Energiewende - EEG-Reform

Archivar
Wenn es um das Heizungsgesetz geht, ist euer Feindbild sonnenklar: Die Union, und zwar nur die Union.

Dabei lasst ihr einen Umstand unter den Tisch fallen (natürlich gewollt):
Zwar hat die SPD in der Ampel das Habeck`sche Heizungsgesetz gebilligt und mitbeschlossen, sonst wäre es ja nicht gegangen.

Nun ist die Ampel Geschichte, die Grünen weg von Regierungsverantwortung, aber siehe da: Die SPD ist schon wieder Teil der Regierung.

Und in dieser Verantwortung tragen sie tatkräftig dazu bei, das auch von ihr beschlossene Heizungsgesetz wieder zu schreddern.

Allein könnte das die Union gar nicht, da sie nicht allein regiert.

Also, Freunde der italienischen Oper, wenn Kritik, dann nicht einseitig zu Lasten nur einer Regierungspartei.
Oder dürft ihr nicht anders?
holgersheim
Zum Teil magst du Recht haben mit Kritik an der SPD

Nur schau mal an, wer die größere Fraktion ist und welche Ministerien sie besetzt. Da wird schnell klar, dass die CDU der Bremsklotz ist.

Sie betreibt eine rückwärts gewandt Politik.
Archivar
Dem sei nicht widersprochen, dennoch: Ohne die SPD könnte die Union ihre Vorstellungen nicht umsetzen.

Deshalb verdient die SPD genauso Kritik wie der schwarze Teil der Regierung.

Sehen wir es mal so:
Während der Ampel bereits haben die Unionsparteien aus der Opposition heraus dem Gestz von Habeck bereits im Entwurf widersprochen.

Die SPD hat das Gesetz mit den damaligen Partnern beschlossen.

Nun ist die Union Teil der Regierung und macht logischerweise das, was sie bereits früher angekündigt hat.

Für mich ist das Umfallen der SPD schwerwiegender!
holgersheim
https://audio.podigee-cdn.net/2375682-m-...player-download

Sie haben es tatsächlich getan !!!
Soeben hat die Bundesregierung das Gebäudeenergiegesetz gekippt. Vor Kurzem erst hat sie sich für eine Aufweichung des europäischen Emissionshandels (ETS) ausgesprochen. War’s das für die Wärmewende? Das wird in diesem Podcast besprochen.

Kontext: Miriam Vollmer ist Verwaltungsrechtlerin, spezialisiert auf Umweltrecht, und hat berufsbedingt einen tiefen Einblick in die Klimagesetzgebung von EU und Bund. Wir sprechen darüber, inwiefern die Gefahr besteht, dass die aktuelle Bundesregierung und/oder die Europäische Union die bestehende Klimagesetzgebung schleifen könnten.
Miriam sagt, das Kassieren des Gebäudeenergiegesetzes im Februar 2026 sei sowohl industrie- als auch sozialpolitisch ein schlechte Idee. Wider erwarten ist sie aber optimistisch, dass die Wärmewende trotzdem stattfinden wird, wenn auch etwas verlangsamt – und vermutlich zu einem hohen gesellschaftlichen Preis.
Meta
Besser abwarten, wie der Klimawandel in kürzester Zeit (noch in diesem Jahr) verläuft!

Zitat:
Neubauer wettert gegen Reform des „Heizungsgesetzes“ – und zieht eindringlichen Söder-Tofu-Vergleich
Stand:26.02.2026, 13:05 Uhr

Von: Lisa Mahnke
https://www.merkur.de/politik/heizhorror...r-94188019.html
FrankSteini
Zitat:
holgersheim hat am 26. Februar 2026 um 16:40 Uhr folgendes geschrieben:
Sie haben es tatsächlich getan !!!


