Jobcenter droht Schülern mit Sanktionen
In Niedersachsen setzt ein Jobcenter offenbar zwei Schüler unter Druck. Weil die Kinder von Hartz-IV-Aufstockern nicht ständig zu Beratungsterminen kommen wollen, droht ihnen eine Strafe.
(Quelle:
Stern.de)
Dieser Tage sah ich im Fernsehen eine Reportage darüber, wie man zu Zeiten des deutschen Nationalsozialismus jüdische Kinder in der Schule diskriminierte und Stück für Stück dort verdrängte. Naja, werden manche sagen, kam ja schon oft im Fernsehen und ist bekannt. Weit weniger bekannt dürfte sein, daß man sich dem Prinzip der schulischen Ausgrenzung auch heute wieder bedient.
In Nienburg nämlich müssen sich zwei Brüder gegenüber dem Jobcenter rechtfertigen, weil sie weiterhin zur Schule gehen wollen. Die beide leben in einer “Bedarfsgemeinschaft”. Das heißt, ihre Eltern sind von Hartz-IV betroffen und ab dem 15. Lebensjahr greift bei den Kindern die Gestapo das Jobcenter. So werden die beiden Schüler, die durchweg gute Noten haben, vom Jobcenter Nienburg genötigt, sich auf Stellensuche zu begeben. Ansonsten nämlich wird ihnen der karge Regelsatz von derzeit 289 Euro, in denen auch die Kosten für Unterkunft (KdU) enthalten sind, gekürzt, was natürlich die gesamte “Bedarfsgemeinschaft” betreffen wird. Derartige Zustände nennt man auch Sippenhaft. Denn eine Kürzung des Regelsatzes bei nur einem in der Bedarfsgemeinschaft Lebenden bedeutet, daß die anderen für den fehlenden Betrag für die KdU das bei sich abziehen müssen. Das heißt, den Gürtel noch enger schnallen, sofern noch ein Loch vorhanden ist und das alles nur weil 2 junge Burschen nicht wie andere alles hinschmeißen wollen und nicht auf die Schule pfeifen. Das alles, weil sie lernen und was aus sich machen wollen!
Denn die beiden haben so gute Noten, daß sie sehr wahrscheinlich das Abitur machen werden. Dennoch aber versucht das Jobcenter Nienburg sie zu beeinflussen, die Schule zu beenden, um dann als ausgebeutete Sklaven für die Superreichen schuften gehen zu müssen. Für das Jobcenter gelten Jugendliche ab dem 15. Lebensjahr nämlich als erwerbsfähig und somit als Sklaven, über die man nach KZ-Manier Gutsherrenmanier verfügen darf.
Der ältere der beiden Brüder erschien zu einem Termin und legte eine Schulbescheinigung vor, aus der hervorging, daß er noch mehrere Jahre die Schule besuchen wird. Doch das ist dem Jobcenter Nienburg scheiß egal und verschickt weiterhin Einladungen an die beiden Brüder, um sie aus der Schule zu drängen. “Es könne schließlich sein, daß die Jugendlichen in der Schule schwächer werden”, so die Begründung der Verfolgungsbehörde.
Das gabs doch schon mal. Nur damals stempelte man jüdische Kinder als potentiell dumm ab und heute sind es Kinder aus “Hartz-IV-Familien”. Fast könnte man auf den Gedanken kommen, daß das Jobcenter die Meinung vertritt, Kinder aus “Hartz-IV-Familien” seien dumm und gehören nicht in die Schule, wo “normale” Kinder sind. Der Pöbel hat zu schuften und nicht zu lernen.
Aber das Jobcenter Nienburg spricht – wie übrigens all diese Kriminellen – bei den beiden Schülern von einem “Einzelfall”.
Für mich jedenfalls zeigt dies wieder einmal mehr als deutlich, wie faschistoid Hartz-IV und seine Schergen sind. Man grenzt aus, stigmatisiert und beginnt damit schon bei den Kindern.
Doch weitaus wichtiger ist, einmal die Frage zu klären, was unsere Volksverbrecher Volksvertreter immer damit meinen, daß Bildung, Bildung, Bildung soooooo wichtig sei? Gilt das nur für Elite-Kinder mit Kiloweise Puderzucker im Arsch auf einer rosa Wattewolke?
Diese Aussortierung von Menschen, die mittlerweile schon bei Kindern und Jugendlichen beginnt und einhergeht mit Stigmatisierung, Sippenhaft, Vorurteilen und Ausgrenzung hat eindeutig faschistoide Züge und allen Voran sind da die Jobcenter federführend. Anders kann man das gar nicht mehr sagen.