Weltwirtschaftskrise: Zunehmende Kämpfe und politische Krisen

orca
Zitat:
gastli hat am 01. Juni 2016 um 16:19 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
holgersheim hat am 31. Mai 2016 um 22:39 Uhr folgendes geschrieben:
Deshalb muss die noch schlummernde Masse getroffen werden. Sie muss es spüren. Bis an die Existenz. Das geht nicht mit Kinderkacke Streik. Das geht nur mit Generalstreik, wenn nötig bewaffnet.


Richtig so.



Leider nicht ganz. Armut macht - ohne Wissen und Organisation - kein revolutionäres, sondern Lumpenproletariat, an Kleidung ebenso verlumpt wie an der Moral.

Eine erfolgreiche proletarische Revolution hat, neben der revolutionären Situation gemäß Lenin, auch noch weitere Bedingungen:

1. Eine große, gut organisierte und kampferfahrene kommunistische Partei.
2. Deren Einfluß auf die Massen.
3. Übergang von Teilen der Gewaltorgane (Polizei, Militär, Geheimdienste) auf die Seite der Revolutionäre.
Adeodatus
@ orca mit deinem Verweis auf Lenin machst du nur deutlich das es auf nicht absehbare Zeit keine revolutionäre Bewegung geben wird, weder in Deutschland noch sonst irgendwo in Europa. Und das liegt wohl nicht allein an der Generation Smartphone. Es fehlt an einer starken linken Bewegung die in der Lage ist die breite Masse zu erreichen, aber mal ehrlich da brauchen sich die Machthaber keine Sorgen machen, da sich die linken Splittergruppen gegenseitig bekämpfen.
orca
Zitat:
Adeodatus hat am 01. Juni 2016 um 18:54 Uhr folgendes geschrieben:
Es fehlt an einer starken linken Bewegung die in der Lage ist die breite Masse zu erreichen


Du bist entweder schlecht informiert oder ein Lügner oder beides.

In Griechenland sind KKE (Partei) und PAME (Gewerkschaftsverband) mitgliederstarke, massenverankerte und ideologisch klare kommunistische Organisationen.

Tja, und irgendwie wurdest Du scheinbar beauftragt, die derzeitigen Massenaufstände in der zweitgrößten Macht des EU-Imperiums, Frankreich, welche hier diskutiert werden, zu "vergessen".

Ich glaiube nicht, daß Du so dement, sondern daß Du ein Berufsignorant bist. Was zahlen Deine Herren denn so?
Pfiffikus
Zitat:
holgersheim hat am 01. Juni 2016 um 08:27 Uhr folgendes geschrieben:
@ Pfiffikus. Klar schlafen und ruhen die 99% und lassen sich eher bespaßen als aufzustehen. Noch. Wer jetzt nicht kämpft. Der braucht vielleicht nie mehr zu kämpfen. Vielleicht ist er dann schon tot oder so unterworfen, dass er seine Ketten nicht mehr los wird.

Nun, was kann man damit erreichen? Allenfalls die bestehende Ordnung zerstören. Und dann?


Marx und Engels konnten noch mit Recht an eine klassenlose Gesellschaft glauben. Inzwischen sind wir schlauer. Die beiden hatten mindestens zwei Dinge, von denen wir heute wissen, nicht auf dem Schirm. Aber die machen eine klassenlose Gesellschaft leider unmöglich.


Pfiffikus,
der dieses Ziel der Klassiker leider nicht als erreichbar ansieht
Pfiffikus
Zitat:
orca hat am 01. Juni 2016 um 09:49 Uhr folgendes geschrieben:
Schon Marx wußte:

Zitat:
Die Bourgeoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu betrachteten Tätigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt.
(Manifest)

Der Marx wusste auch nicht alles. Die Berufsgruppen, die ich hier mal markiert habe, praktizieren typischerweise nicht als bezahlte Lohnarbeiter. Naja, Ärzte zum Teil.
Im Gegenteil: Im Regelfall haben sie sogar eigene Angestellte, werden also Arbeitgeber. Ist ein Anwalt ein Kapitalist, weil er Anwaltsgehilfen beschäftigt?


