Propagandageflunker von Prof. Quaschning

FrankSteini
Zitat:
Pfiffikus hat am 23. Dezember 2025 um 15:52 Uhr folgendes geschrieben:
Praktisch kann er nicht anders und schürt natürlich ordentlich Panik mit einem Globus auf dem Grill. Und er wiederholt ein weiteres Mal den Paris-Fake.


Wo bitte siehst du einen Fake?

Der fett rote Satz bedeutet nichts anderes als:
Entwicklungsländer dürfen später mit der Reduktion ihrer Emissionen beginnen, müssen diese danach aber schnell senken. Ziel ist eine klimaneutrale Welt nach 2050, die wissenschaftlich begründet, gerecht, nachhaltig und armutsmindernd ist.

Du verrennst dich zunehmen bei der Diskreditierung von Prof. Quaschning. Ich glaube er würde dich herzhaft auslachen könnte er hier mitlesen.
Pfiffikus
Zitat:
FrankSteini hat am 23. Dezember 2025 um 17:56 Uhr folgendes geschrieben:
Wo bitte siehst du einen Fake?

Hier:


Im verlinkten Propagandageflunker haben wir das schon durch gerechnet. Lies dort einfach noch einmal nach! Wenn die Menschheit ihre Emissionen um 50% senkt, wäre die Forderung von Paris erfüllt.




Zitat:
FrankSteini hat am 23. Dezember 2025 um 17:56 Uhr folgendes geschrieben:
Der fett rote Satz bedeutet nichts anderes als:
Entwicklungsländer dürfen später mit der Reduktion ihrer Emissionen beginnen, müssen diese danach aber schnell senken.
Senken - ja. Aber wie weit? Bis auf welches Niveau?
Es ist von "anthropogenen Emissionen" die Rede. Und die entstehen weltweit. Deshalb schreibe ich von "der Menschheit".

Ganz sicher sind regionale Unterschiede zu berücksichtigen. Und wenn irgendein Aktivist dafür propagieren würde, die Industrieländer einschließlich Deutschland sollen bis zur Hälfte des Jahrhunderts nicht nur 50%, sondern sogar ein paar Prozente mehr Emissionen senken, damit die armen Länder etwas mehr emittieren dürfen, dann würde ich sogar zustimmen. Keine Frage!
Im Pariser Abkommen ist vom "Scheitelpunkt" die Rede. Entwicklungsländer dürfen den Scheitelpunkt etwas später erreichen, als wir.

Doch ich verweise auch hier noch einmal auf den Wortlaut. Im Abkommen steht "Scheitelpunkt". Scharfmacher wie Quaschning verwechseln das mit einem Nullpunkt, in dem 100% der Emissionen vermieden werden sollen.
Scheitelpunkt und Nullpunkt sind nicht dasselbe!
Brutto- und Netto-Null sind nicht dasselbe.

Genau die Gleichsetzung dieser Begriffe durch verschiedene Scharfmacher kritisiere ich.
Und wenn sich manche dieser Leute "Professor" nennen, sollten ihnen der Unterschied zwischen "Brutto-Null" und "Netto-Null" oder zwischen "Scheitelpunkt" und "Nullpunkt" klar sein. Genau deshalb nehme ich mir die Freiheit heraus, hier von "Scharfmachern" zu sprechen und rate zur Mäßigung. Keinesfalls halte ich den maßvollen Ausbau der Erneuerbaren für Quatsch.


Zitat:
FrankSteini hat am 23. Dezember 2025 um 17:56 Uhr folgendes geschrieben:
Ziel ist eine klimaneutrale Welt nach 2050, die wissenschaftlich begründet, gerecht, nachhaltig und armutsmindernd ist.
Genau das wäre auch mein Ziel.


Zitat:
FrankSteini hat am 23. Dezember 2025 um 17:56 Uhr folgendes geschrieben:
Du verrennst dich zunehmen bei der Diskreditierung von Prof. Quaschning. Ich glaube er würde dich herzhaft auslachen könnte er hier mitlesen.
Wenn er der Meinung wäre, ich "verrenne" mich hier, dann wäre es ja sehr hilfreich, wenn mir hier die Stellen gezeigt werden, an denen er (oder Du, oder ein anderes Forenmitglied) der Meinung ist, dass ich mich irre. Möglicherweise kann irgendjemand zeigen, dass hier Scheitelpunkt und Nullpunkt dasselbe sind? Habe ich Fake-Zahlen zitiert? Wo habe ich mich möglicherweise verrechnet?



Pfiffikus,
der meint, dass hier eine schöne, neutrale Plattform wäre, auf der unbequeme Dinge von keiner Seite ausgeblendet werden
FrankSteini
Zitat:
Pfiffikus hat am 24. Dezember 2025 um 15:18 Uhr folgendes geschrieben:
Im verlinkten Propagandageflunker haben wir das schon durch gerechnet. Lies dort einfach noch einmal nach!


Du willst es einfach nicht kapieren oder?

.... Gleichgewicht zwischen den anthropogenen Emissionen und dem Abbau durch senken auf der Grundlage der Gerechtigkeit ....

Es hat absolut nichts mit den geografischen Senken gemein. Deine Sichtweise ist falsch.

Es soll nicht mehr Treibhausgas ausgestoßen werden, als gleichzeitig wieder aufgenommen wird. Das wäre die Netto-Null.
Dieses Gleichgewicht soll fair hergestellt werden. So wie ich es schrieb.

