Propagandageflunker von Prof. Quaschning

Pfiffikus
Der Algorithmus hat mir heute wieder einen Clip angespült.



Einer geht noch...
Er hat wieder einmal einen rausgelassen...





Im ersten Teil spricht mir der Professor aus der Seele. Auch ich bin kein Freund von Fracking-Gas. Insbesondere, wenn wir damit auf eine zoll- und sanktionsfreudigen Lieferanten angewiesen sind.

  • 0:09 "Alternativen zum Erdgas" - die hätten wir eigentlich heute schon!
    Biogas wurde bisher sogar in den Hellbrisen mit konstanter Einspeisung verfeuert. Vielmehr wäre im Sommer eine Aufbereitung dieses Gases zu Biomethan und dessen Einlagerung in den üblichen Gasspeichern gewesen. Warum erwähnt der Professor diese Alternative mit keiner einzigen Silbe?

    Mir fällt jetzt auch keiner seiner Beiträge ein, in dem er sich für Biogas stark macht. Er scheint in dieser Branche keine Freunde zu haben?

  • 0:25 Grundwasser verseucht, Erdbeben ausgelöst?
    Irgendwie kennen wir die Amerikaner als Leute, die auf jede kleine Gelegenheit warten, damit sie irgendeinen Konzern auf Millionenzahlungen verklagen zu können.
    (Gastli hat uns schon Beispiele in Sachen Glyphosat geliefert.)
    Sind die Sachen an mir vorbei gegangen? Hat irgendwo in Amerika schon mal jemand eine Gaskonzern verklagt, weil ein Erdbeben ausgelöst oder Wasser vergiftet wurde? Oder ist das nur eine Legende?

  • 0:30 Gaslecks waren in den Neunzigern ein Thema. Inzwischen lassen sich Lecks aus dem Weltraum identifizieren. Und die Konzerne vermeiden diese Lecks schon aus Eigeninteresse so weit sie es können - Explosionsgefahr!!!

  • 0:55 Jetzt kommt der größte Witz!
    "Wir können doch unsere Energieversorgung problemlos und klimaneutral mit erneuerbaren Energien sicherstellen."
    Wie der Zufall es so will, ich erlebe diesen Clip gerade heute, im Zuge einer Dunkelflaute. Der Strompreis ging bis auf 24 Cent/kWh hoch, nicht unter 12 Cent!
    Saisonbedingt hatten wir nur wenig Solarstrom, für einen kurzen Moment mal bis zu 13 GW. Wind on- und offshore pausierten heute und lieferten weniger als 10GW. Interessant ist, dass auch heute wieder massenweise Gas verstromt worden ist.

    Unter "problemlos" verstehe ich etwas anderes.




Pfiffikus,
der inzwischen darauf wartet, dass auch er zeitnah ein Video posten wird, aus dem wir erfahren, wie großzügig ausreichend unsere Gasreserven in den Speichern heuer noch sind
daggi007
In den USA läuft derzeit eine Reihe von großen Klagen gegen führende Öl- und Gaskonzerne (oft als "Big Oil" bezeichnet), in denen diese für klimawandelbedingte Schäden, Irreführung der Öffentlichkeit und Umweltschäden haftbar gemacht werden sollen.
daggi007
Zitat:
Pfiffikus hat am 09. Februar 2026 um 22:25 Uhr folgendes geschrieben:
Warum erwähnt der Professor diese Alternative mit keiner einzigen Silbe?

Mir fällt jetzt auch keiner seiner Beiträge ein, in dem er sich für Biogas stark macht. Er scheint in dieser Branche keine Freunde zu haben?


Was soll denn schon wieder diese "Propagandageflunker von Prof. Quaschning" Verschwörungstheorie?

Biogas ist mengenmäßig begrenzt. Deutschland erzeugt heute rund 95–100 TWh Biogas pro Jahr, davon etwa 35–40 TWh als Biomethan.
Der Gasverbrauch lag früher bei 900 TWh, heute immer noch bei 600–700 TWh. Selbst wenn man alles optimiert, kommt man vielleicht auf 150 TWh Biomethan.

Das heißt:
Biogas kann fossiles Erdgas ergänzen, aber nicht ersetzen.

Für Quaschning, der gerne in „100 % Erneuerbare“-Systemen denkt, ist das zu wenig, um die große Erzählung zu tragen.
James T. Kirk
Zitat:
daggi007 hat am 10. Februar 2026 um 12:12 Uhr folgendes geschrieben:
In den USA läuft derzeit eine Reihe von großen Klagen gegen führende Öl- und Gaskonzerne (oft als "Big Oil" bezeichnet), in denen diese für klimawandelbedingte Schäden, Irreführung der Öffentlichkeit und Umweltschäden haftbar gemacht werden sollen.


Wie konnte die Menschheit nur so alt werden? In jeder Entwicklung gibt es Abschnitte / Stadien, die "suboptimal" verlaufen. Was wäre, wenn das Erdöl nicht entdeckt worden wäre? Sind im Neunzehnten Jahrhundert schon Menschen an Lungenkrebs erkrankt und haben die Hersteller von Zigaretten und Zigarren verklagt? Hat es in den mittleren Jahrzehnten des letzten Jh. keinen Feinstaub gegeben? Wie lange hätten die Holzvorräte des Planeten gehalten, wenn wir nicht mit Gas geheizt hätten?

Fragen über Fragen, die die Antragsteller solcher Klagen sehr gern vernachlässigen?
Pfiffikus
Zitat:
daggi007 hat am 10. Februar 2026 um 13:16 Uhr folgendes geschrieben:
Biogas ist mengenmäßig begrenzt. Deutschland erzeugt heute rund 95–100 TWh Biogas pro Jahr, davon etwa 35–40 TWh als Biomethan.
Es wäre ja auch nicht sinnvoll, den kompletten Bedarf, der heute mit Erdgas gedeckt wird, durch Biogas zu substituieren.

Trotzdem sollte ganzjährig eine Aufbereitung erfolgen, um das Bio-Methan zu gewinnen, ins Gasnetz einzuspeisen und dort für den Winter zu speichern. Mir wäre das lieber, als dafür LNG zu nutzen. Der verbleibende Teil des Gases könnte auch im Sommer verstromt werden, aber bitte nur in den Stunden, in denen die Sonne zu wenig Strom liefert und in denen der Strom am teuersten ist.


Zitat:
daggi007 hat am 10. Februar 2026 um 13:16 Uhr folgendes geschrieben:
Der Gasverbrauch lag früher bei 900 TWh, heute immer noch bei 600–700 TWh. Selbst wenn man alles optimiert, kommt man vielleicht auf 150 TWh Biomethan.
Nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten beurteilt müssen wir künftig garantiert nicht so viel Gas verbrennen, wie heute. Wegen der inzwischen billigen Akkus aus China wäre es im Sommer noch weniger nötig, Gaskraftwerke zu nutzen. Und infolge der Disruption im Gebäudesektor wird der Gasbedarf auch dort zurück gehen.


Pfiffikus,
der weiß, dass auch künftig noch Energieträger, zum Beispiel Methan, importiert werden müssen
Pfiffikus
Youtube merkt, dass ich micht für die Werke deses Professors interessiere. Es hat mir wieder einen Clip angezeigt.



Einer geht noch...
Er hat wieder einmal einen rausgelassen...




Da werden uns Zahlen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe präsentiert. Link nicht ausgeschrieben - hier ergänzt.

Die Publikation unterscheidet nicht im Geringsten zwischen den zwei wichtigen Uran-Isotopen. Wenn man nur das heute meist genutzte 235-er Uran verwenden will, so erscheint die vom Professor genannte Zahl recht plausibel, in der Tat. Aber wer schaut denn so rückwärtsgewandt wie der Professor Quaschning?


Doch die Welt hat sich weiter gedreht. Und der Herr Professor hätte auch mal auf Seite 50 dieser Publikation nachlesen können. Dort werden links unten zahlreiche Neuentwicklungen verschiedener Reaktoren aufgezählt. Nicht alle diese Modelle verlassen sich auf das 235-er Uran. Bekanntlich befindet sich in den Castoren, die in der BRD derzeit zwischengelagert werden, große Mengen des 238-er Urans. Dieser Atom"müll" kann in den neuen Reaktoren noch Jahrhunderte lang Energie liefern. (Bei den Unternehmen, die da am Werk sind, handelt es sich ganz sicher nicht um irgendwelche Deppen, denen die Zahlen, die Quaschning nennt, verborgen geblieben sind. Und wir wissen, dass inzwischen Reaktortypen mit inhärenter Sicherheit in Entwicklung sind.)


Noch lehrreicher wird es für den Herrn Professor auf Seite 51:
Zitat:
Thorium
>> Thorium betriebener Versuchsreaktor in China erhält Betriebserlaubnis Thorium gilt aus wissenschaftlicher Sicht als mögliche Alternative zum Uran.

Derzeit wird Thorium aber weltweit nicht für die Energieerzeugung genutzt. Gegenwärtig sind keine mit Thorium gespeisten kommerziellen Reaktoren in Betrieb. Mittelfristig könnte sich dies aber ändern. Im Juni 2023 erhielt der chinesische Thorium-Versuchsreaktor TMSR-LF1 (thorium- based molten salt experimental reactor - liquid fuel) eine Betriebserlaubnis. Sollte sich der Versuchsreaktor (2 MW), in dem Thorium in Form geschmolzenen Salzes vorliegt, nach einer Probephase als erfolgreich erweisen, plant China bis 2030 den Bau eines Thorium-Flüssigsalzreaktors mit einer Leistung von 373 MW (WNN 2023).
Inzwischen hat sich der Probebetrieb als erfolgreich erwiesen.

