Weltwirtschaftskrise: Zunehmende Kämpfe und politische Krisen

gastli
[German Foreign Policy]
Abgestufte Aufstandsbekämpfung
Zur Bekämpfung von Protest- und Widerstandsbewegungen in den Operationsgebieten des deutschen Militärs plant Berlin den Einsatz angeblich nicht-tödlicher Waffen. Für die Entwicklung von Schall- und Mikrowellenkanonen oder Elektroschockpistolen ("Taser"), die auch gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt werden sollen, stehen Millionensummen zur Verfügung.
gastli
[handelsblatt]
Die Rezession wird sehr teuer für Deutschland
Die Krise reißt gewaltige Löcher in den Staatshaushalt. Wirtschaftsforscher haben jetzt berechnet: Bereits 2010 könnte das Etatloch größer sein, als das gesamte Lohnsteueraufkommen eines Jahres. Steht den Finanzministern von Bund und Ländern das Schlimmste noch bevor?
Bernhard P.
Streiks legen Frankreich lahm

Zitat:
In Frankreich geht praktisch nichts mehr. Mit einem Generalstreik protestieren die Franzosen gegen die Grosszügigkeit ihres Präsidenten gegenüber Banken und fordern mehr Unterstützung für sozial Schwache.


Quelle: DRS Schweiz
http://www.drs.ch/www/de/drs/themen/news...reich-lahm.html
Erfurter
Die Konjunkturprognosen werden düsterer, die Verluste auf den Finanzmärkten immer größer - und die Aktienkurse bleiben unter Druck. Doch eine Analyse zeigt: Der dauernde Vergleich mit der großen Depression der dreißiger Jahre hinkt gewaltig.

Im "Stern" erschien kürzlich eine hübsche Karikatur, die ging ungefähr so: Einige Steinzeitmenschen sitzen am Lagerfeuer. Einer sagt, die gebräunte Keule in der Hand, den Blick versonnen auf die Einöde gerichtet: "Eigentlich ist Bochum auch ohne Opel ganz schön."

Die Karikatur zeigt: Die globale Wirtschaftskrise ist im breiten Bewusstsein angekommen, sie trübt die Stimmung. Denn tatsächlich haben sich in der vergangenen Woche die schlechten Nachrichten nochmals gehäuft. Die Weltbank etwa erwartet in diesem Jahr die erste globale Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Die weltweite Industrieproduktion könnte Mitte des Jahres um 15 Prozent unter dem Wert des Vorjahres liegen, heißt es.

Der Welthandel werde zudem den stärksten Rückgang seit 80 Jahren erleben, sagt die Weltbank. Was das für die extrem exportabhängige deutsche Wirtschaft bedeutet, ist klar: Schon im ersten Monat dieses Jahres brachen die deutschen Exporte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 20 Prozent ein - ein Erdrutsch.

50 Billionen Dollar - vernichtet

Auch die Zahlen zum Schaden auf den Finanzmärkten werden immer größer. Vorläufiger Höhepunkt: Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) brachte Anfang der Woche eine Studie heraus, wonach bislang weltweit Vermögenswerte in Höhe von nicht weniger als 50 Billionen Dollar vernichtet wurden.

50.000.000.000.000 Dollar?

Wer fühlt sich da nicht an die Kinoparodie "Spaceballs" erinnert, in der die "Lichtgeschwindigkeit" noch durch die "lächerliche Geschwindigkeit" sowie die "wahnsinnige Geschwindigkeit" getoppt wird?

Aber im Ernst: Gibt es mitten in einem solchen Krisenszenario überhaupt einen vernünftigen Grund, wieder über steigende Aktienkurse nachzudenken? Die Analysten der IPG Investment Partners AG haben es getan. In einer Kurzstudie haben sie mehrere Finanzmarktkrisen der vergangenen Jahrzehnte nebeneinander gestellt und nach Parallelen und Unterschieden gesucht. Vor allem zur bisher schlimmsten, viel zitierten Großen Depression nach 1929.

