gastli
SPIEGEL ONLINE: Vor der Bundestagswahl - und danach erst recht - gab es bei uns viele Diskussionen darüber, wie mit den Wählern der AfD umzugehen wäre. Ob wir auf ihre Sorgen eingehen sollten, ob wir mit ihnen reden sollten, über sie reden sollten, sie ignorieren….
Despentes: Wir hatten dasselbe Problem, als der Front National seinen Aufstieg begann. Die französischen Medien entschlossen sich, mit ihnen zu sprechen. Ich würde nicht sagen, dass es sonderlich gut funktioniert hat. Mit der extremen Rechten zu reden, das hat uns nichts gebracht - außer mehr extreme Rechte. Denn wenn man mit ihnen spricht, dann erkennt man sie und ihre Ideen an. Und wenn man sie erst mal anerkannt hat: Viel Glück!
- Virginie Despentes, Autorin, Regisseurin und Feministin "
Mit der extremen Rechten reden? Bringt nichts" -
gastli
Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg, wirkt bei TV-Auftritten oft konfus und desorientiert. Das hat die AfD-Frau zu einem Lieblingsziel von Satirikern gemacht. Am Freitag ergötzte sich die »Heute-Show« des ZDF an ihrem Gestammel zum Thema Klimawandel. Was ziemlich fies ist, denn als Abkömmling des degenerierten deutschen Adels kann Frau Storch vielleicht nichts dafür.
Dass die Juristin es trotz ihrer rhetorischen Defizite zur stellvertretenden Bundeschefin der AfD gebracht hat, liegt daran, dass bei der protofaschistischen Partei wirres Gerede nicht auffällt. Hauptsache, es geht gegen Flüchtlinge, Linke, Schwule und andere das Abendland bedrohende Geißeln.
- Kristian Stemmler, 06.Nover 2017, JW -
gastli
''Die Bundeskanzlerin mit dem Namen Angela Merkel, die sich noch im Amt befindet, sitzt wie ein Pfropfen in der Flasche auf diesem Land.''
- Willy Wimmer, Staatssekretär a.D., am Telefon im Gespräch mit Prof. Dr. Alexander Sosnowski, Chefredakteur von World Economy (WE) -
gastli
wer nie bei siemens tätig war
bei lidl und bei opel
der kennt des lebens jammer nicht
dem gehts noch ziemlich nobel
da biste nüscht da wirste nüscht
du sorgst nur für gewinne
und weihnachten vorm hauptbahnhof
erfrierste in der rinne
knecht des handels und der industrie
wann kriegste das begriffen
du bist nichts du bist nur arbeitsvieh
für die schweine die auf dich pissen
wer nie bei siemens tätig war
bei porsche oder bayer
der kennt des lebens jammer nicht
doch auch ihn holt bald der geier
Nach nem Arbeiterlied aus den 20ern [einer Parodie auf Goethes "wer nie sein brot mit tränen aß"], fast 100 Jahre alt, kann man wohl auch in 100 Jahren noch singen.
gastli
„Alle Versuche, linke Inhalte, statt sie zu popularisieren, populistisch zu verschandeln, führen zum Erstickungstod in ebenjener braunen *******, die man sich als Tarnfarbe ins Gesicht schmieren wollte.“
- Richard Schuberth: Wild Thing. In: Konkret, Nr. 12/2017, S. 15 -
Gut gesagt.
gastli
„Demokratie ist die Staatsform des Bürgertums, wenn es sich noch nicht getraut, seinen Faschismus offen zu zeigen“.
- Volker Bräutigam -
gastli
„In Deutschland sitzen 4700 Menschen wegen Schwarzfahrens im Gefängnis, aber kein einziger Automanager.“
- Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des Verkehrsclub Deutschland (VCD) -
Pfiffikus
| Zitat: |
gastli hat am 19. Februar 2018 um 09:32 Uhr folgendes geschrieben:
„In Deutschland sitzen 4700 Menschen wegen Schwarzfahrens im Gefängnis, aber kein einziger Automanager.“
- Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des Verkehrsclub Deutschland (VCD) - |
Hm, er hätte ja mal nach dem gegenwärtigen Wohnsitz des ehemaligen Porsche-Entwicklungsvorstand und Audi-Motorenentwicklers
Wolfgang Hatz recherchieren können.