Und seit vergangenem Jahr - hier im Forum haben wir davon gelesen - haben auch die Tests von Copenhagen Atomics mit ihrem Thorium-Reaktor begonnen. Wir wissen, dass diese Firma das ohne staatliche Subventionen stemmt!!!



Pfiffikus,
der selten einen Clip von Professor Quaschning sah, in dem er sich so dermaßen mit einem Kenntnisstand von gestern präsentiert
Pfiffikus
Einer geht noch...
Er hat wieder einmal einen rausgelassen...





Was er hier im Clip sagt und wünscht, kommt in der Gesamtbilanz hin. Da gebe ich ihm absolut Recht.


Trotz alledem möchte ich an dieser Stelle auf eine lokale Gefahr hinweisen. Schließlich werden nach und nach immer mehr Leute auf smarte Stromzähler umgestellt. Und die Leute mit hohem Strombedarf - Fahrer von E-Autos - werden besonders gern auf flexible Stromtarife zugreifen. Um von bidirektionalen Laden zu profitieren, ist es erst recht erforderlich, einen flexiblen Tarif mit dem Versorger abzuschließen.

Wie werden die Leute ihre smarte Wallbox programmieren? Natürlich werden alle ihr Auto genau in den Stunden laden, in denen der Strom am billigsten ist. Viele gleichzeitig! Und die Rückspeisung ins Netz wird genau dann erfolgen, wenn der Strom besonders teuer sind. Auch wieder viele gleichzeitig. Wer würde es anders handhaben?

Genau das wird zu einem Problem führen. Nicht im großen Hochspannungsnetz, sondern in den kleinen Verteilnetzen. Wenn alle E-Autos quasi gleichzeitig möglichst viel Strom saugen und möglichst gleichzeitig den Strom wieder ins Netz zurück speisen wollen, dann kommen die kleinen Umspannwerke, die einzelne Siedlungen wie Heinrichsgrün oder Untermhaus-West zu versorgen haben, an ihre Leistungsgrenze oder werden unter Umständen überlastet. Dort wohnen viele Leute mit E-Auto und eigener Wallbox. Und für so große Leistungen sind die Umspannwerke und Erdkabel einfach nicht gebaut worden.


Pfiffikus,
der hofft, dass die Kabel das noch sehr lange aushalten werden
Pfiffikus
Einer geht noch...
Er hat wieder einmal einen rausgelassen...





Auch in diesem Clip ist sein Optimismus berechtigt. Ja, was er hier sagt, gilt nicht nur in Europa, sondern sogar in China.

Nur ganz am Ende bei 1:13 nutzt er das Propaganda-Geflunker IV.
Natürlich kann die PV niemanden "versorgen". Sie kann allenfalls einen beachtlichen Beitrag zur Lieferung des Stromes leisten. Denn PV-Strom ist nur dann so billig, wenn er sofort und an Ort und Stelle genutzt werden kann. Der Professor unterschlägt, was zu einer echten Versorgung wirklich erforderlich ist.


Pfiffikus,
der Euch permanent daran erinnert, dass zum Zwecke einer "Versorgung" der dreifache Ausbau der Infrastruktur erforderlich ist
Pfiffikus
Einer geht noch...
Er hat wieder einmal einen rausgelassen...





Bei dem Clip, der mir heute präsentiert worden ist, kann ich dem Professor nur zustimmen. In diesem Clip fand ich keine Dinge, die ich fachlich kritisieren würde. Das will ich an dieser Stelle mal ganz deutlich herausstellen, denn niemand soll denken, ich hätte etwas persönlich gegen Professor Quaschning. Und wenn ich in diesem Thema deutlich auf Dinge hinweise, die ich fachlich nicht nachvollziehen kann, so gehört es sich natürlich, dass ich ebenso deutlich auf Dinge hinweise, in denen er Recht hat.



Pfiffikus,
der es schön fände, wenn sein letzter Satz im Clip nicht nur beim Thema Windkraft und Infraschall beachtet werden würde
daggi007
Aha, Du hast also nichts gegen Prof. Quaschning.
Nun, Deine Wortwahl suggeriert das Gegenteil:

"Einer geht noch...
Er hat wieder einmal einen rausgelassen..."

Scheibe doch lieber:

Es gibt ein neues Video von Prof. Quaschning. Da habe ich fachliche Kritik.
James T. Kirk
... es gibt hier weitaus andere Forenschreiber, denen Du eine gemäßigtere Wortwahl ans Herz legen solltest ...
Pfiffikus
Zitat:
daggi007 hat am 24. Februar 2026 um 09:17 Uhr folgendes geschrieben:
Scheibe doch lieber:

Es gibt ein neues Video von Prof. Quaschning. Da habe ich fachliche Kritik.
Nun, da gibt es für mich ein Problem. Bei diesen Kurzclips wird mir nicht angezeigt, wann sie erschienen sind und wie neu sie sind. Das Wort "neu" kann ich nicht verwenden.

Aber vom Prinzip her werde ich Deine konstruktive Kritik annehmen. Und an dieser Stelle habe ich das felsenfeste Vertrauen, dass Du mit analogen Anregungen an diejenigen Diskutanten hier im Forum herantreten wirst, die gerne mal Schimpfworte mit Argumenten verwechseln und aus diesem Grunde gerade mal eine Auszeit genommen haben. James hat ja einen ähnlichen Wunsch geäußert.
Ja, das wird dieses wunderschöne Forum noch lesenswerter machen.




Es gibt wieder ein Video von Prof. Quaschning. Da habe ich fachliche Kritik.




Im Prinzip hat er ja am Anfang Recht. Die CDU/CSU will, dass nichts mehr von Habecks Gesetz übrig bleibt. Aber wie er es unter die Leute bringt .... ein Alarmist eben.
  • 0:10 Gewiss geht Erdgas und Öl erst recht in Europa zur Neige. Doch noch nie war es angedacht, den Bedarf vorwiegend mit europäischen Quellen zu decken. Diesen Satz hätte er sich mangels Relevanz ruhig sparen können.

  • 0:14 Noch schlimmer alarmistisch ist das Bild einer brennenden Erde. Ohne Panikmache scheint er nicht auszukommen.

  • 0:25 Hier sehe ich die größte Demagogie!
    Wärmepumpen werden vor allem im Winter eingeschaltet. Sie fressen den allermeisten Strom, wenn es besonders kalt ist. Und an dieser Stelle ist seine Behauptung, 60% des Stromes würden "von klimafreundlichen Solar- und Windkraftanlagen" erzeugt, eine dreiste Lüge.
    Im Jahresverlauf mag diese Zahl korrekt sein. Aber das zählt hier nicht, er spricht ja ausdrücklich von Wärmepumpen.
    Es ist an dieser Stelle nicht im Geringsten relevant, dass im Sommer tatsächlich massenweise Solarstrom erzeugt wird, so dass er sogar zu Abfall wird. Doch der sommerliche Strom nützt uns im Winter gar nichts. Gestern und heute war es wieder warm. Aber wir können ja gerne mal auf die Stromproduktion vom letzten Dienstag blicken, als die Wärmepumpen noch richtig arbeiten mussten.
    Zur Erläuterung: Solar ist gelb, Wind ist dunkel- und hellgrün dargestellt. Strom aus Erdgas ist orange.
    Wer erkennt an solchen heiz-relevanten Tagen die 60%, die Professor Quaschning hier behauptet?




    Und wer sich diese Grafik in Ruhe ansieht, erkennt auch, warum der Einbau einer Wärmepumpe eine ebensolche Kostenfalle ist, wie der Einbau einer Gasheizung. Denn vor allem in den für Wärmepumpen relevanten Zeiten wird der Strompreis infolge Merit-Order durch den Gaspreis bestimmt. Deshalb kann eine Wärmepumpe nicht vor Kostensteigerungen am Gasmarkt schützen!

  • 0:30 Es wird über grünen Wasserstoff als Brennstoff spekuliert. Wie aber schon mehrfach geschrieben, kommt dieser als Brennstoff für Heizungen aus Kostengründen überhaupt nicht in Frage.
    Na klar, jeder Hauseigentümer dürfte es zwar, aber aus gutem Grunde gibt es Technologieoffenheit - ein Verbot wird nicht im Geringsten erforderlich sein. So viel Grips darf Herr Quaschning den Hauseigentümern schon zutrauen.

  • 0:55 Jetzt wird es scheinheilig. Hier werden die armen Mieter instrumentalisiert, die sich womöglich eine teure Heizung nicht mehr leisten können.
    Aber halt - das war doch bei Habeck's Gesetz auch schon so. Wenn ich Wohnungen energetisch saniere, was vor dem Einbau einer Wärmepumpe zwingend machen muss, dann lege ich die Kosten der energetischen Sanierung selbstverständlich auf die Kaltmiete um. Und der vorhin beschriebene Einfluss der Gaspreise auf den Strompreis trifft die Mieter auch schon nach dem alten Gesetz über den Umweg der Betriebskosten. Nein - das Habeck-Gesetz war keineswegs günstiger für die Mieter!

  • 1:14 Nein, nein und nochmals nein! Der Staat ist eben nicht dazu da, die Leute vor privaten Fehlentscheidungen zu bewahren.
    Sofern ich Lust verspüren würde, drei Hunderteuroscheine zu verbrennen, muss mir das jederzeit möglich sein - niemand hat mir das zu verbieten! Auch Professor Quaschning nicht. Der sollte sich lieber noch einmal Artikel 14(1) unseres Grundgesetzes durchlesen und gefälligst akzeptieren!


