gastli
1. April 2014
Schöner leben in Armut und Elend.
In Köln-Ehrenfeld werden an den Abfalleimern Pfandringe angebracht, damit, wie es u.a. heißt, Flaschensammler nicht würdelos im Müll nach Pfandflaschen suchen müssen.
So heißt es auf der Seite des Entwicklers auch: "... Auf der anderen Seite gibt es eine Vielzahl von Menschen, die auf das Sammeln angewiesen sind bzw. sich damit ein Zubrot verdienen. Menschen mit verschiedensten Hintergründen - Familienväter, Renterinnen, Schüler, Studenten, Obdachlose etc. - diese müssen oft unwürdig im Müll nach den Flaschen suchen."
[Quelle:
http://www.ksta.de/ehrenfeld/-pfandflasc...6,26516468.html]
In den kranken Hirnen die solche Maßnahmen planen sind wohl Pfandringe geeignet die Menschenwürde wieder herzustellen.
NEIN DAS SIND SIE NICHT!!!
Es ist eine widerliche Gesellschaft, die es zulässt, dass sich ein weiteres Geschäftsfeld der Armutsindustrie auf dem Rücken der Bedürftigen etabliert. Zuerst die Suppenküchen, dann die Tafeln und nun die Pfandringe. Sie alle sind der Beton, mit dem die Armut und das Elend verfestigt wird.
Meta
Bei solchen Themen bist Du echt gut, wobei man auch einmal darüber nachdenken sollte wohin die Werte verschwinden welche täglich in 8 Stunden Arbeitszeit bei steigender Produktivität geschaffen werden.
Wo bleiben die Werte aus steigender Produktivität wenn unser Wohlstand ständig sinkt?
birke
Meta
| Zitat: |
| wobei man auch einmal darüber nachdenken sollte wohin die Werte verschwinden welche täglich in 8 Stunden Arbeitszeit bei steigender Produktivität geschaffen werden |
Sie werden wohl in hohem Maße in Projekten verschwinden, von denen man so schön sagt:"In den Sand gesetzt" bzw. "die falschen Leute beauftragt".
Das kommt davon, wenn Politiker oder Manager zu blöd sind oder Politiker Firmen mit Aufträgen versorgen, von denen sie abhängig sind.
Solche Projekte sind z.B.: Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven, Flughafen BB, Bahnhof Stuttgard, Elbphilharmonie usw. usw. die Liste ist endlos.
Früher traten politiker zurück oder haben sich aufgehangen, wenn sie maßgeblich an so einem Fiasko beteiligt waren, aber diese Tugend ist leider im Zeitalter der wachsenden Ehrlosigkeit verloren gegangen.
61diddi
| Zitat: |
Meta schrieb am 22.04.2014 um 21:35Uhr:
Wo bleiben die Werte aus steigender Produktivität, wenn unser Wohlstand ständig sinkt? |
Nicht in den Taschen derer, die diesen Wohlstand erwirtschaft haben.
Dies ist der eigentliche Springpunkt der Ökonomie. Die Betriebs- und Volkswirtschaftslehre will uns glauben machen, dass die Knappheit der Güter die Ursache für menschliches Wirtschaften ist.
Hängt den Brotkorb höher, sie werden schon danach hangeln!
Nein, es ist der Mehrwert, der Profit, die Rendite, das Spiel von Zins und Zinseszins, die Aussicht auf Gewinn, die alles am Laufen hält.
Du hast die nicht ganz "freie Wahl", entweder raffen oder schaffen.
Man muss sich nur die Reichtumsverteilung anschauen, dann beantwortet sich die Frage von selbst, wo die Werte bei steigender Produktivität bleiben.
Es ist also nicht ganz richtig, dass der Wohlstand ständig sinkt. Dies stimmt nur aus der Sicht der Habenichtse. Die Begüterten, Schönen und Reichen und unsere Superreichen haben es vermocht, in den vergangenen fünf Jahren ihr Vermögen zu verdoppeln - trotz Krise. Ganz vorne mit dabei: die Deutschen.
Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/vo...krise-1.1812551
Tja, da hat wohl, der nichtsnutzige Rest sich nicht richtig angestrengt und die Politik ganze Arbeit geleistet.
Ja, und weil wir schon mal dabei sind, die Mehrheit hat in "freien Wahlen" "demokratisch" so entschieden, es so gewollt.
Illustration: Turhan SelÇuk (1922 - 2010) , der bekannteste türkische Karikaturist, gilt als "Picasso der Karikatur". Wegen seiner gesellschaftskritischen Zeichnungen wurde er mehrmals verhaftet und gefoltert.
Bitte keine Neiddebatte!!!
Meister
| Zitat: |
gastli hat am 23. April 2014 um 13:36 Uhr folgendes geschrieben:
Die Frage ist naiv.
