Chronik Sozialabbau und Verelendung

gastli
16. Dezember 2019
30 Jahre nach Mauerfall ist Deutschland ein regional und sozial tief zerklüftetes Land, so der Befund des aktuellen Armutsberichts des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Trotz eines erfreulichen Rückgangs der bundesweiten Armutsquote auf 15,5 Prozent [2018] zeichnen sich besorgniserregende Entwicklungen und neue Problemregionen insbesondere in Westdeutschland ab.
Der Verband spricht von einer Vierteilung Deutschlands und fordert einen Masterplan zur Armutsbeseitigung.
"Die Kluft zwischen Wohlstandsregionen auf der einen und Armutsregionen auf der anderen Seite wächst stetig und deutlich und der Graben verläuft längst nicht mehr nur zwischen Ost und West", so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.
Bei genauerer Betrachtung zeige sich Deutschland bei der Armut inzwischen viergeteilt.
Dem wohlhabenden Süden mit einer Armutsquote von zusammen 11,8 Prozent, stehen NRW mit einer Armutsquote von 18,1 Prozent und der Osten 17,5 % gegenüber.
Dazwischen liegen die weiteren Regionen Westdeutschlands mit einer Armutsquote von zusammen 15,9 Prozent.
"Der Armutsbericht zeigt, dass auch der Westen Deutschlands tief gespalten und weit entfernt ist von Einheitlichkeit oder gleichwertigen Lebensbedingungen", so Schneider.

Der Bericht zeigt sehr deutlich, wie sich die Umverteilung die mit der Agenda 2010
eingeleitet wurde in dieser BRD und für die Menschen auswirkt.

Der Bericht, weitere Infos und eine detaillierte Suchfunktion nach Postleitzahlen gibt es hier
www.der-paritaetische.de/schwerpunkte/armutsbericht

Dazu ergänzend ein Beitrag von Stefan Sell mit einer Menge von Links zu diversen Beiträgen und Studien zur Altersarmut:
https://aktuelle-sozialpolitik.de/2019/1...herung-im-alter

Stefan Sell auch nochmal zum Armutsbericht:
Der Armutsbericht 2019, eine grobschlächtige Vierteilung des Landes und eine klaffende offene Wunde, die größer wird: Altersarmut, den Beitrag dazu hier: https://aktuelle-sozialpolitik.de/2019/1...ie-altersarmut/
gastli
29. Februar 2020

Der Regelsatz 2020.
Grafische Darstellung der einzelnen Abteilungen.
gastli
08. April 2020
Otto Brenner Stiftung-Pressemitteilung:
"Wie das Fernsehen die Unterschichten vorführt" –
OBS-Diskussionspapier analysiert Zerrbilder und identifiziert Klischees in der Armutsberichterstattung [https://www.otto-brenner-stiftung.de/fil..._07_PM_AP40.pdf]
gastli
19. Mai 2020

Zitat:
Mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland hatten vor der Krise einen Minijob, also eine sogenannte geringfügige Beschäftigung. Geringfügig, ein Begriff, der laut Duden für unbedeutend, nicht ins Gewicht fallend oder belanglos steht. Und die Belanglosen hat es nun offenbar in der Corona-Krise als eine der ersten erwischt. Bereits im März wurde 224.000 Minijobbern spontan gekündigt. Die Kündigungsfrist von sechs Wochen, die auch für Minijobs gilt, wurde in vielen Fällen ignoriert. Die Minijob-Zentrale spricht von einem "erheblichen Rückgang" und erwartet in einigen Wochen eine zweite Kündigungswelle. Die Minijobs zeigen sich als nicht krisenfest. Es ist höchste Zeit, sie abzuschaffen.[Quelle: https://www.zeit.de/arbeit/2020-05/arbei...s-450-euro-jobs]


Zur Erinnerung - Schröder #*PD auf dem World Economic Forum in Davos 2005:
„Wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.
Wir haben einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterstützungszahlung Anreize dafür, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt.“


Es ist das widerliche System, in dem widerliche Menschen ihre widerlichen Motive ausleben.
Meta
Warum schränken Sie Ihr Thema so ein gastli?
Wie wäre es mit etwas mehr Offenheit?
Betrachtet man die heutige Politik so ist es eine Enteignungspolitik mittels Steuern und Abgaben.
Man brennt ein Strohfeuer ab um die Menschen zu verarmen, genannt Klimapolitik, auf eine Art und weise bei welcher Geld keine Rolle spielt. Es geht um die Vernichtung des Geldwertes, um die Verarmung und Verelendung der Bevölkerung. Wir haben es also mit einer Verarmungs- und Verelendungspolitik zu tun, genau das verbirgt sich hinter Ihrem Thema.
Warum nennen Sie die Dinge nicht beim Namen gastli und spielen statt dessen den Samariter?
Indem Sie das tun führen Sie die Menschen hinters Licht, ebenso könnten sie jedoch zur Lichtgestalt für die Menschen werden, wenn Sie die Wahrheit sagen würden.
Was hindert Sie daran? Schluß mit der Verelendungs- und Enteignungspolitik.