Länder mit historisch hohen Emissionen tragen mehr Verantwortung beim senken. Entwicklungsländer bekommen mehr Zeit und Unterstützung beim senken wobei die Unterschiede in der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit berücksichtigt werden.
Pfiffikus
Zitat:
FrankSteini hat am 26. Dezember 2025 um 08:20 Uhr folgendes geschrieben:
Es hat absolut nichts mit den geografischen Senken gemein. Deine Sichtweise ist falsch.
Du bist also ein Senkenleugner?
Hältst Du die Zahlen des Weltklimarates und die Messungen der CO²-Konzentration für falsch?


Zitat:
FrankSteini hat am 26. Dezember 2025 um 08:20 Uhr folgendes geschrieben:
Es soll nicht mehr Treibhausgas ausgestoßen werden, als gleichzeitig wieder aufgenommen wird. Das wäre die Netto-Null.
Das würde bei der Benutzung von Bio-Treibstoff zutreffen. Aber weil dieses CO² wieder emittiert wird, handelt es sich hier nicht um eine Senke.

Senken sind solche Stellen, an denen das CO² natürlich (Ozean oder Landpflanzen) oder künstlich (CCS) dauerhaft verbleibt. Nur dann kann man von einer Senke sprechen.


Zitat:
FrankSteini hat am 26. Dezember 2025 um 08:20 Uhr folgendes geschrieben:
Gleichgewicht zwischen den anthropogenen Emissionen und dem Abbau durch senken auf der Grundlage der Gerechtigkeit ....
...
Dieses Gleichgewicht soll fair hergestellt werden. So wie ich es schrieb.
...
Länder mit historisch hohen Emissionen tragen mehr Verantwortung beim senken.
Merkst Du, wie nahe unsere Standpunkte schon beieinander liegen?


Unsere Meinungen gehen nur noch in der Frage auseinander, wie weit wir hier in Deutschland die Emissionen senken müssen.
  • Solche Radikalinskis wie Quaschning oder wie man sie hier im Forum findet, wollen, dass Deutschland seine Emissionen auf 0 senkt und 100% erneuerbar lebt. Diesen Radikalen ist es völlig schnuppe, dass wir dann in Deutschland keine Stahl- oder Zementindustrie betreiben können.

  • Gemäßigtere Leute wie ich mich verorte, wollen die Emissionen so weit wie technisch und ökonomisch möglich senken, gerne auch mehr als die 50%, die in Paris vereinbart worden sind.
    -Es wird mit genügend Vorlaufzeit möglich sein, die Stromerzeugung zu großen Teilen, eventuell sogar zu 100% zu dekarbonisieren. Die Chinesen helfen uns dabei.
    - Es wird möglich sein, auch den Transport noch weiter zu dekarbonisieren. 100% wird aber in Deutschland nicht demokratisch durchsetzbar sein.
    - Die Disruption bei der Heiztechnik wird vorangehen, keine Frage. Aber wenn die Regierung demokratisch bleibt, dann wird diese Disruption nicht bis zur Mitte des Jahrhunderts abgeschlossen sein. Denn bei viel zu vielen Gebäuden ist der Einbau und Betrieb von Wärmepumpen oder alternativ der Ersatz dieser Gebäude durch Neubauten schlicht zu teuer.
    - Der Militärsektor macht überhaupt keine Anstalten, CO² einzusparen. Der 3-Liter-Panzer ist noch nicht einmal in der Entwicklung!


Deshalb stehe ich auf den Standpunkt, dass es in Ländern wie Deutschland sinnvoll ist, den CO²-Ausstoß weit zu senken, aber nicht auf Brutto-Null und 100% erneuerbare Energie zu setzen. Vielmehr bin ich der Meinung, dass wir in Deutschland vor allem zügig die niedrig hängenden Früchte abernten sollen - konsequent! Man könnte sich darauf einigen, zu Gunsten der armen Länder sogar 80% der Emissionen zu sparen.
Aber oben im Wipfel hängen Früchte, die nur schwer zu ernten sind. Und ich bin der Meinung, dass die Stahl- und Zementindustrie in Deutschland verbleiben soll. Und solche Industrie mit sehr schwer oder teuer vermeidbaren Emissionen sollten sich die verbleibenden 20% teilen.



Zitat:
FrankSteini hat am 26. Dezember 2025 um 08:20 Uhr folgendes geschrieben:
Du willst es einfach nicht kapieren oder?




Pfiffikus,
der zurück fragt, ob Du selbst kapierst, dass wir zu großen Teilen dieselbe Meinung vertreten
Pfiffikus
Einer geht noch...
Er hat wieder einmal einen rausgelassen...



  • 1:45 "Wie schafft man es. 300000 Euro für den Einbau einer Wärmepumpe auszugeben?"
    Würde ich so eine Wärmepumpe in unser Haus einbauen, wären diese Kosten realistisch.
    Natürlich nicht für die Wärmepumpe selbst. Doch wenn ich so ein Gerät wirtschaftlich in einem Altbau-Mehrfamilienhaus betreiben will, kämen natürlich noch die Kosten für den Umbau auf ein Heizsystem mit niedrige Vorlauftemperaturen zu. Und es wären noch weitere zusätzliche Maßnahmen zur Dämmung erforderlich. Jedenfalls habe ich keine Illusionen, eine solche Investition durch Mieteinnahmen wieder rein zu bekommen.

    Ja und wenn der Gaskessel einmal kaputt geht, dessen Reparatur, sogar nötigenfalls ein Austausch, wäre wesentlich billiger.

