Atomkraft - Welche Gefahr besteht?

Pfiffikus
Zitat:
holgersheim hat am 04. April 2026 um 15:55 Uhr folgendes geschrieben:
Was möchtest du mit deiner bornierten Überheblichkeit zum Ausdruck bringen?
Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass die Autoren dieser Seite ganz sicher nicht auf dem aktuellen Stand der Technik und des Wissens über moderne Reaktoren sind.

Dass solche Reaktoren, die vor vierzig oder 50 Jahren gebaut worden, für die viele Aussagen auf der verlinkten Seite zutreffen, nicht mehr dem heutigen Stand entsprechen, wird zumindestens denjenigen Menschen klar sein, die ihren Kopf zum Denken benutzen.

Ganz sicher hat kaum jemand vor, solche alten, veralteten Reaktoren heute noch in die Landschaft zu bauen.



Pfiffikus,
der dafür gesorgt hat, dass die aufmerksamen Leser dieses Forums wesentlich besser über den aktuellen Stand der Dinge informiert sind, als Leute, die sich von solch befangenen Seiten bilden lassen
Pfiffikus
FrankSteini hat im Thema Kernfusion einen Beitrag verfasst, den ich aus thematischen Gründen lieber an dieser Stelle kommentiere, weil es absolut nix mit Fusion zu tun hat.



Zitat:
FrankSteini hat am 21. April 2026 um 18:55 Uhr folgendes geschrieben:
Das interne Papier des Bundesumweltministeriums (BMUV) bewertet die EU‑Pläne für Small Modular Reactors (SMR) kritisch
Von "den SMR" zu reden und diese pauschal zu beurteilen, ist ebenso geistlos, wie von "die AfD-Wähler" oder "die Grün-Wähler" oder irgendeine andere inhomogene Gruppe über einen Kamm zu scheren.

Es gibt zahlreiche Projekte, wie SMRs gestaltet werden können. Die einen nutzen wie bisher üblich Uran-235, nur eine Nummer kleiner. Andere nutzen Natur-Uran. Wieder andere können den derzeit vorhandenen "Atommüll" als Brennstoff verwenden. Wieder andere Modelle nutzen Thorium als Brennstoff.
Also von welchen dieser Modelle schreibt das BMUV jetzt?


Zitat:
FrankSteini hat am 21. April 2026 um 18:55 Uhr folgendes geschrieben:
Auch SMR müssen vollständige nukleare Sicherheitsstandards erfüllen.
Die kleinere Bauweise reduziert Risiken nicht.
Das ist erstmal richtig.
Praktisch wird die höhere Sicherheit nicht durch die Größe erreicht, sondern durch inhärente Sicherheit.
- Die Flüssigkeiten stehen nicht unter dem Riesendruck, wie bei den Leichtwasserreaktoren.
- Sofern Menschen jegliche Einflussnahme unterlassen würden, dann schalten sie sich ganz ohne menschliches Zutun ab.
Bisher bekannte GAUs KÖNNEN mit den Reaktoren der neuen Generationen gar nicht mehr passieren. Die könnten sogar mitten in ein Wohngebiet gestellt werden.

Die Sicherheit wäre also kein Problem, das den geeigneten SMRs im Wege stünde.


Zitat:
FrankSteini hat am 21. April 2026 um 18:55 Uhr folgendes geschrieben:
Pro Leistungseinheit sind SMR teurer, da mehrere Reaktoren nötig wären und jeder einzeln hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen muss.
Modularität bringt bisher keine realen Einsparungen – Massenproduktion ist nicht absehbar.
Noch einmal - Sicherheit ist kein Hinderungsgrund mehr.

Und schau Dir mal die rot hervorgehobenen Dinge an. Merkst Du nicht selbst, dass sich da etwas beißt?
Hohe Stückzahlen haben bei Autos, bei Solarzellen, bei Batterien und so vielen anderen Produkten die Preise exponentiell fallen lassen. Warum soll das bei SMRs nicht funktionieren?


Zitat:
FrankSteini hat am 21. April 2026 um 18:55 Uhr folgendes geschrieben:
Ohne massive staatliche Förderung gäbe es keinen Markt.
Es würde ja schon reichen, Technologieoffenheit herzustellen, also das Verbot aufzuheben.
Die staatliche Förderung kann der Staat behalten. Copenhagen-Atomics ist auch ohne solche Förderung in der Lage, solche Reaktoren zu bauen. Geht doch!


