Bernhard P.
Was will denn die Partei Die Linke erreichen?
meilenstein
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mcbernie hat am 19. November 2007 um 11:38 Uhr folgendes geschrieben:
Was will denn die Partei Die Linke erreichen? |
mal DIE LINKE fragen
Bernhard P.
Bist du nicht in der Linken, meilenstein? Kennst dich doch so gut aus bei der Donnerstagsdemo.
Ich höre immer mehr Leute die über die Donnerstagsdemos sagen: "Da gehe ich nicht mehr hin." Mich macht es auch nachdenklich. Zum Ende der DDR war das was anderes. Da hatten die Demos noch Sinn irgendwie ein richtihes Konzept und Ziel und es haben da auch fähige Leute gesprochen damals.
U.Walluhn
Solange die Linke in der Opposition ist, klingt aus ihrem Munde alles wohltönend, gut und schön. Ist sie an der Macht, drückt sie knallhart die alte SED-Parteilinie durch. Siehe Berlin - Durchsetzung der Hartz4-Zwangsumzüge, siehe Erfurt - Masterplan II. Was fast noch schlimmer wiegt ist, dass die Genossen in klassischer Manier wie vor 1990 erneut bestimmen (wollen), wer wo und wie politisch einzuordnen ist. Und wer den Herrschaften nicht in den Kram, nicht in die Gesinnung passt, der wird bekämpft. Plump, platt, primitiv. Welche krankhaften Auswüchse dies annimmt, kann man jeden Donnerstag auf der Demo am Erfurter Anger studieren.
Bernhard P.
Das derzeitige Vorgehen der Linken bei den Donnerstagsdemos erhöht die Sicherheit auf jeden Fall nicht. Man kann nicht auf Gewalt gegen Gewalt setzen.
Das Volk ist zur Zeit total verunsichert und erscheint deshalb in der Masse gar nicht erst. Es bleibt nur die Frage, wenn der Vertrauenseinbruch so weitergeht wie wohl die nächsten Wahlen ausgehen werden?
Übrigens, die oft kritisierte Polizei erledigt ihren Job gut. Die behalten wenigstens (noch) die Nerven.
die_gute_fee
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mcbernie hat am 20. November 2007 um 07:31 Uhr folgendes geschrieben:
Das derzeitige Vorgehen der Linken bei den Donnerstagsdemos erhöht die Sicherheit auf jeden Fall nicht. Man kann nicht auf Gewalt gegen Gewalt setzen.
Das Volk ist zur Zeit total verunsichert und erscheint deshalb in der Masse gar nicht erst. Es bleibt nur die Frage, wenn der Vertrauenseinbruch so weitergeht wie wohl die nächsten Wahlen ausgehen werden?
Übrigens, die oft kritisierte Polizei erledigt ihren Job gut. Die behalten wenigstens (noch) die Nerven. |
Ein pauschales "man kann nicht auf Gewalt gegen Gewalt setzen" ist Unsinn. Alle Attentatsversuche auf Hitler waren beispielsweise Gewaltakte.
Zudem konnte hier noch nicht dargelegt werden, inwieweit auf der Do-Demo Gewalt ausgeübt wird. Wenn die Polizei tatsächlich einen guten Job macht, dann wäre sie da wohl eingeschritten und es hätte entsprechende Verfahren gegeben. Solche scheinen hier im Forum aber nicht bekannt zu sein.
Schließlich ist die angebliche Gewaltausübung auf der Demo auch ganz sicher nicht der Grund, warum so wenig Leute teilnehmen. Eine wöchentliche Kundgebung in diesem Rahmen ist nunmal nicht geeignet, politische Veränderungen anzuregen. Anders als in der DDR sind Demonstrationen nichts besonderes, sie haben daher selten eine Signalwirkung. Die Demo bringt effektiv nichts, nichtmal mehr Zusammenhalt unter den Teilnehmern. Deswegen werden es nicht mehr, sondern weniger.
Bernhard P.
Zitat gute fee:
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| Zudem konnte hier noch nicht dargelegt werden, inwieweit auf der Do-Demo Gewalt ausgeübt wird. Wenn die Polizei tatsächlich einen guten Job macht, dann wäre sie da wohl eingeschritten und es hätte entsprechende Verfahren gegeben. |
Vielleicht solltest du selbst mal hingehen dann kannst du dir besser ein Bild machen vom Zustand der Demo, gute fee.
die_gute_fee
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Füchschen hat am 20. November 2007 um 15:43 Uhr folgendes geschrieben:
Vielleicht solltest du selbst mal hingehen dann kannst du dir besser ein Bild machen vom Zustand der Demo, gute fee. |
Es geht hier nicht um den allgemeinen Zustand der Donnerstags-Demo, sondern um Sicherheit. Thematisiert wurde (vom mcbernie) eine angebliche "Gewalt" seitens linker Gruppen. Die Frage, was konkret an Gewaltakten gelaufen ist, konnte bisher nicht beantwortet werden. Wenn nun als "Antwort" kommt, ich solle doch selbst vorbeikommen, dann spricht das dafür, dass man keine Beispiele anführen kann und dass es keine Gewaltakte gegeben hat.
