RudiRatlos
Ich kann mir durchaus vorstellen dass es Leute gibt welche deine Beiträge gar nicht lesen, um so erschreckender ist es dass du, @gastli vermutlich selbst zu diesen gehörst. Letztes Beispiel von vielen sind die Beiträge vom 14. und 19. Mai hier in diesem Thema.
gastli
31. Mai 2011
76 Prozent der Vollzeit-Beschäftigten (!) unter 25 Jahre werden mit Niedriglöhnen abgespeist - so die offizielle Antwort von Schwarz/Gelb auf eine kleine Anfrage der LINKEN im Bundestag.
31. Mai 2011
Selbst Schwarz/Gelb musste auf Anfrage der LINKEN zugeben, dass für eine Rente oberhalb der Grundsicherung (684 Euro monatlich) knapp 29 Entgeltpunkte nötig sind, die man bei 45 Jahren Vollzeitarbeit nur mit einem Stundenlohn von 10 Euro erreicht - und selbst die 10-Euro-Mindestlohnforderung der LINKEN folgerichtig noch zurückhaltend ausfällt.
31. Mai 2011
Schwarz/Gelb sieht keine Notwendigkeit, dass man Behinderten mehr als 80 Prozent des Hartz4-Satzes zukommen lässt. Und die SPD hat dem auch im Bundesrat lachend zugestimmt. Denn Behinderte sind in den Augen von CDU/CSU, FDP und SPD eben auch nur zu 80 Prozent richtige Menschen.
gastli
02. Juni 2011
Die
Frankfurter Rundschau beleuchtet die Situation von armen Menschen in Deutschland, die sich keine Medikamentenzuzahlungen, Praxisgebühr und Krankenhausgeld - geschweige denn die Fahrtkosten zum Arzt leisten können. Viele sind dazu nicht imstande und gehen zu spät zum Arzt.
gastli
07.Juni 2011
Länger andauernde Arbeitslosigkeit erhöht das Risiko, vorzeitig zu sterben. Nach Angaben des Magazins “Baby und Familie” klettert die Gefahr, einen verfrühten Tod zu erleiden bei einem Jobverlust um 63 Prozent nach oben. Bei Männern steigt das Risiko noch deutlich höher und zwar um 78 Prozent, bei Frauen um 37 Prozent. Die Zahlen basieren auf der Auswertung von 42 Studien mit insgesamt 20 Millionen Teilnehmern durch Wissenschaftler der Stony-Brook-Universität in New York.
gastli
29. Juni 2011
Seit dem Jahr 2000 sinken die von der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) ausgezahlten individuellen Beträge für Neurentner. Wer heute in Rente geht, erhält im Schnitt sieben Prozent weniger als vor zehn Jahren. Gleichzeitig beziehen immer mehr Menschen im Alter gesetzliche Grundsicherung - analog der reduzierten so genannten „Sozialhilfe“ bzw. dem heutigen offenen Hartz-IV-Strafvollzug.
gastli
30. Juni 2011
Aus einer Langzeit-Studie, die die Ärztekammer Niedersachsen am Mittwoch in Hannover vorgestellt wird, geht hervor, dass arme Bevölkerungsschichten keine ausreichende medizinische Versorgung erhalten. Für die Studie wurden rund 16.000 Behandlungsfälle von sozial Bedürftigen aus einem Zeitraum von 10 Jahren ausgewertet. Es zeigte sich, dass immer mehr Menschen die Praxisgebühr und die Zuzahlungen nicht mehr bezahlen können und deshalb den Arztbesuch scheuen.
gastli
01. Juli 2011
Rentner erhalten 0,99% mehr Rente. Die Preissteigerungsrate beträgt rund 2,3 Prozent. Das entspricht einer Rentenkürzung um rund 1,31%.
kritiker
| Zitat: |
gastli hat am 01. Juli 2011 um 08:14 Uhr folgendes geschrieben:
... Das entspricht einer Rentenkürzung um rund 1,31%. |
und trotzdem jammern die alten immer noch, wir können ja nichts dagegen tun. man könnte glatt meinen, alle rentner sind senil, sind sie aber nicht, aber getan wird (außer jammern) nichts!
ich höre fast jeden montag: geht mich nichts an, ich bin rentner! wie blöd muß man sein um solchen müll von sich zu geben?
bis dann
RudiRatlos
| Zitat: |
kritiker hat am 01. Juli 2011 um 22:42 Uhr folgendes geschrieben:
wie blöd muß man sein um solchen müll von sich zu geben?
bis dann |
Und du sagst den Rentnern diese Worte natürlich so ins Gesicht jeden Montag. Aber regst dich auf dass sie dich dann stehen lassen.
