Atomkraft - Welche Gefahr besteht?

Pfiffikus
Zitat:
gastli hat am 02. Juli 2025 um 15:49 Uhr folgendes geschrieben:
Frankreich fährt AKW wegen Hitzewelle runter
Frankreich muss seine Atomstrom-Produktion drosseln. Flüsse, aus denen Kraftwerke ihr Kühlwasser beziehen, sind zu stark aufgeheizt.
Ein Kraftwerk (Kohle, Gas oder Atom) kann auf verschiedene Weise gekühlt werden. Die einfachste und profitabelste Variante ist durch Aufheizen von Flusswasser. Das wurde nun unterbunden.
Auf der Abbildung in dem von Dir verlinkten Artikel ist die andere Möglichkeit zu sehen. Man kann Wasser verdunsten lassen und die Wärme im Kühlturm an die umgebende Luft abgeben. Das geht auch weiterhin.



Zitat:
gastli hat am 02. Juli 2025 um 15:49 Uhr folgendes geschrieben:
Also besteht bei andauernder Hitze und Trockenheit durch Atomkraftwerke Blackout Gefahr.
Reale Blackout Gefahr.
Nicht die propagandageflunkerte wie hier sonst so gern gefaselt.
Dann hast Du den Artikel offenbar nicht bis zum Ende gelesen.

Der von Dir verlinkte Artikel endet mit:
Zitat:
Das Drosseln oder Herunterfahren von Atomkraftwerken während Hitzeperioden habe seit dem Jahr 2000 zu einer Reduzierung der jährlichen Stromproduktion von durchschnittlich 0,3 Prozent geführt.
Auch wenn die jährliche Stromproduktion hier weniger aussagekräftig ist, wie es die verfügbare Momentanleistung wäre, ist bei dieser minimalen Abschaltung von nur wenigen Kraftwerken nicht von einem Blackout auszugehen.
Wir dürfen nicht vergessen: Wir haben gerade Sommer und gerade während dieser Hitzeperioden ersaufen wir tagsüber im Solarstrom, der zuweilen sogar zu negativen Preisen führt. Es würde allenfalls nachts knapp, wenn aber ohnehin nur wenig Strom gebraucht wird.

Die Franzosen praktizieren das offenbar seit dem Jahr 2000 und haben Erfahrung darin, wie man da gegensteuern kann. Sollte alles nichts helfen, gäbe es ja noch die Reservekraftwerke, die eigentlich für Dunkelflauten da sind. Erst dann würde es zu Brownouts, keinen Blackouts kommen.



Pfiffikus,
der sich von solchen Meldungen nicht in Panik versetzen lässt
gastli
Zitat:
Rückbau von Atomkraftwerk
Mehr Strahlung als erwartet

Der Rückbau des Atomkraftwerks bei Greifswald verzögert sich, die Kosten explodieren: Die Anlage ist stärker kontaminiert als erwartet.
....
Damit wird der Rückbau mehr als viermal so lange dauern, wie die Reaktoren in Betrieb waren. Grund dafür sei eine stärkere radioaktive Kontamination als zunächst vermutet. Zudem hatte der Bund 2022 (EWN) die Mittel gekürzt. 80 Mitarbeiter mussten entlassen werden. Statt der geplanten 6,6 Milliarden Euro werden jetzt Kosten von 10 Milliarden erwartet.[Quelle: https://taz.de/Rueckbau-von-Atomkraftwerk/!6094916//]


Und es gibt 1000de weitere dieser Wahnsinnsobjekte auf der Welt, die keinen Deut besser sind.
Nur noch größer und noch viel schlimmer.
gastli
Eine besonders beliebte Lüge, der von der Fossil- und Atom-Lobby bezahlten CDUCSUler, ist das Märchen von der ökonomischen und ökologischen Atomkraft.
- beim Uran begibt man sich in Abhängigkeit
- man kann den Millionen Jahre strahlenden Müll nicht endlagern
- man lockt eventuell Terroristen an
- man muss, wie Frankreich, wieder einmal zeigt, die AKWs runterfahren, wenn es im Sommer warm wird.

https://youtu.be/sShh9QHhqvs

Es schmerzt dem Ego des trumpesken Lügners Söder natürlich, wenn er ausgerechnet von dem verhassten Habeck vorgeführt wird.
Also macht er es wie alle notorischen Lügner und denkt sich die passenden Experten einfach aus.

