Hartz IV ist offener Strafvollzug

gastli
Sanktionen gegen herzkranken Hartz IV Empfänger
Eine MDR-Reportage aus dem grausamen Alltag des menschenverachtenden Hartz4-Systems.
gastli
Das schlimmste Jobcenter scheint das in Rosenberg [Bayern] zu sein.
Dort wird gegen jeden 15. Hilfsbedürftigen, der das Gebäude betritt, direkt eine Sanktion verhängt.
Das lässt schon einen sehr tief sitzende Geist im Sinne von Adolf Eichmann erkennen.
Gerade wenn man weiß:
– laut Grundgesetz eine Mindestteilhabe am Leben gewährt werden muss
– schon der Regelsatz unterhalb der Armutsschwelle liegt
– insbesondere die Kinder unter Hartz IV schon extrem leiden

Es ist folgerichtig, dass eine Klage beim Bundesverfassungsgericht anhängig ist.
ABER: Das Bundesverfassungsgericht hat schon viel zu viele Gesetze, die im Kern eben doch klar verfassungswidrig sind, abgesegnet.
[Auslandskriege, Staatstrojaner, EU-Verträge und Vorratsdatenspeicherung sind nur deren auffälligsten Fehlurteile.]
Insofern erwarte ich bei den Sanktionen auch nur mit einem Wischiwaschi-Urteil.
Sie werden vermutlich Sanktionen zwar im Kern als verfassungswidrig einstufen, aber trotzdem irgendwie weiter zulassen.
Denn merke: Die Justiz, und insbesondere die deutsche Justiz, hat NOCH NIE Regierungsverbrechen gestoppt.
Ganz im Gegenteil.
gastli
Zitat:
Das Bundessozialgericht spricht: kein Hund bei Hartz IV
Das Urteil des Bundessozialgerichtes vom 08.02.2017, Az. 14 AS 10/16 R, lässt sich mit wenigen Worten zusammenfassen: ALG II Bezieher haben kein Recht auf einen Hund als Haustier. Geklagt hatte eine Erwerbstätige, deren geringes Einkommen mit ALG II aufgestockt werden muss und welche die Beiträge zur landesgesetzlich vorgeschriebenen Hundehaftpflichtversicherung gemäß § 11b Abs. 1 Nr. 3 SGB II von ihrem Einkommen absetzen wollte.
...
Was bedeutet diese Entscheidung nun für ALG II Empfänger? Ganz einfach: Dass es einem ALG II Empfänger generell zuzumuten ist, die Kosten für gesetzliche Pflichtversicherungen zu vermeiden, auch wenn er dafür seinen geliebten Hund, des Menschen besten Freund, ins Tierheim geben muss.

Damit verabschiedet sich das BSG endgültig von seiner bis dahin vertretenen Rechtsauffassung, dass Bezieher von Grundsicherung nach SGB II rechtlich nicht wie, die bereits auf der untersten sozialen Stufe angekommenen, Bezieher von Grundsicherung nach SGB XII zu behandeln sind, weil sich beide Systeme grundlegend in ihren Zielen unterscheiden.

Vielmehr stellt das BSG damit nunmehr rechtstheoretisch SGB II und SGB XII auf dieselbe Stufe, denn für das SGB XII hat das BSG schon länger entschieden, das Aufwendungen für vermeidbare Pflichtversicherungen nicht absetzbar sind (u.a. B 8/9b SO 11/06 R). Dies gilt nun auch im SGB II.
[Quelle: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueb...ei-hartz-iv.php]

So weit käme es noch, dass das unwerte Leben Freunde hat.
Auch keine "Vierbeinige beste Freunde".
Das unterliefe ja den Gedanke der ständigen staatlichen gesetzlichen Diskriminierung und Drangsalierung.
gastli
Hartz IV: Sanktionen treiben Jugendliche in die Obdachlosigkeit.

