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19. Oktober 2011
Sie sind trotz ihres Arbeitsplatzes auf Hartz IV angewiesen - Aufstocker. Ihre Zahl in Schleswig-Holstein steigt. Arbeiten und trotzdem auf Hartz IV angewiesen sein - davon sind immer mehr Menschen in Schleswig-Holstein betroffen. Die Zahl der so genannten Aufstocker ist von März 2007 bis März 2011 um 5400 auf 48.000 Personen gestiegen. Damit gibt es im Norden die gleiche Entwicklung wie auf Bundesebene, wo 1,35 Millionen Aufstocker gezählt wurden. Das ist das Ergebnis einer statistischen Auswertung der Regionaldirektion Nord der Agentur für Arbeit.
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20 Oktober 2011
Im März 2011 waren 127.180 Selbstständige in der Grundsicherung, das sind 93.693 Personen mehr als im Januar 2005. Vergleicht man die Entwicklung der Selbständigen in der Grundsicherung und die aller Selbständigen, so wird deutlich, dass die Zahl der Selbständigen in Deutschland im Zeitraum von 2005 bis 2010 lediglich um 4 Prozent gestiegen ist, wohingegen sich die Zahl der Selbständigen in der Grundsicherung im selben Zeitraum verdreifacht hat.
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21. Oktober 2011
Die Sozialhilfeausgaben in Deutschland sind gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent auf 21,7 Milliarden Euro gestiegen. Das ist der höchste Stand seit der Reform der Sozialhilfe im 2005. Pro Kopf wurden im vergangenen Jahr rechnerisch 266 Euro netto aufgewendet, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. In den ostdeutschen Ländern (mit Berlin) waren die Pro-Kopf-Ausgaben dabei mit 227 Euro deutlich geringer als im Westen (276 Euro).
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24 Oktober 2011
Am Jahresende 2010 erhielten in Deutschland rund 797 000 Personen ab 18 Jahren Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII „Sozialhilfe“). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg die Zahl der Hilfebezieher im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 %.
Die Grundsicherung kann bei Bedürftigkeit von dauerhaft voll erwerbsgeminderten 18- bis 64-Jährigen sowie von Personen im Rentenalter ab 65 Jahren bezogen werden.
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27. Oktober 2011
Von der positiven Wirtschaftsentwicklung ist bei den Tafeln nichts zu spüren. Die Zahl der Hilfesuchenden ist in den vergangenen zwölf Monaten auf etwa 1,3 Mio. Menschen gestiegen. Vor allem Kinder und Senioren sind auf die tafeln angewiesen.
Der Anteil der Senioren hat sich von 12 Prozent im Jahr 2007 auf aktuell etwa 17 Prozent erhöht. Heranwachsende machen bei einigen Tafeln schon einen Anteil von bis zu 40 Prozent aus.
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06. November 2011
Die Reallöhne der deutschen Arbeitnehmer sinken trotz der in den vergangenen Monaten guten Konjunkturlage weiter. Die Lohnsteigerungen seien zuletzt deutlich hinter der Inflation zurückgeblieben,
berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (F.A.S.) unter Berufung auf eine unveröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach ist das monatliche Realeinkommen eines mittleren deutschen Arbeitnehmers zwischen 2008 und 2010 um 1,5 Prozent gesunken, seit 2005 sogar um sieben Prozent.
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10. November 2011
Die Bundesrepublik befindet sich weiter auf den rasanten Weg in eine Niedriglohn-Gesellschaft. Der Existenzdruck trotz Vollzeit-Tätigkeit hat im Jahr 2010 in Deutschland einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach bisher unveröffentlichten Jahresstatistiken der Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2010, die der LVZ vorliegen, arbeitet mittlerweile mehr als jede dritte Frau und nahezu jeder zweite Jugendliche (unter 25 Jahre sowie unter Ausklammerung der Auszubildenden) unterhalb der Niedriglohnschwelle.
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10. November 2011
Wer arm ist, wird schneller krank und ist früher tot. Bereits bisher eine Volksweisheit. Im Dienstag veröffentlichten Gesundheits-Basisbericht 2010/11 wurden nun systematisch Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigung nach Krankheiten von 2,7 Millionen Berlinern mit deren anonymisierten Adressen ausgewertet. Ergebnis: Wer arm ist, ...
"Wenn ich das Bild des Sozialindexes daneben legen würde: sie wären fast deckungsgleich", sagt Sabine Hermann von der Gesundheitsverwaltung. Demnach treten in den armen Gebieten Fettsucht, psychische Krankheiten, Diabetes, chronische Lungenkrankheiten, Rückenschmerzen und Verletzungen besonders häufig auf.
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24. November 2011
Die berühmte Friseurin, die tief im Osten ihr schlechtbezahltes Dasein fristet und in vielen Diskussionen als Modellfall fungiert, lebt mittlerweile im Westteil der Republik. Schleswig-Holstein ist nach den jüngsten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit mittlerweile das Billiglohn-Land Nr.1 in Deutschland. Mit 27 Prozent sind mehr als ein Viertel aller Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor beschäftigt.