Und? Seid Ihr auch so erleichtert? Habt Ihr die spontanen Partys in den Straßen mitbekommen? Die Jubel- und Dankgesänge? Habecks Heiz-Hammer ist endlich Geschichte! Dank unserer genialen Regierung ist die Nation endlich erlöst von den finsteren Machenschaften des Thermo-Terroristen, der nur ganz knapp daran gehindert werden konnte, Oma die Gasheizung aus dem Keller ihres klein Häuschens zu reißen, auf dass sie nur noch gar jämmerlich fröre im Winter oder auf ewig in Zinsknechtschaft sich hätte begeben müssen, weil sie gezwungenermaßen so eine neumodische, linksgrüne, woke Wärmepumpe hätte kaufen müssen. Gerettetet, hurra!

Lustfaktor: Den Gag mit der nunmehr wiederhergestellten "Freiheit im Heizungskeller" können sich alle getrost in die Haare schmieren. Bei der Fossil-Lobby knallen die Korken, aber viele, viele Mieter werden kräftig draufzahlen in den nächsten Jahren. Und werden sich dann wieder erbosen über „die da oben!!!“, die uns nach Strich und Faden ausplündern. Schon klar. Hätte ja wirklich keiner wissen können.

Dami haben wiie wieder diesen Beweis politischer Brillanz und der Wirksamkeit springerischer Gehirnwäschen.
Pfiffikus
Zitat:
daggi007 hat am 26. Februar 2026 um 09:05 Uhr folgendes geschrieben:
Auch das Halten von minderjährigen Sexsklavinnen im hauseigenen Heizungskeller ist ganz klar Privatsache
Na da gehören sie doch hin.
Wo sollen sie denn sonst gehalten werden? Willst Du etwa, dass ich sie mit in die Wohnung nehme und dass meine Frau etwas davon merkt?



Zitat:
holgersheim hat am 26. Februar 2026 um 16:40 Uhr folgendes geschrieben:
Sie haben es tatsächlich getan !!!
Soeben hat die Bundesregierung das Gebäudeenergiegesetz gekippt.
Nun ja, sagen wir mal: Es wurde etwas umformuliert.

Es wurde mehr Technologieoffenheit geschaffen, so dass die Hauseigentümer neuerdings wählen können, von welchen Oligarchen sie über den Nuckel gezogen werden. Habecks Variante war nur in der einen Beziehung anders: Die Oligarchen, die am Vertrieb von fossilen Energieformen Geld verdienen, sind bei Habeck außen vor geblieben. Nun dürfen sie wieder mit mischen.


Nach dem Habeck`schen Heizungsgesetz waren Gas- und Ölheizungen verboten. Im neuen Gesetz verschwand dieses Verbot, doch das Verbot wurde durch ein unkalkulierbares wirtschaftliches Risiko ersetzt. Mir erscheint fraglich, welcher Hausbesitzer unter diesen Umständen heute noch eine neue Gasheizung einbauen will.

Ein Anschluss an Fernwärme? Ist wahrscheinlich nur in sehr wenigen Fällen zu erwarten, selbst wenn es eine Anschlussmöglichkeit gäbe. Aus ökologischer Sicht wäre das ja sinnvoll. Vom Aufwand her eigentlich auch. Doch das wird wohl nix. Denn mit einem solchen Anschluss bindet man sich an einen Monopolisten, der auch mal sehr gierig werden kann.


Ja und dann könnte man auch noch mit Strom heizen. Eine Wärmepumpe würde sich ja anbieten. Bei einzeln stehenden Häusern, die große Flächen für PV ausrüsten können, ist das eine unschlagbar günstige Lösung. Zu großen Teilen können deren (üblicherweise etwas wohlhabenderen) Bewohner auf Grund von weitgehender Autarkie sogar die Oligarchen außen vor lassen.


Für die Eigentümer von größeren Häusern, die sich in dichter besiedelten Gebieten befinden ist auch die Wärmepumpe ein Risiko. Denn wie an anderer Stelle bereits dargelegt, streichen die Lieblingsoligarchen von FrankSteini ihre Profite ein, während sie Kosten und Risiken sozialisieren. Die Stromverbraucher, insbesondere die Großverbraucher mit E-Auto und Wärmepumpe, bekommen das in Form von immer mehr steigenden Netzentgelten zu spüren.



