Propagandageflunker von Prof. Quaschning

Pfiffikus
Ach FrankSteini, was bist Du doch für ein Lügner!


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Aber du argumentierst fast immer innerhalb einzelner Technologien, während Quaschning (ob man ihn mag oder nicht) aus einer Systemperspektive argumentiert.
Das Gegenteil ist der Fall.
- Quaschning ist einer von denen, die blind immer noch mehr und mehr Zubau von Wind und Solarstromerzeugung fordern.
- Ich wiederum bin derjenige, der feststellt, dass unser System einen solchen Zubau vorläufig nicht braucht, weil die neuen Anlagen, vor allem die PV, ihren Strom immer genau in den Zeiten abliefern werden, wenn wir bereits heute schon genug davon haben.
Weiterer Zubau von solchen Anlagen würde nur dazu führen, dass NOCH mehr Erzeuger abgeregelt (und entschädigt) werden müssen.

Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Was fehlt, ist die Systemebene.
Systemischer Zusammenhang:
Jedes Energiesystem braucht ein Gleichgewicht aus
Erzeugung
Flexibilität
Speicherung
Netzen
Nachfrageverhalten
Marktmechanismen
Residuallast-Management
Versorgungssicherheit
Das Gegenteil ist der Fall.

Ich bin schließlich derjenige, der oft genug darauf hingewiesen hat, dass man die Erzeuger-Infrastruktur dreifach aufbauen muss, wenn man sich auf Wind und Solar verlassen wollte.

Ich bin derjenige, der seit Jahren fordert, dass flächendeckend flexible Stromtarife eingeführt werden - vor allem für die Erzeuger!

Ich bin derjenige, der im Forum regelmäßig auf Residuallast-Management - nichts anderes sind die kostenpflichtigen Zu- und Abschaltungen von Erzeugern, wenn Last und Erzeugung nicht im Gleichgewicht sind.


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Residuallast = Verbrauch – Erneuerbare Einspeisung
Das ist die Größe, die bestimmt:
So einfach ist das nicht.

Weiterhin muss unbedingt noch einbezogen werden, WO die Strommengen erzeugt und verbraucht werden. Stichwort "Kupferplatte".
Aber da Du hier unterstellst, ich würde nur oberflächlich argumentieren, muss ich doch an dieser Stelle nichts weiter schreiben, oder?


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du erwähnst Merit-Order gelegentlich, aber du nutzt sie nur als Argument gegen Wärmepumpen.
Das Gegenteil ist der Fall, Du Lügner! Wo hab ich denn so einen Quatsch geschrieben?


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Der Merit-Order-Effekt ist der zentrale Mechanismus, der langfristig Strompreise senkt.
Das sehe ich auch so und habe niemals dagegen argumentiert.


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du argumentierst so, als bliebe das System statisch.
Wo habe ich denn so etwas geschrieben, Du Lügner?


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Systemisch relevant ist:
Netzstabilität entsteht durch überregionale Ausgleichseffekte.
Aber erst, wenn die Profiteure der Energiewende endlich auch die Stromtrassen für diesen überregionalen Ausbau finanzieren!


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du argumentierst, als wäre Deutschland ein isoliertes Inselnetz.
Das ist ein klassischer systemischer blinder Fleck.
Schreib nicht so einen Quatsch, Du Lügner!
Kannst ja selber mal die Forensuche bemühen, wie oft ich auch schon über Stromimporte und -exporte geschrieben habe


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
4. Sektorenkopplung
Du argumentierst fast ausschließlich sektoral getrennt:
Das ist eine weitere Lüge. Schau Dir meine Beiträge hier im Forum an und schau, wie oft ich auch über die fälligen Disruptionen und Auswirkungen in Verkehr, Industrie (Porzellan-, Stahl- und Chemieindustrie) und Wohngebäuden geschrieben habe.

Im Gegensatz zu Euch Profiteuren der Energiewende schlägt mein Herz weiter links und ich habe auch die Belange der ärmeren Bevölkerungsschichten im Blick.


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Beispiele:
E-Autos als Speicher
Das kann funktionieren,


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Wärmepumpen als flexible Last
Funktioniert nur, wenn man sich eine Wärmepumpe leistet, die ein paar Nummern größer und teurer ist, weil die erforderliche Wärme in weniger Stunden erzeugt werden muss.


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Elektrolyse als Überschussverwerter
Schwer wirtschaftlich darstellbar, weil die Anlagen in Deutschland nur wenige Betriebsstunden im Jahr bekommen können.
Andernorts in dieser Welt können die Dinger sehr gut funktionieren.


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Industrieprozesse als Lastverschieber
In zahlreichen Branchen ist es üblich, nach Dienst- oder Fahrplan zu arbeiten.


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du argumentierst, als wären diese Sektoren unabhängig.
Das ist ein weiterer systemischer Zusammenhang, der fehlt.
Lüg nicht!
Solche Zusammenhänge habe ich nie geleugnet. Im Gegenteil - ich ordne Sachverhalte sogar sehr gerne in ein großes Ganzes ein. Dabei muss ich mich eher vorsehen, dass mir von gastli kein Whataboutismus vorgeworfen wird.


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Aber systemisch relevant ist:
Was kostet das Gesamtsystem, nicht die Einzeltechnologie?
Das habe ich niemals bestritten, sondern immer wieder betont.
Du erinnerst Dich nur nicht mehr daran, dass ich auf die Kosten des Gesamtsystems hingewiesen habe, wenn die Energieversorgung dreifach vorgehalten werden muss, wenn PV und Wind die Hauptlieferanten sein sollen.


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
PV senkt die Merit-Order → senkt Systemkosten
JEDES Zusatzangebot kann sich erstmal nur kostensenkend auswirken.


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
E-Fuels erhöhen Systemkosten → werden deshalb nur Nischenlösung
Du verschweigst die Unterscheidung von E-Fuels nach ihren Herstellungsorten.


Zitat:
FrankSteini hat am 16. März 2026 um 07:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du argumentierst technologieökonomisch, nicht systemökonomisch.
Lüg nicht!


