gastli
26. Januar 2011
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland bleibt nach Ansicht der Bundesagentur für Arbeit (BA) auch 2011 unsicher. "Bei den Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe haben wir das Vorkrisenniveau trotz des Aufschwungs noch nicht wieder erreicht", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise laut einem Vorabbericht vom Donnerstag "Spiegel Online".
Mehr befristete Stellen und Zeitarbeit, außerdem geringere Löhne – damit rechnet der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Hans-Jürgen Weise.
gastli
27. Januar 2011
Die Einkommens-Mittelschicht in Deutschland schrumpft, auch wenn die Arbeitslosigkeit zurückgeht. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW/Berlin) in neuen Berechnungen.
Danach wird die Gruppe der mittleren Einkommensbezieher seit Jahren kleiner und nahm auch 2008 erneut ab: Binnen Jahresfrist von 59,2 Prozent auf 58,7 Prozent. Zehn Jahre zuvor lag ihr Anteil noch bei 64,3 Prozent.
gastli
03. Februar 2011
Die Löhne und Gehälter in Deutschland sind zwischen 2000 und 2010 weit hinter den Gewinn- und Kapitaleinkommen zurückgeblieben. Die durchschnittlichen Bruttoverdienste pro Beschäftigtem sind real - also nach Abzug der Inflation - im vergangenen Jahrzehnt sogar gesunken: 2010 lagen sie um vier Prozent niedriger als im Jahr 2000. Zu diesem Ergebnis kommt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Dr. Reinhard Bispinck, im neuen Tarifpolitischen Jahresbericht des WSI. Sieben Mal, 2001 sowie in den sechs Jahren zwischen 2004 und 2009, mussten die Beschäftigten Reallohnverluste hinnehmen.
gastli
04. Februar 2011
Fast die Hälfte der 566.000 Stellen, die im letzten Jahr geschaffen wurden, entfielen auf die Zeitarbeit. Rund eine Million Leiharbeiter gibt es inzwischen, und sie verdienen deutlich weniger als Arbeitnehmer, die direkt bei einer Firma angestellt sind. 2009 lag der Durchschnittslohn der Leiharbeitskräfte in Deutschland bei 1400 Euro - brutto (!). Etliche hatten sogar weniger als 1000 Euro im Monat.
Meister
Es kann nur noch besser werden?
Wenn es erst auch noch Urlaubsgeld, für sozial-schwache gibt.
Frettchen.
gastli
19. Februar 2011
Deutschland ist neben Japan das einzige Industrieland, bei dem im vergangenen Jahrzehnt die Reallöhne sanken. Wie die Internationale Arbeitsorganisation ILO in ihrem "Global Wage Report 2010/11" feststellt sind die preisbereinigten globalen Durchschnittslöhne von 2000 bis 2009 um knapp ein Viertel gestiegen. In Japan dagegen sind sie um 1,8 % gesunken, in Deutschland gar um 4,5 %. Spitze!
19. Februar 2011
Dumping-Löhne in der Zeitarbeitsbranche kommen den Steuerzahler teuer zu stehen. Fast 40 Millionen Euro musste der Bund allein im Juni 2010 zuschießen, um die niedrigen Gehälter von Leiharbeitern aufzustocken.
'Leiharbeit ist nicht nur ein Problem für die Betroffenen': Dumping-Löhne in der Zeitarbeitsbranche kommen den Steuerzahler teuer zu stehen. Fast 40 Millionen Euro musste der Bund allein im Juni 2010 zuschießen, um die niedrigen Gehälter von Leiharbeitern aufzustocken.
Damit stiegen die staatlichen Hilfsleistungen gegenüber dem Vorjahresmonat um mehr als 70 Prozent, wie aus einer Antwort des Arbeitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Fraktion hervorgeht.
Meister
Wenn sie aufstocken müssen, warum bekommen sie nicht gleich was ihnen zusteht.
"Also jedem das Seine"?
Frettchen.
