Wurde der Sozialismus verraten?

die_gute_fee
@Pfiffikus
Ich bin doch einigermaßen erstaunt, dass Du so ziemlich alle Quellen die ich dazu gepostet habe ignorierst. Stattdessen fabulierst Du weiterhin von Rassen und wiederholst genau den Unsinn, der in den angegebenen Quellen widerlegt wird.
Aber warum nur?

Eine "wissenschaftliche Korrektness der Rasseeinteilung" gibt es nicht. Die Einteilung von Menschen in Rassen ist nicht wissenschaftlich.

Du möchtest Mitmenschen als "Neger" bezeichnen dürfen? Dann frag doch mal einen Schwarzen, wie er von Dir bezeichnet werden möchte. Oder ist Dir das dann zu sehr "politisch korrekt"? Vielleicht möchtest Du ihn nicht abwerten, Du tust es aber, indem Du eine diskriminierende Bezeichnung wählst, die in aller Regel als Beleidigung empfunden wird. Aber wenn Du da die Gleiche Haltung an den Tag legst, wie beim Thema "Menschenrassen", dann ist Dir wahrscheinlich egal, ob sich derjenige beleidigt fühlt...

Die Gleichsetzung von Volk und Rasse stammt von bernie. Das hatte ich auch deutlich gemacht.


Simson sagte
Zitat:
Die Begriffe "Verrat" und "Rassen" spielen in meinem aktiven Denken keine Rolle.

Das spricht für Dich...

Natürlich ist der Titel des Themas falsch gewählt und es befindet sich auch im falschen Unterforum. Aber nachdem sich herauskristallisiert hat, um was es Bernie thematisch geht (DDR, Wende), kann man durchaus sinnvoll darüber debattieren. Aber eine kontroverse Diskussion ist überhaupt nicht gewünscht, das ist das Problem, wenn man mit Bernie "diskutiert". Aber deswegen kann man es ja trotzdem immer und immer wieder versuchen Augenzwinkern
Bernhard P.
Herasun sagte:

Zitat:
Wie wahr! Und es reicht mitunter schon aus, wenn wir zu Einsichten gelangen. Und sei es nur die Einsicht, daß wir mit "Geplänkel" in Foren nicht wirklich was bewegen werden oder die Einsicht, daß ein gegenseitiges Zerfleischen noch viel weniger bringt.


Ja wenn man zu Einsichten gelangt bewegt man auch irgend etwas. Dies muss nicht immer durch die Politik sein die uns vorgegaukelt wird. Man braucht oft nur Theorie und Praxis zu vergleichen. Schon kann man oft bemerkenswerte Unterschiede feststellen.


äffchen sagte:

Zitat:
Mir liegt es fern dich allein und persönlich einen sinnlosen Geschreibsel zu bezichtigen.
Mir würde im Gegensatz sogar was fehlen wenn du nicht schreibst


Siehst du äffchen wie verschieden die Ansichten sind. Mir würde nichts fehlen wenn simson nichts schreibt. Dennoch bin ich fairerweise bereit auch seinen Standpunkt zu akzeptieren auch wenn er mir persönliuch kaum was gibt. Ob wir allerdings irgendwo auf einen einheitlichen Nenner kommen könnten bezweifele ich stark.

@pfiffikus@die gute fee
Bringt die Rassendiskussion wirklich was in diesem Thema?

zitat die gute fee:

Zitat:
Die Gleichsetzung von Volk und Rasse stammt von bernie. Das hatte ich auch deutlich gemacht.


Zeige mir bitte die Stelle hier im Forum wo ich das so geschrieben habe was du hier einfach behauptest? Ich habe mehrfach gesagt das eine Rassendiskussion für mich in diesem Thema nicht relevant und entscheidend für die Diskussion ist. Wenn ihr sie dennoch führen wollt dann ohne mich.
die_gute_fee
Zitat:
Fuchs Bernie hat am 16. Juni 2008 um 20:36 Uhr folgendes geschrieben:
Also geht es neben der internationalen Menschengemeinschaft im Sozialismus auch um die einzelnen Völker. Die selbstverständlich nur gleichberechtigt nebeneinander leben können. Hier darf es keine Herrenrasse und keine unterdrückte Rasse geben. Jedes einzelne Volk hat aber nationale Besonderheiten die man in der internationalen Familie der Staaten beachten muss. Auch oder sogar besonders im Sozialismus.


