Energiewende - EEG-Reform

Pfiffikus
War das nicht weitsichtig?

Zitat:
Pfiffikus hat am 04. März 2026 um 11:18 Uhr folgendes geschrieben:
Der wohlhabendere Teil der Bevölkerung lebt heute schon locker mit großem Flächenverbrauch in der Landschaft. Die Leute bewohnen ein Einfamilienhaus nebst Carport und ein wenig Garten. Dort hat man sich ja schon mit PV-Modulen eingedeckt und genießt die Subventionen (garantierte feste Einspeisevergütung) aus den Taschen derer, die das nicht aufbauen können.

Wenn es diesen Leuten zu bunt wird, dann werden sich mehr und mehr Haushalte von den Netzbetreibern verabschieden und den Stromanschluss kündigen. Dann können sie den selbst erzeugten Strom nicht mehr zum ermäßigten Preis verbrauchen. Nein, sie werden ihn zum Nulltarif nutzen können. Wenn die Module groß genug sind, reicht der selbst erzeugte Strom sogar für die Wärmepumpe und das Elektroauto. Wenn der Strom im Winter knapp werden sollte, kann man ja mit dem Auto ausnahmsweise mal auf die öffentlichen Ladesäulen ausweichen.

Die werden nur dann ein Problem bekommen, wenn sich mal eine Dunkelflaute ein paar mehr Tage lang hin ziehen wird. Für solche Tage steht dann ein kleines Diesel-Aggregat im Carport, so dass diese Häuser auch im Winter nicht stromlos werden, wenn keine Sonne scheint.


Dieser Youtuber zeigt uns, was in den kommenden Monaten mehr und mehr zu befürchten ist.





Pfiffikus,
der befürchtet, dass sich immer mehr wohlhabende Leute abnabeln werden, um sich an den Kosten für diese Energiewende überhaupt nicht mehr zu beteiligen
Meta
Die Genossenschaften werden diesbezüglich bestimmt Vorreiter sein und das ist gut so!
Siehe:
https://www.guenstig-heizen.de/artikel/c...&utm_placement= {placementid}&utm_device=c&utm_keyword=keyword&utm_adposition=&msclkid=d439
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holgersheim
Kleiner Lacher am Rande:

Zitat:
Reiche-Vorstoß würde Bayerns Windkraft-Pläne hart treffen – Aiwanger beklagt „Vollbremsung“München – Bayern will seinen Teil vom Windkraft-Kuchen haben. Auch wenn Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die öffentliche Debatte gerne auf Themen wie Mini-Atomkraftwerke oder Kernfusion lenkt, stehen auch die Erneuerbaren im Freistaat auf der Tagesordnung. Erst am Freitag stimmte der Bundesrat einer von Bayern angeregten Gesetzesänderung zu, die noch 2026 den Bau von mehr Windkraftanlagen ermöglichen soll. Dabei soll auch Bayern profitieren. Doch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) untergräbt mit dem Vorstoß auch die Windenergiepläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU).

Quelle: https://www.merkur.de/politik/vollbremsu...r-94248073.html

Wie nennt man so etwas: Dumm am Hebel .... dumm gelaufen.
Pfiffikus
Zitat:
holgersheim hat am 04. April 2026 um 07:37 Uhr folgendes geschrieben:
Kleiner Lacher am Rande:
Und WER gibt denn da Anlass zum Lachen?


Was lesen wir denn da im Artikel?
Zitat:
Reiche will die Fördergelder für Windanlagen kürzen, die in Gebieten mit Netzengpässen geplant werden.
Also ich kann mir nichts Bürgerfreundlicheres vorstellen.
  • Fördergelder sind nach 30 Jahren Subventionen ohnehin nicht mehr nötig, da die Anlagen billiger geworden sind, Wind und Sonne keine Rechnung schicken.
  • Während der Laufzeit sind nun keine Entschädigungen mehr nötig, wenn die Anlagen wegen Netzengpass abgeschaltet werden müssen.
  • Vernünftige Investoren stellen die Windräder ohnehin dort hin, wo möglichst viel Wind weht. Nicht vergessen: Bei 80% Windgeschwindigkeit kann ein Windrad nur etwa die Hälfte Energieertrag ernten.