Pfiffikus,
der auf Grund Deiner Lügerei nicht weiter auf das restliche Geschwurbel aus Deinem Beitrag eingehen will
Pfiffikus
Es gibt wieder ein aktuelles Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich wieder fachliche Kritik.





  • 0:06 In der Tat kommen diese Reaktoren inzwischen immer mehr ins Gespräch und in den Bereich der Realisierbarkeit. Die Bezeichnung "heißer Scheiß" kann man deshalb gerne als Kompliment verstehen.

  • 0:10 Als Verfechter der Meinungsfreiheit gestehe ich dem Professor gerne seine Meinung zu, dass SMR keine Zukunft hätten.
    Aber dass er sich selbst gegen irgendwelche Diskussionen über dieses Thema ausspricht, macht ihn zum Realitätsleugner. (In dieser Woche erfuhr ich, dass allein Copenhagen-Atomics bereits zwei dieser neuen Container gebaut und mit Flüssigsalz im Testbetrieb hat. Nur die Heizung erfolgt vorerst noch elektrisch und noch nicht mit atomarer Kettenreaktion.)

  • 0:15 "Kernkraftwerke sind mit die teuerste Art der Stromerzeugung". Falsche Zeitform! "waren" hätte es heißen müssen.
    Inzwischen sind alle Kernkraftwerke in Deutschland abgeschrieben. Und bei einem Weiterbetrieb hätten sie nur noch Kosten für den laufenden Betrieb verursacht.
    Heute importieren wir lieber Atomstrom aus Frankreich. Offizielle Begründung: Der ist laut Merit-Order billiger, als den Strom in Deutschland zu erzeugen.
    Nicht vergessen: Copenhagen-Atomics kam bisher ohne öffentliche Subventionen aus. Wenn die Produktion einmal hoch fährt, dann werden wahrscheinlich solche Container rings um Deutschland hinter der französischen, tschechischen und polnischen Grenze stehen. (Man könnte zum Beispiel die riesigen Kohlekessel von Bogatynia abreißen und den Dampf mit Hilfe einiger solcher Container aus Kopenhagen erzeugen. Die Dampfturbinen, Kühltürme, Generatoren und das Umspannwerk des bisherigen Kraftwerkes kann man wie gewohnt weiter benutzen. In Deutschland sprengen die Idioten aber das ganze Kraftwerk und die Kühltürme, damit der klimafreundliche Ersatz der Wärmequelle möglichst teuer wird.)

  • 0:20 Die Kraftwerksneubauten in Frankreich und Großbritannien sind kein aussagekräftiges Beispiel für den Preis solcher Kraftwerke. Ein EPR in Südkorea und in China (Taishan) konnte innerhalb weniger Jahre für einen nur einstelligen Milliardenbetrag aufgebaut werden. Die von Quaschning genannten Beispiele sind aus diesem Grunde nur Belege für den hohen Preis der europäischen Bürokratie.
    Inzwischen dürfen wir davon ausgehen, dass Kernkraftwerke 8 Jahrzehnte Strom liefern können. Das sind Zeiträume, von denen Wind- und PV-Anlagen nur träumen könnten.

  • 0:25 Die Skalierungseffekte bei Serienproduktion leugnet Professor Quaschning. Dabei sollte er doch wissen, Fließbandarbeit hat die Produktion von Autos bis hin zu Solarzellen und Akkus immer billiger gemacht. Warum soll das für SMRs nicht klappen?
    Solche Container werden einmal eine Typenzulassung erhalten, wie heute die serienmäßigen Neuwagen. Bei den großen alten Atomkraftwerken wurde jeder einzelne Reaktor geprüft und mit einer Einzelgenehmigung versehen. Völlig klar, dass das bei SMRs nur billiger werden kann.

  • 0:35 Das Bundesamt für Strahlenschutz hat (unter welchem Minister eigentlich?) eine Studie über SMRs anfertigen lassen. Deren Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass sich deren Produktion erst bei einer Stückzahl von 3000 Stück rechnen würde. Die Manager von Copenhagen-Atomics kommen zu einem anderen Ergebnis.
    Ich habe diese Studie mal herausgesucht. Mit mehreren Suchbegriffen habe ich mal versucht, irgendwelche Hinweise auf dieses Projekt in dieser Studie zu finden - vergeblich. Und wenn man erfolgreiche Projekte ignoriert, kommt man in der Tat zu solchen pessimistischen Ergebnissen.

  • 0:50 Er fragt: "Wie soll das gehen? Sollen wir viel billigere Solar- und WIndkraftanlagen zugunsten der teuren Reaktoren abschalten?"
    Ja Herr Professor, die Antwort wird Ihnen das Merit-Order-Verfahren geben. Die Reaktoren werden zwar der Last folgend regelbar sein, doch weshalb sollten die Betreiber diesen thermischen Stress für diese Anlagen erzeugen? Viel eher ist zu erwarten, dass sie dauerhaft mit einem Gebot von -1Cent/kWh in die Auktion hinein gehen. Das Geld werden die SMRs dann vor allem nachts verdienen, während die Solaranlagen allerhöchstens in den Dämmerungsstunden eine kleine Chance zum Geldverdienen haben. Dann wird sich ganz fair herausstellen, welche Anlagen abgeschaltet werden müssen.

  • 0:55 Gewiss mag es Projekte geben, in denen die Reaktoren mit hoch angereichertem Uran betrieben werden. Wenn sich der Professor allerdings nur auf diese Art von SMR-Projekten konzentriert, ist das billige Propaganda.

  • 1:00 Reaktoren, die Thorium als Brennstoff verwenden, erbrüten nur geringste Spuren von Plutonium. Und in dem Moment, in dem es entsteht, wird es wie ganz normaler Kernbrennstoff verbrannt. Also, Herr Professor, diesen Teufel müssen Sie nicht an die Wand malen.

  • 1:05 Ja, die Uranvorräte sind begrenzt. Binsenweisheit!
    Solange sich die Menschen mit Reaktoren beschäftigen, die das seltene Uran-235 verwenden, wird dieses seltene Isotop wirklich knapp. Aber Reaktoren, die Uran-238 nutzen, können mit dem heute als "Atommüll" bezeichneten Uran-238, das tonnenweise in den Castoren herumsteht und auf eine sinnvolle Verwendung wartet. Und Europas Thoriumvorräte würden ausreichen, die ganze Welt für Jahrhunderte mit Energie zu versorgen.

