Religiöser Irrsinn - und seine Folgen

gastli
Zitat:
Adeodatus hat am 07. November 2016 um 09:42 Uhr folgendes geschrieben:
Immer noch nicht begriffen das Luther ein Mann seiner Zeit war, die Erde hat sich seit seiner Zeit ein paar Mal gedreht und die Menschen sind aufgeklärter und gehen nicht mit Luthers dunklen Seiten haussieren er wird für die Reformation geehrt.


Natürlich hat Luther in seiner Zeit gelebt und zu seiner Zeit die Geschichte beeinflusst.
Damit ist das Gedenken an seine Person ja gerechtfertigt.
Aber eine Empfehlung an unsere heutige Zeit kann er doch nicht sein.
Das scheint sogar das journalistische Flaggschiff des Kapital zu erkennen.

Zitat:
Mit den großen 500-Jahr-Feierlichkeiten, die heute beginnen, könnte sich das ändern. Der Reformator, der zum Jubiläum präsentiert wird, bleibt trotz achtjähriger Vorbereitungen eigenartig profillos. Der Luther des Jahres 2017 läuft Gefahr, als Langweiler vor dem Herrn in die Geschichtsbücher einzuziehen.
In zahllosen Gremiensitzungen haben Kirche und Staat das Bild eines politisch glatten Reformators entworfen, der niemandem weh tun soll. Das Reformationsjubiläum soll „ökumenisch“ und „international“ gefeiert werden. All die Wunden, die Luther in seinem bewegten Leben gerissen hat, sollen 2017 geheilt werden – bei Papisten, Juden, Türken, Frauen, Bauern und den vielen anderen, denen er seine gruppenbezogenen Grobheiten entgegenschleuderte und deren Auflistung den Rahmen dieses Artikels sprengen würde.
[Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/inlan...n-14504616.html]
Meister
Zitat:
gastli hat am 09. November 2016 um 08:28 Uhr folgendes geschrieben:


Natürlich hat Luther in seiner Zeit gelebt und zu seiner Zeit die Geschichte beeinflusst.
Damit ist das Gedenken an seine Person ja gerechtfertigt.
Aber eine Empfehlung an unsere heutige Zeit kann er doch nicht sein.
Das scheint sogar das journalistische Flaggschiff des Kapital zu erkennen.



Natürlich hat Herr Hitler in seiner Zeit gelebt und die Geschichte beeinflusst als größter Feldherr aller Zeiten, Napoléon mal ausgenommen.

Eine Empfehlung an unsere heutige Zeit kann er doch nicht sein?
Hexenverbrennung Judenverfolgung und Ächtung wer war das?

Alle beide? geht doch nicht, nach so langer Bedenkzeit.

Kritiker mögen keine "übersetzte Bibel" von Junker Jörg und auch keinen "mein Kampf" lesen.

Meister
birke
Ich bin zwar Atheist, aber dieser Vergleich ist unter aller Sau.
Meister
Zitat:
birke hat am 10. November 2016 um 22:58 Uhr folgendes geschrieben:
Ich bin zwar Atheist, aber dieser Vergleich ist unter aller Sau.


Richtig, deshalb:http://www.theologe.de/martin_luther_juden.htm

Und hier geht es weiter:http://www.anton-praetorius.de/downloads...0Hexenreden.pdf


Alles Klar?
Adeodatus
Wer unbedingt Zusammenhänge herstellen will findet diese obwohl es keine gibt. @ Meister an den Verbrechen des 3. Reiches waren alle gesellschaftlichen Schichten beteiligt unabhängig ob sie einer der Christlichen Konfessionen angehörten oder Atheisten waren. Nur ein kleiner Teil wehrte sich gegen die Terrorherrschaft und zeigte damit dass das deutsche Volk nicht nur aus Verbrechern besteht. Aber in ihrer Mehrheit hat man schweigend zugeschaut, Beifall gespendet oder aktiv die Verbrechen unterstützt. Das hatte nichts mit Luther zu tun.