Zitat:
Es geht um junge Hartz-IV-Bezieher zwischen 15 und 24 Jahren. Seit einer Gesetzesverschärfung 2007 werden sie noch härter drangsaliert als ältere. Brechen sie eine Ausbildung ab, ignorieren sie ein Stellenangebot oder weisen sie zu wenige Bewerbungen nach, kann ihnen vom Jobcenter für drei Monate der komplette Regelsatz gestrichen werden. Verstoßen sie ein zweites Mal innerhalb eines Jahres gegen eine Auflage, fällt womöglich die gesamte Leistung weg, also auch Mietzuschuss und Krankenversicherung.
...
Das Ergebnis: Nicht nur, dass die so unter Druck Gesetzten im Schnitt fünf Prozent weniger Lohn in Kauf nehmen als die übrigen Vermittelten, wobei Hartz-IV-Beziehern im ersten halben Jahr kein Mindestlohn zusteht. Viele der Bestraften zögen sich auch ganz aus dem Arbeitsmarkt zurück. Was das heißt, ist vor allem in größeren Städten zu beobachten: Die Zahl junger Erwachsener ohne Wohnung, die betteln und oft nicht einmal krankenversichert sind, wächst.
[Quelle: https://www.jungewelt.de/2017/02-10/021.php]

Wohlgemerkt: Das sagt nicht Irgendwer, sondern das IAB der Bundesanstalt für Arbeit.
Pfiffikus
Zitat:
gastli hat am 14. Februar 2017 um 08:35 Uhr folgendes geschrieben:
Hartz IV: Sanktionen treiben Jugendliche in die Obdachlosigkeit.

Mal ganz naiv gefragt: Was hindert denn die Herrschaften daran, die Stellenangebote anzunehmen, sich zu bewerben und dadurch einer drohenden Obdachlosigkeit zu entgehen?


Zitat:
gastli hat am 14. Februar 2017 um 08:35 Uhr folgendes geschrieben:
Wohlgemerkt: Das sagt nicht Irgendwer, sondern das IAB der Bundesanstalt für Arbeit.

Nö. Das sagt nicht das IAB, sondern der Redakteur den JungenWelt. Dieser hat - warum auch immer - auf einen Verweis auf diese Studie verzichtet. Deshalb sei an dieser Stelle ein Link auf das Original der Studie gestattet:
http://doku.iab.de/kurzber/2017/kb0517.pdf

Hier wird deutlich, dass der unterstrichene Satz keineswegs von der IAB kommt. Vielmehr hat das dieser Redakteur dazu geschrieben und Du hast es hier im Forum der IAB in den Mund gelegt. Fake-News eben.

Kannst ja mal in dieser Studie automatisch nach Worten wie "betteln" oder "kranken" suchen lassen.


Zitat:
Der nicht ganz neutral schreibende Redakteur und unser gastli haben am 14. Februar 2017 um 08:35 Uhr folgendes geschrieben:
und oft nicht einmal krankenversichert sind, ...

Völliger Unfug, der Schreiberling hätte mal im Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) § 5 nachschlagen sollen.
Sollte in der Tat bei irgendjemandem keine Krankenversicherung vorliegen, wäre das nicht Schuld von irgendwelchen Sanktionen. Und die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit (die im Übrigen vom Jobcenter verlangt wird) würde den versicherungslosen Zustand selbst dann beenden, wenn unter dem Mindestlohn bezahlt würde.


Pfiffikus,
der diese alternativen Fakten mal gerade rücken musste
gastli
Die Zahl junger Erwachsener ohne Wohnung, die betteln und oft nicht einmal krankenversichert sind, wächst.

Kein Unfug, sondern eine Tatsache die dir jeder Sozialverband bestätigen kann.

Zitat:
Pfiffikus hat am 16. Februar 2017 um 23:28 Uhr folgendes geschrieben:
Mal ganz naiv gefragt: Was hindert denn die Herrschaften daran, die Stellenangebote anzunehmen, sich zu bewerben und dadurch einer drohenden Obdachlosigkeit zu entgehen?