  • 1:10 Die Frage der Atommüll-Endlagerung wäre nicht gelöst? Erstens wird es durch die richtigen SMRs zu einem Wertstoff, der noch viel Energie liefern kann. Zweitens ließe sich die Frage leicht lösen - den politischen Willen vorausgesetzt.

  • 1:15 Der Professor hat sich also nur unzureichend über die Gesamtsituation informiert. Und aus diesem Grunde ist eher die Beschäftigung mit diesem Clip eine Zeitverschwendung.




Pfiffikus,
der davon ausgeht, dass der Herr Professor die Reaktoren selbst dann noch ablehnen wird, wenn sie uns aus unseren Nachbarländern heraus mit vielem billigen Strom versorgen
Pfiffikus
Es gibt wieder ein aktuelles Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich wieder fachliche Kritik.





  • 0:00 Das muss er natürlich sagen. Oder ist er auch der Propaganda erlegen?
    Eine Vergrößerung des Angebotes, auch aus Russland, wird IMMER zu mehr Versorgungssicherheit und niedrigeren Preisen führen. Warum das eine dämliche Idee gewesen sein soll?

  • 0:08 LNG wird weitgehend korrekt dargestellt. Dass es weniger effizient, als Pipelinegas ist, wissen wir, aber das lässt er lieber unerwähnt.

  • 0:35 Absolute Zustimmung erhält der Professor von mir, wenn er den Wasserstoff selbst als als absolut umständlich und unwirtschaftlich kennzeichnet.

  • 0:42 Richtig ist, dass der Wasserstoff zum Zwecke des Transportes in Molekülen gebunden werden muss. Erwähnt wird aber nur Ammoniak. Synthetisches Methan oder Methanol (ein E-Fuel) wären ebenso denkbar.
    Insbesondere angesichts der Tatsache, dass die bereits heute vorhandene Infrastruktur für Ölprodukte künftig für Methanol genutzt werden könnte, macht diesen Stoff so interessant. Hat der Professor wahrscheinlich nur vergessen?

  • 0:55 Absolute Katastrophe, was er nun fordert! Den weiteren Ausbau der Erneuerbaren!
    Dabei sollte ihm als Professor gerade auf diesem Fachgebiet klar sein, dass die jetzt noch zusätzlich zu bauenden PV-Anlagen (und auch viele Windräder) genau dann Strom liefern wollen, wenn wir ohnehin schon Hellbrise haben. Wenn also der Strom nichts wert ist, wenn es sich sogar um Abfall handelt.
    Wenn die Erneuerbaren weiter ausgebaut werden sollen, dann kann das nur wirtschaftlich sein, wenn uns Stromkunden oder Steuerzahlern noch mehr Geld aus der Tasche gezogen wird.

    Wer mag, kann ja mal über die Motive spekulieren, die ihn zu einer so desaströsen Forderung verleiten. Also mangelnde Sachkenntnis kann es auf Grund seiner Professur nicht sein. Ob es blanke Ideologie ist? Oder stehen wirtschaftliche Interessen dahinter? Man weiß es eben nicht, so dass wir auf Spekulationen angewiesen bleiben.

    Ganz deutlich - er fordert nicht den angemessenen Ausbau von Speichern oder Leitungen, die einen zusätzlichen Ausbau wieder sinnvoller machen könnten.




Pfiffikus,
der bedauert, dass das zusätzliche Geld für FrankSteinis Lieblingsoligarchen eher nicht aus den Taschen der wohlhabenderen Leute gesaugt wird, die mit Einfamilienhaus und PV auf dem Dach fast autark leben
Pfiffikus
Es gibt wieder ein Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich wieder fachliche Kritik.



  • 0:07 Ja klar wird es wärmer. Nur zieht er die falschen Konsequenzen.
    Wir Deutschen haben keinerlei Möglichkeit, darüber zu entscheiden, wie stark die Klimaerwärmung werden wird. Ob die zwei Prozent vom CO², die Deutschland emittiert werden oder nicht, hat auch nur diesen winzigen Einfluss auf das Klima. Selbst wenn wir überhaupt kein CO² mehr emittieren würden, wir wären arm und die Temperatur steigt unbeirrt weiter.

    Richtige Konsequenz wäre eigentlich: Wie machen wir uns fit für die Zeiten, wenn die Temperatur noch ein weiteres Grad ansteigt? Wie machen wir uns dafür fit, wenn der Meeresspiegel in den kommenden 100 Jahren um einen Meter erhöhen wird? Wie hoch müssen dann die Küstenschutzdämme werden?

  • 0:10 Vier bis fünf Grad obendrauf? Dafür gibt es auf der Erde nicht genügend Öl und Gas!
    Nicht zu vergessen, dass die Ozean- und Landsenke die Hälfte des von Menschen emittierte CO² verschlingen. Und sollte die Konzentration vom CO² noch höher werden, dann würde sich auch die Wirkung der Senken entsprechend verstärken. Deshalb wird es die Menschheit nicht schaffen, die Erde um vier bis fünf Grad zu erwärmen.

  • 0:12 60-70 Meter Meeresspiegel? Auch diese Zahl entspringt nur irgendwelchen Simulationen über Zukunftsszenarien, von denen sich der Professor wohl das extremste 8.5 ausgesucht hat, welches nach der Meinung von zahlreichen unbefangenen Wissenschaftlern nur ein rein theoretisches, wenig realistisches Szenario ist.

  • 0:16 Die Forderung, etwas mehr Tempo bei der Energiewende zu machen, kann ich nur unterstützen. Allerdings nur in dem Tempo, wie es die Jeweils vorhandene Infrastruktur verkraftet. Das schließt nach meiner Meinung ein, dass die Profiteure der Energiewende auch für die nötigen Zusatzinvestitionen in Speicher und Netze zur Kasse gebeten werden.
    Von diesem einschränkenden Zusatz habe ich noch nie eine Silbe von Herrn Professor gehört.