Zitat:
orca hat am 01. Juni 2016 um 12:08 Uhr folgendes geschrieben:
Während die Arbeiter nichts zu verlieren haben, als ihre Ketten, ...

Für Deutschland gilt das nicht, die Arbeiter haben gewiss mehr zu verlieren.


Zitat:
orca hat am 01. Juni 2016 um 18:09 Uhr folgendes geschrieben:
Eine erfolgreiche proletarische Revolution hat, neben der revolutionären Situation gemäß Lenin, auch noch weitere Bedingungen:

1. Eine große, gut organisierte und kampferfahrene kommunistische Partei.
2. Deren Einfluß auf die Massen.
3. Übergang von Teilen der Gewaltorgane (Polizei, Militär, Geheimdienste) auf die Seite der Revolutionäre.

Siehst Du in Deutschland und Frankreich wenigstens ansatzweise 1. und 2. gegeben, so dass es sich überhaupt lohnen würde, über den Wunsch von holgersheim mal nachzudenken?

Wir beobachten, sehr deutlich auch hier im Forum, dass die Kräfte erfolgreich gespalten werden. So kann die derzeit herrschende Klasse problemlos nach dem Motto regieren: "Teile und herrsche".
Was meinst Du, warum ich hier nicht müde werde, diverse Scharfmacher zu kritisieren und auf diesen Umstand hinzuweisen?

Und vergiss nicht: zu 1. gehört nicht nur Kampferfahrung. Sofort nach überstandenen Kämpfen müssen ausreichend Köpfe da sein, die auch in der Lage sind, eine Wirtschaft zu organisieren. Die dürfen nicht irgendwelchen Säuberungsaktionen zum Opfer fallen oder ins Ausland vergrault werden.



Pfiffikus,
der versteht, dass Lenin dieses heutige Wissen noch nicht in seine Lehren einbauen konnte
Meta
Gegen die 3. Kraft haben die Roten immer verloren, sogar im DDR-Sozialismus.

So lässt sich die Nächstenliebe einfach über die Feindesliebe erklären:
Jesus sagt du sollst auch deine Feinde lieben.

Da Füge ich einmal die Ergänzung hinzu:
So lange sie dir und deinen Nächsten in keiner Form einen Schaden zufügen.
Damit ist alles wesentliche gesagt.
Vorsicht vor den Heuchlern, welche von anderen immer mehr wollen als sie selbst zu geben bereit sind.

Barmherzigkeit und Mitleid sind keine Nächstenliebe.
Eindeutiger wäre vielleicht die Definition liebe deines gleichen wie dich selbst.


So kamen die Lügen in die Welt.

Scheitert Flüchlingspolitik, scheitert EU

Was tot geschwiegen wird erlangt die Wiederauferstehung.
Das kann durch ein neues Erfahrung sammeln erfolgen, welches sehr zu Lasten der Erfahrung suchenden geht.

Siehe:
Scheitert Flüchlingspolitik, scheitert EU
Suche:
Concordanz Lomler Lügen 1830 -lesen ab Seite 492 / 6795
=---> dann erkennt ihr auch die heutigen Teufel an ihrem Tun.
Mit Luthers Worten auf zur neuen Reformation.
Tetzels Fetisch war einst Geld, heute ist es etwas anderes.
Shaitan und Iblis verkaufen sie uns heute als Nächstenliebe würde Luther sagen.

So werden die Lügen wieder aus der Welt verschwinden:

Scheitert Flüchlingspolitik, scheitert EU

Würdet ihr euren Gott kennen könnte man euch nicht so vergewaltigen. Am Ende der Seite mache ich euch mit ihm bekannt, dann werdet ihr eure Verräter kennen.