Aiwanger sagt:
Zitat:
Momentan legt sie eine Vollbremsung hin.
Das stimmt natürlich nicht. Keineswegs wird der Windradbau irgendwie behindert.
Es wird allenfalls das ungezügelte Geldscheffeln auf Kosten der ärmeren Schichten der Bevölkerung gebremst. Völlig logisch, dass FrankSteinis Lieblingsoligarchen Gift und Galle spucken.


Weiter im Artikel:
Zitat:
Neue Ökostromanlagen sollen dabei künftig keine Ausgleichszahlungen mehr erhalten, wenn sie wegen einer Überlastung der Netze vorübergehend keinen Strom einspeisen können.
Genial!
Endlich werden die PV-Betreiber gezwungen, sich selbst um eine angemessene Anzahl von Akkus zu kümmern. Damit können sie den erzeugten Strom eben in der Dämmerung und am Abend einspeisen, wenn er wenigstens kein Abfall, sondern tatsächlich werthaltig ist. Endlich wird diese wichtige Versorgungsaufgabe nicht mehr auf die Allgemeinheit abgewälzt!
Ich fordere ja schon lange, dass die Profiteure der Energiewende selber dafür bezahlen müssen, dass wegen ihnen die Infrastruktur dreifach ausgebaut werden muss.


Zitat:
holgersheim hat am 04. April 2026 um 07:37 Uhr folgendes geschrieben:
Wie nennt man so etwas: Dumm am Hebel .... dumm gelaufen.
Wieso?


Pfiffikus,
der Reiches Maßnahmen keinesfalls mit diesem Stempel versehen würde
holgersheim


Diese Aktivisten gibt es wohl auch hier.
Pfiffikus
Hallo Leute,

natürlich hat der Überfall auf den Iran und die damit verursachte Blockierung der Straße von Hormus auch Auswirkungen auf unsere Energiewirtschaft.





Natürlich kann das hier vorgestellte Pakistan keine Blaupause für unsere Wirtschaft sein. Wie im Video zu erfahren ist, haben sie dort vor allem den hohen Strombedarf für ihre Klimaanlagen. Ja, das passt naturgemäß sehr gut zu einer Versorgung durch Solarpaneele. Dort muss man kaum speichern - da ist Solarstrom sogar tatsächlich billig.

Deutschland bräuchte dreifache Infrastruktur für Stromversorgung mit Solarstrom. Aber er nennt einen Lichtblick.



Pfiffikus,
der auch aus diesem Grunde davon ausgeht, dass das Panik-Szenarion SSP5-8.5 keinesfalls auch nur annähernd eintreten wird
holgersheim
Neuer Solarpark bei Gera liefert Strom für die Region
An der A4 bei Gera-Trebnitz ist ein neuer Solarpark in Betrieb gegangen. Die Anlage umfasst rund 7,5 Hektar und wurde vom Unternehmen MaxSolar gebaut.
Der Solarpark hat eine Leistung von etwa 8 Megawatt und kann damit einen spürbaren Beitrag zur regionalen Stromversorgung leisten. Ergänzt wird die Anlage durch einen Stromspeicher mit rund 2 Megawatt Leistung, der dafür sorgt, dass der erzeugte Solarstrom flexibler ins Netz eingespeist werden kann.
Durch den Betrieb können jährlich etwa 2.700 Tonnen CO₂ eingespart werden – ein wichtiger Beitrag zur Energiewende in der Region.
Auch wirtschaftlich profitiert die Region: Ein Großteil der Gewerbesteuereinnahmen bleibt vor Ort in Gera und Trebnitz. Zudem wurden bei der Umsetzung Maßnahmen für Natur- und Artenschutz eingeplant, etwa Ausgleichsflächen rund um die Anlage.

So geht es voran.
daggi007
https://correctiv.org/faktencheck/2026/0...t-irrefuehrend/

Hier wird das Propagandageflunker der Schwurbler, welche einen Kampf gegen die Erneuerbaren und somit gegen die Energiewende führen sehr schön auseinandergenommen.
Pfiffikus
Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Neuer Solarpark bei Gera liefert Strom für die Region
Das ist schon mal eine gute Nachricht.
Jeder Hektar Maisacker-Monokultur, der in einen Solarpark umgewandelt wird, ist ein Zugewinn für die Bio-Diversität, für Insekten und Artenvielfalt. Andererseits kann ein solcher Solarpark ein Vielfaches an Energie einfangen, wozu ein Maisfeld nur in der Lage wäre.


Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
wurde vom Unternehmen MaxSolar gebaut.
Nun ja, ein Unternehmen mit "400 Mitarbeiter:innen an den Standorten in Traunstein (Hauptsitz), München, Frankfurt, Hamburg, Berlin und Hebertsfelden." Quelle
Die Arbeitsplätze sind also hauptsächlich in den alten Bundesländern. Zu uns kommen sie nur rüber, weil sie Fläche brauchen. Nun, wenigstens etwas Gewerbesteuer sollen sie ja angeblich in Gera lassen.
Die Profite nach Steuern fließen natürlich zu den Profiteuren, die mutmaßlich zu großen Treilen in den alten Bundesländern sitzen. Na gut, das ist schließlich kein Alleinstellungsmerkmal der Solarbranche.



Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Der Solarpark hat eine Leistung von etwa 8 Megawatt und kann damit einen spürbaren Beitrag zur regionalen Stromversorgung leisten.
Das wird sich anhand des Akkus zeigen.


Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Ergänzt wird die Anlage durch einen Stromspeicher mit rund 2 Megawatt Leistung, der dafür sorgt, dass der erzeugte Solarstrom flexibler ins Netz eingespeist werden kann.
Sehr schön. Es ist hervorragend, dass die Profiteure der Energiewende endlich gezwungen werden, einen Teil der Zusatzinfrastruktur, den sie verursachen, selbst zu errichten und zu bezahlen.

Kannst Du auch die Kapazität des Speichers in Erfahrung bringen? Also wie viele Megawattstunden können gespeichert werden?

Spekulieren wir mal:
Der Solarpark kann vor allem zwischen 9 und 15 Uhr die volle Leistung bringen, also 6 Stunden lang.
(In der Dämmerung kommt mutmaßlich nur noch Teilleistung - geschenkt.)
Es werden in diesen Stunden 8MW * 6Stunden = 48 MWh produziert.

Während der 6 Hauptstunden kann der Speicher nur 2MW aufnehmen. Also 2MW * 6Stunden = 12MWh. Diese können in die Abendstunden hinein gespeichert und möglicherweise profitabel vermarktet werden.

Vorläufig rätselhaft bleibt mir, was MaxSolar mit den verbleibenden 36MWh machen will. MaxSolar muss damit rechnen, dass in diesen Stunden tagsüber ein Strompreis nahe Null oder sogar negativ ist. Wir müssen hoffen, dass die diesen überschüssigen Strom nicht einfach so ins Netz kippen dürfen, denn dann müssten dafür Windräder oder andere Solarparks (gegen Entschädigung) abgeregelt werden.



Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Durch den Betrieb können jährlich etwa 2.700 Tonnen CO₂ eingespart werden – ein wichtiger Beitrag zur Energiewende in der Region.
Diese Einsparung wird nur dann gelingen, wenn es gelingt, den kompletten Strom, also auch die verbleibenden 36MWh nutzbringend zu vermarkten, ohne dass andere klimaneutrale Erzeuger aus dem Netz gedrägt werden.
Gelingt das nicht, dann wäre diese Zahl nur Schönfärberei.


Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Auch wirtschaftlich profitiert die Region: Ein Großteil der Gewerbesteuereinnahmen bleibt vor Ort in Gera und Trebnitz.
Richtig!
Es verbleibt nur ein Teil der Gewerbesteuern in der Region. Diese entstehen aber nur, wenn der Solarpark Gewinn erwirtschaftet.
Und wenn Gewinne entstehen, dann gehen die Gewinne nach Steuern natürlich an die Eigentümer.


Zitat:
holgersheim hat am 10. April 2026 um 13:40 Uhr folgendes geschrieben:
Zudem wurden bei der Umsetzung Maßnahmen für Natur- und Artenschutz eingeplant, etwa Ausgleichsflächen rund um die Anlage.
Das finde ich prinzipiell nicht schlecht, auch wenn der Park selbst schon eine Bereicherung der Artenvielfalt im Vergleich zu den vorherigen Ackerflächen darstellt.