Pfiffikus,
der das an dieser Stelle nicht ganz so streng sehen möchte, weil er diesen Quatsch nicht in einer seriösen Doku, sondern in einer Satiresendung geäußert hat
daggi007
Du schreibst „Wir Deutschen haben keinerlei Möglichkeit, darüber zu entscheiden, wie stark die Klimaerwärmung werden wird.“
Faktenlage:
- Deutschlands Anteil an den globalen CO₂‑Emissionen liegt bei rund 2 %.
Das klingt klein – aber:
- Die EU liegt bei ~7 %.
- Die G20 verursachen ~80 %.
Klimapolitik funktioniert nur als kollektives Gut.
Wenn Deutschland nichts tut, sinkt der politische Druck auf andere Industriestaaten.
Und: Deutschland ist Technologie‑Exporteur. Was wir hier entwickeln, wird global skaliert (PV, Wind, Elektrolyse, Effizienztechnik).

Der Einfluss Deutschlands ist nicht klimaphysikalisch, sondern politisch‑technologisch.
Wenn Deutschland aussteigt, sinkt die globale Ambition – das ist empirisch belegbar (z.B. Automobilnormen, Effizienzstandards).

Du schreibst „Wir sollten uns lieber fit für die Zeiten, wenn die Temperatur noch ein weiteres Grad ansteigt machen.“
Das ist ein klassisches Schein‑Dilemma.
Klimapolitik besteht aus:
- Erwärmung begrenzen
- Schäden begrenzen

Alles ist notwendig.
Nur auf Anpassung zu setzen bedeutet: Kosten explodieren. (Beispiel Küstenschutz.)
Ein Meter Meeresspiegelanstieg bedeutet:
- Milliardenkosten für Deiche
- Verlust von Grundwasserqualität
- Verlust von Land
- Extremwetter‑Schäden
Und: 1 m ist nicht das Worst‑Case‑Szenario, sondern das untere Ende der Projektionen für 2100 bei ungebremsten Emissionen.

Du schreibst „Vier bis fünf Grad obendrauf? Dafür gibt es auf der Erde nicht genügend Öl und Gas!“
Das ist ein häufiger Denkfehler.
Die Klimawissenschaft rechnet nicht mit „Öl und Gas“, sondern mit CO₂‑Budgeten.
Für +4–5 °C braucht man nicht alle fossilen Reserven.
Es reicht, wenn ein Teil der leicht zugänglichen Reserven verbrannt wird.
Die größten Emissionen kommen aus Kohle, nicht Öl oder Gas.
Und Kohle gibt es mehr als genug, um 5 °C zu erreichen.

Dein immer wieder gebrachtes Senkenargument „dass die Ozean- und Landsenke die Hälfte des von Menschen emittierte CO² verschlingen“ ist immer noch nicht richtig.
Senken sättigen sich.
Je wärmer es wird, desto weniger effizient werden sie.
Der Ozean nimmt CO₂ nur langsam auf (Jahrhunderte).
Die Landbiosphäre kann bei +3 °C sogar zur Quelle werden (Amazonas‑Kipppunkt).
Das IPCC hat das alles durchgerechnet.
Die Aussage „4–5 °C sind unmöglich“ ist also fachlich falsch.

Du schreibst sinngemäß „60–70 m Meeresspiegelanstieg ist nur RCP8.5‑Panik“
Hier lohnt eine klare Trennung:
60–70 m Meeresspiegelanstieg ist das Endergebnis, wenn alles Eis schmilzt – das dauert Jahrhunderte bis Jahrtausende.
Selbst bei 2–3 °C sind 2–5 m Meeresspiegelanstieg über die nächsten Jahrhunderte unvermeidbar.
Für Küstenplanung sind 100 Jahre relevant – und da liegen wir bei 0,5–1,2 m.
Also:
Die 60–70 m sind kein Szenario für 2100, aber sie sind physikalisch real und langfristig relevant.

Du schreibst „Energiewende ja, aber nur so schnell wie die Infrastruktur es verkraftet“
Das ist ein vernünftiger Punkt, aber unvollständig.
Richtig ist:
- Netze und Speicher hinken hinterher.
- Der Ausbau muss synchronisiert werden.
- Profiteure sollten sich an Netzkosten beteiligen.

Aber die größten Verzögerungen entstehen nicht durch den PV‑ und Windzubau, sondern durch:
- schleppende Genehmigungen
- fehlende Digitalisierung
- Netzbetreiber‑Monopole
- politische Blockaden und Fehler (Altmaier, Reiche)

Und:
Wenn man den Ausbau „nur so schnell wie die Infrastruktur es verkraftet“ macht, dann wird die Infrastruktur nie ausgebaut.
Das ist ein klassisches Henne‑Ei‑Problem.

Was bleibt nach nüchterner Analyse übrig?
Deine Punkte enthalten berechtigte Kritik, aber auch einige Fehleinschätzungen, die in Klimadebatten häufig vorkommen:
„Deutschland hat nur wenig Einfluss“ ist politisch falsch
„4–5 °C sind unmöglich“ ist physikalisch falsch
„Senken gleichen alles aus“ ist wieder wissenschaftlich falsch
„Energiewende nur so schnell ausbauen wie Infrastruktur“ richtig, aber unvollständig.
Pfiffikus
Wunderbar, dass Du Dich auch mit den Fakten auseinandersetzt, die ich in meinen Beiträgen erwähnt habe.


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Klimapolitik funktioniert nur als kollektives Gut.
Wenn Deutschland nichts tut, sinkt der politische Druck auf andere Industriestaaten.
Ist das jetzt wirklich Dein Ernst?
Bist Du wirklich der Meinung, dass Deutschland hier noch irgendwelchen Druck aufbauen kann?

Oder ist es eher so, dass Deutschland als abschreckendes Beispiel gesehen wird, wie man wichtige Industrien ins Ausland vergraulen und die breite Bevölkerung verarmen kann.