Bei Hitler zieht die Aussage „Mensch seiner Zeit“ nicht in der Zeit um 1933 waren die Menschen aufgeklärter und gebildeter als zu Luthers Zeiten sie hatten Zugriff zu Informationen die es im 15. Jahrhundert nicht gab, in dieser Zeit hatten allein die Kirchen die Deutungshoheit und hielten ihre Schäfchen Dumm.. Die Zeit um 1933 war nicht nur der Beginn der größten Verbrechen in der Menschheitsgeschichte sondern auch der Beginn einer Ära in der Medien wie Zeitungen und Rundfunk zur Meinungsmanipulation genutzt wurden. Goebbels sagte nicht umsonst „Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, und sie wird zur Wahrheit“.
Meister
Zitat:
Adeodatus hat am 11. November 2016 um 09:08 Uhr folgendes geschrieben:


Bei Hitler zieht die Aussage „Mensch seiner Zeit“ nicht in der Zeit um 1933 waren die Menschen aufgeklärter und gebildeter als zu Luthers Zeiten sie hatten Zugriff zu Informationen die es im 15. Jahrhundert nicht gab, in dieser Zeit hatten allein die Kirchen die Deutungshoheit und hielten ihre Schäfchen Dumm.. Die Zeit um 1933 war nicht nur der Beginn der größten Verbrechen in der Menschheitsgeschichte sondern auch der Beginn einer Ära in der Medien wie Zeitungen und Rundfunk zur Meinungsmanipulation genutzt wurden. Goebbels sagte nicht umsonst „Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, und sie wird zur Wahrheit“.


Geschichtsbücher sind keine Adventskalender.

Entweder ich entschuldige es, oder ich verurteile es, egal in welchen Jahr und von wem Verbrechen geplant oder ausgeführt wurden.
Gerade die Kirchen unter ihren Führern haben sich in der Zeit von Luther an den Menschen vergangen.
Hitler hat es nur als Praktiker verwirklicht, was Luther als Theoretiker vorher gefordert hat.
Dabei ist das Jahr keine Entschuldigung, im 15 Jahrhundert saß keiner mehr auf den Bäumen.
Wäre es anders, müssen unsere Nachfahren in 400 Jahren sagen, wir sind heute aufgeklärter und der Holocaust war kein Verbrechen nur ein versehen.
Die Fakten sind: Hexenverbrennungen und Judenverfolgung lassen sich weder vor 500 Jahren noch vor 100 Jahren entschuldigen.
Man ist dafür, oder aber man ist dagegen.

Meister
gastli
@Meister
Respekt.
Adeodatus
Zitat:
Hitler hat es nur als Praktiker verwirklicht, was Luther als Theoretiker vorher gefordert hat.


