Chronik Sozialabbau und Verelendung

gastli
15. März 2011
Die Berliner Tafel: Hinter dem Unternehmen steckt eine ausgeklügelte Logistik: 600 Helfer sorgen täglich dafür, dass bedürftige Menschen sich an 45 Lebensmittelausgabestellen in Berlin Essen abholen können. Monatlich werden 550 Tonnen Lebensmittel -- darunter Brot, Obst, Joghurt und Gemüse -- an etwa 125.000 hilfsbedürftige Berliner verteilt. Ein Großteil der Lebensmittel stammt von weit über 300 Spendern aus Industrie und Wirtschaft. 19 Transporter der Tafel sind rund um die Uhr im Einsatz. Etwa 350 soziale Einrichtungen wie Bahnhofsmissionen werden beliefert. Auch spezielle Kinderrestaurants werden unterstützt, egal ob die Kleinen bedürftig sind oder nicht.
RudiRatlos
16.3.2011

Zitat:
Das BMAS gab gestern bekannt, dass nach den nun vorliegenden Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) und der Deutschen Rentenversicherung Bund die Ruheständler in Deutschland zum 1. Juli 2011 eine Rentenerhöhung von 0,99 Prozent erhalten. Damit steigt der aktuelle Rentenwert in den alten Ländern von gegenwärtig 27,20 Euro auf 27,47 Euro, in den neuen Bundesländern von gegenwärtig 24,13 Euro auf 24,37 Euro. Am 13. April soll das Bundeskabinett die Rentenerhöhung beschließen

http://www.versicherungsjournal.de/versi...juli-107331.php



Wow, doch so viel..., meine Fresse. großes Grinsen
SirBernd
jo, bei einer Teuerungsrate(Inflation) von milde gerechneten ca 1,1% im letzten Jahr Augenzwinkern
Meister
Zitat:
SirBernd hat am 16. März 2011 um 01:25 Uhr folgendes geschrieben:
jo, bei einer Teuerungsrate(Inflation) von milde gerechneten ca 1,1% im letzten Jahr Augenzwinkern




Die runden auf und runden ab, ganz wie es ihnen gerade in den Kram passt.

Wenn ich auf den Topf hocke, muss auch hinten was raus kommen, pinkeln kann ich auch wo anders. großes Grinsen



Frettchen.
gastli
16. März 2011
Die Weimarer Tafel erhöht ihren Obulus von 1 Euro auf 2 Euro. Begründet wird dieser Schritt mit gestiegenen Energiekosten. Nicht nur schändlich, daß ein modernes Land wie Deutschland Armenspeisung nötig hat, Schande ist, daß man den Armen jetzt auch noch 2 Euro für etwas abgelaufene Lebensmittel abknöpft.
gastli
18. März 2011
Im September 2010 lebten 1,72 Millionen Kinder unter 15 Jahren in einem Haushalt, der Hartz-IV-Leistungen erhielt. Das ist fast jedes sechste Kind in Deutschland.
Im September 2010 lag die Quote der Hartz-IV-Empfänger in der Gesamtbevölkerung im Alter bis 65 Jahren bei zehn Prozent, bei den Kindern unter 15 Jahren hingegen bei 16 Prozent.
Meister
Wie der Korrespondent der ARD gestern berichtet, sind in Japan, sogenannte Freiwillige Arbeitslose, zum AKW geschickt worden. Ja
So lernen auch Arbeitslose "zu Strahlen".
Da geht es doch unseren Hartzern in Deutschland bis jetzt,......... noch viel besser. Ja
Wie die geheimen Planungen für den Fall "X" aussehen, entzieht sich meiner Kenntnis, sonst wehren sie ja auch nicht Geheim.