Pfiffikus,
der hofft, dass der hier verbaute Gaskessel auch noch weitere Jahrzehnte halten wird und bei Bedarf zur Wärmegewinnung zur Verfügung stehen wird
Pfiffikus
Könnt Ihr es vernehmen? Die egoistischen Profiteure der Energiewende feuern gerade aus allen Rohren ihr Mimimi, weil die Subventionen für die Erneuerbaren zurück gefahren werden müssen.

Hier zum Beispiel:



  • Sie beklagen den Wegfall von festen Einspeisevergütungen.
    Ich sage GUT SO! Denn wenn jetzt noch weitere PV-Anlagen gebaut werden - wann produzieren die denn den meisten Strom? Natürlich an Sommertagen, zwischen 9 und 16 Uhr. Also genau dann, wenn ihn wirklich keiner braucht. Diesen Abfall würden sie ja gerne einspeisen und weiterhin eine fest zugesicherte Vergütung dafür bekommen, während sich die Netzbetreiber um dessen Entsorgung kümmern muss.
    Neue PV-Anlagen werden ja nicht verboten. Nur werden die Investoren eben gezwungen, die gewonnene Energie selbst zu vermarkten. Und das geht nur, indem sie selber Speicher bauen und finanzieren, um den Strom in Zeiten mit stärkerem Bedarf zu verkaufen. Und das schafft endlich Anreize, die Anlagen dort hin zu bauen, wo die Energie auch gebraucht wird. Das spart Netzausbau.


  • Netzpaket mit massiven Risiken für große Solar- und Windprojekte
    Es ist in unserer Volkswirtschaft anerkannte Praxis, dass ein Unternehmen die unternehmerischen Risiken selber trägt. Diese Gepflogenheit zieht endlich auch in der Wind- und Solarbranche ein.
    Profite einstreichen, Kosten und Risiken sozialisieren - damit ist jetzt Schluss!

  • Wegfall von Marktprämien und Entschädigungen
    Ja wenn ein Bäcker seine frischen knusprigen Brötchen am Samstagabend produziert, dann bekommt er auch keine Entschädigung.
    (Für eine gewisse Übergangszeit, die für den Hochlauf dieser Technologien erforderlich war, waren solche Zahlungen gewiss sinnvoll. Leider hat die Ampel nicht in gleichem Maße daran gesägt, wie die Chinesen uns billigere Solarmodule und Akkus zur Verfügung stellen. Aus diesem Grunde fällt der jetzt fällige Einschnitt etwas drastischer aus, als er nötig wäre.)

  • Bau neuer fossiler Gaskraftwerke
    Ja, ob diese in der geplanten Anzahl gebraucht werden, ist auch für mich fraglich. Sinnvoller wäre es, die jetzt noch vorhandene Kohlekraftwerke am Leben zu lassen, um sie nur in den Wintermonaten als Reserve zu betreiben. Meterologen sind heute in der Lage, Dunkelflauten mit ausreichend Vorlauf anzukündigen, so dass die Kraftwerke bei Bedarf mal rechtzeitig hoch gefahren werden können. An dieser Stelle gebe ich den Leuten im Film Recht.

  • Belastungen für Eigenverbraucher durch Pläne der Bundesnetzagentur
    Bisher belasten die Eigenverbraucher die Allgemeinheit. Das darf sich gerne ändern.
    Im Moment leben die Eigenverbraucher über den Großteil des Jahres sehr autark und die durch sie verursachten hohen Netzentgelte sind ihnen egal. Nur im Winter gibt es einige Wochen - die Dunkelflauten. Dann beziehen sie den besonders wertvollen Strom aus dem Netz - natürlich zu dem moderaten Preis einer Mischkalkulation übers ganze Jahr.



Damit mir an dieser Stelle keine falsche Sachen in den Mund gelegt werden, schreibe ich es noch einmal ganz deutlich:
  • Ja, wir brauchen einen weiteren Ausbau der Wind- und Solarstromproduktion. Doch dieser nötige Ausbau darf aber nur in dem Tempo erfolgen, wie die vorhandene Infrastruktur in der Lage ist, die zusätzlichen Energiemengen ohne weitere finanzielle Zusatzbelastungen für die Verbraucher aufzunehmen.
    Weil Sonne und Wind keine Rechnung schicken, weil die Chinesen immer kleinere Rechnungen für die Hardware schicken, erwarte ich aber, dass die Profiteure der Energiewende endlich selber für die erforderlichen Ausbau der Infrastruktur aufkommen müssen und nicht mehr die Allgemeinheit.