Anscheinend sind deine "Argumente"zu dürftig als dass einer der Beleidigten sich von dir "bekehren" ließe. Mich wundert dass nicht.
Die Rentner wissen sehr wohl dass von ihren Einkünften trotz "Erhöhung" am Ende doch weniger übrig bleibt. Was aber sollen "Austände" jeglicher Art an der inflationären Entwicklung ändern? Etwa den Systemsturz?... Und dann? Kannst du eine Alternative anbieten mit der sich angefreundet werden kann?
gastli
03. Juli 2011
Empfängerquoten von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II), Januar 2011
Kinder unter 15 Jahren und Leistungsempfänger insgesamt in % der Bevölkerung, nach Bundesländern
(pdf)
gastli
05. Juli 2011
Die Zahl der Bundesbürger, die im Rentenalter und wegen Erwerbsminderung von staatlicher Grundsicherung leben müssen, ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Nach Auskunft der Bundesregierung sind aktuell 764 000 Personen auf diese Sozialleistung angewiesen. Bei der Einführung der Grundsicherung vor acht Jahren waren es 440 000. Das entspricht einer Steigerung von über 74 Prozent.
gastli
06. Juli 2011
Kinderarmut, Diskriminierung, Pflegenotstand - und kaum Programme gegen das soziale Gefälle: Die Vereinten Nationen haben Deutschland wegen seiner Gesellschaftspolitik scharf kritisiert. In ihrem aktuellen Staatenbericht gibt sich die Uno "tief besorgt" - und fordert die Bundesregierung zum Handeln auf.
* Eine in der Nordsee treibende Eisscholle besitzt wohl einen wesentlich höheren Kuschelfaktor als dieses Land.
gastli
13. Juli 2011
Manfred Birk hatte sich auf seinen Lebensabend gefreut. Nach fast 38 Berufsjahren als Handwerker ist der 79-jährige Witwer jetzt sauer. Er fühlt sich um seine Rente betrogen. "Meine Miete und Fixkosten haben sich fast verdoppelt, die Inflation schlägt voll durch. In elf Jahren habe ich dadurch 30 Prozent meiner Rente verloren", sagt der Wuppertaler. "Ich habe unterm Strich 400 Euro zum Leben, da muss ich scharf kalkulieren, da kann man keine großen Sprünge machen, auch keinen Urlaub."
Krankheitsbedingt brauche er Akupunktur, die aber von der Kasse nicht bezahlt werde. "Ich fühle mich arm und reingelegt. Wenn ich aber das Elend der Flaschensammler sehe, dann kommt mir erst richtig die Wut hoch."
Alte Menschen, die Pfandflaschen aus dem Müll holen. Runzlige Mütterchen, die um eine milde Gabe bitten, oder Ergraute, die im Discounter mit den billigsten Waren zur Kasse kommen. Altersarmut in Deutschland ist sichtbar geworden.
"Es ist traurig und erschreckend, wenn alte Menschen in unseren Beratungen sagen, sie wissen nicht, ob sie das Brot oder das Medikament kaufen sollen", erzählt Manuela Anacker vom Sozialverband VdK in Düsseldorf. Über drei Millionen Rentner sind laut VdK arm oder von Armut bedroht, leben am oder unter dem Existenzminimum.
holgersheim
Laut einer Studie der Gemeinnützigen Gesellschaft für Verbraucher und Sozialberatung (GVS) erhalten Hartz IV Bezieher zu wenig finanzielle Hilfen für Stromkosten. Vielfach müssen Betroffenen draufzahlen.