Langfristig ist dieses Gesetz aber keine gute Idee: Wenn es zu einem Ruin von Eigentümern oder Mietern kommt, dann nicht mehr wegen Habeck's, sondern wegen Merz und Reiches Gesetz.



Pfiffikus,
der nicht weiß, ob das die Wähler künftig honorieren werden
Pfiffikus
Es gibt wieder ein Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich fachliche Kritik.





  • 0:55 Der Gastgeber, Felix Goldbach gibt auch zum Besten, dass die Erneuerbaren im vergangenen Jahr mehr Strom geliefert haben, als Kohle. Als das der Professor Quaschning im letzten Video schon einmal brachte, hatte ich das schon als Demagogie bezeichnet.
    In dem Anteil der Erneuerbaren ist auch Abfall eingerechnet, der im Sommer ins Netz eingespeist und von niemandem gebraucht wird. Und das ist im Winter während der Dunkelflauten, in denen die Wärmepumpen gierig werden, völlig nutzlos und unzureichend. Fossile Energieträger werden vorwiegend dann verbrannt, wenn sie gebraucht werden.

    Chapeau! Hier wird er sogar von Quaschning eingebremst und auf die Sektorenkopplung hingewiesen.

  • 1:30 Quaschning wird mir immer sympatischer! Endlich erkennt er, dass die Unabhängigkeit von anderen Ländern die Hauptmotivation für die Energiewende ist. Kürzlich schrieb ich bereits, dass eine Einsparung von CO² ein hübscher Nebeneffekt ist, den wir gerne mitnehmen können. Endlich ist das auch bei ihm angekommen.

  • 4:05 Das Propagandageflunker II. über die Wirkungsgrade von Verbrennern und E-Autos wird wiederholt. Durch diesen Link ist dieser Propagandafake schnell abgehakt.

  • 5:00 Bravo! Beide geben hier ganz offen zu, dass den Amerikanern die Menschenrechte völlig schnuppe sind. Nur manche Völker haben eben das Pech, dass unter ihren Häusern riesige Ölreserven lagern. "Böse Diktatoren haben wir ja noch mehr auf der Welt."

  • 10:30 Ein weiterer neuer Gedanke ist bei Professor Quaschning zu erkennen. Er erkennt, dass Deutschland sich nicht komplett selbst versorgen muss, sondern auch weiterhin Energieimporte nötig sein werden.
    Über die Form von möglichen Importen müssen wir an anderer Stelle mal diskutieren.

  • 11:50 Vom Verbotsfetisch hat er sich noch nicht verabschiedet.
    "Jedes Benzin- und Dieselauto, das wir jetzt neu zulassen, verlängert ja die Abhängigkeit von Öl...". Na und? Er verschweigt, wessen Abhängigkeit sich verlängert. Natürlich nicht die Abhängigkeit der Volkswirtschaft, sondern nur die Abhängigkeit der Autofahrer, die sich jetzt oder künftig für den Kauf eines Verbrenners entscheiden.
    Eigentlich, normalerweise sollte das dem Quaschning doch völlig wurscht sein. Er fährt doch einen Tesla und wäre von dieser Abhängigkeit völlig unberührt. Mag jeder selbst über seine Motive spekulieren, weshalb er sich so vehement für dieses Verbot einsetzt. Pferdekutschen sind ja bis heute nicht verboten.

  • 12:50 "Die sagen jetzt schon, also wenn ihr noch unser Öl und Gas haben wollt, dann müsst ihr aber auch irgendwie europäische Gesetze so machen, dass dass die uns genehm sind!"
    Müssen wir uns jetzt erpressbar fühlen, nur weil Qatar uns kein Gas liefern kann, solange es dieses Lieferkettengesetz gibt?
    Umgekehrte Richtung - wir sollten uns zurück halten und keinem Land dieser Welt vorschreiben, wie sie ihre Gesetze und ihre Arbeitsverhältnisse gestalten. So viel Weitsicht hätte ich mir vom Professor gewünscht.

  • 13:00 Schon wieder bringt er die Norweger ins Spiel. Dabei hat er doch im letzten verlinkten Video selber zugegeben, dass Verbrenner dort nicht verboten sind - es kauft sie nur keiner. Weil in Norwegen die Rahmenbedingungen besser passen, als in Deutschland!!! Nicht der "Populismus" ist der Grund!

  • 16:40 Wenn weniger Geld für Importe ausgegeben werden muss, mehr Geld hier in Deutschland bleibt, ja das fände ich auch gut.

  • 17:55 Die deutsche Solarindustrie wäre zerschlagen worden? Oder konnten die Chinesen einfach billiger produzieren und gewaltigere Stückzahlen produzieren und nutzen?

  • 19:10 "Also, wenn ich jetzt ein E-Auto fahre, dann kaufe ich mir einmal eine Solaranlage. Also, ich habe es ja mal ausgerechnet. Das heißt, für ein E-Auto, das ich 20 Jahre lang fahren will, brauche ich fünf Solarmodule. Die die Anlage liefert dann rechnerisch pro Jahr genauso viel Strom, wie ich dann brauche ... Ein Autolleben lang, fünf Solarmodule" Und was noch?
    Gut, dass er betont, es reicht nur rechnerisch (nicht praktisch). Professor Quaschning arbeitet an einer Hochschule, in der wohl kaum Nachtschichten fällig sind. Wenn tagsüber die Sonne scheint, ist er auf Arbeit und kann sein Auto nicht mit seinen 5 Modulen laden.
    Ganz deutlich muss an dieser Stelle darauf verwiesen werden, dass die nötige Infrastruktur mehrfach da sein muss. Hier hat er den nötigen Speicher in seinem Keller vergessen.

  • 24:45 Quaschning träumt davon, dass die Preise für Treibstoffe immer weiter hoch gehen.
    Diesen Traum könnte ich wirklich nur dann beginnen zu träumen, wenn die Versprechen von preiswertem Strom aus erneuerbaren Quellen wahr geworden sind. Alles Andere ist Wahlkampf für die AfD.
    Doch das ist nicht in Sicht. Die Strompreise werden in den kommenden Jahren kaum sinken, weil der planlose Zubau von Wind- und Solarenergie, verbunden mit dem Abbau von Synchronmaschinen in Kohle- und Kernkraftwerken gewaltige Netzausbau- und Redispatchkosten verursachen. Diese Kosten wurden leider nicht von den Profiteuren getragen, sondern von den Stromkunden. Deshalb KANN der Strom künftig nicht signifikant billiger werden. Schlecht für die Verkehrswende!

  • 26:00 Felix Goldbach bestätigt meine Aussage: In China ist Strom für E-Autos unvergleichlich billig. Und genau das ist der Grund für deren große Akzeptanz in China. Ob die dort ein Verbrennerverbot haben/brauchen, weiß ich gar nicht.



Pfiffikus,
der froh ist, dass sich endlich die Erkenntnis durchsetzt, die Energieautarkie muss eine wesentlich heftigere Motivation für die Energiewende sein, als irgendwelche CO²-Einsparungen
Pfiffikus
Es gibt einen aktuellen Podcast von Prof. Quaschning. Da habe ich fachliche Kritik.





  • 2:20 500000 Euro in ein Auto stecken - die Zahl mag ja richtig sein. Doch der Großteil der Summe kann beim Verbrenner üblicherweise aus den laufenden Einnahmen bezahlt werden.
    Hier hat das E-Auto einen saftigen Minuspunkt. Selbst, wenn man im Laufe der Lebenszeit des Autos Energiekosten sparen kann, muss der Erwerber eines E-Autos erst einmal gewaltige Anschaffungskosten stemmen. Dazu muss er einen Finanzierer mit ins Boot holen, der erst mal einen Anschaffungskredit gewährt. Und der verdient natürlich auch mit.


  • 4:10 Jetzt werden noch externe Kosten zusammengetragen. Das kommentiere ich nicht im Einzelnen.
    (Mal könnte auch gemein sein und klar stellen, wie gefährlich die Solarenergie ist. Der Blackout in Spanien hat allein 11 Todesopfer gekostet. Also bitte nichts krampfhaft an den Haaren herbei ziehen!)


  • 14:19 Der Professor hat aber einen sehr engen Blick mit Scheuklappen. Nur ein Sektor würde die Ziele reißen - der Verkehrssektor. Aber wieso nur ein Sektor? Der 3-Liter-Panzer ist noch nicht einmal in der Entwicklung!


  • 16:40 Eine Diskussion über fossiles Treibstoffverbot wird auch überhaupt nicht nötig sein. Denn durch die CO²-Bepreisung werden diese Treibstoffe ohnehin immer teurer. Und die Ereignisse im Persischen Golf tun ihr Übriges.


  • 17:00 Die Herstellung von E-Fuels sei extrem teuer. Zwei wichtige Worte hat er hier weggelassen: "IN DEUTSCHLAND".
    In anderen Teilen der Erde kann man PV-Anlagen und Elektrolyseure sehr wohl effektiv betreiben. In der Wüste werden die PV-Anlagen ohnehin weit über 3000 Volllaststunden erreichen können. Und es gibt Gegenden, dort weht der Wind fast rund um die Uhr, da kämen Windräder und Elektrolyseure auf über 8000 Stunden.
    Ja und für den Transport und Vertrieb von Methanol kann man die bereits heute vorhandene Infrastruktur von Tankern, Pipelines und Tankstellen weiter nutzen. Wird das extrem teuer, wenn die chinesische Technik immer billiger sein wird?


  • 17:55 Hier wird wieder ein Verbrennerverbot gewünscht - sogar für heute. Doch ich meine, die Preisanreize beim Treibstoff werden ausreichen, die Pariser Klimaziele (Halbierung der Emissionen) locker zu schaffen, auch wenn noch einige Fahrzeuge bis 2050 unterwegs sein werden.