  • 6:35 Natürlich mag es Holzpellets geben, die aus Sägespänen hergestellt werden. Doch es wird in Deutschland viel zu wenig Holz geschnitzt oder zersägt, um die riesigen Mengen Sägespäne zu erzeugen, die für Pelletheizungen benötigt werden. Nein, hier werden nicht nur Abfälle verwertet!

    Forstleute holen zum Zwecke der Brennstoffherstellung auch minderwertige Qualitäten aus dem Wald, die sie früher nach der Durchforstung einfach im Wald liegen gelassen hätten. Durch diese Brennstoffherstellung verbleibt weniger Totholz in den Wäldern. Und weniger Totholz ist nicht gut für die Biodiversität.
    Weiterhin wird dem Wald durch den Entzug von mehr Holz auch mehr Nährstoff entzogen, besonders Kalium und Phosphor sind hier wichtig. Eigentlich müsste die Asche wieder fein im Wald verteilt und zerstäubt werden! Aber das wäre nicht gut für die Kosten und Klimabilanz.

    Nun, ich kann es nicht belegen, doch in manchen Medienberichten wurde erwähnt, dass in Osteuropa so manche naturnahe Wälder sehr extensiv genutzt werden, auch von Raubbau war die Rede. Das sollte man bei der Nutzung von Holzpellets nicht vergessen!

  • 13:30 Ja, wer sich ein Einfamilienhaus und PV-Anlage leisten kann oder möchte, kann auch preiswerten, selbst erzeugten Strom für den Betrieb einer Wärmepumpe nutzen. Ja, damit hat er Recht. Für Menschen, die in dichter Bebauung leben, trifft das leider nicht zu. Das Thema hatten wir schon beim Thema über E-Autos.

    Familie Quaschning wird wahrscheinlich nur im Winter, wenn Strom im Netz sowieso knapp ist, Strom aus dem Netz beziehen.

  • 13:55 An dieser Stelle geht er davon aus, dass eine Wärmepumpe keine Wartung erfordert, keine Wartungskosten verursacht. Auch eine Wärmepumpe sollte regelmäßig gewartet werden. Denn die hat wesentlich mehr bewegliche Teile, als eine Gasheizung.
    (Wenn er Verbrenner mit E-Autos vergleicht, erwähnt er diesen Fakt doch auch gerne!)

  • 15:00 Der Wirtschaftswissenschaftler Quaschning spekuliert über Gaspreise in den kommenden Jahrzehnten. Praktisch sind die Gasleitungen, die im Boden liegen, bereit bezahlt, während die Stromverbraucher mit ihren Netzentgelten massiven Neubau von Stromnetzen bezahlen müssen.

    Sollte es tatsächlich zu so einer Steigerung kommen, so wird das nicht schlagartig, sondern allmählich kommen. Und so kann ich Jahr für Jahr neu abwägen, ob ich den Gaskessel noch weiter Jahre betreibe.

  • 20:00 Ganz kurz wird angedeutet, dass nicht alle Pellets aus nachhaltig bewirtschaftetem Forst produziert werden.

  • 25:10 Oh, an dieser Stelle erwähnt er doch noch, dass es in Deutschland nicht genügend Restholz gibt... Naja, eine Erwähnung innerhalb des Rankings hätte es ja das Ergebnis gestört.

  • 26:00 In den nun frei gewordenen Keller soll ein Batteriespeicher eingebaut werden. Nun, ich hoffe, er schaut sich vor dem Einbau mal dieses Video an. Diese 3:30 Minuten Zeit sollte er sich nehmen:
    https://www.youtube.com/watch?v=PGeH65AlltQ

  • 26:20 Seeeeehr gut! Er kündigt an, variable Stromtarife nutzen zu wollen.
    Praktisch ist ja zu beobachten - und einige Youtuber sind auch richtig stolz drauf - dass die Eigenheimer über viele sonnige Monate im Jahr fast autark leben können. Doch gerade in den Wintermonaten, genau dann, wenn der Strom knapp und teuer ist, beziehen diese Leute etwas Strom aus dem Netz. Und nach meinem Geschmack viel zu oft zum Preis einer Mischkalkulation über das ganze Jahr.
    Wir werden gespannt verfolgen, zu welchen Zeitpunkten und Preisen Familie Quaschning Strom beziehen wird. Er will uns ja teilhaben lassen, sagte er.




Pfiffikus,
der dafür wäre, dass solche Haushalte verpflichtend mit flexiblen Strompreisen versorgt werden
Karlotta
Hi Pfiffikus. Ich habe aus Youtube deine Kommentare zu den Videos vom Professor nicht in den Kommentaren zu den Videos vom Professor gefunden. Warum nicht?
Pfiffikus
Zitat:
Karlotta hat am 12. Januar 2026 um 15:16 Uhr folgendes geschrieben:
Ich habe aus Youtube deine Kommentare zu den Videos vom Professor nicht in den Kommentaren zu den Videos vom Professor gefunden. Warum nicht?

Hallo Karlotta,

Du hast es richtig beobachtet. Dafür gibt es mehrere Gründe.
  1. Bisher habe ich es vermeiden können, mich bei Google anzumelden oder dort ein Konto irgendeiner Art zu registrieren. Für Kommentare unter den Videos wäre das aber eine Voraussetzung.

  2. Gibt es überhaupt die Möglichkeit, diese Kurzvideos zu kommentieren? Kommentare sind meines Wissens nach nur unter den ausführlichen Videos möglich.

