Chronik Sozialabbau und Verelendung

gastli
13. August 2013
In Deutschland gehen so viele Arbeitnehmer wie noch nie inzwischen einem Zweitjob nach. Das berichtet die Zeitung "Freie Presse" unter Berufung auf Angaben der Bundesagentur für Arbeit. Demnach besserten zum Jahresende 2012 insgesamt 2.657.969 Menschen ihr Einkommen aus einer regulären Hauptbeschäftigung mit einem Minijob auf.
Das waren etwa 59.000 mehr als Ende 2011. Damit arbeiteten 9,1 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nebenbei in einem Zweitjob. So hoch war der Anteil noch nie. Seit 2003, als er bei 4,3 Prozent lag, hat er kontinuierlich zugelegt und sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Damals gab es etwa 1,16 Millionen Menschen mit Zweitjob.
gastli
14. August 2013
Miete rauf, Mieter raus!
Mieter, die skrupellos rausgeekelt werden, damit hunderte von Wohnungen luxussaniert werden können. Eine ARD-Reportage.

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a...uf-mieter-raus-
gastli
14. August 2013
Laut dem Statistischen Bundesamt gibt es ‘viele Haushalte in Deutschland, die nach eigener Einschätzung nicht über die finanziellen Mittel verfügen, um wenigstens einmal im Jahr eine Woche Urlaub woanders als zu Hause zu verbringen. So gab im Jahr 2011 jeder vierte Haushalt (25 Prozent) in Deutschland an, sich eine solche Urlaubsreise nicht leisten zu können. Unter den Haushalten von Alleinerziehenden war das sogar für fast jeden zweiten Haushalt (47 Prozent) unerschwinglich
gastli
16. August 2013
Im Jahr 2012 haben die Jugendämter in Deutschland 40 200 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren gut 1 700 oder 5 % mehr als 2011. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat die Zahl der Inobhutnahmen in den letzten Jahren stetig zugenommen, gegenüber 2007 (28 200 Inobhutnahmen) ist sie um 43 % gestiegen.
Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer akuten, sie gefährdenden Situation be­finden.
Die meisten (27 800 oder 69 %) der in Obhut genommenen jungen Menschen lebten vor der Inobhutnahme bei ihren Eltern oder einem Elternteil.
gastli
20. August 2013
Die Verweildauer von Hartz IV Leistungsberechtigten stieg gegenüber der Arbeitslosenhilfe um 270%. Während die durchschnittliche Verweildauer in der ehemaligen Arbeitslosenhilfe in 2004 bei 48 Wochen lag, stieg sie bei den Hartz IV-Leistungsberechtigten fast zehn Jahre später auf 130 Wochen (30 Monate). Knapp ein Viertel aller erwerbsfähigen Leistungsberechtigten verharrten seit 2005 im Hartz IV-System. Hartz IV ist sogar gemessen an den eigenen Ansprüchen ein Desaster. Das System drückt die Menschen in die Armut und schiebt sie auf ein Abstellgleis.
gastli
28. August 2013
Steigende Lebenshaltungskosten, ein sich ausbreitender Niedriglohnsektor, obendrauf massive Rentenkürzungen: Immer mehr Menschen in der BRD verarmen im Alter. Das, was Sozialverbände, Linke und Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) seit Jahren anprangern, untermauert nun auch eine am Wochenende veröffentlichte Antwort der Thüringer Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion. Danach jobben in dem Freistaat immer mehr Rentner, um über die Runden zu kommen. Unter den 70- bis 75jährigen wuchs die Zahl der jobbenden Rentner am stärksten, und zwar um 50,9 Prozent. Zudem kann das Landessozialministerium »nicht ausschließen, daß eine nicht zu vernachlässigende Zahl von Rentnern ihren Anspruch auf Grundsicherung nicht geltend machen«. Betroffene stellen oft aus Scham keinen Antrag.
gastli
14. September 2013
Neue Zahlen der Bundesagentur
Jedes siebte Kind lebt von Hartz IV. 15 Prozent der Kinder unter 15 Jahren leben weiterhin nur von der Grundsicherung.
gastli
02. Oktober 2013
Die Renten sind immer weniger wert. Dass dies nicht nur „gefühlt“ so ist, zeigen jetzt auch Berechnungen des Sozialverbands VdK. Zwischen 2004 und 2011 betrug der Kaufkraftverlust bezogen auf alle Versichertenrenten 9,3 Prozent.
Denn viel schneller als die Renten steigen die Preise, nämlich insgesamt zwischen 2004 und 2011 um 12,2 Prozent.
Zwischen 2004 und 2011 ist der durchschnittliche Rentenzahlbetrag für alle Versichertenrenten nur um 1,9 Prozent gestiegen, der für Altersrenten um 2,5 Prozent. In der Gegenrechnung zu Preisentwicklung und Inflationsrate ergibt sich ein Kaufkraftverlust für alle Versichertenrenten von 9,3 und für die Altersrenten von 8,9 Prozent.
gastli
09. Oktober 2013
Tafeln klagen an: Altersarmut auf dem Vormarsch,
Nach Jahren, in denen vor allem Sozialhilfeempfänger beziehungsweise Hartz-IV-Bezieher das Gros der Tafelgäste stellten, ist seit geraumer Zeit ein steigender Anteil von Rentenbeziehern zu registrieren. "Dabei machen wir die Erfahrung, dass sich immer mehr Menschen zu diesem Schritt regelrecht überwinden. Eben weil es nicht anders geht.
gastli
09. Oktober 2013
Die Zahl der von Armut bedrohten Menschen hat in der achtjährigen Regierungszeit von Bundeskanzlerin Merkel [CDU] nach einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" zugenommen. Seit 2006, dem ersten Jahr nach ihrem Regierungsantritt, sei ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung von 14,0 Prozent auf 15,2 Prozent gestiegen berichtet die Zeitung unter Berufung auf eine ihr vorliegende Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei. Es sind in den acht Jahren Merkel-Regierung über 800.000 ehemalige Mittelschichtler politisch gewollt in die Armut abgestürzt.
gastli
11. Oktober 2013
Männer in Deutschland, die mehr verdienen, leben laut einer Studie länger. Die Lebenserwartung von Männern hängt laut einer Untersuchung offenbar immer stärker vom Einkommen ab. Im Jahr 2008 durften 65-jährige Männer mit hohen Altersbezügen mit einer weiteren Lebenszeit von 20 Jahren rechnen. Ihre Altersgenossen mit niedrigen Renten blieben statistisch gesehen dagegen nur noch 15 Jahre am Leben. Zum Vergleich: Noch Mitte der neunziger Jahre lebte der Bezieher einer hohen Rente in Westdeutschland nur gut drei Jahre länger als Männer mit einer sehr niedrigen Rente. Das geht aus einer Studie des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock hervor.