Doch bitte nicht vergessen: Alle Kosten für diese Ausgleichsmaßnahmen erhöhen die Gesamtkosten, die jährlichen Abschreibungen, mindern die Gewinne und damit das für Gera verbleibende Aufkommen an Gewerbesteuern.



Pfiffikus,
der sich freut, wenn es ein Erfolg würde, der sogar die volle Leistung des Solarparks netzdienlich zur Verfügung stellen könnte
Pfiffikus
Zitat:
daggi007 hat am 10. April 2026 um 15:50 Uhr folgendes geschrieben:
sehr schön auseinandergenommen.
Schön? Es ist nur das derzeitige Mimimi der Profiteure der Energiewende zu lesen, weil das bisherige Geschäftsmodell, das Abgreifen von überflüssig gewordenen Subventionen, nicht mehr funktioniert. Nicht mehr und nicht weniger.


Zitat:
Correctiv hat folgendes geschrieben:Laut Bundesnetzagentur wird kein Strom „weggeworfen“, sondern umverteilt.
Ja, diese Haarspalterei ist richtig. Aber die Autoren hätten sich lieber mal ansehen sollen, was man unter einer Metapher versteht.


Natürlich kann weder Strom, noch Energie weggeworfen werden. Das sagt uns schon der Energieerhaltungssatz. Soweit hat Correctiv Recht. Leider gelingt es schon mit so einer Plattitüde, daggi007 so dermaßen zu begeisttern.



Also wir beklagen ja die Redispatches, die ein Preistreiber für unseren Strom sind. Kurz gefasst:
Es gibt öfters Wetterlagen, in denen irgendwo, zum Beispiel im Norden zu viel Strom im Angebot ist. Im Süden würde der zwar gebraucht, aber es kann nicht genug davon nach Süddeutschland transportiert werden.
Die Netzbetreiber müssen deshalb im Norden Erzeuger, zum Beispiel Windräder, abregeln und dafür entschädigen.
Im Süden müssen Reservekraftwerke, zum Beispiel Gaskraftwerke angeworfen werden, die kosten extra.
Weder für die Entschädigung im Norden, noch für die Zusatzkosten im Süden erhalten wir irgendeine Kilowattstunde zusätzlich oder irgendeinen Mehrwert.

Frau Reiche hätte also auch sagen können, dass da Geld verbrannt wird. Aber Vorsicht, auch das wäre eine Metapher, für die sie von Correctiv wohl harsch angegangen würde. Denn es werden ja keine Geldscheine verbrannt.


Für uns muss gelten: Jeder Euro, der nutzlos für Redispatchmaßnahmen ausgegeben werden muss, ist einer zu viel.
Deshalb mag ich mich gar nicht darüber streiten, wie viele Milliarden es sind. Viel wichtiger wäre mir, dass die Erneuerbaren nur in dem Maße ausgebaut werden, wie es unsere Netze verkraften können. Gerne dürfen die Profiteure durch Investition in die nötige Zusatzinfrastruktur (Speicher und Leitungen) dafür sorgen, dass diese ausgewogene Energiewende zusätzlich beschleunigt wird.



Ja, es wären weniger Redispatches nötig, wenn es mehr Leitungen gäbe, die den Strom nach Süden bringen. Und FrankSteinis Lieblings-Oligarchen haben sich inzwischen sehr stark dafür gemacht, dass zahlreiche Stromleitungen nach Süden gebaut werden, leider nicht auf deren Kosten. Denn die Kosten und Risiken werden ja von ihnen auf die Allgemeinheit abgewälzt, insbesondere auf die Ärmeren. Ihr wisst ja, aus welchem Stadtteil.


Früher gab es wenige solche Probleme. Da wurden die großen Kraftwerke einfach neben oder in die Ballungszentren gebaut und dort konnten sie die Bedarfe standortnah und zuverlässig decken.



Pfiffikus,
der nicht viel auf das Gejammer der EEG-Profiteure geben mag