Ein Land kann nicht mehreren Göttern dienen.

Liebe und Eifersucht: Ihr sollt keine anderen Götter haben neben mir.
D.h. den Götzen meines Nachbarn habe ich nicht mit Nächstenliebe zu bedenken.
Wo kommen wir sonst hin?
Aber die kirchlichen Frösche quaken schon wieder anders als Gott es will, außer in der östlichen EU.
gastli
Zitat:
Meta hat am 02. Juni 2016 um 06:58 Uhr folgendes geschrieben:
Liebe und Eifersucht: Ihr sollt keine anderen Götter haben neben mir.
D.h. den Götzen meines Nachbarn habe ich nicht mit Nächstenliebe zu bedenken.
Wo kommen wir sonst hin?


Da sind wir schon.
Beim religiösen Irrsinn und seinen Folgen.
Dort gehört das hin.

Das Thema hier ist: Weltwirtschaftskrise: Zunehmende Kämpfe und politische Krisen

Ein Blick nach Frankreich lässt hoffen.
Die dort gelebte Demokratie ist noch wesentlich lebendiger.
Man wehrt sich gegen übergestülpte Regeln nach BRD-Vorbild.
Die Menschen dort wollen sich die sozialen Erungschaften nicht einfach klag- und wehrlos wegnehmen lassen.
Es hängt wieder Mal ein Hauch von 68 in der Luft von Paris.
Und hey, klar wird das von den hiesigen Qualitätsmedien mit Ekel und Abscheu kommentiert.
Meta
Ein Hauch Napoleon wäre besser, denn seine Taten veränderten Europa von Grund auf, außer Russland, dazu war die Zeit nicht ausreichend und der Leninismus war eine Diktatur im Gegensatz zur Machnowschtschina.

https://de.wikipedia.org/wiki/Machnowschtschina
Zitat:
Machnowschtschina
#
ff
Zerschlagung der Bewegung durch die Bolschewiki

Nachdem die Bolschewiki mit Unterstützung der Machnowschtschina den Kampf gegen die alten Mächte – die deutsch-österreichischen Besatzer und die Weißen Militärs – gewonnen und ihre Macht in Russland stabilisiert hatten, wandten sie sich gegen die Machnowschtschina, so wie sie zuvor in Russland anarchistische Kräfte niedergeschlagen hatten. Leo Trotzki führte die Bekämpfung der Machnowschtschina an und ordnete eine Zerstörung der Dörfer an, welche loyal zu Nestor Machno standen. Als jedoch Pjotr Nikolajewitsch Wrangel, ein General der Weißen Armee den Bolschewisten zu gefährlich wurde, verbündeten sie sich erneut mit den Anarchisten.[1] Nach der Vertreibung Wrangels unterlagen letztlich die anarchistischen Partisanen der Machnowschtschina gegen die Rote Armee. Die letzten Gruppen der Machnowschtschina wurden bis zum Sommer 1922 besiegt und aufgerieben. Die Ukraine wurde als Ukrainische Sowjetrepublik in die junge UdSSR einverleibt. Die Kommunistische Partei etablierte sich auch in der Ukraine zur beherrschenden Staatspartei bis zum Niedergang der UdSSR um 1991.

Machno selbst konnte sich mit einigen Kämpfern am 28. August 1921 verwundet nach Rumänien absetzen. Er verbrachte sein weiteres Leben im Exil. Er starb, unbeachtet von der Öffentlichkeit, 1934 in einem Pariser Armenhospital.

Als wichtigste Zeitschrift der Machnowschtschina, herausgegeben in Charkow, gilt Put k swobode (deutsch: Weg zur Freiheit).


