Adeodatus
@ Meta hier mal ein paar Einwohnerzahlen aus den statistischen Jahrbüchern Stand 31.12.2011 aufgeschlüsselt nach statistischen Bezirken.
Gera-Nord/Langenberg 8 453
Bieblach-Ost 5 477
Bieblach/Tinz 7 608
Debschwitz 10 569
Lusan-Laune 8 724
Lusan-Zentrum 5 674
Lusan-Brüte 9 174
Diese insgesamt 55679 Einwohner profitieren direkt oder indirekt von dem Neubau der Strecke nach Langenberg. Davon abgesehen ich war am Anfang auch gegen den Bau ich habe mich aber intensiv damit beschäftigt und habe festgestellt dass die Vorteile deutlich die Nachteile überwiegen.
Wenn ich mir die neue Stadtpolitik anschaue komme ich zu dem Schluss dass ein Teil der Geschen gegen so ziemlich alles ist. Bis auf eine Ausnahme. Hier mal eine kleine Auslese
Die Gerschen sind gegen:
Stadtbahnbau nach Langenberg
Ausbau der Wiesestraße
Bau der JVA in Gera Aga
Dixmuseum in der Landesbank.
Aber die Gerschen sind für Tempo 70 auf der Siemensstraße, um 28 Sekunden Zeitersparnis zwischen der Shelltankstelle und dem Abzweig nach Bieblach Ost zu erhalten.
Also wer noch daran zweifelt das Gera eigentlich Schilda ist, dem ist nicht mehr zu helfen.
FelixKaiser
Langenberg hat OHNE Stublach 2650 Einwohner, mit ca. 4000. Zubringer sind nicht nur die Linien aus der Ortschaft Aga, hinzu kommen Hermsdorf, Hain, Cretzschwitz, Roben. Macht noch einmal ca. 4000 Einwohner Zubringer. Das sind die Zahlen, die jeder nachlesen kann, das sind die Zahlen, die der GVB propagiert, worauf alle Berechnungen basieren. Zudem ist in den statistischen Quartalsberichten der Stadt nachzulesen, dass die Ortschaften alle samt recht stabil in ihrer Einwohnerentwicklung sind, anders als Lusan oder Bieblach/Ost. Gerade letzteres droht perspektivisch unter die Einwohnerzahl von Langenberg mit Stublach zu fallen, was die heutige Taktung Berufsakademie-Bieblach/Ost immer weniger rechtfertigt, mangels Wendemöglichkeit aber nicht anders umzusetzen ist. Die Investition Linie 4 schafft hier Abhilfe. Sie wird Zugang für ca. 8000 Einwohner zum städtischen Nahverkehrsnetz sein, pro Einwohner investiert der GVB so etwa 5000 Euro Eigenmittel. Ihre Argumentation in Richtung einer Bäderbahn ist in soweit absurd, dass sich die Investitionskosten dann verfielfachen würden und so mit dem aktuellen Vorhaben nicht vergleichbar sind. Unter anderen Rahmenbedingungen für eine Förderung würden die Baumaßnahmen wie sie jetzt geplant sind mit ziemlicher Sicherheit nicht weiter verfolgt werden. Es ist unstrittig dass im Netz einige Teile dringend sanierungsbedürftig sind und das ist nun mal teurer ohne Fördermittel als das was aktuell geplant ist. Um mal kurz etwas vorzurechnen: Durch das Einsparen von 2 Buskursen, und die werden tatsächlich eingespart, entfällt in den nächsten 30 Jahren zweimal die Ersatzbeschaffung von je 2 Standardbussen. Ein MAN Lion's City kostet in der Neuanschaffung derzeit etwa 230.000 Euro. Zuletzt wurden die Ersatzbeschaffungen zwar mit 30% gefördert, aber dass es mehr wird ist eher weniger zu erwarten. Hinzukommen die Betriebskosten, der eingesparte Diesel, die zwei Fahrer, Wartungsaufwand. Unter dem Aspekt dass ALLE Trassen dann so mindestens die nächsten 30 Jahre in der Form betrieben werden hat der Verkehrsbetrieb seinen Eigenanteil in weniger als der Hälfte der Zeit wieder drin. Und wenn Sie das immer noch nicht glauben bin ich auch gern bereit Ihnen den Verbrauch eines Busses und die Personalkosten für nach Tarif bezahltes Fahrpersonal herauszusuchen und vorzurechnen.
