Der neue deutsche Faschismus

gastli
Wenn ich es so geschrieben hätte, dann hätten sie mir wieder vorgeworfen, dass ich Faschismus als Charakterisierung inflationär einsetze.
orca
Auch wieder wahr. Wobei zwischen staatlichen Faschisten, die zum Faschismus streben, und dem Faschismus an der Macht unterschieden werden muß.

Insofern ist die CDU keine offen faschistische Partei, aber die faschistische Ideologie ist in ihr fest verankert.

Auch nicht jeder Polizist ist ein Faschist, aber insbesondere in den entmenschten gewaltgeilen Prügelhorden sind nicht nur die "Einzelfälle" faschistisch.

Etwas Anderes wäre auch ein Wunder, da die BRD eine personelle und ideologische Kontinuität des faschistischen Deutschen Reiches darstellt und bei dem ganzen Politik- und Staatsgesindel nie ein Bruch stattfand, auch wenn nach 1945 und in den 60ern/70ern vorübergehend etwas Kreidefressen verordnet wurde.
gastli
Zitat:
Germany: Number of right-wing extremists rose by a third in 2019
German authorities identified over 32,200 right-wing extremists in 2019, according to a report. Much of the rise has to do with authorities counting groups affiliated with the far-right AfD for the first time.
...
One of the main reasons for the spike is due to the BfV including groups affiliated with the far-right Alternative for Germany (AfD) for the first time in its count of right-wing extremists.
[Quelle: https://www.dw.com/en/germany-number-of-...2019/a-51698446]

Die zahlenmäßig rasante Zunahmen von Faschisten, ist die unmittelbare Folge dessen, dass Faschisten wieder im Deutschen Bundestag und den Landtagen sitzen.
orca
Sie ist die Folge der Annexion des antifaschistischen deutschen Staates durch den von Faschisten aufgebauten deutschen Staat. Und die ist wiederum die Folge, daß die Bonner Faschingsrepublik nie mit der faschistischen Ideologie und dem faschistischen Staat brach - weil die Herren dieses Staates die gleichen waren udn sind wie zu Bismarcks, Eberts, Hitlers und dann Adenauers usw. Zeiten.
Archivar
Zitat:
orca hat am 19. Dezember 2019 um 18:32 Uhr folgendes geschrieben:
Sie ist die Folge der Annexion des antifaschistischen deutschen Staates durch den von Faschisten aufgebauten deutschen Staat..

Auch wenn es 30 Jahre her ist, die Fernsehbilder wurden uns ja wieder einmal in aller Ausführlichkeit vorgezeigt, es schien damals wie heute so zu sein, dass die meisten Bürger des antifaschistischen deutschen Staates genau diesen mit seinem "Sozialismus in den Farben der DDR" nicht mehr wollten.
Aber ihr im Tal der Ahnungslosen habt bestimmt erst sehr viel später davon erfahren.
orca
Zitat:
Archivar hat am 19. Dezember 2019 um 19:03 Uhr folgendes geschrieben:
wurden uns ja wieder einmal in aller Ausführlichkeit vorgezeigt.


Naja, immerhin waren ja fast 30 Jahre Zeit, die dem Finanzkapital und seinen Lakaien passenden Bilder auszuwählen.

