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prospero   Zeige prospero auf Karte FT-Mitglied
176 geschriebene Beiträge
Wohnort: Berlin Reichstag



10.07.2017 ~ 16:35 Uhr ~ prospero schreibt:
FT-Nutzer seit: 03.09.2007
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 885498
gelesener Beitrag - ID 885498


Es gibt so Mitbürger, die finden es sehr angemessen, jemanden an den Pranger zu binden und mit faulem Obst zu bewerfen. Permanent und ohne Unterlaß. Und können nicht verstehen, wenn die sich aus dem Pranger befreien wollen und wenn sie es tun, das Zeug zurück werfen. Da haben die empathielosen soziopathischen Schreibtischdemagogen in ihrer eigenen menschenverachtenden Weltsicht Nerven gelassen und Gift und Galle gespuckt und es doch nicht geschafft, ein ganzes Volk in den kollektiven Selbstmord zu treiben. Obwohl sie davon überzeugt sind, tief im Inneren, daß es die bessere Lösung gewesen wäre.
Ja, und es war ein Fehler der Schröder-Bagage, Deutschland in ein Billiglohnland zu katapultieren und auf den Export, vor allem von Waffen, zu setzen. Das hat die Welt selbstverständlich nicht besser gemacht. Und ja, das wird sich schon bald rächen. Sagt aber keiner: Mein Fehler. Die können nur noch hoffen, daß die Deutschen das nach wie vor in der Breite nicht erkennen. Egal, was in der Zukunft so ab morgen passiert: klar fällt das Egale auch auf die Deutschen zurück. Es ist leider tatsächlich nicht die Zeit für Rockn Roll in der Politik. Vielleicht noch nicht. Die Deutschen werden ja eventuell auch noch lernen, sich irgendwann mal um sich selber kümmern zu können.
Hoffnungslos bin ich da nicht. Denn ein Europa der Menschen halte ich für durchaus möglich. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich diese Hoffnung angesichts der Übermacht der Technokraten und Xenophoben schon längere Zeit aufgegeben. DIE Griechen sind Menschen. DIE Russen ebenso. Wie DIE Deutschen, DIE Amerikaner und DIE Ausländer ... Wohin sie sich entwickeln, die Menschen, liegt an jedem von uns. Blöd ist, da muß ich noch selbst eine ganze große Menge an mir arbeiten. Und ich bin ein Nichts. Na, man kann es ja mal versuchen ...
Alles Liebe für Euch und die Welt!



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prospero   Zeige prospero auf Karte FT-Mitglied
176 geschriebene Beiträge
Wohnort: Berlin Reichstag



16.09.2017 ~ 06:10 Uhr ~ prospero schreibt:
FT-Nutzer seit: 03.09.2007
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 890479
gelesener Beitrag - ID 890479


Rechtsextreme AfD-Größen leben davon sich als Opfer zu inszenieren. Sie gaukeln ihren Mut als angebliche Tabubrecher vor und ergehen sich in Verschwörungstheorien, wenn eine Zeitung oder Internet-Plattform mal nicht ihre Hetze veröffentlichen will.
Von der „linksgrün-versifften Systempresse durchgesetzte Zensur“ schnauben sie dann unter Krokodiltränen. Man wird doch wohl noch sagen dürfen.
So erklärt sich ein Teil des AfD-Erfolges. Einige Wirrköpfe halten es für besonders mutig in der Öffentlichkeit gegen Schwule, Schwarze, gegen Juden und Muslime zu poltern.
Dieser Erfolg ist umso ärgerlicher, als in der veröffentlichten Meinung die AfD-Themen extrem überproportional vorkommen.
Flüchtlinge, Ausländer, Asylanten lautet das Thema jeder zweiten Talkshow, in der inzwischen auch immer mit großer Selbstverständlichkeit ein AfD-Epigone für seine braune Truppe werben kann.
Im einzigen Merkel-Schulz-TV-Duell nahmen AfD-Themen die halbe Sendezeit ein, während Sozialpolitik und Bildung gar nicht angesprochen wurden.
Wäre es nicht vielleicht besser die AfD-Knalltüten ungehindert plappern und sich selbst entlarven zu lassen?
Sollen sie sich doch durch tumben Rassismus selbst entlarven.

Man kann aber auch die gegenteilige Position vertreten.
Demnach wäre der § 130 BGB noch viel zu schwach, weil die Storchs, Bernd Höckes, Gaulands, Poggenburgs, Frohnmaiers noch frei rumlaufen und zur Wahl stehen.
Ich neige inzwischen eher zu dieser Sichtweise und meine völkische Hetzer gehören in den Knast, weil sie die Hemmschwelle zur Gewalt bei so vielenn Menschen runtersetzen.