Alles wäre allerdings einfacher, wenn genau das mal nicht mühsam recherchiert werden müsste, sondern von vornherein vollständig publiziert worden wäre. Dann kann es jeder nachlesen. Ja, ich habe schon sehr viel recherchiert, nachgefragt, zusammengetragen. Und nicht locker gelassen. Ich werde mal nachhaken ob es nicht doch noch möglich ist da mehr vorallem verlässliche Sachen zu veröffentlichen.
Adeodatus
Siehe oben Bieblach Ost liegt eigentlich schon unter den Einwohnerzahlen von Gera Nord/ Langenberg denn Bieblach Tinz ist ja der Teil unterhalb von der Hilde-Coppi-Straße und umfasst die Dörfer Roschitz und Tinz mit
FelixKaiser
Da hab ich jetzt sogar nochmal wieder was gelernt, bin von etwa 5000 Einwohnern ausgegangen, verteilt auf Roschütz, die WBS70 Blöcke und ganz hinten die Eigenheime, die etwas Fußweg zur nächsten Haltestelle haben. Anders als auf dem Langenberger Ast verfügt der Bieblach/Ost-Ast auch nicht über nennenswerten Zubringerverkehr, einzig die Linie über Trebnitz nach Leumnitz, Regionalverkehr gar nichts, während Langenberg auch Halt für Regionalbusse wird (etwa 2 Busse je Stunde und Richtung).
Meta
Wie Sie sehen bringt Geheimniskrämerei nichts außer Ärger ein, entweder schadet es der Sache oder der Stadt, so ist das nun mal. Insofern kann es auf keinen Fall schaden wenn gelernt wird offen miteinamder umzugehen, denn davon profitieren letztendlich alle.
Dabei darf man auch nicht vergessen das Gera nicht auf einer Insel liegt, man muß auch fair und rücksichtsvoll miteinander und mit den angrenzenden Partnern umgehen.
FelixKaiser
Mir ist allerdings kein Projekt bekannt, bei dem die Wirtschaftlichkeitsprüfung von vorn herein offen dargelegt wurde. Auf der anderen Seite ist es auch eher die Ausnahme dass das Geschrei so groß ist und polarisiert wie in diesem Fall. So wundert es mich nicht dass viele von falschen Fakten und Zahlen ausgehen. Frau Hahn hat es aber auch nicht besonders geschickt angestellt den Herrn Thalmann mit einzubeziehen, besser vorbereitet wäre die Sache möglicherweise jetzt durch und das Geld auf dem Weg. Es wird eng, Baustart für die Sanierung der Trasse nach Bieblach/Ost sollte im September sein. Das ist aber kaum noch zu schaffen angesichts von Ausschreibungsfristen. Kann man nur auf eine günstige Witterung über die Wintermonate hoffen, dass es dann trotzdem zügig vorangeht. Ohnehin ist es wahrscheinlich dass bei Frost und Belastung weitere Gleisbrüche hinzukommen, der Entzug der Betriebserlaubnis für die Trasse wäre für die Stadt ein teures Desaster.
Meta
Wollen Sie damit sagen das kein für den Bereich Verantwortlicher dabei war, dem die Verkehrsbetriebe unterstehen?
Im übrigen spricht das was Sie schreiben nicht für die für den Betrieb verantwortlichen Leiter. Wenn es Probleme gibt dann muß man sich halt bewegen, vor allem wenn Sie der Vorgänger hat schleifen lassen oder diese Arbeit weil er selbst einmal dafür verantwortlich war lieber selbst aus Kenntnis seiner Mitarbeiter heraus machte.
Also bitte das nächste mal nicht wieder mit solchen oberflächlichen Bewertungen hier aufwarten.
Meta
| Zitat: |
FelixKaiser hat am 12. Juli 2012 um 19:16 Uhr folgendes geschrieben:
1. Mir ist allerdings kein Projekt bekannt, bei dem die Wirtschaftlichkeitsprüfung von vorn herein offen dargelegt wurde. Auf der anderen Seite ist es auch eher die Ausnahme dass das Geschrei so groß ist und polarisiert wie in diesem Fall. So wundert es mich nicht dass viele von falschen Fakten und Zahlen ausgehen.