Zitat:
[…] In der Atomdebatte des Bundestagswahlkampfes hat CSU-Chef Markus Söder nach Ansicht des Grünen-Landtagsabgeordneten Martin Stümpfig wissentlich die Unwahrheit gesagt. Konkret geht es um Verweise Söders auf namentlich nie genannte »technische Experten«, etwa am 11. Februar 2025. Söder hatte unter Berufung auf diese behauptet, die Reaktivierung des Atomkraftwerkes Isar 2 sei »in diesem und im nächsten Jahr jederzeit möglich«. Aber trotz diverser Recherchen und Nachfragen sind noch immer keine Namen bekannt. […] I Das für die Atomkraftwerke zuständige Umweltministerium konnte in keiner Anfrage eine Expertin oder einen Experten benennen.

Stattdessen beruft es sich bei der Antwort im Namen der Staatsregierung auf ein Gutachten des TÜV Süd, das aber schon im April 2022 fertiggestellt wurde, im Februar 2025 war es also fast drei Jahre alt. Aussagen über eine Reaktivierung eines abgeschalteten und teilweise bereits rückgebauten Reaktors finden sich in dem Gutachten an keiner Stelle. Das war auch gar nicht möglich, da es zum damaligen Zeitpunkt noch in Betrieb war.

[…] Stümpfig sieht das als Beleg, dass es Söders Experten »schlichtweg nicht gab und gibt«. »Zu lügen, dass sich die Balken biegen, und danach nichts mehr davon wissen zu wollen, ist dem Amt nicht würdig«, sagt er. »So geht Vertrauen verloren, und angelogene Wähler wandern an die Ränder. Es wird höchste Zeit, dass der Ministerpräsident zu einer faktenbasierten Politik zurückkehrt.«[Quelle: https://www.spiegel.de/politik/markus-so...e1-87509fe0a21c]


Stümpfig mag sich empören, weil Söder so massiv lügt.

Zitat:
[…] Seit Monaten suchen wir die #Atom-Expert*innen von Markus #Söder. Bislang keine Antwort. Doch wir bleiben weiter dran

Denn: Die Frage ob der MP wenige Tage vor der Bundestagswahl die Menschen bewusst belogen hat, hat eine andere Dimension als seine bisherigen Fakes.
[Quelle: https://bsky.app/profile/mstuempfig.bsky...t/3lslkttbyvc2i]


Aber politisch sind Söder Lügen effektiv.
Der Urnenpöbel liebt es, verarscht zu werden und wählt mit Vorliebe Politiker, die am meisten lügen.
[Siehe Trump.]

Ehrlichkeit bestraft der Wähler.

Wähler haben vier mal Roland Koch, vier mal Merkel, vier mal Kohl und in Bayern 68 Jahre CSU-Ministerpräsidenten gewählt.

DEUTSCHE WÄHLER [und auch andere] SIND [um es wie Einstein zu sagen] UNENDLICH DUMM!
Pfiffikus
Zitat:
gastli hat am 07. Juli 2025 um 07:26 Uhr folgendes geschrieben:
- beim Uran begibt man sich in Abhängigkeit
- man kann den Millionen Jahre strahlenden Müll nicht endlagern
- man lockt eventuell Terroristen an
- man muss, wie Frankreich, wieder einmal zeigt, die AKWs runterfahren, wenn es im Sommer warm wird.
Für die gegenwärtig laufenden Reaktoren mag da Einiges dran sein.
Auch wenn die üblichen sommerlichen Abschaltungen kein Problem darstellen, sondern nur als Problem dargestellt werden, ist der Fakt der Abschaltung erstmal richtig.

Was Du als "Müll" bezeichnest, kann in Reaktoren der IV. und V. Generation als Brennstoff verwendet werden, wird zu einem Wertstoff und ist dann auch weg. Abgesehen davon hatte ich dem Forum schon zwei weitere bezahlbare Möglichkeiten des Umganges mit dem Zeug genannt.