Um diese Aussage ging es mir. Da steckt drin:
Im Zusammenleben der einzelnen Völker darf es keine "Herrenrasse" und keine "unterdrückte Rasse" geben. Für mich wird da "Volk" und "Rasse" gleichgesetzt.
Die Diskussion danach entspann sich um den Begriff "Rasse", daneben sind die verwendeten Konzepte "Volk" und "Nation" auch problematisch, vor allem in Verbindung mit Sozialismus. Weiterhin problematisch finde ich " Die selbstverständlich nur gleichberechtigt nebeneinander leben können." Warum sollten "Völker" nur nebeneinander leben? Warum kann es keine "Durchmischung" geben? Wazu braucht man denn verschiedene "Völker"?


Zum Kern des Themas:
Wenn ich Bernie richtig verstanden habe, meint er, dass das Ende des "Sozialismus" der DDR durch Verrat besiegelt wurde. Da fehlt es natürlich an Belegen.
Ich bewerte das Ende der DDR als positiv, es war eine Diktatur (und zwar nicht die die des Proletariats). Ich glaube auch nicht, dass 1989/90 eine zweites sozialistisches Experiment geglückt hätte. Die schlechten Erfahrungen danach, heute und morgen braucht es, damit die Menschen wieder Lust auf solidarische Formen des Zusammenlebens bekommen.
Bernhard P.
Zitat die gute fee:

Zitat:
Um diese Aussage ging es mir. Da steckt drin:
Im Zusammenleben der einzelnen Völker darf es keine "Herrenrasse" und keine "unterdrückte Rasse" geben. Für mich wird da "Volk" und "Rasse" gleichgesetzt.


Man kanns auch übertreiben und nach einem Haar in der Suppe mit der Lupe suchen. Was ist daran auszusetzen wenn ich mich dafür einsetze das alle Menschen gleich sind? Vollkommen schnuppe ob es dabei um Völker oder Rassen geht. Jeder Mensch ist gleichviel wert. War das jetzt deutlich genug und eindeutig?

Wieso sind die Begriffe Volk und Nation in Zusammenhang mit dem Sozialismus problematisch?

Zitat die gute fee:

Zitat:
Die selbstverständlich nur gleichberechtigt nebeneinander leben können." Warum sollten "Völker" nur nebeneinander leben? Warum kann es keine "Durchmischung" geben?


Hat das irgendwer irgendwo behauptet das es keine Durchmischung der Völker geben soll?

Zitat die gute fee:

Zitat:
Zum Kern des Themas:
Wenn ich Bernie richtig verstanden habe, meint er, dass das Ende des "Sozialismus" der DDR durch Verrat besiegelt wurde. Da fehlt es natürlich an Belegen.
Ich bewerte das Ende der DDR als positiv, es war eine Diktatur (und zwar nicht die die des Proletariats). Ich glaube auch nicht, dass 1989/90 eine zweites sozialistisches Experiment geglückt hätte. Die schlechten Erfahrungen danach, heute und morgen braucht es, damit die Menschen wieder Lust auf solidarische Formen des Zusammenlebens bekommen.


Natürlich war es für mich auch Verrat unserer sogenannten Freiheitskämpfer wie Wollenberger, Distel oder Thierse die sich beim Westen angebiedert haben. Hier viele Beispiele aufzuzählen lohnt nicht da dies locker ein eigenes Thema füllen könnte.
Wo ist der Unterschied wenn man von einer Diktatur in die nächste gerät?
Man darf sich lediglich jetzt aussuchen welche Partei die Ausbeutungspläne der Kapitalisten durchsetzen soll. Hat man bei der Wahl eine gesellschaftliche Alternative? Kann man das gegenwärtige System abwählen?

Inwiefern war das Ende der DDR positiv? Dafür das viele die damals Arbeit hatten heute immer mehr verarmen und teilweise Hartz IV-Empfänger sind? Das kanns doch wohl nicht sein.
die_gute_fee
Zitat:
Fuchs Bernie hat am 19. Juni 2008 um 19:59 Uhr folgendes geschrieben:
Jeder Mensch ist gleichviel wert. War das jetzt deutlich genug und eindeutig?


Ja, das war es.

