Energiewende - EEG-Reform

Pfiffikus
Zitat:
Käptn Blaubär hat am 13. April 2026 um 12:59 Uhr folgendes geschrieben:
Es gibt auch noch Menschen, die abseits der Youtube-Schwurbler die Fakten recherchieren und Wissen vermitteln können.

https://stefanpfeiffer.blog/2026/04/12/d...e-energiewende/
Völlig egal, ob Dinge auf Youtube oder in Form von Blog-Beiträgen vermittelt werden - Schönrechnerei und Propaganda gibt es in beiden Formaten. Zum Beispiel der von Dir verlinkte Artikel.


Schon der gewählte Titel ist eine Provokation, die Dir zwar gefallen möge, aber nicht der Realität entspricht.
Die Ministerin greift die Energiewende nicht an, sondern lenkt sie in geordnete Bahnen.
- Sobventionen werden gestrichen, wo sie nicht mehr nötig sind,
- Wildwuchs wird eingegrenzt und die Disruption in geordnete Bahnen gelenkt.

Bisher durfte jeder Möchtegern-Profiteur seine Anlage in die Pampa stellen (völig egal, ob dort Energie gebraucht wird), durfte die Energie nach Herzenslust ins Netz einspeisen (völlig egal, ob es sich um werthaltige Energie oder Abfall handelt) und durfte dafür eine feste Vergütung erwarten - das Risiko trug die Allgemeinheit. Für die Verteilung an die Orte des Verbrauches und für die Anpassung zwischen Angebot und Nachfrage machten sie die Netzbetreiber verantwortlich, also die Allgemeinheit.
Damit ist jetzt Schluss und das ist auch gut so!


Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
Der Strompreis stieg in zehn Jahren um 25 Prozent – weniger als die allgemeinen Verbraucherpreise, die laut Statistischem Bundesamt im selben Zeitraum um 28 Prozent zulegten.
Ja, viele von uns erinnern sich noch an die Versprechungen: Erneuerbare machen den Strom billiger.
Hier wird die unvermeidbare Erhöhung der Preise verniedlicht und schön gerechnet.
Billiger Strom wird gar nicht mehr erwartet. Womöglich erinnert sich das Wahlvolk noch an solche Versprechungen?


Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
Das Perfideste daran: Die echten Preistreiber waren nicht Windräder und Solaranlagen, sondern der Gaspreis.
Wie konnte das sein, dass die angeblich billigen Erneuerbaren nicht gegen die Gaskraftwerke gesiegt haben, wenn sie im Viertelstundentakt mit Merit-Order verglichen werden?
Eben durch ihre Zappelei machen sie es erforderlich, dass die Erzeuger-Infrastruktur dreimal aufgebaut werden muss, wenn man sich auf die Erneuerbaren verlassen will.

Eben weil die Profiteure der Energiewende lange Zeit nicht dazu gezwungen worden sind, neben den blanken Erzeugern auch noch die angemessenen Speicher zu bauen und zu finanzieren. Wäre das passiert, bräuchten wir die Gaskraftwerke viel seltener, dank Merit-Order. Und dann hätten sie auch kaum Einfluss auf die Strompreise.


Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
Laut Bundesnetzagentur entfielen 2025 sogar 40 Prozent der Abregelungen auf fossile Kraftwerke – es ist also nicht einmal ein rein „erneuerbares“ Problem.
...
Der größte Brocken der von Reiche beklagten Redispatch-Kosten fließt in fossile Kraftwerke, die als Ersatz hochgefahren werden.
Doch, das ist ein erneuerbares Problem.
Denn es geht hier zum Beispiel um ein fiktives Kohlekraftwerk in Süddeutschland. Dieses hat zum Beispiel preiswert Strom angeboten und kommt dank Merit-Order als eins der preiswertesten Anlagen zum Zuge. Wenn allerdings in Süddeutschland schönes Wetter ist, dann kippen die vielen kleinen Anlagen auf den Dächern in Süddeutschland Strom und sogar Abfallstrom ins Netz. Die können von den Netzbetreibern nicht abgeregelt werden.
Eben weil diese ungezügelten Erneuerbaren die Netze in Süddeutschland verstopfen, muss unser Kohlekraftwerk entschädigt werden. Und deshalb ist es ein erneuerbares Problem.

Wären noch die alten Grundlastkraftwerke da, dann gäbe es dieses Problem auch nicht. Dann könnten die Solarparks tagsüber den Strom für die Industrie und die Büros liefern, die tagsüber arbeiten. Aber ein Übermaß an Erneuerbaren erfordert eben einen Redispatch, solange sich die Erzeuger nicht endlich selbst an den Bedarf anpassen.


Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
Wer drei Milliarden Redispatch-Kosten benennt, sollte auch die rund 80 Milliarden Euro erwähnen, die Deutschland jährlich weniger für fossile Importe ausgibt – dank des heutigen Anteils erneuerbaren Stroms.
Also wer ehrlich ist, betrachtet beide Zahlen. Machen wir es doch mal:

Was bekommen wir für die 80 Milliarden Euro, die für fossile Energie ausgegeben werden?
Wir bekommen dafür einen großen Teil der Energie, mit der wir versorgt werden können und mit der man Schwankungen durch die Erneuerbaren ausgleichen können.

Was bekommen wir für die drei Milliarden Euro, die für Redispatche ausgegeben werden?
Nichts!


Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
In Spanien bestimmt Gas nur noch in 15 Prozent der Zeit den Strompreis – dort sind Erneuerbare so dominant, dass der aktuelle Ölpreisschock den Verbrauchern kaum schadet.
Spanien ist doch wenig mit Deutschland vergleichbar!
Die Spanier brauchen ihren Strom vor allem im Sommer für die Klimaanlagen, wenn es dort zu heiß wird. Im Winter müssen sie weniger heizen. Lohnen sich dort überhaupt Wärmepumpen?

Ja, da unten lohnt sich PV-Strom. Wenn der in der Nacht fehlt - kein Problem! Nachts können die Klimaanlagen aus bleiben.


Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
In Spanien bestimmt Gas nur noch in 15 Prozent der Zeit den Strompreis – dort sind Erneuerbare so dominant, dass der aktuelle Ölpreisschock den Verbrauchern kaum schadet.
Aber damit haben sie sich im vergangenen Jahr einen Blackout eingehandelt. Weil sie zu wenige netzbildende Kraftwerke am Netz hatten. Die Erneuerbaren mit ihren größtenteils passiven Wechselrichtern haben das Netz zum Aufschaukeln gebracht. Als die Schwingungen zu stark waren, flogen der Reihe nach die Sicherungen.
(11 Tote)


Zitat:
die Propagandaseite hat folgendes geschrieben:
Zweitens – und das wiegt viel schwerer – ist der Primärenergieverbrauch als Bezugsgröße bewusst irreführend. Denn bei fossilen Energien geht ein gewaltiger Anteil als Abwärme verloren: in Kohle- und Gaskraftwerken, in Verbrennungsmotoren. Bei Erneuerbaren entfällt dieser Verlust fast komplett.
Vorsicht vor Propaganda-Geflunker II!
Es ist eine Lüge, dass die Verluste bei der Gewinnung von Elektroenergie komplett entfallen würden.
Windräder haben einen Wirkungsgrad von allerhöchstens 59%, praktisch meist zwischen 40 und 50%! Solarzellen arbeiten mit ca. 20% Wirkungsgrad. Der Rest der Primärenergie geht als Abwärme an der Solarzelle verloren.



Pfiffikus,
der vor einer solchen Seite eher warnen würde, weil sie kein echtes Wissen vermittelt
Käptn Blaubär
Wie kannst du so leben? Mit der Gewissheit nur von Unwissenden und Idioten umgeben zu sein? Ist das nicht deprimierend?
prospero
Da kann ich dem Käptn Blaubär schon zustimmen. Grüß dich Pfiffikus. Hier sind deine Gedanken so viel wert, wie der von dir so gern erwähnte Abfall-Strom. Ich hoffe ja, dass du sie an den richtigen Stellen auch einbringst.
Pfiffikus
Ihr Beiden begeistert mich, wie intensiv Ihr Euch mit meinen Argumenten auseinander gesetzt habt, wie emsig Ihr meine Rechenbeispiele nachvollzogen und am Austausch von Sachargumenten beteiligt habt.


Pfiffikus,
der davon ausgeht, dass sich jeder Leser dieses Themas begeistert von Euren aufschlussreichen Beiträgen sein wird
prospero
Nun sei doch nicht gleich wieder eingeschnappt. Ich mag deine Beiträge sehr. Genau so wenig mag ich aber deinen ständigen belehrenden Ton, der keine echte Diskussion mit dir möglich macht. Du bist wie ein Lehrer. Die können auch nicht ertragen, wenn jemand eigene Argumente vorbringt. Lehrer müssen immer besser als ihr Gegenüber sein. Wahrscheinlich eine Berufskrankheit.
Käptn Blaubär
Energieeffizienzgesetz: Auffällige Parallelen zu Lobby-Papieren von Big Tech
Was, wenn Tech-Konzerne wie Microsoft, Google und Co. das vom deutschen Wirtschaftsministerium geplante Energieeffizienzgesetz maßgeblich beeinflusst haben?
...
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche versucht gerade klammheimlich, ein weiteres Klimagesetz auszuhöhlen. Vieles deutet darauf hin, dass die großen Tech-Konzerne daran mitarbeiten.
(Quelle: https://www.lobbycontrol.de/lobbyismus-u...ig-tech-124879/)

Schon wieder dieses Lobby-Miststück.

Na Pfiffikus. Wirst du die Reiche wieder loben?
Meta
Zitat:
Berliner Kurier
Meinungsfreiheit in Deutschland: Sind wir schon wieder in der DDR?
Artikel von Norbert Koch-Klaucke
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/po...741f8fa4c&ei=14

Leider sind wir keine "Sieger", darüber sollten wir froh sein, das kann uns vor vielen bewahren.
daggi007
https://thumbsnap.com/i/CesVqG6q.mp4

Ist das der Kipppunkt?

80.000 Menschen haben demonstriert. In Köln 30.000, in Berlin 24.000, in Hamburg 15.000, in München 12.000. Gingen die Menschen aus breiten gesellschaftlichen Schichten auf die Straße. Um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen im Sinne eines Stoppschilds, das sagt: Es reicht, Frau Reiche.

Die Proteste sind Ausdruck einer Entfremdung zwischen dem politischen Handeln auf der einen Seite und dem, was die übergroße Mehrheit der Bevölkerung möchte. So drückt es auch Luisa Neubauer im ntv-Frühstart aus: “Die Menschen sind so viel weiter als die Politik.”

Das ZDF-Politbarometer bestätigt das mit einer Zahl, die jede Ausrede zerlegt: 57 Prozent der Deutschen sagen, die Energiewende geht zu langsam. Nur 15 Prozent sagen „zu schnell". Bei den unter 35-Jährigen sind es 67 Prozent.

Die Politik agiert kurzsichtig und lässt sich von fossiler Panik und den Akteuren dahinter treiben. Nur so ist zu erklären, dass das Ergebnis eines Koalitionsausschusses am Ende lautet: Wir machen fossiles Zeugverbrennen billiger. Und zwar inmitten der galoppierenden Klimakrise und einer Energiekrise, die zu Mengenproblemen auch in Europa führen wird.

Sparen wäre rational. Die Menschen zur grünen Transformation aufzurufen, ebenso. Aber Ratio setzt derzeit völlig aus. Der Druck, handeln zu müssen, entlädt sich in teuren und falschen Instrumenten. Wie dem Tankrabatt 2.0. Luisa Neubauer rechnet vor: “Der Tankrabatt kostet in zwei Monaten so viel wie das Deutschlandticket pro Jahr.”

Und doch gibt es 5 Gründe, warum dieser Samstag der gesellschaftliche Kipppunkt werden kann.

Erstens: Die Breite der Bewegung. Das hier ist kein Klimastreik im klassischen Sinne. In Berlin stehen die Elektrizitätswerke Schönau vor dem Wirtschaftsministerium - Bürgerenergie direkt vor Reiches Tür. In München hält Harald Lesch seine allererste Demo-Rede überhaupt. Münchens Ehrenbürger, Astrophysiker, ZDF-Gesicht. Sein Einstieg: „Ich habe noch nie auf einer Demo gesprochen, aber die Lage ist so kacke."

Wenn Lesch auf die Straße geht, ist das kein Klimastreik mehr. Das ist ein Zukunftsstreik. Mehr als 5.000 Unternehmen haben im Vorfeld einen Appell für die Energiewende unterschrieben. Firmen kamen mit ganzen Belegschaften.