Das Ergebnis: Laut IPG ist die Weltwirtschaftskrise mit der gegenwärtigen Situation nicht zu vergleichen. So fiel das amerikanische Bruttosozialprodukt (BSP) laut IPG zwischen 1929 und 1933 um 45,3 Prozent - eine Größenordnung, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch die finstersten Auguren nicht sehen.

Deutlich ist laut IPG auch der Unterschied in der Geldpolitik. Während die Geldmenge beispielsweise in den USA vor 80 Jahren aus Angst vor einer überbordenden Inflation nahezu halbiert wurde, fluten die Notenbanken heute die Märkte geradezu mit Liquidität. Das Zinsniveau der US-amerikanischen Fed etwa befindet sich bereits seit Wochen nahe null. Und die EZB senkte ihren Leitzins erst vor Kurzem auf das Rekordtief von 1,5 Prozent - Tendenz: weiter fallend.

Rückgang des Ölpreises stützt Verbraucher

Hinzu kommt: Auch die milliardenschweren Konjunkturprogramme, mit denen die Politik versucht, sich an der Krisenbewältigung zu beteiligen, finden in der Historie kaum eine Entsprechung. Zusammen mit den wieder niedrigen Rohstoffpreisen entlasten sie die Verbraucher, so die IPG. Der private Konsum bleibe daher bislang noch relativ stabil.

Entscheidende Unterschiede also zur Großen Depression.

Die entscheidende Frage ist jedoch, ob sich diese positiv auswirken - und zwar sowohl auf realwirtschaftlicher Ebene, als auch auf den Aktienmärkten. Verhältnisse wie Anfang der dreißiger Jahre, als die Arbeitslosigkeit in Deutschland und den USA in die Höhe schoss, will schließlich niemand wieder erleben.

Ebenso wenig Kursverluste von fast 90 Prozent, wie sie der US-Index Dow Jones Chart zeigen zwischen 1929 und 1932 verzeichnete. Bislang liegt der Dow seit seinem Höchststand 2007 "erst" mit etwas mehr als 50 Prozent im Minus. Ähnliche Einbußen sind auch beim Dax zu verzeichnen.

Die Frage ist nur: Wann ist das Ende der Talfahrt?

"Allein der Rückgang des Ölpreises seit seinen Höchstständen von mehr als 140 Dollar je Barrel entlastet die Menschen und Unternehmen weltweit pro Jahr um insgesamt 2,8 Billionen Dollar", sagt Felix Schleicher, Portfoliomanager von IPG und Mitautor der Studie. "Hinzu kommen in vielen Staaten Steuersenkungen sowie niedrige Zinsen. Alles spricht dafür, dass diese Entlastungen früher oder später greifen werden."

Laut Schleicher steht allerdings zu erwarten, dass Europa länger brauchen wird, wieder auf die Beine zu kommen, als beispielsweise die USA. "Die USA haben - ebenso wie zum Beispiel China - viel schneller und viel energischer Maßnahmen ergriffen, um die Konjunktur zu stützen", sagt er. "Denken Sie nur an die Konjunkturprogramme von bis zu 800 Milliarden Dollar." In Europa dagegen agieren nach Ansicht des Experten sowohl EZB als auch Politik zu zögerlich.

Dax hinkt Dow hinterher

Aber nicht nur die expansive Geldpolitik und die Konjunkturprogramme sprechen im historischen Vergleich für eine schnellere Rückkehr auf den Wachstumspfad. Auch auf Unternehmensebene gibt es erhebliche Unterschiede. "Wir haben heute in wichtigen Bereichen der Weltwirtschaft - etwa in der Nahrungsmittelindustrie, in der Pharmabranche, in der IT - oligopolistische Strukturen, in denen die Märkte von wenigen Playern beherrscht werden", sagt Schleicher. "Es liegt auf der Hand, dass Unternehmen wie Microsoft zeigen , Nokia zeigen oder Nestlé zeigen stärker aufgestellt sind als die meisten Firmen in den dreißiger Jahren."