War bestimmt keins aus Bischofferode dabei, wo selbstbewußte Arbeiter zeigten, daß sie sich ihrer Entmachtung bewußt waren.
gastli
Es wird immer wieder gelogen das die Demokratie in den 30er Jahren durch die Extremisten von links und rechts zerstört wurde.
Falscher geht gar nicht.
Was Weimar an Demokratie zu bieten hatte, konnte nicht standhalten gegen die Angriffe von innen - Wehrmacht, Polizei, Gerichte und die mangelnde Autorität des Rechtsstaats.
Diese Aspekte sind es, die zu einem Vergleich mit der aktuellen Entwicklung zwingen.
Es springen nicht nur die Faschisten aus der Deckung und erzielen Wahlerfolge.
Nicht minder werden die Faschisten im Staatsdienst mutiger und besetzen die Stellen, an denen der Rechtsstaat bereits ausgehöhlt wurde.
Bürgerrechte sind das Papier nicht mehr wert auf dem sie stehen.
Jeder darf überwacht werden, und zwar von allem, was irgendwie staatlich ist - Geheimdienste, Kriminalämter, Polizeien und Zoll.
Aus dem unbedingten Schutz der Privatsphäre wurde das Gegenteil - jeder ist jederzeit verdächtig.
Es steht fest, dass man vor solchem "Rechtsstaat" keinen Respekt haben kann.
Es wurde in dieser BRD damit ein Fundament für die nächste Diktatur gelegt.
Alle Instrumente sind da.
Von den Geheimdiensten über die Bundeswehr bis hin zu den Polizeien die gesamte Exekutive ist eine Spielwiesen für Nazis geworden.
Tag für Tag "Pannen", "Skandale" und "Einzelfälle" unter "Elitesoldaten" und in SEKs!
Die Ermutigung der Faschisten durch deutsche Gerichte geht wieder genau so los wie dereinst.
Faschistische Terroristen, zum Mord bereit - nachdem ihre Kumpane bereits zugeschlagen haben - können sich auf den Rückhalt durch Gesinnungsgenossen in Roben verlassen.

Zitat aus der Aufforderung, fleißig weiter einen faschistischen Umsturz vorzubereiten:

Zitat:
Das Gericht sah das alles etwas anders. Es nahm Marko G.s Reue ab und dass er sich bei der Vorbereitung auf einen Tag X verrannt habe. Waffen und Munition seien zwar „teilweise unsystematisch aufgefunden worden“ und Marko G. habe sich auch nach der ersten Durchsuchung 2017 illegalerweise Behördenmunition beschafft, das sei allerdings „in einem deutlich geringerem Umfang als zuvor“ gewesen. „Das ging schon in die richtige Richtung“, so der Richter.
...
Auch dass die Nordkreuz-Gruppe ein Kassenbuch zum gemeinsamen Munitionskauf führte, spreche gegen kriminelle Energie. „Wer Straftaten plant, der schreibt es nicht so einfach auf.“
..
Zu Gunsten des Angeklagten wertete das Gericht auch, dass es ein großes mediales Interesse an dem Prozess gegeben habe. Zusammen mit den erheblichen Sicherheitsmaßnahmen könne da sehr schnell der Eindruck einer Vorverurteilung entstehen.
[Quelle: https://taz.de/Urteil-im-Prepper-Prozess/!5647333/]
timabg
Entschultige @gastli!
Sicherlich ist dein Artickel sehr lesenswert aber ich habe folgendes auf meinem Bildschirm:

Zitat:
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gastli
Bei den Verlinkungen zu Artikeln der taz musst du den kompletten Linktext kopieren und aus der Zwischenablage selbst in der Adresszeile einfügen.
gastli
Der neue deutsche Faschismus am Ende des Jahres 2019.
In ostdeutschen Landstrichen lebt es sich nicht gut, wenn man zu den von Faschisten gehassten Menschen gehört: Schwarz, schwul, Sinti, Roma, Flüchtling, Jüdisch, Muslimisch.
So wie in Sachsen muss man insbesondere auch in Sachsen-Anhalt "No Go Areas" beachten, um nicht verletzt zu werden.
Das beruht aus mehreren Faktoren.
Es gibt eine stabile große Anzahl von echten Nazis, die so stark und so präsent sind, dass sie sich zusammenrotten, wenn einer von ihnen ein potentielles Opfer ausmacht.
Es bestehen CDU-geführte Innenministerien, eine Polizei und Justiz, die in Teilen wohlwollend auf rechtsextreme Straftaten blicken.
Es besteht ein unterentwickelter Bürgersinn, der dazu führt, dass die friedliche Mehrheit nicht aufsteht gegen rechts und sie Gewalttaten achselzuckend geschehen lässt
Dieser Punkt ist der grundlegende Unterschied zu den westlichen Bundesländern.
Auch in Köln, München oder Hamburg versuchen sich AfD-Faschisten und PEGIDA an Fackelzügen und "Merkel-muss-weg-Aufmärschen", aber es finden sich jedes Mal Gegendemonstranten in großer Überzahl ein, die den Faschisten gründlich den Spaß und die Laune verderben.
Die Sachsen oder Sachsen-Anhaltiner wählen dreimal so häufig AfD-Faschisten wie anderswo.
Das Problem sind aber die wegschauenden bräsigen Nicht-AfD-Wähler, die anders als im Westen Neonazi-Umtriebe achselzuckend hinnehmen.
Oder wie hier im Forum, wenn sie relativieren und mittels Ablenkung durch Hinweise auf ähnliche oder andere Dinge geschieht.
Das bleibt nicht ohne Folgen.
Da können sich Pegida-Faschisten in Dresden und all die anderen braunen Horden in Chemnitz, Freital, Bautzen, Heidenau, Tröglitz, Meißen, Riesa, Clausnitz fast ohnen Gegenöffentlichkeit zusammenrotten.
Und das sind nur einige der vielen Synonyme Dunkeldeutschlands.
Gegen den Rechtsextremismus im Osten wenden sich nur die Parteien Die Linke und SPD.
Grüne und FDP finden nicht statt.
Die stark faschistische Flügel-AfD schürt den Hass.
Und dann ist da leider noch die CDU.
DIE CDU, die immer noch glaubt, im braunen Sumpf fischen zu müssen.
Schlimmer noch, DIE CDU, die oft genug die fremdenfeindlichen, menschenverachtenden, rassistischen, antisemitischen und homophoben und volksverhetzenden Einstellungen der AfD-Faschisten teilt.
Der Magdeburger Innenminister Stahlknecht [CDU] ist ein Rechtsaußen in seiner ohnehin Rechtsaußen stehenden Landespartei und wollte zur Freude der faschistoid Denkenden in seiner Bevölkerung den Rechtsaußen Wendt zum Staatssekretär machen.
Das sind alles Zeichen, die ganz rechts von den Faschisten verstanden werden:
Die Regierung tickt doch auch wie wir.
Das ermutigt zu Gewalttaten.
Die CDU ist prinzipiell nicht solidarisch und sympathisiert mit den angreifenden Schlägern gegen die Schwachen und Minderheiten.
Hakenkreuze werden akzeptiert.
Kein Grund deswegen einen CDU-Politiker zu kritisieren.
Kramp-Karrenbauer und Ziemiak lassen es geschehen, schweigen.

Zitat:
In Sachsen-Anhalt besteht die Gefahr, dass ein ganzer CDU-Landesverband nach rechtsaußen abdriftet.
Am Ende hatte die CDU also nicht einmal die Kraft, sich selbst von dem Kreispolitiker mit Neonazi-Tattoo zu trennen - Robert Möritz ist jetzt aus der Partei ausgetreten. Doch abgeschlossen ist der Fall damit noch lange nicht. Denn die Causa Möritz zeigt exemplarisch, wie groß die Probleme der CDU in Sachsen-Anhalt sind. Dort besteht die Gefahr, dass ein ganzer Landesverband nach rechts außen abdriftet. Es gibt in Sachsen-Anhalt viele Christdemokraten, die sich statt der Kenia-Koalition auch eine von der AfD tolerierte CDU-Minderheitsregierung vorstellen können. Und es gibt dort jede Menge Parteimitglieder, die Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen politisch näher stehen als der eigenen Bundeskanzlerin.
Nur zur Erinnerung: Robert Möritz hat - sogar als Ordner - an einer Neonazi-Kundgebung teilgenommen. Er hat sich für rechtsradikale Bands begeistert. Er ist erst in der vergangenen Woche aus dem umstrittenen Verein Uniter ausgetreten. Und er trägt noch immer sein Neonazi-Tattoo. Es ist erschütternd, dass so jemand in die CDU aufgenommen und sogar in einen Kreisvorstand gewählt wurde. Das zeigt, dass es bei den Christdemokraten Kreisverbände gibt, in denen christliche und demokratische Reflexe nicht mehr richtig funktionieren.
...
Es geht darum, dass weder die Spitze der Landespartei noch die der Bundes-CDU sich stark genug gefühlt haben, um in diesem Fall durchgreifen zu können. Zu groß sind in Sachsen-Anhalt die Truppen der Freunde von Rechtsaußen. Es waren ja keine einfachen Parteimitglieder, die im Juni verlangt haben, dass es der CDU wieder gelingen müsse, "das Soziale mit dem Nationalen zu versöhnen". Es waren die beiden stellvertretenden Vorsitzenden der Landtagsfraktion.