Schmor
Bislang waren deine Beiträge immer mit mehr oder weniger sexuellen Andeutungen gespickt. Jetzt kommt wohl eine faschistoide Richtung dazu ? Die Aussage des " Beitrages " steht im KZ Buchenwald über dem Tor, durch das viele in den Tod gingen.
RudiRatlos
| Zitat: |
Fretchen hat am 19. Februar 2011 um 13:41 Uhr folgendes geschrieben:
"Also jedem das Seine"?
Frettchen. |
Alles klar:
| Zitat: |
Man verwendet es zuweilen schablonenhaft, also ohne sich dabei überhaupt etwas zu denken...
Quelle
|
...genau so dachte ich mir dass schon.
Meister
| Zitat: |
[B][I]RudiRatlos hat am 19. Februar 2011 um 18:01 Uhr folgendes geschrieben:
...genau so dachte ich mir dass schon. |
Wenn du den Zusammenhang zu den Löhnen hergestellt hast, hast du auch richtig gedacht.
Du konntest sicher auch feststellen das es schon lange vor den Nazis also, seit zweieinhalb Jahrtausend dieser Satz gebräuchlich ist.
Ich bin aber nicht bereit hier Nachhilfe Unterricht zu geben, wenn mancher in der Schule nicht aufgepasst hat.
Und zu den KZ im allgemeinen, die kenne ich schon wo noch mancher um den Christbaum gelaufen ist.
Und insbesondere,.... wenn man auf Augenhöhe diskudieren möchte, sollte man sich erst das Profil ansehen und vielleicht ein paar Semester noch nachholen, bevor man unverschämt wird.
Ich denke es ist deutlich geworden durch den " Link, "von wem da die Rede ist.
Frettchen.
strubbel
ich hätte dem einen satz spontan auch kaum bedeutung (also die besondere) beigemessen, da es auch ohne argen gedanken umgangssprachlich verbreitet ist/benutzt wird. ich habe die gedenkstätte zwar vor etlichen jahren gesehen, aber auf den spruch nicht geachtet. sind nun alle, die den satz (oder auch mit abwandlung) ohne hintergedanken dahersagen nun rechtsdrehend?
| Zitat: |
Schmor hat am 19. Februar 2011 um 15:14 Uhr folgendes geschrieben:
Bislang waren deine Beiträge immer mit mehr oder weniger sexuellen Andeutungen gespickt. Jetzt kommt wohl eine faschistoide Richtung dazu ? Die Aussage des " Beitrages " steht im KZ Buchenwald über dem Tor, durch das viele in den Tod gingen. |
aber dem rest kann ich mich nur anschließen
und nein,frett ,wir brauchen keine nachhilfe
Meister
| Zitat: |
[B][I]strubbel hat am 19. Februar 2011 um 18:58 Uhr folgendes geschrieben:
aber dem rest kann ich mich nur anschließen
und nein,frett ,wir brauchen keine nachhilfe
|
Den zweiten Satz kann ich nicht beurteilen, ich überlasse es aber mit Vergnügen den anderen Lesern.
Frettchen.
gastli
16. Februar 2011
Viele Rentner werden sich in den nächsten Jahren wohl weniger leisten können. Die Bundesregierung erwartet, dass die verfügbaren Renten bis 2013 real um 1,8 Prozent wachsen, während die Inflation mit gut fünf Prozent mehr als doppelt so stark zulegen dürfte.
gastli
02. März 2011
Berlin stellvertretend für jede Großstadt in Deutschland:
Immer mehr bürgerliche Menschen suchen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe auf. Sie kommen, um zu essen, einen Kaffee zu trinken oder auch bloß, um sich eine Zeitung, eine Packung Taschentücher oder ein Stück Seife zu holen. Es sind oft Kleinigkeiten, die zeigen, dass es jemand nötig hat. Am Monatsanfang ist es noch recht ruhig bei der Bahnhofmission, dann kommen nur Wohnungslose, die keine staatlichen Leistungen bekommen. Rentner und Leistungsempfänger haben dann noch Geld. Ab Mitte des Monats wird es voller.