  • Jede Kilowattstunde, die zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen hier in Deutschland erzeugt werden kann, ist eine sinnvoll erzeugte Kilowattstunde. Jede hier in Deutschland erzeugte Kilowattstunde erspart es uns, Geld für importierte Energieträger ins Ausland zu schicken. Aus diesem Grunde halte ich einen Ausbau der Erneuerbaren in angemessenem Tempo volkswirtschaftlich für sehr sinnvoll.

  • Wenn durch den so beschriebenen, vernünftig gestalteten Umbau der Energieversorgung sogar noch ein paar CO²-Emissionen eingespart werden können, ist das ein sehr angenehmer Effekt, den wir gerne mitnehmen.




Pfiffikus,
der hier die Hoffnung hat, dass die nötige Energiewende jetzt weniger von Aktionismus und Ideologie betrieben wird
Pfiffikus
Wunderbar! So muss es sein!

PV-Betreiber kippen ihren überflüssigen Solarstrom nicht einfach so ins Netz ab, sondern nutzen ihn so weit wie möglich selbst. Damit wird das Netz in den Hellbrisen weniger belastet.





Pfiffikus,
der an dieser Stelle sogar gut findet, dass ein normaler Heizstab statt Wärmepumpe verwendet wird
Karlotta
Der Irankrieg, die Blockade der Straße von Hormus, sind jetzt das i-Tüpfelchen auf dem Desaster des Teuer-Heizen-Gesetzes.
Das CDUCSU-Wir-hassen-Habeck-Gesetz ist die teuerste Fehlentscheidung der deutschen Wirtschaftsgeschichte..

Zitat:
Fürs Klima ist das weitgehende Ende von Robert Habecks Heizungsgesetz eine Katastrophe. Für viele Mieter ebenso. Der 24. Februar könnte als der Tag in die Geschichtsbücher eingehen, an dem Deutschland seine Klimaziele endgültig aufgegeben hat. Die Spitzen von Union und SPD stellten Dienstagabend die Eckpunkte ihrer lang erwarteten Reform zum Gebäudeenergiegesetz (GEG), besser bekannt als Heizungsgesetz, vor. Es wäre ohnehin schwierig geworden, die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Mit den neuen Vorgaben für Deutschlands Heizungskeller gibt es wohl keine Chance mehr.Zur Erinnerung: Der Gebäudesektor ist in Sachen Klimaschutz bereits seit Jahren das Sorgenkind, er ist verantwortlich für 30 Prozent aller CO₂-Emissionen. Zuletzt hat er immer wieder seine Ziele verfehlt. Im Jahr 2025 stiegen die Emissionen gar abermals an, um 3,2 Prozent auf 104 Millionen Tonnen. Und das, obwohl seit Anfang 2024 das GEG der Ampelregierung galt, das zumindest den allmählichen Abschied von fossilen Heizungen eingeleitet hatte. Bis 2030, so verlangt es das Klimaschutzgesetz, müssen die Emissionen im Gebäudebereich auf 67 Millionen Tonnen sinken.

Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/servic...ef=re-so-app-sh
holgersheim
Ich versuche es einmal anders:

„Gas-Kati“ hat verkündet, dass sie die Energiewende der Ampel faktisch beenden will. Was es bedeutet, die fossilen Brennstoffe weiter massiv nutzen zu wollen, bekommen aktuell alle mit. Die Preise an den Tankstellen sind innerhalb kürzester Zeit um ca. 20 Cent gestiegen. Beim Heizöl sieht es nicht anders aus.