Aber was bedeutet das alles für die Aktienmärkte? Nach Meinung Schleichers ist nicht zu erwarten, dass sich Kursverluste von bis zu 90 Prozent wiederholen. Auch wenn die Analyse aufzeigt, dass die Aktienmärkte seit gut eineinhalb Jahren - die Gegenmaßnahmen von Politik und Notenbanken hin oder her - fast genauso abstürzen wie vor 80 Jahren.

"Die Erfahrung zeigt, dass sich die Börsen sechs bis neun Monate vor dem Ende einer Wirtschaftskrise wieder erholen", sagt Schleicher, ohne sich allerdings auf einen Zeitpunkt festzulegen. "Aus besagten Gründen könnten allerdings die Märkte in Europa hinterherhinken."

Sie würden damit gleichsam eine Tradition fortsetzen: Als der Dow Jones im Oktober 1987 den Tiefstand der seinerzeitigen Krise durchschritt, hatten die Kurse hierzulande noch einige unschöne Monate vor sich. Und auch nach dem Platzen der Internet-Blase Anfang dieses Jahrzehnts nahm der Dow den Dax ins Schlepptau. Während in den USA der Tiefpunkt schon im Herbst 2002 erreicht war, gaben in Frankfurt erst ab März 2003 wieder die Käufer den Ton an.

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Adeodatus
Nach dem ich Deinem Link gefolgt bin und das ganz gelesen habe, kam gestern auch der Herr Sinn im Handelsblatt zu Wort.

Zitat:
Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, rechnet für 2009 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von mehr als 4 Prozent. Danach werde sich die Wirtschaft erst langsam wieder erholen, so das Institut. HWWI-Chef Thomas Straubhaar forderte unterdessen drastische Maßnahmen gegen die Krise.

Handelsblatt


Also ehrlich jetzt kann ich nicht umhin den guten alten Volker Pispers zu Wort zu bitten.

Wie sagt Volker Pispers so treffend „Früher saß das Gesindel noch auf der Kirmes im Zelt mit der Glaskugel.“ Aber im übrigen ist die Aufnahme 5 Jahre alt und in der heutigen Zeit so richtig treffend.
gastli
[Radio Utopie]
"Die Krise seid ihr, die Lösung sind wir"
Generalstreik lähmt Frankreich titelt die FTD und belegt mit einer Bildstrecke das Ausmaß der gestrigen Massenproteste in Frankreich. Zu Veranstaltungen an mehr als 200 Orten fanden sich zwischen 1,2 Millionen, so die Angaben der Polizei, und 2,5 bis 3 Millionen nach Schätzungen der veranstaltenden Gewerkschaften. Das sind ein Viertel mehr Teilnehmer als bei den letzten Massenprotesten Ende Januar. Konkrete Forderungen, wie die nach einer Steuererhöhungen für Besserverdienende, die Ablehnung weiterer Kürzungen im öffentlichen Dienst, Kampf gegen Kündigungen und Betriebsschließungen spielten sicher eine Rolle, scheinen jedoch zunehmend überdeckt zu werden vom Wunsch der Vielen, ihren generellen Unmut mit der Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung Sarkozy deutlich zum Ausdruck zu bringen.
....
Vor wenigen Tagen hatte ich einen Plausch zum gleichen Thema mit meinem weltgereisten Friseur. Er stammt aus Kroatien ud hat in England, Amerika und Frankreich gearbeitet, bevor er sich in Stuttgart niederließ. "Der Deutsche ist viel zu egoistisch, um auf die Straße zu gehen", war seine Meinung. "Zu Protesten in Frankreich gehen die Leute auch, wenn sie damit den Nachbarn unterstützen. Hier muss für jeden, 'was für ihn persönlich rausspringen."

Die nächsten Monate werden zeigen, ob der Mann Recht hat.