Man kann Luther nicht mit Hitler in einem Atemzug nennen genauso wie sich eine Gleichsetzung der DDR mit dem dritten Reich verbietet, Du wirbelst nichts weiter wie geschichtliche Fakten durcheinander und meinst offensichtlich das sich daraus irgendwo so etwas wie eine geschichtliche Wahrheit ergibt.
Stell dir einfach nur die Frage wie hoch der Bildungsgrad im 15./ 16. Jahrhundert war, die Mehrheit konnte weder lesen noch schreiben geschweige denn rechnen und glaubte noch an Feen und Drachen und andere Fantasiewesen die Unheil bringen konnten, auf Grund mangelnder Bildung haben die Menschen in dieser Zeit keine Erklärungen für Natürliche Abfolgen erkannt, brach damals die Pest aus war das oder der Fremde Schuld oft wurden die ansässigen Juden beschuldigt oder durchreisende Gaukler oder Zigeuner .
In den 30er Jahren war das Volk durchaus für damalige Verhältnisse gut gebildet und lies sich von Hitler zum kollektiven Massenmord verführen, das Volk hat in der Masse die Gräueltaten des Regimes nicht nur geduldet sondern aktiv daran mitgewirkt. Der Holocaust war mit deutscher Gründlichkeit industriell organisiert also etwas was Luther nicht einmal ansatzweise in seinen Schriften verbreitet hat geschweige denn ahnen konnte.
gastli
Zitat:
Adeodatus hat am 11. November 2016 um 17:12 Uhr folgendes geschrieben:
Stell dir einfach nur die Frage wie hoch der Bildungsgrad im 15./ 16. Jahrhundert war, die Mehrheit konnte weder lesen noch schreiben geschweige denn rechnen und glaubte noch an Feen und Drachen und andere Fantasiewesen die Unheil bringen konnten, auf Grund mangelnder Bildung haben die Menschen in dieser Zeit keine Erklärungen für Natürliche Abfolgen erkannt, brach damals die Pest aus war das oder der Fremde Schuld oft wurden die ansässigen Juden beschuldigt oder durchreisende Gaukler oder Zigeuner .
In den 30er Jahren war das Volk durchaus für damalige Verhältnisse gut gebildet und lies sich von Hitler zum kollektiven Massenmord verführen, das Volk hat in der Masse die Gräueltaten des Regimes nicht nur geduldet sondern aktiv daran mitgewirkt. Der Holocaust war mit deutscher Gründlichkeit industriell organisiert also etwas was Luther nicht einmal ansatzweise in seinen Schriften verbreitet hat geschweige denn ahnen konnte.


Das macht das in den 30er Jahren und Folgenden Geschehene um so schlimmer und unerträglicher.
Und um beim Thema zu bleiben.
Alles mit dem Segen der Kirchen im Namen der christlichen Religion.
Adeodatus
Ein nicht unerheblicher Teil der deutschen gehörte 1933 keiner Konfession an und hofierte das Regime ebenso, sich bei der „Schuldfrage“ allein auf die Duldung durch die Kirchen festzulegen ist m.E. weit von der Geschichte entfernt.

Das klingt dann genauso, wie in Berichten über das dritte Reich und den GröFaZ wo von „Nazitruppen“ „Hitlers Feldzug“, „Hitlers Luftwaffe“ usw. die Rede ist, es war das deutsche Volk, es waren deutsche Truppen usw. Ein Volk hat sich zu Tätern bereitwillig zu Tätern machen lassen ob nun ein Pfarrer Priester oder sonstige „Glaubensführer“ ihren Segen gaben ist dabei völlig uninteressant.
Meister
Adeodatus hat am 11. November 2016 um 17:12 Uhr folgendes geschrieben:
Stell dir einfach nur die Frage wie hoch der Bildungsgrad im 15./ 16. Jahrhundert war, die Mehrheit konnte weder lesen noch schreiben geschweige denn rechnen und glaubte noch an Feen und Drachen und andere Fantasiewesen die Unheil bringen konnten, auf Grund mangelnder Bildung haben die Menschen in dieser Zeit keine Erklärungen für Natürliche Abfolgen erkannt, brach damals die Pest aus war das oder der Fremde Schuld oft wurden die ansässigen Juden beschuldigt oder durchreisende Gaukler oder Zigeuner .


[/QUOTE]

Der Bildungsstand? sie wussten genau was sie machen, lies weiter:http://www.museeprotestant.org/de/notice...16-jahrhundert/

Meister
Meister
Zitat:
Meister hat am 11. November 2016 um 22:02 Uhr folgendes geschrieben:
Adeodatus hat am 11. November 2016 um 17:12 Uhr folgendes geschrieben:
Stell dir einfach nur die Frage wie hoch der Bildungsgrad im 15./ 16. Jahrhundert war, die Mehrheit konnte weder lesen noch schreiben geschweige denn rechnen und glaubte noch an Feen und Drachen und andere Fantasiewesen die Unheil bringen konnten, auf Grund mangelnder Bildung haben die Menschen in dieser Zeit keine Erklärungen für Natürliche Abfolgen erkannt, brach damals die Pest aus war das oder der Fremde Schuld oft wurden die ansässigen Juden beschuldigt oder durchreisende Gaukler oder Zigeuner .




