Die Sicherheit bei Demonstrationen

gastli
@mcbernie
Waren außer dir noch mehr Personen mit verbundenen Augen anwesend?

Also so bekommt ihr eure Probleme in Erfurt wohl eher nicht in den Griff. Wenn nicht einmal bekennende Marxisten am Tag des Gedenkens an die "Reichsprogromnacht" so viel Mum haben sich gegen dort auftretende Nazis zu bekennen. Absolut armseelig und beschämend.
Bernhard P.
Wie gesagt ich war ab 17 Uhr anwesend, habe weder wie bei Indy-Media beschrieben, dort Rechtsextreme noch irgendwelche Anderen gesehen die irgendwie provoziert haben. Wenn es was im vorab gegeben haben sollte kann ich das nicht beurteilen, hatte das aber schon so geschrieben.

Warst du zufällig bei der Demo in Erfurt und hast du was anderes gesehen, gastli?
Wenn es so war kläre mich doch mal auf.
Du kennst das doch sicher auch nur alles aus den Medien.

Manchmal macht man vielleicht auch künstlich irgendwo Probleme wo eigentlich gar keine sind.
gastli
Mir haben Gewerkschaftsmitglieder nach telefonischer Rückfage in Erfurt den Sachverhalt wie in der Pressemitteilung der "Antifa-Koordination Erfurt" dargestellt.
D.Wetstein
Dann haben Ihre Gewerkschaftsmitglieder schlicht etwas zuammengelogen. Ich bin bei der Veranstaltung seit 14 Uhr bis zum Ende 17 Uhr anwesend gewesen. Es gab weder Ausschreitungen, noch Störungen, noch Unregelmäßigkeiten. Meine Herren, die Polizei hat die Aufgabe, Demonstrationsrecht abzusichern. Sie hat nicht die Aufgabe einer Gesinnungsüberprüfung. Sonst wäre sie nämlich eine Geheime Staatspolizei. Nicht wahr. Ganz nebenher ereignete sich jedoch ein skandalöser Zwischenfall. Die Antifa (die allbekannten Gestalten in Schwarz) beschimpften eine jüdische Frau mit langen dunklem Haar unter Anwesenheit von 4 Zeugen als so wörtlich "Scheiß Nazi" weil die Dame ein Gespräch mit einem Bürger führte, der diesen Herrschaften nicht genehm war. Strafanzeige läuft. Soviel zur linken Demokulutur in Erfurt.
Bernhard P.
Manchmal habe ich wirklich den Eindruck das es Kräfte gibt die irgendwo Gewalt hineininterpretieren wollen wo keine ist. Die Polizei wird schon ihren Grund haben wenn sie nicht eingreift. Begreifen denn einige vom selbsternannten Komitee für soziale Gerechtigkeit nur nicht das alle Ausgebeuteten in einem Boot sitzen und täglich vom Kapital ausgeplündert werden? Warum geht denn kaum noch jemand zur Donnerstagsdemo? Die Leute haben einfach die Schnauze voll von diesem Laientheather. Noch nicht mal kritisieren darf man die Demoleitung. Nein, die Karre wird fleißig weiter in den Dreck gefahren. Wenn das so weitergeht gibt es Hartz IV in 10 Jahren immer noch.
die_gute_fee
Zitat:
mcbernie hat am 12. November 2007 um 18:20 Uhr folgendes geschrieben:
Manchmal habe ich wirklich den Eindruck das es Kräfte gibt die irgendwo Gewalt hineininterpretieren wollen wo keine ist. Die Polizei wird schon ihren Grund haben wenn sie nicht eingreift. Begreifen denn einige vom selbsternannten Komitee für soziale Gerechtigkeit nur nicht das alle Ausgebeuteten in einem Boot sitzen und täglich vom Kapital ausgeplündert werden? Warum geht denn kaum noch jemand zur Donnerstagsdemo? Die Leute haben einfach die Schnauze voll von diesem Laientheather. Noch nicht mal kritisieren darf man die Demoleitung. Nein, die Karre wird fleißig weiter in den Dreck gefahren. Wenn das so weitergeht gibt es Hartz IV in 10 Jahren immer noch.