[Quelle: https://www.sueddeutsche.de/politik/moer...entar-1.4731656]

So weit zum fortschreiten des neuen deutschen Faschismus in dieser BRD.
holgersheim
Zitat:
Der Landesregierung liegen
derzeit folgende Erkenntnisse zur Gruppierung NHJ
vor: Durch Sozialarbeiter der Stadt Pößneck wurde
der Polizei im August 2019 mitgeteilt, dass es im
Raum Pößneck eine Gruppe von Jugendlichen im
Alter von 15 bis 19 Jahren gebe, welche seit circa
drei Monaten Aktivitäten entfalte, ausländische Jugendliche bedrohe und auch verfolge. Diese Gruppe nenne sich „Neue Hitler Jugend“, kurz NHJ.
Im Rahmen von zwei derzeit in Bearbeitung befindlichen Ermittlungsverfahren der KPI Saalfeld wegen
Nötigung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurde durch eine
Beschuldigtenvernehmung bekannt, dass es eine
WhatsApp-Gruppe mit dem Namen NHJ gibt. Der
Gruppe sollen etwa 30 Personen im Alter zwischen
14 und 17 Jahren angehören, darunter zwei Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Zwölf Personen dieser WhatsApp-Gruppe sind der Thüringer
Polizei über die vorgenannten Ermittlungsverfahren
bekannt, zwei Personen hiervon sind bisher allgemein polizeilich in Erscheinung getreten. Einzelheiten zu Gründung, Strukturen und Treffpunkten der
NHJ sind nicht bekannt.
[Quelle: http://parldok.thueringen.de/ParlDok/dok...eitsfassung.pdf]

Auf Grund der Dringlichkeit teile ich folgenden Inhalt:

OFFENER BRIEF ZUR „NEUEN HITLERJUGEND“ IN PÖSSNECK

Sehr geehrter Herr Minister Maier,
sehr geehrter Herr Minister Lauinger,
sehr geehrter Herr Minister Holter,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Modde,

wir wenden uns aufgrund der Ereignisse in Pößneck während der letzten Monate an Sie. Die neonazistische Gruppierung mit dem Namen „Neue Hitlerjugend“, kurz „NHJ“, war dieses Jahr bereits Thema im Landtag. Auf die Anfrage der Landtagsabgeordneten Madeleine Henfling, wie die Landesregierung die Gruppierung einschätze, antwortete das Innenministerium am 06. November 2019: „Mangels gegenteiliger Informationen geht die Landesregierung davon aus, dass die Gruppe nicht mehr existiert.“ Wir sind äußerst irritiert über diese Aussage, da die Pößnecker Kommunalpolitikerin Anne Rech bereits am 25. Oktober in einem Artikel der Ostthüringer Zeitung anmerkt, dass die Gruppierung weiterhin existiert und sich lediglich umbenannt habe. Wie das Innenministerium zu seiner Einschätzung kommt, erschließt sich uns deswegen nicht. Vielmehr scheint die Landesregierung nur auf Eigenaussagen der NHJ zu vertrauen. Auf eine mündliche Anfrage der Abgeordneten Katharina König-Preuß vom 12. September 2019, welche Maßnahmen gegen die NHJ eingeleitet wurden, antwortete Staatssekretär Götze für das Innenministerium: „Nach eigenen Angaben gegenüber der Polizei soll sich die Gruppierung NHJ aufgelöst haben. Auch die in verschiedenen Kommunikationsplattformen im Internet existierenden geschlossenen Gruppen sollen gelöscht worden sein.“ Wir halten es für äußerst bedenklich, dass sich die Landesregierung nur auf Eigendarstellungen der NHJ zu stützen scheint.