Und in den Neunzigern erzählte ein Freund mal, der damals Versorgungstechnik studierte, einer seiner Profs gäbe gern folgenden zum besten:

"Sie wollen Strom aus Kohle? Kein Problem, uns gehören die Kohlebergwerke und die Kohlekraftwerke!
Sie wollen Strom aus Öl? Kein Problem, uns gehören die Ölfelder und die Ölkraftwerke!
Sie wollen Strom aus Erdgas? Kein Problem, uns gehören die Gasfelder und die Gaskraftwerke!
Sie wollen Atomstrom? Kein Problem, uns gehören die Uranminen und die Kernkraftwerke!
Sie wollen Solarstrom? Kein Problem, uns... ähhh... Sonnenenergie ist unwirtschaftlich."

Heute nennt sich das CDU-Wirtschaftspolitik.



"Klimaschutz ist keine Laune von Robert Habeck, sondern eine vom Bundesverfassungsgericht festgestellte Pflicht gegenüber zukünftigen Generationen. Erneuerbare schützen übrigens auch die Verbraucher, denn Gas-und Ölheizungen werden schon bald zur Kostenfalle. Alles in die Dialektik von Staat und Privat zu zwängen ist das MAGA-Narrativ der Trumpisten. [...] Eine Partei, deren Fraktionschef so kommuniziert, dass Grundschulkinder ihn widerlegen können und der die Folgen des Klimawandels als eine Laune Habecks abtut, hat die Zukunft aufgegeben und ist erkennbar ohne intellektuelle Reserve unterwegs. Seit wann sind Sonnenenergie, Wind und Wasser links? Diese Kommunikation ist eine intellektuelle Beleidigung der deutschen Öffentlichkeit." (Nils Minkmar)
Pfiffikus
Zitat:
holgersheim hat am 04. März 2026 um 08:15 Uhr folgendes geschrieben:
Ich versuche es einmal anders:

„Gas-Kati“ hat verkündet, dass sie die Energiewende der Ampel faktisch beenden will.
Netter Versuch.
Aber angesichts der aktuellen Ereignisse ist ein Erreichen dieses Zieles viel schwerer möglich geworden. Vielmehr wird sich die Bevölkerung weiter spalten.

  • Der wohlhabendere Teil der Bevölkerung lebt heute schon locker mit großem Flächenverbrauch in der Landschaft. Die Leute bewohnen ein Einfamilienhaus nebst Carport und ein wenig Garten. Dort hat man sich ja schon mit PV-Modulen eingedeckt und genießt die Subventionen (garantierte feste Einspeisevergütung) aus den Taschen derer, die das nicht aufbauen können.

    Wenn es diesen Leuten zu bunt wird, dann werden sich mehr und mehr Haushalte von den Netzbetreibern verabschieden und den Stromanschluss kündigen. Dann können sie den selbst erzeugten Strom nicht mehr zum ermäßigten Preis verbrauchen. Nein, sie werden ihn zum Nulltarif nutzen können. Wenn die Module groß genug sind, reicht der selbst erzeugte Strom sogar für die Wärmepumpe und das Elektroauto. Wenn der Strom im Winter knapp werden sollte, kann man ja mit dem Auto ausnahmsweise mal auf die öffentlichen Ladesäulen ausweichen.

    Die werden nur dann ein Problem bekommen, wenn sich mal eine Dunkelflaute ein paar mehr Tage lang hin ziehen wird. Für solche Tage steht dann ein kleines Diesel-Aggregat im Carport, so dass diese Häuser auch im Winter nicht stromlos werden, wenn keine Sonne scheint.

    Besonders clevere Leute können auch "Strom holen" fahren. Dann wird das Auto an der öffentlichen Ladesäule voll geladen, um dann zu Hause mittels bidirektionalem Laden den Akku im Keller wieder zu befüllen. Ein paar Tage im Jahr wird man das schon machen können.


  • Das typische Proletariat wohnt aber nicht in solchen Häusern, sondern in Lusan, in Debschwitz-Ost oder in einer anderen dicht besiedelten, urbanen Gegend. Eventuell ein kleines Balkonkraftwerk, mehr geht da nicht. Diese Menschen werden die Folgen der gegenwärtigen Ereignisse mit voller Wucht zu spüren bekommen.