Der größte Raub der Menschheitsgeschichte
Meta
Märchen enthalten oft mehr Wahrheiten als politische Reden. Schauen sie sich dieses Märchen an und ihr wisst warum.
https://www.youtube.com/watch?v=ZOUNSdScC9I
gastli
Zitat:
Meta hat am 12. Juli 2020 um 04:46 Uhr folgendes geschrieben:
Warum schränken Sie Ihr Thema so ein gastli?


Weil dein Spam hier genauso wenig passt wie in allen anderen Themen in denen du spamst.
gastli
Zitat:
Statistisches Bundesamt. Jeder Sechste in Deutschland an der Armutsgrenze.
[Quelle: tagesschau.de; 14. August 2020]


Die grausige Bilanz nach über vierzig Jahren Neoliberalismus im Lande des Exportweltmeisters, einem der reichsten Staaten der Welt.
gastli
16. August 2020
das Arbeitsvieh begibt sich vom Regen in die Traufe.
gastli
18. August 2020



Immer mehr Menschen in dieser BRD sind nicht krankenversichert!
Der Anstieg im Vergleich zu 2015 beträgt für das ganze Land rund 80 Prozent.
Vor vier Jahren gab es insgesamt 79.000, im vergangenen Jahr 143.000 Menschen, die die meisten medizinischen Behandlungen selbst bezahlen müssen.
In den ostdeutschen Bundesländern [mit Berlin] hat sich die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung sogar mehr als verdoppelt.
[Vor der Annektion waren in der Deutschen Demokratischen Republik solche desaströsen Zustände undenkbar.]
gastli
27. August 2020
Zitat:
Corona-Boom in der Logistikbranche. "Der April war wie Weihnachten für uns."
Wegen der Corona-Pandemie bestellen mehr Kunden online. Die Deutsche Post und
andere Logistik-Firmen transportieren deshalb schon jetzt so viele Pakete wie sonst nur
im Advent. Die Mitarbeiter profitieren davon aber kaum.[Quelle: tagesschau.de; 26. August 2020]


Erfolgsmeldungen im Neoliberalismus, sind immer verbunden mit Sozialabbau und Verelendung.
gastli
02. September 2020
Von Jahr zu Jahr wird der Fehlbetrag größer - Hartz IV und die Stromkosten
Stefan Sell widmet sich in seiner Veröffentlichung der immer größer werden Schere bei den Energiekosten in den Regelbedarfen.
Sein Artikel hier zum Download: https://******/8d1n
gastli
06. September 2020
Arm, abgehängt, ausgegrenzt - Studie des Paritätischen belegt akute Mangellagen eines Lebens mit Hartz IV.

https://www.der-paritaetische.de/fileadm...ht_2020_web.pdf

Die genaue Höhe der Regelbedarfe für das nächste Jahr muss die Bundesregierung noch festlegen.
Die Regelbedarfe die in den letzten Monaten bekannt geworden sind, sind erstmal notwendige Anpassungen aus der letzten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe.
Vermutlich werden die Regelbedarfe dann noch um ein paar Euro angehoben.
So kann wieder einmal geheuchelt werden, dass auf die öffentliche Kritik reagiert wurde.
Hat die Bundesregierung aber nicht!
Die Regelbedarfe werden durchgängig und systematisch klein gerechnet, alle möglichen weiteren Ansprüche, siehe z.B. der Anspruch auf digitale Endgeräte, werden mit allen erdenklichen Tricks kleingehalten bzw. ausgehebelt.

Es müssen wenigstens annähernd bedarfsdeckende Regelbedarfe her von mind. 600.- EUR!