Auf den Schildern: „Freiheitsenergien statt Diktatoren-Gas!", „Hört endlich auf, Physik für Grüne Ideologie zu halten!", „Reiche = Gestern. Erneuerbare = Morgen." Wenn die Wirtschaft demonstriert, hat die Politik ein Problem.

Zweitens: Reiche ist persönlich zum Feindbild geworden. Nicht „die Regierung", nicht „die CDU" - Katherina Reiche. In Köln steht ein Schild mit ihrem Foto: „Geh mir aus der Sonne." In München zeigt eine aufwändige Karikatur Reiche als Marionette der fossilen Lobby: „Schluss mit dem fossilen Theater!" Ein anderes Schild bringt es auf drei Wörter: „@reiche in die Produktion."

Wenn Zehntausende eine Ministerin beim Namen nennen, ist das politisch eine andere Kategorie als ein allgemeiner Klimaprotest. Das erzeugt konkreten Druck auf konkrete Gesetze.

Drittens: Die ökonomische Evidenz ist erdrückend. Marcel Fratzscher, Präsident des DIW Berlin, sagt im ZDF-Gespräch mit Lesch: „Klimapolitik ist gute Wirtschaftspolitik." Lesch rechnet vor: Jeder Euro Klimaschutz erspart 5 Euro Klimaschaden. Das Umweltbundesamt beziffert die fossilen Subventionen auf 50 bis 60 Milliarden Euro jährlich.

Geld, das in Abhängigkeit fließt statt in Zukunft. Klaus Töpfer habe mal gesagt, Deutschland verdiene einen Friedensnobelpreis für die Photovoltaik. Leschs bittere Pointe: „Aber dann haben wir sie weitergereicht. Genauso mit der Windkraft." Die goldene Ehrennadel für die Pionierleistung bekommt Deutschland. Die Milliardenmärkte gehen an die, die skaliert haben.

Viertens: Die Iran-Krise beweist die fossile Verwundbarkeit in Echtzeit. 20 Prozent weniger Öl auf dem Weltmarkt durch die Sperrung der Straße von Hormus. Die Preise explodieren. Und die Antwort der Bundesregierung? Subventionen für genau die Abhängigkeit, die das Problem verursacht. Lesch bringt es auf den Punkt: „Das ist keine Energiekrise im allgemeinen Sinn. Es ist eine Energiekrise der fossilen Energien. Die Erneuerbaren haben kein Problem." Neubauer ergänzt: „Auf welche Energiekrise wartet die Bundesregierung, bis sie sich mal hinstellt und ehrlich zugibt, dass unser System so nicht funktioniert?"

Fünftens: Die Technologie ist bereit. Deutschland liegt bei über 60 Prozent erneuerbaren Energien im Strommix. Bayern - ausgerechnet Bayern - bei 75,5 Prozent. Die Speicher werden billiger, die Netze wachsen, bidirektionales Laden steht vor dem Durchbruch. Fratzscher: „Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und gute Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern hängt entscheidend davon ab, ob wir führen bei grünen Technologien." Es fehlt keine Technologie. Es fehlt eine Strategie. Und der politische Wille, sie umzusetzen.

Und doch wäre es naiv, den Tag nur zu feiern. Petra Pinzler stellt auf LinkedIn die unbequeme Frage: Wie überzeugt man die Menschen, denen alle Umwelt-, Klima-, Wirtschafts- und sicherheitspolitischen Argumente für die Energiewende offensichtlich egal sind? Das Risiko ist real: Je mehr Leute gegen Reiche protestieren, desto mehr wird sie zur Ikone des rechten CDU-Randes. Wer die Habeck-Freunde ärgert, kann in dieser Logik keine schlechte Wirtschaftspolitik machen. Das ist falsch und gefährlich. Aber es funktioniert bei allen, die nicht wissen oder nicht wissen wollen, dass Länder mit hohem Erneuerbaren-Anteil wie Spanien von der aktuellen Energiekrise kaum betroffen sind.

Die Antwort kann nicht nur Protest sein. Sie muss auch Überzeugung sein. Und dafür braucht es genau das, was Fratzscher und Lesch im ZDF vorgemacht haben: Fakten, Ehrlichkeit, und den Mut zu sagen, dass Klimapolitik keine grüne Ideologie ist, sondern die wirtschaftlich klügste Entscheidung, die dieses Land treffen kann.

Was wir heute gesehen haben, ist mehr als ein Protest. Es ist die Sichtbarmachung einer Mehrheit, die längst da ist, aber politisch nicht repräsentiert wird. 57 Prozent sagen: zu langsam. 80.000 standen auf der Straße. Lesch hielt seine erste Demo-Rede. Unternehmer demonstrierten neben Gewerkschaftern. Eltern brachten Lego-Protestschilder mit.

Leschs Schlusswort im ZDF-Livestream gilt für den ganzen Tag: „Pessimismus ist ein Luxus, den wir uns nicht leisten können. Resignation: Zeitverschwendung. Also ran an den Speck."

Die Frage an Katherina Reiche ist nicht mehr, ob sie ihren Kurs halten kann. Die Frage ist, wie lange noch. Oder wie es Harald Lesch in München ausdrückt: "Sind wir denn bescheuert?"
Pfiffikus
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
https://thumbsnap.com/i/CesVqG6q.mp4
Der Herr Lesch beginnt in diesem Clip gleich mit dem Propaganda-Geflunker II.
Bei 1:00 begründet er das mit dem Carnot-Prozess. Diese Halbwahrheit ist ja soweit korrekt.

Praktisch wirkt sich die Carnot-Begrenzung auch auf elektrische Antriebe aus. Einziger Unterschied: Beim Elektrofahrzeug findet der Carnot-Prozess außerhalb des Fahrzeuges am Ort der Stromerzeugung statt. Und diese Auslagerung lässt sich wunderbar zu Propagandazwecken nutzen. Echte Zahlen kann der interessierte Leser im verlinkten Propaganda-Geflunker II. nachlesen.

Bei 1:50 schließt Lesch wenigstens die Batterien mit ein. Das unterscheidet ihn von seinem Kollegen Quaschning, der üblicherweise nur mehr PV und Windkraft fordert.
Wer die Batterien finanzieren und betreiben soll, darüber schweigt er leider.


Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
80.000 Menschen haben demonstriert. In Köln 30.000, in Berlin 24.000, in Hamburg 15.000, in München 12.000. Gingen die Menschen aus breiten gesellschaftlichen Schichten auf die Straße. Um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen im Sinne eines Stoppschilds, ....
Das können sie ja machen, schließlich bin ich auch ein Fan von Meinungsfreiheit.
Praktisch gilt aber meine Warnung weiterhin:
Die Elektronen interessieren sich nicht dafür, welche Plakate hoch gehalten werden.


Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Die Politik agiert kurzsichtig...
Ich bin einer, der ebenso wie Professor Lesch, verlangt, dass die physikalischen Gesetze beachtet werden. Und aus diesem Grunde muss ich so ein Kompliment auch an diejenigen verteilen, die den blindwütigen Ausbau von PV und Windräder verlangen, ohne dabei die Profiteure der Energiewende in die Pflicht zu nehmen, sich auch um die erforderliche Begleit-Infrastruktur zu kümmern.


Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Lesch rechnet vor: Jeder Euro Klimaschutz erspart 5 Euro Klimaschaden.
Milchmädchenrechnung!
Bildet der sich ein, wenn wir Milliarden in den Klimaschutz versenken, dass die Chinesen, die Inder oder die Russen deshalb weniger Kohle, Öl und Gas verbrennen werden?


Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Die Iran-Krise beweist die fossile Verwundbarkeit in Echtzeit. 20 Prozent weniger Öl auf dem Weltmarkt durch die Sperrung der Straße von Hormus.
Genau aus diesem Grunde gehöre ich ja auch zu den 57%, denen die Energiewende zu langsam geht.
Nur gibt es zwischen meiner Meinung und der Propaganda einen Unterschied: Ginge es nach mir, dann würden eben die Profiteure der Energiewende die kompletten Kosten und Risiken zu tragen haben. Leute wie Lesch, Quaschning, Holgersheim und FrankSteini würden allerdings diese Kosten und Risiken lieber auf die Allgemeinheit abwälzen. Du, @daggi007 hast Dich auf meine Nachfrage noch nicht geäußert, für wen Dein Herz mehr schlägt.
Und ja, wenn diese Energiewende ein büssl Nutzen fürs Klima bringt, dann können wir diesen Effekt gerne mitnehmen.


Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Die Technologie ist bereit. Deutschland liegt bei über 60 Prozent erneuerbaren Energien im Strommix. Bayern - ausgerechnet Bayern - bei 75,5 Prozent. Die Speicher werden billiger, die Netze wachsen, bidirektionales Laden steht vor dem Durchbruch.
Das ist hundertprozentig richtig.
Aus diesem Grunde verstehe ich nicht, weshalb diese Einpeitscher jetzt immer noch verlangen, dass die Ministerin die Subventionen so hoch lässt, wie sie vor einigen Jahren angemessen waren.


Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Aber es funktioniert bei allen, die nicht wissen oder nicht wissen wollen, dass Länder mit hohem Erneuerbaren-Anteil wie Spanien von der aktuellen Energiekrise kaum betroffen sind.
Wie laut soll ich denn lachen? Ich kann gar nicht so laut lachen, wie ich müsste.

Gerade Spanien ist durch den hohen Anteil von Erneuerbaren, der nicht mit trägen Kurzzeitspeichern (z.B. rotierenden Massen) kompensiert worden sind, im vergangenen Jahr in einen Blackout mit 11 Toten hinein geraten.


Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Und dafür braucht es genau das, was Fratzscher und Lesch im ZDF vorgemacht haben: Fakten, Ehrlichkeit, und den Mut zu sagen, dass Klimapolitik keine grüne Ideologie ist,
Genau!
Gerade von Lesch könnte man eigentlich den physikalischen Sachverstand verlangen, dass er
  • den Wirkungsgrad richtig berechnet, indem er in allen Fällen von der Primärenergie ausgeht,
  • die Wichtigkeit von angemessenen, netzdienlichen Speichen erkennt (und Fratzscher sollte ihm erklären können, wer den sinnvollerweise bezahlen sollte, um Versorgung sicher zu stellen),
  • eigentlich wissen müsste, wie sich auf Grund von mangelnden rotierenden Massen (und mangelnder Substitution durch andere Anlagen) der blindwütige Ausbau von PV und Wind zu einer echten Gefahr werden kann,
  • die Gefahr erkennt, wenn die Leute weiterhin Strom aus zusätzlichen PV-Anlagen ohne Einflussnahme des Netzbetreibers abkippen dürfen, so wie sie lustig sind
Hat jemand etwas von diesem Mut auf der Demo gesehen? Ich war ja nicht dabei.


Pfiffikus,
der fordert, dass wir eine vernünftig koordinierte Energiewende durchführen, die uns unabhängig macht, ohne uns von diesen Klima-Einpeitschern in eine falsche, gefährliche, physikalisch unmögliche Richtung treiben zu lassen
daggi007
Zitat:
Pfiffikus hat am 19. April 2026 um 13:00 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Lesch rechnet vor: Jeder Euro Klimaschutz erspart 5 Euro Klimaschaden.
Milchmädchenrechnung!
Bildet der sich ein, wenn wir Milliarden in den Klimaschutz versenken, dass die Chinesen, die Inder oder die Russen deshalb weniger Kohle, Öl und Gas verbrennen werden?


Die Zahlen stimmen.
Solche Zahlen stammen meist aus Studien (z. B. Weltbank, OECD, IPCC), die darlegen: Was kostet Klimaschutz heute vs. welche Schäden vermeiden wir morgen?
Dabei geht es nicht darum, dass ein einzelnes Land direkt global alles verändert, sondern um die Gesamtrechnung über Zeit.
Weniger Extremwetter-Schäden, geringere Gesundheitskosten (Hitze, Luftverschmutzung), weniger Infrastrukturverluste und stabilere Landwirtschaft.
Das sind reale Kosten, die heute schon messbar steigen.
Länder, die früh investieren (z. B. Deutschland bei Solar/Wind), drücken langfristig die Kosten weltweit. China baut heute massiv erneuerbare Energien.
Internationale Abkommen funktionieren nie perfekt, aber sie entstehen eher, wenn große Volkswirtschaften vorangehen statt blockieren.
Im Kleinen hier heißt das nicht nur nörgeln, belehren und Pessimismus verbreiten. Wenn alle so denken, nörgeln und immer nur die Fehler von anderen suchen, passiert gar nichts.