Mal ganz naiv geantwortet: Das die Jobcenter die Betroffenen in ihren Grundrechten [Aritkel 1 bis 19 GG] einschränken und verletzen.

Und selbstverständlich treiben Sanktionen zu 100% Jugendliche in die Obdachlosigkeit.
Es werden für mindestens 3 Monate keine KdU gezahlt.
Daraus entstehende Mietschulden werden nicht beglichen.
Die Folge ist fristlose Kündigung der Wohnung wegen Mietrückstand.
Die nächste Folge ist, dass eine erneute Anmietung einer Wohnung, wegen negativer "Unbedenklichkeitsbescheinigung Mietrückstände" und negativer "Mieterselbstauskunft", welche von Vermietern gefordert, wird nicht mehr möglich ist.
Folge: Obdachlosigkeit.

gastli, der diese Fakten mal wieder gerade rücken muss.
Money
Zitat:
gastli hat am 17. Februar 2017 um 15:34 Uhr folgendes geschrieben:
Kein Unfug,

Und was für einer.

Null Bock-Jugendliche, die keine Stellenangebote annehmen und sich nicht bewerben, ständig Termine nicht wahrnehmen, haben harte Sanktionen verdient!
orca
Zitat:
Money hat am 17. Februar 2017 um 16:42 Uhr folgendes geschrieben:
Null Bock-Jugendliche


Was für ein Drecksstaat mit welcher Unkultur bringt denn solche Einstellungen und die lausigen prekären Stellen hervor, auf die sich keiner bewerben will? Wer ist der bessere Mensch: der unterwürfig den Vorladungen des untertänigen und würdelosen Gesindels in den Arbeitslosendisziplinierungsagenturen nachkommt, oder der, welche diesem Drecksregime wenigstens passiven Widerstand leistet?

Abgesehen davon, daß weit häufiger als "null Bock" offenbar null Arbeit zur Arbeitslosigkeit führt. Und daran sind das Verbrecherregime und seine Herren schuld, die ja angeblich "Jobs" schaffen. Oder - was häufiger ist - vernichten.

Sag' mal, werden Deinesgleichen Auftragsschreiberlinge auch von den hauptberuflichen Arbeitslosendisziplinierern angeworben oder meldet sich solches Gesindel freiwillig für den würdelosen Drecksjob für kriecherische Untertanenseelen?
gastli
Zitat:
Money hat am 17. Februar 2017 um 16:42 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
gastli hat am 17. Februar 2017 um 15:34 Uhr folgendes geschrieben:
Kein Unfug,

Und was für einer.

Null Bock-Jugendliche...... haben harte Sanktionen verdient!


Nein!

Jede Lohnarbeit nehmen.
Was sie kriegen können.
Hauptsache Arbeit.
Egal welche.
Eine Funktion ausfüllen ohne erfüllt zu sein.
Anpassungsdruck.
Selbstverleugnung.
Die Unterdrückung eigener Gedanken, Meinungen und Gefühle.
Weil sie häufig auf der Lohnarbeit unerwünscht sind.
Irgendeinen Chef verärgern könnten.
Ständiges Dauerlächeln das krank macht.
Nein warum sollte sich das jemand antun?

Folgende blöde Sprüche sind für den Lohnarbeitsfetischist typisch:

Jeder der arbeiten will, findet auch Arbeit!
Du hast einfach zu hohe Ansprüche!
Ich gehe auch mit einer Grippe zur Arbeit!
Und was machst Du so?
Ich liege dem Staat nicht auf der Tasche!

Du bist arbeitslos?
Selbst schuld!
Hättest Dich eben mehr bemühen, besser [aus-]bilden, was anderes studieren,
Dich ordentlich bewerben und verkaufen müssen!