  • 18:20 Unpassender Vergleich mit Norwegen - dort passen die Rahmenbedingungen, insbesondere die Strompreise.
    Norwegen ist dünner besiedelt - die Meisten haben ihre eigene Wallbox am Häuschen. Die Norweger sind nicht auf gierige Betreiber von Ladesäulen angewiesen wie die deutsche Arbeiterklasse.


  • 19:47 Ja, sie waren ja selber in Norwegen und Frau Quaschning bestätigt: "Da steht auch nicht an jeder Ecke eine Ladesäule." Warum auch? Die Norweger laden preiswert zu Hause.


  • 20:00 Aus meiner Sicht eine völlig falsche Schlussfolgerung. Nein, es ist nicht der "unabdingbare Wille der Bevölkerung", der die Disruption in Norwegen ermöglicht. Aus meiner Sicht sind es die dort vorhandenen Rahmenbedingungen, die wir hier zum großen Teil noch nicht haben.


  • 22:15 Professor Quaschning sagt eine Satz, der geht mir runter wie Öl: "Verbrennerautos sind in Norwegen nicht verboten, nur sie kauft eben keiner mehr." Das ist doch meine Rede! Genau so muss eine Disruption geschehen. Dampfloks hat auch keiner verboten.


  • 23:50 Der Ansatz, über mehr ÖPNV nachzudenken, den finde ich persönlich absolut richtig. Nur befürchte ich, dass die Beiden, von denen ich bereits zahlreichen Podcasts gehört habe, das auch sehr gerne mit Zwang und Verboten durchsetzen würden.


  • 24:00 Die Begeisterung fürs Radfahren teile ich. Doch ich stelle ganz deutlich fest, dass im breiten Querschnitt der Bevölkerung eine sehr große Schwankung in der Akzeptanz des Fahrrades herrscht - bei schönen und bei schlechtem Wetter.


  • 27:00 Das ist bei uns kein aktuelles Problem. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es für mein Fahrrad noch nie ein Problem war, es zu parken. Da ist das Parken mit dem Auto schon viiiiel schwerer. Fahrradparkhäuser - bei uns wären die rausgeschmissenes Geld.
    Mehr Radwege - ja die könnten bei schönem Wetter schon etliche PKW-Kilometer einsparen.


  • 32:00 Da hat der Professor ja ein Luxus-Dorf erwischt. Der Bus fährt sogar einmal pro Stunde.
    Hallo- Herr Professor! Was ist, wenn der Bus nur ein- oder zweimal am Tag fährt? Womöglich auch nur, wenn nicht gerade Schulferien sind? Und mit welchem Stundensatz rechnet er seine Arbeit eigentlich ab? Er kann sich jedenfalls Wartezeiten an den Haltestellen leisten. Hat er sonst nix zu tun?


  • 32:15 Ja, die nächste Disruption sieht Frau Quaschning voraus. Wenn selbstfahrende Fahrzeuge serienreif unterwegs sind, dann werden die den privaten PKW ersetzen können. Hoffentlich völlig freiwillig ohne Verbote! Und das wird völlig unabhängig von der Antriebsart passieren.


  • 34:00 Da schlägt ihnen das Verbotsherz höher!


  • 35:20 "Und dazu müssen sich die politisch Verantwortlichen einfach mal etwas trauen. Einfach zeigen, dass es geht. Die Menschen mit einer neuen Welt einfach mal konfrontieren." Ja, ein Diktator könnte sich das trauen. Aber wenn orgendwelche Politiker die Menschen aus Lusan oder Debschwitz-Ost "einfach mal mit einer solchen Verkehrswende konfrontiert", das würde dieses Wahlvolk ganz sicher bis zur nächsten Wahl nicht vergessen.


  • 36:15 Wenn man Politiker mit positiven Beispielen aus anderen Ländern konfrontieren soll, dann würde ich zuerst mit einer zuverlässigen, bezahlbaren Versorgung mit Energie anfangen. Dann geschehen die fälligen Disruptionen von ganz alleine. Doch das hat Frau Quaschning gewiss ganz anders gemeint.




Pfiffikus,
der lieber pragmatisch statt so ideologiegesteuert wie die Quaschnings an die Energiewende herangehen würde
Pfiffikus
Es gibt wieder ein Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich nicht nur Zustimmung, sondern auch fachliche Kritik.





  • 1:00 Das Trommelfeuer gegen das bisherige Heizungsgesetz war berechtigt, denn es hat uns Bürgen eine Freiheit genommen. Trotz alledem - die aggressive Rhetorik der BILD hätte und werde ich mir nicht zu Eigen machen.


  • 2:10 ff
    Dass ein Einbau einer Gasheizung ein wirtschaftliches Risiko darstellt, das sich durch die aktuellen Ereignisse am Persischen Golf noch verstärkt, ist an dieser Stelle unbestritten. An dieser Stelle unterschreibe ich jedes Wort von ihm. Im Übrigen predige ich ja schon seit Jahren, dass die Einsparung von Importen unsere Hauptmotivation für die Energiewende sein muss. Eine Einsparung von CO² ist nur ein netter Nebeneffekt, den wir nebenbei mal mitnehmen können. Das wissen die Leser dieses Forums bereits.


  • 4:10 Wieder der Apfel-Birnen-Vergleich! Die gezeigten Vorbildländer haben andere Rahmenbedingungen. Norwegen hat massenweise billigen Strom aus Wasserkraft und Finnland kann auf seinen Atomstrom zurückgreifen. Kein Wunder, dass dort Wärmepumpen attraktiver sind.


  • 6:00 Die Rechnung von der richtig effektiven Wärmepumpe, die er uns hier vorführt, ist vor allem in der Übergangszeit im Frühjahr und im Herbst relevant. Da sind die Wärmepumpen in der Tat Spitze.
    Doch wir müssen unser Energienetz, unsere Heizung so auslegen, dass wir auch im tiefsten Winter, sogar während einer Dunkelflaute, nicht frieren müssen. Dann geht seine Rechnung nämlich nicht auf, denn wir brauchen in diesen Tagen Energie, die wir aus dem Sommer oder aus dem Ausland beschafft haben. Damit geht diese Effektivität flöten.


  • 7:35 Ja, mengenmäßig haut die Rechnung von Professor Quaschning in der Tat hin. Ja, in seiner Beispielrechnung werden in der Tat 23000kWh/a gebraucht - weit mehr als bei den anderen Arten, zu heizen. An dieser Rechnung ist nichts auszusetzen. Doch interessiert das jemanden?

    Doch man sollte die Rechnung auch mal finanziell machen. Mit grünem Methan/Wasserstoff könnte man im Sommer 23000kWh/a Abfall aus den Hellbrisen entsorgen, der muss dann nicht mehr kostenpflichtig zu den Ösis und den Schweizern rüber geschoben werden. Und diese Gase lassen sich in den bereits vorhandenen Gasspeichern bis zum Winter aufbewahren.
    Quaschnings Wärmepumpe dagegen verbraucht wertvollen Strom, auch in den Dunkelflauten! Für Strom aus Hellbrisen haben wir keine Möglichkeiten, diesen vom Sommer in den Winter aufzubewahren.

    Ist das finanziell wirklich so grauenvoll, wie er es darstellt?
    Durch das neue Gesetz wird endlich ein Geschäftsmodell geschaffen, um im Sommer verstärkt Elektrolyse wirtschaftlich betreiben zu können.


  • 8:40 "Wir müssten den Wasserstoff in großen Mengen importieren und das macht die Sache nicht unbedingt billiger und an der Physik ändert das auch nichts, außer dass die Verluste durch den Transport über große Strecken noch weiter ansteigen werden."
    Ja, Herr Professor, dann hätten Sie sich mal mit allen Teilen der Physik beschäftigt!

    Wenn dasselbe Windrad nicht in Bayern, nicht in Norddeutschland, sondern irgendwo in Namibia oder am Kap der Stürme aufstellt, dann lässt sich viel viel mehr Energie einfangen. Die Erträge wachsen mit der dritten Potenz der Windgeschwindigkeit. Also die doppelte Windgeschwindigkeit führt zu achtmal mehr Strom!!! Das ist Physik.
    PV-Module können in den Wüsten (davon gibt es reichlich!) dieser Welt mit weit über 3000 Stunden betrieben werden und liefern weit mehr Strom, als wenn die Chinesen diese Module nach Deutschland liefern.
    Dieser viele Grünstrom würde sich auch rentabel in grünes Methan oder Methanol verwandeln lassen und wird mit grünen Gasen aus Deutschland konkurrieren können.

    Recht hätte Quaschning, wenn die grünen Gase mit Strom aus den von ihm gewünschten bayerischen Windrädern gewonnen werden müsste. Aber so blöd wird ja niemand sein.


  • 9:00 In der Tat hätte Wasserstoff einen niedrigeren Heizwert je Kubikmeter. Aber ob die Leitungen wirklich erweitert werden müssen, stelle ich in Frage. Denn bei den zu befürchtenden Preisen werden es wohl immer weniger Gasheizungen bleiben, so dass die vorhandenen Leitungen nur die verbleibenden Häuser mit Gas versorgen müssen. Der Bedarf wird schwinden.


  • 10:30 "Ein Hauptziel des Heizungsgesetzes der Ampel war die schnelle Reduzierung der fatalen Abhängigkeit von Erdgasimporten."
    Also das habe ich anders in Erinnerung. Damals standen die Leute auch noch mehr als heute unter dem Eindruck von Luisa Neubauers Gefolgschaft, deren Forderungen nach Klimarettung und Leuten, die sich mit Warnwesten bekleidet auf den Straßen festgeklebt haben.
    Es war das Hauptziel, dieser lautstarken Minderheit nachzugeben.