Zitat:
Pfiffikus hat am 19. April 2026 um 13:00 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 08:32 Uhr folgendes geschrieben:
Aber es funktioniert bei allen, die nicht wissen oder nicht wissen wollen, dass Länder mit hohem Erneuerbaren-Anteil wie Spanien von der aktuellen Energiekrise kaum betroffen sind.
Wie laut soll ich denn lachen? Ich kann gar nicht so laut lachen, wie ich müsste.

Gerade Spanien ist durch den hohen Anteil von Erneuerbaren, der nicht mit trägen Kurzzeitspeichern (z.B. rotierenden Massen) kompensiert worden sind, im vergangenen Jahr in einen Blackout mit 11 Toten hinein geraten.


Du lügst dir hier dein eigens Propagandageflunker zusammen. Das ist boshaft.
Stromausfall in Spanien & Portugal, was passiert ist.
Am 28. April 2025 fiel auf der Iberischen Halbinsel großflächig der Strom aus (über 50 Mio. Menschen betroffen).
Technische Ursache war Überspannung im Netz, die eine Kettenreaktion ausgelöst hat.
Zusätzlicher kommt dazu, dass das Iberisches Net relativ schwach mit Europa verbunden (wenige Leitungen) ist.
Das war kein „zu viel Erneuerbare = Blackout“-Fall. Es ging um Netzstabilität / Spannungsregelung / Systemkopplung
Es gab Todesfälle durch indirekte Folgen (z. B. Generator, Brände), aber nicht den oft behaupteten „11 Tote durch Erneuerbare“-Zusammenhang.
Wer das behauptet ist ein Lügner.

Zitat:
Pfiffikus hat am 19. April 2026 um 13:00 Uhr folgendes geschrieben:
Pfiffikus,
der fordert, dass wir eine vernünftig koordinierte Energiewende durchführen, die uns unabhängig macht, ohne uns von diesen Klima-Einpeitschern in eine falsche, gefährliche, physikalisch unmögliche Richtung treiben zu lassen


Auch ich fordere eine vernünftig koordinierte Energiewende durchführen, die uns unabhängig macht. Allerdings ohne uns von der rückschrittlichen Klimapolitik der Bundesregierung in eine falsche, gefährliche, physikalisch unmögliche Richtung treiben zu lassen. So formuliere ich den Unterschied zu der von dir vorgetragenen Argumentation.

PS:
Es gibt Staaten, in denen Gestalten wie eine Ministerin Reiche keine Chance bekämen, sondern dort werden die richtigen Progamme angeschoben.

https://www.sunwiz.com.au/battery-market...australia-2026/
Pfiffikus
Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 18:46 Uhr folgendes geschrieben:
Internationale Abkommen funktionieren nie perfekt, aber sie entstehen eher, wenn große Volkswirtschaften vorangehen statt blockieren.
Richtig!
Aber ich schrieb hier von Deutschland!



Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 18:46 Uhr folgendes geschrieben:
Auch ich fordere eine vernünftig koordinierte Energiewende durchführen, die uns unabhängig macht. Allerdings ohne uns von der rückschrittlichen Klimapolitik der Bundesregierung in eine falsche, gefährliche, physikalisch unmögliche Richtung treiben zu lassen.
Es ist nicht die derzeitige Regierung, die "eine falsche, gefährliche, physikalisch unmögliche Richtung" einschlägt, sondern zahlreiche Solar-Apologeten in diesem Lande, wie Du sie auch hier im Forum lesen kannst.

Du konntest selbst verfolgen, dass unsere Netze zu Ostern nicht nur durch Erneuerbare verstopft waren, sonder sogar überliefern. Und trotz alledem gibt es immer noch Leute, die eine "Abnahmeverpflichtung für Ökostrom" im Jahre 2026 noch als "intelligent" bezeichnen.

Doch die Physik verhandelt nicht!


Zitat:
daggi007 hat am 19. April 2026 um 18:46 Uhr folgendes geschrieben:
Du lügst dir hier dein eigens Propagandageflunker zusammen. Das ist boshaft.
Stromausfall in Spanien & Portugal, was passiert ist.
...
Technische Ursache war Überspannung im Netz, die eine Kettenreaktion ausgelöst hat.
...
Das war kein „zu viel Erneuerbare = Blackout“-Fall. Es ging um Netzstabilität / Spannungsregelung / Systemkopplung
Und wodurch entstanden die Schwingungen mit letztendlich der Überspannung?
Warum ging den Spaniern Netzstabilität/Spannungsregelung verloren?


Pfiffikus,
der offenbar zu diesem Thema einen eigenen allgemeinverständlichen Beitrag verfassen muss
holgersheim
Christian Stöcker über Frau Reiche, ihre Lügen betreffs Primärenergie und Gesamtenergiebedarf.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mens...ab-7d3669a95510

Auch die informellen weiterführenden Links im Artikel sollten Beachtung finden.
Pfiffikus
Zitat:
holgersheim hat am 23. April 2026 um 12:24 Uhr folgendes geschrieben:
Christian Stöcker über Frau Reiche, ihre Lügen betreffs Primärenergie und Gesamtenergiebedarf.
Also die Lüge sehe ich bei Christian Stöcker, der den Strom als "Primärenergie" bezeichnet. Der kommt aber in der Natur gar nicht in nutzbarer Form vor. In Wirklichkeit sind diese Primärenergien relevant:
-Kohle,
-Sonne,
-Wind,
-Wasserkraft,
-Erdgas...
Und wenn man die korrekten Energien als Primärenergie betrachtet, kommt man auch bei Elektroautos zu jämmerlichen Wirkungsgraden.

Dieses Propagandageflunker haben wir hier im Forum ausführlich behandelt und wird auch durch die permanente Wiederholung nicht wahrer.



Mit dem Begriff "Gesamtenergiebedarf" wird gerne Schindluder getrieben. Da hat er Recht. Professor Quaschning betreibt ja ein ähnliches Verwirrspiel, wenn er zum Beispiel argumentiert, dass man für die Produktion von synthetischen Kraftstoffen nicht Tausende Windräder in Chile bauen könnte. An dieser Stelle ignoriert dieser, dass hier gerade eine unaufhaltsame Disruption in Richtung E-Autos im Gange ist, so dass künftig viel weniger E-Fuels gebraucht werden.



