co2schleuder hat am 26. Mai 2010 um 13:06 Uhr folgendes geschrieben:
Aber zum Glück gibts ja noch genug Planeten.
Ich bin gespannt wann wir es endlich schaffen unser Sonnensystem zu verlassen.
co2schleuder
Wenn die nächsten Aliens hier halten gehts per Anhalter durch die Galaxis.
gastli
Kapitalismusapologeten: Mit Vollgas gegen die Wand.
Sie rasen.
Banker übernimmt Griechenland.
Finanzmärkte blasen zur großen Hetzjagt.
Europa auf dem Weg ins Armenhaus.
gastli
Man steuert auf den Crash zu. Das passiert sehenden Auges: Politiker und Bürger sehen gemeinsam zu und tun nichts, außer dass sie nicht aufhören wollen zu glauben, dass wir es mit einem Haushaltsproblem zu tun haben: sie denken, den Crash müsse man durch zureichendes Sparen abwenden. Sie sehen nicht, dass wir es mit einem Systemproblem und nicht mit einem Haushaltsproblem zu tun haben. Dazu die folgenden 3 Links:
[Germen.Cina.org] "Die Enteignung des deutschen Volkes hat begonnen."
"Der Euro war eine unglaublich dumme Idee."
Laut der Aussage des Chefvolkswirtes der Bundesbank, Jens Ulbrich, sei mit einer Inflation von 2,5 bis 2,6 Prozent zu rechnen.
...
Die wirkliche Inflation dürfte, seitdem Europa den Euro hat, je nach Produkt eher bei 10 bis 15 Prozent liegen – pro Jahr.
Offizielle Inflationsraten sind immer gefälscht! Wenn Ulbrich nun also höhere offizielle Inflationsraten in Ordnung findet, dann bedeutet dies auch, dass die wirkliche Inflation in Zukunft noch viel höher als 10 Prozent liegen wird.
...
Der Euro war eine unglaublich dumme Idee. Eine massive Fehlkonstruktion. Eine Idee von Politikern, die von Wirtschaft rein gar nichts verstehen. Und die nun, da die Fehlkonstruktion des Euros offensichtlich wird, trotzdem und unbedingt an ihrer "tollen" Idee festhalten wollen. Die europäischen Völker werden für die dummen Ideen dieser Politiker zahlen müssen.
* Anmerkung:
Die Überschrift "Die Enteignung des deutschen Volkes hat begonnen", ist falsch gewählt. Sie verfremdet die Aussage Enteignung. Wir können mit Sicherheit davon ausgehen das der Grossteil des "deutschen Volkes" enteignet ist. Wenn das nicht der Fall wäre, würden nicht die meisten Menschen ihre Lebenszeit an das Kapital verkaufen müssen. Man meint mit der Überschrift wohle eher, dass es jetzt noch mehr an den Lebensstandard und die reale Kaufkraft von Lohn und Gehalt geht, mit denen man auch bisher nicht in der Lage war Eigentum zu bilden.
gastli
Kein Geld für Instandhaltungen in NRW. Kommt die U-Bahn aufs Abstellgleis?
Veraltet, verschlissen, heruntergekommen: So präsentieren sich viele U-Bahnen in Nordrhein-Westfalen. Die nötigen Sanierungen kosten Milliarden. Doch die Kommunen haben kein Geld. Nun wird sogar das Aus diskutiert.
[tagesschau.de; 13. August 2013]
* Ein schönes Beispiel aus den alltäglichen Leben.
Das sind die Ergebnisse der neoliberalen Steuersenkungsarien – insbesondere für Besserverdienende und Unternehmen – der letzten Jahrzehnte.
Und die führen mit Vollgas vor die Wand.
Bernhard P.
Es ist schon erstaunlich was alles so den Bach runtergeht, weil Gelder fehlen.
Wenn man jetzt zu der Erkenntnis kommt, das Euro eine dumme Idee war, ist es leider zu spät.
gastli
Das hat doch mit dem Euro nichts zu tun. Es ist doch völlig unerheblich welche Buchstabengruppe auf den bunten Zetteln steht.
Noch einer:
Sanierungsstau in Deutschland. Viele Brücken sind marode. Bauarbeiten, Staus, genervte Autofahrer – auf der A7 in Schleswig-Holstein derzeit Alltag: Die Rader Hochbrücke ist marode, die Sanierung wurde lange aufgeschoben. Das rächt sich. Viele Brücken in Deutschland sind in ähnlich schlechtem Zustand.
[tagesschau.de; 14. August 2013]
* Das sind die Folgen in einem System, in dem Kaputtsparpolitik das Maß der Dinge ist und es ist die Konsequenz der Steuergeschenke an Reiche und Unternehmen über lange Jahrzehnte, in des Wortes direkter Bedeutung.