2. Es wird eng, Baustart für die Sanierung der Trasse nach Bieblach/Ost sollte im September sein. Das ist aber kaum noch zu schaffen angesichts von Ausschreibungsfristen.
3. Kann man nur auf eine günstige Witterung über die Wintermonate hoffen, dass es dann trotzdem zügig vorangeht. Ohnehin ist es wahrscheinlich dass bei Frost und Belastung weitere Gleisbrüche hinzukommen, der Entzug der Betriebserlaubnis für die Trasse wäre für die Stadt ein teures Desaster. |
Zu 1. Was Sie schreiben hört sich so an als wenn die Verkehrsbetriebe ohne neues Geld pleite sind; kann das sein?
Zu 2. Denn die Instandhaltung ist aus den Einnahmen zu finanzieren und folglicherweise hat das nichts mit dem Neubau einer Strecke zu tun. Wer ist denn für die Baumängel an der bieblacher Trasse verantwortlich? Das regelmäßige nachstopfen und warten einer Trasse kann ja nicht so aufwendig und teuer sein, oder hat man diese Arbeiten bisher einfach unterlassen und nun ist der Schlamassel da?
Zu 3. Abgesehen davon, wer im September mit bauen anfangen will der hat wohl vergessen das 2010 schon Anfang Oktober der Winter begonnen hat. Bis dahin könnte man sowieso nur noch wenig ausrichten, wenn denn rechtzeitig mit bauen angefangen würde was auch meist nicht klappt.
Vernünftigerweise hätte man damit zur Urlaubszeit anfangen sollen, wenn die Fahrgastzahlen nicht so hoch sind, also im Juni und nicht im September, denn da geht die Schule wieder los, aber an unsere Kinder denkt ja keiner die können dann über Baustellen springen.
FelixKaiser
Ohne Zuschüsse sind Verkehrsbetriebe in Deutschland nicht überlebensfähig, der Unterhalt kann also auch nur durch Zuschüsse (z.B. in Form von Fördermitteln) finanziert werden. Worauf die Mängel zurückzuführen sind ist ungeklärt, die Ursachen dafür liegen aber im Zeitraum vor der Wende, nützen heute also nichts mehr. Was den Baustart anbelangt muss sich der Verkehrsbetrieb nach der Finanzierung richten, solange Herr Carius auf den bereitgestellten Fördermitteln sitzt geht der Verkehrsbetrieb nicht das Risiko ein auf eigene Faust die Kredite für die Eigenanteile anzuzapfen umso den Bau (vor)zufinanzieren. Schließlich muss der Verkehrsbetrieb die Rechnungen der Baufirmen zahlen, nicht das Verkehrsministerium.
Meta
Kennen Sie den Unterschied zwischen Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft?
Wenn volkswirtschaftlich die Lohn/Preiverhältnisse nicht stimmen, dh. die Landespolitik falsch entschieden hat, dann kann man keine Betriebswirtschaftlich positiven Ergebnisse erziehlen, dh. man muß zu Subventionen also Umverteilungen von Geld greifen.
Folge davon ist die Staatsverschuldung. Das sind die "Grundzüge der Volkswirtschaftslehre" siehe zB Devas.
Entscheidend sind die Lebenshaltungskosten, sind diese in einen Land niedrig und in einem anderen Land hoch so verliert das Land mit den hohen Lebenshaltungskosten massenweise Arbeitsplätze, wogegen das Land mitden niedrigen Lebenshaltungskosten Arbeitsplätze dazugewinnt.
China, Indien, so wie die ehemaligen RGW-Staaten haben zB. auch heute noch niedrige Lebenshaltungskosten, so daß die westlichen Länder auf gewissen Gebieten nicht gegen diese Länder konkurrieren können.
Zur Zeit befinden wir uns in dieser Krise, bisher haben aber die Menschen hier kaum begriffen um was es geht, ihnen werden Märchen erzählt.
Wenn Sie wissen wollen woran es liegt dann müssen Sie genaue Vergleiche zwischen den Volkswirtschaften heranziehen welche die politisch gewollten Lohn/Preissysteme im Bezug auf die Lebenshaltungskosten und die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft unter Konkurrenzbedingungen betreffen.