Pfiffikus,
dem dieser Name bisher auch noch nicht geläufig war
gastli
Ja, ich bin für ein Grundeinkommen, in einer Höhe von mindestens 1500 Euro. Das kann zwar in Zukunft nicht mehr über Erwerbsarbeit finanziert werden – aber, ehrlich gesagt, kann auch unser normales Sozialsystem nicht mehr über Erwerbsarbeit finanziert werden, wenn Millionen Menschen ihren Job verlieren. Dann müssen immer weniger Leute Steuern und Abgaben zahlen dafür, dass immer mehr Leute nicht mehr arbeiten. Dieses System geht kaputt.
- Richard David Precht,
in einem bemerkenswertem Interview -
Pfiffikus
Hm. Schön wärs.
Praktisch geht der Herr von vielen Prämissen aus, mit denen ich nicht einverstanden bin.
- Er vergisst, dass die Produkte durch den wissenschaftlich-technischen Fortschritt billiger werden.
- Er unterschlägt den Inflationseffekt, den ein solches hohes BGE mit sich bringen würde.
- Er überschätzt die Effektivität von einigen Steuern, zum Beispiel auf Finanztransaktionen.
Solche Steuern können nur effektiv eingeführt werden, wenn das international geschieht. Sonst werden die Transaktionen nämlich sehr sehr schnell in Übersee oder Timbuktu stattfinden. Das geht deshalb so schnell, weil ja kein echtes Geld über den Tisch geht, sondern nur Elektronen fließen.
Für den Zoff, ob die Börse ihren Sitz in Frankfurt oder in London bekommt, wäre eine solche Steuer dermaßen kontraproduktiv!
Aber ansonsten war das Interview ganz lustig zu lesen.
Pfiffikus,
der sich auch über zusätzliche 1500 Euro monatlich auf dem Konto freuen würde
gastli
Erst sperren sie die Terroristen ein.
Dann sperren sie Menschen ein, die angeblich mit Terroristen sympathisieren.
Dann verhaften sie diejenigen, die zwar keine Terroristen sind, es jedoch nach der Meinung der Behörden werden könnten.
Und schließlich, in naher Zukunft, internieren sie die Sympathisanten von Gefährdern oder Leute, die Gefahr laufen zu sympathisieren – und am Ende haben sie uns alle.
Und es ist niemand mehr da, der für uns demonstrieren könnte.
- Konstantin Wecker "
Das Ende der Freiheit"
gastli
Aber diese grandiose Mannschaft von schwarzen und roten Nullen schaut lieber weiter zu, wie Straßen, Brücken und öffentliche Gebäude verrotten, wie innovative Unternehmen am langsamen Internet verzweifeln und wie Funktelefonate in manchen Gegenden Deutschlands anstrengender sind als in vielen Entwicklungsländern.
- Sahra Wagenknecht -
kritiker

ich denk ich werde morgen mal mexikanisch essen
bis dann
gastli
Wenn du nach Sympathie suchst, findest du es zwischen Sch..ße und Syphilis im Wörterbuch.
- David Sedaris -
kritiker
ist es nicht herrlich, diese stille in der Stadt?
ich find es toll

!
bis dann
gastli
Denn nichts ist beweglicher und wandelbarer als das Denken der Massen. Man kann es erleben, dass sie das, was sie gestern bejubelten, heute mit dem Bannfluch belegen.
- Gustave le Bon. „Psychologie der Massen“. Nikol Verlag. Hamburg 2009 -
gastli
Dass Menschen im 21. Jahrhundert völlig schamlos, bei hellem Tageslicht, auf einem der berühmtesten Plätze Dresdens rufen, dass Menschen absaufen, also sterben sollen, offenbart ein wirklich unvorstellbares Ausmaß an Werteverlust. Werte übrigens, auf denen dieses Land fußt, die im Grundgesetz verankert sind.
- Anja Reschke, 19.07.2018 -