Trotz des brutalen Vorgehens der Sicherheitskräfte ist Ägypten auch in der Nacht nicht zur Ruhe gekommen. Meist versammelten sich jedoch nur einige Dutzend oder wenige Hundert Menschen. Das könnte auch damit zusammenhängen, dass die Protestbewegung noch keine Leitfigur hat.
[Tagesschau; 27. Januar 2011]
* Politik ohne Führer können sich die Deutschen einfach nicht vorstellen – auch dann nicht, wenn ihnen, wie im Falle der Entwicklungen in Tunesien gerade geschehen, demonstriert wird, dass ein sich erhebendes Volk auch ganz ohne Führer einen Tyrannen zum Teufel schicken kann.
Deutsche Revolutionäre lösen noch, wie Lenin spottete, eine Bahnsteigkarte, bevor sie den Bahnhof erstürmen.
WennAliMubarakFeissalGadObamIbnLaden jetzt schwanken und stürzen….”
Ode an die Hoffnung im Magreb
Ode an die Hoffnung im Magreb
WennAliMubarakFeissalGadObamIbnLaden
jetzt schwanken und stürzen
abdanken und fliehn
nach London, Paris,
ins Exil nach Berlin
Wenn die Toten der Slums
Kapitale erstürmen
den Partylöwen der Despoten-
Herrschaft die Krallen
samt Pfoten
kürzen
die wird auch kein Frontex-
Kommando erschrecken
wo die Frage steht
Freiheit
und Brot
oder Tod
Freiheit
oder verrecken
wem wird das schaden
mein Liebermann
irgendwann
sind letztendlich
alle Despoten dran
und ihr Baalsgesetz, ihr goldenes Kalb
Die Profitdiktatur des Kapitals
wer die nicht stürzt
befreit sich nur halb
Agypter, Tunesier,
wir schicken deshalb
euch gern
auch als Spende
aus der PostWende
die Restbestände
der blauen Bände
zusammen mit Nofretete
als Dank und etwas späte
Bitte um Verzeihung
Und bitte seid gründlich
wir haben die Fehler
euch vorgemacht
euch gezeigt wie das Blatt sich wendet
wenn man nicht radikal genug
Revolutionen zu früh beendet
und wagt sich nicht dran
an das Baalsgesetz, das goldene Kalb
die Profitdiktatur
des Kapitals
Da müsst ihr ran
ihr fangt damit an
stürmt weiter
eure Helden der Starße
sind unsre
und Eure
ist unsre Befreiung
Mit euch in Wut, Zorn, Trauer und Freude
ROLF BECKER IN HANAU mit seinem neuen Programm”Hier wird Geld verdient!”
gastli
Man darf gespannt sein wie lande es dauert bis der Weltpolizist USA eingreift. Denn ihnen droht in der Region ein Machtverlust den sie nicht hinnehmen werden. Schauen wir wenn es offensichtlich wird das die "Revolutionen" gesteuert werden und an Farbe gewinnen [Bsp. "Grüne Revolution, Orange Revolution"].
Die westliche Welt profitiert von solchen Regimen wie sie in Tunesien, Jemen, Algerien und Ägypten an der Macht sind, wenn sich diese Völker wirklich frei entscheiden würden wer sie regieren soll und wie, kann sich jeder ausrechnen das es den radikalen Islamisten gelingen wird die Macht an sich zu reisen und das Volk zum Kampf gegen den „gemeinsamen Feind“ aufzurufen. Wie sich die westliche Welt verhalten wird bleibt abzuwarten, was passiert wenn sich der Westen einmischt zeigt die Geschichte am deutlichsten in Afghanistan und dem Irak.
Daher meine ich das es immer leicht ist mit dem Finger auf andere zu Zeigen, was würde in Amerika wohl geschehen wenn das Volk auf die Straßen gehen würde und die von Obama und seinen Vorgängern versprochenen Reformen einfordern würde? Was natürlich auch auffällt ist das sich für nahezu jedes Land im Nahen Osten ein im Exil lebender findet der bereit ist die Macht an sich zu nehmen und eine Regierung von Amerikas Gnaden zu errichten.
Meister
Zitat:
spidy hat am 29. Januar 2011 um 12:03 Uhr folgendes geschrieben:
Was natürlich auch auffällt ist das sich für nahezu jedes Land im Nahen Osten ein im Exil lebender findet der bereit ist die Macht an sich zu nehmen und eine Regierung von Amerikas Gnaden zu errichten.
Wieso, haben wir noch eine im Exil,.... vom wilden Osten?
Nach Befragung meiner "Festplatte" fällt mir keiner ein.
Der Schalk am See ist ja nicht wirklich emigriert.
...obwohl bei Auszahlung seiner Dividende für Antiquitäten der DDR, durch die Sicherheitsorgane könnte man da ins grübeln kommen.
Aber Recht hast du, es ist schon Bemerkenswert was sich im Nahen Osten zusammen braut.
Aladin und die Wunderlampe wird es schon richten.