Du hast völlig Recht: Die dööfste Variante der Entsorgung, nämlich das Verbuddeln für die Ewigkeit, die wäre unbezahlbar teuer und würde den handelnden Konzernen maximale Profite bescheren. Ja, diese teuerste Variante wird in Deutschland präferiert.




Mir macht eine andere Fragestellung Sorgen.
In den letzten Monaten sind immer häufiger Forderungen aus der Politik zu hören, alte, stillgelegte Kraftwerke zu reaktivieren. Keiner der beteiligten Konzerne ist allerdings scharf darauf, die Dinger wieder in Betrieb zu nehmen. Es wäre unbezahlbar. Also was sind die Beweggründe?
Hoffentlich wird keines der alten Kraftwerke wieder reaktiviert, um frisches Plutonium zu erbrüten, um eine eigene atomare Bewaffnung Deutschlands zu ermöglichen!!!
Ja für solche Zwecke wäre aus den neuen Sonderschulden, die Merz veranlasst hat, genügend Geld für die Reaktivierung da.


Pfiffikus,
der hofft, dass diese Spekulation nie wahr wird
do4rd
Die bisherigen AKW wurden stark Subventioniert. Statt den größten verfügbaren Kernfusionsreaktor zu nutze zu machen.

Ein Aufarbeiten der Brennelemente wäre übrigens möglich. Nur wirtschaftlich uninteressant.
holgersheim
gastli
Karl Marx hat wie immer recht:

>>>
Kapital, sagt der Quarterly Reviewer, flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren.
[Quelle: (MEW, Bd. 23, S. 788, in MEGA² II/6, S. 680/681)]
<<<

So auch hier in Japan.

Und es sind, egal wo auf dieser Welt: Es sind die widerlichen Menschen, die in diesem widerlichen System Kapitalismus ihre widerlichen Motive ausleben.
Pfiffikus
Zitat:
do4rd hat am 10. August 2025 um 19:04 Uhr folgendes geschrieben:
Die bisherigen AKW wurden stark Subventioniert.
Das ist doch nix Besonderes. Auch die Verstromung von Sonne, Wind, Geothermie oder Biomasse wäre ohne Subventionen wirtschaftlich völlig uninteressant geblieben. Warum erwähnst Du das bei den AKWs explizit?

Wer weiß, ob sich die Chinesen ohne die deutschen Anfangssubventionen überhaupt die Mühe gemacht hätten, die PV-Module und Akkus so billig zu machen?
Ohne deutsche Subventionen wären Solarzellen wahrscheinlich ein Nischenprodukt geblieben, um zum Beispiel Raumstationen zu versorgen.


Zitat:
do4rd hat am 10. August 2025 um 19:04 Uhr folgendes geschrieben:
Statt den größten verfügbaren Kernfusionsreaktor zu nutze zu machen.
Wie bereits bemerkt, ohne Subventionen wäre dessen Nutzung auch wirtschaftlich völlig uninteressant.


Zitat:
do4rd hat am 10. August 2025 um 19:04 Uhr folgendes geschrieben:
Ein Aufarbeiten der Brennelemente wäre übrigens möglich. Nur wirtschaftlich uninteressant.
Du meinst in den USA und Europa. Damit hast Du Recht.

Bitte bedenke, dass dies in anderen Gegenden der Welt anders aussieht, zum Beispiel in Südkorea. Und weil es diese Unterschiede gibt, zeigt sich, dass nicht die Atomkraftnutzung selbst diese hohen Kosten verursacht.


Warum es diese Unterschiede gibt und welchen Einfluss die Familie Rockefeller, die wir wegen ihrer Beteiligung am Ölgeschäft ganz sicher nicht als unbefangen bezeichnen sollten, das erläutert uns Professor Heindl relativ anschaulich.





Pfiffikus,
der Euch gerne noch die eine oder andere fachliche Frage zum Thema Strahlung beantworten würde
Pfiffikus
Atomkraft rentiert sich angeblich nicht?

Inzwischen drängen sich auch private Investoren, sich an modernen Reaktoren mit beteiligen zu dürfen.