FelixKaiser
Das ändert aber nichts am Rahmen, an den sich die Stadt, der Verkehrsbetrieb und alle Beteiligten im Moment zu halten haben. Und was die aktuellen Forderungen von Frau Hahn anbelangt hoffe ich, dass der GVB die erst wenige Jahre alten Unterlagen schnell findet, aufbereitet und das dann auch zügig von Frau Hahn durchgesehen wird.
Was mir am ganzen Unterfangen aber nach wie vor sauer aufstößt: Warum setzt sich Frau Hahn eigenmächtig über einen Stadtratsbeschluss hinweg und setzt Vorhaben aus, die bereits in der Umsetzungsphase sind? Warum kann Frau Hahn die Freigabe der Fördermittel überhaupt verhindern, die Entscheidung liegt schließlich bei Carius. Seitens der Stadt wurde alles schon bereitet. Ich sehe darin auch kein gutes Zeichen für Unternehmer, die in der Stadt investieren wollen. Denn das würde heißen, wenn ein Unternehmen Fördermittel für ein Bauvorhaben beantragt, das Vorhaben vom Stadtrat bewilligt ist, der rechtliche Rahmen steht, die Fördermittel sogar schon im Haushalt eingestellt sind, dann muss es immer noch fürchten, dass die Fördermittel auf Initiative des Stadtoberhauptes blockiert werden. Mal von den ganzen öffentlichen Diskussionen abgesehen, in denen so häufig wie noch nie mögliche und geplante Vorhaben regelrecht zerfetzt werden. Der Stadt täte es wirklich gut wenn mal alle an einem Strang ziehen würden!
Meta
Ob es da wirklich schon einen Stadtratsbeschluß gibt oder nicht da habe ich Zweifel, außerdem glaube ich nicht das Sie etwas ohne Einverständnis des Stadtrates tun könnte. Dh. die Sache müßte im Haupftausschuß gewesen sein und die Fraktionsvorsitzenden sind informiert.
Das Schauern in die Glaskugel nützt aber Niemanden. Ich denke in den nächsten 14 Tagen wird sich das schon klären.
Abgesehen davon kann ja auch Frau Schweisburg als Mitbetroffene entsprechend nachgefragt haben und dann könnt ihr froh sein wenn es unsere Oberbürgermeisterin noch auf die Reihe bekommt. Vielleicht hat ja Herr Dr. Vornehm die Frau Schweinsburg unterschätzt und ihr schimpft in eurer Unwissenheit über die falsche, wie so oft, weil Euch Dr. Vornehm an der Nase herum geführt hat, darüber könnte man natürlich auch mal nachdenken.
Adeodatus
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| Abgesehen davon kann ja auch Frau Schweisburg als Mitbetroffene entsprechend nachgefragt haben und dann könnt ihr froh sein wenn es unsere Oberbürgermeisterin noch auf die Reihe bekommt. |
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Stadtbahn kommt Gute Nachricht für Langenberg und Debschwitz: Der Weiterbau der Stadtbahn ist gesichert! Die einjährige Blockade durch den Landkreis Greiz ist überwunden. Die neue Konzession für den RVG schließt einen Parallelverkehr zur zukünftigen Stadtbahn nach Langenberg aus. Im Widerspruchsverfahren bekam der GVB recht.
In einem Spitzengespräch zwischen dem Thüringer Verkehrsminister Christian Carius, dem stellvertretenden Ministerpräsident Christoph Matschie und mir am vergangenen Donnerstag sagte der Verkehrsminister den förmlichen Zuwendungsbescheid bis Ende Mai dieses Jahres zu. Wir gingen davon aus, dass der weitere Ablauf wie in der vorausgegangen Beratung auf Fachebene erfolgt: Am 8. März hatten sich in Gera der GVB, die Stadt, das Land und der Bund getroffen. Vom Bundesverkehrsministerium hatte Dr. Glück teilgenommen. Dabei wurden letzte Einzelheiten zu den Fördermitteln zwischen allen Beteiligten abgestimmt. Die entsprechend angepassten Unterlagen hierzu wird der GVB bis Ende März vorlegen. Der Bund drängt, dass die bereits im vergangenen Herbst bereit gestellten Fördermittel abfließen.