Mit den Thesen im letzten Teil des Artikels stimme ich überein. Bekanntlich wünsche ich mir auch einen schnellstmöglichen Ausbau der erneuerbaren Energien, damit wir so wenig wie irgendwie möglich von Energieimporten abhängig werden. (Dabei heißt schnellstmöglich: Wirtschaftlich und physikalisch sinnvoll, Kosten und Risiken der Energiewende müssen die Profiteure der Energiewende tragen!).



Pfiffikus,
der gerne als Nebeneffekt davon sieht, dass auch dem Klima damit geholfen wird
Meta
Jetzt ist es die beste Zeit zur Abschaffung von Diesel und Benzin Fahrzeugen, dank der rasanten Verteuerung der Kraftstoffe!

Ein Schelm der Böses dabei denkt! Wer weiß schon was vielleicht dahinter steckt? Strom oder billigere Kraftstoffe?

Was meint ihr dazu?

Wenn die jetzigen Fahrt- und Transportkosten immer teurer werden, so muss man immer mehr über preiswertere Möglichkeiten nachdenken. Ohne wesentlich mehr Rentabilität ist Waren und Personentransport massiv immer mehr gefährtet!
holgersheim
Gerade leben wir in einer für die Energiewende guten Zeit. Nutzen wir sie. Da hat sich ein Zeitfenster aufgetan, die Welt steigt um auf regenerative Energien, mit starken Stromnetzen, und Energiespeichern. Die Energiewende schreitet global voran. Kraftwerke, die teuer und riskant sind und die 24 Stunden dieselbe Energiemenge liefern, werden immer unattraktiver. Wind und Solar, wo es geht auch Hydro oder Geothermie, liefern absolut konkurrenzlos billigen Strom. Da müssen wir hin. mit einem starken Netzausbau und Speicherkapazitäten. Der Klimawandel ist ein motivierender Faktor.

Funktionieren kann es allerdings nur ist aber nur wenn man keinen Merz, keine Gas-Kathi hat, oder keinen Trump. Deutschland wird mit diesen Loosern abgehängt, wie auch USA.
Pfiffikus
Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
Gerade leben wir in einer für die Energiewende guten Zeit. Nutzen wir sie.
Das stimmt, das kann ich so unterschreiben.


Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
Da hat sich ein Zeitfenster aufgetan,
Mit diesem Begriff wiederum habe ich meine Bauchschmerzen. Denn ich sehe nicht, dass sich dieses "Fenster" in absehbarer Zeit wieder schließen würde.


Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
die Welt steigt um auf regenerative Energien, mit starken Stromnetzen, und Energiespeichern. Die Energiewende schreitet global voran.
Der erste Teil stimmt.

Ein Großteil der Welt kann dabei auf Speicher und Netze verzichten. Denn in den sonnigen Ländern wird ein Großteil des Stromes gebraucht, um Klimaanlagen zu betreiben - üblicherweise wenn die Sonne scheint. Dort werden auch die Großgeräte, wenn vorhanden, vor allem dann betrieben, wenn die Sonne scheint. Und die nötigen Solarzellen stehen an Ort und Stelle des Verbrauchs. Jaaa, dann ist Solarstrom sogar konkurrenzlos billig.


Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
Kraftwerke, die teuer und riskant sind und die 24 Stunden dieselbe Energiemenge liefern, werden immer unattraktiver.
Du siehst also keine Chancen für eine massivere Nutzung der Geothermie?


Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
Wind und Solar, wo es geht auch Hydro oder Geothermie, liefern absolut konkurrenzlos billigen Strom.
Dieser Strom ist nur dann konkurrenzlos billig, wenn er sofort an Ort und Stelle verbraucht werden kann. Diese Einschränkung solltest Du niemals weglassen!

Für eine zuverlässige Versorgung eines Landes, die Versorgung einer Industrie ist eine dreifach auszulegende Infrastruktur nötig. Und die ist nicht mehr so konkurrenzlos billig.


Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
Da müssen wir hin. mit einem starken Netzausbau und Speicherkapazitäten.
Wunderbar, wenn Ihr die zusätzliche Infrastruktur organisieren, finanzieren und betreiben wollt. Da stimme ich sofort zu.


Zitat:
holgersheim hat am 24. April 2026 um 11:33 Uhr folgendes geschrieben:
Funktionieren kann es allerdings nur ist aber nur wenn man keinen Merz, keine Gas-Kathi hat, oder keinen Trump.
Die würde ich mal außen vor lassen. Wenn die Energie so billig wird, wie Du es hier in Aussicht stellst, können auch diese Leute die Disruption nicht aufhalten.


Pfiffikus,
der gespannt darauf ist, wie die Energiewende, beschleunigt durch den Iran-Krieg, weiter geht
holgersheim
Na, habt ihr schon die Studie vom Wirtschaftsministerium gesehen, wie Kommunen von Erneuerbaren profitieren können?
Vermutlich nicht, denn Reiches Ministerium schweigt sich dazu aus.

Dieses Weibsstück lässt Studie zu Wind und Solar einfach mal so verschwinden.

Ja warum das denn?
Es ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in der vorherigen Legislaturperiode in Auftrag gegebenes Forschungsgutachten. Ah! Deswegen spricht man darüber nicht. Dann müsste man noch diesem Habeck Recht geben. Immerhin taucht die Studie in der Liste der Publikationen auf.

https://www.bundeswirtschaftsministerium...icationFile&v=2

Und was steht in der Studie so drin, dass es die Reiche so triggert?

Zitat:
Deutsche Städte und Landkreise können ihre Einnahmen aus erneuerbaren Energien mehr als verdoppeln, wenn sie die Ausbauziele für Wind- und Solaranlagen erreichen.„Finanzielle Beteiligungsmodelle, Bürgerenergiegesellschaften und kommunale Investitionen könnten dafür sorgen, dass mehr Wertschöpfung vor Ort bleibt und mehr Anwohner*innen von der Energiewende profitieren. Das kann außerdem die Akzeptanz erhöhen“ …In Vorreiter-Regionen gehen bis zu zehn Prozent des Wirtschaftswachstums der letzten zehn Jahre auf den Ausbau der Grünstrom-Infrastruktur zurück.
FrankSteini
Die Gaslobby ist halt nicht „die Wirtschaft“. Und „die Wirtschaft“ hat mittlerweile alle Geduld mit der Reiche völlig verloren, hält ihr und der Regierung Habeck als Positiv-Beispiel vor. Sie loben, dass Habeck sich in Themen eingearbeitet habe und zuhörte. Womit sie im Klartext sagen, dass Frau Reiche nicht zuhört, keine Ahnung hat und daran auch nichts zu ändern bereit ist. Nun, ausgerechnet Habeck, den Antichristen der Union als Vorbild vorgehalten zu bekommen, das muss man als antigrüner Wirtschaftslobbyverein mit parlamentarischen Arm auch erstmal hinbekommen.