Zitat:
FrankSteini hat am 21. April 2026 um 18:55 Uhr folgendes geschrieben:
Die Technologie ist nicht rechtzeitig verfügbar, um zur aktuellen Energiewende beizutragen.
Auf U-Booten, Flugzeugträgern und Eisbrechern gibt es schon heute SMRs. Allerdings nur alte Reaktoren im Kleinformat.
Aber wenn so manche Aktivisten bis 2045 nicht Netto-Null, sondern sogar Brutto-Null an Emissionen erreichen wollen, dann werden die letzten Prozente der Reduktion besonders teuer sein. Und bis 2045 werden die Geräte (von denen heute schon zwei Geräte in den heißen Tests laufen), gewiss zur Verfügung stehen, um einen Beitrag zu leisten.


Zitat:
FrankSteini hat am 21. April 2026 um 18:55 Uhr folgendes geschrieben:
SMR könnten mehr hochradioaktiven Abfall pro Leistungseinheit erzeugen als große Reaktoren.
Pauschalurteil, das ganz gewiss nicht für alle SMR-Typen gelten kann - siehe oben!
Solche Reaktoren gibt es gewiss auch.
Praktisch gibt es auch Modelle, die ein wenig solchen Müll erzeugt, der nur für ca. 300 Jahre radioaktiv bleibt. Also das genaue Gegenteil dieser Behauptung.


Zitat:
FrankSteini hat am 21. April 2026 um 18:55 Uhr folgendes geschrieben:
5. Gesamtbewertung des BMUV
Ein Durchbruch der SMR-Technologie wird nicht erwartet.
Für Deutschland mögen sie Recht behalten.
Doch es ist zu befürchten, dass einige Startups rechts und links an uns vorbei ziehen.


Zitat:
FrankSteini hat am 21. April 2026 um 18:55 Uhr folgendes geschrieben:
Öffentliche Förderung hält das Ministerium für nicht sinnvoll.
Besser, es geht auch ohne.



Pfiffikus,
der das Gefühl hat, dass hier Rockefellers Jünger wieder aktiv waren
Pfiffikus
Oh, wie gerufen erschien heute ein Vortrag über den aktuellen Stand, der bei SMRs erreicht worden ist.




Wer ernsthaftes Interesse zeigt, kann sich die Zeit nehmen.
Wer nur mit Scheuklappen durchs Leben gehen will, möge lieber abschalten.


Pfiffikus,
der weiß, dass einigen Leuten nicht damit geholfen werden kann, nachprüfbare Fakten zu erfahren
daggi007
Faktencheck für das Youtube-Geschwafel, welches von unserem Pfiffikus, wegen einseitiger Denkweise wieder hier eingebracht wird.

Mit Hilfe von Transcript auslesen, Text überfliegen, Inkonsistenzen entdecken, 2 KIs noch zusätzlich über den Text suchen lassen, Aussagen der KIs gegenseitig checken lassen, Text erstellen lassen und einer dritten KI zum Prüfen geben.

Zeitdauer: 15 Minuten.

Gefundene Inkonsistenzen, Irreführungen und Manipulationen: sehr viele.

Hier eine kleine Auswahl:


Divergierende Marktprognosen
​Heindl behauptet, Kernkraft werde künftig 10–30 % des weltweiten Bedarfs decken. Dies steht im direkten Widerspruch zu offiziellen Daten der IAEA, die selbst in optimistischen Szenarien nur 5–10 % bis 2050 prognostiziert. Heindl unterschätzt hierbei das massive Wachstum des globalen Gesamtbedarfs und den rasanten Ausbau der Erneuerbaren Energien.


Unzulässige Vermischung der Leistungsklassen
​Heindl nutzt die Sicherheitsvorteile von Kleinstreaktoren (ca. 20 MW), um die Sicherheit von SMRs (bis 300 MW) zu begründen:

​Passive Kühlung: Er suggeriert, dass die Restwärme bei SMRs allein durch physikalische Gesetze (Konvektion) abgeführt werden kann.