Frettchen.
gastli
Seit vier Tagen spricht man von einer 30-jährigen Diktatur, einem ein unmenschliches Regime unter Hosni Mubarak.
Das wirft Fragen auf.
Warum ist das unserer demokrtiestrotzenden Wertegesellschaft 29 Jahre und 361 Tage verborgen geblieben?
Warum fallen unsere demokratisierenden Horden der Bundeswehr nicht in diesem hilfsbedürftigen Land ein?
Warum warnt Zentralrat der Juden in Deutschland vor möglichen Konsequenzen für die Sicherheit Israels und warum glauben die, dass Israel eine stabile Oase der Demokratie in der Region ist?
Meister
Ganz einfach, wenn man es doppelt betrachtet.
Weil wir(Deutschland) seit 30 Jahren Entwicklungsgelder zahlen.
Und weil die USA dort mit unserm Entwicklungsgeldern, nach Ägypten Waffen liefert.
Doppelstrategie,geht doch!
Frettchen.
Meister
Zitat:
Fretchen hat am 01. Februar 2011 um 11:25 Uhr folgendes geschrieben:
Ganz einfach, wenn man es doppelt betrachtet.
Weil wir(Deutschland) seit 30 Jahren Entwicklungsgelder zahlen.
Und weil die USA dort mit unserm Entwicklungsgeldern, nach Ägypten Waffen liefert.
Doppelstrategie,geht doch!
Frettchen.
Nachschlag:
Als Entwicklungshilfe getarnt, aber in Wirklichkeit 3000 Deutsche Firmen damit in China unterstützt, so ist das mit "gute Preise, gute Besserung."
Unsere billigen Klamotten bezahlen wir vorab schon mit unseren Steuergeldern, von wegen billig.
Weiter im Text:
Zahlen wir nicht im Nahen Osten, zahlt eben China und Schluss ist es mit Lustig und unseren Rohstoffinteressen.
Man hat ja auch eigene Interesse, die es gilt zu verteidigen.
Dabei spielen Diktaturen nur die zweite Geige.
Politik hat keine eigene Moral, (oder nur Doppelmoral) sie fordert sie nur von anderen ein.
Frettchen.
Meister
Was ist nun Sache hier?
Müssen wir dafür oder dagegen sein?
Hat Schwesterwelle sich nun die Genehmigung der USA geholt, damit er weiß was er sagen darf, zu dem ganzen Kram.
Man weiß doch gar nicht so richtig wo man richtig dran ist, mit dem ganzen Zeug.
Mus der Kerl nun gehen, oder bleibt er noch ein bisschen in Ägypten.
Ich weiß aber auch nicht was hier los ist.
Frettchen.
Adeodatus
Westerwelle bezeichnete Mubarak als “Mann großer Weisheit mit einem festen Blick für die Zukunft” und das obwohl bekannt war wie Mubarak regiert und das er kein Mann großer Weisheit sondern ein mieser kleiner Diktator ist und war.
Interessanter als die gesamte Berichterstattung über die Proteste in Ägypten ist das inzwischen Banken (die fröhlich an den Börsen auf steigende Ölpreise spekulieren) vor steigenden Ölpreisen auf Grund der Unruhen in der Region warnen. Also für die nächste Krise stehen schon mal die Schuldigen fest, es waren die Musels mit ihren Aufständen, und nicht die Spekulanten die sich dumm und dämlich verdienen.
nameless
In der heutigen Nacht zum Donnernstag hat das Regime des ägyptischen Diktators damit begonnen, die Demonstrationen gegen das Regime zusammenschießen zu lassen. Nachdem die Bühne für die nackste Gewalt in den letzten Tagen durch Morde, Brandschatzungen und Vandalismus durch Undercover-Polizisten bereitet wurde, setzt das ägyptische Regime nun schwere Waffen gegen die Opposition ein.
In der Live-Bereichterstattung von Al Jazeera ist in der Nacht permanentes Feuer von Scharfschützen, Kanonen und Maschinengewehren zu hören, mit dem die Demonstranten für die Demokratie beschossen werden.
Von den Dächern der um den Platz der Befreiung liegenden Häuser werden die Demonstranten durch Scharfschützen beschossen. Die vom Platz der Befreiung wegführenden Straßen sind durch Panzer der ägyptischen Armee und Undercover-Agenten des Innenministeriums besetzt, die auf flüchtende Demonstranten schießen.
Die US-amerikanische Außenministerin Hillary Clinton, die die Regierung repräsentiert, dass die meisten der Waffen bezahlt hat, mit denen nun die Demokratie-Aktivisten zusammengeschossen werden, erkärte derweil, sie sei schockiert. Dass die US-Regierung irgendetwas unternehmen werden, um das Massaker zu stoppen, sagte sie hingegen nicht.