* Die Rentenreformen greifen. Der Pöbel bekommt politisch gewollt immer weniger Lohn, dazu politisch gewollt auch immer weniger Rente und stirbt dann politisch gewollt auch noch früher. Und da ja auch politisch gewollt das Rentenalter heraufgesetzt wurde, sind diese "Reformen" nur gut für die, die mehr als 6.000 Euro im Monat kassieren.
Achtung: Obwohl gerade einmal 15 Prozent aller Bundesbürger über 6.000 Euro Monatsgehalt bekommen, haben trotzdem weit über 80 Prozent der Wähler CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE gewählt, die unser Rentensystem zum "Altersarmutsytem" umgebaut haben.
gastli
13. Oktober 2013
Ungeachtet heftiger Proteste bleiben CDU und Grüne im Römer dabei, die Finanzierung von Fahrten für 3000 schwerbehinderte Menschen in Frankfurt kräftig zu kürzen. Bisher können die Betroffenen bis zu 4400 Euro im Jahr für Taxifahrten in Anspruch nehmen. Ab 2014 soll die Unterstützung für arme Menschen mit Frankfurt-Pass bei lediglich bis zu 1000 Euro im Jahr liegen. Für alle anderen stehen künftig sogar nur noch 500 Euro im Jahr zur Verfügung.
Meta
Für die Menschen in Ostdeutschland stehen nicht einmal genügend Ärzte zur Verfügung um die dringendsten Behandlungen durchzuführen. 3 - 4 Monate Wartezeiten für Termine ist keine Seltenheit.
gastli
17. Oktober 2013
ZEIT ONLINE: Frau Hausmann, heute am Welternährungstag wird viel darüber berichtet, dass mehr als 800 Millionen Menschen weltweit hungern. Wie viele sind es in Deutschland?

Ute Hausmann: Genaue Zahlen gibt es nicht. Aber die Tafeln erklären, dass sie jede Woche 1,5 Millionen Menschen im Land versorgen. Das Problem ist also groß. Laut Eurostat konnten sich im Jahr 2011 fast neun Prozent der Deutschen nicht einmal jeden zweiten Tag ein Gericht mit Fleisch, Fisch oder einer vegetarischen Alternative leisten. Bei den Alleinerziehenden sind es sogar 18,9 Prozent.