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prospero   Zeige prospero auf Karte FT-Mitglied
176 geschriebene Beiträge
Wohnort: Berlin Reichstag



25.09.2017 ~ 12:39 Uhr ~ prospero schreibt:
FT-Nutzer seit: 03.09.2007
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 891232
gelesener Beitrag - ID 891232


ABGESANG
Es ist so kalt geworden
in diesem dumpfen Land.
Die ewig lauten Horden
rauben uns noch den Verstand.

Die Dichter sind verschollen
und schweigen lieber still.
Vergessen das Wir-Wollen,
geblieben das Ich-Will.

Die fetten feisten Herren
zerbeißen Muttis Brust.
Wer kann sich da noch wehren,
da vergeht doch jede Lust.

Die Messer an den Schläfen
(des Geldes und des Neids)
führ´n uns zu den Häfen
des Hasses und des Streits.

Als wär´n wir nie geboren.
Ach, armes deutsches Land.
Wir haben dich verloren
und nie richtig gekannt.

Wie kann man nur so schlafen
so finster, bitter, fest.
Als würd´ man uns bestrafen,
weil uns nichts hoffen läßt.

Wir wollten so viel feiern
und lachen und uns freu´n.
Jetzt werfen wir mit Eiern
und können nichts verzeihn.

Wir sprechen tausend Sprachen,
doch keiner hört mehr zu.
Die Müden und die Schwachen
erflehn klagend ihre Ruh´.

Erstickt in leeren Worten,
in falschem Schein und Tand.
Sie rufen dich und morden
dich damit, verkalktes Land.

Und gäb´ es tausend Tränen,
sie reichten nicht mehr aus.
Der Denker tiefes Sehnen
treibt sie weit hinaus.

Wir dürfen nicht mehr schlafen!
Denn du schläfst schon zu tief
im Stumpfsinn, den wir trafen -
im tiefen deutschen Mief.

(c) hähle



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holgersheim   Zeige holgersheim auf Karte FT-Mitglied
778 geschriebene Beiträge
Wohnort: Debschwitz



05.10.2017 ~ 08:24 Uhr ~ holgersheim schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 892199
gelesener Beitrag - ID 892199


Gedanken einer Mutter äußerlich nicht deutscher Kinder zum Ergebnis der AfD

Die Sächsische Schweiz

Dass es in Deutschland Orte gibt, an die man nicht geht, wenn man scheinbar kein Deutscher ist, dass wusste ich schon länger. Spätestens, seit damals, als ich im Pizzaladen um die Ecke arbeitete und die dortige Bäckerin rief: „Hey, guckt mal der Schwarze (sie sagte ein anderes Wort) da draußen. Holt den mal rein, ich wollte schon immer einen dressierten Affen, der mir mein Bier bringt.“ Sie fuhr am nächsten Tag in den Urlaub – in die Sächsische Schweiz. Diese Sächsische Schweiz, in der die AfD gestern 35,5% der Stimmen bekam, die, wie vielen bekannt ist, schon lange eine Hochburg der Rechten in Deutschland ist. In diese Sächsische Schweiz fuhr die Rassistin, die für ihren Spruch Gelächter bekam, zusammen mit Freunden in einem auffälligen BMW, der vor Nazi-Symbolik triefend unbehelligt vor unserer Leipziger Haustür parkte.

Die Sächsische Schweiz ist der Ort, wo ich schon damals mit meinem aus Mosambik stammenden Partner und unserer gemeinsamen Tochter wohl nicht in den Urlaub gefahren wäre. Was ich als gar nicht weiter betrauernswert empfand, dass es eben Berge gibt, die ich nur auf Fotos sehen werde. Fotos zum Beispiel von Facebook-Freunden, die romantische Bergpanorama Bilder posten und die Beflaggung an den Häusern der Dörfer unkommentiert wehen lassen. Ebenso, wie ich den Spruch der Pizzabäckerin. Was soll das schon bringen? Die sind halt dumm, lasse reden.

Das war vor fünf Jahren. Wir leben nicht mehr in Leipzig, auch, weil der latente Rassismus uns zu zermürben drohte. Weil wir es nicht mehr hören konnten, wenn Menschen im Zoo sagten: „Schau, da ist einer aus dem Affenhaus abgehauen.“ Weil wir uns nicht mehr zwei Mal überlegen wollten, ob man Abends wirklich noch mal auf die Straße will, ob man wirklich ein sprichwörtliches Fass aufmachen muss, wenn ein Kind aus dem Kindergarten das eigene Kind als „Kaka“ bezeichnet und die Mutter lacht, ob man sich wirklich ärgern will, wenn die Nachbarn tuscheln: „Seit die Schwarze hier wohnt, spielen die Kinder viel lauter.“, ob man sich wirklich als „stinkend“ bezeichnen lassen möchte.