    Sie werden entweder die hohen Kosten für Treibstoff und für das Gas zum Heizen spüren. Oder die Wohnung wird energetisch saniert, was die Miete natürlich auch in die Höhe treibt. Aber nach einer solchen Sanierung kann der Vermieter eine Wärmepumpe einbauen lassen. Und na klar - der nicht förderfähige Anteil der Wärmepumpe wird auf die monatliche Miete umgelegt.


  • Die anderen Lasten, die durch die gegenwärtigen Ereignisse entstehen, werden wahrscheinlich alle Bevölkerungsteile tragen müssen. Lebensmittel werden wohl teurer, alles, was irgendwie Plastik ist, wird wohl teurer. Strom aus dem öffentlichen Netz wird wohl teurer (weil sich das Gas verteuert).



Pfiffikus,
der schon seit jeher dafür plädiert, dass eine weitgehende Unabhängigkeit von Energieimporten unsere Hauptmotivation für die Energiewende sein muss
James T. Kirk
Test gegen Leerbild...
Pfiffikus
Ja, es gibt Branchen, die brauchen auch weiterhin Methan aus der Leitung. Und an dieser Stelle wird ein Weg aufgezeigt, woher ein signifikanter Anteil künftig kommen könnte.





Pfiffikus,
der meint, dass dieses Methan auch für den Ausgleich der Tagesschwankungen zu schade ist
holgersheim
Heizungsreform 2026: Regierungsaussagen im Check
Die Debatte rund ums Gebäudemodernisierungsgesetz – dem früheren sogenannten „Heizungsgesetz“ – ist voller Falschbehauptungen. Wir ordnen irreführende Aussagen von Verhandlern und Regierungsmitgliedern ein.

https://correctiv.org/aktuelles/klimawan...sagen-im-check/
Pfiffikus
Wow, so muss es sein!

Wenn sie schon das Biogas vor Ort verbrennen (zum Beispiel, weil kein Anschluss an die Gasleitung vorhanden), dann bitte mit Kraft-Wärme-Kopplung!





Neu für mich ist die Information, dass die Betreiber der Biogasanlagen die Leistung ihrer Anlagen steuern können. Sie können im Sommer, wenn nur wenig Energie gebraucht wird, die Biogasanlage mit wenig energiereichem Material füttern, also Stroh, Zwischenfrüchte, Grünschnitt vom Rasenmähen oder Gülle. Damit werden die Bakterien den ganzen Sommer lang am Leben gehalten. Im Winter, wenn viel Leistung und Wärme gebraucht wird, dann wird der energiereiche Mais gefüttert.


Pfiffikus,
der immer wieder neue Sachen dazu lernt
FrankSteini
Zitat:
Die Wirtschaftsministerin zerstört systematisch die Energiewende und sucht die Zukunft in der Vergangenheit. Das ist verantwortungslos. Und der Kanzler sollte sich mal fragen, was die Töchter seiner Töchter dazu sagen.Toll! Wegen des Iran-Kriegs explodieren die Öl- und Gaspreise. Und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat nichts Besseres zu tun, als mit einem prähistorischen Gebäudemodernisierungsgesetz die Abhängigkeit der Bundesrepublik von fossilen Energien zu betonieren. Gemeinsam mit Jens Spahn erklärte sie die Knechtschaft des Habeck’schen Heizungsterrors für beendet. Die Freiheit und Privatheit im Heizkeller ist nun wiederhergestellt. Herzlichen Glückwunsch! Unbegrenzt können neue Öl- und Gasheizungen eingebaut werden. Dumm nur, dass Trump pünktlich zur Präsentation des Gebäudemodernisierungsgesetzes beweist, dass Öl und Gas mit Freiheit und Modernisierung so viel zu tun haben wie das Verbrennen alter Reifen mit Technologieoffenheit. Kurze Erinnerung: Ökostrom muss durch keine Meerenge von Hormus.Sogar Heizungsbauer reagieren sauer, dass Eon jetzt wieder Reiche-Beute macht. Mit dem Heizungsgesetz von Robert Habeck hatten sich die Menschen hierzulande gut arrangiert; die Wärmepumpe war ein Renner. Jetzt kommt alles anders. Und Mieter werden die neue Heizungsfreiheit noch verfluchen; dann, wenn die Beimischung von rarem Biogas den Preis für eine warme Wohnung von 2029 an endgültig in die Höhe treibt. Auch Reiches Vorstellungen von Biogasimporten aus der Ukraine sind eher Lachgasträume.Dass Deutschland bis 2045 klimaneutral sein muss und von 2030 an EU-Klimagesetze greifen, bremste Reiches Heizungshammer derweil nicht. Schon als sie im Vorstand von Westenergie saß, war sie dort als Gas-Kathi bekannt. Kein Wunder also, dass sie Wärmepumpen nicht mag. Im Sommer noch wollte sie zur Sicherung der Stromversorgung bei Dunkelflauten neue, wasserstofffähige Gaskraftwerke bauen lassen. 20 Gigawatt sündhaft teure Gaskraft sollten diese liefern. Die EU-Kommission genehmigte ihr nur etwa zehn Gigawatt – wie zuvor von Habeck beantragt. So bewahrten nur die EU-Regeln Reiche davor, zur Vollgas-Kathi zu werden.

