Chronik Sozialabbau und Verelendung

gastli
10. Januar 2014
9,7 Prozent der armen Kinder in Westdeutschland leben in einem Haushalt, in dem nicht ausreichend Winterkleidung für die gesamte Familie vorhanden ist. Unter allen Kindern in Westdeutschland sind es hingegen nur 2,8 Prozent. Im Osten leben sogar 12,1 Prozent der armen Kinder und 7,3 Prozent aller Kinder in einem Haushalt mit einer unzureichenden Versorgung mit Winterkleidung.
Auch andere materielle Entbehrungen sind zu beobachten: So leben 9,1 Prozent der armen Kinder im Westen (Osten: 14,0 Prozent) in Haushalten mit feuchten Wänden. Bei allen Kindern beträgt dieser Anteil im Westen dagegen nur 4,4 Prozent (Osten: 8,3 Prozent).

gastli
21. Januar 2014
Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) jetzt mitteilt, arbeitet nahezu jeder Fünfte der 20 Millionen Vollbeschäftigten mit seinen Bezügen knapp über der Armutsgrenze. Mit mehr als 38 Prozent ist die Zahl der Menschen im untersten Gehaltssegment in den neuen Bundesländern angesiedelt.
gastli
25. Januar 2014
Rund 100.000 Menschen in Bremen sind arm oder gelten als armutsgefährdet. Mit anderen Worten: Fast jede vierte Bremerin bzw. jeder vierte Bremer muss von einem Haushaltseinkommen leben, das weniger als 60 Prozent des nationalen Durchschnittseinkommens beträgt; für Alleinstehende liegt diese Grenze zurzeit bei 952 Euro netto im Monat. Als direkte Folge der Agenda 2010 und der Einführung von Hartz IV sind die Lebensverhältnisse der Betroffenen von sozialer Unsicherheit und Angst geprägt. Selbst eine ganztägige Erwerbstätigkeit reicht für viele nicht mehr aus, um die ständig steigenden Lebenshaltungskosten zu bezahlen, so dass sie ihr Einkommen mit Hartz IV oder anderen Leistungen aufstocken müssen.
gastli
01. Februar 2014
In Deutschland leben 3,1 bis 4,9 Millionen Menschen in verdeckter Armut. Das heißt, dass sie kein Hartz IV beantragen, obwohl sie wegen geringen Einkommens oder Vermögens Anspruch darauf hätten. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in aktuellen Simulationsrechnungen für das Arbeitsministerium. Umgerechnet verzichten zwischen 34 und 44 Prozent der Berechtigten auf staatliche Unterstützung, mehr als jeder dritte.
gastli
05. Februar 2014
2,6 Millionen Zahl der Deutschen mit Zweitjob steigt.
Der Lohn aus einem Job reicht für viele ganz offensichtlich nicht zum Leben", sagte die Grünen-Politikerin. Wenn Menschen auf einen Zweitjob angewiesen seien, um finanziell über die Runde zu kommen, dann laufe etwas in Deutschland schief, so Pothmer [Grüne]. Die Bundestagsabgeordnete forderte, den geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro auch auf die Minijobs zu erstrecken: "Eine Ausnahme würde die Schwächsten treffen, die den gesetzlichen Schutz vor Lohndumping am nötigsten haben."
gastli
09. Februar 2014
Anlässlich der “Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien” (9. bis 15. Februar 2014) erklärt Dr. Harald Terpe, Sprecher für Drogen- und Suchtpolitik: In Deutschland leben 2,6 Millionen Kinder in Alkoholiker- und Drogenfamilien – doch in allen bisherigen Präventionsgesetzen der Bundesregierung tauchen sie nicht auf.
gastli
12. Februar 2014
In Deutschland können immer mehr Pflegebedürftige nicht mehr für die Kosten ihrer pflegerischen Versorgung aufkommen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband und die Stiftung Patientenschutz sprachen deshalb von einem Scheitern der Pflegeversicherung.
Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg die Zahl der Empfänger der sogenannten "Hilfe zur Pflege" 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf nun 439.000 Personen. Damit gaben die Träger der Sozialhilfe netto rund 3,2 Milliarden Euro für diese Pflegeleistungen aus.
gastli
13. Februar 2014
Die Not der Kinder im Alltag - Der kleine Max
gastli
27. Februar 2014
Die Reallöhne, das heißt die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste, sanken in Deutschland im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 0,2 %
Bernhard P.
Zahl der Langzeitarbeitslosen wächst

Die ver.di Mitgliederzeitung "Publik" berichtet in ihrer letzten Ausgabe, dass Ende 2013 zwei Drittel aller Arbeitslosen auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angewiesen waren. Das Arbeitslosengeld I nimmt in seiner Bedeutung seit Jahren ab. Das hat das Institut Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg/Essen festgestellt.