Ihr Oberbürgermeister
Dr. Norbert Vornehm (28. März 2012)
Quelle: Gera |
Soweit zur Frau Schweinsburg als Mitbetroffene. Also wieso sollen wir Glück haben wenn da die Frau Oberbürgermeisterin noch was hinbekommt.
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| Vielleicht hat ja Herr Dr. Vornehm die Frau Schweinsburg unterschätzt und ihr schimpft in eurer Unwissenheit über die falsche, wie so oft, weil Euch Dr. Vornehm an der Nase herum geführt hat, darüber könnte man natürlich auch mal nachdenken. |
Da habe ich eher das Gefühl das ich jetzt an der Nase herumgeführt werden soll. Aber davon abgesehen Gera ist nicht Teil des Landkreises Greiz ergo hat sich unsere Bürgermeisterin in erster Linie für die Belange unserer Stadt einzusetzen. Ich hoffe ja das die Oberbürgermeisterin sich gegen Frau Schweinsburg durchsetzt, und sich nicht aus Freundschaft zur Landkreisfürstin die Fäden aus der Hand nehmen lässt.
Meta
Lieber Adeodatus, jetzt hast Du Dir nun die Mühe gemacht dabei ist es doch alles nur ein in die Glaskugel schauen, machmal muß man halt mal ein paar Tage Geduld haben.
Wenn das Geld im Mai da gewesen wäre dann hätte man ja auch im Mai spätestens Juni anfangen können, ist es nicht so?
Simson
Eine Verbindung der Städte Gera und Bad Köstritz mit einer Strassenbahnlinie über Gera-Langenberg wäre aus meiner Sicht ein wünschenswertes Projekt mit dem Ergebnis der Verbesserung der Lebensqualität von Menschen in der Region und unter Umständen auch positiven wirtschaftlichen und ökologischen Effekten.
RudiRatlos
| Zitat: |
Simson hat am 13. Juli 2012 um 20:13 Uhr folgendes geschrieben:
Eine Verbindung der Städte Gera und Bad Köstritz ... |

->
Guckst du...
FelixKaiser
Das wäre vielleicht zu Ostzeiten gegangen, aber jetzt ist die Grenze hart. Da so eine Investition hauptsächlich durch die Stadt Bad Köstritz und zum Teil auch durch den Landkreis Greiz getätigt werden müsste, der Betrieb in erster Linie auch von eben jenen durchgeführt werden müsste, wäre das unbezahlbar. Auch die Investitionskosten wären viel höher. Sinnvoller wäre eine Vertaktung der Busse mit den Straßenbahnen und ein gemeinsamer Nahverkehrstarif, gerade durch letzteren dürfte die Auslastung der Busse deutlich steigen und es würde sich vielleicht sogar lohnen am Wochenende wieder ein paar mehr Busse durch den Landkreis fahren zu lassen.
Besonders interessant für Meta dürfte das hier sein:
http://www.gera.de/sixcms/detail.php?id=155625&_lang=de
Am 29.7.2007 hat der Stadtrat das Stadtbahnprogramm Stufe 2 beschlossen. 2011 hat der Bund seine 60% Anteil bereitgestellt. 2012 gab es grünes Licht vom Land, jetzt hängt es nur noch an Carius. Und der (ver)zögert...
Meta
Da wurde aber oft bereits vorhandenes mitgezählt, oder warum diese besonderen Bahnkörper Lusan und Bieblach Ost die schon vorhanden sind hier enthalten?
| Zitat: |
| „Dennoch sind gegenwärtig Bestrebungen erkennbar, aus dem bisherigen Gesamtpaket der fünf Maßnahmen (Besonderer Bahnkörper Hinter der Mauer, Besonderer Bahnkörper Bieblach-Ost, Neubaustrecke Langenberg, Besonderer Bahnkörper Lusan, Besonderer Bahnkörper Wiesestraße) die Maßnahme nach Gera-Langenberg herauszunehmen. Dies widerspricht nicht nur dem politischen Willen der Stadt Gera, der jahrelangen Planung und Vorbereitung, sondern führt erkennbar auch zum ‚Aus‘ der anderen Maßnahmen, da für sie alleine ein förderfähiges Ergebnis einer ja auf dieser Grundlage neu vorzunehmenden standardisierten Bewertung nicht zu erreichen ist“, betont Geras Oberbürgermeister. |
Warum ist vom Beschluß 2007 bis 2012, denn 5 Jahre lang nichts passiert, anders kann man ja dazu nicht sagen, denn alles außer dem Neubau Langenberg ist ja schon vorhanden.
