Käptn Blaubär
| Zitat: |
Original von Simson
Die Geldmengen hier sind gesunken, weil es mit der Wirtschaft hier eben nicht wie gewünscht aufwärts gegangen ist. Das bei den Leuten zu Zeiten der Wende vorhandene Geld hat die Wirtschaft hier eben nicht angekurbelt. |
Weil die Wirtschaft hier treuhänderisch zerschlagen wurde wie ich mich noch gut erinnere.
Käptn Blaubär
| Zitat: |
Original von Simson
Ich bin ganz klar für die letztgenannte Möglichkeit und zwar innerhalb einer sozialen Marktwirtschaft, die auch an Menschen ohne Arbeit denkt. |
Nun dann lasst uns endlich aufstehen und die Gesellschaft so verändern.
Dazu ist es aber dringend nötig den Ackermännern, Hundt's, Heuschrecken und allen anderen neoliberalen Treibern gründlich das Handwerk zu legen.
Denn die wollen am Liebsten, dass gar kein Lohn mehr von Unternehmen gezahlt werden muss. Das kommt in absehbarer Zukunft auch in dem ehemaligen VEB an.
aeffchen
| Zitat: |
Original von Käptn Blaubär
| Zitat: |
Original von andy65
Eben, ein Friseur kann einfach nicht mehr zahlen.
|
Wer will uns denn diesen Quatsch in die Gehirne einpflanzen ? |
OK, Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber in der Masse schon.
Es sei denn du bist bereit beim Friseur z.B. mehr zu zahlen.
orca
| Zitat: |
Original von Simson
Die These, man muß den Leuten nur Geld in die Hand geben und dadurch beginnt ein Aufschwung, halte ich für unzutreffend. |
Nein, Du großer Ökonom mit ein wenig Ahnung. Man muß es ihnen nehmen, damit der Aufschwung kommt. Weil sie dann weniger Geld zum Ausgeben haben, keine Zeit zum Einkaufen brauchen und mehr Aufschwung machen können.
aeffchen
| Zitat: |
Original von Simson
Man kann wohl überlegen oder versuchen, anderen Firmen oder Menschen Geld, das sie verdient haben, über Steuern oder andere staatliche Zwangsmaßnahmen einfach wieder wegzunehmen. Man könnte als jemand, der zu Geld kommen will, allerdings auch selbst Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die vom Geld anderer Firmen oder Menschen auf dem Markt gekauft werden. Ich bin ganz klar für die letztgenannte Möglichkeit und zwar innerhalb einer sozialen Marktwirtschaft, die auch an Menschen ohne Arbeit denkt. |
Tut mir leid @simson dass ich bei Geld was sinnlos, unter Ausnutzung der Position oder Situation, erscheffelt oder auch (duch Monopolstellung, Preisabsprachen usw) erpresst wurde nicht als verdient ansehen kann.
Selbst wenn ich etwas erfinden würde wo ich der alleinige Anbieter wäre und die Leute es unbedingt brauche. Ich also damit Milliardär werden könnte. Irgendwo ist doch die Grenze erreicht wo das Verdienen nötig ist und in ein Scheffeln übrgeht.
Ich neide es niemanden ein paar Milliönchen auf den Konto zu haben, auch wenn es den Anschein haben sollte, nur was zu viel ist ist zu viel. Und nur um genau diese geht es mir.
Natürlich würde es funktionieren den Firmen Produkte oder Dienstleistungen anzubieten. Nur kann ich mir nicht genug solcher Sachen vorstellen um mehr als nur der Tropfen auf dem heisen Stein zu sein. Wobei auch da ja das Geld vorhanden sein muss um dies in Anspruch zu nehmen.
Zugeben muss ich, wie schon in einen vorherigen Beitrag angedeutet, dass das Abschröpfen der Sinnlosmillionen auch nicht funktionieren wird. Zumindest nicht in einen Land allein. Die Firmen und Leute die es betrifft verschwinden und somit geht es weiter abwärts.