Der Bildungsstand? sie wussten genau was sie machen, lies weiter:http://www.museeprotestant.org/de/notice...16-jahrhundert/
Ob Ramelow und seine Jünger das auch wissen würde ich in Frage stellen.

Meister[/QUOTE]
gastli
Nachtrag

Ich finde Richard David Precht findet die richtigen Worte zu Luther.

Ergänzend dazu:

Zitat:
Präfaschist Luther
...
Der fleißige Deutsche, die faulen Fremden, der nichtsnutzige widerliche Jude, der ganze Hass und alle die Klischees, in denen er seine mal mehr mal weniger aggressive Form findet, bestimmen Luthers Ideologie und einen Großteil des deutschen Narrativs. Als der Nationalsozialismus endlich nicht mehr nur darüber redete, sondern Taten folgen ließ, vollstreckten die Nazis und ihre Mitläufer®, was der große Reformator seinen Schäfchen eingeflüstert hatte und die völkischen Autoritäten einige Jahrhunderte lang kultiviert haben.

Der gnadenlose Sadomasochismus mündet zwangsläufig in den Eifer von Hass und Verfolgung, weil er Menschen generell für minderwertig und sündig erklärt und ihnen abverlangt, das durch Fron und Unterwürfigkeit zu büßen. Die Buße wiederum kann nie tief genug sein; es gibt keine Absolution. Linderung gibt es allein durch die Projektion auf jene, die noch schlechter sind, unrettbar minderwertig und schuldig – wie eben die Faulen, die Aufmüpfigen oder die Juden. In der Neuzeit wurden sie noch manuell angezündet, später fand die moderne Form der Arbeit und ihrer christlichen Ethik effizientere Methoden.
[Quelle: http://feynsinn.org/?p=6842]
Adeodatus
Na mal sehen ob es gelingt den Bogen von einem seit 470 Jahren bei seinem Schöpfer beschäftigten Kirchenmann zu einem Fall in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu lenken der m.E. mehr Beachtung verdient als jede Aussage eines Martin Luther.

Zitat:
Vergewaltigung Missbrauchter Britin droht in Dubai Tod durch Steinigung – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/25117700 ©2016

Dubai - Eine Britin ist nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation in Dubai von einer Anklage bedroht, weil sie Opfer einer Gruppenvergewaltigung wurde. Das berichtete die britische Organisation „Detained in Dubai“ (inhaftiert in Dubai), die sich für Justizopfer in dem Emirat am Persischen Golf einsetzt.
Britin wollte Anzeige erstatten - und wird festgenommen

Die Touristin sei festgenommen worden, als sie bei der Polizei wegen der Vergewaltigung Anzeige erstatten wollte. Inzwischen sei sie zwar wieder auf freiem Fuß, aber ihr Reisepass sei konfisziert worden, berichtet die Organisation.
– Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/25117700 ©2016


Die Scharia macht es möglich das ein Opfer für seine Qualen bestraft werden soll.
Meta
https://diefreiheitsliebe.de/gesellschaf...-und-der-islam/
Zitat:

Die Bolschewiki und der Islam
14. November 2016 - 12:13 | Gastbeitrag | Gesellschaft |

In Deutschland leben rund vier Millionen Muslime, das entspricht 5 Prozent der Bevölkerung. Die deutsche Linke ist säkular und teilweise antireligiös eingestellt. Daher ist sie in muslimischen Milieus nur wenig erfolgreich. Die russischen Bolschewiki verfolgten einen anderen Ansatz.

99 Jahre nach der Oktoberrevolution lohnt es sich, auch einen Blick auf die Religionspolitik der Bolschewiki zu werfen. Es gab unter ihnen herbe Auseinandersetzungen über ihre Haltung zur Religion. Viele Bolschewiki, auch Angehörige der Führung, machten keinen Unterschied zwischen der Religion des Unterdrückers und der der Unterdrückten. Ihnen galt jede Religion als Feind. Lenin hielt dagegen, dass diese abstrakte Opposition gegen nationale und religiöse Rechte leicht in das Fahrwasser eines wiederauflebenden russischen Chauvinismus geraten konnte.