(Quelle Press TV)
Kommentar vom Fuße des Blauen: Missfallenskundgebung gegen Philipp Mißfelder Von "Co-abhängig" zu "Co-schuldig"
Von Evelyn Hecht-Galinski
Bei Süchtigen und ihren Helfern spricht man von "Co-Abhängigkeit",die das Problem der Kranken nur noch verschlimmert. Höre ich heute morgen im DLF um 6:50 Uhr den außenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder, "missfällt" mir dieses "Co-Suchtverhalten" sehr. Durch Aussagen wie: "Deutschland als bester Freund Israels muss an Israels Seite Flagge zeigen, wo die USA zu wackeln beginnen." - Zitat-Ende.
Herr Mißfelder befindet sich gerade auf den Weg in den Nahen Osten, dort kann er dann ungebremst seine "Missetaten" fortsetzen! Wenn man sich diese Logik "unserer" Außenpolitik vor Augen führt, wird einem schmerzlich bewusst, dass nicht nur der Zentralrat der Juden in Deutschland eine "Filiale" der israelischen Regierung ist, sondern die offizielle deutsche Außenpolitik ebenso agiert. Solche Sätze decken sich mit dem früheren Mossad-Chef Dany Yatom, der den USA vorwarf "Mubarak fallen zu lassen" und davor warnte, dass es danach Israel auch so gehen könnte! Hatte nicht Premier Netanjahu schon seit Tagen die Europäer "auf Kurs gebracht" und auf Mubarak eingeschworen?
Auch "Vichy-Abbas", steht voll hinter Mubarak! Können wir es uns noch erlauben, diese Politik Israels zu unterstützen, an den Realitäten vorbei, ebenso wie das "Mantra der Zweistaatenlösung"? Wir müssen endlich "tacheles" sprechen und die Realitäten und Umbrüche richtig deuten, d.h. endlich den Freiheitswillen der unterdrückten arabischen Völker unterstützen, anstatt blind Israel in seiner "Unfrieden-Politik" zu unterstützen. Man
ahnt schon "Böses", da Israel "großzügig" Ägypten erlaubt hat, 800 Soldaten auf dem Sinai zu stationieren. Was verspricht man sich davon?
Das "Weltreich"und seine Machtstrukturen bröckeln, unsere wirtschaftlichen Interessen, die sicher wichtig sind, dürfen aber nicht mehr einseitig unklug in Richtung Israel und USA zielen. Letztendlich wird auch uns der Satz ereilen: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Volk". Umdenken ist für uns alle wichtiger denn je, Nibelungentreue hat uns schon einmal in den Abgrund geführt. Wo hat sich eigentlich unsere sogenannte Opposition versteckt?
Fazit:"Der Nahe Osten brennt und Deutschland pennt" (PK)
Evelyn Hecht-Galinski ist Publizistin und Tochter des 1992 verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski.
gastli
Wenn Polithuren von der Geschichte überholt werden.
Meister
Das war eben die Pflicht:
In Bezug auf die aktuelle Situation ist das Video natürlich heftig.
Ich will aber nicht so schadenfroh hier sein.
Diese Artigkeiten wären auch jedem anderen Politiker so passiert.
Das ist die Kür:
Mittlerweile hat sie ja den doppelten Rittberger gemacht, als sie in Israel war und ihren xxxxxten Doktor bekommen hat.
Und das auch noch im "Roten" Gewand.
Frettchen.
Meister
Die machen aber auch einen Aufstand wieder?
Meine Frau war richtig erschrocken, als sie die Kamele gesehen hat.
Sie hat mich gefragt wo will den das eine mit dem anderen hin?
Ich habe erklärt, am dritten vorbei.
Frettchen.
Meister
Hat schon wer gewonnen?
Wie soll es nun weitergehen da unten?
Die Mundwinkel der Kanzlerin stehen ja noch nach unten, (Sturm)
Wenn sie erst hoch schnappen, (Sieg)
Die Armee jagt Journalisten, die Armee nimmt Polizisten fest, die Armee schaut zu.
Ja was den nun verfaulte Backe, nur einer kann gewinnen.
Man wird doch hoffentlich als Tourist bald wieder untertauchen können.
Das geht immerzu hin und her dieser Kram.
Frettchen.
gastli
[Muslim Markt] Es gibt keinen Frieden mit Kapitalismus
In der arabischen Welt wird heute das gesamte Ausmaß westlicher Unmenschlichkeit deutlicher als je zuvor.
*lesenswert
RudiRatlos
So ähnlich wie hier wäre auch meine Antwort ausgefallen.
Meister
Özipus hat Recht, wahrscheinlich.
Aber bisher gab es keine Journalie in unseren Gefilden,die sich über mangelnde Demokratie beklagt hat.
Und nun komma, nimmt Merkel den lieben Freund in Deutschland auf,.... wie der MDR heute berichtet.
Kruzie Türken das passt.
Frettchen
RudiRatlos
Zitat:
Die Ex-DDR-Revolutionärin Merkel hat eine Botschaft für die Oppositionellen auf Kairos Tahrir-Platz und anderswo: Macht mal schön langsam und ordentlich, eins nach dem anderen. Dann klappt's auch mit dem Übergang zur Demokratie.