Hier kannst du das live verfolgen.
|
Das setze ich noch einen drauf und frage, wo bleibt die Gewinnausschüttung des Staates?
Meister
61diddi
| Zitat: |
Meister schrieb:
Das setze ich noch einen drauf und frage, wo bleibt die Gewinnausschüttung des Staates?
|
Und ich setze noch einen drauf. "Die Gewinnausschüttung des Staates" bekommt der,.......dramatische Pause.......
THE

IS .......,den Jackpott geknackt hat.
Aber keine Sorge die Gewinner bleiben geheim.

Ist nämlich ein gut gehütetes Staatsgeheimnis.

gastli
25. April 2014
Ernährungsmediziner warnt: "Mit Armut etabliert sich versteckter Hunger in Deutschland"
Man sieht eine unzureichende Ernährungssituation nicht auf den ersten Blick:
Bis zu 16 Millionen Menschen in Deutschland leben laut dem gestern veröffentlichten Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz (nak) unter der Armutsgrenze. "Viele von ihnen leiden an den Folgen von Fehl- und Mangelernährung", sagt Prof. Dr. Biesalski. "Diese Menschen haben meist genug, um satt zu werden. Aber ihnen fehlt das Geld für eine gesunde und damit auch ausgewogene Ernährung." Der Wissenschaftler spricht von Hidden Hunger – verstecktem Hunger. Dieser betrifft weltweit bis zu 2 Milliarden Menschen. Ursache so UNICEF und andere Organisationen: Armut.
weiterlesen
gastli
12. Mai 2014
Hartz IV wirkt: Jedes dritte Kind in Berlin lebt in Armut
"So lebten laut Bundesagentur für Arbeit im Dezember vergangenen Jahres 169.016 Kinder in der Hauptstadt in Familien, deren Eltern Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bezogen. Das waren etwa tausend mehr als Ende 2012. Damit wächst etwa jedes dritte Kind in Berlin in einer Familie auf, die den Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft bestreiten kann", berichtet
die Morgenpost.
Seht ihr: Deutschland geht es dank der Agenda 2010 gut.
gastli
12. Mai 2014
Immer mehr Hartz-IV-Empfänger brauchen einen Notkredit
"Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger, die vom Job-Center einen Notkredit bekommen, ist innerhalb von fünf Jahren um rund 38 Prozent gestiegen", berichtet die
Rheinische Post.
Und ich wiederhole: Deutschland geht es dank der Agenda 2010 gut.
gastli
26. Mai 2014
Armut: Wie leben Menschen denen der Strom gesperrt worden ist?
Im Jahre 2012 waren rund 322.000 Privathaushalte (umgerechnet rund 633.000 Menschen) von Stromsperren betroffen - rund 30.000 Menschen mehr als noch im Vorjahr. Damit war die Bundesrepublik im Jahre 2011 "Europameister" beim Stromsperren. In der Bundesrepublik, deren oberstes Verfassungsziel Achtung und Schutz der "Menschenwürde" ist (Grundgesetz-Artikel 1). Und die meisten Wahlbürger nehmen das ungerührt hin. Es sieht finster aus in der Bundesrepublik.
Information eins: Eine Stromsperre ist pro Haushalt erst ab 100,- Euro Verschuldungssumme erlaubt. Heißt: wenn das Licht bei den betroffenen Menschen ausgeht, lag im Durchschnitt bereits über viele Monate hinweg eine immer bedrängender werdende Notsituation vor.
Information zwei: bedroht von der Stromsperre waren im Jahr 2011 nicht nur die 322.000 tatsächlich davon betroffenen Haushalte (sprich: über 633.000 Menschen), nein, insgesamt war in diesem Jahr 6 Millionen Haushalten gegenüber diese Warnung ausgesprochen worden. 6 Millionen!
Information drei: Zu den Zeiten vor Hartz-IV, als noch das altes Bundessozialhilfegesetz (BSHG) Gültigkeit hatte, vor dem 1. Januar 2005 also, durfte jeder Hilfsbedürftige bis zu 148,4 Kilowattstunden Strom im Monat verbrauchen, seit Hartz-IV-Beginn aber nur noch 47,49 kWh/Monat. Der Absturz in äußerste Not war damit - per Gesetz - für viele Menschen vorprogrammiert.
gastli
27. Mai 2014
Von einem "Aufschwung" der eher bedauerlichen Art berichtete der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. am Montag in Berlin auf seiner Jahrespressekonferenz. Immer mehr Menschen suchten die bundesweit rund 3000 Ausgabestellen der Tafeln auf, um einen Teil ihres Lebensmittelbedarfs zu decken, so der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl.
gastli
29. Mai 2014
Ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland (33,4 %) lebte 2012 in privaten Haushalten, die nach eigener Einschätzung nicht in der Lage waren, unerwartet anfallende Ausgaben aus eigenen Finanzmitteln zu bestreiten. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Ausgaben für größere Anschaffungen oder Reparaturen. Auf Urlaubsreisen mussten knapp 22 % der Bevölkerung aus finanziellen Gründen verzichten. Das sind Ergebnisse aus der EU-weit vergleichbaren Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2012.