[welt]
Europas Führung fürchtet soziale Unruhen
Es brodelt in der Europäischen Union. Die Menschen haben Angst vor Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg. Und sie sind wütend auf die Politiker. Die jedoch verstricken sich auf europäischer Ebene in technische Details. Weil es nicht vorwärts geht, wächst jetzt die Angst vor sozialen Unruhen. Die Protestwelle rollt bereits.
gastli
[Hintergrund]
Vorbereitung auf zivile Unruhen in den USA
Von MICHEL CHOSSUDOVSKY. Die Finanzkrise hat eine latente und anwachsende soziale Krise entfesselt, die sich über die Vereinigten Staaten ausbreitet. Worum es geht, ist die betrügerische Konfiszierung von lebenslang Erspartem, von Pensionskassen und die Inbesitznahme von Steuereinnahmen, um die Billionen Dollar zur „Rettung“ der Banken, welche letztendlich dazu dienen, die Taschen der reichsten Amerikaner zu füllen. Die Wirtschaftskrise ist zum großen Teil ein Ergebnis von Finanzmanipulationen und schierem Betrug, der sich gegen die gesamte Bevölkerung richtet, und mit einer erneuten Welle an Unternehmenszusammenbrüchen, Massenarbeitslosigkeit und Armut einhergeht.
Bernhard P.
D ist schon die nächste Horrormeldung:

Zitat:
Cabrio-Spezialist Karmann meldet Insolvenz an
Die Krise auf dem Automarkt hat nun auch einen der großen Zulieferer erwischt: Der Cabrio-Bauer Karmann meldet Insolvenz an - laut IG Metall sind 3470 Mitarbeiter betroffen. Es sollen aber "so viele Arbeitsplätze wie möglich" erhalten bleiben.

mehr dazu auf:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,618095,00.html

Langsam kommen in mir Erinnerungen an das Ende der DDR auf. Als 1989 die Menschen immer mehr demonstrierten begannen wir damals im Funkwerk Erfurt alle Meldungen zu sammeln und klebten sie an den verglasten Zwischengang zu unserer Betriebskantine. Eines Tages war der gesamte Gang an den Fensdtern beklebt.
Bernhard P.
Zitat:
Drastische Zunahme der Kurzarbeit, aber auch immer mehr Entlassungen

09.04.09 - Die neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen einen erheblichen Anstieg sowohl der Arbeitslosenzahlen als auch der Kurzarbeiterzahlen. Im März 2009 wurden nach der offiziellen Statistik 3.586.000 Arbeitslose gezählt, das sind rund 34.000 mehr als im Februar und 78.000 mehr als im März 2008. Es ist der erste Anstieg der Arbeitslosenzahlen in einem März seit der Weltwirtschaftskrise 1929-32. Dabei liegen die wirklichen Arbeitslosenzahlen viel höher, weil in der offiziellen Statistik Frühverrentungen, Zwangsfrühverrentungen, "Warteschleifen" für Jugendliche, "Ein-Euro-Jobs" und dergleichen gar nicht erfasst werden.

Gleichzeitig stieg auch die Zahl der Meldungen durch Betriebe für Kurzarbeit dramatisch an. Nur im März 2009 gab es 670.400 neue Anzeigen für Kurzarbeit. Seit Oktober 2008 wurde damit für rund 2,15 Millionen Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Betroffen sind vor allem der Maschinenbau sowie die Automobil- und Zulieferbetriebe. Da die Betriebe die wirklich kurzarbeitenden Beschäftigten erst Monate später melden, kann die reale Zahl darunter liegen. Alleine die Meldungen im März waren mehr als 50-mal so hoch wie im März des Vorjahres.

Verkauft werden diese Zahlen von der Bundesagentur für Arbeit mit der Argumentation: "Kurzarbeit hilft, Entlassungen zu vermeiden." (Presseerklärung vom 4.2.09). Damit wird vor allem versucht, das Ausmaß der Wirtschaftskrise herunterzuspielen, als ob sie in einigen Monaten schon vorbei wäre und man mit Kurzarbeit die Situation bis dahin überbrücken und die Beschäftigten halten könnte. Tatsächlich wird täglich deutlicher, dass wir es mit der tiefsten Weltwirtschaftskrise seit Bestehen des Kapitalismus zu tun haben, die ihre Auswirkungen auf die Lebenslage der Massen erst noch voll entfalten wird.

