was Leistung, was Mengen und was Kapazität sein sollen?
Mehr Popcon bitte!
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daggi007 hat am 06. Februar 2026 um 13:02 Uhr folgendes geschrieben:
Zdem bezeichnet Pfiffikus gastli als:
„religiös“
„Apologet“
„Propagandist“
Das ist kein Argument, sondern ein Versuch, den Gegner zu diskreditieren, ohne dessen Punkte zu widerlegen. |
Du kennst doch unseren gastli. Du weißt doch, dass gerade er ein Freund von sehr polemischer Ansprache ist, oder?
Pfiffikus,
der sich wünschen würde, dass Du die Beiträge erst lesen mögest, bevor Du darauf reagierst
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