​Die Realität: Während das bei 20 MW physikalisch machbar ist, benötigen Reaktoren der 300-MW-Klasse aufgrund der enormen thermischen Last weiterhin komplexe, aktive oder wasserbasierte Kühlsysteme. Er wirft hier Micro-Reaktoren und Kraftwerks-SMRs in einen Topf.


Fragwürdige Kosteneffizienz
​Er nennt einen Zielpreis von 2 Cent/kWh durch Serienfertigung im Container-Format.

​Widerspruch: Reale SMR-Projekte (z. B. NuScale) sind zuletzt an massiven Kostensteigerungen gescheitert (Preise stiegen auf über 9 Cent/kWh). Die hohen Kosten entstehen nicht nur durch den Bau, sondern durch die extremen regulatorischen Sicherheitsauflagen, die auch für Serienprodukte gelten.


Material- und Korrosionsprobleme
​Heindl spielt die Korrosionsgefahr bei Flüssigsalzreaktoren als „gelöst“ herunter, sofern Wasser entzogen wird.

​Inkonsistenz: In der Fachwelt gilt die Kombination aus chemischer Aggressivität der Salze und Neutronenbeschuss bei hohen Temperaturen über eine Laufzeit von 60 Jahren weiterhin als eines der größten ungelösten Werkstoffprobleme der Kerntechnik. Es gibt bisher keinen Langzeitbeweis für die Haltbarkeit der Behälter.


Thorium-Brennstoffkette
​Er beschreibt Thorium als billige und sofort verfügbare Alternative.

​Logikfehler: Zwar ist Thorium in der Erdkruste häufig, aber es existiert weltweit keine industrielle Infrastruktur für die Aufbereitung und Brennelementfertigung von Thorium. Der Aufbau dieser Kette würde Jahrzehnte dauern und Milliarden kosten, was den versprochenen Preisvorteil zunichtemacht.


​Fazit:
Der Vortrag vermischt theoretische physikalische Möglichkeiten von Kleinstreaktoren mit der wirtschaftlichen Realität großer Stromnetze, wodurch ein übermäßig optimistisches Bild entsteht, das technischen und ökonomischen Prüfungen (wie denen der IAEA) nicht standhält.
Pfiffikus
Zitat:
daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Unzulässige Vermischung der Leistungsklassen
​Heindl nutzt die Sicherheitsvorteile von Kleinstreaktoren (ca. 20 MW), um die Sicherheit von SMRs (bis 300 MW) zu begründen
Falsch recherchiert.

Die Sicherheit von (einzelnen Modellen der) SMRs wird nicht durch die geringe Größe begründet. Das wäre ja nicht plausibel, da man davon viel mehr kleinere Reaktoren bräuchte. Letztendlich wäre das Risiko wieder genauso groß.

Vielmehr wird die Sicherheit der neuen Reaktorgeneration (kleine sowie große Bauweise, egal) durch inhärente Sicherheit hergestellt. Es bedarf im Störungsfall keinerlei menschlicher Interaktion, um den GAU zu verhindern. Vielmehr sind die Reaktoren so aufgebaut, dass sie allein durch physikalische Prozesse in einen sicheren Abschaltzustand übergehen.

Zitat:
daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Passive Kühlung: Er suggeriert, dass die Restwärme bei SMRs allein durch physikalische Gesetze (Konvektion) abgeführt werden kann.
Das wird nicht suggeriert, sondern durchgerechnet und die Wasservorräte für den Notfall entsprechend bemessen. Ingenieure und Physiker kennen dafür Formeln, die selbstverständlich auch rings um SMRs ihre Gültigkeit behalten.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
​Er wirft hier Micro-Reaktoren und Kraftwerks-SMRs in einen Topf.
Es war eher das BMUV, von dem FrankSteini zitiert hatte. Dort wurden SMR-Typen alle über einen Kamm geschert.
Wer dem Kanal von Professor Heindl folgt, merkt natürlich, dass ihm die einzelnen unterschiedlichen Projekte bekannt sind.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Fragwürdige Kosteneffizienz
​Er nennt einen Zielpreis von 2 Cent/kWh durch Serienfertigung im Container-Format.
Was ist daran fragwürdig, wenn Kosteneffizienz durch Serienproduktion kommen soll? Hat ja bei LEDs, Solarzellen und Batterien auch geklappt. Die Masse machts, daran finde ich nichts fragwürdig.
Letztendlich wird der Markt entscheiden, zu welchem Preis die Energie abgenommen wird. Und dabei ist ganz sicher nicht auszuschließen, dass noch weitere Startups scheitern werden.