06. September 2020
Der Hartz-IV-Satz für das Jahr 2021 enthält zu wenig Geld für Strom.
Nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox beläuft sich der Fehlbetrag für Alleinlebende auf durchschnittlich 94 Euro pro Jahr.
Besonders Haushalte in der Grundversorgung sind betroffen.
Bis zu 197 Euro müssen Haushalte im kommenden Jahr an anderer Stelle einsparen, um ihre Stromkosten zu begleichen.
Das ist so viel wie nie zuvor.
Quelle und mehr:
https://www.verivox.de/presse/neuer-hart...end-ab-1117389/
gastli
14. September 2020

Mittel für Bildung in den Regelbedarfsstufen 2021
Im Regelbedarf 2021 von Alleinstehenden sind 1,57 € für Bildung enthalten.
Diese allerdings nicht am Tag, sondern im Monat.
Somit 18,84 € im Jahr.
Besser kann man die gewollte Ausgrenzung der Betroffenen Opfer nicht manifestieren.
Die einzelnen Zahlen nach Regelbedarfsstufen:
Regelbedarfsstufe 1 Alleinstehende: 1,57 €
Regelbedarfsstufe 2 Partner: 1,45 €
Regelbedarfsstufe 3 U25'er: 1,29 €
Regelbedarfsstufe 4 Jugendliche von 14 bis 17 J.: 0,66 €
Regelbedarfsstufe 5 Kids von 6 bis 13 J.: 1,60 €
Regelbedarfsstufe 6 Kids von 0 bis 5 J.: 1,53 €
timabg
Da ist kein Anschluss für den Rechner inbegriffen, ODER??

Hm, naja, vielleicht reichts ja für en Meter Telefonkabel.

Also, nur 5 Jahre sparen und es reicht bis zum Schreibtisch! Ja


Glück hat der, des seinen Schreibtisch am Eingang, gleich neben der Dose hat!
Der hat das dann schon in 2 Jahren geschafft!!!
gastli
Damit hier keine Missverständnisse entstehen verlinke ich an dieser Stelle die Aufteilung nach EVS-Abteilungen des Regel-Bedarfs als Dokument für Sozialabbau und Verelendung mit den schon angepassten aktuellen Regelsatz für 2021.
gastli
19. September 2020
Aktuelle Daten bestätigen: 15 Millionen Beschäftigten droht Altersarmut.
gastli
27. September 2020
Zitat:
Altersarmut gilt vor allem als Risiko für Geringverdiener. Doch auch für Menschen mit solidem Gehalt könnte es mit der Rente eng werden. Das zeigen jetzt Daten des Statistischen Bundesamtes aus einer Anfrage der Linken-Fraktion, die ntv exklusiv vorliegen: 15 Millionen Beschäftigte in Deutschland (38,8 Prozent) verdienen demnach nicht mehr als 14 Euro pro Stunde (brutto). Nimmt man eine Berechnung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2017 zum Maßstab, sind diese Beschäftigten nicht vor Altersarmut geschützt.[Quelle: https://www.n-tv.de/politik/15-Millionen...le22038060.html]



5.7. Zitieren und Kopieren
Beiträge, welche nur oder überwiegend aus Zitaten bestehen sind nicht erwünscht. Es wird erwartet, das weit über die Hälfte des Beitrages aus eigenen Gedanken und nicht aus Zitaten besteht.
gastli
14. Oktober 2020
Im letzten Jahr mussten 289.000 Haushalte zumindest zeitweise ohne Strom leben, da ihnen aufgrund von nicht bezahlten Rechnungen von den Energieversorgungsunternehmen der Strom abgesperrt wurde. Hunderttausende hatten kein Licht, kein warmes Wasser, konnten keinen Kühlschrank oder Herd benutzen, keine Wäsche waschen und hatten keinen Zugang zu Internet, Radio oder Fernsehen.
4,75 Millionen Haushalten wurde 2019 angedroht, den Strom abzusperren. Dies geht aus dem neuen Monitoringbericht der Bundesnetzagentur zum Energiemarkt [S. 30] hervor.
gastli
26. Oktober 2020

500.000 SGB II – Haushalte wurden wegen Nichtzahlungen durch die Jobcenter um 518 Millionen EUR Unterkunftskosten betrogen.
Die Jobcenter haben im Jahr 2019 rd. 518 Millionen EUR an Unterkunftskosten [KdU] bei rund 500.000 Haushalten nicht berücksichtigt. Das sind im Durchschnitt pro gekürzter Haushalt 86 € im Monat.
Die konkreten Jahreszahlen gibt es hier: https://******/m1cs
Hier können für den Monat Juni 2019 die Nichtübernahmezahlen eines jeden Jobcenter bundesweit abgerufen werden: https://******/jsng