  • 11:10 Hier wurde in der BILD nicht davor gewarnt, dass zu wenig Gas zur Verfügung steht. Vielmehr wurde davor gewarnt, dass zu Beginn des Winters nicht genügend Gas eingespeichert wurde und die Vorräte in einem kalten Februar/März knapp werden könnten.
    Nicht vergessen: Eine der letzten Amtshandlungen von Habeck war es, die vorgeschriebenen Füllstände zu Beginn des Winters (früher einmal 90%) zu reduzieren. Genau deshalb drohte die Knappheit, nicht vor der mangelnden Verfügbarkeit auf dem Weltmarkt wurde gewarnt.


  • 11:30 Oh Wunder: Quaschning erwähnt sogar, wer Schuld hat: "Das Wirtschaftsministerium hatte 2025 die Vorgaben zum Befüllen der Gasspeicher verändert mit der Begründung dadurch Kosten zu sparen. Viele haben damals gewarnt, ich auch."

    Ich habe Euch das Gesetz mal heraus gesucht. KLICK! Dieses Gesetz über die Absenkung der Füllstände war Habecks letzte Rache!

    Zitat:
    Ausfertigungsdatum: 05.05.2025

    Ja und wer war denn zu dieser Zeit Wirtschaftsminister?
    Habeck ist an dieser Misere schuld!
    Herr Professor, weshalb verschweigen Sie denn diesen Namen?


  • 11:40 Jetzt wird Quaschnings Propaganda noch dreister!
    "Während Robert Habeck darauf achtete, unsere Gasspeicher vor dem Winter richtig voll zu machen, wurden sie nun zum Stichtag 1. November nur zu 75% gefüllt."
    Schämen Sie sich für diesen Fake, Professor Quaschning!
    Robert Habeck ist es, der die niedrigen Füllstände dieses Winters zu verantworten hat. Siehe verlinktes Gesetz, insbesondere mit Blick auf das Datum! (Die aktuelle Bundesregierung unter Beteiligung von Katharina Reiche wurde erst am Dienstag, 6. Mai 2025 vereidigt.)


  • 12:20 Nächster Fake: "Hätten wir erneut Versorgungsengpässe bekommen, nach heutigem Stand wohl eher nicht. Als Plan B hätten wir noch Flüssiggas nachkaufen können"
    Das stimmt natürlich nicht.

    Erstens hatten die Amerikaner im Januar eisiges Wetter, das ihnen einige Tage lang Schwierigkeiten machte, LNG-Tanker zu beladen. Ob die Ende Januar in der Lage gewesen wären, zusätzliche Mengen zu verladen?

    Zweitens kann man bei Knappheit nicht schnell mal irgendwo anrufen, um zusätzliches LNG zu bestellen. Die Schiffe sind von Texas oder Katar aus mehrere Wochen unterwegs. Selbst wenn es gelungen wäre, einige zusätzliche Ladungen zu ordern, die wären erst dann in Europa angekommen, wenn der bibberkalte Februar zu Ende gewesen wäre.

    Drittens war der Hafen von Mukran mehrere Wochen zugefroren. Ein LNG-Tanker war bis zum 13. Februar dort eingefroren. Da hätte kein zusätzliches LNG eingespeist werden können.


  • 13:40 Panikmache wegen des Klimas. Nichts weiter.
    Jeder Kubikmeter Gas, den Deutschland nicht kauft, wird von anderen Ländern auf dieser Erde gierig weg gekauft und dann wird das CO² eben nicht in Deutschland, sondern in China, Thailand oder Indien emittiert.
    Jeder wirtschaftliche Unsinn, der in Deutschland im Zeichen des Klimaschutzes veranstaltet wird, ist nicht nur wirkungslos, sondern fährt unsere Volkswirtschaft weiter an die Wand.


  • 15:00 Hier wird vor Strafzahlungen gewarnt. Verschwiegen wird, wer dieses Geld einstreichen darf.


  • 15:40 "Hofft sie darauf, dass die Klimaschutzregeln mit Druck auf die EU geändert werden können, sodass keine Zahlungen fällig werden?"

    Im anderen Thema hab ich ja schon aufgezeigt, dass ein Klima-Fake aufgeflogen ist. Nature hat den entsprechenden Artikel am 3.12.2025 zurückgezogen.
    Die einschlägigen Vorschriften und Urteile, die Quaschning gerne respektieren würde, entstanden aber im Wesentlichen unter dem Eindruck der Panikmache der Studie, die da zurück gezogen wurde. Insofern würde ich meinen Allerwertesten nicht verwetten, dass diese Vorschriften und Urteile Bestand haben werden.
    Also bitte nicht weiter auf dem Propagandageflunker IX herumreiten! In Paris wurde nur die Halbierung der Emissionen beschlossen. Und das ist zu schaffen!


  • 17:00 Bei diesen horrenden Beträgen für CO²-Zertifikate möchten wir uns bitte an das Versprechen erinnern, mit dem das den Leuten schmackhaft gemacht wurde: Klimageld!
    Das viele Geld dürfen keinesfalls weiterhin die Lieblingsoligarchen von FrankSteini einstreichen!


  • 18:00 "Das Problem dabei, Biogas deckt derzeit nur 1,3% des deutschen Erdgasverbrauchs. Der Anteil lässt sich nicht stark steigern, denn um Biogas herzustellen, muss erst einmal Biomasse angebaut oder irgendwelche zusätzlichen Reststoffe eingesammelt werden"
    Doch, da geht noch viel!

    Es muss nur endlich aufgehört werden, das heute schon erzeugte Biogas kontinuierlich zu verstromen - sogar während der Hellbrisen! Das ist wirtschaftlicher Irrsinn, den die Vorgängerregierungen zu verantworten haben.
    Dieses Biogas gehört aufbereitet und während der warmen Monate ausnahmslos in die Gasspeicher gedrückt. Damit lässt sich weit mehr als die heutigen 1,3% Biogas ins Erdgas einmischen.
    Da ich wie bereits mehrfach betont, auch an eine langfristige Disruption in den Heizungskellern glaube, wird der Gasbedarf zum Heizen geringer werden. Und dadurch wird es noch leichter werden, die beabsichtigten Quoten in der verbleibenden Gasmenge zu erreichen. Quaschning scheint aber von heutigen Gasverbräuchen auszugehen, die zu ersetzen sind?


  • 19:40 In der Tat geht die Neufassung des Gesetzes sehr zu Lasten der Mieterinnen und Mieter, vor allem im nördlichen Teil von Debschwitz-Ost, der nicht von Fernheizungen beheizt wird. An dieser Stelle gebe ich dem Professor Recht.

    Manche Leute wundern sich noch darüber, dass die ehemalige Arbeiterpartei als Koalitionspartner diese Neuregelungen absegnet. Nun ja, die Arbeiterklasse hat sich inzwischen nicht ohne Grund, eben wegen schlechter Politik, von dieser Partei abgewandt. (Die Quittung sieht man hier. Naja, die SPD ist mit diesen 6% gut bedient.)


  • 22:35 "Und jede neue eingebaute Gasheizung schafft erstmal Fakten. Kaum jemand wird diese dann wieder nach ein wenigen Jahren rausreisen."
    Oh doch!
    Im Falle eines plötzlichen Ausfalls des Gaskessels bin ich froh, wieder einen Gaskessel einbauen zu dürfen, der wohl innerhalb von wenigen Tagen lieferbar und betriebsbereit sein wird. Damit hätte ich eine erst mal Verschnaufpause verschafft, um mich vor Regressforderungen frierender Mieter zu schützen. Mit Habecks Version des Gesetzes wäre ich voll am Arsch.

    Natürlich würde ich dieses Gerät opfern (hier wäre nur ein vergleichbar geringer Betrag abzuschreiben), wenn ich oder ein künftiger Eigentümer richtig Geld in die Hand nimmt und mit einem sechsstelligen Betrag das Haus saniert und auf Wärmepumpe umrüstet. In der horrenden nötigen Investitionssumme geht so ein abgeschriebener Gaskessel unter.


  • 22:00 Dass es aus guten Gründen in den kommenden Jahren auch zu einer Disruption in den Heizungskellern kommen wird, darüber sind wir uns einig.
    Doch anders als der Professor bin ich an dieser Stelle dankbar, dass ich wieder die Freiheit bekommen soll, dass ich mir selbst den Zeitpunkt für den Umbau der Heizung aussuchen kann.


  • 23:00 Klar, der Professor gehört zu den besser Gestellten in unserem Land, er kann den Umbau schon jetzt stemmen und sich den Folgen der Teuerung komplett entziehen. Er wird darüber berichten.



Pfiffikus,
der sich im anderen Thema noch ausführlich über die neu gewonnene Freiheit äußern wird
Pfiffikus
Es gibt wieder ein Video mit Prof. Quaschning. Da habe ich wieder fachliche Kritik.





Die Zahlen, die am Anfang genannt werden, mögen stimmen. Doch mit den Schlagwörtern und Kampfbegriffen übertreibt er nach meiner Meinung.
  • 0:07 Diese Heizung in unserem Hause, mit der wir 15 Brikettfeuerstellen ersetzt haben, bezeichnet er als "Klimakillerheizung"?


  • 0:14 Der Herr Professor möge sich mal erläutern lassen, was solche Begriffe wie "fossil" bedeuten. An dieser Stelle redet er von einer "fossilen Feuerstätte", im Bild zeigt er allerdings eindeutig eine Feuerstelle, die mit erneuerbaren Brennstoffen betrieben wird.
    Kommt der Herr Professor hier einen Bildungsauftrag nach? Oder wird mit dieser Szene eher die Hetze gegen Andersdenkende beabsichtigt.