Du fühlst Dich auf Deinem Arbeitsplatz nicht wohl?
Deine Tätigkeiten erfüllen Dich nicht,
Du wirst gemobbt, zu schlecht bezahlt oder musst zu viele Überstunden machen?
Selbst schuld!
Such Dir doch einfach eine andere Arbeitsstelle.
Es gibt so viele Ein-Euro-Jobs, 400-Euro-Jobs und Praktikas – da wird schon was für Dich dabei sein! Und wenn nicht: das Leben ist eben kein Ponyhof und Arbeit muss auch nicht immer Spass machen!


Burnout, Stress, Überlastung, Leiharbeit, befristete und prekäre Jobs.
All das lässt Menschen verschleissen.
Sie werden benutzt und anschließend wie alte Waren entsorgt.
Und obwohl die Meisten um diesen schleichenden Prozess der Selbstzersetzung wissen, beten sie weiterhin die Lohnarbeit als Fetisch an.
An statt das Ganze als unnotwendiges Übel zu betrachten.

Wenige haben den Mut.
Pfiffikus
Zitat:
gastli hat am 17. Februar 2017 um 15:34 Uhr folgendes geschrieben:
Die Zahl junger Erwachsener ohne Wohnung, die betteln und oft nicht einmal krankenversichert sind, wächst.

Das erschüttert uns offenbar beide. Nur unterscheiden wir uns wahrscheinlich bei den Visionen, wie dieser Zustand geändert werden könnte und sollte.

Aber zum Thema Krankenversicherung: Ist jemand einmal krankenversichert, so wird das Versicherungsunternehmen diesen Versicherten so lange nicht wieder los, bis er eine neue Versicherung gefunden hat. (Gilt für gesetzliche wie private Versicherungen) Selbst wenn er keine Beiträge mehr zahlt, muss ihm das Unternehmen noch eine Grundversorgung gewährleisten. Dann müssen alle zahlenden Versicherten die mangelnden Beitragseingänge dieser Leute ausgleichen.
(Völlig klar, dass dann in der Basis-Versorgung komfortabler Zahnersatz nicht mit eingeschlossen ist.)
Jugendliche sind üblicherweise in der gesetzlichen KV beitragsfrei familienversichert, bis sie sich selbst versichern. Und wenn ein Jugendlicher wenigstens wenige Wochen versicherungspflichtig tätig war, dann ist er mindestens AOK-Mitglied. Und die AOK wird ihn so schnell nicht wieder los. Das Gesetz dazu habe ich Dir bereits genannt.
Bei den jungen Leuten, die Du hier ansprichst, kann es sich wahrscheinlich nur um Leute gehandelt haben, die in ihrem Leben noch nie gearbeitet haben.


Zitat:
gastli hat am 17. Februar 2017 um 15:34 Uhr folgendes geschrieben:
Kein Unfug, sondern eine Tatsache die dir jeder Sozialverband bestätigen kann.

Dass die Zahl steigt, will ich ja gar nicht bestreiten.
Als Unfug bezeichne ich es, dass diese Zahl durch die Sanktionen der Jobcenter verschuldet ist.


Zitat:
gastli hat am 17. Februar 2017 um 15:34 Uhr folgendes geschrieben:
Und selbstverständlich treiben Sanktionen zu 100% Jugendliche in die Obdachlosigkeit. Es werden für mindestens 3 Monate keine KdU gezahlt.

Das ist Deine Meinung. Meine Meinung sieht anders aus.
Nach meiner Meinung haben sich die von den Sanktionen betroffenen Jugendlichen mehr oder weniger vorsätzlich selbst in diese Lage gebracht, indem sie eine Integration ins Arbeitsleben verweigern und noch nicht einmal bereit sind, sich auf nachgewiesene freie Stellen zu bewerben. Und allein die Bewerbungen hätten die Jugendlichen, um die es hier geht, vor Sanktionen und Obdachlosigkeit bewahrt, selbst wenn die Bewerbungen vergeblich gewesen wären.
Du meinst, es wäre zu viel verlangt, sich ein paar mal zu bewerben? Aber ich bin da anderer Ansicht.