Wenn es stimmen würde, dass sich die NHJ aufgelöst habe, müsste sie ihre Aktivitäten eingestellt haben. Jedoch kam es gegenteilig auch weiterhin zu vielen Vorkommnissen und Bedrohungen seitens der NHJ. Wohnt man im Raum Pößneck und engagiert sich politisch und gesellschaftlich, hat einen Migrationshintergrund bzw. wird von der Gruppierung als nicht „deutsch“ wahrgenommen oder spricht sich gegen die Gruppierung NHJ aus, so muss man mit Bedrohungen und Anfeindungen rechnen. So wird Jugendlichen auf offener Straße der Hitlergruß gezeigt und verfassungsfeindliche Ausrufe wie „Heil Hitler“ oder „Sieg Heil“ werden geäußert. Auch die Androhung, „man würde sich bald in Buchenwald wiedersehen“, ist häufig zu hören. Die Gruppierung hat keine Angst, diese Symbole und Sprüche in der Öffentlichkeit, umgeben von vielen Menschen, zu äußern. Treffen Menschen, die sich kritisch zur NHJ positionieren, allein auf diese, werden sie angespuckt und körperlich bedrängt. Manchmal werden Menschen auch verfolgt und geschubst, bis sie am Boden liegen. Einer Person wurde auf einem Weihnachtsmarkt eine Zigarette in das Gesicht gehalten und diese mit der Frage „Hast du schon mal einen Juden fliegen gesehen?“ abgeklopft. Andere Personen berichten davon, dass mit Flaschen auf sie geworfen wurde und versucht wurde, sie vom Moped zu ziehen.

Menschen, die die Gruppierung als nicht „deutsch“ wahrnimmt und welche die Regelschule West in Pößneck besuchen, berichten von täglichen Anfeindungen in der Schule. So werden sie regelmäßig mit rassistischen und islamfeindlichen Aussagen beleidigt und körperlich bedrängt. Zudem kommt es regelmäßig zu Angriffen der NHJ auf andere Menschen (meist mit Migrationshintergrund) in der Stadt.

Diese Vorkommnisse sind den Lehrer*innen der Schule und der örtlichen Polizei bekannt. Trotzdem hält dieser Zustand an. So berichten mehrere Personen mit Migrationshintergrund von rassistischen Aussagen durch Polizist*innen. Für diese Menschen ist es keine Lösung, die Polizei zu rufen, wenn es zu Auseinandersetzungen mit der NHJ kommt. Die Anzeigen gegen die betreffenden Polizist*innen haben bis jetzt keine Konsequenzen. In einigen Fällen wurden betroffene Personen, als sie Anzeige gegen die NHJ erstatten wollten, abgewiesen und weggeschickt. Auch an der Schule, an der es letzte Woche beispielsweise zu Übergriffen auf zwei syrische Schüler kam und diesen gedroht wurde, sie zu „schlachten“, scheinen die Lehrer*innen entweder nicht helfen zu wollen oder zu können. Nach Berichten von Schüler*innen der Schule wurde einem Schüler mit Migrationshintergrund, nachdem es zu einem Angriff auf der Toilette kam, empfohlen, doch eine andere Toilette zu benutzen. Außerdem wird den Jugendlichen, die Opfer der NHJ sind, geraten, das ganze schweigend zu ertragen. Auch Schüler*innen, die sich gegen Nazis aussprechen und der Gruppierung nicht angehören, werden beleidigt und bedroht.

Wir politisch und gesellschaftlich engagierten Menschen verstehen die Ängste der Pößnecker Bürger*innen und Aktivist*innen im Raum Pößneck und sind erschrocken über das folgenlose Handeln der Gruppierung NHJ. Auch wenn sich diese „offiziell“ nicht mehr so nennt, trifft sie sich an bekannten Plätzen, kann öffentlich verfassungsfeindliche Symbole und Ausrufe äußern und Menschen bedrohen. Es ist ihnen, obwohl sie der Polizei und dem Staatsschutz bereits bekannt sind, weiterhin möglich, sich zu treffen und sich zu organisieren. Es gibt auch Hinweise auf Vernetzungen mit anderen neonazistischen Gruppierungen und Personen, beispielsweise in Kahla und Pößneck.