Wenn Nazis bzw. Leute, die sich selbst als Natioanle Sozialisten bezeichnen und sich in die Tradition der Hitlerfaschisten stellen, eine Veranstaltung besuchen, auf welcher den Opfern des nationalsozialistischen Terrors gedacht werden soll, dann ist das schlichtweg Provokation. Nichts anderes sagt der Indymediabericht und daran ändern auch die Touristen aus Bad Pyrmont nichts.
Bernhard P.
Gibt es wohl einiges zu klären:

1. Sagen das die Nationalen Sozialisten von sich selber das sie sich in die Tradition der Hitlerfaschisten stellen oder nimmt man das an? Bringe doch dafür hier einmal ein paar Belege, gute fee.

2. Kann nicht jeder eine Veranstaltung zum Gedenken von Opfern besuchen wenn dem gerichtlich nichts entgegen steh? Erinnere hier an den ehemaligen Bundeskanzler von Österreich Dr. Kurt Waldheim der sogar Mitglied der SS im Krieg war und später als Staatsoberhaupt Österreichs Kränze niedergelegt hat auf Friedhöfen. Wie bitte schön vereinbart sich denn das?

3. Wie gesagt ein Bericht sagt lediglich das aus was sein Autor schreibt ohne das man von vornherein davon ausgehen kann das dieses den Tatsachen entspricht. Ich war ab 17 Uhr zugegen auf dem Anger. Da gab es keine Provokation. Was vorher war weiß ich jedoch nicht. Wann und durch wen soll denn vorher was passiert sein? Bitte mal ganz konkret schildern wenn du was genaueres weißt, gute fee. Wenn man allerdings den ehemaligen Bürgerrat vom Wiesenhügel schon als rechtsextrem einstuft dann wundert mich bei der Berichterstattung von Indy-Media überhaupt nichts mehr.

Man bekämpft Probleme nun mal nicht indem man sich ständig selbst neue macht.
Käptn Blaubär
Niemand macht hier ein neues Problem. Das Problem ist schon da. Ihr seit selbst das Problem. Mit eurer Nazi Kuscheltour unterstützt ihr deren Unterwanderungstaktik am Anger. Ihr seit schon die besseren Nazis am Anger.
meilenstein
Zitat:
Käptn Blaubär hat am 12. November 2007 um 21:36 Uhr folgendes geschrieben:
Niemand macht hier ein neues Problem. Das Problem ist schon da. Ihr seid selbst das Problem. Mit eurer Nazi Kuscheltour unterstützt ihr deren Unterwanderungstaktik am Anger. Ihr seid schon die besseren Nazis am Anger.


ja, das sehe ich auch so; bei mcb weiß ich nicht, ob er das wirklich nicht merkt, oder ob er uns das nur vorspielt; bei den anderen bin ich überzeugt, dass sie bewusst und gezielt agieren; die Handreichungen des Herrn Voigt werden zielgerichtet umgesetzt
Bernhard P.
Das Tragische scheint zu sein das den etablierten Parteien immer mehr das Volk abhanden kommt.

@Blaubär was du sagst ist schon bald beleidigend mit den besseren Nazis und so.

Viele fragen sich mittlerweile woran es wirklich liegt das die Demo jeden Donnerstag für Donnerstag nichts erreicht. Wir stehen seit vier Jahren gegen verfehlte Sozialpolitik da und stehen das, bei dem Stil, mit Sicherheit in zehn Jahren noch. Das will keiner wahr haben das es so ist und sein wird.

Solange die Rechten sich nicht negativ hervortun lasst sie doch zuhören. Auf die Idee das man vielleicht auch einige überzeugen könnte kommt natürlich auch keiner. Statt dessen erzeugt man immer wieder neue Konflikte zwischen den politisachen Lagern und das Kapital ist wieder mal der lachende Dritte.