  • 0:37 Propagandageflunker IX wird immer wieder gerne genommen. Klimaneutral heißt, dass die Emissionen halbiert werden müssen. Wenn wir das schaffen, dann steigt der CO²-Gehalt in der Atmosphäre nicht weiter an und wir leben klimaneutral.


  • 0:44 "Tschüss Hamburg!"
    Also ich war Jahrzehnte lang nicht in Hamburg. Doch ich habe in Erinnerung, dass die Reeperbahn und diese Stadtteile etwas höher liegen. Wenn der Meeresspiegel einen Meter ansteigt, dann werden die gezeigten Stadtteile, so wie ich es in Erinnerung habe, gar nicht betroffen sein.
    Es ist schwer zu sagen, wie hoch das Wasser in dem gezeigten KI-Fake-Bild steht. Fakt ist, so weit kann der Meeresspiegel durch menschliche Aktivitäten nicht ansteigen. Das ist nun mal fakt, denn es gibt auf der ganzen Welt nicht genügend Öl und Gas, im das für dieses Szenario nötige CO² zu emittieren. (Dass die fossilen Brennstoffe knapp werden könnten, propagiert er ja selbst hin und wieder. Er müsste es also wissen.)


  • 0:46 Zum wiederholten Male kommt das Beispiel Norwegen. Dass dort andere Rahmenbedingungen - Strompreise - aufgerufen werden, verschweigt der Herr Professor, während er die Gründe hierzulande als "Ausreden" verunglimpft. - Eben doch kein Bildungsauftrag.


Pfiffikus,
der an anderer Stelle bereits darauf hingewiesen hat, dass die inzwischen wiederkehrende Freiheit im Heizungskeller nur eine vergiftete Freiheit ist
Pfiffikus
Es gibt wieder ein Video mit Prof. Quaschning. Dieses scheint sogar sehr aktuell zu sein. Da habe ich wieder fachliche Kritik.




  • Zum Anfang - dass Öl- und Gaspreise immer höher werden, daran ist ja nix auszusetzen. Aus diesem Grunde schreibe ich ja, dass die Freiheit vergiftet ist.

  • 0:35 Wir sind massiv von Importen abhängig? Fragezeichen!!!
    Solange wir uns noch leisten können, auf die Lieferungen eines Hauptlieferanten zu verzichten, ist diese Abhängigkeit doch nicht so massiv, wie behauptet.

  • 1:00 Fake! Nein, das ist nicht die einzige Möglichkeit.
    Eine Diversifikation der Lieferanten macht uns auch nicht so abhängig. Leider hat uns die gewesene Regierung mit Scholz und Habeck zutiefst von einem Lieferanten auf der anderen Seite des Atlantiks abhängig gemacht.

  • 1:04 Jetzt kommt wieder der Verbotsfetischist durch. Obwohl die Disruption ohnehin fällig ist und die eingangs genannten Fakten noch beschleunigt wird, verlangt er immer noch ein Verbrenner-Aus möglichst schnell.

  • 1:07 Noch ein Fake!
    Nein, die Regierung hat nicht beschlossen, irgendwelche Öl- und Gasheizungen einzubauen. Vielmehr gibt sie uns die Freiheit der Technologieoffenheit zurück, auch wenn sie vergiftet ist. Selbstverständlich können weiterhin Wärmepumpen eingebaut werden, wo sie technologisch und steuerlich Sinn ergeben. Der soll mal nicht so dramatisieren!

  • 1:15 "Mit Vollgas auf die Elektromobilität und auf die Wärmepumpe"?
    Also los, schnell in die Hände gespuckt und den Strom billig machen! Auch durch Technologieoffenheit bei der Erzeugung! Dann kommt das Vollgas bei E-Mobilität und Wärmepumpe ganz automatisch, wie in Norwegen.

  • 1:18 Einen "Ausbauturbo bei der Solar- und Windenergie" fordert er. Aber so wird das nix mit billigem Strom.
    Denn wann werden denn die neuen PV-Anlagen den zusätzlichen Strom produzieren? In den Sommermonaten zwischen 8:00 und 16:00 Uhr, also genau dann, wenn diesen Abfall wirklich niemand braucht. Schauen wir uns mal allein die aktuelle Woche an, wir haben erst Mitte März! Schon jetzt, und im Sommer erst recht, werden die Solaranlagen nur dann Strom liefern, wenn er nix wert ist, wenn keiner noch zusätzlichen Strom braucht oder wenn er sogar Abfall (also ein Wirtschaftsgut mit negativem Preis) ist. Im Sommer und in den künftigen Hellbrisen wird das noch viel extremer werden, als jetzt im März.




    Es wäre ja nicht das Geringste einzuwenden, wenn die Profiteure der Energiewende dazu gezwungen würden, den Speicherausbau soweit selbst zu betreiben und zu finanzieren, wie es erforderlich wäre. Doch das würde den Profit der Oligarchen, für die er lobbyiert, schmälern. Deshalb darf er diese Konsequenz nicht ziehen.
    Obwohl - würden die PV-Oligarchen auch ihren Speicher selbst bauen und finanzieren, so würde uns das einem preiswerterem Strom und einer Unabhängigkeit, die der Professor am Anfang gefordert hat, viel näher bringen.

  • 1:21 Gegen eine Förderkürzung für seine Oligarchen ist er auch? Warum eigentlich? Wir leben im Jahre 2026. Sonne und Wind schicken doch keine Rechnung! Und die Chinesen schicken uns billige Module und Speicher. Warum, außer deren Profitinteressen, soll da noch eine Förderung nötig sein?



Pfiffikus,
der selten so deutlich gesehen hat, dass es weniger um Klimaschutz, sondern eher um die Profite der richtigen Oligarchen geht
FrankSteini
Schauen wir doch einmqal, was Pfiffikus hier für ein „Spiel“ treibt:

1. Rahmen‑Setzung: Quaschning als „Propagandist“
Pfiffikus beginnt praktisch jeden Beitrag mit einer Frame‑Setzung, die den Interpretationsrahmen vorgibt:

„Propagandageflunker“
„Einer geht noch…“
„Er hat wieder einen rausgelassen…“
„Alarmist“
„Verbotsfetischist“
„Oligarchen“
Diese Begriffe erfüllen zwei Funktionen:

A. Delegitimierung
Bevor überhaupt ein Argument kommt, wird Quaschning als unseriös, manipulativ oder ideologisch markiert.

B. Immunisierung
Wenn Quaschning etwas sagt, das Pfiffikus nicht passt, kann es automatisch als „Propaganda“ abgetan werden — unabhängig vom Inhalt.

Das ist ein klassisches rhetorisches Muster:
erst das Gegenüber definieren, dann argumentieren.

2. Selektive Technikorientierung
Pfiffikus argumentiert gern technisch — aber selektiv:

Er betont Dunkelflauten, aber ignoriert Flexibilitätsoptionen.
Er betont Sommer‑PV‑Überschüsse, aber ignoriert saisonale Speicherpfade.
Er betont Winterlasten, aber ignoriert Effizienzgewinne.
Er betont Volllaststunden in Namibia, aber ignoriert Transportkosten und Systemintegration.
Er betont Merit‑Order‑Effekte, aber ignoriert langfristige Preisstrukturen.

Das Muster ist klar:
Er wählt technische Fakten aus, die seine These stützen, und blendet systemische Zusammenhänge aus.

Das wirkt fachlich, ist aber argumentativ asymmetrisch.

3. Personalisierung & Psychologisierung
Pfiffikus schreibt nicht über Positionen, sondern über Personen:

Quaschning sei „rückwärtsgewandt“
„kennt sich nicht aus“
„hat Freunde in der Branche“
„lobbyiert für Oligarchen“
„verschweigt bewusst“
„dramatisiert“
„macht Panik“
Das ist ein rhetorischer Trick:

A. Kritik wird moralisiert
Nicht: „Ich halte die Aussage für falsch.“
Sondern: „Er sagt das, weil er Interessen hat.“

B. Die Gegenseite wird als unredlich dargestellt
Damit wird jede Gegenposition automatisch verdächtig.

4. Konsequente Nutzung von Doppelstandards
Ein besonders auffälliges Muster:

Norwegen wird als Beispiel akzeptiert, wenn es seine These stützt („billiger Strom → E‑Autos funktionieren“).
Aber abgelehnt, wenn Quaschning es nutzt („andere Rahmenbedingungen → Beispiel unzulässig“).

Biogas wird als Lösung präsentiert, obwohl er selbst zugibt, dass es mengenmäßig begrenzt ist.

E‑Fuels werden als realistisch dargestellt, obwohl er gleichzeitig hohe Energiepreise beklagt.

Technologieoffenheit wird gefordert, aber gleichzeitig werden bestimmte Technologien (PV, Wind, Wärmepumpen) systematisch abgewertet.

Das ist typisch für eine rhetorische, nicht analytische Argumentationsweise.

5. Narrativbildung: „Die Energiewende ist ein Geschäftsmodell“
Der rote Faden seiner Beiträge ist ein übergeordnetes Narrativ:
Die Energiewende dient nicht dem Klimaschutz, sondern den Profiten bestimmter Akteure.

Dieses Narrativ wird immer wieder gestützt durch:

die Bezeichnung „Oligarchen“
Unterstellungen von Lobbyismus
die Behauptung, Förderung diene nur Profiten
die Idee, dass Speicherpflichten absichtlich nicht eingeführt werden
die Behauptung, Quaschning verschweige bewusst technische Fakten

Das ist ein kohärentes, aber geschlossenes Weltbild:
Alles, was Quaschning sagt, wird automatisch als interessengeleitet interpretiert.