Frettchen.
gastli
26: März 2011
Berlin stellvertretend für alle Städte.
Kinder in ärmeren Wohngegenden werden häufiger krank. Das ergab der Bericht "Sozialstruktur und Kindergesundheit" der Senatsverwaltung für Gesundheit. Demnach unterscheidet sich die soziale und die gesundheitliche Lage der Familien mit Kindern im Einschulungsalter in den verschiedenen Berliner Stadtteilen deutlich. So häufen sich in den Wohngebieten mit schlechter Sozialstruktur auch gesundheitliche Risiken. Dies betrifft insbesondere Gesundbrunnen, Wedding, Kreuzberg Nord, Kreuzberg Ost und Neukölln.
gastli
09. April 2011
30 Prozent der unter 15-Jährigen in Bremen hatten Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen. Nur im Stadtstaat Berlin liegt die Quote der Kinderarmut mit 35,7 Prozent noch höher. Bundesweit gelten 20,2 Prozent der Kinder als arm. In Niedersachsen sind es 15,6 Prozent. Besonders dramatisch ist die Lage in Bremerhaven mit 37,2 Prozent. Niedersachsenweit liegen Wilhelmshaven (31,1 Prozent) und Delmenhorst (29,8 Prozent) auf traurigen Spitzenplätzen.
gastli
15. April 2011
Stets systemtreu verlogen - wird die Meldung den Rentnern anders verkauft und man zaubert einen virtuellen Aufschwung herbei:
Das Bundeskabinett hat die sogenannte Rentenwertbestimmungsverordnung 2011 beschlossen. Damit werden die Renten zum 1. Juli um 0,99 Prozent erhöht.
Aber … wenn das aber nicht wäre:
Inflation steigt auf über zwei Prozent
Getrieben von der teureren Energie, sind die Verbraucherpreise in Deutschland im März um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
gastli
19. April 2011
2,5 Mio Kinder wegen Hartz IV-Sätze in Gefahr der Mangelernährung
Weil auch die "neuen" Hartz4-Regelsätze für Kinder nicht berechnet, sondern politisch festgelegt wurden, droht weiterhin Mangelernährung. Für die festgelegten 2,62 Euro bzw. 3,22 Euro täglich ist keine ausreichend gesunde Ernährung zu bekommen - wie die Uni Hohenheim feststellt [PDF].
Und dieses Dokument [PDF]
RudiRatlos
In der zweiten verlinkten Studie ist folgendes zu lesen:

Zitat:
Ob das insgesamt eher ungesündere Ernährungsverhalten allein durch finanzielle Zwänge oder auch durch mangelndes Wissen oder geringeres Interesse bzw. geringere Aufmerksamkeit gegenüber einer gesunden Ernährung erklärt werden kann, müsste im Einzelnen untersucht werden...


Und genau hier liegt m.E. ein Ansatzfehler vor. Der Schwerpunkt wird lediglich auf den finanziellen Aspekt begrenzt, Zahlungen wie etwa Kindergeld, -zuschlag oder Elterngeld wird gänzlich ausgeklammert und eben dieser zitierte entscheidende Faktor.

Mir ist sehr wohl bewußt was Kinder an Kosten verursachen, ich habe derer 13; davon 6 noch im Haushalt; wie bekannt. Aber auch in finanziell schwierigen Zeiten lag das Hauptaugenmerk bei uns zu aller erst in einer ausgewogenen Ernährung (wofür ich keine Studien zurate ziehen musste), danach Kleidung und Gelder für Freizeiten usw... .

Laut dieser Studie sind 37% vom ALG II für Ernährung, Getränke und Tabakwaren vorgesehen, für Kinder anteilig 60% bzw. 80% davon was am 37%-Satz nichts ändert. Außer das die Kleinen wohl eher weniger qualmen als Erwachsene. Wo hier Sparpotenzial liegt brauche ich sicher nicht extra zu erwähnen. Den Aufschrei ich gönnte den Leuten nicht das Bierchen oder die eine oder andere Kippe kann hierbei getrost ignoriert werden.
gastli
26 April 2011
Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im März 2011 um 6,2% höher als im März 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg der Index gegenüber dem Vormonat Februar um 0,4%.

Die Preissteigerungen für Energie waren im März 2011 für gut die Hälfte der gesamten Jahresveränderungsrate verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war Energie um 10,5% teurer, gegenüber Februar 2011 erhöhten sich die Preise um 1,2%.
Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise im März 2011 um 4,4% höher als im März 2010. Gegenüber Februar 2011 stiegen sie um 0,2%.

Bei den Hauptenergieträgern zeigten die Mineralölerzeugnisse gegenüber dem Vorjahresmonat die höchste Preisveränderung. Sie kosteten im März 2011 insgesamt 18,1% mehr als im März 2010 (leichtes Heizöl + 35,2%, Dieselkraftstoff + 19,5%, Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff + 12,3%, Motorenbenzin + 9,1%). Im Vormonatsvergleich stiegen die Preise für Mineralölerzeugnisse um 5,0% (leichtes Heizöl + 9,0%, Motorenbenzin + 4,9%, Dieselkraftstoff + 4,5%, Flüssiggas als Kraft- oder Brennstoff – 2,6%).

Die Preise für Erdgas lagen im März 2011 um 14,2% über dem Vorjahresstand (– 0,2% gegenüber Februar 2011). Für Haushalte war Erdgas 3,5% teurer als ein Jahr zuvor (unverändert gegenüber Februar 2011). Ortsgasversorgungsunternehmen, die Erdgas an unterschiedliche Typen von Endverbrauchern absetzen, mussten 18,8% mehr bezahlen (– 0,3% gegenüber Februar 2011).

Für elektrischen Strom lagen die Preise über alle Abnehmergruppen hinweg betrachtet 5,8% höher als im März 2010. Gegenüber Februar 2011 stiegen die Preise um 0,2%. Für Haushalte war Strom 7,2% teurer als im März 2010, gegenüber Februar 2011 zahlten sie 0,6% mehr. Sondervertragskunden mussten 10,7% mehr bezahlen als im Vorjahresmonat (+ 1,3% gegenüber Februar 2011).