  3. Am Ende der Videos fordert er dazu auf, unter den Videos zu kommentieren. (26:40 im letzten Video) Dabei bittet er darum, sachlich zu bleiben und nicht beleidigend zu werden. Dagegen ist erstmal nichts einzuwenden. Nach meinem Gefühl würde mein Geschreibsel diese Bedingung erfüllen.
    Aus oben genannten Gründen hatte ich noch keine Gelegenheit, auszuprobieren, ob solche Argumente, die dem Professor widersprechen, die auf den echten Inhalt des Pariser Klimaabkommens hinweisen, als sachlich oder unsachlich eingestuft werden.
    Ein Beitrag mit so konstruktiver Kritik ist zumeist nicht in 5 Minuten schnell mal dahin geschrieben. Und diese Mühe möchte ich mir wirklich nicht für den Orkus machen. Dazu wäre mir die Zeit zu schade.
    Nun habe ich mal die Kommentare unter seinem letzten Video überflogen, was ich sonst nicht mache. Dort scheinen sich nur Eigenheimbesitzer zu tummeln und ihre Erfahrungen zu berichten. Ob dort auch über das Problem der Biodiversität im Wald, über die Umverteilung zu Gunsten der Eigenheimbesitzer, über den wahren Inhalt des Pariser Klimaabkommens oder über seine komische Rechnung über die künftigen Gaspreise diskutiert wird, weiß ich nicht. Solche Kommentare habe ich erstmal nicht gefunden. Warum sie nicht zu sehen sind, das weiß ich nicht. Dass außer mir keiner solche kritischen Fragen stellt, halte ich für recht unwahrscheinlich.

  4. Wenn eine Diskussion stattfindet, so sollte das nicht unter der Moderation eines der Diskutanten stattfinden - weder ich, noch Professor Quaschning sollten die Möglichkeit haben, mit administrativen Rechten in die Diskussion einzugreifen.
    Hier im Forum-Thüringen fühle ich mich auf neutralem Boden und gut aufgehoben.



Pfiffikus,
der sich beim FT-Team ausdrücklich für die Bereitstellung einer neutralen Plattform bedankt
gastli
Du nutzt allerdings diese "neutrale" Plattform um Prof. Quaschning der Lüge, der Faschaussage und der Verbreitung von Fakes zu bezichtigen und zu verspotten.
Ich finde, so ein Verhalten ist feige und hinterhältig!
James T. Kirk
@gastli
Nichts anderes machst Du doch hier mit Merz, Reiche, Trump, Vance & Co.
Das ist demzufolge genauso feige und hinterhältig.

Hast Du etwa Angst, dass sie Dich in die Nachbarzelle von Maduro stecken?
gastli
Hättest du einen Jogginganzug?
Karlotta
Zitat:
Pfiffikus hat am 12. Januar 2026 um 22:46 Uhr folgendes geschrieben:
Zitat:
Karlotta hat am 12. Januar 2026 um 15:16 Uhr folgendes geschrieben:
Ich habe aus Youtube deine Kommentare zu den Videos vom Professor nicht in den Kommentaren zu den Videos vom Professor gefunden. Warum nicht?

Hallo Karlotta,

Du hast es richtig beobachtet. Dafür gibt es mehrere Gründe.
[list=1]
[*]Bisher habe ich es vermeiden können, mich bei Google anzumelden oder dort ein Konto irgendeiner Art zu registrieren. Für Kommentare unter den Videos wäre das aber eine Voraussetzung.


Ich habe ein Konto bei Google. Da kann ich ganz gut helfen. Ich werde deine Antworten dort mit Quellenangabe verlinken.

Zitat:
James T. Kirk hat am 13. Januar 2026 um 14:06 Uhr folgendes geschrieben:
@gastli
Nichts anderes machst Du doch hier mit Merz, Reiche, Trump, Vance & Co.


Zwischen einem Wissenschaftler und diesen Leuten besteht ein himmelweiter Unterschied.

Wenn eine Person iwe Merz, die über keinerlei Regierungserfahrung verfügt und seit vielen Jahren auffällig lernresistent ist, die unter „Politik“ lediglich das Schüren von rechtsradikalen Vorurteilen und das Beschimpfen von Minderheiten versteht, befugt ist, Bundesminister sowie andere bedeutende Ämter zu ernennen, wird das unweigerlich in einem Desaster resultieren. Spahn, Linnemann, Klöckner, Amthor, Reiche, Prien, Schnieder, Wildberger, Wadephul – eine weitere Ansammlung von weniger klugen Personen. Je näher man dem Kanzlerbüro kommt, desto ausgeprägter wird der Deppenfaktor.

Von Trump und dem ihn umgebenden Schleimern will ich hier nicht erst anfangen. Da würde es unterirdisch werden.
Pfiffikus
Zitat:
Karlotta hat am 14. Januar 2026 um 07:48 Uhr folgendes geschrieben:
Ich habe ein Konto bei Google. Da kann ich ganz gut helfen. Ich werde deine Antworten dort mit Quellenangabe verlinken.
Herzlichen Dank dafür.

Und sollte jemand seiner Studenten oder aus seiner Helfertruppe hier aufschlagen, würde ich mich freuen, wenn manche Punkte, die ich hier im Thema schreibe, fachlich diskutiert werden, würde ich mich freuen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier jemand auftaucht, um unflätig beleidigend zu werden - das würde natürlich nichts verändern.