Unter anderem all das haben wir stillschweigend hingenommen, haben unsere Sachen gepackt und sind weg aus Sachsen, wo die AfD gestern stärkste Kraft geworden ist, nach Potsdam, doch die braune Soße ist uns hinterher geflossen.

Zugegeben, es hat gedauert, aber nun gibt es auch hier Orte, an die wir nicht gehen wollen. Menschen, denen wir nicht begegnen wollen. Es gab sie schon immer, einige wenige. Kaum sichtbar, nur für die, die sich ihnen in den Weg stellen, durch Taten oder durch die äußere Erscheinung. Doch nun werden sie mehr und davor habe ich Angst.

Ich möchte meinem Kind nicht erklären müssen, warum die Leute ständig ihre Haare anfassen wollen, warum andere Kinder über sie lachen, nur weil sie da ist, warum man sie im Schwimmunterricht mehrfach fragt, ob sie wirklich schwimmen könne, bevor man sie ins Wasser lässt, warum die Menschen sie immerzu fragen, woher sie kommt.

Ich möchte nicht mit ansehen müssen, wie eine Partei die rote Linie durch ständiges Übertreten immer mehr in die Mitte schiebt, immer ein Stück weiter, immer noch ein bisschen krasser. Ich möchte nicht ertragen müssen, dass Rassismus wieder salonfähig wird.

Ich weiß, dass er es schon längst geworden ist. Ich weiß, dass man als äußerlich Deutscher davon kaum etwas spürt, den Kopf über einen Gauland schüttelt und den Fernseher abstellt, abharkt, weiter macht. Ich weiß aber auch, wozu das führt.

Damals, vor fünf Jahren, nahm ich meine Pizza-Bestellung und trug sie zum Auto, schüttelte den Kopf über den dressierten Affen und versuchte, das zu vergessen. Heute fühle ich mich, als hätte ich meine Familie verraten, weil ich nicht schon damals etwas sagte, etwas tat.

Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der es Orte gibt, an die ich nicht gehen darf. In der ein kleines Kind ein Aggressor ist, ein Ding, das man anfassen und bestaunen kann. Das in den Mathe-Nachhilfeunterricht für Dyskalkulieverdacht geschickt wird, in dem sich sämtliche äußerlich nicht deutsche Kinder der Klassenstufe treffen.

Ich möchte nicht in einer Welt leben, in der ich auf offener Straße gefragt werde, ob sich mein Schwarzer (wieder ein anderes Wort) fröhlich das Visum ervögelt hat und nun in Saus und Braus auf Staatskosten lebt, wenn ich mit meinen Kindern ohne ihn unterwegs bin. Wenn er doch mitkommt, ist er übrigens ein arbeitsloser Schmarotzer, der unsere Deutschen Frauen stiehlt. Als ob Frauen nicht mündig wären selbst zu entscheiden, an wen sie sich binden, aber das macht ein anderes Fass auf.

Ich habe Angst vor der AfD, vor dem Menschenbild, das diese Partei schürt, vor dem Feuer, dass sie legt. Angst, weniger um meinet Willen, als für meine Kinder, die einen Hass zu spüren bekommen, den sie nicht verstehen können. Den ich nicht verstehen will.

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gastli   Zeige gastli auf Karte FT-Mitglied
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11.10.2017 ~ 08:37 Uhr ~ gastli schreibt:
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RE: Gedanken zur Zeit Beitrag Kennung: 892801
gelesener Beitrag - ID 892801


Erinnert ihr euch noch, als DIE LINKE in den Bundestag ihren größten Erfolg feierte?
Im Jahr 2009 mit rund 12 Prozent?
Wie sich Union und SPD dann aufgrund des Wahlerfolges der LINKEN sofort drangesetzt haben und haufenweise soziale Gesetze durchsetzten?
Weil der Wähler dies ja offensichtlich einfordert?
Wie jetzt?
Ihr erinnert euch nicht daran?
Und ja, ihr habt recht.
Das gab es nicht. Stattdessen sind CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE sogar gegen DIE LINKE zusammengerückt, um weiterhin rechte Politik durchsetzen zu können.

Aber jetzt, wenn die AfD mal 12 Prozent holt, atmen sie alle, die CDU, die CSU, die SPD, die FDP und die GRÜNEN, erleichtert auf und übernehmen sofort deren Forderungen.
Drum merke:
Aus Protest rechts zu wählen, ist im Kapitalismus kein Protest, sondern das Eingeständnis von fehlender Intelligenz.



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