Pfiffikus,
der nur mal erwähnen wollte, dass diese Energieform, richtig gemanagt, auch ohne Subventionen auskommen kann
holgersheim
Respekt:

Zitat:
Es spricht Bände, dass der Kern dieser rückwärtsgewandten Strategie aus neuen Subventionen für Atomkraftwerke besteht. Wenn eine Risiko-Technologie nach einem dreiviertel Jahrhundert noch immer am staatlichen Tropf hängt und es längst bessere Alternativen gibt, sollte man daraus Konsequenzen ziehen. Stattdessen noch mehr Steuergeld für neue Risikoreaktoren auszugeben, lehne ich ab.
Quelle: https://presse.bundesumweltministerium.d...b0abfaaec8b2e97

Umweltminister Carsten Schneider zur neuen Debatte um das Revival der Atomkraft, ausgelöst durch Emmanuel Marcron und Ursula von der Leyen. Dass wir Atomkraft überhaupt als "Grüne Energie" bezeichnen, ist ein Treppenwitz.
Pfiffikus
Zitat:
holgersheim hat am 14. März 2026 um 10:45 Uhr folgendes geschrieben:
Umweltminister Carsten Schneider zur neuen Debatte um das Revival der Atomkraft...
Was so ein Carsten Schneider als deutscher Umweltminister von sich gibt, ist weltweit dermaßen irrelevant...
Erst recht wenn man sich vor Augen führt, dass die relevante, energieintensive Industrie systematisch aus Deutschland verdrängt wird. Die Weiterentwicklung der Weltwirtschaft wird sich außerhalb von Deutschland abspielen. Traurig, aber leider vorhersehbar.

Näheres wird in diesem Gespräch deutlich. Hoffentlich bist Du bereit, Dir diese Argumente wenigstens anzuhören:




Zitat:
Dass wir Atomkraft überhaupt als "Grüne Energie" bezeichnen, ist ein Treppenwitz
Dann schreib doch mal, wie viel CO² von solchen Kraftwerken ausgestoßen wird!

Dann schreib doch mal, wie viele Todesopfer durch Atomkraft es in diesem Jahrtausend schon gab! (Zum Vergleich: Allein der Blackout in Spanien hat 11 Todesopfer gefordert.)


Pfiffikus,
der bedauert, dass Ihr Aktionisten auf unser aller Kosten von der Realität eingeholt werdet
holgersheim
Söders hat eine neue große Obsession. Der der fränkische „Selfies-machen-beim-Fressen-König“ und im Nebenjob bayerische Ministerpräsident ist von Atomkraft besessen. Erst wollte er verhindern, dass das letzte bayerische AKW abgeschaltet wird. Dann wollte er erzwingen, dass es wieder eingeschaltet wird. Jetzt soll es also ein Mini-Atomkraftwerk für Bayern sein. In den USA wurde ein solches Projekt vor Kurzem gestoppt, als die Kosten von 5,3 auf 9,3 Milliarden Dollar gestiegen waren. Die zu erwartenden Kosten pro kWh liegen über den Kosten der großen AKW. Politiker wie Söder schmeißen das Geld der Steuerzahler mit beiden Händen zum Fenster raus.
Pfiffikus
Zitat:
holgersheim hat am 17. März 2026 um 08:09 Uhr folgendes geschrieben:
Söders hat eine neue große Obsession. Der der fränkische „Selfies-machen-beim-Fressen-König“
Sei froh, dass gastli gerade Pause macht.
Denn dieser hätte dieses Zeug sehr deutlich als Whataboutismus gekennzeichnet.


Zitat:
holgersheim hat am 17. März 2026 um 08:09 Uhr folgendes geschrieben:
Jetzt soll es also ein Mini-Atomkraftwerk für Bayern sein.
Aufschlussreicher Artikel (Aufschlussreich bezüglich Propaganda, aber nicht lehrreich bezüglich der Technologie)!