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Und: Deutschland ist Technologie‑Exporteur. Was wir hier entwickeln, wird global skaliert (PV, Wind, Elektrolyse, Effizienztechnik).
Ja klar. Entwickelt wird in Deutschland, denn das ist ja teuer. Wenn diese Technologien dann hoch skaliert werden können, werden sie ins Ausland exportiert. Das haben wir mehrfach gesehen. Laser, MP3-Technik, Solarzellen, Windräder, Batterien, aktuell die Wärmepumpen.

Letztendlich ist das eine hilfreiche Arbeitsteilung. Gerade wegen der sehr preiswerten Produktion der Asiaten wird eine gute Grundlage geschaffen, dass auch hier in Deutschland die fälligen Disruptionen geschehen können. Denen gebührt unser Dank.
Würde sich die PV-Technik genau so preiswert wie heute durchsetzen, wenn die dafür nötigen Solarzellen mit deutscher Technik mit deutschen Löhnen ohne chinesische Konkurrenz produziert würden? Ich glaube, nein!
(Allenfalls durch Verbot und Zerstörung von Konkurrenztechnologie hätte eine Disruption erzwungen werden können.)


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Das ist ein klassisches Schein‑Dilemma.
Klimapolitik besteht aus:
- Erwärmung begrenzen
- Schäden begrenzen
Das ist nicht nur Schein.
  • Erwärmung begrenzen
    Jeder Euro, der in irgendwelche Maßnahmen gesteckt wird, die CO²-Emissionen reduzieren, wirkt sich zu den von Dir genannten 2% auf Deutschland aus. Denn mehr CO² emittiert Deutschland nicht.

  • Schäden begrenzen
    Jeder Euro, der an der norddeutschen Küste in einen höheren Damm fließt, wirkt sich hundertprozentig in Norddeutschland aus.
    Jeder Euro, der in Debschwitz-Ost in den Hochwasserschutz investiert wird, wirkt sich hundertprozentig auf Debschwitz-Ost aus.
Nun entscheide mal, welche Investitionen dem deutschen Volke mehr Nutzen bringen. Und entscheide mal, welche Parteien eher Ziele verfolgen, die uns eher nützen!


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Nur auf Anpassung zu setzen bedeutet: Kosten explodieren. (Beispiel Küstenschutz.)
Das wird sich sehr moderat auswirken. Denn ein Anstieg von einem Meter wird nicht über Nacht kommen, sondern im Laufe eines Jahrhunderts. Und die von Panikmachern prognostizierte Erhöhung um 60-70 Metern werden wir ohnehin nicht erleben.

Die Kosten für überzogenes Tempo bei der Energiewende sind allerdings sofort zu tragen. Und sie wirken doppelt.
- Direkte Kosten
- Indirekte Kosten infolge des Wegfalls von Steuerzahlern (abgewanderte Industrie)



Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du schreibst „Vier bis fünf Grad obendrauf? Dafür gibt es auf der Erde nicht genügend Öl und Gas!“
Das ist ein häufiger Denkfehler.
Die Klimawissenschaft rechnet nicht mit „Öl und Gas“, sondern mit CO₂‑Budgeten.
Und das wiederum halte ich für einen Denkfehler.
Solange die Senken kontinuierlich CO² aufnehmen, kann man nicht von einem festen Budget ausgehen, wie es die Senkenleugner tun. Denn die Natur ermöglicht es der Menschheit, jedes Jahr 20 Milliarden Tonnen CO² zu emittieren, ohne dass das irgendeinen negativen Einfluss aufs Klima hätte. Jedes Jahr weitere 20 Milliarden Tonnen!!!


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Für +4–5 °C braucht man nicht alle fossilen Reserven.
Es reicht, wenn ein Teil der leicht zugänglichen Reserven verbrannt wird.
Die größten Emissionen kommen aus Kohle, nicht Öl oder Gas.
Und Kohle gibt es mehr als genug, um 5 °C zu erreichen.
Ja, auch das ist richtig, allerdings nicht vollständig.
Auch Du hast ja schon betont, dass Erneuerbare immer billiger werden. Diese Kostenreduzierung ist bei Kohle nicht zu beobachten, sondern eher das Gegenteil. Aus diesem ökonomischen Grund ist überhaupt nicht damit zu rechnen, dass diese viele Kohle, die in der Tat vorhanden wäre, auch verbrannt würde.


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Dein immer wieder gebrachtes Senkenargument „dass die Ozean- und Landsenke die Hälfte des von Menschen emittierte CO² verschlingen“ ist immer noch nicht richtig.
Senken sättigen sich.
In welchem Zeitraum sättigen sie sich?

Stell Dir mal eine Flasche vom SodaStream Wassersprudler vor! Erhöhe ich den (Partial-)Druck vom CO² über dem Wasser auf das Doppelte, so wird sich der Partialdruck im Wasser auch verdoppeln. Das Wasser wird doppelt so viel CO² enthalten. Dann ist das Wasser gesättigt und nimmt kein CO² mehr auf. Es herrscht ein Gleichgewicht. Das ist unbestrittene Physik.

Ich kann keine eigenen Messungen vornehmen, deshalb muss ich mich auf die Zahlen des IPCC-Berichtes verlassen. Schau Dir mal bitte die schöne bunte Abbildung auf Seite 700 an!
  • Bevor die Menschheit Industrie aufgebaut hat, waren 37100 Petagramm Kohlenstoff im Ozean gelöst. (Das entspräche 136033 Petagramm CO²)
  • Die Menschheit emittiert jährlich 15 Petagramm Kohlenstoff, das entspricht etwa 40 Gigatonnen CO²,
  • In vorindustrieller Zeit betrug die CO²-Konzentration 280ppm. Heute nähern wir uns den 430ppm an. Die Konzentration hat sich noch nicht ganz verdoppelt.
  • Du kannst selbst mal einen Taschenrechner nehmen und nachrechnen, wann sich die 37100 Petagramm Kohlenstoff im Ozean fast verdoppelt haben, wenn der Ozean, pessimistisch gerechnet, sogar die komplette Menge CO², die die Menschen emittieren, aufnehmen würde. Nämlich jährlich 15 Petagramm.
  • Erst, wenn Ozean und Atmosphäre wieder im Gleichgewicht sind, hört der Ozean auf, als Senke zu wirken. Bis zu dem Jahr, das Dein Taschenrechner ausrechnet, wird uns die Ozeansenke helfen.