https://www.giessener-allgemeine.de/poli...r-94277213.html
daggi007
Qualitativ eindeutig über den Youtube Geschwurbel:

https://www.linkedin.com/posts/prof-dr-i...1172721664-Bm9q
Pfiffikus
Zitat:
daggi007 hat am 28. April 2026 um 13:16 Uhr folgendes geschrieben:
Qualitativ eindeutig über den Youtube Geschwurbel:
Ganz sicher ist in diesem Dokument viel Wahres enthalten. Insbesondere halte ich es für sehr wichtig, dass die Anlieger, insbesondere bei Windkraftanlagen, immer mit profitieren müssen, um dort eine Akzeptanz zu erreichen.


Apropos Youtube-Geschwurbel - ja, davon gibt es reichlich. Zum Beispiel werden in diesem Video die vergangenen Hellbrisen sowas von heruntergespielt:




In diesem Video kommen aber Dinge zur Sprache, die ich nicht so ganz glauben kann. Es ist "Geschwurbel", wie Du es nennst:

  • 2:10 Doch, ganz sicher sind diese negativen Strompreise marktgetrieben. Schließlich werden sie mit Merit-Order ausgehandelt. Mehr Markt geht kaum noch!
    Nehmen wir doch mal die Zahlen des Fraunhofer-Instituts vom 1. Mai 13:15 Uhr!



    In ganz Deutschland wurden gerade mal knapp 42 GW Strom nachgefragt.
    Auf der Angebotsseite gab es 1 GW Laufwasser, das sich natürlich nicht abschalten lässt. Biomasse liefert (nach meiner Meinung dringend reformbedürftig!) weitere 4GW. Und weil wir sowohl in der Walpurgisnacht, als auch in der Nacht zum 2. Mai Strom brauchen, müssen die Kohlekraftwerke noch mit etwa 2 GW durchlaufen. Es wehte zwar Wind, wie ich es auf meiner Radtour spüren konnte, doch die Netzbetreiber haben die Windräder weitgehend abgeregelt. Soweit der normale Lauf der Dinge.

    Das größte Problem war an diesem Tag jedoch die Photovoltaik. Zahlreiche Anlagen sind durch die Netzbetreiber nicht beeinflussbar. Diese Anlagen rotzten in dieser Situation 45,5GW Strom ins Netz! Also mehr Strom, als in Deutschland überhaupt gebraucht wird.

    Eine Nachfrage wird also von einem Überangebot überschwemmt. Und in solchen Situationen reagiert der Markt und niemand anderes, mit negativen Preisen. Egal, was der Youtube-Schwurbler anders meint.

    Und um die Begriffe klarzustellen: In der Wirtschaftslehre bezeichnet man Güter, die mit negativen Preisen gehandelt werden, also kostenpflichtig entsorgt werden müssen, als "Abfall".

  • 3:00 An diesem Punkt stimme ich ihm zu. Es ist in der Tat vernünftig, die letzten Kohlekraftwerke weiter betriebsfähig zu halten. Die brauchen wir insbesondere im Winter bei längeren Dunkelflauten.

  • 3:55 Die neuen PV-Anlagen speisen vor allem dann ein, wenn der Strompreis niedrig ist. Was er hier betont, spielt nur eine geringe Rolle. Es wird zwar noch etwas Strom bei höheren Preisen eingespeist, doch dann sind die Preise ja gerade deshalb so hoch, weil nur wenig Solarstrom da ist! Sobald wir wieder viel Solarstrom haben, gehen die Preise in den Keller. Deshalb ist das keine adäquate Kompensation für die Abfall-Einspeisung gegen Vergütung.

  • 4:18 Förderung bleibt Förderung. Völlig egal, wie er es mit seinen Augen sieht.
    (Förderung muss nicht per se schlecht sein! Solange sie die Versorgungssicherheit fördert, halte ich ja sogar Förderung für Solarstrom für begrüßenswert!)

  • 4:25 Wenn man Solarstrom fördern möchte, wie ich es auch begrüßen würde, dann darf es nur dann passieren, wenn dieser Strom zu Zeiten der Preisspitzen eingespeist wird. Mit einer solchen Förderung würde man die Profiteure der Energiewende wenigstens dazu zwingen, selbst für eine angemessene Menge Speicher zu sorgen, statt diese Aufgabe der Allgemeinheit zu überlassen!
    Aber Leute wie dieser Youtuber gehören zu diesen Profiteuren und von denen kommt massives Geheule gegen den gegenwärtigen Abbau von festen, marktunabhängigen, risikofreien Einspeisevergütungen.

  • 4:45 Stefan Spiegelsberger hat sich die Mühe gemacht, nicht nur eine Viertelstunde zu betrachten, wie ich es getan habe, sondern er hat die Zahlen vom ganzen Tag genommen, die Verbräuche mit den jeweils gültigen Preisen multipliziert. Ja, da kommt allein für einen Tag ein dreistelliger Millionenbetrag raus. Es scheint zu stimmen, denn die Zahlen bestreitet der Youtuber nicht. Er nennt ihn nur despektierlich "Rechenkünstler".

  • 4:55 Anschließend schwenkt er lieber zu einem Whataboutismus über die Gasmangellage. "Die Gasmangellage, die auch nie kam, weil wir nie unter die 20% gerutscht sind".
    Wie ignorant ist der denn? Die wahre Ursache für das Ausbleiben der Gasmangellage war die sehr warme zweite Februarhälfte und der warme März! Ein Hoch auf den Klimawandel!!!
    Für normales Wetter im Februar und März waren die Gasspeicher nicht befüllt, normales Februarwetter hätte gewiss zu einer Gasmangellage geführt. Und ein Winter wie 2010/11....
    Whatabout Demagoge!

  • 5:10 Er merkt selber, dass man sich bei allen Youtubern die Taschen gut zubinden muss. Aber auf welche Experten hört er denn? Er hört natürlich auf diejenigen, die es gutheißen und schönrechnen, wenn den Profiteuren der Energiewende bei jeder Hellbrise Millionenbeträge rüber geschoben werden. Pfui!