Nein, das Volk will diese Komödie nicht mehr mitspielen auch weil dies immer wieder die Sicherheit der Demos aufs Spiel setzt.
D.Wetstein
mcbernie - mit Hohlköpfen eine ernsthaftes Gespräch, einen ernsthaften Dalog führen zu wollen, ist sinnlos. Politischer Fanatismus führt immer in eine Sackgasse. 17 Jahre hat die sogenannte Linke Zeit gehabt, sich ernsthaft mit den Problemen der Menschen zu befassen. Geleistet hat sie nichts. Jetzt haben die Menschen dies erkannt, und nun weiß die Linke vor lauter Unfug nicht mehr weiter. Dann werden halt mal "rechtsextreme" Taten und "Nazi"-Gewaltakte vorgetäuscht, um die eigene Existenz zu rechtfertigen. Freiwllig gehen die Genossen jedenfalls nicht von ihren Futtertrögen weg. Mir ist nicht einer dieser Parteibonzen bekannt, dem es materiell schlecht geht. Während die Genossen dröhnen und lärmen, werden die Schlangen in den Suppenküchen immer länger. Fragt mal die Menschen, die dort anstehen, was sie denken. Genossen - ihr werdet euch wundern!
Bevor ich es vergesse: Die Vortäuschung einer (politisch motivierten) Straftat ist ebenso eine Straftat!
Manfred O.
Zitat:
mcbernie hat am 13. November 2007 um 05:23 Uhr folgendes geschrieben:
Solange die Rechten sich nicht negativ hervortun lasst sie doch zuhören. Auf die Idee das man vielleicht auch einige überzeugen könnte kommt natürlich auch keiner.

naiv
EFler
Zitat:
Manfred O. hat am 13. November 2007 um 22:08 Uhr folgendes geschrieben:



Zitat:
mcbernie hat am 13. November 2007 um 05:23 Uhr folgendes geschrieben:
Solange die Rechten sich nicht negativ hervortun lasst sie doch zuhören. Auf die Idee das man vielleicht auch einige überzeugen könnte kommt natürlich auch keiner.

naiv



Natürlich kommen sie nicht auf die Idee, ist aber auch kein Wunder wissen die Betonkopflinken doch selber, dass sie ihre Sympathie beim Volk mit ihren hohlen Reden inzwischen verspielt haben!
D.Wetstein
Der Erfurter Anger-Demo, die sicherlich 2004 mit bestem Wollen und Gewissen gegen den imperialistischen Sozialabbau begonnen wurde, ist das Volk abhanden gekommen. Die Menschen wollen Lösungen und kein Bonzengelaber. Die Demo ist zu einer lauen Laberei verkommen. Hilfe für die Menschen ist dies nicht, auch keine moralische. Anstatt den Mut zu besitzen, dort auch national gesonnene Menschen oder den Bürgerrat sprechen zu lassen, hetzt man ohne Ende, dass es inzwischen den Normalbürger anwiedert. Fragt doch mal die Menschen, die an den Straßenbahnhaltestellen stehen, was sie von der Nazimania jeden Donnerstag halten. 2008 sollen in Erfurt die Kosten für Heizung und Unterkunft bei Hartz 4 oder Ergänzung zum Einkommen für Geringverdiener um 2,5 Millionen wegen verringerter Bundeszuschüsse gekürzt werden. Die Folgen kann sich jeder ausmalen. Eine Katastrophe für 26.000 Erfurter Bedarfsgemeinschaften. Und was wird passieren: Die Demo labert, die Linken labern, die Menschen sind wieder einmal die Opfer. Alle labern, keiner tut was. Erneut werden tausende Familien unverschuldet ihre Wohnungen verlieren, weil sie die Mieten (und die steigen weiter!) nicht mehr voll bezahlt bekommen. So schaut es aus meine Herren. Weimarer Verhältnisse wie aus dem Lehrbuch.
Bernhard P.
Es ist bedauerlich das man nicht endlich die richtigen Schlüsse aus dem Sozialabbau zieht.
D.Wetstein
Füchschen: Es gibt schon Menschen, die richtige Schlüsse aus dem Sozialabbau ziehen und Alternativen aufzeigen. Man stellt solche Menschen nur allzugern in die rechte Ecke. Denn solche Menschen sind unbequem, weil sie quer zum Zeitgeist denken und handeln. Sie sind besonders unbequem, wenn wie 2009 Wahlen vor der Tür stehen. In wenigen Tagen wird im Internet die Erfurter Erklärung des Bürgerrates zu lesen sein, die sich genau mit diesem Problen beschäftigt. Es ist eine Grundsatzerklärung zur Lage der Nation vom 9.11.2007. Immer mal ins Netz schauen, sie wird bald eingestellt unter: http://buergerrat.dl.am
Gerade dem Bürgerrat setzt man in Erfurt übel zu. Warum wohl macht man das? Aus dem Erfurter Rathaus drang an mein Ohr (ich darf hier keine Namen nennen), dass ganz besonders der Druck des Bürgerrates auf den Stadtrat, auf das Bauamt dazu geführt hat, dass man vor dem Abriss von 1000 Wohnungen Schiss bekam. Der Bürgerrat wagte sich ja als einzige Kraft, den nationalen Hebel anzusetzen. Und wenn die Menschen auf dem Wiesenhügel ein bisschen auf Draht sind, können sie auch den Abriss der 500 Wohnungen verhindern. Man kann etwas bewegen in diesem Land. Mit Demonstrationen, wenn sie richtig gemacht werden, mit Streik, man schaue an was ein paar tausend Lokführer fertig bringen, mit zivilem Ungehorsam und Widerstand. Leute, denkt nach.
meilenstein
Zitat:
D.Wetstein hat am 16. November 2007 um 15:45 Uhr folgendes geschrieben:
2008 sollen in Erfurt die Kosten für Heizung und Unterkunft bei Hartz 4 oder Ergänzung zum Einkommen für Geringverdiener um 2,5 Millionen wegen verringerter Bundeszuschüsse gekürzt werden. Die Folgen kann sich jeder ausmalen. Eine Katastrophe für 26.000 Erfurter Bedarfsgemeinschaften. Und was wird passieren: Die Demo labert, die Linken labern, die Menschen sind wieder einmal die Opfer. Alle labern, keiner tut was. Erneut werden tausende Familien unverschuldet ihre Wohnungen verlieren, weil sie die Mieten (und die steigen weiter!) nicht mehr voll bezahlt bekommen.