6. Rhetorische Struktur seiner Beiträge
Fast jeder Beitrag folgt demselben Muster:

Abwertung („Einer geht noch…“, „Propaganda…“)
Anekdotische Evidenz („Heute war Dunkelflaute…“)
Technische Teilargumente (Volllaststunden, Merit‑Order, Speicher)
Generalisiertes Urteil („Das ist Demagogie“, „Fake“, „Lüge“)
Narrativverstärkung („Oligarchen“, „Lobbyismus“)
Selbstpositionierung („Ich bin pragmatisch“, „Ich habe nichts gegen ihn“)

Diese Struktur erzeugt:

Kohärenz (er klingt konsistent)
Kompetenzwirkung (technische Begriffe)
Moralische Überlegenheit (er ist „der Aufklärer“)
Emotionalisierung (Empörung, Ironie)

7. Warum funktioniert seine Rhetorik im Forum?
Weil sie drei Bedürfnisse bedient:

A. Komplexitätsreduktion
Energiewende ist kompliziert.
Pfiffikus bietet einfache Erklärungen:
„Es geht um Profite.“

B. Identitätsangebot
Er positioniert sich als:
technisch versiert
unabhängig
kritisch
gegen „die da oben“

Das ist attraktiv in Foren.

C. Wiedererkennungswert
Sein Stil ist markant, fast schon eine Marke.

Kurzfazit
Pfiffikus’ Rhetorik ist:

technisch klingend, aber selektiv
moralisch aufgeladen, aber nicht reflektiert
personalisierend, statt systemisch
narrativ geschlossen, statt offen
emotional, aber als „Fachkritik“ verpackt

Er ist kein Troll — er argumentiert ernsthaft.
Aber er argumentiert nicht wissenschaftlich, sondern rhetorisch-strategisch.
Pfiffikus
Oh, da hat sich ja der FrankSteini echt viel Mühe gegeben, sich so umfangreich mit meinen Beiträgen auseinander zu setzen! Chapeau!
Nachdem Du Dir so viel Mühe mit dem Schreiben gegeben hast, schauen wir doch mal, ob Du Dir zuvor ebenso viel Mühe mit dem Lesen meiner Beiträge gegeben hast.



Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Pfiffikus beginnt praktisch jeden Beitrag mit einer Frame‑Setzung, die den Interpretationsrahmen vorgibt:

„Propagandageflunker“
„Einer geht noch…“
„Er hat wieder einen rausgelassen…“
...
Hättest Du vorher gelesen, dann hättest Du bemerkt, dass ich die Empfehlung von daggi007 beherzige und den von Dir genannten Beginn vorerst nicht mehr verwendet habe. Ist Dir das beim Lesen nicht aufgefallen?


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
„Alarmist“
Na was ist denn ein Mensch, der Hamburg mit einem Wasserstand darstellt, der auch in schlimmsten Szenarien nicht realistisch ist? Es gibt dafür nicht genügend Öl und Gas.


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
„Verbotsfetischist“
Wie soll man denn Leute nennen, die auf dem Verbot der konkurrierenden Technologien bestehen, obwohl das auf Grund einer bereits absehbaren Disruption gar nicht nötig wäre?


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
„Oligarchen“
Wie soll man sonst die wenigen Leute bezeichnen, die massiv vom Abbau der etablierten Stromerzeugung (Atom und Kohle) sowie dem Aufbau anderer Stromerzeugungsformen profitieren, die Profite privatisieren, Risiken und Lasten sozialisieren?


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
A. Delegitimierung
Bevor überhaupt ein Argument kommt, wird Quaschning als unseriös, manipulativ oder ideologisch markiert.
Wenn Du beim Lesen keine Argumente gefunden hast, wie kann man Dir dann überhaupt noch helfen?


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
B. Immunisierung
Wenn Quaschning etwas sagt, das Pfiffikus nicht passt, kann es automatisch als „Propaganda“ abgetan werden — unabhängig vom Inhalt.
Ob mir etwas passt oder nicht, steht doch ganz hinten an.
In meinen Beiträgen geht es eher darum, ob irgendwelche Forderungen oder Maßnahmen technisch und wirtschaftlich darstellbar sind.


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Er betont Dunkelflauten, aber ignoriert Flexibilitätsoptionen.
In den letzten Jahren sind wir von mehrwöchigen Dunkelflauten verschont worden.
Praktisch muss ein Stromnetz so ausgelegt werden, dass es auch im "Worst Case" zuverlässig funktioniert. Und eine längere Dunkelflaute stellt einen solchen dar. Einerseits liefern Wind und Sonne kaum Strom, andererseits ziehen die Wärmepumpen genau in diesen Wochen besonders viel Strom und nehmen womöglich noch den Heizstab zu Hilfe. Aus diesem Grunde kann man die Dunkelflauten nicht genug betonen.

Praktisch sehe ich neuerdings die Hellbrisen als größere Gefahr, denn wir haben inzwischen sehr viele PV-Anlagen, die vom Netzbetreiber nicht abgeregelt werden können. In solchen Situationen verbraucht ganz Deutschland aber nur um die 40 GW. "Die installierte Solarleistung lag Ende 2025 bei 116,8 Gigawatt Modulleistung (DC)" Quelle. Ein Teil der Anlagen kann zwar abgeregelt werden, ich finde keine Angabe, wie viele es sind. Manche Module sind nicht ideal ausgerichtet. Aber wenn in ganz Deutschland schönes Wetter ist, kam es schon zu Situationen, dass diese Anlagen den Netzbetreibern mehr als 50GW aufs Auge gedrückt haben. Diese mussten das zum Teil vergüten und die zu viel erzeugte Energie kostenpflichtig entsorgen.


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Er betont Sommer‑PV‑Überschüsse, aber ignoriert saisonale Speicherpfade.
Dann nenne mir doch mal bitte einen gegenwärtig zur Verfügung stehenden Speicherpfad, den ich angeblich ignoriere. Und mach bitte noch eine Preisangabe dazu!


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Er betont Winterlasten, aber ignoriert Effizienzgewinne.
An welche Effizienzgewinne hast Du denn gedacht? Bitte hilf mir weiter!


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Er betont Volllaststunden in Namibia, aber ignoriert Transportkosten und Systemintegration.
Ich ignoriere die Transportkosten keineswegs. Vielmehr hab ich oft genug betont, dass die da unten eingefangene Energie in Methanol gespeichert werden sollte. Da man für dessen Transport die bisher vorhandene Tankerflotte und Pipelinesysteme weiter nutzen kann, fallen diese Transportkosten kaum ins Gewicht.
Methanol kann in ganz gewöhnlichen Tanks (die heute für Öl und Ölprodukte genutzt werden) gelagert werden, um die Lücken in den Dunkelflauten zu kompensieren.


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Er betont Merit‑Order‑Effekte, ...
Wo hast Du das gelesen? Bei mir nicht.


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Das Muster ist klar:
Er wählt technische Fakten aus, die seine These stützen, und blendet systemische Zusammenhänge aus.
Falsch!
Mehrfach habe ich die Beiträge von Quaschning so kommentiert, dass ich ihnen zustimme. Das hast Du wahrscheinlich auch überlesen.
Aber nenne mir doch bitte mal einen systemischen Zusammenhang, den ich angeblich übersehen habe!


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
3. Personalisierung & Psychologisierung
Pfiffikus schreibt nicht über Positionen, sondern über Personen:
Hä?
Erinnerst Du Dich nicht an unseren Disput?
Zitat:
Pfiffikus hat am 23. Januar 2026 um 17:58 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
FrankSteini hat am 23. Januar 2026 um 07:11 Uhr folgendes geschrieben:
Deine Argumentation "dass doch nicht pauschal alles Mist ist, was aus den rechten Kanälen kommt", macht die Feinde der Demokratie hoffähig, wenn du deren Narrative übernimmst oder nicht widersprichst und meinst es wäre berechtigte Kritik.
Bekanntlich gehöre ich zu den Leuten, die generell prüfen WAS gesagt wird. Dabei ist es mir völlig egal, WER es sagt.

Das ignorierst Du und behauptest hier das Gegenteil.


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Quaschning sei „rückwärtsgewandt“
Wie soll man denn einen Professor nennen, der sich nur auf veraltete Technologien (der Atomkraft) bezieht und alles Fortschrittliche ausblendet?


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
„hat Freunde in der Branche“
Davon dürfen wir felsenfest ausgehen.


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
„lobbyiert für Oligarchen“
Lass uns doch einfach mal über seine Motive spekulieren!
Das macht Ihr doch in meinem Falle auch.


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
„verschweigt bewusst
Schau bitte mal, für welche Richtung der Herr Quaschning seine Professur hat! An dieser Stelle muss ich ihm einfach unterstellen, dass ihm manche Dinge bekannt sein müssen, aber in seinen Beiträgen nicht vorkommen. Du selbst hast Worte dafür gefunden:
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Er wählt technische Fakten aus, die seine These stützen,



Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Biogas wird als Lösung präsentiert, obwohl er selbst zugibt, dass es mengenmäßig begrenzt ist.
Wo habe ich das als Lösung präsentiert? Als Teil der Lösung sehe ich es selbstverständlich.
Und dass derzeit Biogas sogar noch in Hellbrisen verstromt wird, sehe ich als totalen wirtschaftlichen Unsinn an. War das jetzt präzise genug?


