Die liebe Bildung

Aschemännl
Man kann diese elektronischen Hilfsmittel gerne benutzen,
sollte aber auch noch die roots beherrschen.
Mit der Schreibschrift und dem Ablesen der Uhrzeiten ist das genauso.
holgersheim
Zitat:
Pfiffikus hat am 25. Dezember 2025 um 09:32 Uhr folgendes geschrieben:

Pfiffikus,
der diese Fortschritt im Lehrplan ausdrücklich begrüßt


Du machst Witze oder?

Obwohl, deshalb sind wohl die Pisa Ergebnisse der deutschen verdummten Kinder so bescheiden.

Eine Recherche bringt zu Tage:

PISA-relevante Division in der Grundschule konzentriert sich auf zwei Hauptstrategien: das halbschriftliche Rechnen (Zerlegen in einfache Aufgaben wie 80:2 und 4:2 bei 84:2) und die schriftliche Division (Schritte: teilen, multiplizieren, subtrahieren, herunterholen). Wichtig ist das Verständnis der Division als Umkehraufgabe der Multiplikation und die Vorstellung von Aufteilen und Verteilen (z. B. Pizzen aufteilen), um das Konzept zu verinnerlichen, nicht nur das Ausrechnen von Zahlen.
Halbschriftliche Division (Zerlegungsstrategie)
Grundidee: Die Aufgabe wird in leichtere Teilaufgaben zerlegt, die man gut im Kopf rechnen kann.
Beispiel (84 : 2):
Zerlegen: 80 : 2 = 40 und 4 : 2 = 2.
Ergebnisse addieren: 40 + 2 = 42.
Vorteil: Stärkt das Zahlenverständnis und die Beziehung zur Multiplikation.
Schriftliche Division (Algorithmus)
Grundidee: Man arbeitet sich Ziffer für Ziffer von links nach rechts durch die Zahl.
Schritte (z.B. 432 : 6):
Teilen: Wie oft passt 6 in die 4? (Geht nicht). Wie oft passt 6 in 43? (7-mal).
Multiplizieren: 7 * 6 = 42.
Subtrahieren: 43 - 42 = 1.
Herunterholen: Die nächste Ziffer (2) wird angehängt: 12.
Wiederholen: Wie oft passt 6 in 12? (2-mal).
Sprechweise: Statt "43 durch 6 gleich 7", lieber "6 passt 7 mal in 43", um die Multiplikation einzubinden.
Wichtige Konzepte
Umkehraufgabe: Division ist das Gegenteil der Multiplikation (4 x 3 = 12, also 12 : 3 = 4).
Verteilen/Aufteilen: Verstehen, dass man Dinge aufteilt (z.B. 12 Kekse an 3 Kinder) oder in Gruppen einteilt (z.B. 12 Kekse in 3er-Gruppen).
Bruchrechnung: Ergebnisse können auch als Brüche (z.B. 4/3) oder Dezimalzahlen (1,33...) dargestellt werden, wenn sie nicht glatt aufgehen.
Ziel ist es, dass Kinder verschiedene Wege finden, Division zu lösen, sei es mit visuellen Hilfen, Zerlegung oder dem Algorithmus, und das Konzept dahinter verstehen.


@Aschemännl
Genau so sollte es sein.
Pfiffikus
Zitat:
holgersheim hat am 25. Dezember 2025 um 17:23 Uhr folgendes geschrieben:
Du machst Witze oder?
Nö.

Zitat:
holgersheim hat am 25. Dezember 2025 um 17:23 Uhr folgendes geschrieben:
Wichtig ist das Verständnis der Division als Umkehraufgabe der Multiplikation und die Vorstellung von Aufteilen und Verteilen (z. B. Pizzen aufteilen), um das Konzept zu verinnerlichen, nicht nur das Ausrechnen von Zahlen.
...
Wichtige Konzepte
Umkehraufgabe: Division ist das Gegenteil der Multiplikation (4 x 3 = 12, also 12 : 3 = 4).
Verteilen/Aufteilen: Verstehen, dass man Dinge aufteilt (z.B. 12 Kekse an 3 Kinder) oder in Gruppen einteilt (z.B. 12 Kekse in 3er-Gruppen).
Da sind wir drei uns doch völlig einig.
Genau dasselbe habe ich im Mittelteil meines vorigen Beitrages als "Wichtige Teile des Artikels" bezeichnet. Und ich fand es gut, dass diese Dinge in diesem Lehrplan erhalten bleiben. Das kannst Du in meinem Beitrag noch einmal nachlesen.