Je wärmer es wird, desto weniger effizient werden sie.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Der Ozean nimmt CO₂ nur langsam auf (Jahrhunderte).
Ja, er nimmt nur die Hälfte auf. Das habe ich hier vorgerechnet.
Die andere Hälfte muss reduziert werden. Das wurde konsequenterweise in Paris vereinbart.



Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Das IPCC hat das alles durchgerechnet.
Die Aussage „4–5 °C sind unmöglich“ ist also fachlich falsch.
Das Dokument habe ich mir schon heruntergeladen und habe es auf meiner Festplatte.
Bitte gib mir mal die Seitenzahl an, auf der ich das nachlesen und nachvollziehen kann.


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
60–70 m Meeresspiegelanstieg ist das Endergebnis, wenn alles Eis schmilzt – das dauert Jahrhunderte bis Jahrtausende.
Na gut.
Ehrlicherweise sollten dann auch die größten Pessimisten anerkennen, dass die Menschheit in diesem Zeitraum die Kernfusion sicher im Griff haben wird, um überhaupt kein CO² mehr ausstoßen zu müssen.


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Du schreibst „Energiewende ja, aber nur so schnell wie die Infrastruktur es verkraftet“
Das ist ein vernünftiger Punkt, aber unvollständig.
Richtig ist:
- Netze und Speicher hinken hinterher.
- Der Ausbau muss synchronisiert werden.
- Profiteure sollten sich an Netzkosten beteiligen.
In diesen Punkten sind wir uns hundertprozentig einig.


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Aber die größten Verzögerungen entstehen nicht durch den PV‑ und Windzubau, sondern durch:
- schleppende Genehmigungen
Jo mei! Stell Dir doch mal vor, noch mehr Windräder und PV-Parks wären noch schneller genehmigt worden? Dann müssten wir gerade heute, am Ostersonntag, noch viel mehr Abfall-Energie irgendwie entsorgen.


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
- politische Blockaden und Fehler (Altmaier, Reiche)
Das ist nur ein Kampf, eine Umverteilung zwischen verschiedenen Oligarchengruppen. Das sollten wir nicht überbewerten.


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Wenn man den Ausbau „nur so schnell wie die Infrastruktur es verkraftet“ macht, dann wird die Infrastruktur nie ausgebaut.
Das ist ein klassisches Henne‑Ei‑Problem.
Nö.
Wenn die Erzeuger von Elektroenergie endlich, so wie es jetzt geschieht, dazu gezwungen werden, sich selber die erforderliche Menge Batterien auf eigene Kosten zu installieren, ist das Henne-Ei-Problem gelöst.


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Was bleibt nach nüchterner Analyse übrig?
...
„Deutschland hat nur wenig Einfluss“ ist politisch falsch
Politisch, je nach hoch gehaltenem Plakat, kann es ja falsch sein.
Technisch/physikalisch gelten die oben genannten Zahlen.


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
„Senken gleichen alles aus“ ist wieder wissenschaftlich falsch
... wobei Du den wissenschaftlichen Beweis schuldig geblieben bist und mir auch keine Stelle genannt hast, an denen ich falsch gerechnet habe. Willst Du etwa die Zahlen anzweifeln, die der IPCC publiziert?


Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
„Energiewende nur so schnell ausbauen wie Infrastruktur“ richtig, aber unvollständig.
Stimmt! Ich vervollständige mal:
Die in verkraftbarem Tempo durchgeführte Energiewende ist wichtig, um uns so weit wie möglich von ausländischen Lieferanten und inländischen Konzernen unabhängig zu machen. Sie kann uns dazu dienen, einen großen Teil der Wertschöpfung hier in unserem Lande zu halten. Genau darum muss es gehen!
Und wenn dabei noch ein Nutzen fürs Klima herausspringt, ist das ein angenehmer Nebeneffekt, den wir gerne mitnehmen können.



Pfiffikus,
der die Prioritäten lieber in dieser Reihenfolge setzen würde
daggi007
Zitat:
Pfiffikus hat am 05. April 2026 um 16:32 Uhr folgendes geschrieben:
Je wärmer es wird, desto weniger effizient werden sie.
Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Der Ozean nimmt CO₂ nur langsam auf (Jahrhunderte).
Ja, er nimmt nur die Hälfte auf. Das habe ich hier vorgerechnet.
Die andere Hälfte muss reduziert werden. Das wurde konsequenterweise in Paris vereinbart.


Schon wieder machst du den gleichen Fehler.

Was wurde tatsächlich in Paris beschlossen?
Paris verlangt Netto‑Null
Pfiffikus
Zitat:
daggi007 hat am 05. April 2026 um 17:05 Uhr folgendes geschrieben:
Was wurde tatsächlich in Paris beschlossen?
Paris verlangt Netto‑Null
Richtig! Netto‑Null. Du hast es wenigstens korrekt formuliert.

Der Originaltext:
Zitat:
Im Pariser Klimaabkommen steht folgendes geschrieben:
ein Gleichgewicht zwischen den anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen aus Quellen und dem Abbau solcher Gase durch Senken


Die Senken nehmen knapp die Hälfte der Emissionen auf. Also muss die Menschheit die andere Hälfte der Emissionen einsparen. Nach den Zahlen der Tagesschau wären 53% einzusparen.


Quelle: Tagesschau vom 15.10.2025 bei 13:40



Pfiffikus,
der bedauert, dass immer noch zu viele Senkenleugner in den Medien unwidersprochen Brutto-Null fordern dürfen
Pfiffikus
Es gibt wieder ein Video mit Prof. Quaschning. Diesmal habe ich keine Kritik.




In der Tat würde ich es auch gerne sehen, wenn die Bahn nicht so kaputt gespart worden wäre.