Nestor Machno setzte bei seinen Hoffnungen auf die falschen Leute. Er strebte eine Rätedemokratie an.
Käptn Blaubär
Krass. Wo holst du immer wieder diesen Rotz her?
orca
Zitat:
Pfiffikus hat am 02. Juni 2016 um 01:41 Uhr folgendes geschrieben:
Der Marx wusste auch nicht alles. Die Berufsgruppen, die ich hier mal markiert habe, praktizieren typischerweise nicht als bezahlte Lohnarbeiter.


Marx schrieb auch nicht "alle Ärzte, Juristen ...". Selbstverständlich sind niedergelassene Ärzte, wenn sie Lohnarbeit kaufen, Ausbeuter. Aber die meisten davon stehen, da sie nicht überwiegend Selbstzahler behandeln, in einem Lohnverhältnis gegenüber den Krankenkassen-Großschmarotzern. Viele Juristen sind Lohnarbeiter in Anwaltskanzleien, Tendenz zunehmend. ...

Willst Du Marx unterstellen, nicht zu wissen, was ein Lohnarbeiter ist? Da will wohl eine Grabkerze die Sonne beleuchten.

Zitat:
Pfiffikus hat am 02. Juni 2016 um 01:41 Uhr folgendes geschrieben:
Für Deutschland gilt das nicht, die Arbeiter haben gewiss mehr zu verlieren.


Durchaus nicht. Durch die Vernichtung der Schmarotzer kommen ihnen neben den Brosamen ihrer Ausbeuter zusätzlich die von ihnen geschaffenen Werte zugute, welche ihnen im Kapitalismus die Schmarotzer rauben, für Kriege, *****************linge (z.B. in Internetforen), Polit-, Justiz- und Managementlakaien oder planmäßige Wertevernichtung verplempern.

Zitat:
Pfiffikus hat am 02. Juni 2016 um 01:41 Uhr folgendes geschrieben:
Siehst Du in Deutschland und Frankreich wenigstens ansatzweise 1. und 2. gegeben


Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Ich schrieb, in welchen Ländern die Bedingungen besser als hier gegeben sind.

Aber auch in Frankreich siehst Du zur Zeit, daß nicht alle Völker so untertänig, faul und feige sind, wie das deutsche.

Selbstverständlich beginnen Aufstände nicht gleich mit einer landesweiten proletarischen Revolution. Wenn Du mal auf die Geschichte Deiner Herren schaust, wirst Du bemerken, daß vor der bürgerlichen Revolution mehrere Jahrhunderte aufkommenden Industrie-, Handels- und Bankkapitals lagen, auch verschiedene durch die Feudalherren niedergeschlagene Aufstände, Konterrevolutionen (siehe 4. Republik in Frankreich) wie auch in besonders reaktionären Staaten wie der B'R'D weiterhin Reste der Feudalherrschaft (Vons und Zus, Fürsten- und Prinzengesindel, anderswo sogar amtierende Königinnen und Könige).

Daraus die Schlußfolgerung zu ziehen, dies sei nun das Ende der Geschichte und die globalen imperialistischen Krisen und Kriege naturgegebener Dauerzustand, ist einfach so dumm, wie es nur die vollverblödende bürgerliche Gesellschaft hervorbringen kann.
holgersheim
Danke @orca, so wollte ich das hier lesen.

Ein kurzer Blick nach Frankreich.



Güle Güle smile
Vive la France!
Vive la Révolution!
Liberté,
Égalité,
Fraternité, et
SOLIDARITÉ!
Pfiffikus
Zitat:
holgersheim hat am 02. Juni 2016 um 17:11 Uhr folgendes geschrieben:
Danke @orca, so wollte ich das hier lesen.

Jetzt bin ich aber enttäuscht. Bisher dachte ich, dass Du wenigstens die Wortwahl von ihm missbilligst.


Zitat:
orca hat am 02. Juni 2016 um 14:38 Uhr folgendes geschrieben:
Willst Du Marx unterstellen, nicht zu wissen, was ein Lohnarbeiter ist?