Nur 321,80 Euro stehen für Stromkosten zur Verfügung
Die GVS ermittelte, dass im regulär gültigen Hartz IV Regelsatz für einen Alleinstehenden pro Jahr etwa 321,80 Euro für Stromkosten zur Verfügung stehen. Der Strom des kostengünstigsten Stromanbieters für einen Single-Haushalt im Bundesland Sachsen beträgt allerdings 435,50 Euro. Dem Haushalt fehlt demnach ein Betrag von 113 Euro. In anderen Bundesländern sah es indes nicht besser aus. So mussten Hartz IV Betroffene in Thüringen sogar 147 Euro jährlich zusätzlich von den Regelleistungen für Strom ausgeben. Eine vierköpfige Bedarfsgemeinschaft in Sachsen könne demnach bis zu 524 Euro jährlich an Stromschulden anhäufen. In Thüringen beträgt der Fehlbetrag 346 Euro, in Sachsen Anhalt 393 Euro. Würde man diesen Betrag auf alle neuen Bundesländer hochrechnen, so ergebe sich ein Fehlbetrag von rund 70 Millionen Euro. Eben jener Betrag wird Arbeitslosengeld II Beziehern vorenthalten, obwohl die Stromkosten nicht von den Regelleistungen zu tragen sind.
Keine Flucht in Billigtarife möglich
In Jobcentern werden Betroffene regelmäßig abgewimmelt. Sachbearbeiter argumentieren, die Betroffenen könnten sich nach einem kostengünstigsten Anbieter umschauen. Doch in aller Regel sind Hartz IV Bezieher auf kommunale Grundversorger wie die Stadtwerke angewiesen, weil private Stromanbieter zunächst die Kreditwürdigkeit und das Einkommen des Kunden prüfen. In den meisten Fällen werden Kunden aufgrund des ALG II-Bezuges abgelehnt. Hartz-IV-Empfängern ist demnach die Flucht in Billigtarife verwehrt.
Hartz IV Bezieher müssen beim Essen sparen
In einer Erklärung kritisierte der Paritätische Wohlfahrtsverband diese Entwickelung. „Hartz IV-Empfänger sind gezwungen am Essen und anderen Dingen zu sparen, um die Stromkosten bezahlen zu können“. In den letzten Jahren ist zudem der Strompreis schrittweise erhöht worden. Wirtschaftsökonomen bezifferten den durchschnittlichen Anstieg mit 8 bis 10 Prozent. Rudolf Martens, Leiter der Forschungsstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sagte: "Hier wurde jede Chance genutzt, bei der Berechnung des Hartz-IV-Satzes selbst an kleinsten Beträgen zu sparen."
Unterdeckung in ganz Deutschland
Die Situation ist in ganz Deutschland vorhanden. In kaum einem Bundesland können Hartz IV Bezieher die Stromkosten vollständig bezahlen, ohne drauf zahlen zu müssen. Allerdings ist das Problem der Unterdeckung der Hartz IV Sätze in Ostdeutschland am Größten, weil hier prozentual am meisten Menschen das Arbeitslosengeld II beziehen. Zudem verlangen die Stromanbieter die höchsten Strompreise im Vergleich zu den restlichen Bundesländern. Die Studie wurde im Auftrag des MDR Fernsehen durchgeführt. (sb)
gastli
14. Juli 2011
Viele Deutsche können sich den Tod nicht leisten
Armenbegräbnis wollte man es nicht nennen, deshalb heißt die Übernahme der Bestattungskosten durch die Sozialämter ganz hübsch Sozialbestattung. Es gibt sie, seit die rot-grüne Bundesregierung 2004 das Sterbegeld aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen strich. Dass die Zahl dieser Bestattungen in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen hat, zeigt jetzt die Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. Demnach stieg die Zahl der Sozialbestattungen von 2006 bis 2009 um 38 Prozent. Die Kosten für die Begräbnisse erhöhten sich im selben Zeitraum von 41,3 Millionen Euro auf 52,8 Millionen Euro.
Im gesamten Bundesgebiet mussten die Sozialämter 2009 in insgesamt 19.106 Fällen die Kosten für ein Begräbnis übernehmen, weil weder die Verstorbenen selbst entsprechend vorsorgen konnten, noch die Hinterbliebenen in der Lage waren, ihre Bestattung zu bezahlen.
gastli
18. Juli 2011
Gesetzlich Versicherte warten 71 Tage auf einen Termin beim Facharzt, Privatpatienten nur 19 Tage. In dieser Deutlichkeit dürften die Zahlen bislang nicht bekannt sein, aber letztlich nur folgerichtig für dieses System.