Wir richten uns an Sie mit der Forderung, endlich alles Mögliche zu tun, damit sich solche Vorkommnisse nicht länger ereignen und alle Menschen in Pößneck ohne Angst vor körperlicher und psychischer Gewalt leben und sich bewegen können. Wir fordern Unterstützung und Beratung der Regelschule, sodass Schüler*innen, mit und ohne Migrationshintergrund, ohne Angst in die Schule gehen können und bei Beleidigungen und Angriffen eine*n Ansprechpartner*in haben. Des Weiteren fordern wir dazu auf, die betreffenden Mitglieder der Gruppierung NHJ endlich zur Verantwortung zu ziehen und dafür zu sorgen, dass es nicht wieder zu Vorfällen wie in der Vergangenheit kommt. Außerdem fordern wir den Bürgermeister der Stadt Pößneck auf, sein Schweigen über die Vorkommnisse zu brechen und ausreichende Maßnahmen gegen Gewalt und Rassismus in Pößneck einzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

GRÜNE JUGEND Thüringen
GRÜNE JUGEND Saale-Orla-Kreis
linksjugend[`solid] Saale-Orla-Kreis
orca
Zitat:
holgersheim hat am 27. Dezember 2019 um 21:41 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:


Sehr geehrter Herr Minister Maier,
sehr geehrter Herr Minister Lauinger,
sehr geehrter Herr Minister Holter,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Modde,

(...)

Mit freundlichen Grüßen

GRÜNE JUGEND Thüringen
GRÜNE JUGEND Saale-Orla-Kreis
linksjugend[`solid] Saale-Orla-Kreis


Wer solches Gesindel, welches offensichtlich Faschisten deckt und fördert, sehr ehrt und freundlich grüßt, muß sich nicht wundern, wenn es erst richtig aufdreht.

Was sollen solche Bittschreiben an willfährige politische Lakaien des Finanzkapitals? Das ist nicht nur jämmerlich, sondern anhand geschichtlicher Erfahrungen blöde und letztlich selbstmörderisch.

Die Finanzkapitalisten und ihre bürgerlich-parlamentarischen und faschistischen Lakaien wälzen sich nichtmal vor Lachen brüllend am Boden - dazu ist die "Aktion" zu langweilig und zu albern.
gastli
Nach der schlimmen Tat am 24.12. in Aue, die der Betroffene zum Glück überlebte, wollen Faschisten den Vorfall instrumentalisieren.
Die Ereignisse aus Chemnitz haben gezeigt, wozu der rassistische Mob fähig ist - angestiftet durch die braune Ideologie von NPD, AfD, Pegida und Co.
Über 500 Menschen sind zur Kundgebung gekommen, auf der eine ähnliche Vereinigung des gesamten rechten Lagers stattfindet, wie es 2018 in Chemnitz schon zu beobachten war.

Auch die Kirchgemeinde Aue wehrt sich gegen die Instrumentalisierung der tat durch die Faschisten.
gastli
Die Taten gleichen sich.

Archivar
Ein mehr als gewagter Vergleich. Du stellst die Ermordung von 70.000 Menschen auf eine Stufe mit einer, zugegebenermaßen nicht nachvollziehbareb, Anfrage an die Bundesregierung.
Da bewegst du dich aber auf sehr dünnem Eis.
Passt aber zu dir.
gastli
Der neue deutsche Faschismus greift Journalisten ganz offen an.

https://www.gutjahr.biz/2019/12/in-eigener-sache-2/

Zitat:
Nach 22 Jahren ist heute mein letzter Tag als sog. „fester freier“ Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk. Dass die BR-Führungsspitze meine Familie und mich mit dem Hass und der Hetze in Folge meiner Berichterstattung für die ARD allein gelassen hat – geschenkt. Dass der Intendant und seine engsten Mitarbeiter später versucht haben, das Kontrollgremium des Bayerischen Rundfunks zu täuschen und hinter verschlossenen Türen immer wieder die Wahrheit zu verbiegen, kann ich so nicht stehen lassen.