Bedeutet: Mit Vollgas gegen die Wand.
gastli
Mal für die Kapitalismusapologeten, drei Texte zum nachdenken:
Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr als das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinwirtschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.
[Ahlener Programm der CDU 1947]
Die Würde des Menschen und die soziale Gerechtigkeit verlangen Demokratisierung der Wirtschaft. Wirtschaftsdemokratie ist selbst ein Ziel, weil sie politische Demokratie sichert und vollendet. ... Nicht wirtschaftliche Macht oder marktbeherrschende Unternehmen dürfen der Politik den Handlungsrahmen vorgeben, sondern demokratisch legitimierte Entscheidungen müssen im Interesse des Gemeinwohls Rahmen und Ziele für wirtschaftliches Handeln setzen.
[Grundsatzprogramm der SPD 1990]
Innerhalb eines durch die kapitalistische Produktion beherrschten Gesellschaftszustandes ist auch der nichtkapitalistische Produzent durch die kapitalistischen Vorstellungen beherrscht. In seinem letzten Roman, den "Paysans", stellt Balzac, überhaupt ausgezeichnet durch tiefe Auffassung der realen Verhältnisse, treffend dar, wie der kleine Bauer, um das Wohlwollen seines Wucherers zu bewahren, diesem allerlei Arbeiten umsonst leistet und ihm damit nichts zu schenken glaubt, weil seine eigne Arbeit ihm selbst keine bare Auslage kostet. Der Wucherer seinerseits schlägt so zwei Fliegen mit einer Klappe. Er erspart bare Auslage von Arbeitslohn und verstrickt den Bauer, den die Entziehung der Arbeit vom eignen Feld fortschreitend ruiniert, tiefer und tiefer in das Fangnetz der Wucherspinne.
[MEW Band 25]
gastli
Mal für die Kapitalismusapologeten die Mit Vollgas gegen die Wand unterwegs sind.
Bevor der Schädel am Beton einschlägt. Nachhilfe - Mit Sahra Wagenknecht und Volker Pispers
gastli
Video-Vortrag von Prof. Bontrup
Es dauert so seine zehn Minuten, bis er zur Sache kommt, aber es lohnt sich. Wer ganz schnell was zum Nachdenken haben will, klickt hier auf 1:19:00 bis 1:24:00.
orca
Naja, ganz nett, aber über das kapitalistische System kommt er gedanklich auch nicht hinaus, sondern spinnt nur eine weitere irrationale Vision vom besseren Kapitalismus. Der sich in den Grundzügen dadurch auszeichnet, dem kapitalistischen Grundprinzip zu widersprechen.
Selbst dahin, wer den denn schaffen soll, kommt er nicht.
Moon
Zitat:
Digedag hat am 26. Mai 2010 um 13:20 Uhr folgendes geschrieben:
Ich bin gespannt wann wir es endlich schaffen unser Sonnensystem zu verlassen.
2012 war es soweit, auch wenn es nur eine Sonde war.
Zitat:
"Voyager 1" hat das Sonnensystem verlassen
Mit der US-Raumsonde "Voyager 1" hat erstmals ein von Menschenhand geschaffenes Objekt unser Sonnensystem verlassen. Geschehen ist das bereits im August 2012, doch erst jetzt sind sich die Wissenschaftler sicher, dass die Sonde damals die Grenze zum interstellaren Raum tatsächlich hinter sich gelassen hat. ...
Moon hat am 31. März 2014 um 15:58 Uhr folgendes geschrieben:
2012 war es soweit, auch wenn es nur eine Sonde war.
Erstens kann erst dann vom Verlassen gesprochen werden, wenn die Schwerkraft eines anderen Sonnensystems stärker als die des unseren ist. Die Meldung ist willkürliche astronomische Schaumschlägerei.
Zweitens stammt die Sonde noch aus Zeiten der Systemkonkurrenz um den Weltraum, bevor das US-Raumfahrtprogramm zusammengekürzt wurde. Inzwischen ist ja schon ein Erfolg, wenn die Amis ihren Schnellkaputtschrott aus Teilen vom billigsten Anbieter und dessen Insassen in den Orbit und wieder zurück bringen.
Da gab's doch den bösen Witz, warum seit 1986 keine Sitze mehr in Raumfähren eingebaut werden. "Die 73 Sekunden können die auch stehen"
Moon
Zitat:
orca hat am 31. März 2014 um 19:35 Uhr folgendes geschrieben:
Erstens kann erst dann vom Verlassen gesprochen werden, wenn die Schwerkraft eines anderen Sonnensystems stärker als die des unseren ist. ...
Das mag richtig sein, aber woher willste denn wissen das die Sonde diese "Grenze" noch nicht überschritten hat?