Hätte es solche gegeben, dann wäre die Polizei sicher eingeschritten (wie im Fall Lucifero) und man hätte sicher auch aus den Medien davon erfahren.
Wären mcbernie oder Walluhn persönlich betroffen oder auch nur Zeugen gewesen, hätten sie sicher Anzeige erstattet. Davon war jedoch nichts zu vernehmen.
Ein aggressiver Tonfall und Aufforderungen, die Demo zu verlassen sind keine Gewalt. Viel mehr als das wurde aber hier noch nicht berichtet. Da frage ich mich, ob es überhaupt Diskussionsbedarf in der Sache gibt.
Manfred O.
Vielleicht solltest du selbst mal hingehen dann kannst du dir besser ein Bild machen vom Zustand der Demo, gute fee.[/SIZE][/QUOTE]
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| mcbernie hat am 20. November 2007 folgendes geschrieben:[SIZE=9]Das Volk ist zur Zeit total verunsichert und erscheint deshalb in der Masse gar nicht erst. Es bleibt nur die Frage, wenn der Vertrauenseinbruch so weitergeht wie wohl die nächsten Wahlen ausgehen werden? |
Warum soll das Volk so verunsichert sein, dass es nicht zur Demo erscheint?
Meines Wissens ist der Anger zu jeder Zeit gut besucht, also sind genügend Leute auf dem Anger. Ich denke du polemisierst hier und versuchst Gründe zu erfinden, warum kaum einer stehen bleibt. Die Leute fühlen sich bestimmt nicht angesprochen und haben nicht so viel Zeit, da sie vielleicht noch ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Sie haben vielleicht auch kein Interesse stehen zu bleiben. Sie fühlen sich durch die Demoziele nicht angesprochen. Die Demo gehört vielleicht zum Alltag und ist nichts besonderes mehr. usw. usf. Die Parolen wiederholen sich und haben keine Wirkung auf das Umfeld.
Ich weis nicht einmal, ob hier bei uns in Weimar Demos laufen. Da würde ich aber auch nicht hingehen.
Natürlich hast Du recht, die nächsten Wahlen werden zeigen, wie es weiter geht.
Bernhard P.
Oh doch, Diskussionsbedarf gibt es und zwar im erheblichem Maße.
Zitat:
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| Ein aggressiver Tonfall und Aufforderungen, die Demo zu verlassen sind keine Gewalt. Viel mehr als das wurde aber hier noch nicht berichtet. Da frage ich mich, ob es überhaupt Diskussionsbedarf in der Sache gibt. |
Ich nenne hier aus datenrechtlichen Gründen keine Namen aber ich war selbst Zeuge wo Bürger der Demo verwiesen wurden die lediglich zugehört haben und selbst nicht gewalttätig in Erscheinung getreten sind. Ich selbst bin von der AG 17 mal vom Anger verwiesen wurden mit einem Schild auf welchen stand "Kein Massenabriss von Sozialwohnungen!" Alles wirklich so passiert. Es ist eine Form der Gewalt wwenn Bürger aus dem öffentlichem Raum verbannt werden. Es geht hier um öffentlichen Raum nicht um Raum in geschlossenen Räumen. Dort kann der Veranstalter festlegen wer einer Veranstaltung beiwohnen darf. Nicht aber im öffentlichem Raum. Nach meinen Erkundigungen soll es bereits einige Anzeigen diesbezüglich hier geben ohne das ich hier weitere Informationen preisgebe.
Wenn die Polizei nicht einschreitet dann ist es ein Zeichen das es keine drohende Gewalt bei der Demo gibt wie von der Leitung der Demo immer wieder geäußert.
Na ja und der allgemeine Zustand der Demo ist sicher in Zusammenhang mit der Sicherheit der Demo zu sehen. Wer derartig primitiv eine Demo durchführt braucht sich nicht zu wundern wenn einigen eines Tages wirklich mal der Kragen platzt.Die meisten Menschen zeigen ja ihren Unmut dadurch das sie der Demo fernbleiben. Das es so ruhig bleibt bis jetzt ist den Demoteilnehmern selbst nicht aber der Demoleitung zu danken.