Zitat:
tagesschau hat am 15. März 2026 folgendes geschrieben:
"Kernenergie 2.0 bedeutet kein Zurück zu alter Technik, sondern ein neues Kapitel ohne die früheren Gefahren", sagte Söder.
...
Atomkraftgegner bezweifeln das und befürchten neue Risiken durch eine Vervielfachung der Anlagenzahl, was Kontrollen erschwere. Befürchtet werden auch neuartige radioaktive Abfälle.
Also wer hat jetzt mehr Ahnung, hat sich mehr mit den neuen Reaktor beschäftigt? Söder oder die Atomkraftgegner?
  • "neue Risiken" bedeutet in diesem Fall, dass die bisher üblichen Risiken (Gefahr der Kernschmelze, Abfallbeseitigung, Proliferation, Kostenexploosion) durch SMRs in den Griff zu bekommen sind.
    Das ist allenfalls ein Risiko für das Geschäftsmodell der Atomkraftgegner.

  • "neuartige radioaktive Abfälle" - ja, die sind nicht mehr für 10000 Jahre gefährlich, sondern schon nach ca. 300 Jahren so weit abgeklungen, wie die natürliche Hintergrundstrahlung.
    (vgl. Wie lange bleiben die Filterstäube giftig, die bei der Verbrennung von Rotorblättern entstehen? - Ewig!)

  • Ja, die NuScale Power ist mit ihrem Projekt gescheitert. Na und?
    - Es ist nicht die einzige Firma,
    - Die Kenntnisse und Erfahrungen sind da und bleiben da. Künftige Projekte müssen nicht wieder bei Null anfangen.
    - Es ist voll erwartbar, dass der erste Prototyp teuer sein wird. Bekanntlich sinken die Kosten mit der Anzahl der gebauten Reaktoren exponentiell.




Ja und im Artikel finde ich noch ein Interview mit einem alten Bekannten. Die Tagesschau macht "Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin" zu einem "Experte zur Kehrtwende bei Kernenergie"!
Liebe Tagesschau! Kernenergie ist nicht regenerativ und Quaschning ist zum Beispiel deshalb dafür kein Experte.


Zitat:
tagesschau hat am 11. März 2026 folgendes geschrieben:
Aber Quaschning ist skeptisch: "Die Kernenergie ist heute dreimal so teuer wie Solar- und Windenergie. Warum sollte das bei kleineren Reaktoren funktionieren, da sehe ich keine großen Kostenvorteile."
Ja logisch.
Quaschning sieht das nicht, mangels Expertise.

Er in seinem alten Denken misst die Kosten an den bisher üblichen Reaktoren. Da war jeder einzelne Reaktor fast ein Unikat, musste einzeln an Ort und Stelle genehmigt und gebaut werden. Das war teuer.
SMR werden in Serie in einer Fabrik gebaut, erhalten eine Typenzulassung
(Neu gebaute PKWs müssen auch nicht alle einzeln zum TÜV, bevor sie das Werk verlassen. Auch die bekommen eine Typenzulassung, fertig.)
Wenn die Serienproduktion einmal etabliert ist, dann wird es zwangsläufig billiger. Deshalb darf man die frühere Kostenstruktur nicht auf die neuen SMR übertragen.
Eben weil Quaschning das nicht versteht, bezeichne ich ihn eben als "von gestern".


Zitat:
tagesschau hat am 11. März 2026 folgendes geschrieben:
Kernkraftwerke liefern rund um die Uhr Strom - würden sie also tagsüber betrieben, "müssten wir die Solarenergie abregeln", so der Experte.
Anders, als mir FrankSteini unterstellt, bin ich ein Fan von MeritOrder.
Wer sagt denn, dass die SMR nur nachts laufen müssen? Und bevor diese Reaktoren tagsüber abgeschaltet werden, würden die Betreiber doch eher mit 0,00€/MWh bieten. Geld verdienen müssen sie, wenn der Strom des Nachts wertvoller wird. Und dann werden wir ja sehen, wer wann abgeregelt wird. Hoffentlich entscheidet das dann nicht die Ideologie, sondern MeritOrder!

Aber das ist nicht so wild. Ich gebe dem "Experten" Recht, dass sie in den nächsten paar Jahren noch nicht serienreif sind. Und dann werden die ersten SMR erst dann nach Deutschland kommen, wenn sie sich im Ausland bereits bewährt haben und dort die Strompreise drücken Vor 2035 wird da garnix gehen.