Zitat:
Fuchs Bernie hat am 19. Juni 2008 um 19:59 Uhr folgendes geschrieben:
Wieso sind die Begriffe Volk und Nation in Zusammenhang mit dem Sozialismus problematisch?


Wenn es keine Wertigkeit gibt (s.o.), wozu benötigt man dann eine Einteilung in Völker und Nationen? Warum denn Unterschiede betonen, wenn es um das gemeinsame geht? Kategorien funktionieren über Einschluss und Ausschluss, so halt auch "Volk" und "Nation". Ausschluss bedeutet meistens auch eine Ungleichbehandlung. Die mag nicht beabsichtigt sein, aber findet oft genug doch statt. Tradierte soziale Kategorisierungen aufzuheben ist ein Weg, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit usw. vorzubeugen. Dieser Weg ist sehr, sehr lang. Aber irgendwann muss man mal angfangen. Dann wird es übrigens auch leichter, den Sozialismus aufzubauen Augenzwinkern

Zitat:
Fuchs Bernie hat am 19. Juni 2008 um 19:59 Uhr folgendes geschrieben:
Natürlich war es für mich auch Verrat unserer sogenannten Freiheitskämpfer wie Wollenberger, Distel oder Thierse die sich beim Westen angebiedert haben. Hier viele Beispiele aufzuzählen lohnt nicht da dies locker ein eigenes Thema füllen könnte.
Wo ist der Unterschied wenn man von einer Diktatur in die nächste gerät?
Man darf sich lediglich jetzt aussuchen welche Partei die Ausbeutungspläne der Kapitalisten durchsetzen soll. Hat man bei der Wahl eine gesellschaftliche Alternative? Kann man das gegenwärtige System abwählen?

Inwiefern war das Ende der DDR positiv? Dafür das viele die damals Arbeit hatten heute immer mehr verarmen und teilweise Hartz IV-Empfänger sind? Das kanns doch wohl nicht sein.


Vielleicht war es einfach ein Irrtum, dass die von Dir genannten Personen für die selbe Sache eintreten, wie Du?! Du nennst es jetzt Verrat, aber sie wollten vielleicht von Anfang an was anderes als Du. Das wäre dann unter Umständen kein Verrat.

Letzlich muss jeder für sich selbt entscheiden, ob es ihm jetzt besser geht, oder nicht. Ich weiß, dass viele wirtschaftliche Sicherheit über Freiheit stellen. Mir ist Freiheit wichtiger, von daher bin ich zum Beispiel froh, dass es die DDR nicht mehr gibt. Und letztlich musst Du Dich auch mit solchen Meinungen auseinandersetzen und auch mit der Meinung derer, die keinen Sozialismus wollen. Wenn man keinen Konsens findet, läuft es nämlich wieder auf eine Gesinnungsdiktatur hinaus.
Noch etwas zu gesellschaftlichen Alternativen: die hast Du. Du kannst nämlich anfangen, anders zu leben. Kommune oder Hausprojekt oder mit Gleichgesinnten ne Volxküche aufmachen... Da kommen wir dann auch da hin, was Aeffchen gesagt hat: die Relevanz für das Hier und Heute.
Pfiffikus
Zitat:
die_gute_fee hat am 19. Juni 2008 um 00:42 Uhr folgendes geschrieben:

@Pfiffikus
Ich bin doch einigermaßen erstaunt, dass Du so ziemlich alle Quellen die ich dazu gepostet habe ignorierst.

Jetzt wisch dir doch mal den Schaum vorm Mund ab, dann wirst du erkennen, wie weit sich unsere Standpunkte doch ähneln.

  • Wir sind uns einig, dass die Äußerlichkeiten von Menschen nicht als Kriterium dafür herhalten dürfen, ob sie Rechte bekommen oder ihnen diese entzogen werden.

  • Wir sind uns einig darin, dass die genetische Varianz der Menschen innerhalb einer Hautfarbengruppe (wenn du nicht Rasse hören möchtest) wesentlich größer sind, als die Unterschiede, welche für die Hautfarbe verantwortlich sind. Wir sind uns einig, dass streng wissenschaftlich eine andere Nomenklatur gilt. Genau aus diesem Grunde war es nicht nötig, auf diese Quellen einzugehen.