Dann würde mich doch mal interessieren welche Rolle die gute fee bei der Demo spielt? Gibst du deine klugen Ratschläge nur aus der Ferne, oder was? Jedenfalls lebst du wie viele leider neben der Realität. Bist du selbst überhaupt auf der Demo anwesend? Woher willst du sonst so genau Bescheid wissen wie du es hier immer vorgibst?
Sagte mal ein kluger PHilosoph wo ich nicht im Moment weiß wer es war:
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| Wer die Wahrheit leugnet wird eines Tages an der Lüge zugrunde gehen! |
die_gute_fee
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mcbernie hat am 20. November 2007 um 18:16 Uhr folgendes geschrieben:[SIZE=9]
Es ist eine Form der Gewalt wwenn Bürger aus dem öffentlichem Raum verbannt werden.
[...]
Wenn die Polizei nicht einschreitet dann ist es ein Zeichen das es keine drohende Gewalt bei der Demo gibt wie von der Leitung der Demo immer wieder geäußert.
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Fällt Dir da nicht selbst ein Widerspruch auf??? Zuerst sagst Du, dass da Gewalt vorkommt und dann, dass die Polizei nicht einschreitet, weil keine Gewalt vorkommt.
Zudem wird niemand "verbannt", dazu hat ja die Demoleitung keine Befugnis - wie Du selbst sagst. Dennoch finde ich es richtig, entsprechenden Aufforderung nachzukommen, das nennt man Deeskalation.
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| Nach meinen Erkundigungen soll es bereits einige Anzeigen diesbezüglich hier geben ohne das ich hier weitere Informationen preisgebe. |
Anzeigen gegen wen und wegen was denn? Zu sagen "verschwinde von hier" ist nicht strafbar...
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| Dann würde mich doch mal interessieren welche Rolle die gute fee bei der Demo spielt? Gibst du deine klugen Ratschläge nur aus der Ferne, oder was? Jedenfalls lebst du wie viele leider neben der Realität. Bist du selbst überhaupt auf der Demo anwesend? Woher willst du sonst so genau Bescheid wissen wie du es hier immer vorgibst? |
Ich gebe gar nichts vor. Ich habe auch mehrfach klargestellt, dass ich weder mit der Demo, noch mit den Veranstaltern etwas zu tun habe. Deswegen stellte ich ja so viele Fragen... Ich habe in diesem Diskussionsstrang auch keine Ratschläge gegeben.
Du hast einen Gewaltvorwurf geäußert, den Du nicht präzisieren, geschweige denn mit Fakten untermauern kannst und den Du (siehe obiges Zitat) selbst angreifst.
Bernhard P.
Zitat mcbernie:
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| Wenn die Polizei nicht einschreitet dann ist es ein Zeichen das es keine drohende Gewalt bei der Demo gibt wie von der Leitung der Demo immer wieder geäußert. |
Ja klar ist hier ein Widerspruch, gute fee. Die Demoleitung spricht in Erfurt von drohender Gewalt aber die Polizei greift nicht ein. Warum greift wohl die Polizei nicht ein? Ganz einfach, weil die drohende Gewalt die von der Demoleitung gepredigt wird gar nicht vorhanden ist. Jetzt verstanden? Wer verursacht also den Widerspruch? Richtig, die Demoleitung selbst.
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| Ich gebe gar nichts vor. Ich habe auch mehrfach klargestellt, dass ich weder mit der Demo, noch mit den Veranstaltern etwas zu tun habe. Deswegen stellte ich ja so viele Fragen... Ich habe in diesem Diskussionsstrang auch keine Ratschläge gegeben. |
Das nehme ich dir so nicht ab, gute fee. Aber ist ja auch nicht das Thema. Auffallend finde ich nur das du nur mit irgendwelchen Parolen hier argumentierst, kaum über Insiderwissen der Demo selbst verfügst und selbst vorgibst gar nicht vor Ort anwesend zu sein. Woher willst du dann so genau Bescheid wissen? Irgend was stimmt hier jedenfalls nicht.