Zitat:
orca hat am 31. März 2014 um 19:35 Uhr folgendes geschrieben: Da gab's doch den bösen Witz, warum seit 1986 keine Sitze mehr in Raumfähren eingebaut werden. "Die 73 Sekunden können die auch stehen"
Ha ha sehr witzig, na ein Glück das es bei den Russen keine Unfälle gab.
orca
Zitat:
Moon hat am 31. März 2014 um 20:55 Uhr folgendes geschrieben:
Das mag richtig sein, aber woher willste denn wissen das die Sonde diese "Grenze" noch nicht überschritten hat?
Weil die Grenze willkürlich anhand der Masseverteilung in unserem Sonnensystem gezogen wurde und nicht anhand der absoluten Massenbewegung im betrachteten Raum.
Außerdem: wen juckt das, solange 2,5 Milliarden Menschen in absoluter Armut leben und täglich Zigtausende verhungern?
Wer genau hat hier überhaupt dieses spamthema in eine Diskussion über irdische gesellschaftliche Verhältnisse eingebracht?
Soll ich raten? Oder nachsehen? Kann es sein, daß der Gesuchte mit M beginnt und mit on endet? Ich kaufe ein O.
Moon
Zitat:
orca hat am 31. März 2014 um 21:19 Uhr folgendes geschrieben: ... Soll ich raten? Oder nachsehen? ...
Das überlasse ich deiner Intelligenz.
gastli
Entgegen aller Kaffeesatzleserei irgendwelcher Wirtschaftsweisen, die ständig von einem Wachstum sprechen, ist das Spiel aus. Weil die Nachfrage nach unseren Produkten im Ausland kreditfinanziert war. Das wenige Wachstum, das überhaupt da war, war ein auf Schulden basierendes Wachstum.
Wenn man die Löhne drückt und keine Kaufkraft mehr schafft, dann redet man den Leuten Kredit ein und die Spirale dreht sich immer weiter abwärts. Die gesamte Politik ist kläglich gescheitert und das Spiel ist aus.
Alle Erwerbslosen sind abgeschrieben. Die interessieren gar nicht mehr, weil sie aus Sicht der Kapitalisten keine entsprechenden Produktivitäten mehr generieren. Soziologen nennen das “Gesellschaftliche Exklusion”. Deswegen spricht man auch vom “Fachkräftemangel”. Denn diejenigen, die jetzt ohne Erwerbsarbeit sind, taugen in den Augen der Kapitalisten nichts mehr. Die sind allgemein zu teuer und werden mit einem Mausklick im Jobcenter zu ungelernten Hilfskräften degradiert. Sei es wegen des Alters, sei es, weil einige länger als 2 Jahre aus ihrem erlernten Beruf heraus sind.
Prof. Dr. Bontrup über Merkel und Konsorten
gastli
Zitat:
Papst warnt vor “Zusammenbruch der Wirtschaft“
“Wir opfern eine ganze Generation für den Erhalt eines Wirtschaftssystems, das nicht länger aufrecht zu erhalten ist. Ein System, das für sein Überleben Kriege führen muss, wie es die großen Imperien immer getan haben.“, so der Papst.
“Da ein Dritter Weltkrieg nicht umsetzbar ist, werden regionale Kriege geführt. Was bedeutet das? Es hat zur Folge, dass sie Waffen produzieren und verkaufen und damit offensichtlich die Bilanzen der götzenanbetenden Wirtschaften – die großen Wirtschaften der Welt, die die Menschheit dem Idol des Geldes opfern – ausgeglichen werden.“
Wahrheit von einem Kirchenoberhaupt.
Der Mann holt sich bei mir ein paar Sympathiepunkte.
gastli
Es geht immer weiter mit Vollgas gegen die Wand.
Warum?
Weder längere Arbeitszeiten - ob mit oder ohne Lohnausgleich - , noch Lohnverzicht, noch die radikalen Zerstörungen in den sozialen Sicherungssystemen, die mit Hartz IV derzeit einen traurigen Höhepunkt erreichen, helfen den Menschen, die arbeiten können und arbeiten wollen irgendwie weiter.
Wenn das für die menschlichen Leistungskraft benötigte Tauschmittel Geld nicht frei in der realen Wirtschaft umläuft, sondern von wenigen Superreichen gehortet und nur gegen Zinszahlung zur Verfügung gestellt wird bleibt es so.
Wenn immer weiter geduldet wird, dass inländische Arbeitsleistung gegen großen Gewinn und geringen Lohn im Export verschleudert wird, solange bleibt das so.
Das gilt nicht nur für die BRD.
Das gilt für alle Staaten, die im sinnlosen Wettbewerb um den günstigsten Standort lieber den sozialen Frieden opfern, als den unverschämten Forderungen des Kapitals entgegenzutreten, das immer größere Anteile des von den Menschen geschaffenen Reichtums ohne jegliche Gegenleistung für sich beansprucht.
Darum geht es immer weiter mit Vollgas gegen die Wand.