Um mal auf den Mindestlohn zurückzukommen:
Wenn er gestaffelt nach z.B. Firmenvermögen wäre, ohne ihn dabei zu hoch anzusetzen, bin ich voll dafür. Und hier lege ich mich jetzt nicht auf einen Wert von 4 € oder 7,50 € fest. Das liegt ja dann an der Wirtschaftskraft der Firmen.
Es kann nicht sein dass eine gutgehende Versicherungsfirme eine Reinigungskraft oder Reinigungsfirma einsetzt wo am Ende die ausführende Person nur (frei erfundene) 4 € verdient.
gerassimov
| Zitat: |
Original von andy65
Es kann nicht sein dass eine gutgehende Versicherungsfirme eine Reinigungskraft oder Reinigungsfirma einsetzt wo am Ende die ausführende Person nur (frei erfundene) 4 € verdient. |
Wenn aber doch das Management dieser gutgehenden Versicherungsfirma der Meinung ist, dass die Firma
genau deswegen gutgehend ist? Und wenn das Management für genau diesen Erfolg dann auch noch mit großzügigen Aufstockungen belohnt wird?
aeffchen
dann haben wir ein neues problem und wieder geld was nur gesammelt wird
Scherzerade
Den Mindeslohn kann ich mir schon vorstellen. Ist doch als Zahlenspiel denkbar, oder. Wie Minister Althaus mit Mindesrente und Arbeitslosigkeit 800 Euro ungefähr. Abzüge erhöhen und Brutto erhöhen. Bei 650 Rente will man ja bis 3 Euro50 auch erhöhen. Obwohl man für 800 Euro Geld hat und auch einführen will. Der Vorschlag sagt doch 800 geht, aber um soviel können wir nicht zahlen. Ich denke mir das durch die Anhebung des Brutto Geld von einer Tasche in eine andere gesteckt wird. Das Land von Unterstützungen befreit und der Bund belastet, beim Althaus. Die lehnen ab und er steht gut da. Beim Mindestlohn geht vieleicht auch mehr Geld Brutto ohne letztendlich das man mehr Geld tatsächlich hat.
Andy stimmt mit dem sammeln. Ich fang gerade die 2 Millonen an, weil ich die erste nie vollbekam. Mal spaßig gesehen.
aeffchen
| Zitat: |
Original von Scherzerade
Andy stimmt mit dem sammeln. Ich fang gerade die 2 Millonen an, weil ich die erste nie vollbekam. Mal spaßig gesehen. |
Naja, ich habe meine Meinung nun kundgetan und werde mich wieder eine Weile aufs Lesen beschränken. Schon mal anfangen mit Geld zählen.
icke
| Zitat: |
Original von jandark
Zu dem Beispiel Friseur:
Gibt es denn Friseure, die ihren Angestellten mehr zahlen? wesentlich wahrscheinlich nicht. Also was würde denn passieren, wenn ALLE Friseure sich an höhere Löhne halten müßten? |
Nun ja, ich denke grade dieser Beruf ist ein Paradebispiel, wie schwer es auch für Unternehmer ist ...
Hier in Berlin gibt es vom superteuren Promifriseur bis zum absoluten Dumpinganbieter so ziemlich alles was man sich vorstellen kann ...
Während das nichtmobile Omachen vermutlich dem Nachbarschaftsfriseur treu bleibt, der auch zu annembaren Preisen noch die Frisur aufschönt, sind andere auch hier dabei Ihrer Geiz ist Geil-mentalität zu föhnen.
Kleiner Vorteil ist aber noch die eigene Eitelkeit, die "nur Billig ist schön verhindert", denn wenn das nix taugt zalt man beim nächsten mal lieber mehr. Schaut man sich dann aber auch noch die Ladenmieten in Berlin an, dann fragt Mann und Frau sich schon wer hier als einziger den großen Reibach macht, das ist in einem Bereich in dem man sicher nicht super viel einnehmen kann schon ein Riesenfaktor, zumal auch selten der gesamte Tag mit Kundschaft belegt werden kann .... es gibt also oft viel Leeerlauf in dem das Personal aber auch bezahlt werden muss.