Zitat:
gastli hat am 17. Februar 2017 um 15:34 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
Pfiffikus hat am 16. Februar 2017 um 23:28 Uhr folgendes geschrieben:Mal ganz naiv gefragt: Was hindert denn die Herrschaften daran, die Stellenangebote anzunehmen, sich zu bewerben und dadurch einer drohenden Obdachlosigkeit zu entgehen?
Mal ganz naiv geantwortet: Das die Jobcenter die Betroffenen in ihren Grundrechten [Aritkel 1 bis 19 GG] einschränken und verletzen.

Und als Beleg für diese These verlinkst Du eine Seite, die auf orca-Niveau "argumentiert"? Da werden die Personen, die die Rechtslage umsetzen, als "Politverbrecher" bezeichnet usw. Das hältst Du für seriös? Das wäre ebenso niveaulos, als wenn ich die hier in Rede stehenden Jugendlichen als "Sozialschmarotzer" bezeichnen würde. Mache ich aber nicht, denn ich begebe mich ja nicht auf dieses Niveau.


Zitat:
Dieser JW-Redakteur hat folgendes geschrieben:
Nicht nur, dass die so unter Druck Gesetzten im Schnitt fünf Prozent weniger Lohn in Kauf nehmen als die übrigen Vermittelten, wobei Hartz-IV-Beziehern im ersten halben Jahr kein Mindestlohn zusteht.

Stimmt zwar erstmal. Praktisch kann man natürlich bei den hier diskutierten Jugendlichen die Frage aufkommt, ob sie bei dem in ihrem Verhalten bereits deutlich gewordenen Arbeitseifer sogar noch überbezahlt sind.


Zitat:
gastli hat am 17. Februar 2017 um 15:34 Uhr folgendes geschrieben:
Die nächste Folge ist, dass eine erneute Anmietung einer Wohnung, wegen negativer "Unbedenklichkeitsbescheinigung Mietrückstände" und negativer "Mieterselbstauskunft", welche von Vermietern gefordert, wird nicht mehr möglich ist.Folge: Obdachlosigkeit.

Gut so! Denn welchem Vermieter soll denn ein solcher Mieter zugemutet werden? Unterschreibt ein Vermieter einen Mietvertrag mit einer solchen Person, dann gibt es für ihn keinerlei Probezeit mehr. Dann wird man ihn so schnell nicht wieder los. Und die Sanktionen, die eigentlich den Mieter treffen sollen, treffen mit voller Wucht den Vermieter, der die Sanktionen nicht verschuldet hat und sich wiederum wegen der geltenden Mieterschutzbestimmungen nicht dagegen wehren kann.
Ich selbst bin als Vermieter bereits zweimal Opfer solcher völlig unverschuldeten Sanktionen geworden, die ich nicht zu verantworten hatte.


Dass diese Sanktionen Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche nach sich ziehen, sollte sich inzwischen herum gesprochen haben und allgemein bekannt sein. Aus diesem Grunde ist es mir wirklich noch viel unverständlicher, dass die Jugendlichen im Ansehen dieser Tatsache darauf verzichten, sich auf angebotene oder auf selbst recherchierte Stellen zu bewerben und diesem Teufelskreis zu entgehen.



Pfiffikus,
der das, was Du da schreibst, nicht als "gerade rücken" bezeichnen will
orca
Zitat:
Pfiffikus hat am 18. Februar 2017 um 15:27 Uhr folgendes geschrieben:
Nach meiner Meinung haben sich die von den Sanktionen betroffenen Jugendlichen mehr oder weniger vorsätzlich selbst in diese Lage gebracht, indem sie eine Integration ins Arbeitsleben verweigern und noch nicht einmal bereit sind, sich auf nachgewiesene freie Stellen zu bewerben.


Schon mal was von Massenarbeitslosigkeit gehört, Pfiffi? Klar, Deinesgleichen MEINUNG nach kommt die sicher daher, daß die bösen Proletarier die Millionen gut bezahlter, menschenrechtskonformer freier Stellen einfach nicht besetzen wollen.