Sollte es dazu kommen, dass ich durch jemanden auf inhaltliche Fehler hingewiesen werde, (solche Dinge hatte ich ja eigentlich von gastli, FrankSteini oder Dir erwartet), dann wäre ich selbstverständlich bereit, meine Ansichten und Meinungen zu ändern.


Pfiffikus,
der nicht damit rechnet, dass der Professor persönlich hier auftreten wird
Pfiffikus
Einer geht noch...
Er hat wieder einmal einen rausgelassen...





Es geht um den Blackout in Berlin.
  • 2:10 Eine Solar-Speicheranlage kann in der Tat helfen, einen Blackout zu überbrücken. Doch dieser Vorteil entsteht nur dann, wenn die Anlage inselfähig ist. Das ist aber kein selbstverständliches Feature. Übliche Wechselrichter prüfen, ob Netzspannung anliegt und geben genau mit dem Frequenzgang des Netzes Strom ab. Fällt der Strom im Netz aus, dann gibt der Wechselrichter auch keinen Strom mehr ab und die Anlage ist ebenso nutzlos, wie eine von ihm verhasste Gasheizung.
    Wer sich zum Beispiel nur ein Balkonkraftwerk besorgt hat, wird im Falle eines Blackouts selbst in praller Sonne nicht einmal ein Handy damit laden können.
    Es versteht sich von selbst, dass der Professor vorerst nur an die Eigenheimbesitzer gedacht hat. Die Bewohner von Mehrfamilienhäusern und Plattenbausiedlungen brauchen gar nicht an einen solchen Vorteil denken.


  • 2:40 Netzanbindung von Ortsteilen: Stadtteil Köpenick-Wendenschloss war 2019 mit 2 Leitungen angebunden, die im Jahre 2019 beide zerstört wurden - Blackout.
    Plausibel in Folge einer Art Insellage.

    Die 2026 vom Blackout betroffenen Stadtteile liegen aber keineswegs auf einer Insel. Hier ist es schwer zu verstehen, weshalb diese Stadtteile komplett nur über diese eine Kabelbrücke versorgt werden.


  • 8:30 Hier wird eine Verschwörungstheorie entwickelt, um die Urheberschaft des Anschlages in Russland zu verorten.
    Für mich völlig unplausibel. Denn hätten russische Dienste in der Tat solche Anschlagspläne in der Schublade, dann würde man die doch in der Schublade behalten, um die Anschläge vor allem dann durchzuführen, wenn der angeblich geplante Anschlag so um 2029 bevorsteht.
    Der Professor unterstellt den Russen so viel Blödheit, ihre Munition, die sie angeblich haben, heute schon zu verpulvern.

    Möge sich Professor Quaschning lieber über Energiethemen auslassen, davon versteht er mehr. Überlassen wir die Ermittlungen lieber den zuständigen Behörden!


  • 13:00 Oh, jetzt gehen sie doch noch auf Unterschiede in den Anlagen ein.

  • 16:50 Gut, jetzt wird auch auf die Abschaltung von Wechselrichtern bei Stromausfall eingegangen.

  • 23:10 Hier werden Tipps für Bewohner einer Mietwohnung gegeben. Nun, die Einwohner von Lusan und Debschwitz-Ost mögen selbst überlegen, ob und wie praktikabel die Tipps sind.


  • Im letzten Teil des Podcasts werden dann noch einige Tipps gegeben, die ich auch so unterschreiben würde. Wen es interessiert - reinhören!



Pfiffikus,
der es am liebsten sehen würde, wenn es erst gar keine Blackouts gibt
Pfiffikus
Einer geht noch...
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Nun, was soll ich sagen, er vergleicht Äpfel mit Birnen. Nein, Staubsauger und Toaster mit E-Autos.

Vergessen werden die Anreize, mit Hilfe von flexiblen Stromtarifen die Energieverbräuche genau dann zu organisieren, wenn der Strom billig ist. Aus diesem Grunde werden auch endlich die Energieversorger gesetzlich verpflichtet, auch einen flexiblen Tarif anzubieten. Also sehen wir und den Clip mal an, mit diesem Wissen im Hinterkopf.

Wenn ich eine ganze Stunde Staub sauge, verbrauche ich etwa eine Kilowattstunde Strom. Das kostet mich einige Cent, je nach meinem Stromtarif. Selbstverständlich werde ich meinen Tagesablauf nicht so umstellen, damit ich den Staub am Mittag sauge, wenn der Strom billig ist. Ich könnte allenfalls nur wenige Cents einsparen, das ist es mir nicht wert.

Schlimmer ist der Vergleich mit den Toastern. Keiner wird stundenlang Toasten. Und wenn die Frühaufsteher ihren Frühstückstisch schon lange abgeräumt haben, werden Langschläfer erst an Frühstück denken. Gerade die Nutzung dieser Geräte verteilt sich schön, so dass keine Gefahr für das Stromnetz besteht, selbst wenn die Geräte in der winterlichen Morgendämmerung verwendet werden, während vor dem Fenster schon der Berufsverkehr rollt. Auch mit flexiblen Tarifen kommt doch keiner auf die Idee, sein Frühstück auf den Mittag mit niedrigen Tarifen zu verschieben.