  • Wir sind uns noch nicht einig, ob die augenfälligen erblichen Unterschiede zwischen den Menschen unterschiedlicher Hautfarbe ihren Niederschlag in der Wahrnehmung der Menschen und in der Umgangssprache haben dürfen. Hier sah ich noch Diskrepanz und aus diesem Grunde hab ich mich vor allem darauf konzentriert. Es ging offensichtlich unter, dass bereits so viel Übereinstimmung erzielt wurde.


Pfiffikus,
der feststellt, dass sich in der Umgangssprache vor allem solche Begriffe schnell verwurzeln, die zwei Sprechsilben haben
die_gute_fee
Zitat:
Pfiffikus hat am 19. Juni 2008 um 20:58 Uhr folgendes geschrieben:

Jetzt wisch dir doch mal den Schaum vorm Mund ab, dann wirst du erkennen, wie weit sich unsere Standpunkte doch ähneln.



Ich neige eigentlich nicht zur Schaumbildung im Gesicht. Der einzige Schaum, den es da ab und zu gibt, ist der vom Bierchen Augenzwinkern

Versuchen wir noch eine Einigung im verbleibenden Punkt zu erreichen:
Wir können nichts für unsere Wahrnehmung. Es ist auch normal, dass wir uns an äußerlichen Merkmalen anderer Menschen orientieren. Ebenso verständlich ist, dass ehemals gebräuchliche Wörter nur langsam aus dem alltäglichen Sprachgebrauch verschwinden.
Mit etwas Reflexion des eigenen Tun und Denkens ist es aber möglich nachzuvollziehen, dass Menschen mit anderer Hautfarbe es unangenehm finden, angestarrt oder gar als "Neger" (oder sonst was) betitelt zu werden.
Ich empfehle mal die Lektüre von "Deutschland schwarz-weiß"
Simson
Zitat:
die_gute_fee hat am 19. Juni 2008 um 20:26 Uhr folgendes geschrieben:

Letzlich muss jeder für sich selbt entscheiden, ob es ihm jetzt besser geht, oder nicht. Ich weiß, dass viele wirtschaftliche Sicherheit über Freiheit stellen. Mir ist Freiheit wichtiger, von daher bin ich zum Beispiel froh, dass es die DDR nicht mehr gibt. Und letztlich musst Du Dich auch mit solchen Meinungen auseinandersetzen und auch mit der Meinung derer, die keinen Sozialismus wollen. Wenn man keinen Konsens findet, läuft es nämlich wieder auf eine Gesinnungsdiktatur hinaus.
Noch etwas zu gesellschaftlichen Alternativen: die hast Du. Du kannst nämlich anfangen, anders zu leben. Kommune oder Hausprojekt oder mit Gleichgesinnten ne Volxküche aufmachen... Da kommen wir dann auch da hin, was Aeffchen gesagt hat: die Relevanz für das Hier und Heute.


Diesen Absatz unterschreibe ich!
Pfiffikus
Zitat:
die_gute_fee hat am 20. Juni 2008 um 14:23 Uhr folgendes geschrieben:


Ebenso verständlich ist, dass ehemals gebräuchliche Wörter nur langsam aus dem alltäglichen Sprachgebrauch verschwinden.

Einen solchen Wunschtraum hatten schon weiland die Funktionäre. Sie übersahen aber die Tatsache, dass die Menschen (zumindestens im deutschen Sprachraum, den ich beurteilen kann) griffige Bezeichnungen mit 2 Sprechsilben bevorzugen.

Offiziell und politisch korrekt: Sow-jet-sol-da-ten
Volksmund: Rus-sen

Geh doch mal deinen Bekanntenkreis durch! Wer von denen hat einen Spitznamen bekommen? Zuerst kriegen die mit den längsten Namen einen Kosenamen verpasst. Und wie viele Silben haben die Spitznamen überwiegend?

Eigentliches Wort: Mo-bil-te-le-fon
Volksmund: Han-dy

Politisch korrekt, doch chancenlos: Mensch-mit-schwar-zer-Haut-far-be
Volksmund: Ne-ger

Weitere Beispiele gibt es zuhauf. Meinst du wirklich, das Wort wird aus dem Sprachgebrauch verschwinden wird?





Zitat:
die_gute_fee hat am 20. Juni 2008 um 14:23 Uhr folgendes geschrieben:

Ich empfehle mal die Lektüre von "Deutschland schwarz-weiß"

Die Lektüre hab ich mir nicht gegeben, aber mal quer gelesen.
Da projiziert eine offensichtlich farbige Autorin ihre Gefühle auf uns Weiße und meint, es sei auch so.