(Quelle: https://www.sueddeutsche.de/meinung/merz...ntar-li.3397098)

Wird Merz, Spahn und Reiche vielleicht doch noch ihr Verbrennermotor-, Gas/Ölheizungskurs um die Ohren fliegen? Wenn es endlich die deutschen Wähler merken, wie abhängig sie von internationalen Erdöl/Gas-Preisen sind? Werden die Wählenden jemals begreifen, dass genau der Strom aus erneuerbaren Energien eben nicht nur umweltfreundlich ist, sondern auch auf das höchste Maß wirtschaftsfreundlich? Werden die Wählenden nun endlich begreifen, dass Erneuerbare Energie bereits jetzt ausreichend und billig zu Verfügung stünde, wenn Reiche nicht Speicherkapazitäten und Netzausbau blockieren würde?
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt. In der Bundesrepublik Deutschland liebt sie schon auf dem Sterbebett.

Pfiffikus
Zitat:
FrankSteini hat am 08. März 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Werden die Wählenden nun endlich begreifen, dass Erneuerbare Energie bereits jetzt ausreichend und billig zu Verfügung stünde, wenn Reiche nicht Speicherkapazitäten und Netzausbau blockieren würde?
Dreh das bitte nicht so herum, wie Du es brauchst!

Reiche blockiert nicht den Netzausbau. Vielmehr bremst sie den unkontrollierten Ausbau von Erneuerbaren an den Stellen, an denen die Netze einen Zubau nicht mehr verkraften.
Netz- und Speicherausbau müssen in sinnvollem Maße neben dem PV-Ausbau einher gehen und idealerweise nicht von der Allgemeinheit, sondern von den Profiteuren der Energiewende bezahlt werden.

Jaja, die blöden Elektriker und Elektromonteure, die bauen noch diese komischen Dinger in die elektrischen Anlagen, Transformatoren und Umspannwerke ein, die Du und Deinesgleichen hassen, weil sie den zügellosen Ausbau noch konsequenter verhindern, als es die Ministerin gerade tut. Diese Geräte würden völlig unbeeindruckt von Ideologie oder Klimageschehen den Stromfluss unterbrechen, wenn die PV-Anlagen während der Hellbrisen zu viel Abfall ins Netz drücken.

Mir ist es lieber, wenn die Ministerin den Ausbau auf ein erträgliches Maß einbremst, bevor es die Sicherungen mit Gewalt abschalten (und womöglich Kettenreaktionen wie in Spanien auslösen).



Zitat:
FrankSteini hat am 08. März 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Wird Merz, Spahn und Reiche vielleicht doch noch ihr Verbrennermotor-, Gas/Ölheizungskurs um die Ohren fliegen?
Wie sollte das passieren? Zwingen sie etwa die Leute, sich Verbrenner oder Gasheizungen anzuschaffen? Nein, nicht im Geringsten!

Freiheit! Freiheit!
Endlich kommt die Freiheit wieder in unsere Heizungskeller!


Aber man darf nicht vergessen, dass es sich nur um eine vergiftete Freiheit handelt.