Und welches verbrecherische Drecksregime bringt wohl die von Dir beschriebene hoffnungslose und gleichgültige Einstellung bei Jugendlichen als Massenerscheinung hervor? Oder sind das alles wundersame gleichzeitige und gleichartige Mutationen?

Irgendwann fallen beim Bemühen um den Erhalt Deines Platzes am Freßnapf Deiner Herren die Reste Deiner Humanität noch unter Deinen IQ.

Braves Hündchen Pfiffi, mach' schön weiter Männchen.
Pfiffikus
Zitat:
orca hat am 18. Februar 2017 um 17:12 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
Pfiffikus hat am 18. Februar 2017 um 15:27 Uhr folgendes geschrieben:
Nach meiner Meinung haben sich die von den Sanktionen betroffenen Jugendlichen mehr oder weniger vorsätzlich selbst in diese Lage gebracht, indem sie eine Integration ins Arbeitsleben verweigern und noch nicht einmal bereit sind, sich auf nachgewiesene freie Stellen zu bewerben.


Schon mal was von Massenarbeitslosigkeit gehört, Pfiffi?

Gewiss doch. Aber ich will die Millionen Betroffenen ganz sicher nicht in einundenselben Topf werfen. Ganz sicher weiß ich selbst, dass Millionen völlig unverschuldet in den Strudel von HartzIV gelangt sind. Doch um die ging es an dieser Stelle nicht.
In meinen Beiträgen schrieb ich schließlich nur von denen, die an ihrer Situation eine gehörige Portion Mitschuld tragen.

Abgesehen davon: Selbst wenn wegen der Massenarbeitslosigkeit nicht ausreichend Stellen vorhanden wären, mit einer Bewerbung auf die vom Jobcenter bezeichneten offenen Stellen hätten die Jugendlichen die Sanktionen vermeiden können. Bedingung war ja nicht das Finden eines Jobs, sondern die Mitwirkung in Form von Bewerbungen.
Aber auch schon diese Bewerbungen waren diesen Leuten zu viel Arbeit.


Pfiffikus,
der aus diesem Grunde immer noch fragt, welche Gründe gegen eine Bewerbung auf die bezeichneten Stellen sprechen
orca
Oh, Pfiffi versucht, seine Menschenverachtung zu relativieren.

Zitat:
eine Bewerbung auf die bezeichneten Stellen


Welche denn, Pfiffi?

Außerdem hast Du auftragsgemäß wieder "überlesen", daß das verbrecherische Drecksregime (Du weißt schon, das, dessen Herren Dich füttern), diese hoffnungslose und gleichgültige Einstellung bei Jugendlichen offenbar als Massenerscheinung hervorbringt.

Zitat:
Aber auch schon diese Bewerbungen waren diesen Leuten zu viel Arbeit.


Naja, Du hast das ja aufgrund Deines zwar würdelosen, aber Deinerseits aufgrund seiner Einträglichkeit geliebten Traumjobs nicht nötig.

Wurdest Du selbst von der Arbeitslosendisziplinierungsagentur rekrutiert oder wie läuft das bei Deinesgleichen?

Habe ich Dich heute schon meiner noch tieferen Verachtung versichert, als Du sie den vom Verbrecherregime B'R'D Niedergebrachten entgegenbringst?
Pfiffikus
Zitat:
orca hat am 18. Februar 2017 um 18:11 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
eine Bewerbung auf die bezeichneten Stellen


Welche denn, Pfiffi?


Das weißt Du doch schon aus gastlis Beitrag. Vermutlich hat das der JW-Reporter so geschrieben.

Zitat:
gastli hat am 14. Februar 2017 um 08:35 Uhr folgendes zitiert:
ignorieren sie ein Stellenangebot oder weisen sie zu wenige Bewerbungen nach, kann ihnen vom Jobcenter für drei Monate der komplette Regelsatz gestrichen werden.