Leseprobe1:
Zitat:
9) Überhaupt lehnen Sie es ab, so pauschal als „Weißer“ bezeichnet zu werden, weil Sie ja ein individueller Mensch sind und nicht wegen Ihrer Hautfarbe irgendeiner Gruppe zugeordnet werden können, und das soll respektiert werden.

Stimmt überhaupt nicht. Ich hab nicht die geringsten Probleme, wenn mich jemand als "Weißer" bezeichnet. Selbst wenn die Thailänder mich in die Gruppe der "Langnasen" eingruppieren, da bin ich hart im Nehmen.


Zitat:
12. Sie gehen davon aus, dass Sie Ahnung von dem Thema haben.
13. Sie glauben, dass Sie mehr Ahnung von dem Thema haben als die Autorin.

Dem würd ich gerne noch hinzufügen:
Zitat:
13a. Die Autorin bildet sich ein, mehr Ahnung vom Thema als alle anderen zu haben. Deshalb wird sie jeglichen Widerspruch aufgrund von 12. und 13. abqualifizieren bzw. gar nicht erst dulden.



Leseprobe 2:
Zitat:
Ist die Antwort auf „Woher kommst du“ nicht „Abu Dhabi“, sondern „Bielefeld“, reagieren Weiße enttäuscht und ungläubig.

Nun ja, wenn man schon postuliert, dass es uns unangenehm sei, als "Weiße" bezeichnet zu werden, dann stellt es schlicht einen Affront gegen die weiße Leserschaft ihrer Seite, dass sie genau diese Bezeichnung für Menschen weißer Hautfarbe verwendet. Hat sie dadurch überhaupt noch eine Legitimation, sich drüber aufzuregen, dass wir manche als "Farbige" bezeichnen?
Praktisch ist es nicht ganz so schlimm, denn mir ist es ja garnicht unangenehm, als Weißer bezeichnet zu werden. Doch das weiß ja die Autorin nicht.


Leseprobe 3:
Zitat:
„Ich finde es eine große Bereicherung, dass es in meinem Viertel so viele Farbige gibt!“
...
Biologisch könnte die Antwort also ebenso lauten: „Ich finde es auch eine große Bereicherung, dass es in meinem Viertel so viele Menschen mit Schuhgröße 42 gibt!“

Dieser Satz wäre in der Tat sinnlos. Denn die Sitten und Gebräuche, die Kochrezepte, die äußere Erscheinung (bei der Partnerwahl nicht immer außer Acht zu lassen) und viele andere Dinge unterscheiden sich bei Menschen unterschiedlicher Schuhgröße kaum.

Weiter heißt es in der Antwort:
Zitat:
Und gesellschaftlich: „Ich finde es auch eine große Bereicherung, dass in meinem Viertel so viele Leute leben, die Erfahrung mit Diskriminierung haben!“

Die Autorin erregt sich nicht über den Begriff "Negerinnen", allein schon die Bezeichnung "Farbige" empfindet sie als diskriminierend.
Auf die Idee, dass ein Weißer diesen Satz auch ohne jeglichen diskriminierenden Hintergedanken sagen könnte, kommt die Autorin wahrscheinlich gar nicht.




Zitat:
die_gute_fee hat am 20. Juni 2008 um 14:23 Uhr folgendes geschrieben:

Mit etwas Reflexion des eigenen Tun und Denkens ist es aber möglich nachzuvollziehen, dass Menschen mit anderer Hautfarbe es unangenehm finden, angestarrt oder gar als "Neger" (oder sonst was) betitelt zu werden.

Über das Betiteln hab ich mich schon ausreichend ausgelassen.
Wenn ich im Ausland bin, in Gegenden, die touristisch nicht so erschlossen sind, dann ist es völlig normal, dass meine Erscheinung dort ein größeres Augenmerk bekommt, als die Einheimischen. Aber wenn ich weiß, dass ich etwas anders aussehe, als die Einwohner dort, weiß ich diese Sache einzuordnen und kann mit dieser Sache umgehen. Jedenfalls war ich in dieser Situation dazu in der Lage.

