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| RE: Atomkraft - Welche Gefahr besteht? |
Beitrag Kennung: 1220185
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daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Unzulässige Vermischung der Leistungsklassen
Heindl nutzt die Sicherheitsvorteile von Kleinstreaktoren (ca. 20 MW), um die Sicherheit von SMRs (bis 300 MW) zu begründen |
Falsch recherchiert.
Die Sicherheit von (einzelnen Modellen der) SMRs wird nicht durch die geringe Größe begründet. Das wäre ja nicht plausibel, da man davon viel mehr kleinere Reaktoren bräuchte. Letztendlich wäre das Risiko wieder genauso groß.
Vielmehr wird die Sicherheit der neuen Reaktorgeneration (kleine sowie große Bauweise, egal) durch inhärente Sicherheit hergestellt. Es bedarf im Störungsfall keinerlei menschlicher Interaktion, um den GAU zu verhindern. Vielmehr sind die Reaktoren so aufgebaut, dass sie allein durch physikalische Prozesse in einen sicheren Abschaltzustand übergehen.
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daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Passive Kühlung: Er suggeriert, dass die Restwärme bei SMRs allein durch physikalische Gesetze (Konvektion) abgeführt werden kann. |
Das wird nicht suggeriert, sondern durchgerechnet und die Wasservorräte für den Notfall entsprechend bemessen. Ingenieure und Physiker kennen dafür Formeln, die selbstverständlich auch rings um SMRs ihre Gültigkeit behalten.
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daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Er wirft hier Micro-Reaktoren und Kraftwerks-SMRs in einen Topf. |
Es war eher das BMUV, von dem FrankSteini zitiert hatte. Dort wurden SMR-Typen alle über einen Kamm geschert.
Wer dem Kanal von Professor Heindl folgt, merkt natürlich, dass ihm die einzelnen unterschiedlichen Projekte bekannt sind.
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daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Fragwürdige Kosteneffizienz
Er nennt einen Zielpreis von 2 Cent/kWh durch Serienfertigung im Container-Format. |
Was ist daran fragwürdig, wenn Kosteneffizienz durch Serienproduktion kommen soll? Hat ja bei LEDs, Solarzellen und Batterien auch geklappt. Die Masse machts, daran finde ich nichts fragwürdig.
Letztendlich wird der Markt entscheiden, zu welchem Preis die Energie abgenommen wird. Und dabei ist ganz sicher nicht auszuschließen, dass noch weitere Startups scheitern werden.
Liebe @daggi007, reiche uns doch bitte mal nach, aus welchem Grunde die Serienproduktion bei den anderen Industrieprodukten immer zu einer beobachtbaren Kostenreduktion führt, nur bei den SMRs soll das nicht funktionieren? Die Gründe interessieren doch gewiss viele der Leser.
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daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Widerspruch: Reale SMR-Projekte (z. B. NuScale) sind zuletzt an massiven Kostensteigerungen gescheitert (Preise stiegen auf über 9 Cent/kWh). |
Es ist normal, dass sich zahlreiche Startup-Unternehmen auf den Weg machen, um ein bestimmtes Projekt zu verwirklichen. Es ist völlig normal, dass die meisten davon scheitern. Im Übrigen wird das in China ebenso gehandhabt, zum Beispiel bei E-Autos.
Der Widerspruch ist eher, dass Du die Unternehmen, die noch erfolgreich im Rennen sind, unerwähnt lässt.
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daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Die hohen Kosten entstehen nicht nur durch den Bau, sondern durch die extremen regulatorischen Sicherheitsauflagen, die auch für Serienprodukte gelten. |
Deshalb werden die ersten derartigen Reaktoren auch nicht in Deutschland gebaut. Allenfalls wird der Strom nach Deutschland verkauft, der mit Hilfe von diesen Reaktoren gewonnen wird.
Und infolge der inhärenten Sicherheit haben die Firmen auch weniger Probleme mit Sicherheitsauflagen. Auch nicht mit deutschen Auflagen.
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daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Material- und Korrosionsprobleme
Heindl spielt die Korrosionsgefahr bei Flüssigsalzreaktoren als „gelöst“ herunter, sofern Wasser entzogen wird. |
Aus diesem Grunde befinden sich derzeit mehrere Container im Langzeittest. Ganz sicher wird man die Ergebnisse aufmerksam auswerten. Dann sehen wir weiter.
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daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Thorium-Brennstoffkette
Er beschreibt Thorium als billige und sofort verfügbare Alternative.
Logikfehler: Zwar ist Thorium in der Erdkruste häufig, aber es existiert weltweit keine industrielle Infrastruktur für die Aufbereitung und Brennelementfertigung von Thorium. Der Aufbau dieser Kette würde Jahrzehnte dauern und Milliarden kosten, was den versprochenen Preisvorteil zunichtemacht. |
Beachte doch bitte mal, welche Mengen an Thorium für diese Reaktoren benötigt wird.
Im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Reaktoren, die nur die 0,7% Uran, nämlich das Uran-235 spalten, ist das Thorium vollständig spaltbar - die komplette Menge eben. Dadurch kann man beim Bau des Reaktors gleich so viel Thoriumsalze einfüllen, dass es für die komplette Lebenszeit des Reaktors reicht. Bei herkömmlichen Reaktoren müssen alle paar Jahre die Brennstäbe gewechselt werden. Ja, da braucht man viel Kernbrennstoff, aber nicht bei Thoriumreaktoren!
Logikfehler: Muss man dafür eine ganze Industrie aufbauen oder reichen kleinere Anlagen aus? Die Erze sind ja bereits gefördert und liegen bei manchen Minen auf Halde, weil sie bisher kaum nutzbar waren.
Pfiffikus,
der erkennt, dass die KI auch nur die zahlreichen Quellen zusammenfasst, die ihrerseits befangen sind, ohne dass sie die wenigen physikalisch plausiblen Quellen wichten kann
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