Liebe @daggi007, reiche uns doch bitte mal nach, aus welchem Grunde die Serienproduktion bei den anderen Industrieprodukten immer zu einer beobachtbaren Kostenreduktion führt, nur bei den SMRs soll das nicht funktionieren? Die Gründe interessieren doch gewiss viele der Leser.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Widerspruch: Reale SMR-Projekte (z. B. NuScale) sind zuletzt an massiven Kostensteigerungen gescheitert (Preise stiegen auf über 9 Cent/kWh).
Es ist normal, dass sich zahlreiche Startup-Unternehmen auf den Weg machen, um ein bestimmtes Projekt zu verwirklichen. Es ist völlig normal, dass die meisten davon scheitern. Im Übrigen wird das in China ebenso gehandhabt, zum Beispiel bei E-Autos.
Der Widerspruch ist eher, dass Du die Unternehmen, die noch erfolgreich im Rennen sind, unerwähnt lässt.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Die hohen Kosten entstehen nicht nur durch den Bau, sondern durch die extremen regulatorischen Sicherheitsauflagen, die auch für Serienprodukte gelten.
Deshalb werden die ersten derartigen Reaktoren auch nicht in Deutschland gebaut. Allenfalls wird der Strom nach Deutschland verkauft, der mit Hilfe von diesen Reaktoren gewonnen wird.
Und infolge der inhärenten Sicherheit haben die Firmen auch weniger Probleme mit Sicherheitsauflagen. Auch nicht mit deutschen Auflagen.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Material- und Korrosionsprobleme
​Heindl spielt die Korrosionsgefahr bei Flüssigsalzreaktoren als „gelöst“ herunter, sofern Wasser entzogen wird.
Aus diesem Grunde befinden sich derzeit mehrere Container im Langzeittest. Ganz sicher wird man die Ergebnisse aufmerksam auswerten. Dann sehen wir weiter.



Zitat:
daggi007 hat am 02. Mai 2026 um 07:41 Uhr folgendes geschrieben:
Thorium-Brennstoffkette
​Er beschreibt Thorium als billige und sofort verfügbare Alternative.

​Logikfehler: Zwar ist Thorium in der Erdkruste häufig, aber es existiert weltweit keine industrielle Infrastruktur für die Aufbereitung und Brennelementfertigung von Thorium. Der Aufbau dieser Kette würde Jahrzehnte dauern und Milliarden kosten, was den versprochenen Preisvorteil zunichtemacht.
Beachte doch bitte mal, welche Mengen an Thorium für diese Reaktoren benötigt wird.

Im Gegensatz zu den meisten herkömmlichen Reaktoren, die nur die 0,7% Uran, nämlich das Uran-235 spalten, ist das Thorium vollständig spaltbar - die komplette Menge eben. Dadurch kann man beim Bau des Reaktors gleich so viel Thoriumsalze einfüllen, dass es für die komplette Lebenszeit des Reaktors reicht. Bei herkömmlichen Reaktoren müssen alle paar Jahre die Brennstäbe gewechselt werden. Ja, da braucht man viel Kernbrennstoff, aber nicht bei Thoriumreaktoren!

Logikfehler: Muss man dafür eine ganze Industrie aufbauen oder reichen kleinere Anlagen aus? Die Erze sind ja bereits gefördert und liegen bei manchen Minen auf Halde, weil sie bisher kaum nutzbar waren.


Pfiffikus,
der erkennt, dass die KI auch nur die zahlreichen Quellen zusammenfasst, die ihrerseits befangen sind, ohne dass sie die wenigen physikalisch plausiblen Quellen wichten kann
FrankSteini
Nicht, das es in Vergessenheit gerät:

https://www.ausgestrahlt.de/blog/2026/05...m-atomkraftwerk
Pfiffikus
Zitat:
FrankSteini hat am 05. Mai 2026 um 12:23 Uhr folgendes geschrieben:
Nicht, das es in Vergessenheit gerät:
Wir gedenken den Opfern.