Ja und dann darf man einen anderen Aspekt nicht vergessen. Es ist durchaus möglich, dass sich eine weißhäutige Blondine von mir belästigt fühlt, weil sie von mir "angestarrt" wird, natürlich ohne jeglichen rassistischen Hintergedanken.
Wenn ich mir jetzt das Bild der Autorin ansehe, das von der Webseite schaut, so kann ich mir gut vorstellen, dass ich mir auch diese Dame etwas genauer ansehen würde. Warum auch nicht? Nur hab ich etwas dagegen, als Rassist diskriminiert zu werden und mir rassistische Hintergedanken in diese Blicke hineininterpretieren zu lassen - auch wenn sie das anders empfinden möge.




Pfiffikus,
der sich diesmal hoffentlich ausführlich genug mit deiner zitierten Quelle beschäftigt hat
osslowsky
Zitat:
die_gute_fee hat am 20. Juni 2008 um 14:23 Uhr folgendes geschrieben:

[Mit etwas Reflexion des eigenen Tun und Denkens ist es aber möglich nachzuvollziehen, dass Menschen mit anderer Hautfarbe es unangenehm finden, angestarrt oder gar als "Neger" (oder sonst was) betitelt zu werden.
Ich empfehle mal die Lektüre von "Deutschland schwarz-weiß"


na wenn´s doch aber welche sind.
Simson
Es sind politisch korrekt: maximal pigmentierte Menschen.

In Deutschland eventuell auch: Menschen mit dunkelhäutigem Migrationshintergrund.

großes Grinsen

Simson,
den Rassen- und ähnliche Diskussionen herzlich wenig interessieren und der vermutet, daß sich hinter solchen Diskussionen anderes verbirgt
die_gute_fee
Zitat:
Simson hat am 20. Juni 2008 um 22:52 Uhr folgendes geschrieben:



Es sind politisch korrekt: maximal pigmentierte Menschen.

In Deutschland eventuell auch: Menschen mit dunkelhäutigem Migrationshintergrund.

großes Grinsen

Simson,
den Rassen- und ähnliche Diskussionen herzlich wenig interessieren und der vermutet, daß sich hinter solchen Diskussionen anderes verbirgt


Die politisch korrekte Bezeichnung ist "Schwarze" - so bezeichnen sich diese Menschen nämlich selbst. Und eben das sollte man respektieren und die Leute so nennen, wie sie genannt werden wollen.

Mich interessieren "Rassen" auch nicht, weil das keine relevante Kategorie für mich ist. Das Ganze Konzept ist Unsinn und befördert ledeglich Rassismus. Wenn Menschen dieses Konzept verwenden, dann vermute ich dahinter ganz bestimmte Sachen - die m.E. diskutiert gehören.
Wie auch immer: ich sehe hier keinen weiteren Gesprächsbedarf.
Simson
Hier unterschreibe ich wieder!
Bernhard P.
Zitat die gute fee:

Zitat:
Wie auch immer: ich sehe hier keinen weiteren Gesprächsbedarf.


Das habe ich schon nicht mehr vor einigen Beiträgen gesehen.
Jemand sprach eine andere wichtige Frage an die es meiner Meinung nach eher lohnt zu diskutieren:

Hat man zum Ende der DDR die Ex-DDR-Bürger ganz bewusst getäuscht? Das heißt, wollten unsere "Freiheitskämpfer" Distel, Wollenberger und Co vielleicht von Anfang an was ganz anderes als die Mehrheit des Volkes?
Xantos73
Also ich hab jetzt nicht alles gelesen aber was um alles in der Welt bringt es auf Dingen herum zu kauen die nun schon bald 20 Jahre her sind ?

Bä so altes Brot will doch auch wirklich keiner kauen - das schmeckt fade, trocken alt und staubig.

Da würden mich altägliche Probleme viel mehr ansprechen.

Ich bin zB dafür die Handhabe der netten Mitarbeiter vom Ordnungsamt über das anpappen von Strafzetteln an Falschparker hinaus zu erweitern.