Ich bin mir bewusst, dass ich mit dieser Veröffentlichung viel riskiere und ich mich angreifbar mache. Auf der anderen Seite: Wenn wir nicht endlich lernen, eine gemeinsame Stimme in Bezug auf Hass und Hetze gegen Journalisten und Politiker zu finden und weiterhin versuchen, eigene Versäumnisse unter den Teppich zu kehren, dürfen wir uns nicht wundern, dass unsere Gegner uns immer zwei Schritte voraus sind. Das ist kein Spiel mehr. Womit wir es hier zu tun haben ist todernst.

Nachdem ich alle anderen Kommunikationswege ausgeschöpft habe, hier mein offener Brief an den BR-Intendanten Ulrich Wilhelm.
[Quelle: https://www.gutjahr.biz/2019/12/in-eigener-sache-2/]

LEST EUCH DAS DURCH !!!

Und dann können ein paar Leute hier einmal darüber nachdenken, ob sie weiter jede Tat von diesen **********en Nazis hier relativieren wollen oder mittels Whataboutism davon ablenken wollen.
Das ist kein bewegen auf dünnem Eis.
DAS ist waten in der tiefsten Scheiße.
Archivar
Da ich Gewalt und Hetze in jeder Form ablehne, egal vom wem sie ausgeht, ist auch die von gastli beschriebene Sache absolut abzulehnen.
Mit so etwas erreicht man gar nichts bzw. allenfalls das Gegenteil vom Beabsichtigten.

Das "dünne Eis" nehme ich dir nicht wieder ab, bezieht sich diese Äußerung auf eine Aussage von gastli, die einfach nur unterirdisch ist.

Genauso lehne ich das ab, was Linksautonome in der Silvesternacht in Leipzig - Connewitz losgelassen und einen Polizisten schwer verletzt haben.

Und genau hier, gastli, geht das Verharmlosen, Beschwichtigen und Relativieren durch auch dich los.
Verbrechen von links sind eben nicht halb so schlimm wie solche von rechts.
Und da watest du hüfthoch in der Gesäßpaste.
orca
Zitat:
Archivar hat am 01. Januar 2020 um 16:43 Uhr folgendes geschrieben:
Da ich Gewalt und Hetze in jeder Form ablehne ...


Ist das die neue Version von "Ich bin ja kein Nazi, aber ..."?
gastli
gastli
Wie die neuen deutschen Faschisten die Nikolausfeier einer Tafel für ihre widerliche Hetze nutzen.

Zitat:
Lawine aus Lügen
Rechte Hetze gegen Gautinger Tafel

Es war ein beschauliches Nikolausfest der Tafel in Gauting, Deutsche feiern gemeinsam mit Menschen mit Migrationsgeschichte. Doch nach dem Fest hetzt eine Online-Plattform: "Illegale Migranten" seien verwöhnt worden, während notleidende Deutsche unerwünscht gewesen seien.
[Quelle: https://www.br.de/mediathek/video/lawine...e52d9001ae2ae5f]

Ein Lehrstück im Fakten-Verdrehen und Erfinden rechtsradikaler Propagandawebseiten:
Die Webseite "Anonymous News", die von dem Faschist Rönsch betrieben wird, nimmt ein harmloses Pressefoto von der Nikolausfeier der Gautinger Tafel, baut darum herum eine frei erfundene Geschickte von "illegalen Migranten", die ausschließlich bedient worden seien, während deutsche Obdachlose abgewiesen wurden - und schafft mit diesem Lügengespinst den am schnellsten verbreiteten Online-Artikel Oberbayerns an diesem Tag.
"Lügen haben kurze Beine" sagten unsere Großeltern und auch noch unsere Eltern.
Diese Weisheit ist in Zeiten von Facebook, Social Media, Filterblasen und einer Aufmerksamkeitsspanne von wenigen Sekunden nicht mehr zu halten.
Wer so einen Unsinn glauben möchte, glaubt ihn auch und hilft bei dessen Verbreitung.
[Meta beweist es uns ständig, indem sie den ganzen Müll der rechten Fakeportale ständig hier im Forum postet]
Es bleibt nur, so oft wie möglich solche Lügen zu entlarven.