Gaaaanz anders ist das bei Elektroautos. Wenn wir die aufladen, dann reden wir von viel größeren Strommengen. Wer eine Wallbox und flexiblen Stromtarif hat, wird die Karre wahrscheinlich genau in den Schwachlastzeiten laden wollen. Und das ist auch gut so!!! Das ist ja das Ziel der flexiblen Tarife. Und wenn man die Ladezeiten anpasst, ja dann lässt sich bei diesen Strommengen wirklich Geld sparen.
Genauere Informationen, wie man da sparen kann, teilt uns dieser Influenzer mit. https://www.youtube.com/@gewaltignachhaltig



Im Gegensatz zu Staubsaugern und Toastern kann es bei den E-Autos sehr wohl zu vielfach gleichzeitigem Laden kommen. Und das kann in der Tat zum Problem werden.
Wenn die Leute in einem Wohngebiet tatsächlich wegen der Preisvorteile die Ladezeiten in die Zeiten verschieben, in denen es billig ist, dann könnte die Zuleitung von so manchen Wohngebieten an ihre Grenzen stoßen.
Bilanziell, wenn man die Leistung betrachtet, die deutschlandweit zur Verfügung steht, hat der Professor natürlich hundertprozentig Recht. Dafür wären die Strom-Autos netzdienlich. Wenn da nur nicht die Anschlussleitungen wären...


Pfiffikus,
der nur mal kurz auf diesen unpassenden Vergleich hinweisen wollte
Pfiffikus
Einer geht noch...
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Was er in diesem Clip bekannt gibt, trifft im Prinzip den Kern der Sache. Wie Redispatch beschrieben wird, diesen Teil könnte man auch weiter empfehlen. Den Clip könnte ich fast so unterschreiben. Fast!

Eine Konsequenz durfte Professor Quaschning aber offensichtlich nicht ansprechen. Zeitweise, insbesondere im Sommer tagsüber, stehen die Windräder reihenweise still, weil einfach zu viel Strom im Netz ist. Soweit richtig. Im Gegensatz zu den vielen Balkonkraftwerken lassen sich die Windräder wenigstens vom Netzbetreiber aus abschalten.

Kurzfristig brauchen wir verschiedene Dinge, die er aufzählt. Flexible Strompreise - das ist eine Forderung, die ich in diversen Diskussionen schon seit Jahren stelle. Verschiedene Strompreiszonen in Deutschland würde ich auch begrüßen, weil die zum Beispiel so manche neue Industrieansiedlung in der Uckermark anstoßen könnte. Volle Zustimmung!

Stärkeren Netzausbau sehe ich auch als dringend nötig an. Aber nicht nur die riesigen "Stromautobahnen", mit denen die einzelnen Strompreiszonen verbunden werden sollen. Viel wichtiger ist die Ertüchtigung des Niederspannungsnetzes, der Anbindung von Wohngebieten - damit es eben nicht zu Überlastungen kommt, wenn alle ihre E-Autos in der Stunde mit den niedrigsten Strompreis laden wollen. (Vgl. vorheriger Clip)

Aaaaber: Mehr Batteriespeicher - ja, die wünsche ich mir auch. Aber warum denkt er das nicht bis zu Ende? Warum verlangt er deren Ausbau von der Regierung und letztendlich von den Netzbetreibern? Aus meiner Sicht ist das eine ordinäre Aufgabe der Profiteure der Energiewende. In jedem Mast eines Windrades gehört eine angemessene Menge Akkus hinein gebaut, damit die Profiteure nicht nur Strom einspeisen, sondern auch Leute versorgen können. Dann können die Windräder ganztägig laufen, doch den Strom erst dann einspeisen, wenn die Solarzellen nebenan nicht mehr liefern können. Die sollen den Strom gefälligst dann verkaufen, wenn er gebraucht wird! Solarparkbetreiber genauso!


Pfiffikus,
der auch kein Mitleid mit einem Bäcker hätte, wenn dieser seine frischen, knusprigen Brötchen am Samstagabend anbietet
daggi007
Es gibt ein Sprichwort: „Wenn du der klügste Mensch in einem Raum bist, befindest du dich im falschen Raum.“ Lehrer – egal wo – sind ständig in dieser Situation. Im Laufe der Jahrzehnte verfestigt sich die Einbildung, sie seien unglaublich schlau. Nach ein paar Jahrzehnten Unterricht glauben diese Leute tatsächlich, sie müssten auch in ihrer Freizeit permanent andere Menschen belehren.
Pfiffikus
Herzlichen Dank für die konstruktive Auseinandersetzung mit den Gedanken und Fakten, die ich in meinen Beiträgen niedergeschrieben habe.

Man darf hier nicht vergessen: Professor Quaschning äußert sich ja hier nicht, weil er seine Privatmeinung in die Runde wirft. Vielmehr besteht die Gefahr, dass eine ganze Reihe von Leuten glaubt, was in diesen Propaganda-Videos zu hören ist.
Ein Beispiel: Von einem Professor wäre eigentlich theoretisch zu erwarten, dass er Brutto-Null und Netto-Null der Emissionen zu unterscheiden weiß. Doch er bringt das immer wieder ganz bewusst durcheinander.

Und genau aus diesem Grunde ist es wichtig, dass an neutraler Stelle auf diese Widersprüche hingewiesen wird.

Also weiter gehts - der Algorithmus hat mir heute wieder einen Clip angespült.



Einer geht noch...
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Anfang: Ja, wir wurden abhängig und erpressbar gemacht. Ja, das macht mir auch Sorgen. Doch als ich die hier im Forum geäußert und die Verursacher genannt habe, stieß das bei FrankSteini nicht auf Wohlwollen.
Quaschning hat die Abhängigkeit erkannt. Die Nennung der Verantwortlichen vermeidet er lieber.