darf ich auch hier fragen (die Antwort bei der Bimmel steht ja noch aus), aus welcher Quelle Sie diese Information haben?
D.Wetstein
Die Informationen stammen aus zuverlässigen Quellen der jeweiligen Instanzen. Es leuchtet ein, dass Namen nicht preisgegeben werden können und dürfen. Hier gilt die alte Jounalistenregel seine Quellen zu schützen. Die vorgesehene Einsparung der KdU-Kosten ist auf der vorletzten öffentlichen Stadtratssitzung angesprochen worden.
Bernhard P.
Es muss niemand seine Informationsquellen preisgeben, meilenstein. Presse, Funk und Fernsehen sind für jeden frei zugängliche Quellen.

Man sollte endlich aufhören Menschen in die rechte Ecke zu stellen. Den Schaden den man damit anrichtet, der ist noch nicht vorraussehbar. Es wiord sich eines Tages aber ganz bestimmt rächen. Die Praxis hier in Erfurt hat es gezeigt das Dialog mehr einbringt als gegenseitiges Bekämpfen. Einige Kräfte bei der Demo kann ich allerdings nicht verstehen. Statt alles daran zu setzen endlich soziale Fortschritte, durch ein glaubhaftes Auftreten zu erreichen, setzt man immer mehr das Vertrauen der Menschen aufs Spiel die dies mit immer mehr Abwesenheit quittieren. Wenn Polizei nicht eingreifen muss ist auch keine Gewalt vorhanden.
Man sollte nichts irgendwo hineininterpretieren wo nichts ist.
Man sollte Menschen, auch wenn man sie selber nicht leiden kann, wenigstens zuhören lassen solange diese dabei selbst auf Gewalt verzichten.

Ich hoffe die Winterpause wird von der Erfurter Demoleitung genutzt, um wirklich effektivere Konzepte für die Demos zu erarbeiten. So wie es zur Zeit in Erfurt läuft ist es jedenfalls schade um die Mühe und die Zeit.

Die Demoteilnehmer besuchen schließlich kein Kabarett und wollen verständlicherweise auch irgendwann mal Ergebnisse sehen.
meilenstein
es reicht nicht, gemeinsam gegen etwas zu sein, man muss auch darauf sehen, was wer erreichen will;