Die Rechnung der Herrschenden, unter anderem mit Kurzarbeit die Widersprüche bis zur Bundestagswahl abzudämpfen, geht immer weniger auf.


Mehr unter:
http://www.rf-news.de/2009/kw15/in-immer...nn-entlassungen

Wie dem gesamten Artikel zu entnehmen ist haben wir es mit der schärsten Wirtschaftskrise zu tun welche der Kapitalismus je erlebt hat. Täglich wird versucht den Ausmaß der Krise herunterzuspielen. Meiner Meinung nach ist das Ganze noch lange nicht ausgestanden.
gastli
[Freitag]
Sehnsucht nach Freiheit
Stellt Euch eine andere Gesellschaft vor: Warum die Proteste in London, Berlin und anderswo erst der Anfang einer wachsenden Gefolgschaftsverweigerung sind.

Der Kommunismus ist für uns nicht ein Zustand, der hergestellt werden soll, ein Ideal, wonach die Wirklichkeit sich zu richten haben [wird]. Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt. Die Bedingungen dieser Bewegung ergeben sich aus der jetzt bestehenden Voraussetzung. Karl Marx / Friedrich Engels: Die deutsche Ideologie

* sehr guter Artikel von Jeremy Seabrook, The Guardian in der Übersetzung von Holger Hutt
Bernhard P.
Zitat aus Freitag:
Zitat:
Der bußfertigen Rhetorik der Herrschenden vom Wiederaufbau der globalen Finanzarchitektur und ihrem scheinheiligen Gerede von der Chance, die in der Krise liege, fehlt es an jeglicher Überzeugungskraft.


Ich frage mich wie denn die Chance, welche die Kapitalisten meinen, denn aussehen soll? Falls es gelingen sollte, woran ich auch noch zweifele, das System wieder einigermaßen zum Laufen zu bringen, wie lange wird es dann wohl dauern bis eine nächste Krise die Welt erschüttert?

Darum dürfen die Menschen es eben nicht beim "Vorspiel" in London belassen und sollten weitermachen damit endlich Gerechtigkeit auf Erden einzieht.
gastli
[sueddeutsche]
DGB-Chef warnt vor sozialen Unruhen
Berlin (dpa) - DGB-Chef Michael Sommer hat vor dem Spitzentreffen im Kanzleramt deutliche Nachbesserungen am Konjunkturprogramm gefordert und vor sozialen Unruhen in Deutschland gewarnt.

* ein von DGB unterstützter Generalstreik würde in erster Instanz schon vollkommen ausreichen
nameless
Zu einen Generalstreik wird Sommer nicht aufrufen. Schade!
Aktuell sind er uns G.Schwan nichts weiter al nützliche Idioten im altbekannten Spiel. Es ist ein Täuschungsmanöver. Ziel dieses Täuschungsmanöve besteht darin eine weitere Erpressung der Republik zu noch mehr Sozialabbau, zu noch mehr Demokratieabbau, zu noch weniger Löhnen, zu noch mehr Heuchelei, zu noch mehr Verrat, zu noch weniger Wohlstand
Das findet unter tosendem Beifall der Idioten die all das genannte verlieren satt und sie sorgen damit zu mehr Stabilität für die real herrschende Klasse der Oberschicht und ihrer "Parteien".
gastli
[Yahoo]
Juncker warnt wegen Massenentlassungen vor sozialer Krise
Der luxemburgische Ministerpräsident und Finanzminister Jean-Claude Juncker erwartet angesichts zunehmender Massenarbeitslosigkeit in den Jahren 2009 und 2010 eine "soziale Krise" in Europa. Die Unternehmer forderte Juncker im Anschluss an ein Treffen der Euro-Gruppe in Brüssel auf, "vorzeitige Massenentlassungen" zu vermeiden. An die Regierungen appellierte er, Stellenstreichungen für die Betroffenen sozial abzufedern.

* wieder eine unsinnige Wortmeldung eines Heuchler ersten Grades.