Diese Männer sind damals ums Leben gekommen, weil sie gerade dort waren, wo überhitztes Dampf/Wasser-Gemisch mit mehreren hundert bar entwich. Mit diesem Wasser wurden sie verbrüht, die Verbrühungen waren tödlich.
Inwieweit dieses Wasser radioaktiv war, können wir Laien von hier aus schwer nachvollziehen. Doch als Todesursache scheidet sie aus. Denn in der angegebenen Dosis wäre sie nicht sofort bzw. am nächsten Tag tödlich gewesen.

Unabhängig davon haben die Verantwortlichen die sterblichen Überreste offenbar so behandelt, wie es die Rockefellers wünschten. Dagegen ist nicht viel einzuwenden.


Und heute?
Es gibt heute moderne Reaktoren, in denen das Material nicht mehr unter Druck steht. Sollte Flüssigsalz als Brennstoff aus irgendeinem Grunde austreten, dann tropft es einfach nur herunter, wird nicht unter Druck verspritzt. So ein Unfall wäre im Reaktor selbst ausgeschlossen.

Im konventionellen Teil des Kraftwerkes gibt es auch bei Kohle- und Gaskraftwerken heißes Dampf/Wassergemisch, das bei Fehlbedienungen unter Druck austreten könnte. In jeder Dampflok gibt es das. Und im thermischen Teil der neuen Kraftwerke wäre so ein Unfall auch heute denkbar.


Pfiffikus,
der weiß, dass die Ingenieure seit diesem Vorfall ein halbes Jahrhundert Wissens- und Erfahrungszuwachs dazu gewonnen haben
holgersheim
Es bleibt dabei - jetzt und auch in Zukunft.

Atomkraft? Mehr denn je: Nein danke!
holgersheim
Es geht schon wieder los!

Volle Flüsse, aber zu heiß zum Kühlen: Frankreichs AKW's kapitulieren vor der Mai-Hitzewelle. Weil die Gewässer zu warm werden, greift die gesetzliche Notbremse – die Reaktoren müssen runtergefahren werden. Die Quittung folgt prompt: Explodierende Preise am Spotmarkt. So viel zur krisenfesten Sommer-Grundlast mittels Kernspaltung.

In Frankreich sind derzeit noch 58 Atomkraftwerke zur Stromerzeugung in Betrieb, die teilweise auch schon über 40 Jahre alt sind.
James T. Kirk
test ....
Blank-Anzeige wegen nicht anzeigbarer Symbole erfolgreich unterbrochen ...
Pfiffikus
Kurzer Faktencheck:

Zitat:
holgersheim hat am 28. Mai 2026 um 13:48 Uhr folgendes geschrieben:
Die Quittung folgt prompt: Explodierende Preise am Spotmarkt.
Preise in dieser Woche am Spotmarkt in Frankreich - rote Linie: Nur in wenigen Momenten wurde maximal 17ct/kWh erreicht. Im Vergleich zu den bisherigen Monaten hat sich da nicht viel getan.

Zum Vergleich Deutschland - Spitzenpreis 46,8ct/kWh während der kurzen Dunkelflaute gestern Abend, ab und zu über 20ct/kWh, der französischen Spitzenpreis von 17ct/kWh wurde mehrfach geknackt. Natürlich nicht mittags.

(Diese Spitzen am Abend hätten nicht sein müssen, wenn man die Profiteure der Energiewende zum Beispiel mit flexiblen, am Börsenpreis orientierten Einspeisevergütungen, schon seit mindestens 10 Jahren dazu gezwungen hätte, sich selbst um angemessenen Speicher zu kümmern. Dann hätten wir auch in den Abendstunden reichlich billigen Solarstrom. Dann wäre die Energiewende ein Erfolg geworden.)





Quelle

Also an dieser Stelle denke ich, Du solltest Deine Informanten dringend mal auf Glaubwürdigkeit prüfen, bevor Du solche Sachen hier postest.





Zitat:
holgersheim hat am 28. Mai 2026 um 13:48 Uhr folgendes geschrieben:
So viel zur krisenfesten Sommer-Grundlast mittels Kernspaltung.
Passt doch für mitteleuropäische Verhältnisse.
Was gibt es da zu nörgeln? In welcher Jahreszeit haben wir denn den größten Energiebedarf, vor allem für die Heizungen?