FelixKaiser
Die Finanzierungszusage vom Bund hat etwas auf sich warten und am längsten dauerte der Streit mit dem Landkreis Greiz, weil die Frau Landrätin entgegen des gemeinsam erarbeiteten Nahverkehrsplanes ihre Busse weiter an Haltestellen der Stadt halten lassen wollte, auf dem Weg über Langenberg zum Busbahnhof. Die Einigung war Voraussetzung für die Freigabe der Landesmittel zum Bau. Das ist glücklicherweise zum Jahresanfang aber nun passiert, so dass außer dem eigenmächtigen Willen von Herrn Carius dem Projekt nichts mehr im Weg steht. Er kann unabhängig von Frau Hahn den Bescheid zustellen (so wie es Bund und Land vorsehen) damit der GVB endlich die Baumaßnahmen starten kann. Es gibt für eine weitere Verzögerung defacto keine rechtliche Grundlage.
Mit den besonderen Bahnkörpern in Lusan und Bieblach/Ost ist gemeint, dass die Trasse für eine Stadtbahn (70km/h) ertüchtigt werden soll. Straßenbahntrassen sind für 50km/h ausgelegt. Das ist der kleine Unterschied. Dieser Ausbau ist förderfähig, die Sanierung einer Straßenbahntrasse nicht. Wir hätten den ganzen Zirkus nicht wenn letzteres schlicht und ergreifend förderfähig wäre, aber über den Unsinn in der Fördermittelpolitik (nicht nur hier im Fall der Stadtbahn) haben sich schon viele ausgelassen.
Meta
Wie will man denn nachweisen das die 50Km/h praktisch gefahren werden können? Da muß man doch zwangsmäßig größere Haltestellenabstände haben, abgesehen davon sind viel zu viele Ampeln und Kurven vorhanden welche das verhindern. Bei einer O-Buslinie wäre das kein Problem.
In Lusan kann ich mir keine Stelle vorstellen wo man die 70Km/h schaffen kann, in Bieblach-Ost vielleicht bergab, dann kommt sie aber in den Haltestellen nicht mehr zum stehen, abgesehen von den immensen Abnutzungen.
Habe mir gerade vorgestellt wie Gera mit einer Schwebebahn aussähe, denn irgendwie ist die Stadt nicht für einen zukuftsfähigen Verkehr, wie die Städte Halle, Leipzig, Dresden, Berlin etc. pp. ausgelegt. Das scheinen die Stadtarchitekten immer verplant zu haben. Die Straße am nicht mehr vorhandenen Sommerbad sollte man deshalb in Mäanderstraße umbenennen, weil sie wie ein Fluß mäandert und das noch besonders in Kreuzungsbereichen, wo man im Winter doch keine Straßenmarkierungen mehr sieht; im Sommer bei Nieselregen sieht man die abgefahrenen Markierugen auch nicht.
Sehen wir es als Geraer mal positiv, bei uns ist eben alles "abgefahrn"!
Siehe:
http://www.brigittehainz.com/files/info_eft_part5.pdf
Wie wäre es mit Automatikfahrzeugen auf Sonderspuren wo heute noch die gute alte Tram verkehrt? Mit Fahrzeugparks an Endhalte und Sonderbedarfsstellen von denen Zusatzfahrzeuge angefordert werden wenn mehr Fahrgäste an den Haltestellen durch Münzeinwurf oder scannen der Monatskarte eine Zielgerichtete Transportanforderung auslösen. Das ist effektiver als Straßenbahnen mit 3 - 7 Fahrgästen außerhalb der Hauptzeiten des Verkehrs.
So lange die Politiker Moblität von der Bevölkerung forden brauchen wir preiwerte PKW´s und Kraftstoff und keinen zweigleisigen Verkehr. Wer diese Dinge verteuert und dann die Menschen als unbeweglich und träge tituliert der lebt außerhalb dieser Welt.