U.Walluhn
Ich denke, in Erfurt stimmt eine Menge nicht. Demoleitung, Linke aber auch Teile der Gewerkschaften täuschen eine rechte Gefahr vor, die gar nicht existent ist. Sie spielen Ereignisse hoch, verfälschen Sachlagen, berichten nicht objektiv. Schützhenhilfe leistet die Systempresse. Es gibt in Erfurt keinen Rechtsextremismus. Es gibt national gesonnene Bürger, die der Demonleitung, den Linken aber auch der Stadtverwaltung ein Dorn im Auge sind. Ich nenne nur eine Zeitung: Bürgerstimme. National gesonenen Bürger gab es heute wie früher. Mit einem Unterschied: 1910 hat keiner ein solch gewaltiges Geschrei abgelassen.
meilenstein
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U.Walluhn hat am 20. November 2007 um 19:38 Uhr folgendes geschrieben:
National gesonenen Bürger gab es heute wie früher. Mit einem Unterschied: 1910 hat keiner ein solch gewaltiges Geschrei abgelassen. |
genau, die Folgen sind bekannt; I. WK und II. WK sind direkte Ergebnisse dieses Nationalismus, besonders in der Hitler´schen Ausprägung; der nannte sich ja auch national ......
und deshalb ist das, was Sie Geschrei nennen, so wichtig - nie wieder darf es passieren; und was sich hier national nennt, ist rechtsextrem, ist der Wolf im Schafspelz - und Sie, werter Herr Walluhn, sind mittendrin; anfangs dachte ich noch, nicht absichtlich; da Sie aber inzwischen voll auf der ideologischen Wellenlänge der NPD liegen (z.B. Handreichung für Funktionäre, z.B. ihr "ergokratischer Sozialismus" ala Bischof usw.), denke ich, Sie wissen genau, was Sie tun; und wer mit den Wölfen heult, sollte sich nicht wundern, wenn er mit diesen gejagd wird
U.Walluhn
Genau diese Antwort habe ich erwartet. Nichts als Polemik. Und dazu noch historisch unrichtig. Herr Meilenstein, belesen Sie sich mal gründlich zur Frage des Kriegsbeginnes 1914. Ein Kommentar ist wirklich überflüssig. Sie können gern persönlich alles so bezeichnen, wie sie es wollen. Es ist allerdings die Frage, wie das Volk es sieht und warum. Fragen Sie mal das Volk. Vor allem den Teil des Volkes, dem es von Monat zu Monat immer schlechter geht. Die Geschichte wird am Ende der Gradmesser für alles sein. Für alles, Herr Meilenstein.
meilenstein
"das Volk" gibt es nicht, nicht so, Herr Walluhn;
auch wenn ich mit vielem Ihrer Kritik übereinstimme und Viieles ähnlich wie SIe sehe, es ist eben nicht egal, welchen Lösungsansatz man hat und mit welchen politischen Kräften man agiert; Ihr Lösungsansatz führt jedenfalls auf einen altbekannten Weg und deshalb können Sie für mich kein Partner (mehr) sein; und ich will alles tun, damit sich die Geschichte nicht wirklich wiederholt ...
Manfred O.
| Zitat: |
U.Walluhn hat am 20. November 2007 um 22:02 Uhr folgendes geschrieben:
Die Geschichte wird am Ende der Gradmesser für alles sein. |
Nur darf sich "die" Geschichte nicht wiederholen und in Teilen tendiert es wieder in die Richtung.
U.Walluhn
Doch das Volk gibt es sehrwohl. Ich spreche vom einfachen Volk, das mit seinen täglichen Nöten, Problemen, Ängsten von der etablierten Politik, vom Staat, oder besser dem was blieb, der Rumpfgesellschaft, allein gelassen wurde, im Regen stehen gelassen wird. Fragen Sie doch mal das Volk, die millionen Arbeitslosen, Geringverdiener. Fragen Sie mal die, die aus Existenzgründen gezwungen sind, auszuwandern, weil sie hier außer Hartz4-Verelendung nichts mehr vorfinden. Fragen Sie mal die Menschen, die an den Kommunalabgaben sterben, Haus und Hof verlieren. Fragen Sie mal am Wiesenhügel nach den Befindlichkeiten. Fragen Sie mal die abertausenden zusammengebrochenen selbständigen Existenzen. Was die Ihnen sagen? Die wollen nichts mehr hören von blödsinnigem rechts-links-Gedöns. Davon werden sie nicht satt, davon bekommen sie keine Arbeit. Die Menschen wollen Lösungen, aber keine Schwatzbuden. Zeigen Sie mir doch bitte einmal einen Lösungsansatz bei Links, SPD, Grün, CDU, FDP. Es gibt keinen. Es gibt nicht einmal einen Ansatz!
Bernhard P.
Zitat meilenstein:
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| genau, die Folgen sind bekannt; I. WK und II. WK sind direkte Ergebnisse dieses Nationalismus, besonders in der Hitler´schen Ausprägung; der nannte sich ja auch national ...... |
Stimmt so nicht. Der war weder national, noch sozialistisch sondern einfach nur kapitalistisch in seiner brutalsten Form. Nämlich faschistisch.