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
E‑Fuels werden als realistisch dargestellt, obwohl er gleichzeitig hohe Energiepreise beklagt.
E-Fuels - in Deutschland hergestellt - da bin ich mir mit Quaschning absolut einig - sind wirtschaftlicher Unsinn und die habe ich niemals als realistisch dargestellt.
Die Energiepreise in Deutschland halte ich für absolut zu hoch. Das siehst Du richtig.

Aber ich sehe auch, dass die Energie in den sonnen- und windreichen Gegenden dieser Welt sehr billig ist. Und nur dort lohnt sich die Herstellung von E-Fuels. Diesen Teil meiner Aussage verschweigt Professor Quaschning gerne.


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Technologieoffenheit wird gefordert, aber gleichzeitig werden bestimmte Technologien (PV, Wind, Wärmepumpen) systematisch abgewertet.
Wo hast Du diesen Schwachfug gelesen? Von mir kommt der nicht!

Zitat:
Pfiffikus hat am 27. Februar 2026 um 23:42 Uhr folgendes geschrieben:
Damit mir an dieser Stelle keine falsche Sachen in den Mund gelegt werden, schreibe ich es noch einmal ganz deutlich:
  • Ja, wir brauchen einen weiteren Ausbau der Wind- und Solarstromproduktion. Doch dieser nötige Ausbau darf aber nur in dem Tempo erfolgen, wie die vorhandene Infrastruktur in der Lage ist, die zusätzlichen Energiemengen ohne weitere finanzielle Zusatzbelastungen für die Verbraucher aufzunehmen.
    Weil Sonne und Wind keine Rechnung schicken, weil die Chinesen immer kleinere Rechnungen für die Hardware schicken, erwarte ich aber, dass die Profiteure der Energiewende endlich selber für die erforderlichen Ausbau der Infrastruktur aufkommen müssen und nicht mehr die Allgemeinheit.

  • Jede Kilowattstunde, die zu wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen hier in Deutschland erzeugt werden kann, ist eine sinnvoll erzeugte Kilowattstunde. Jede hier in Deutschland erzeugte Kilowattstunde erspart es uns, Geld für importierte Energieträger ins Ausland zu schicken. Aus diesem Grunde halte ich einen Ausbau der Erneuerbaren in angemessenem Tempo volkswirtschaftlich für sehr sinnvoll.

  • Wenn durch den so beschriebenen, vernünftig gestalteten Umbau der Energieversorgung sogar noch ein paar CO²-Emissionen eingespart werden können, ist das ein sehr angenehmer Effekt, den wir gerne mitnehmen.

Also bitte nimm diese Lüge zurück!


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
5. Narrativbildung: „Die Energiewende ist ein Geschäftsmodell“
Na was ist es denn sonst?
Das ist eine gewaltige Methode zur Umverteilung von Geldern. Stünde das Klima oder der Umweltschutz im Vordergrund, wären andere Maßnahmen ergriffen worden. (Beispiel Biogas)


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
die Idee, dass Speicherpflichten absichtlich nicht eingeführt werden
Nun, ich kann nicht in Habecks Kopf hinein sehen. Ehrlich gesagt - ich weiß nicht, mit welcher Absicht er Habecks letzte Rache über Deutschland gebracht hat.


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Generalisiertes Urteil („Das ist Demagogie“, „Fake“, „Lüge“)
Wie soll man es denn sonst nennen, wenn er Habecks letzte Rache der aktuellen Regierung in die Schuhe schiebt? Findest Du dafür eine treffendere Bezeichnung?


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Pfiffikus bietet einfache Erklärungen:
„Es geht um Profite.“
Um was denn sonst?


Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Sein Stil ist markant, fast schon eine Marke.
Danke!
Was ist dagegen einzuwenden?


Pfiffikus,
der seinen Beitrag sogar eigenhändig verfasst hat
FrankSteini
Zitat:
Pfiffikus hat am 15. März 2026 um 20:23 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
FrankSteini hat am 15. März 2026 um 09:09 Uhr folgendes geschrieben:
Das Muster ist klar:
Er wählt technische Fakten aus, die seine These stützen, und blendet systemische Zusammenhänge aus.

Falsch!
Mehrfach habe ich die Beiträge von Quaschning so kommentiert, dass ich ihnen zustimme. Das hast Du wahrscheinlich auch überlesen.
Aber nenne mir doch bitte mal einen systemischen Zusammenhang, den ich angeblich übersehen habe!


Gute Frage — und genau an dieser Stelle wird es spannend, weil hier der Unterschied zwischen technischer Einzelbetrachtung und energiesystemischer Analyse liegt. Und ja: In deinen Beiträgen steckt viel technische Detailkenntnis. Aber du argumentierst fast immer innerhalb einzelner Technologien, während Quaschning (ob man ihn mag oder nicht) aus einer Systemperspektive argumentiert.

Ich zeige dir deshalb konkret, welche systemischen Zusammenhänge in deinen Beiträgen fehlen — also genau das, worum du gebeten hast.

1. Der Unterschied zwischen Energie erzeugen und Energie integrieren
Du argumentierst häufig so:

„PV produziert im Sommer Abfallstrom.“
„Wind in Namibia hat mehr Volllaststunden.“
„Methanol kann man gut transportieren.“
„Biogas kann man speichern.“
Alles richtig — auf Technologieebene.

Was fehlt, ist die Systemebene.
Systemischer Zusammenhang:
Jedes Energiesystem braucht ein Gleichgewicht aus
Erzeugung
Flexibilität
Speicherung
Netzen
Nachfrageverhalten
Marktmechanismen
Residuallast-Management
Versorgungssicherheit

Du analysierst fast ausschließlich Erzeugung und Speicherung, aber nicht:

wie diese Komponenten zusammenspielen
wie sie skaliert werden müssen
wie sie kostenoptimal interagieren
wie sie Netzstabilität beeinflussen
wie sie Merit-Order und Preise verändern
wie sie Sektorenkopplung ermöglichen
Das ist der erste große systemische Zusammenhang, der in deinen Beiträgen fehlt.

2. Die Residuallast — das zentrale Konzept der Energiewende
Du argumentierst oft mit Dunkelflauten (berechtigt!) und Hellbrisen (ebenfalls berechtigt!).

Was aber fehlt, ist der entscheidende systemische Begriff:

Residuallast = Verbrauch – Erneuerbare Einspeisung
Das ist die Größe, die bestimmt:

wie viele Speicher nötig sind
wie viele Gaskraftwerke nötig sind
wie viel Import nötig ist
wie teuer Strom wird
wie Netze dimensioniert werden müssen

Du argumentierst mit Extremereignissen, aber nicht mit der statistischen Struktur der Residuallast, die für Systemplanung entscheidend ist.

3. Merit-Order und Preisbildung im Strommarkt
Du erwähnst Merit-Order gelegentlich, aber du nutzt sie nur als Argument gegen Wärmepumpen.

Was fehlt, ist der systemische Zusammenhang:
Der Merit-Order-Effekt ist der zentrale Mechanismus, der langfristig Strompreise senkt.

Denn:
Je mehr Wind + PV im System, desto häufiger setzen sie den Preis → Preissenkung
Je mehr flexible Verbraucher (Wärmepumpen, E-Autos), desto stärker wird dieser Effekt → Preisstabilisierung
Je mehr Speicher, desto weniger Preisspitzen → Preisglättung

Du argumentierst so, als bliebe das System statisch.
Aber Energiesysteme verändern sich dynamisch, sobald neue Technologien skaliert werden.

Netzstabilität ist kein lokales, sondern ein überregionales Phänomen
Du argumentierst oft mit:

lokalen Umspannwerken
lokalen Lastspitzen
lokalen PV-Einspeisungen
Das ist alles richtig — aber nicht systemisch.

Systemisch relevant ist:
Netzstabilität entsteht durch überregionale Ausgleichseffekte.

Beispiele:
Wenn in Bayern Flaute ist, weht es oft in Norddeutschland.
Wenn in Deutschland Flaute ist, liefert oft Skandinavien.
Wenn Europa Flaute hat, liefern oft Nordafrika oder UK.
Lastspitzen glätten sich über Millionen Verbraucher.

Du argumentierst, als wäre Deutschland ein isoliertes Inselnetz.
Das ist ein klassischer systemischer blinder Fleck.

4. Sektorenkopplung
Du argumentierst fast ausschließlich sektoral getrennt:

Verkehr
Wärme
Strom
Industrie

Aber systemisch gilt:
Die Energiewende funktioniert nur, wenn die Sektoren miteinander interagieren.

Beispiele:
E-Autos als Speicher
Wärmepumpen als flexible Last
Elektrolyse als Überschussverwerter
Industrieprozesse als Lastverschieber

Du argumentierst, als wären diese Sektoren unabhängig.
Das ist ein weiterer systemischer Zusammenhang, der fehlt.

5. Systemische Kosten vs. Einzelkosten
Du argumentierst oft:

„Wärmepumpen sind teuer.“
„E-Fuels sind teuer.“
„Speicher sind teuer.“

Aber systemisch relevant ist:
Was kostet das Gesamtsystem, nicht die Einzeltechnologie?

Beispiel:
Wärmepumpen senken die Residuallast → senken Systemkosten
PV senkt die Merit-Order → senkt Systemkosten
Speicher glätten Preisspitzen → senken Systemkosten
E-Fuels erhöhen Systemkosten → werden deshalb nur Nischenlösung

Du argumentierst technologieökonomisch, nicht systemökonomisch.

Kurz gesagt: Der zentrale systemische Zusammenhang, den du übergehst, ist dieser:
Ein Energiesystem ist nicht die Summe seiner Technologien, sondern die Interaktion dieser Technologien.
Und genau diese Interaktion — Residuallast, Flexibilität, Netze, Skalierung, Sektorenkopplung — kommt in deinen Beiträgen kaum vor.