Das hast Du so formuliert.

Ich behaupte, dass er im Jahre 1883 aufgehört hat, weitere Erfahrungen zu sammeln. So sind ihm einige Dinge entgangen, die wir heute selbstverständlich wissen.


Für mich der wichtigste Fakt: Die Bedürfnisse der Menschen sind nicht endlich, wohl aber die Ressourcen, die unser Planet bietet.

Es wird auch in einer kommunistischen Gesellschaftsordnung nicht möglich sein, so viele Dinge zu produzieren, bis die Bedürfnisse aller Menschen befriedigt sind. Immer, wenn man sich so etwas einbilden würde, kämen wieder neue Hobbies hinzu, denen man sich damals, als noch Geld die Welt regiert hatte, nicht leisten konnte.

Die Anschaffungen für diese Hobbies werden naturgemäß aufwändige Produktionsprozesse verursachen und Ressourcen verschlingen. Und nicht zu vergessen: Die Menschen könnten sich vernünftigerweise hin und wieder der Produktion von Waren oder der Erbringung von Dienstleistungen widmen, allerdings würden diese Tätigkeiten den Menschen wichtige Zeit für ihre Hobbies nehmen.


Soweit ich mich an die Vorlesungen und Seminare erinnere, ging Marx nicht von ausufernden Bedürfnissen der Menschen aus.



Pfiffikus,
der die Marxschen Lehren nicht für immer in Stein gemeißelt ansieht, die nicht mehr weiterentwickelt werden können
orca
Zitat:
Pfiffikus hat am 02. Juni 2016 um 21:24 Uhr folgendes geschrieben:
Ich behaupte, dass er im Jahre 1883 aufgehört hat, weitere Erfahrungen zu sammeln.


Hier sehen wir gleich zwei Probleme bürgerlicher Ideologen und korrupter Auftragsschreiberlinge:

1. Sie wissen nichts richtig. Daß Karl Marx 1883 aufhörte, Erfahrungen zu sammeln, ist keine Behauptung, sondern absolut sicher. Aber Leute wie Du sind sogar noch blöder: Selbst im Falle einer Auferstehung / Wiedergeburt, woran bürgerlich vollverblödete B'R'D-Insassen bar jeglicher Fakten häufig glauben, wäre einem wiedergeborenen Marx nicht möglich, etwas vor 1883 zusätzlich zu veröffentlichen.

2. Sie bezweifeln die Existenz von Wahrheiten. Aber der Satz des Pythagoras, der vor ca. 2500 Jahren starb, stimmt immer noch.

Welcher vollverblödete Führungsoffizier gab Dir nur den Auftrag, Dich Pfiffikus zu nennen? Obwohl Du hier ständig üblere Blödheiten verbreiten mußt?

An Deine Restwürde zu appellieren, bringt bei Deinesgleichen leider nichts. Denn der Begriff Rest implizierte für Deinesgleichen unzutreffend, daß da schonmal was war.
Pfiffikus
Demütig nehme ich Deine Worte erstmal zur Kenntnis.

Leider war noch nichts Inhaltliches Deinerseits zu lesen, ob und wie die Bedürfnisse der Leute im Kommunismus befriedigt werden können. Ein paar Worte zu den aufgeworfenen Fragen folgen gewiss noch...



Pfiffikus,
der selber ein recht aufwändiges Hobby betreibt
orca
Zitat:
Pfiffikus hat am 02. Juni 2016 um 22:48 Uhr folgendes geschrieben:
ob und wie die Bedürfnisse der Leute im Kommunismus befriedigt werden können


Wenn Du eine Villa, einen Learjet und eine 40-m-Yacht für ein naturgemäß ewiges menschliches Bedürfnis hältst - oder auch, sich mit einem Schlausprecher in der Hand von seinen Mitmenschen zu entfremden und in Kriegsspielen zu versinken - bist Du entweder dümmer, als ich dachte, oder hältst Andere für dümmer als Dich.
Tina
orca:
Zitat:
Wenn Du eine Villa, einen Learjet und eine 40-m-Yacht für ein naturgemäß ewiges menschliches Bedürfnis hältst