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”
(Jean-Claude Juncker erklärt seinen EU-Kollegen die Demokratie - SPIEGEL 52/1999)
Bernhard P.
Zitat:

Massenarbeitslosigkeit wird dramatisch steigen

Der BA-Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise prognostiziert eine Stagnation der Arbeitslosenzahlen bis zum Sommer und danach eine erhebliche Erhöhung. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) geht von einem Überschreiten der 5-Millionen-Grenze Anfang 2010 aus: Das sind ja nur die offiziellen Angaben, ohne all die Menschen in Warteschleifen, Bewerbertrainings, Hausfrauen, aus der Statistik Ausgesteuerte usw. Die IG Metall schätzt, dass dieses Jahr etwa 35.000 Firmen pleite gehen, das wären 18 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die massiven Absatzeinbrüche allein in der Metall- und Elektroindustrie werden möglicherweise noch dieses Jahr zur Entlassung einer halben Million Arbeiter und Angestellte führen.


Nach Expertenmeinungen ist der Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise noch längst nicht erreicht.

So dürfte wohl das "Licht am Ende des Tunnels" in der Rede von Bundeskanzlerin Merkel, anlässlich der Eröffnung der Hannovermesse, nichts als ein Bauernfängertrick im Wahlkampf für die bevorstehenden Bundestagswahlen sein.

den ganzen Beitag lesen unter:
http://www.rf-news.de/2009/kw18/massenar...matisch-steigen

Quelle: rf-news
orca
Zitat:
Fuchs Bernie hat am 05. Mai 2009 um 10:13 Uhr folgendes geschrieben:
Nach Expertenmeinungen ist der Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise noch längst nicht erreicht.

So dürfte wohl das "Licht am Ende des Tunnels" in der Rede von Bundeskanzlerin Merkel, anlässlich der Eröffnung der Hannovermesse, nichts als ein Bauernfängertrick im Wahlkampf für die bevorstehenden Bundestagswahlen sein.


Hmm, umgekehrt wird ein Schuh draus. NUR einige (Demagogie-)Experten MEINEN (= lügen in der Öffentlichkeit) noch, das Ende des Niedergangs sei in Sicht.
gastli
Zitat:
Historiker Eric Hobsbawm:
"Es wird Blut fließen, viel Blut"

"Heute geht es um das Überleben der Menschheit". - "Der Kapitalismus wird verschwinden, früher oder später."

Bei der Bewältigung der Finanzkrise geht es um "das Überleben der Menschheit", sagt der Historiker Eric Hobsbawm in einem Interview in der neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Hamburger Magazins stern.

Der 92-Jährige, der als einer der bedeutendsten lebenden Geschichtswissenschaftler der Welt gilt, fürchtet, dass die Situation noch dramatischer ist als während der Großen Depression in den 30ern.

Aus der damaligen Krise, die erst durch den Zweiten Weltkrieg beendet wurde, habe man nichts gelernt. Eine "rationale Analyse des Kapitalismus" sei auch in den letzten 40 Jahren "systematisch verweigert worden", so Hobsbawm im stern.

Noch immer hänge die Menschheit einer "primitiven Ideologie" an, die nur auf "Habgier aufgebaut" sei und keine Basis für eine stabile Gesellschaftsordnung biete. Hobsbawm: "Der Kapitalismus wird verschwinden, früher oder später."

Sogar einen dritten Weltkrieg will Hobsbawm nicht ausschließen und nennt als möglichen Anlass die wachsende wirtschaftliche Konkurrenzsituation zwischen den USA und China: "Entweder hören wir mit der Ideologie des grenzenlosen Wachstums auf, oder es passiert eine schreckliche Katastrophe".
[Stern]


* davor warne ich seit Jahren, inklusiver der Feststellung das die Menschen, in dem Entwicklungsstadium wie sie heute die Erde zertrampeln (selbstveständlich schließe ich mich da mit ein, auch in mir wohnt noch der Egoismus), nichts taugen.
orca
Was faselt der denn da? Keine Kapitalismusanalyse? Von Marx, Engels und Lenin hat der GröHaZ wohl noch nie gehört?