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13. Dzember 2011
Wer im Niedriglohnsektor gearbeitet hat, stirbt früher als ein Besserverdiener. Und noch schlimmer: Die Lebenserwartung von Geringverdienern nimmt ab. Experten sehen die Ursache in Reformen auf dem Arbeitsmarkt und im Gesundheitssektor.
gastli
15. Dezember 2011
Arm trotz Arbeit, das ist ein zunehmendes Problem in Sachsen-Anhalt.
Abgenommen hat der Anteil der Normalbeschäftigten in Sachsen-Anhalt. Waren im Jahr 2003 noch 87 Prozent der Arbeitnehmer Vollzeit und unbefristet beschäftigt, sind es heute nur noch 80 Prozent. Dagegen nahm der Anteil der Leiharbeiter von 8.300 im Jahr 2003 auf 23.200 im letzten Jahr zur. Zeitjobs gab es 140.000 (2003: 102.000), Minijobs 118.000 (2003:101.000).
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29. Dezember 2011
Der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist es durch ihr effizientes Wirken gelungen, auch im vergangenen Jahr die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld I drastisch zu reduzieren. Jeder Vierte, der sich jetzt neu arbeitslos meldet, erhält kein Arbeitslosengeld I mehr sondern das geringere ALG II .
Immer mehr Arbeitnehmer müssen vorzeitig in Rente gehen, da sie aus Physischen oder psychichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, und müssen dafür erhebliche Abschläge an ihrer Altersrente erdulden. Von knapp 670.000 Rentenversicherten, die 2010 erstmals eine Altersrente bezogen haben, mussten rund 320.000 Versicherte Abschläge hinnehmen, weil sie nicht bis zum 65. Lebensjahr gearbeitet hatten.
gastli
02. Januar 2012
Viele Obdachlose müssen den Winter nach Einschätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) auf der Straße verbringen. "Die Zahl der Notunterkünfte in Deutschland reicht nach unseren Informationen nicht aus", sagte der BAGW-Geschäftsführer Thomas Specht der Nachrichtenagentur dapd.
Die Gesamtzahl der Wohnungslosen habe in den vergangenen zwei Jahren stark zugenommen. "Wir müssen feststellen, dass sich die Armut und die Wohnungsnot in Deutschland drastisch verstärkt haben", sagte Specht. Von 2008 bis 2010 habe der Dachverband sozialer Dienste und Einrichtungen für wohnungslose Personen einen Anstieg der Wohnungslosenzahlen um rund zehn Prozent verzeichnet, erklärte Specht. Insgesamt seien derzeit rund 250.000 Menschen ohne Zuhause.
as65
Frage: Warum gibt es trotz Hart IV Obdachlose ?
kritiker
vielleicht, weil dieser "staat" für seine ausgediehnten sklaven einfach keine verwendung mehr hat, mehr haben will? denn nicht jeder der alg II beziehen muß ist ein außenseiter dieser "gesellscaft"!
bis dann
gastli
10 Januar 2012
Die Kaufkraft der 20,2 Millionen Rentner in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Die Ruheständler hatten nach Abzug der Inflation 1,8 Prozent weniger Geld im Portemonnaie. Insgesamt sei die Kaufkraft der Rentner damit seit 2004 um insgesamt 8,8 Prozent gesunken.
gastli
12. Januar 2012
Rund zwei Milliarden Euro musste der Bund nach einem Bericht im vorigen Jahr aufwenden, um Geringverdienern mit Vollzeitjob das Existenzminimum zu sichern. Rechne man noch sozialversicherungspflichtige Teilzeitjobber hinzu, hat der Staat sogar vier Milliarden Euro über Hartz-IV-Leistungen beigesteuert.
gastli
20.Januar 2012
In Mecklemburg-Vorpommern kommen mehr als 50 000 Beschäftigte ohne monatliche zusätzliche Finanzhilfen vom Steuerzahler mit ihrem Lohn nicht mehr über die Runden.
Fast ein Drittel der betroffenen Frauen und Männern gingen acht Stunden und mehr arbeiten und müssen trotzdem Hartz-IV-Geld beantragen, geht aus einer Analyse der Bundesanstalt für Arbeit hervor. Auch knapp 9000 sozialversicherungspflichte Teilzeitbeschäftigte sowie 4000 Selbstständige erhielten Zusatzleistungen vom Amt, um das Existenzminimum zu sichern. Drei Jahre zuvor waren 2800 Selbstständige auf Hilfe angewiesen.
gastli
24. Januar 2012
Die Rentenversicherung Mitteldeutschland erwartet im Osten in den nächsten Jahren einen Anstieg der Altersarmut. Der Anteil der Menschen, die Grundsicherung im Alter bekommen - deren Rente also niedriger als der Hartz-IV-Satz ist - werde steigen.