Pfiffikus,
der die einzelnen Verkehrsträger nicht gegeneinander ausspielen würde, wie es der Professor am Anfang und am Ende des Clips macht
daggi007
Im Klimaabkommen von Paris bedeutet „senken“ ein globales, gemeinsames Handeln zur schnellen Dekarbonisierung, um den Netto-Ausstoß von Treibhausgasen auf null zu reduzieren. 
Pfiffikus
Hallo Daggi,

Zitat:
daggi007 hat am 05. April 2026 um 21:55 Uhr folgendes geschrieben:
Im Klimaabkommen von Paris bedeutet "senken" ...
Schau bitte noch einmal in die Übersetzung, die uns das Bundesumweltministerium zur Verfügung stellt. Dort ist dieses Wort mitten im Satz groß geschrieben. Das ist für mich ein deutliches Zeichen, dass es sich um ein Substantiv handeln muss. So wie Du es klein geschrieben falsch zitiert hast, wäre es ein Verb, es hätte klein geschrieben werden müssen.

Diese deutsche Übersetzung ist aber nur inoffiziell. Verbindlich ist die Version in englischer Sprache.
Zitat:
so as to achieve a balance between anthropogenic emissions by sources and removals by sinks of greenhouse gases


Nun halten sich meine Englischkenntnisse sehr in Grenzen. Aus diesem Grunde habe ich mal einen Übersetzer bemüht. Hier sind meine Ergebnisse:





Der Übersetzer hat das Wort auch groß geschrieben.



Ja ich weiß, solche Übersetzer sind nicht immer zuverlässig. Deshalb habe ich mal die Gegenprobe in der anderen Richtung mit dem Verb "senken" gemacht.







Eben weil im verbindlichen englischen Text das Wort "sinks" vorkommt, sehe ich keinen Interpretationsspielraum dafür, das deutsche Verb "senken" in diese Vokabel hinein zu interpretieren. Meine Recherche mit dem Übersetzer gab mir in keiner der beiden Richtungen einen Anlass dafür. Hätten die Vertragsparteien in Paris das Verb gemeint, dann hätten sie "reduce" oder "lower" ins Abkommen geschrieben. Das Bundesumweltministerium hat demnach zutreffend übersetzt und das fragliche Wort groß geschrieben, da es sich um ein Substantiv "die Senke" handelt.

Bitte versuche nicht weiter, den Geist dieses Abkommens durch eine falsche Übersetzung zu verfälschen!


Zitat:
daggi007 hat am 05. April 2026 um 21:55 Uhr folgendes geschrieben:
den Netto-Ausstoß von Treibhausgasen auf null zu reduzieren.
Das hast Du richtig interpretiert.
Denn die Senkenleugner meinen an dieser Stelle, die Emissionen müssten auf Brutto-Null gesenkt werden. Das dürfen sie zwar gerne wünschen, aber mit dem Geist des Pariser Abkommens hat dieser Wunsch nichts zu tun.




Pfiffikus,
der immer noch wartet, ob Du noch die erfragte Seitenzahl für die Berechnung aus dem IPCC-Bericht liefern kannst
daggi007
Wenn das IPCC Daten veröffentlicht, müssen diese nicht zwingend im hier genannten Bericht veröffntlicht sein. Das IPCC hat verschiedene Zukunftsszenarien (SSP - Shared Socioeconomic Pathways) durchgerechnet. Das Szenario SSP5-8.5, welches von hohen Emissionen ausgeht, projiziert einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um rund 4,4 °C bis zum Jahr 2100. Obwohl globale Anstrengungen darauf abzielen, die Erwärmung weit unter zu halten, sind Szenarien, die zu Erwärmung Risiko von 4–5 °C führen, in Modellen enthalten und bei unzureichendem Klimaschutz möglich.



Der Pariser Satz setzt einen anderen Rahmen:
- Klimaneutralität ist ein globales Bilanzziel, kein nationales Programm
- Es geht um alle Sektoren
- Es geht um senken, nicht nur um Vermeidung
- Es geht um 2050, nicht um sofortige Perfektion
Pfiffikus
Zitat:
daggi007 hat am 06. April 2026 um 08:22 Uhr folgendes geschrieben:
Das Szenario SSP5-8.5, welches von hohen Emissionen ausgeht, projiziert einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um rund 4,4 °C bis zum Jahr 2100.
Oh-je, Szenario SSP5-8.5!

Dieses Szenario erschien schon zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung als sehr unwahrscheinlich. Denn es setzt eine noch verstärktere Kohlenutzung voraus, als sie damals gebräuchlich war.
Denn es setzt voraus, dass kaum Klimaschutz betrieben wird.
Und es setzt voraus, dass die fossilen Energieträger noch weiter verstärkt genutzt werden.


Nun leben wir im Jahr 2026 und haben die Möglichkeit einer Rückschau. Inzwischen sehen wor, dass dieses extreme Szenario, das damals noch mit aufgenommen worden ist, nicht eintreten wird. Denn die Erneuerbaren werden immer billiger, wachsen rasant und setzen sich durch, wenn auch langamer, als es sich so mancher Extremist wünschen würde. Nirgends am Horizont ist irgendein Anzeichen zu sehen, dass die Erneuerbaren wieder teuer werden. Diese Disruption ist nicht mehr aufzuhalten.


Die aktuellen Messungen zeigen, dass wir so etwa den Pfad SSP2-4.5 beschreiten. Das extremszenario SSP5-8.5 wird heute nur noch von Populisten benutzt, die den Leuten Angst vor der Zukunft machen wollen. Aber Du willst Dich doch hoffentlich zu diesen Leuten zählen, oder?



Zitat:
daggi007 hat am 02. April 2026 um 09:54 Uhr folgendes geschrieben:
Das IPCC hat das alles durchgerechnet.
Die Aussage „4–5 °C sind unmöglich“ ist also fachlich falsch.
So falsch war es dann doch nicht.



Zitat:
daggi007 hat am 06. April 2026 um 08:22 Uhr folgendes geschrieben:
Der Pariser Satz setzt einen anderen Rahmen:
- Klimaneutralität ist ein globales Bilanzziel, kein nationales Programm
Genau das schreibe ich ja auch, Du erinnerst Dich.
Eine Nation, gerade wir mit unseren 1% Weltbevölkerung und 2% Emissionen können da garnix machen, wenn die Chinesen, Inder und Amerikaner nicht wollen.