Weil Du Dir wahrscheinlich viele Dinge nicht leisten kannst, muss es doch anderen Leuten nicht auch so gehen. Wenn ich allerdings Deine Texte lese, weiß ich auch, warum das so ist.
orca
Zitat:
Tina hat am 03. Juni 2016 um 21:16 Uhr folgendes geschrieben:
Weil Du Dir wahrscheinlich viele Dinge nicht leisten kannst, muss es doch anderen Leuten nicht auch so gehen.


Genau diese Dummheit irrationaler Bedürfnisse meine ich. Danke für die (sicher ungewollte) Demonstration.

Glaubst Du wirklich, ein Schicki-Micki-Diner auf einer 5-Millionen-Yacht macht glücklicher, als ein Grillabend mit guten Kumpels?

Glaubst Du wirklich, "World of Tanks" eröffnet Dir reale Entwicklungsmöglichkeiten und Erfolgserlebnisse?

Ganz davon abgesehen, ob Du für die Menschheit, deren Teil Du bist, irgendeinen Wert hast. Deine Beiträge lassen keinen solchen erkennen.
Tina
orca:
Zitat:
Glaubst Du wirklich, ein Schicki-Micki-Diner auf einer 5-Millionen-Yacht macht glücklicher, als ein Grillabend mit guten Kumpels?


1. bringst Du die Yacht immer wieder ins Thema - nicht ich
2. glaube ich auf Grund Deines Umgangs mit anderen Usern nicht, daß Du gute Kumpels
hast.
3.
Zitat:
Ganz davon abgesehen, ob Du für die Menschheit, deren Teil Du bist, irgendeinen Wert hast. Deine Beiträge lassen keinen solchen erkennen.


kann ich dises Kompliment voll und ganz zurückgeben.
Pfiffikus
Zitat:
orca hat am 03. Juni 2016 um 20:11 Uhr folgendes geschrieben:
Wenn Du eine Villa, einen Learjet und eine 40-m-Yacht für ein naturgemäß ewiges menschliches Bedürfnis hältst

Mit der Villa würde ich mich schwer zurück halten wollen, selbst wenn die nichts kosten würde und ich sie mir leisten könnte.
In einer klassenlosen Gesellschaft, in der das Geld als Gegenleistung für geleistete Arbeit von Butlern und Gärtnern keine Rolle mehr spielt, wird es mir schwer fallen, die Villa nebst umgebenden Park sauber und instand zu halten. Die Villa würde in meinen Händen viel zu schnell zur Messi-Bude verkommen. Das gilt selbst dann, wenn ich für einen Großteil der Arbeit Roboter einsetzen könnte. Alles schaffen die noch nicht.

Aber der Kern der Aussage bleibt: Es wird sich niemand mehr aus finanziellen Gründen auf weniger Quadratmeter beschränken müssen, als man möchte.

Learjet und Yacht - dafür gilt sinngemäß dasselbe. Besitzen und Verantwortung dafür übernehmen würde ich nicht wollen. Wäre mir zu aufwändig. Aber es gibt auf der Welt noch viele Gegenden, die ich mir noch nicht angesehen habe. Wenn die finanziellen Zwänge weg fielen, würde meinerseits eine rege Reisetätigkeit einsetzen.


Zitat:
orca hat am 03. Juni 2016 um 21:32 Uhr folgendes geschrieben:
als ein Grillabend mit guten Kumpels?

Aber Du wirst doch hoffentlich nicht einfach nur Fleisch auf ein Feuer schmeißen wollen, wie das unsere Vorfahren vor 10000 Jahren schon gemacht haben.