Aber bei der Frage, ob man die Klassen stundenlang üben lassen muss, bis wenigstens der größte Teil der Klasse beherrscht, wie man das Ergebnis von 45875:27= ausschließlich mit Zettel und Stift ermitteln kann, sind wir verschiedener Meinung. Denn mit diesen Übungen erlernten die Schüler nur eine Kompetenz, die sie im Leben nie wieder brauchen werden (außer sie werden mal PISA-getestet).

Die Schule hat den Kindern heutzutage viele andere Kompetenzen beizubringen - zum Beispiel Medienkompetenz. Wann soll denn das Neue vermittelt werden? Welche Dinge sollten denn Deiner Meinung nach anstelle der schriftlichen Division aus den Lehrplänen gestrichen werden, um Zeit für Neues frei zu machen?



Pfiffikus,
der das schriftliche Divisionsverfahren aus genau diesem Grunde für ebenso entbehrlich hält, wie die Handhabung eines Rechenschiebers
holgersheim
Zitat:
Pfiffikus hat am 25. Dezember 2025 um 20:54 Uhr folgendes geschrieben:
Pfiffikus,
der das schriftliche Divisionsverfahren aus genau diesem Grunde für ebenso entbehrlich hält, wie die Handhabung eines Rechenschiebers


Beides ist nicht entbehrlich.
Pfiffikus
Wenn Du meinst, die Menschheit sollte diese Kulturtechniken nicht vergessen, wie es zum Beispiel mit dem Pyramidenbau geschah, dann stimme ich mit Dir völlig überein.

Diese Videos leisten einen wichtigen Beitrag dazu.






Aber die Schule soll ihre Schüler auf das Leben vorbereiten. Und für diesen Zweck sind diese Kulturtechniken in der breiten Masse der Bevölkerung entbehrlich. Das sage ich zumindestens.




Zitat:
holgersheim hat am 26. Dezember 2025 um 08:09 Uhr folgendes geschrieben:
Beides ist nicht entbehrlich.
Dann nicht nur an gastli, sondern auch an Dich die Frage, wann Du diese Fertigkeiten (schriftliches Dividieren und Rechenschieber) zum letzten Mal im täglichen Leben gebraucht hast.


Pfiffikus,
der nicht die Hausaufgabenhilfe für Kinder und Enkel dazu zählen möchte
gastli
Zitat:
Pfiffikus hat am 26. Dezember 2025 um 09:21 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
holgersheim hat am 26. Dezember 2025 um 08:09 Uhr folgendes geschrieben:
Beides ist nicht entbehrlich.
Dann nicht nur an gastli, sondern auch an Dich die Frage, wann Du diese Fertigkeiten (schriftliches Dividieren und Rechenschieber) zum letzten Mal im täglichen Leben gebraucht hast.


Beides hilft sehr bei der von Dir so gefürchteten Energie-Dunkelflaute und auch bei der von Taschenrechnern befeuerten Dunkelflaute im Hirn.
gastli
Das Bildungs-Dilemma begann in dieser BRD schon früh.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wurde 1955 gegründet und hieß ursprünglich Bundesministerium für Atomfragen, ab 1957 dann Bundesministerium für Atomkernenergie und Wasserwirtschaft.
Der erste Chef dieses Ministeriums war Franz-Josef Strauß.
James T. Kirk
Das Ministerium heißt bereits seit Mai 2025: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt — BMFTR —

Und der Bereich Bildung wird seitdem auch nicht in diesem Ministerium, sondern im bisherigen Familienministerium (jetzt Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend — BMBFSFJ —) verantwortet ...