[Ute Hausmann, FIAN Deutschland e.V. , Geschäftsführung, Fallarbeit, Menschenrechtssystem, Recht auf Nahrung in Deutschland]
gastli
17. Oktober 2013
Altersarmut – eine Betroffene berichtet.
WartezoneArmut ist ein hässliches Wort, aber es bleibt noch immer sehr im Allgemeinen. Wie fühlt es sich an, wenn Schuhe kaputt sind, man sich die Reparatur aber nicht leisten kann? Wenn Verwandte erkranken, Hartz IV aber nur eine Fahrt ins Krankenhaus pro Monat erlaubt? Wenn man sich fragen muss, ob man lieber das Internet abbestellt oder auf die Mitgliedschaft in der Leihbücherei verzichtet? Altersarmut ist eine verschärfte Form der Armut, weil sie mit Perspektivlosigkeit einhergeht. Die Aufforderung “Such dir doch einen Job” (schon für manche Junge und Gesunde ist das schwer) wird bei Älteren vollends zum Hohn. Nur politisch kann den Betroffenen geholfen werden. Ellen Diederich berichtet aus eigener Erfahrung.
Meister
"Ellen" hat ja recht.
Die Einen machen Steuerflucht weil sie nicht wissen wohin mit der "Kohle" und die anderen sammeln Flaschen.
Da kann was nicht stimmen in unserer Gesellschaft.
Gerechtigkeit muss natürlich nicht in Gleichmacherei ausarten.

Meister
Meta
Es geht aber nicht um unsere Gesellschaft! Wir leben im Zeitalter der Globalisierung, da kommen viele Regionen mit denen wir zu teilen haben dazu und das schafft die Probleme über die ihr euch beschwert.

Eure Beschwerden sind also krassester Regionalismus = Regionalfaschismus; so gesehen seit ihr alle mit eurem Denken im Faschismus gelandet. Die Reichen werden nur vorgeschoben, deren investiertes Geld sichert euch einen Wohlstand und sorgt dafür, im Rahmen der Globalisierungsinvestitionen, das die ärmeren Länder dieser Erde eine Teilhabe am Wohlstand bekommen. Ich frage mich langsam warum ihr so mißgünstig und egoistisch seit.

Es gibt keinen Ewigkeitsanspruch auf krassesten Wohlstand gegenüber krassester Armut auf dieser Welt. Die Gier der (ca. 1%) der Reichsten dieser Welt sorgt dafür das für alle der Wohlstand weltweit wächst.
gastli
Zitat:
Es gibt keinen Ewigkeitsanspruch auf krassesten Wohlstand gegenüber krassester Armut auf dieser Welt. Die Gier der (ca. 1%) der Reichsten dieser Welt sorgt dafür das für alle der Wohlstand weltweit wächst.


Wohl kaum.

Das Märchen vom freien Markt, der uns allen "Wohlstand" bringt
Der Markt regelt eben alles - zu Gunsten seiner Beherrscher.

Dazu passt auch:

Schiedsgericht der Weltbank: Urteile ohne Volkes Wissen
Sehr gruselig.
Meta
Ich könnte das hier jetzt begründen, das es klappt, es reicht jedoch die Betrachtung der Weltentwicklung um zu sehen das es offensichtlich so ist.

Heutzutage läuft das Reich werden als Gesellschaftsspiel.

Ich würde sagen heutzutage haben wir schon einen überregulierten Markt, ich erinnere diesbezüglich nur einmal an Subventionismus und Protektionismus.

Das völkerrechtliche Verträge nicht über Landesrecht laufen können ist Dir aber schon klar. Das gilt übrigens für alle Wirtschaftsverträge, es wird ja keiner dazu gezwungen diese abzuschließen. Ich vermute mal man wird solche Verträge nur im Bereich der Versorger finden, also nicht bei Autobauern usw..

Ein weiterer Ausnahmefall wären dann inländische Sonderrechte, wie zB. beim Strompreis für Großabnehmer, welche ich gerechtfertigt finde. Ansonsten könnten diese Unternehmer auch wo anders produzieren, bzw. ihren Strom im Ausland kaufen, dann müßten die ja dann Strafzölle zahlen.

Vergleichbar ist der Zustand mit weltweiter Teileproduktion aus denen dann in irgendeinem Land Produkte zusammengebaut werden.
Meta
Eines enttäuscht mich bei der Antwort auf meine Feststellungen; die Reaktionen großer Massen der Linken auf die Globalisierung ist regional äußerst egoistisch, obwohl K. Marx immer von der Weltrevolution gesprochen hat und nicht vom Regionalfaschismus.
Siehe:
Chronik Sozialabbau und Verelendung

Das zeigt mir das die ehemaligen Sozis nie Kommunisten waren und geistig deshalb nicht auf der Bühne der Globalisierung mitspielen. Ihr sogenannter Internationalismus ist geistig arg ins stocken geraten die Problemlösungen werden zunehmend vom ehemaligen und heutigem Klassenfeind erbracht. So gesehen nähern sie sich von Links der rechten Szene an.