Quelle: verdi
gastli
05. März 2014
In einer Antwort auf eine Anfrage der Piraten im Abgeordnetenhaus vermeldete die Senatsverwaltung für Wirtschaft die Bilanz der "Energiearmut" im Jahr 2013. Demnach wurde 17.184 Kunden der Strom abgestellt, 2012 waren es knapp 19.000. Jeden Monat traf es zwischen 1200 und 1900 Haushalte, nur im Dezember zeigten sich die Versorger offenbar kulant und unterbrachen die Lieferung nur 481 Mal. In Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg mussten mehr als 2000 Haushalte zumindest zeitweise auf elektrischen Strom verzichten, in Steglitz-Zehlendorf nur 449.
Die Gasag sperrte im vergangenen Jahr 2912 Kunden den Gashahn, wobei die Zahlen im Sommer mit zum Teil über 300 Fällen pro Monat höher lagen als im Winter. Der Sperrung voraus gingen bei der Gasag knapp 290.000 Mahnungen an säumige Kunden. Diesen Mahnschreiben musste die Gasag in fast der Hälfte der Fälle (138.000) die nächste Eskalationsstufe folgen lassen und mit der Sperre der Gasleitungen drohen.
Meister
Kreuzberg......nah ja vergiss es, ich könnte einen ganzen Artikel darüber schreiben.
Vielleicht haben es ja manche auch verdient?

Meister
gastli
12. März 2014
Der Kinderfreibetrag wird um um 72 Euro angehoben, die minimale Kindergelderhöhung aber verschoben. Das ist Politik für Besserverdienende macht, die nur dazu dient die Armut im Land zu verschärfen.
Meister
14. März 2014,...... 10% mehr Schmerzensgeld für Abgeordnete beschlossen. Ja

Höher als viele Rentner insgesamt im Monat bekommen.

Da Hoeneß es mit Nachzahlungen begleicht, tut es dem Lohnsteuer-Zahler nicht weiter weh. großes Grinsen




Meister
gastli
15. März 2014
Die Mittel des Bundes für Wohngeld werden von 630 Millionen Euro auf 500 Millionen abgesenkt. Die Kürzungen werden die soziale Schieflage auf dem Wohnungsmarkt weiter verschärfen.
gastli
20. März 2014
Immer mehr Studenten auf Suppentafel angewiesen
Was tun, wenn es kein Bafög gibt, die Hilfe von den Eltern bei Weitem nicht reicht und das Studium kaum Zeit zum Jobben lässt? Auch manche Studenten müssen sich Lebensmittel bei der Tafel holen. Die Scham ist groß. Doch die Tafeln aus ganz Deutschland berichten, dass vermehrt Studenten bei ihnen Lebensmittel holen.
[Suche: Studenten Tafel]
gastli
25. März 2014
Zitat:
Seit der Wiedervereinigung hat sich die Zahl der Arbeitnehmer mit einem Nebenjob mehr als verdreifacht. Mit ein Grund; der Gesetzgeber begünstigt Nebenjobs.
[Quelle: focus.de]


Das ist doch mal eine schöne Umschreibung für die gewollte Einführung eines Billig- und Hunggerlohnsektors, in dem inzwischen fast ein Viertel aller Arbeitnehmer ihren Unterhalt verdienen müssen – und das nur durch einen Zweit- oder gar Drittjob schaffen.
gastli
09. April 2014
Die LINKE deckt auf: Befristete Arbeitsverträge haben sich Verdreifacht
DIE WELT berichtet: "Waren 1993 noch 876.000 Neuverträge zeitlich begrenzt, so waren es 2003 bereits 2,7 Millionen. Bei Neuverträgen sind inzwischen 42 Prozent zeitlich begrenzt. 1997 waren es noch 34 Prozent. Es sind insbesondere sachgrundlose Befristungen, die zu einem Anstieg der Zahl der befristeten Arbeitsverträge geführt haben. Ihre Zahl hat von 554.000 im Jahr 2001 auf 1,3 Millionen im Jahr 2013 zugenommen. Das geht aus einer Anfrage der LINKE beim Bundesarbeitsministerium hervor."
gastli
10. April 2014
Seit 2004 wurde den "Westrentnern" die Rente bis einschließlich 2013 um 15,94 Prozent gekürzt. Zu dieser Kürzung kommt die im gleichen Zeitraum angefallene Inflation, die nicht ausgeglichen wurde [Lt. Destatis 2004 = 1,6%, 2005= 1,6%, 2006= 1,5%, 2007 = 2,3%, 2008= 2,6% 2009 = 0,3%, 2010= 1,1%, 2011= 2,1%, 2012= 2,0%, 2013= 1,5%]. Addiert ergibt das zusätzlich 16,6 Prozent Kaufkraftverlust. In nur 10 Jahren wurde also die Kaufkraft von uns RentnerInnen um mehr als 30% verringert. Dazu kamen weitere Belastungen, z.B 2007 die dreiprozentige Mehrwertsteuererhöhung.
gastli
UPDATE ZU Chronik Sozialabbau und Verelendung

19. April 2104
Zitat:
Die Bundesagentur für Arbeit plant massive Einschränkungen für Selbstständige
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will aufstockende Hartz IV Leistungen für Selbstständige stark einschränken. Nur noch für eine Übergangsfrist sollen Selbstständige ihren Unterhalt mit Hartz IV aufbessern. Danach fallen alle Sozialleistungen weg. Den meisten Betroffenen wird dann die Aufgabe der Selbstständigkeit und damit die Erwerbslosigkeit drohen....

[Quelle: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueb...it-90016057.php]