Die Preise für Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) stiegen seit März 2010 um 7,7% (+ 0,1% gegenüber Februar 2011) und erreichten damit einen neuen Höchststand. Zu der hohen Veränderungsrate trugen vor allem die Preise für Metalle bei. Sie lagen um 18,5% höher als im März 2010 (– 0,6% gegenüber Februar 2011). So war etwa Walzstahl um 26,0% teurer als im März 2010 (+ 1,2% gegenüber Februar 2011). Getreidemehl kostete 54,3% mehr als im März 2010 (+ 0,7% gegenüber Februar 2011), Futtermittel für Nutztiere waren 39,3% teurer (– 0,9% gegenüber Februar 2011). Für Papier und Pappe musste 12,7% mehr bezahlt werden (+ 1,0% gegenüber Februar 2011), chemische Grundstoffe kosteten 8,9% mehr (+ 1,1% gegenüber Februar 2011).

Die Preise für Verbrauchsgüter erhöhten sich im März 2011 gegenüber März 2010 um 3,6%. Gegenüber Februar 2011 stiegen sie um 0,3%. Nahrungsmittel waren 6,6% teurer als im Vorjahresmonat (+ 0,4% gegenüber Februar 2011). Butter und andere Fettstoffe aus Milch kosteten 41,5% mehr als ein Jahr zuvor (+ 8,7% gegenüber Februar 2011), Milch war 9,2% teurer (+ 1,0% gegenüber Februar 2011). Die Preise für Frucht- und Gemüsesäfte waren um 34,8% höher (+ 1,3% gegenüber Februar 2011), Kaffee kostete 17,4% mehr als im März 2010 (+ 5,2% gegenüber Februar 2011).

Die Preise für Gebrauchsgüter erhöhten sich im März 2011 gegenüber März 2010 um 1,4%, für Investitionsgüter um 1,0%.
gastli
26. April 2011
Jeder vierte Erwerbstätige in Deutschland geht einer geringfügig entlohnten Arbeit nach. Seit Herbst 2003 ist die Zahl der Minijobber um 27 Prozent gestiegen, geht aus Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Während im September 2003 lediglich 5,75 Millionen Männer und Frauen geringfügig beschäftigt waren, sind es sieben Jahren später 7,309 Millionen gewesen - knapp 1,6 Millionen mehr
gastli
05. Mai 2011
59 Prozent der befragten Bürger sind laut des aktuellen AWO Sozialbarometers der Ansicht, dass sich die Arbeitsbedingungen in den letzten fünf Jahren in Deutschland eher verschlechtert haben. In der Altersgruppe zwischen 49-59 Jahre sind so gar 67 Prozent dieser Ansicht.
gastli
05. Mai 2011
Der Wegwerfmann Eingestellt, entlassen, eingestellt, entlassen.
Herr X ist ein Leiharbeitnehmer. Notgedrungen hält er sich dort auf, wo das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) wirkt. Wo es sogenannte Leih- oder Zeitarbeitsfirmen gibt, die sich eine Schar von Arbeitnehmern halten, obwohl sie gar keine Arbeit zu vergeben haben. Die daran verdienen, dass sie diese Menschen an andere Firmen ausleihen und sich einen Teil des Lohnes nehmen, der ihnen dort gezahlt wird. Bis 1967 war es in der Bundesrepublik verboten, auf diese Weise Profit zu erwirtschaften.
RudiRatlos
Zitat:
gastli hat am 05. Mai 2011 um 08:06 Uhr folgendes geschrieben:
Bis 1967 war es in der Bundesrepublik verboten, auf diese Weise Profit zu erwirtschaften.


Dies passt genau zum Anfang vom Ende der sozialen Marktwirtschaft. Ja
gastli
14. Mai 2011
Zahl der Aufstocker wieder gestiegen. Immer mehr Berufstätige müssen auch Hartz IV beziehen. Laut Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit gab es 2010 durchschnittlich rund 1,4 Millionen so genannte Aufstocker – 4,4 Prozent mehr als 2009. Nach Einschätzung von Experten gibt es dafür mehrere mögliche Ursachen.
Es gibt dafür exakt eine Ursache. Sie heißt Neoliberalismus.
gastli
14. Mai 2011
Trotz der wirtschaftlichen Erholung drohen vielen Beschäftigten in Deutschland in diesem Jahr Reallohnverluste. Da die tariflichen Stundenlöhne im Durchschnitt nur um 1,7 Prozent stiegen und der erwartete Preisanstieg bei rund 2,4 Prozent liege, werden die Tarifeinkommen real sinken.
gastli
19. Mai 2011
Die Löhne werden in diesem Jahr real um 0,7 Prozent sinken. Die Tariflöhne werden zwar um rund 1,7 Prozent steigen, die Inflation wird aber 2,4 Prozent der Gehälter wieder auffressen.