0:13 Also mir ist nicht bekannt, dass sich Xi Jinping oder der Emir von Katar irgendwie versucht hätten, sich in die deutsche Politik einzumischen. Naja, egal...


0:30 Völlig verquer quatscht er von einem Liefertopp durch Russland. Zum wiederholten Male unterstellt er, dass Russland ein unzuverlässiger Lieferant gewesen sei. Dabei hat Russland jeden Kubikmeter Gas, der bestellt und bezahlt worden ist, auch geliefert.
Dabei vergisst er, dass es die Ukraine war, die am 1.1.2025 den Gashahn zugedreht hat und kein russisches Pipelinegas mehr durchleitet.
Dabei vergisst er, dass es, inzwischen vom Bundesgerichtshof in einem Beschluss bestätigt, Ukrainische Militärs waren, die Nordstream gesprengt haben.
Doch der Professor agitiert trotz alledem gegen seinen Lieblingsgegner Russland.


0:38 Falsche Formulierung bzw. Scharfmacherei: Nur weil die Verbrenner nicht so schnell verboten werden, wie er es gerne hätte, "setzen" wir doch nicht auf die Verbrenner. Gegen eine allmähliche, angemessene Disruption wie in anderen Bereichen der Technik hätte ja niemand etwas. Das Thema haben wir im Forum bereits ausführlich diskutiert.


0:45 Dass das nötige Erdöl von Donald oder seinen Nachfolgern bezogen werden muss, damit könnte er traurigerweise Recht behalten. Denn wir beobachte gerade, dass das amerikanische Imperium seine Griffel auf andere Staaten legt, in denen noch größere Ölvorkommen in der Erde liegen.

Völlig unerwähnt lässt der Professor, dass Lieferengpässe bei Erdöl dessen Preis in die Höhe treiben würden. Genau das führt dazu, dass sich in vielen sonnenreichen Gegenden dieser Erde nicht nur Erdöl, sondern auch Methanol herstellen lässt. Völlig zu Recht sagen viele, dass E-Fuels, die in Deutschland hergestellt werden, unbezahlbar sind. Doch in vielen Wüstengebieten dieser Erde dürfte deren Produktion rentabel werden.

Und weil Wüsten wesentlich reicher auf der Welt verteilt sind, als Öl und Gas, ist bei Methanolimporten kaum eine solche Abhängigkeit zu befürchten.


1:10 Als Konsequenz fordert er den weiteren Ausbau der Solar- und Windenergie. So formuliert ist das natürlich Quatsch. Würden noch weitere Solarparks aufgestellt, dann würden die den meisten Strom im Sommer zwischen 9:00 und 15:00 Uhr weiteren Strom anbieten, den kein Mensch braucht.
Nein, die Solar- und Windparkbetreiber, die Profiteure der Energiewende müssen dazu gezwungen werden, die dazu erforderliche zusätzliche Infrastruktur (vor allem Speicher) selbst bereit zu stellen und nach den Erfordernissen des Marktes liefern.
Wenn er den Ausbau von Sonne und Wind in dem Maße fordern würde, wie diese Infrastruktur ausgebaut wird, ja dann wäre es eine sinnvolle, netzdienliche Forderung.



Pfiffikus,
der erkennt, dass ein weiterer blindwütiger Ausbau von volatilen Energieversorgern nur zu Lasten der Bevölkerung gehen wird und deshalb abzulehnen ist
Pfiffikus
Einer geht noch...
Er hat wieder einmal einen rausgelassen...

Professor Quaschning hat wieder einmal ein längeres Video zusammengestellt. Er spricht viel Wahres an. Aber der aufmerksame Zuhörer merkt, weshalb er das tut.





Wie gewohnt habe ich einige Anmerkungen dazu.
  • 1:13 Sehr gut recherchiert!!!
    Die Originalquelle, aus der er diesen glühenden Verfechter eines Verbrennerverbotes zitiert hat, habe ich mir gleich mal abgespeichert.





  • 2:30 Nicht die Autoindustrie wird zerstört. Die richtet sich ja bereits fleißig auf Elektromobilität ein. Diese Information hat uns ja gastli neulich zitiert und verlinkt. Hier und in den folgenden Beiträgen.

    In Gefahr geraten allerdings deutsche Maschinenbauer, die auf Verbrenner angewiesen sind. In Gefahr Hersteller von Landmaschinen, von Baumaschinen und, gerade aktuell, von Notstromaggregaten verwenden in ihren Produkten Motoren, die mit wenigen Modifikationen aus dem Fahrzeugbau übernommen. Wenn allerdings der Fahrzeugbau nicht mehr die Stückzahlen an Motoren abnimmt, werden die Zulieferer für Motoren ihre Produktion entweder ganz einstellen oder mindestens gewaltig verteuern. Wird noch jemand in die Weiterentwicklung und Verbesserung von solchen Motoren Forschungsgelder investieren?
    Die Disruption und das Verbrenner-Aus ist weniger eine Gefahr für die Autoindustrie, sondern eine Gefahr für Firmen wie Liebherr, Claas usw., auch wenn sie nicht direkt von einem Verbrennerverbot betroffen wären. Naja, die Gewinne dieser Firmen stehen nicht ganz so im Fokus von Professor Quaschning.