Ob Marxistinnen und Marxisten aktiv die Forderung nach Religionsfreiheit aufgreifen, hängt von den konkreten Umständen ab, nicht von abstrakten Parolen. Die anscheinende Toleranz der Bolschewiki gegenüber dem Scharia-Gesetz war eine Anerkennung der Tatsache, dass der islamische Konservativismus nur dann zurückgedrängt werden konnte, wenn mit der großrussischen chauvinistischen Politik gebrochen wurde. Nur dann konnten die religiösen Eliten nicht mehr so leicht Menschen klassenübergreifend um die Moschee scharen, und die Klassenspaltungen in der muslimischen Gesellschaft konnten zu Tage treten.

Religion als Sprache der Unterdrückten Die Bolschewiki gingen davon aus, dass Menschen, die zum ersten Mal in Kontakt mit sozialistischen Organisationen treten, religiösen Überzeugungen anhängen, die sie nur verlieren werden, wenn sie sich ihrer eigenen Macht, die Welt zu verändern, gewiss werden.

Lenin meinte, es käme politischem Selbstmord gleich, darauf zu pochen, dass diese Menschen vor Eintritt in eine revolutionäre Partei ihre religiösen Ideen aufgeben. Im Gegenteil: Er forderte, Gläubige „zielstrebig“ für die Partei zu gewinnen. „Wir sind unbedingt gegen die geringste Verletzung ihrer religiösen Überzeugungen“, schrieb er 1909.

„Die soziale Unterdrückung der werktätigen Massen, ihre scheinbar völlige Ohnmacht gegenüber den blind waltenden Kräften des Kapitalismus,
#
ff
Muslime und Sowjets

Religionsfreiheit war für die unterdrückten Völker der ehemaligen russischen Kolonien ein wesentlicher Bestandteil der nationalen Freiheit. Das Ziel der bolschewistischen Politik bestand darin, so weit wie möglich Wiedergutmachung für die Verbrechen des Zarismus an nationalen Minderheiten und ihren Religionen zu leisten. Dabei ging es nicht nur um eine Frage einfacher Gerechtigkeit und grundlegender Demokratie, sondern auch darum, dass auf diese Weise die Klassenunterschiede unter den Gläubigen in den Vordergrund rücken konnten. Nationale Autonomie und Unabhängigkeit von Russland wurden so zu einem entscheidenden Bestandteil sowjetischer Politik. In einer Erklärung der jungen Sowjetregierung „an alle werktätigen Mohammedaner Russlands und des Ostens“ vom 24. November 1917 hieß es:

„Muslime Russlands … ihr, deren Moscheen und Gebetshäuser von den Zaren und Unterdrückern Russlands verwüstet wurden, deren Überzeugungen und Sitten mit Füßen getreten wurden: Euer Glaube und eure Sitten, eure nationalen und kulturellen Einrichtungen sind für immer frei und unantastbar. Wisset, dass eure Rechte wie die aller Völker Russlands unter dem mächtigen Schutz der Revolution stehen.“

Ein umfangreiches Programm mit dem Titel „Korenisazija“ (Indigenisierung) wurde aufgelegt, das heute als „positive Diskriminierung“ bezeichnet würde. Als Erstes wurden die russischen und kosakischen Kolonisten und ihre Ideologen in der russisch-orthodoxen Kirche kaltgestellt. Die Vorrangstellung der russischen Sprache wurde aufgehoben, und in den Schulen, Regierungen und Verlagen durften wieder Regionalsprachen benutzt werden. Einheimische nahmen führende Positionen im Staat und den kommunistischen Parteien ein und wurden bei Stellenbesetzungen vor den Russen bevorzugt. Universitäten wurden eingerichtet, um eine neue Generation nichtrussischer Führungskräfte auszubilden.