Meister
| Zitat: |
gastli hat am 29. Mai 2014 um 09:47 Uhr folgendes geschrieben:
29. Mai 2014
Ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland (33,4 %) lebte 2012 in privaten Haushalten, die nach eigener Einschätzung nicht in der Lage waren, unerwartet anfallende Ausgaben aus eigenen Finanzmitteln zu bestreiten |
Das kann ich unterstreichen.
Wenn ich für eine Heizperiode Öl tanke sind drei Monatsrenten weg.
Der Rest ist dann Fettbrot mit Gurke.
Aber das kenne ich noch aus der Nachkriegszeit, wo es ein Festmal war.
Urlaub was ist das nun wieder für ein Gerät, denglisch?
Meister
gastli
29. Mai 2014
Für 8,2 Prozent der Bevölkerung in dieser BRD war es 2012 aus finanziellen Gründen nicht möglich, mindestens jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit mit Fleisch, Fisch oder einem vergleichbaren vegetarischen Essen einzunehmen.
gastli
04. Juni 2014
| Zitat: |
Die Agenda 2010 wirkt: Immer mehr Menschen brauchen die Tafeln
Seit einiger Zeit sei eine veränderte Struktur der Bedürftigen zu beobachteten, berichtete der Verbandschef Brühl. Neben Erwerbslosen würden inzwischen auch Menschen in die Tafeln kommen, die Arbeit hätten. "Das sind vor allem Alleinerziehende und ihre Kinder, prekär Beschäftigte und Teilzeitkräfte. Auch Studenten würden die kostenlose Essensausgabe mittlerweile verstärkt nutzen, da sie aufgrund der verdichteten Studiengänge kaum noch Möglichkeiten hätten, ihren Lebensunterhalt mit Nebenjobs zu finanzieren. Brühl wies zudem auch darauf hin, dass nur etwa 20 Prozent der Kinder von Nichtakademikern ein Studium beginnen. Zudem nutzten immer mehr Rentner, die auf staatliche Grundsicherung angewiesen seien, die kostenlose Essensausgabe. |
Und wer jetzt denkt: Oh Gott, was für schlechte Nachrichten - für den sei gesagt, dass es auch einen Lichtblick gibt. Denn uns steht ein Aufschwung bevor.
| Zitat: |
| "Der Verband geht davon aus, dass die Zahlen der bedürftigen Rentner aufgrund der verfehlten Rentenpolitik der Bundesregierung noch drastisch steigen wird." |
[Quelle:
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueb...ln-90016103.php]
gastli
22. Juni 2014
Personen, die sich von Schuldnerberatungsstellen beraten lassen und Energieschulden aufweisen, hatten im Jahr 2013 im Durchschnitt rund 1 300 Euro Verbindlichkeiten bei Energieunternehmen. Bei jedem zehnten Überschuldeten beliefen sich die offenen Forderungen bei Strom-, Heizöl- und Gasversorgern auf mehr als 2 900 Euro. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Aktionswoche der Schuldnerberatung zum Thema „Energieschulden – Energiesperren“ mit, die vom 23. bis 27. Juni 2014 bundesweit stattfindet.
[Quelle:
https://www.destatis.de/DE/PresseService...4_025_p002.html]
gastli
25. Juni 2014
Die Linke deckt auf:
| Zitat: |
Die Zahl der Menschen, die im Rentenalter auf finanzielle Hilfe des Staates angewiesen sind, hat im Jahr 2012 bei knapp 465.000 gelegen. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Jahr 2003, in dem rund 258.000 Menschen die Grundsicherung im Alter erhalten hatten. Diese Zahlen sind der Antwort (18/1013) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18/856) der Fraktion Die Linke zu entnehmen, in der sich diese nach der regionalen Verteilung von Alters- und Erwerbsminderungsrenten unterhalb des Grundsicherungsniveaus erkundigt hatte.
Auch geschlechtsspezifisch weisen die Daten deutliche Unterschiede aus. So sind deutlich mehr Frauen als Männer auf Grundsicherung im Alter angewiesen. Im Jahr 2003 standen den fast 75.000 Männern mehr als 182.000 Frauen gegenüber. 2012 waren von den 485.000 Empfängern der Grundsicherung knapp 294.000 Frauen. |
[Quelle: Deutscher Bundestag]
gastli
26. Juli 2014
In Mecklenburg-Vorpommern ist fast jedes vierte Kind von Hartz IV betroffen. Das ergab eine Untersuchung des
Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe. Demnach lebten im Dezember 2013 24,1 Prozent der unter 15-Jährigen im Nordosten in sogenannten Hartz IV-Bedarfsgemeinschaften im Sinn des SGB II.