Zu einem standesgemäßen Grillabend gehören doch gewisse Dinge, zu deren Anschaffung ich heute noch zu geizig bin, doch die das Grillen erst zu einem Erlebnis machen und die die Reinigung der Utensilien am nächsten Tag sehr stark erleichtern.




Wenn die Kumpels kommen, würde ich mir gerne feinstes Grill-Zubehör aus Edelstahl leisten.





Dann könnten wir noch eine Vorrichtung zum Warmhalten der Gerichte brauchen.



Bisher müssen sich ich meine Kumpels noch drauf verlassen, dass mein Augenmaß dafür sorgt, dass das Grillgut richtig gart. Denn so ein Teil habe ich bisher noch nicht:




Und dann kommt ordentliches Fleisch auf den Grill! Was soll der Geiz?


Bildquelle: http://www.grillsportverein.de/ wo man sich noch viele weitere Tipps zum Grillen holen kann.







Zitat:
orca hat am 03. Juni 2016 um 21:32 Uhr folgendes geschrieben:
Glaubst Du wirklich, "World of Tanks" eröffnet Dir reale Entwicklungsmöglichkeiten und Erfolgserlebnisse?

Ist das irgendein Spiel? Wahrscheinlich kommt niemand wirklich auf die Idee, von einem virtuellen Spiel "reale Entwicklungsmöglichkeiten und Erfolgserlebnisse?" zu erwarten, außer Dir.
Duch die Spiele haben einen wichtigen Vorteil: Sie lassen die Endorphine fließen, im Gegensatz zur Grillparty mit ganz minimalem Ressourcenverbrauch. Und darum geht es doch und deshalb werden derartige Beschäftigungen im Kommunismus weiterhin Zuspruch finden.



Es verknappt sich noch eine andere Ressource, die Marx nicht im Blick hatte. Die Zeit. Auch im Kommunismus wird jeder Mensch nur 24 Stunden zugeteilt bekommen. Und wenn ich Wohnung und Umfeld pflegen will, reisen in realer Welt und in virtuellen Welten unternehme, so rauben mir diese Tätigkeiten viel zu viel Zeit. Arbeiten gehen, Werte schaffen - wer hätte dafür noch Zeit?
Wer soll die immer mehr ausufernden Wünsche und Bedürfnisse der Menschen befriedigen? Und vor allem wann?



Pfiffikus,
der in einem anderen Thema bereits vorgerechnet hat, dass eine ständige Reduzierung der Wochen- oder Monatsarbeitszeit auch nicht zielführend sein kann
orca
Zitat:
Pfiffikus hat am 05. Juni 2016 um 11:26 Uhr folgendes geschrieben:
Pfiffikus,
der in einem anderen Thema bereits vorgerechnet hat, dass eine ständige Reduzierung der Wochen- oder Monatsarbeitszeit auch nicht zielführend sein kann


Ach ja? Aufgrund ständigen technologischen Fortschritts steigt die Arbeitsproduktivität immer weiter an. Schon aufgrund der endlichen Ressourcen ist nicht sinnvoll, so schnell wie möglich soviel wie möglich zu produzieren.

Trotz der dem Kapitalismus naturgemäßen Verschwendung von Arbeitskräften und Arbeitszeit (Rüstung, Kriege, Volksverblödung, Schnellkaputtschrott, Investruinen, Bürokratie ...) sind bereits Millionen aus dem Arbeitsprozeß ausgestoßen, während sich Andere in Burnout und Depression rackern.

Nur ********* und Lügner können DAS für zielführend halten. Ist es ja auch. Für eine winzige schmarotzerische Minderheit. Wenn das Ziel der Maximalprofit ist, scheiß auf Menschheitsmehrheit und Überlebensbedingungen.

Süddeutschland kriegt ja grade eine kleine Kostprobe der jahrzehntelangen Wachstumseuphorie (welche dem Kapitalismus unabänderlich eigen ist).