Zitat:
holgersheim hat am 28. Mai 2026 um 13:48 Uhr folgendes geschrieben:
In Frankreich sind derzeit noch 58 Atomkraftwerke zur Stromerzeugung in Betrieb, die teilweise auch schon über 40 Jahre alt sind.
Hm. Da kannste mal sehen, wie lange die halten und immer wieder durch den TÜV kommen!



Pfiffikus,
der das gerne damit vergleicht, wie lange Windräder üblicherweise halten, bis sie abgebaut werden müssen
holgersheim
Zitat:
Pfiffikus hat am 29. Mai 2026 um 19:05 Uhr folgendes geschrieben:
Pfiffikus,
der das gerne damit vergleicht, wie lange Windräder üblicherweise halten, bis sie abgebaut werden müssen


Extrem dummer Vergleich und Whataboutism.

Schauen wir auf die Entsorgung:
Der Vergleich der Entsorgung von Atomkraftwerken (AKW) und Windrädern zeigt grundsätzlich zwei verschiedene Welten: Während beim AKW extrem gefährlicher, langlebiger Müll entsteht, den man über Jahrtausende bewachen muss, besteht ein Windrad zu über 90 % aus recycelbaren Materialien.
Pfiffikus
Zitat:
holgersheim hat am 30. Mai 2026 um 09:04 Uhr folgendes geschrieben:
Extrem dummer Vergleich und Whataboutism.
Nun, wir erinnern uns, dass die niedrigen Gestehungskosten eines der Hauptargumente für die erneuerbaren Energien sind. Echte und künstliche Preise wiederum werden als Argument gegen Atomkraft genutzt.

Wind und Sonne schreiben keine Rechnung an die Betreiber der Anlagen. Den größten Batzen der Kosten für Wind- und Solarstrom macht die Abschreibung der Erzeugungsanlage aus. Und die wiederum hängt sehr maßgeblich von der Lebensdauer einer solchen Anlage ab.

Aus diesem Grunde finde ich diese Einordnung in den Gesamtzusammenhang sehr passend. Dir gefällt diese Einordnung nicht und deshalb findest Du eben andere Worte.

Die Leser werden sich ihr Bild über Dich machen.


Zitat:
holgersheim hat am 30. Mai 2026 um 09:04 Uhr folgendes geschrieben:
Schauen wir auf die Entsorgung:
Dass die Entsorgung der Rückstände heute nur noch ein politisches Problem ist, doch kein technisches oder organisatorisches, darüber haben wir hier im Forum schon mehrfach geschrieben.


Pfiffikus,
der das hier nicht noch einmal wiederholen möchte
daggi007
Pfiffikus
Zitat:
daggi007 hat am 27. Mai 2026 um 12:10 Uhr folgendes geschrieben:
Äh, wer bezahlt diese Wissenschaftler?
Auch an dieser Stelle ist eine solche Frage sehr relevant.

Was Du da als gute Zusammenfassung bezeichnet, stellt sich bei näherem Hinsehen als eine Vermischung von Vergangenheit und Zukunft dar.


Pfiffikus,
der weiß, dass kaum jemand ernsthaft daran denkt, Reaktoren des vergangenen Jahrhunderts erneut aufzubauen
do4rd
Stellt sich nur die Frage, was wirklich die Stromerzeugung kostet, nach Abzug der Subventionen. Vielleicht ist es niemanden klar, wie eigentlich Deutschland unter den Energiekonzernen aufgeteilt ist. Und diese sind auch Netzbetreiber.

Da es für den Betrieb eines AKW keine Subventionen mehr gibt, den Bonzen aber genau diese Mäuse fehlen, ist für diese erneuerbare ein gefundenes Fressen. Wenig investieren, viel Abschöpfen. und genau das geht bei einem AKW nicht. Auch nicht bei GAS und Kohle. Diese muss teuer eingekauft werden. Nicht umsonst sind die Uranbergwerke in Deutschland so schnell geschlossen wurden, weil diese in der Förderung einfach zu Teuer waren. Steinkohle gibt es schon längst nicht mehr, über die Probleme von Rohbraunkohle brauch man nicht reden.

Man darf nicht vergessen, die CDU hat die AKW abgeschaltet, Grün hat die letzten 3 länger am Netz gehabt, als ursprünglich vorgesehen. Und da hatten die Blöcke schon ihren Fristablauf überschritten. Weil nichts mehr da investiert wurde.

Jetzt würde mich interessieren, gab es einen grünen Kanzler?