Dann können diese Reaktoren schrittweise etabliert werden. Windräder halten ohnehin nur 20 Jahre oder etwas mehr. Wenn dann die Anlagen aus 2010 bis 2015 ausgemustert werden, können die sukzessive durch SMR substituiert werden. Wenn SMR in Serie produziert werden, wer wird denn dann noch Windräder bauen?



Pfiffikus,
der darauf hinweist, dass Kernkraftwerke üblicherweise 50 Jahre oder länger halten
as65
wenn weltweit neue reaktoren für genug strom sorgen, werden wir deutschen uns wieder ärgern die letzten in der entwicklung zu sein. das ist so sicher wie man irgendwann mal stirbt.
holgersheim
do4rd
Da sind mir Kernfusionskollektoren mit Kernfusionstransformatoren doch lieber. Leider verbietet mit die bayrische Regierung Kernfusionsspeicher im Keller zu installieren, oder war das EON?
Pfiffikus
Zitat:
do4rd hat am 20. März 2026 um 15:10 Uhr folgendes geschrieben:
Leider verbietet mit die bayrische Regierung Kernfusionsspeicher im Keller zu installieren, oder war das EON?
Also von mir erhältst Du die volle Erlaubnis, diese Technik in Deinem Keller zu installieren. Die Bayrische Regierung hat hier bei uns nämlich nix zu sagen.


Pfiffikus,
der schon immer ein Befürworter der Technologieoffenheit ist
holgersheim
Pfiffikus
Zitat:
holgersheim hat am 04. April 2026 um 08:55 Uhr folgendes geschrieben:
Das muss man dazu wissen_ https://www.100-gute-gruende.de/gruende/risiko-mensch/
Dieses Thema ist zu ernst, als dass Du uns hier Satireseiten verlinkst!
"Wissen" erhältst Du von dieser Seite nicht, jedenfalls kein aktuelles.



Zitat:
Die Satireseite hat folgendes geschrieben:
#25 Menschen machen Fehler – im Atomkraftwerk kann das fatale Folgen haben.
Moderne Reaktoren sind inhärent sicher!
Inhärente Sicherheit bedeutet, dass so etwas wie die bisher erlebten Unfälle überhaupt nicht geschehen können. Selbst wenn die Belegschaft wegen einer Bombendrohung flieht oder wegen eines Giftgasangriffes ausgeschaltet würde - zu einem GAU und einer Gefährdung der Umgebung wird es nicht kommen können.
Dieses Argument ist also ein Argument von gestern, das damals noch gültig war.

Merke: Bezogen auf die Anzahl der Gigawattstunden ist Atomkraft schon mit den bisherigen Reaktoren die sicherste Art der Energieerzeugung, die sich die Menschheit jemals ausgedacht hat!


Jetzt habe ich mir diese verlinkte Seite mal kurz ansehen wollen...

Zitat:
Die Satireseite hat folgendes geschrieben:
#1 Abhängigkeit
Die Satiriker haben den Schuss noch nicht gehört.
Auf die Häufigkeit von verschiedenen Uran-Isotopen gehen sie vorsichtshalber gar nicht erst ein. Uran-238 als Brennstoff für moderne Reaktoren haben wir zu Hauf in unseren eigenen Castoren im eigenen Lande herumstehen. Ewig-Gestrige bezeichnen das als "Atommüll".
Und Thorium kommt auf der Welt noch viel häufiger vor, als Uran.
Um auf 100 Gründe zu kommen, wird dieses Thema als #6 noch einmal in ähnlicher Form recycelt.


Zitat:
Die Satireseite hat folgendes geschrieben:
#2 Uranabbau zerstört die Lebensgrundlage von Zehntausenden.
#3 Uranbergbau nach Fracking-Art verseucht dauerhaft Boden und Grundwasser.
Was schreiben die Satiriker denn über den Abbau von Lithium?


Ach ich kann mich doch nicht um alle zahlreichen Satirebeiträge kümmern, die so im Netz herum schwirren.


Pfiffikus,
der schon genug zu tun hat, die Beiträge von Professor Quaschning zu rezensieren
holgersheim
Nein das ist keine Satire.

Was möchtest du mit deiner bornierten Überheblichkeit zum Ausdruck bringen?