Wer sich eine Privatkrankenkasse leisten kann, gehört zum wertvolleren Leben. Und dieses muss natürlich bevorzugt werden. Wer sich Privatversicherungen nicht leisten kann, ist vergleichsweise eher unwertes Leben, welches ruhig auf seine fachärztliche Behandlung warten kann.
gastli
19. Juli 2011
Nettolöhne sinken: Wachstum bringt Arbeitnehmern nichts ein. Seit der Jahrtau-sendwende ist die Wirtschaft ordentlich gewachsen. Die Arbeitnehmer spüren davon allerdings nichts. Vor allem Geringverdiener haben real sogar weniger in der Ta-sche. Wirtschaftsweise kritisieren die Untätigkeit der Bundesregierung... Bei Beschäf-tigten in den unteren Einkommensgruppen hätten die Einbußen 16 bis 22 Prozent betragen, berichtet die „Berliner Zeitung“ unter Berufung auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Im Durchschnitt aller Beschäftigten seien die Nettoge-hälter zwischen 2000 und 2010 preisbereinigt um 2,5 Prozent zurückgegangen. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger warf der Bundesregierung Untätigkeit vor. „Es gibt Möglichkeiten, die Löhne zu stabilisieren. Doch die Politik interessiert sich nicht da-für“, sagte er dem Blatt. Bofinger plädierte dafür, Arbeitnehmer bei den Sozialabgaben zu entlasten. So sollten die Arbeitgeber künftig wieder die Hälfte der Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung übernehmen. „Eine solche Rückkehr zur Parität würde den Staat keinen Cent kosten“, betonte der Professor an der Universität Würzburg. Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit sprach sich für einen Mindestlohn aus. Im Niedriglohnsektor gebe es inzwischen Auswüchse, „die man beschäftigungspo-litisch nicht rechtfertigen kann“, erklärte der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller.“
[
www.stern.de/wirtschaft/news/nettoloehne...ern-nichts-ein- 1707542.html; 19. Juli 2011]
gastli
04. August 2011
Die Altersarmut in Deutschland betrifft einen immer größeren Personenkreis. Nach einer Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) lag die Rente in fast jedem 9. Rentnerhaushalt unterhalb der Armutsgrenze. Als arm gilt ein Ruheständler, der über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügt.
04. August 2011
An den Kindern in Deutschland geht der wirtschaftliche Aufschwung völlig vorbei: Jedes dritte droht, in die Armut abzurutschen. Besonders gefährdet sind Kinder, die bei Alleinerziehenden aufwachsen. Dies geht aus einem Bericht des Statistischen Bundesamts in Berlin hervor.
gastli
10. August 2011
Inzwischen arbeiteten in Nordrhein-Westfalen aber 25 Prozent der Menschen für Löhne unter acht Euro.
10. August 2011
Jedes zweite Kind, das in Schleswig-Holstein 2009/2010 in die Schule kam, hatte mindestens eine Auffälligkeit wie Über- oder Untergewicht. Bei jedem vierten einzuschulenden Kind lag eine Sprachauffälligkeit vor. Verhaltensauffälligkeiten oder Ernährungsstörungen wurden bei jedem fünften Kind festgestellt.
gastli
12. August 2011
Wer wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr arbeiten kann, erhält oft nur noch eine Minirente. Binnen zehn Jahren ist der durchschnittliche Zahlbetrag bei neu bewilligten Erwerbsminderungsrenten für Männer von 817 auf 672 Euro im Monat abgesackt, wie der Sozialverband Deutschland vorrechnete.
12. August 2011
Rund 17.000 Patienten kommen nach Expertenschätzungen jährlich durch Pflege- und Versorgungsmängel in deutschen Krankenhäusern zu Tode. Gerade ältere Menschen, die sich nicht wehren können, werden zu Opfern. Nachlässige Pflege, Krankenhauskeime, falsche Medikamentengabe - die Liste der Fehler im Klinikalltag ist lang. Schuld ist der drastische Personalabbau bei Pflegekräften sowie fehlende ärztliche Fürsorge und Verantwortlichkeit.
12. August 2011
Sowohl 18 bis 25-Jährige als auch Menschen ab 60 Jahren schlittern immer häufiger in die Privatinsolvenz. en größten Anteil aller Privatinsolvenzen stellt mit 32,1 Prozent die Altersgruppe der 46- bis 60-Jährigen dar, dicht gefolgt von den 36- bis 45-Jährigen (30,1 Prozent). Lediglich die Quote der 26- bis 35-Jährigen ist laut der Studie verhältnismäßig gering (23,8 Prozent). Die Hauptursachen für Privatpleiten sind wie auch in den Vorjahren berufliche Miseren, wie z. B. ein dauerhaftes Niedrigeinkommen, Arbeitslosigkeit oder eine gescheiterte Selbstständigkeit.