Pfiffikus,
der die Stellen hier auch nicht genauer bezeichnen kann
orca
Zitat:
Pfiffikus hat am 18. Februar 2017 um 18:34 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
eine Bewerbung auf die bezeichneten Stellen

Pfiffikus,
der die Stellen hier auch nicht genauer bezeichnen kann


Den Unterschied zwischen erwähnen und bezeichnen darfste also auch nicht kennen.

Hmm, vielleicht könnte man den Niedergebrachten etwas Mut machen, indem man ihnen deutlich zeigt, wie Jemand sozial und menschlich noch wesentlich weiter herunterkommen kann als sie.

Du bist ein hervorragendes schlechtes Beispiel. Deine menschenverachtenden Beiträge sind dafür Beleg.
gastli
Herr Schulz "Die Agenda 2010 ist kein Sündenfall Sondern ein Verbrechen".

gastli
Zitat:
Kolumne German Angst
Hartz IV, die namenlose Hölle

SPD-Kandidat Schulz will ALG I ein bisschen reformieren. Der wahre Skandal ist aber weiterhin das ALG II, auch „Hartz IV“ genannt.
...
Um ALG II drückt sich Schulz. Er spricht nur implizit von jener namenlosen Hölle, in die jene ALG-I-ler nicht abrutschen dürfen. Aber die heiligen drei Säulen der Agenda 2010 treffen vor allem die ALG-II-Bezieher: 1. die Gängelung von Arbeitslosen durch Kürzungen und Strafmaßnahmen, 2. die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und Senkung der Löhne und 3. die durch das Schröder’sche Paradigma der Eigenverantwortung vorangetriebene Entsolidarisierung. Wer arm ist, ist seither selbst schuld.

ALG II ist eine kafkaesk durchbürokratisierte Armutsmaschine. Alleinstehenden stehen 409 Euro im Monat zu. Das Existenzminimum. Wegen kleinster Fristverstöße wird es zusammengestrichen. Um 10 oder 30 Prozent, um 60, dann auf null.
[Quelle: http://www.taz.de/Kolumne-German-Angst/!5384317/]

In einer Kolumne darf in dieser BRD sogar die Wahrheit geschrieben werden.
Seit dem 01.01.2005 ist diese Hölle Alltag für Millionen Opfer der Agenda 2010.
orca
Wie nur bringen wir die Millionen Opfer dazu, das Schmarotzerpack, dem sie auf Befehl deren Marionettenstaats zwangsweise Multimilliarden opfern müssen, zum Teufel zu schicken, statt auf die nächste Erhöhung des Sterbeüberbrückungsgeldes um 0.0815 % zu hoffen?
gastli
Pfiffikus
Zitat:
gastli hat am 02. März 2017 um 08:58 Uhr folgendes geschrieben:
Update zu Sanktionen treiben Jugendliche in die Obdachlosigkeit.

Danke für Deine Recherche. Es stimmt natürlich. Wenn man es auf die Sanktionen ankommen lässt, dann führt das zwangsläufig auch zu einer Obdachlosigkeit.

Leider sind aus diesem Film nur wenige Grüne zu erfahren, wie der junge Mann in diese Situation hinein geraten ist.



Praktisch scheint ja am Schluss das Steuer herum gerissen werden. Er will sich nun eine Lehrstelle vermitteln lassen. Da er so um die 20 Jahre alt sein dürfte, ist es dafür noch nicht zu spät.

Er erscheint uns gesund. Auch längeres Warten im Stehen scheint er zu verkraften.

Er arbeitet gewissenhaft und pflichtgemäß. Das haben wir erfahren dürfen, als er uns erzählte, wie er sich ganz korrekt um die Krankenscheine gekümmert hat.

Unter diesen Voraussetzungen sollte es nicht scher sein, im eine passende Lehrstelle zu vermitteln, eine Übernahme nach der Lehre nicht ausgeschlossen.


Pfiffikus,
der davon ausgeht, dass der junge Mann bald nicht mehr auf dieses Jobcenter angewiesen sein wird