| Zitat: |
holgersheim hat am 17. März 2026 um 08:09 Uhr folgendes geschrieben:
Söders hat eine neue große Obsession. Der der fränkische „Selfies-machen-beim-Fressen-König“ |
Sei froh, dass gastli gerade Pause macht.
Denn dieser hätte dieses Zeug sehr deutlich als Whataboutismus gekennzeichnet.
Aufschlussreicher Artikel (Aufschlussreich bezüglich Propaganda, aber nicht lehrreich bezüglich der Technologie)!
| Zitat: |
tagesschau hat am 15. März 2026 folgendes geschrieben:
"Kernenergie 2.0 bedeutet kein Zurück zu alter Technik, sondern ein neues Kapitel ohne die früheren Gefahren", sagte Söder.
...
Atomkraftgegner bezweifeln das und befürchten neue Risiken durch eine Vervielfachung der Anlagenzahl, was Kontrollen erschwere. Befürchtet werden auch neuartige radioaktive Abfälle. |
Also wer hat jetzt mehr Ahnung, hat sich mehr mit den neuen Reaktor beschäftigt? Söder oder die Atomkraftgegner?
- "neue Risiken" bedeutet in diesem Fall, dass die bisher üblichen Risiken (Gefahr der Kernschmelze, Abfallbeseitigung, Proliferation, Kostenexploosion) durch SMRs in den Griff zu bekommen sind.
Das ist allenfalls ein Risiko für das Geschäftsmodell der Atomkraftgegner.
- "neuartige radioaktive Abfälle" - ja, die sind nicht mehr für 10000 Jahre gefährlich, sondern schon nach ca. 300 Jahren so weit abgeklungen, wie die natürliche Hintergrundstrahlung.
(vgl. Wie lange bleiben die Filterstäube giftig, die bei der Verbrennung von Rotorblättern entstehen? - Ewig!)
- Ja, die NuScale Power ist mit ihrem Projekt gescheitert. Na und?
- Es ist nicht die einzige Firma,
- Die Kenntnisse und Erfahrungen sind da und bleiben da. Künftige Projekte müssen nicht wieder bei Null anfangen.
- Es ist voll erwartbar, dass der erste Prototyp teuer sein wird. Bekanntlich sinken die Kosten mit der Anzahl der gebauten Reaktoren exponentiell.
Ja und im Artikel finde ich noch ein Interview mit einem alten Bekannten. Die Tagesschau macht "Volker Quaschning,
Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin" zu einem "Experte zur Kehrtwende bei Kernenergie"!
Liebe Tagesschau! Kernenergie ist nicht regenerativ und Quaschning ist zum Beispiel deshalb dafür kein Experte.
Ja logisch.
Quaschning sieht das nicht, mangels Expertise.
Er in seinem alten Denken misst die Kosten an den bisher üblichen Reaktoren. Da war jeder einzelne Reaktor fast ein Unikat, musste einzeln an Ort und Stelle genehmigt und gebaut werden. Das war teuer.
SMR werden in Serie in einer Fabrik gebaut, erhalten eine Typenzulassung
(Neu gebaute PKWs müssen auch nicht alle einzeln zum TÜV, bevor sie das Werk verlassen. Auch die bekommen eine Typenzulassung, fertig.)
Wenn die Serienproduktion einmal etabliert ist, dann wird es zwangsläufig billiger. Deshalb darf man die frühere Kostenstruktur nicht auf die neuen SMR übertragen.
Eben weil Quaschning das nicht versteht, bezeichne ich ihn eben als "von gestern".
Anders, als mir FrankSteini unterstellt, bin ich ein Fan von MeritOrder.
Wer sagt denn, dass die SMR nur nachts laufen müssen? Und bevor diese Reaktoren tagsüber abgeschaltet werden, würden die Betreiber doch eher mit 0,00€/MWh bieten. Geld verdienen müssen sie, wenn der Strom des Nachts wertvoller wird. Und dann werden wir ja sehen, wer wann abgeregelt wird. Hoffentlich entscheidet das dann nicht die Ideologie, sondern MeritOrder!
Aber das ist nicht so wild. Ich gebe dem "Experten" Recht, dass sie in den nächsten paar Jahren noch nicht serienreif sind. Und dann werden die ersten SMR erst dann nach Deutschland kommen, wenn sie sich im Ausland bereits bewährt haben und dort die Strompreise drücken Vor 2035 wird da garnix gehen.
Dann können diese Reaktoren schrittweise etabliert werden. Windräder halten ohnehin nur 20 Jahre oder etwas mehr. Wenn dann die Anlagen aus 2010 bis 2015 ausgemustert werden, können die sukzessive durch SMR substituiert werden. Wenn SMR in Serie produziert werden, wer wird denn dann noch Windräder bauen?
Pfiffikus,
der darauf hinweist, dass Kernkraftwerke üblicherweise 50 Jahre oder länger halten