Neue Zahlen der Sozialverwaltung belegen das. Die Zahl der Bezieher von Grundsicherung steigt seit Jahren. Waren es im Jahr 2009 noch 47.139 Menschen, deren Rente durch staatliche Hilfen aufgebessert werden musste, so waren es 2009 schon 57.502. Rund 339 Millionen Euro, schätzt der Senat, hat er im Jahr 2010 dafür ausgegeben.
Im Jahr 2009 gab die Bahnhofsmission 2500 Kleidungsstücke heraus, 2010 waren es 11 000. Statt wie vergangenes Jahr 500 kämen mittlerweile 600 Menschen täglich. Die Bahnhofsmission hat rund um die Uhr geöffnet, reicht aber frühmorgens und nachts nur Getränke und Essen auf die Straße hinaus. Von 14 bis 18 Uhr öffnet die Cafeteria; dort können sich durchgefrorene Besucher aufwärmen. Allerdings nur für eine Stunde: Immer zur vollen Stunde müssen sie Platz für die nächsten 50 Wartenden machen.
gastli
08. März 2011
Die Statistik spricht eine eindeutige Sprache: Frauen sind vom wachsenden gesellschaftlichen Problem der Altersarmut besonders betroffen. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) erhält eine Frau in Westdeutschland derzeit durchschnittlich 473 Euro Rente, Männer hingegen 970 Euro und somit mehr als das Doppelte. In Ostdeutschland beträgt das Verhältnis 676 Euro zu 1.044 Euro - ebenfalls zuungunsten der Frauen.
Der Hauptgrund für die Diskrepanz: Frauen verdienen noch immer im Durchschnitt deutlich weniger als Männer und haben zudem häufig Lücken in ihren Rentenbeitragsjahren, weil sie wegen Schwangerschaft und Erziehungsurlaub pausieren mussten.
RudiRatlos
Ah, ein versteckter Hinweis auf den 100sten "Internationalen Frauentag"...
Aber oho, man sehe sich das unsoziale Rentengefälle zwischen Ost- und Westrenten an. Da bekommt die DDR-Mark doch tatsächlich eine ungeahnte Aufwertung.
Mit den unterschiedlichen Renten im Westen; also Frauen -> Männer; ist relativ leicht nachvollziehbar, immerhin hat nur ein Bruchteil der Westfrauen jemals gearbeitet. Anders im Osten, aber auch erklärbar. Für unterschiedliche Berufe gibt es nunmal unterschiedliche Entlohnung und somit unterschiedliche Rentenbeträge.
Noch Fragen?
Meister
| Zitat: |
RudiRatlos hat am 08. März 2011 um 09:13 Uhr folgendes geschrieben:
Mit den unterschiedlichen Renten im Westen; also Frauen -> Männer; ist relativ leicht nachvollziehbar, immerhin hat nur ein Bruchteil der Westfrauen jemals gearbeitet. Anders im Osten, aber auch erklärbar.
Noch Fragen? |
Also ist der Osten schuld das die Frauen einen Arbeitsplatz hatten und gearbeitet haben?
Das geschiedene Frauen im Osten vor dem Europäischen Gerichtshof klagen,...selber Schuld.
Das nach über 20 Jahren Verblödung immer noch mit unterschiedlichen Punkten in der Rentenversicherung zwischen Ost und West gerechnet wird, auch in Ordnung?
Das in Zukunft wegen niedrigeren Löhnen im Osten, auch niedrigere Renten gezahlt werden auch in Ordnung?
Das Zusatzrenten für den Osten, zu normalen Rente addiert werden, und im Westen gesondert berechnet werden, danke schön.
Schönen Dank für die Wieder und weiter Verblödung!
Frettchen.
gastli
11. März 2011
Ein genauerer Blick zeigt jedoch sehr schnell, dass die Auswirkungen der Krise auch hier angekommen sind. Bei vielen Kommunen schlagen die deutlich gesunkenen Steuereinnahmen tiefe Breschen in den Haushalt. Unbemerkt von der Öffentlichkeit geraten immer mehr von ihnen in die Zahlungsunfähigkeit und werden unter die Verwaltung der Länder gestellt.