Die Einführung des Scharia-Gesetzes hatte während der Februarrevolution von 1917 zu den Kernforderungen der muslimischen Gläubigen gehört. Und als sich der Bürgerkrieg 1920/21 dem Ende näherte, wurde in Mittelasien und dem Kaukasus ein paralleles Rechtssystem geschaffen, in dem die islamischen Gerichte in Übereinstimmung mit den Scharia-Gesetzen neben den sowjetischen Rechtsinstitutionen Recht sprachen. Die Menschen sollten die Wahl zwischen religiöser und revolutionärer Gerichtsbarkeit haben. Einige Scharia-Strafen wie das Steinigen oder Handabschlagen wurden verboten. Diesbezügliche Entscheidungen eines Scharia-Gerichts mussten durch höhere Justizorgane bestätigt werden. Ein parallel laufendes Bildungssystem wurde ebenfalls eingerichtet.

Einige Muslimas und Muslime zogen revolutionäre Schlussfolgerungen und traten kommunistischen Parteien bei. Trotzki stellte 1923 fest, dass in einigen Südrepubliken 15 Prozent der Parteimitglieder gläubige Muslime waren. In bestimmten Gegenden Mittelasiens bestand die kommunistische Partei aus bis zu 70 Prozent muslimischen Mitgliedern. Sie brachten Reste ihrer religiösen Sitten und ihres Glaubens mit: Mitte der 20er Jahre trugen sogar Ehefrauen hochrangiger kommunistischer Parteimitglieder in Mittelasien den Schleier.

Es hatte allerdings harter Arbeit bedurft, die russischen Chauvinisten in Mittelasien zu bekämpfen, die nach 1917 auf den revolutionären Zug aufgesprungen und unter Missbrauch der Parole „Arbeitermacht“ gegen die örtliche, überwiegend bäuerliche Bevölkerung vorgegangen waren. Zwei Jahre lang war die Region durch den Bürgerkrieg von Moskau abgeschnitten, und diese selbst ernannten „Bolschewiki“ hatten freie Hand, die einheimische Bevölkerung zu drangsalieren. Infolgedessen brach die Basmatschi-Bewegung aus – ein bewaffneter islamischer Aufstand. Lenin sprach von der „gewaltigen, gesamthistorischen“ Bedeutung, die Angelegenheit zu regeln. Im Jahr 1922 wurden über 1500 russische Mitglieder wegen ihrer orthodox-religiösen Überzeugungen aus der Partei in Turkestan ausgeschlossen, aber kein einziger Muslim.

Stalins Angriff auf den Islam
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ff


Ein Lehrstück aus dem man viel lernen kann.
Adeodatus
@ Meta was hat dieser Post mit dem Thema zu tun? Mach endlich ein eigenes Thema für Deinen Spam auf!
Meta
Haben Sie Angst davor das Leser zu denken anfangen?
Adeodatus
Ich wäre überglücklich wenn Du anfangen würdest zu lesen und zu begreifen, hättest Du gelesen und verstanden mit was sich dieses Thema beschäftigt dann wäre Dir eventuell ein Licht aufgegangen und hättest auf Deinen Spambeitrag verzichtet.
gastli
Zitat:
Adeodatus hat am 18. November 2016 um 21:07 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
Vergewaltigung Missbrauchter Britin droht in Dubai Tod durch Steinigung – Quelle: http://www.berliner-zeitung.de/25117700 ©2016


Die Scharia macht es möglich das ein Opfer für seine Qualen bestraft werden soll.


Gläubige bei der Arbeit.
Meister
Zitat:
gastli hat am 22. November 2016 um 10:54 Uhr folgendes geschrieben:


Die Scharia macht es möglich das ein Opfer für seine Qualen bestraft werden soll.
Gläubige bei der Arbeit.


Ich habe das mit dem hin und her auch gehört.
In Dubai vögeln ohne staatlichen Segen, geht gar nicht amen. unglücklich

Bevor du ins ewige Verderben siehst, brauchst du eine Genehmigung.
Meister