Der beantwortet sogar die Grundfrage der Philosophie falsch und hält das Bewußtsein für gesellschaftsbestimmend.
gastli
[tagesschau.sf.tv]
Frankreich als Pulverfass
Gegensätzlicher können die Bilder nicht sein: Während viele Franzosen die Mai-Sonne auf den Café-Terrassen geniessen und die langen Wochenenden zu einem Strandausflug nutzen, blockieren wütende Arbeiter Betriebe und fackeln Reifenberge ab. Aufgeregte Kommentatoren wähnen bereits einen neuen «Mai 1968» im Anmarsch, als die gelangweilte V. Republik plötzlich von einer sozialen Explosion erschüttert wurde.

Und wie geht es weiter? Der Historiker Stéphane Sirot sieht eine «Vervielfachung der lokalen Revolten» voraus. Wobei allerdings jeder nur für seinen Job und seine Interessen kämpft. Der Soziologe Michel Wieviorka befürchtet dabei einen «Teufelskreis», wenn die Regierung autoritär dagegenhalte.

Präsident Nicolas Sarkozy sieht dagegen die Proteste abflauen. «Die Leute merken, dass das eine weltweite Krise ist und dass ein Pilot im Flugzeug sitzt, der das nicht schlecht deichselt», sagt er selbstbewusst.

Findige Unternehmensberater bieten derweil bereits Kurse für Manager gegen «Boss-napping» an. Und die Gewerkschaften mobilisieren zum nächsten Protesttag am 26. Mai.

* Die Krise bekämpfen. Sozialpakt für Europa! Die Verursacher müssen zahlen

Kommt am 16.5.2009 nach Berlin.

Die DGB Region Ostthüringen stellt am 16.Mai 2009 Busse für die Fahrt nach Berlin zur Verfügung.
Abfahrtszeiten:
07.00 Uhr ab Jena, Busbahnhof (über Lobeda-West Abf. 07.15 Uhr)
07.15 Uhr ab Gera, Hauptbahnhof (über Silbitz Abf. 07.30 Uhr)
06.30 Uhr ab Saalfeld, Bahnhof (über Pößneck Abf. 07.00 Uhr und über Rudolstadt Abf. 06.45 Uhr)
06.45 Uhr ab Greiz, Westernhagenplatz (über Weida, Markt Abf. 07.00 Uhr)
06.30 ab Schmölln, Bahnhof (über Altenburg, Bahnhof Abf. 07.00 Uhr)

Meldungen und Anfragen bitte direkt an den DGB (Tel. 0365-4364322, Fax 0365-4364320, E-Mail ostthueringen@dgb.de) oder über eure Gewerkschaft
Bernhard P.
Zitat:
Ungarn: Generalstreik im Verkehrs- und Transportwesen gegen Abwälzung der Krisenlasten

09.05.09 - Gestern fand in Ungarn ein Generalstreik statt, zu dem hauptsächlich die Gewerkschaften des Verkehrs- und Transportwesens und der Gewerkschaftsbund LIGA aufgerufen hatten. Es gab in den letzten Monaten in Ungarn zunehmend härtere Kämpfe gegen die Abwälzung der Krisenlasten, die unter anderem im März 2009 zum Sturz der Regierung unter Ferenc Gyurcsány geführt haben. Wie auch in den anderen osteuropäischen Beitrittsländern der EU wurden den Menschen in Ungarn große Hoffnungen auf eine Verbesserung ihrer Lage gemacht, die nun bitter enttäuscht werden ...

Quelle:
rf-news
weiterlesen:
http://www.rf-news.de/2009/kw19/ungarn-g...er-krisenlasten


Die Hoffnung, welche zahlreichen EU-Beitrittsländern, besonders in Osteuropa gemacht wurden, erfüllten sich offenbar nicht. Die Menschen wurden bitter enttäuscht.
Dies führte in Ungarn bereits zum Rücktritt von Gyurcsány, dem Ministerpräsidenten.

Ungarns großes Problem ist, dass es bisher keine marxistisch-leninistische Partei gibt, höchstens einzelne Kräfte, die sich am Marxismus-Leninismus orientieren.