Zitat:
daggi007 hat am 06. April 2026 um 08:22 Uhr folgendes geschrieben:
- Es geht um alle Sektoren
Stimmt. Ich habe nie etwas Anderes gesagt.
Doch da viele Prozesse mit Hilfe von Elektrifizierung dekarbonisiert werden sollen, muss eine bezahlbare Stromversorgung (nicht Stromerzeugung!) eine zentrale Rolle in der Energiewende spielen.


Zitat:
daggi007 hat am 06. April 2026 um 08:22 Uhr folgendes geschrieben:
- Es geht um senken, nicht nur um Vermeidung
Ich hab Dir doch schon erläutert, dass dieses Wort groß zu schreiben ist. Dann stimmt es.
Es geht um die Senken (groß), die uns helfen, klimaneutral zu werden. Und es geht darum, Emissionen zu senken (klein), um höheren CO²-Ausstoß zu vermeiden.


Zitat:
daggi007 hat am 06. April 2026 um 08:22 Uhr folgendes geschrieben:
- Es geht um 2050, nicht um sofortige Perfektion
Selbstverständlich. In dieser Beziehung sind wir uns absolut einig, auch wenn es einzelnen Panikmachern zu langsam geht und nicht teuer genug werden kann.



Pfiffikus,
der erleichtert ist, dass dieser Punkt nun abgeklärt ist
Pfiffikus
Noch zum extremen Szenario SSP5-8.5: Ich vergaß gestern zu erwähnen, dass die aktuellen Ereignisse am Persischen Golf massiv dazu führen und führen werden, die Energiewende weltweit zu beschleunigen. Und auch aus diesem Grunde ist es nahezu sicher, dass dieses Panik-Szenario nicht eintreten wird.




Es gibt wieder ein Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich eine fachliche Kritik.


  • 0:10 Es wird von den Kritikern der Energiekrise nicht darauf verwiesen, dass wir zu viel Atomstrom importieren. Vielmehr sind wir zum großen Maße auf die Flexibilität dieser Atomkraftwerke angewiesen. Die können nämlich mittags ihre Leistung runter fahren, um uns den Export von unserem Strom nach Frankreich zu ermöglichen. Nachts fahren sie ihre Leistung wieder hoch und verkaufen uns Strom, der uns fehlt.

  • 0:15 Richtig. Auch die Unionsparteien haben damals den Ausstieg beschlossen. (Wahlkampfgeschenk an die CDU in BW.)

  • 0:30 Die Importe hatten nur einen Anteil von 2% an der Stromversorgung. Die Zahl mag richtig sein. Für die Bürger, vor allem die, die nicht imstande sind, ihre Energieversorgung hochgradig autark zu gestalten (zum Beispiel in Debschwitz-Ost), ist wesentlich wichtiger, welche Unkosten für diese 2% des Stromes importiert werden konnten. Die Importe erfolgen immer dann, wenn hier in Deutschland Strom knapp und teuer ist. Und im Gegensatz zu Sonne und Wind schicken die Franzosen garantiert eine Rechnung für den gelieferten Strom. Diese wichtige Zusatzinformation passt aber nicht in Quaschnings Video.

  • 0:40 Ja, Export- und Importmengen sind ungefähr identisch. Stimmt zwar, ist aber kaum relevant. Auch hier sei wieder darauf verwiesen, dass Export und Import zu verschiedenen Preisen erfolgen. Insbesondere erfolgen viele Exporte nach Frankreich mit negativen Preisen, weil unsere Netzbetreiber viel solchen Abfall entsorgen müssen. Diese wichtige Zusatzinformation passt aber nicht in Quaschnings Video.

  • 0:45 Absoluter Fake!
    Der Austausch mit Frankreich sei billiger? Wenn Strom zu niedrigen Preisen exportiert und bei hohen Preisen importiert werden muss?
    Noch viel billiger wäre es gewesen, die Erneuerbaren nur in dem Maße auszubauen, wie man speichern kann und wie es die Netze verkraften. Dabei hätten die Profiteure der Energiewende schon in den vergangenen Jahrzehnten dazu gezwungen werden müssen, die dafür nötigen Speicher selbst zu bauen und zu bezahlen, damit sie nicht nur Strom liefern können, sondern sogar Versorgungsleistungen erbringen könnten. Dann könnten die Ösis und die Schweizer nicht an unserem Strom verdienen.

  • 0:57 Öl und Gas werden zu 100% importiert, das ist richtig. Aus diesem Grunde finde ich ja auch, dass die Erneuerbaren kontinuierlich ausgebaut werden - in der Geschwindigkeit, wie es die Netze erschwinglich verkraften!

  • 1:10 Was würde ohne den Import von Atomstrom passieren?
    Angeblich "Nix"?
    Woher soll denn dann der Strom kommen, wenn wir Dunkelflaute haben? Ja, es sind noch genügend Kohlekraftwerke am Netz. Doch wenn die einmal angeworfen werden, müssen sie lange laufen. Die können der Last nicht gut folgen und reagieren nur träge.
    Beisspiel: Am 14.3. und 15.3. hatten wir eine Dunkelflaute. Sonne und Wind lieferten zusammen nur ca. 20GW mittags!!! Das Land brauchte aber (dank Wochenende) 50GW Strom. Wäre diese Lücke mittels Kohlekraftwerken geschlossen worden, dann hätten diese Kraftwerke die Hellbrisen am 13.3. und am 16.3. noch weiter verstärkt, die Abfallentsorgungspreise wären noch weiter ins Minus gesunken.
    Für Quaschning ist das "Nix".

  • 1:23 Natürlich legt er sich noch einmal für seine Lieblings-Oligarchen ins Zeug. Er freut sich über den Ausbau der Erneuerbaren. Der begleitende Ausbau der Infrastruktur, der dazu erforderlich ist, interessiert ihn natürlich ebenso wenig wie diese Oligarchen. Denn diese Lasten werden auf einen anderen Bevölkerungsteil abgewälzt. Ihr wisst schon, aus welchem Wohngebiet.




Pfiffikus,
der nicht ausschließt, dass dieser Clip schon etwas älter ist