Diese militanten Hundebesitzer die ihre Geruchstretminenerzeuger aber auch wirklich überall hin machen lassen. Direkt nach frischer Tat - anhalten - Strafzettel 100 Euro paff !
osslowsky
Zitat:
Fuchs Bernie hat am 21. Juni 2008 um 05:10 Uhr folgendes geschrieben:

Hat man zum Ende der DDR die Ex-DDR-Bürger ganz bewusst getäuscht? Das heißt, wollten unsere "Freiheitskämpfer" Distel, Wollenberger und Co vielleicht von Anfang an was ganz anderes als die Mehrheit des Volkes?


man muß schon ganz schön unwissend sein, wenn man die rollen der wollenberger und des distel in der vorwendezeit in einen topf wirft. das stand wohl nicht bei marx.
Bernhard P.
Zum Politcameleon Vera Lengsfeld (gesch. Wollenberger).
Zu DDR-Zeiten SED, nach Wende Bündnis 90/Die Grünen und seit 1996 CDU.
Man lese ihre Begründung beim Eintritt in die CDU.

original Lengsfeld:

Zitat:
Bündnis 90/Die Grünen grenzt sich nicht deutlich genug von PDS(der Nachfolgerin ihrer alten Partei SED) ab.


Einschätzung von Lengsfeld laut Wikipedia:

Zitat:
Obwohl sie als Bürgerrechtlerin eher linke Ansichten vertrat, öffnete sie sich in den vergangenen Jahren auch für liberal-konservative Positionen.


Wer die Meinung so oft wechselt wie sie ist für mich eher ein Verräter als ein Bürgerrechtler. Dazu kommt noch, steht zwar hier nicht drin, das ihr Vater beim MfS gearbeitet hat.

Selbst zu Kurt Beck (SPD) habe ich mehr Vertrauen und das will was heißen.

Zur Person Vera Lengsfeld:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Lengsfeld
R300
Also was mcbernie hier sagt, will ich nicht unterstützen. Wo Irgendjemandens Vater gearbeitet hat, ist unerheblich. Vorsicht! Sonst bringe ich jetzt Beispiele! Da käme keine Seite gut weg und es würde überhaupt nichts nützen, wenn ich da jetzt damit beginnen würde, etwas aufzuzählen. Frau Lengsfelds Wechsel war pragmatisch begründet. Ihre Zukunftsaussichten waren bei den Grünen eher düster und das Leben eines Abgeordneten des Bundestages ist fein. Also hat sie ihren Bekanntheitsgrad als Oppositionelle in der DDR weidlich ausgenutzt und ist übergetreten. Das war ebenso erbärmlich wie kurzzeitig erfolgreich. Es zeigt auch den Charakter der CDU, ihr offene Arme angeboten zu haben. Ein ehrlicher Abgeordneter, der Volkes Interessen verfolgen wollte, hatte möglicher Weise deshalb keine Chance.
Haha, das war ein Scherz. Solche Abgeordnete gibt es wohl kaum.
osslowsky
Zitat:
Fuchs Bernie hat am 22. Juni 2008 um 22:14 Uhr folgendes geschrieben:

Zum Politcameleon Vera Lengsfeld (gesch. Wollenberger).
Zu DDR-Zeiten SED, nach Wende Bündnis 90/Die Grünen und seit 1996 CDU.
Man lese ihre Begründung beim Eintritt in die CDU.

http://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Lengsfeld


lassen wir sie doch selbst mal zu wort kommen:
www.br-online.de/download/pdf/alpha/l/lengsfeld.pdf
Bernhard P.
Zitat R300:

Zitat:
Also was mcbernie hier sagt, will ich nicht unterstützen. Wo Irgendjemandens Vater gearbeitet hat, ist unerheblich.


Kommt darauf an wie man so was wertet. Mein persönlicher Standpunkt ist das sich niemand seine Eltern aussuchen kann, auch Frau Lengsfeld nicht. Was mich ein bischen stört ist das die Medien es gern drehen wie sie es gerade brauchen. Während man bei Lengsfeld möglichst vermeidet dieses heikle Thema anzusprechen kommt das bei Gregor Gysi immer gelegen wenn es darum geht Stimmung gegen die Linken zu machen. Fakt ist in der DDR gab es nunmal das MfS und bedeutende Personen hatten meist in irgendeiner Weise mit denen zu tun. Jetzt aber so zu tun daas sei heute anders oder gar besser ist doch wohl nicht richtig. Heute kümmern sich Verfassungsschutz, Staatsschutz und Bundesnachrichtendienst "liebevoll" um Andersdenkende.

Aber um auf Frau Lengsfeld zurückzukommen, trotz all der früheren und heutigen Zustände macht es diese Frau auf keinen Fall glaubhafter.