Was ich aber damit sagen möchte ist, das zu hohe Kosten für den Unternehmer entstehen, die nichts mit der Dienstleistung selbst zu tun haben.
zu hohe Gewerbemiten und Abgaben üben eine hohen Druck auf den Unternehmer aus, das kann die niedrigen Löhne alleine natürlich nicht entschuldigen aber zumindest in diesem Bereich etwas erklären.
mausi
| Zitat: |
Original von andy65
| Zitat: |
Original von Käptn Blaubär
| Zitat: |
Original von andy65
Eben, ein Friseur kann einfach nicht mehr zahlen.
|
Wer will uns denn diesen Quatsch in die Gehirne einpflanzen ? |
OK, Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber in der Masse schon.
Es sei denn du bist bereit beim Friseur z.B. mehr zu zahlen. |
Ich mache das ganz anders. Ich zahle einer "Freizeitfrisörin" für die knappe Stunde die sie auf meinem Kopf zu tum hat 10 Euro bar + Kaffe und Kuchen und ein gutes Gespräch.
Warum ?
Weil ich mir schäbig dabei vorkomme, die selbe Frau, die selbe halbe Stunde für ihren Hungerlohn in einem Frisörsalon arbeiten zu lassen. Ihre Arbeit ist mir mehr wert.
Pfiffikus
| Zitat: |
Original von mausi
Ich mache das ganz anders. |
Tja, das ist Pech für die Freizeitfriseurin. Denn mit deiner Frisur erwirbt sie keine Rentenansprüche.
Pfiffikus,
der hofft, dass sie wenigstens krankenversichert ist
Simson
| Zitat: |
Original von mausi
Ich mache das ganz anders. Ich zahle einer "Freizeitfrisörin" für die knappe Stunde die sie auf meinem Kopf zu tum hat 10 Euro bar + Kaffe und Kuchen und ein gutes Gespräch.
Warum ?
Weil ich mir schäbig dabei vorkomme, die selbe Frau, die selbe halbe Stunde für ihren Hungerlohn in einem Frisörsalon arbeiten zu lassen. Ihre Arbeit ist mir mehr wert. |
@ mausi:
Eine interessante moralische Begründung, Arbeiten aus dem Bereich des ersten Arbeitsmarkts im Bereich der Schattenwirtschaft an Sozialversicherungs- und Steuerkassen vorbei ausführen zu lassen. Du hättest der Frau übrigens auch ganz problemlos ein ordentliches Trinkgeld im Frisörsalon geben können.
Wie soll ein Frisörsalon bei jetzigen Löhnen und Preisen mit solchen Angeboten konkurrieren können?
Würdest Du nach Einführung eines höheren einheitlichen gesetzlichen Mindestlohnes, der mit Sicherheit zu einer Erhöhung der Preise für eine Frisörleistung führen würde, künftig in einen Frisörgeschäft gehen?
Was hättest Du eigentlich in einem Frisörgeschäft für Deine Frisur bezahlt?
Ist die "Freizeitfrisörin" sonst in einem Frisörsalon tätig oder arbeitslos?
orca
| Zitat: |
Original von Pfiffikus
Tja, das ist Pech für die Freizeitfriseurin. Denn mit deiner Frisur erwirbt sie keine Rentenansprüche. |
Welche Rentenansprüche kann sie wohl bei dem Friseusenhungerlohn erwerben? Ob sie nun für einen Ausbeuter arbeitend später Sterbeüberbrückung gemäß Hartz IV bekommt oder als Freizeitfriseuse, ist ja nun wirklich wurscht.
Simson
Sie könnte sich ja auch als Friseurin selbständig machen und nach den Spielregeln, die für alle Gewerbetreibenden gelten, alleine frisieren oder sogar weitere Friseurinnen beschäftigen. Wer hindert sie daran?
mausi
| Zitat: |
Original von Simson
@ mausi:
Eine interessante moralische Begründung, Arbeiten aus dem Bereich des ersten Arbeitsmarkts im Bereich der Schattenwirtschaft an Sozialversicherungs- und Steuerkassen vorbei ausführen zu lassen. |
So helfen sich Geringverdiener selbst, die keinen vernünftigen Mindestlohn haben.
| Zitat: |
Original von Simson
Würdest Du nach Einführung eines höheren einheitlichen gesetzlichen Mindestlohnes, der mit Sicherheit zu einer Erhöhung der Preise für eine Frisörleistung führen würde, künftig in einen Frisörgeschäft gehen? |
Ja
| Zitat: |
Original von Simson
Was hättest Du eigentlich in einem Frisörgeschäft für Deine Frisur bezahlt? |
Mehr als 10 Euro. Das ist aber für mich weniger relevant wenn ich die Gewissheit habe das die Person die in dem Moment für mich arbeitet angemessen bezahlt wird.