Ich vergleiche das sehr gerne mit der Reisefreiheit, die wir 1989 bekommen haben. Frag mal die Leute in Ostdeutschland, ob sie schon jemals in New York waren, ob sie schon mal über die Golden Gate Bridge gefahren sind, ob sie schon mal auf den Malediven, an der Chinesischen Mauer oder beim Japanischen Kirschblütenfest waren, ob sie schon einmal am Great Barrier Reef getaucht haben! Bei dieser Frage musst Du Dich nicht auf die Menschen beschränken, die in Debschwitz-Ost oder in Lusan wohnen.
Die meisten Leute werden diese Fragen wahrscheinlich mit NEIN beantworten, weil die Reisefreiheit nicht mehr von einer Mauer blockiert wird, sondern vom erforderlichen Geld.
Und trotzdem würde ich niemals im Leben diese Mauer zurück wünschen, nur weil diese Reisefreiheit vergiftet ist.



Jeder, der sich gestern, heute oder morgen für den Gasheizungen oder Verbrennungsmotoren entscheidet, wird künftig selbst für die dadurch entstehenden hohen Betriebskosten abschätzen müssen und künftig selbst tragen. In sehr vielen Fällen wird dabei wahrscheinlich heraus kommen, dass diese Technologien in den kommenden Jahren ein hohes wirtschaftliches Risiko darstellen. Aus diesem Grunde bezeichne ich diese wieder gewonnene Freiheit als "vergiftet".
FrankSteini, zahlreiche andere Diskutanten hier im Forum, Quaschning und Habeck warnen vor diesem Risiko. Wenn es dabei bliebe, würde ich deren Worte sogar zu großen Teilen unterschreiben. Doch sie gehen aus meiner Sicht zu weit und verlangen sogar ein Verbot dieser Technologien. Und obwohl diese Freiheit vergiftet ist, ein Verbot geht mir zu weit! Ich will meine Freiheit behalten.

FrankSteini, zahlreiche andere Diskutanten hier im Forum, Quaschning und Habeck würden wahrscheinlich gerne die Mauer wieder aufbauen wollen, weil auch die Reisefreiheit vergiftet ist.


Pfiffikus,
der auch in dieser Frage ein absoluter Fan von Selbstbestimmung bleiben wird
holgersheim
gastli und Andere haben es immer richtig beschrieben.
Das Altmaier-Gebäudeenergiegesetz hatte Merz am 26.06.2023 leidenschaftlich gegen die Abmilderung von Robert Habeck verteidigt. Es solle dabei bleiben wie es besteht. Als Kanzler tat er dann das diametrale Gegenteil und prahlte mit der Abschaffung des „Heizungsgesetzes“. Rückkehr zu Gas- und Öl.
Nehmen wir einfach einmal dieses Video, wo Merz doch unglaubliches über das Gebäudeenergiegesetz von 2020 der GroKo erzählt hat.

https://www.youtube.com/watch?v=AojQH2NDqZc

(ab Minute 12:00 bis 15:40, wer sich den kompletten Müll nicht antun will)

Ab 2023 wurde nämlich von CDU und CSU etwas total konträres über das GEG erzählt. Das ist ja wirklich unglaublich. Was die Zukunft anbetrifft, liegt Merz natürlich wieder komplett falsch. Aber bitte erwartet doch nicht zu viel Fachkenntnis von einem konservativen Bundeskanzler von so einem niederem Format. Und schon gar nicht für die Zukunft.
Pfiffikus
Wunderbar! immer mehr Biogasanlagen fallen aus der festen Vergütung nach EEG heraus und müssen den Strom selbst verkaufen. Das geht natürlich vor allem dann, wenn wir nicht gerade eine Hellbrise haben.
Deshalb hören diese endlich Anlagen auf, in solchen Zeiten noch Abfall in unser Netz zu drücken.

In diesem Video wird gezeigt, wie das sehr netzdienlich und offenbar profitabel möglich ist:




Weitermachen!


Pfiffikus,
der das als gute Alternative für die Anlagen ansieht, die fernab von irgendeiner Erdgasleitung stehen