  • 5:35 Hier kommt wieder eine Aussage, der ich nur zustimmen kann. "Wir brauchen als Nächstes Speicher, Netzausbau und Strompreiszonen". Gut, dass hier er nicht mehr den blindwütigen Ausbau der volatilen Stromerzeugung fordert. Denn der kann und muss erst weiter gehen, wenn wenigstens die Speicher ausreichend vorhanden sind. Und die sollen hoffentlich die Profiteure der Energiewende selbst bezahlen, nicht die Allgemeinheit!

  • 5:55 Nein, der Strompreis wird (derzeit) nicht von den negativen Strompreisen gedrückt. Denn die Kosten der Erzeugung sind etwas anderes als die Kosten für eine zuverlässige Versorgung. Und für Letzteres muss die Infrastruktur eben dreifach ausgebaut sein, was dieses "Drücken" der Strompreise verhindert.

  • 6:04 Der nächste Whataboutismus - Tankstelle. Was hat die mit dem Strompreis zu tun?

  • 6:35 Ja, das Geld, das an die Mineralölkonzerne geht, ist weg. Aber das Geld, das an die Anlagenbetreiber geht, ist aus meiner Sicht auch weg. (Für ihn natürlich nicht.)

  • 7:12 Jetzt wird er zum Zauberer: "Also unsere Anlagen speisen diesen Strom zu negativen Preisen ein. Wir bekommen zwar noch Geld dafür, aber natürlich drückt das den Strompreis auch."

    Ähm, wie jetzt? Der PV-Betreiber bekommt Geld für den Abfall-Strom, der Netzbetreiber muss für dessen Entsorgung bezahlen und das soll am Ende den Strompreis drücken? Finde den Fehler!

  • 7:32 "Ja, und dann gibt's ja mal wieder die Rufe danach, dass man den PV Ausbau jetzt mal bremsen muss. Es geht alles viel zu schnell. Frau Reiche möchte ihn an den Netzausbau koppeln."
    Richtig so! Denn über die Grenzen der Physik kann man sich nicht hinwegsetzten. Wenn Frau Reiche nicht dafür sorgt, übernimmt das eben die eine oder andere Sicherung. Was ist uns lieber?

  • 7:40 "Ich frage immer, was soll die Branche da machen? Sollen die Urlaub machen zwei Jahre, bis es wieder weitergeht oder wie stellt ihr euch das Ganze vor?"
    Einfache Antwort: Erstmal keine PV-Module montieren, sondern Speicher. Firmen, die netzdienliche Solaranlagen anbieten, müssen ohnehin beides können. Sowohl Solarmodule, als auch Speicher. Warum kommt er nur nicht selbst da drauf?

  • 8:40 Über seine wirtschaftliche Kompetenz schreibe ich jetzt nix, sondern grinse nur. Denn ich habe weder etwas von seiner Investition in die Anlage, noch hätte ich etwas von seiner Aktieninvestition.

  • 9:15 Irreführung! Von den verschwendeten 140 Millionen, die wir den Profiteuren der Energiewende in den Allerwertesten geschoben haben, können wir nur 2% als Minderung der Klimafolgekosten genießen, wenn überhaupt!
    (Selbst wenn Deutschland ein zweijähriges PV-Moratorium einfügen würde, wäre es für das Klima und die Folgekosten unschädlich. Denn das wäre den Chinesen egal, die würden deshalb ihre Modulproduktion nicht drosseln. Dann wird mit den vielen Modulen eben in anderen Teilen der Welt etwas CO² vermieden.)
    Merke: Klima ist nur ein Nebeneffekt, den wir bei der Energiewende gerne mitnehmen können, doch das darf nicht unsere Hauptmotivation sein.

  • 9:38 "Also, ich kann diese Hetze gegen die PV-Anlagenbesitzer jetzt nicht ganz nachvollziehen, die zurzeit betrieben wird. Wer sich die Zahlen mal genau anschaut, der wird merken, wir sind nicht das Problem."
    DOCH, Ihr seid das Problem!
    Durch das fehlerhafte Design der Energiewende wurdet Ihr nicht gezwungen, selbst die angemessenen Speicher für Eure Stromproduktion zu beschaffen und zu betreiben. Vielmehr kassiert Ihr risikolos die Profite, während die Allgemeinheit (über Steuern oder Netzentgelte) die Kosten und Risiken zu tragen hat.
    (Das ist nicht Eure Schuld, das wurde von früheren Regierungen verbockt. Endlich wird dieser Fehler korrigiert und wir vernehmen Euer Gejammer, dass Euer erstes Geschäftsmodell keine Zukunft mehr hat.)

  • 9:50 Netze würden gegen negative Strompreise helfen? Das ist falsch. Denn wohin sollen die Netze denn den Abfall-Strom transportieren, wenn in den Nachbarländern auch schönes Wetter ist und die Preise negativ? Die Antwort bleibt er schuldig.

  • 10:00 Dass die neu ausgeschriebenen Gaskraftwerke zu viel und zu teuer sind, darüber bin ich mit ihm völlig einer Meinung.

  • 10:40 Soll ich das jetzt mal als Skandal bezeichnen?
    Jetzt wünscht sich tatsächlich einer der Profiteure, dass sich die anderen Leute einen Stromspeicher kaufen und betreiben.
    Gewiss habe ich nichts dagegen einzuwenden, wenn sich jemand so eine Anlage in die Wohnung stellen mag und sich einem solchen Risiko aussetzen will. Aber vorrangig sehe ich die Profiteure der Energiewende selbst in der Pflicht, für Speicher zu sorgen.
    Seinen Videos zu entnehmen ist, er hat es wenigstens gemacht und speist wohl nur wenig Abfall ein.

  • 11:55 Gewiss zählt dieser Youtuber nicht zu den Reichen in diesem Lande, sondern eher zur Mittelschicht. Doch die ärmeren Leute in den Plattenbausiedlungen haben wirklich nicht viel von seinen Empfehlungen und Beschwichtigungen.



Ja @daggi007, Du hast Recht. Auch beim Konsum von Quellen aus YouTube musst Du gut aufpassen, dass Dir nicht die Taschen voll gehauen werden. Das ist eben genauso, wie bei Pressemitteilungen von Unternehmen und Ministerien oder bei den Ambivalentmedien. Unbefangen ist da fast niemand.


Pfiffikus,
der leider zu wenig Zeit hat, um noch weitere Videos mit augenscheinlichen Fehlinformationen zu kommentieren