Ist die "Freizeitfrisörin" sonst in einem Frisörsalon tätig oder arbeitslos?[/quote]
ja/nein
Geringverdiener hätten die Schwarzarbeit nicht nötig bei einem Lohn der zum Leben reicht.
Scherzerade
Klingt im ersten Moment hart, aber sollte man nich so einen Arbeitsplat wählen, wo man selber sich bemüht soviel zu verdienen das man andere Arbeit bezahlen kann. Im Eisenach werden z.B. Ärzte gesucht. Ein Frisör direkt im Haus ist bei dem Jop auch bezahlbar.
Wir wollten doch die Einheit. Warum sollte ein Verdienst von 9 Euro bezahlt werden, wenn man für 4 Euro Arbeitskräfte bekommt.
Das wir die Marktwirtschaft wollen, aber nur die Vorteile, wird so nicht gehen. Ich mach mich unbeliebt, weiß ich, aber selbst der Mindestlohn werden gerade Geringverdienende auch wieder merken, in der Teuerung.Auch mit den noch kommenden neuen Märkten, werden bilige Arbeitskräfte kommen. Natürlich wie gewollt wahrscheinlich in die Westlichen Bundesländern, wo wir jetzt auch bei gleicher Arbeit mehr verdienen. Sieht man an der Buschzulage und dem Verschleudern vom Eigentum des Volkes.
Nicht nur der Mindeslohn fällt da ja an. Mancher Rentner würde auf die Rente verzichten und Arbeit wollen. Wenn es nur wegen des höheren Arbeitlosengeldes ist. Und glaubt mir es gibt einige Renten unter 800 Euro. Nicht berücksichtigt dann Zusatzleistungen.
Auch das vereinte Deutschland ist ein Sozialstaat und kein Wohlfahrtsstaat.
Als direkte Lösung sehe ich nur die Gewinnbesteuerung. Ein Kleinunternehmer wird bei dem Mindestlohn mitunter Schwierigkeiten haben, Aber richtig Arbeit muß sich lohnen. Gerecht wäre wenn jemand aus der Gesellschaft einen hohen Gewinn zieht, ist er auch verpflichtet den Menschen teilhaben zu lassen. Eigentum verpflichtet sagt die Verfassung.
Steht dem eigentlich nicht entgegen.
Herasun
| Zitat: |
Original von Scherzerade
Eigentum verpflichtet sagt die Verfassung.
Steht dem eigentlich nicht entgegen. |
Nee, aber die Verfassung wird eben nach der jeweiligen Verfassung der Verfassenden ausgelegt.
Meira
| Zitat: |
Original von mausi
Ich mache das ganz anders. Ich zahle einer "Freizeitfrisörin" für die knappe Stunde die sie auf meinem Kopf zu tum hat 10 Euro bar + Kaffe und Kuchen und ein gutes Gespräch.
Warum ?
Weil ich mir schäbig dabei vorkomme, die selbe Frau, die selbe halbe Stunde für ihren Hungerlohn in einem Frisörsalon arbeiten zu lassen. Ihre Arbeit ist mir mehr wert. |
Es gibt in Köstritz einen guten Friseur an der B7
Ich mache es aber ähnlich wie Mausi und ich komme mir dabei nicht schäbig vor.
Warum auch.
Simson
Wenn man sich nicht schäbig vorkommt und das normal findet, sollte man von Anderen aber vielleicht auch kein anderes Verhalten erwarten oder fordern. Jeder ist sich selbst der Nächste, eine Hand wäscht die andere. Allein auf einer solchen Basis kommt eine Gesellschaft als Ganzes wohl nicht voran. Meine persönliche Überzeugung ist das nicht.