  • 3:00 Fakt 1 - Erdöl ist endlich. Ja, das ist es.
    Doch es wird nicht irgendwann mal den Tag X geben, an dem der letzte Tropfen Öl aus den Zapfhähnen tropft. Vielmehr wird
    a) die Ergiebigkeit der Ölquellen allmählich nachlassen,
    b) dadurch ein allmählicher Preisanstieg verursacht und
    c) durch höhere Preise wird die Förderung von Ressourcen rentabel, die heute noch niemand anfassen will.
    Letztendlich wird die Nutzung von Verbrennern von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer unattraktiver, die Disruption unaufhaltbar. Deshalb braucht niemand ein Verbot derselben.

  • 3:20 Fakt 2 - Weniger Teile. Ja das stimmt.
    Nebenbei, abseits von diesem Video trifft dasselbe auch auf meinen Gaskessel zu, wenn ich ihn mit einer Wärmepumpe vergleiche. Nur hat er das noch nie erwähnt.

  • 3:25 Fakt 3 - Batteriepreise sinken - ja, das ist eine Entwicklung der letzten beiden Jahre. Der Fakt selbst ist unbestritten. Nur darf man aus diesem Grunde nicht den Fehler machen, den Kunden Vorwürfe zu machen, warum sie in den letzten Jahren noch nicht so viele E-Autos gekauft haben.
    Ansonsten ist das ein weiterer Beschleuniger der fälligen Disruption, die ein Verbot überflüssig macht.

  • 3:40 Fakt 4 - Mehr Fahrspaß
    Absolut unbestritten. Insbesondere geht ein sportlicher Fahrstil durch die Rekuperation nicht merklich auf die Laufzeit des Akkus. Genial! (§ 315d (1) bis (3) StGB beachten!)

  • 4:00 Fakt 5 - Stimmt zwar, ist aber eine Wiederholung von Fakt 2.

  • 4:20 Fakt 6 - "Emissionsfrei und leise" steht im Bild - beides falsch!
    Im gesprochenen Text präzisiert er dann unauffällig "keine direkten Emissionen". Ist klar, weil insbesondere bei unserem gegenwärtigen Strommix die Emissionen nur woanders stattfinden.
    Reifenabrieb gibt es auch bei E-Autos, und zwar mehr als bei vergleichbaren Verbrennern. (Weil die Batterie schwererer ist, als ein Tank)
    Beim Thema Lautstärke erzählt er ein Fake-Vorurteil. Bei höheren Geschwindigkeiten sind e-Autos praktisch nicht von Verbrennern zu unterscheiden. Das kann sich jeder anhören, der sich mal an die Voigtlandstraße oder jede andere Schnellstraße hinstellt. Bei Langsamfahrt machen die E-Autos eigens künstlich Geräusche, damit man sie hört!
    Fun-Fakt nebenbei: Für uns als Anlieger der Wiesestraße sind die elektrisch betriebenen Straßenbahn eine wesentlich lautere Schallquelle, als jegliche PKWs.

  • 4:30 Fakt 7 - Die Einhaltung der Klimaziele ist nicht nur mit batterieelektrischen E-Autos möglich. Mit Range-Extendern (Verbrennern) ist nicht nur Netto-Null, sondern sogar Brutto-Null Emission möglich. Das Video nebst Erläuterungen dazu habe ich weiter vorn hier im Thema gepostet.

  • 5:10 "Viele deutsche Autohersteller haben zwar in den letzten Jahrzehnten Prototypen von Elektroautos hergestellt. BMW hat mit dem i3 sogar recht früh ein Versuchsballon gestartet. An einen flächendeckenden Durchbruch dieser Technologie haben aber die deutschen Autohersteller lange nicht wirklich selbst geglaubt."
    Nein, es waren nicht die deutschen Autohersteller. Es waren die Kunden, die noch keine passenden Rahmenbedingungen für solche Autos vorfanden und vorfinden, so dass diese E-Autos damals Ladenhüter waren. Quaschning wirft ihnen vor, dass sie nicht noch mehr Ladenhüter produziert haben.

  • 8:20 Falsch formuliert. Die Autofirmen sichern damit nicht ihr Überleben. Vielmehr schöpfen sie noch so viel Gewinn wie möglich damit ab, solange sie das noch können. Klar, es wäre auch dumm, auf diesen Mitnahmeeffekt zu verzichten.

  • 8:30 Potentielle Autokäufer werden ganz sicher aufmerksam den Markt beobachten und ihre Entscheidung nach den aktuell vorliegenden Rahmenbedingungen ausrichten. Dass dabei hin und wieder eine wirtschaftlich fragwürdige Entscheidung getroffen wird, das kommt ganz sicher vor. Aber genau dieser Profit wird von den Autofirmen derzeit abgegriffen.

  • 9:30 Professor Quaschning tut so, als ob die Chinesen die Verbrenner links liegen lassen. Nein, die unternehmen gewaltige Anstrengungen, um nicht nur bei Elektromobilität, sondern auch bei Verbrennungsmotoren führend zu werden. Immerhin gibt es zahlreiche Anwendungen, bei denen der Verbrennungsmotor unverzichtbar ist. Das lassen die Chinesen nicht links liegen.

  • 9:40 Völliger Irrtum!
    Nicht die Politik, sondern die Manager der Firmen sind dafür verantwortlich, die sinnvollste, effektivste und profitabelste Technologie auszuwählen. Und wenn sie das nicht machen, dann gibt es genau zu diesem Zweck Aufsichtsräte.
    Hier mit den in Deutschland vorzufindenden Rahmenbedingungen (Strompreise, Ladeinfrastruktur) erweist es sich eben gegenwärtig als sinnvoll, auch noch Verbrenner im Angebot zu behalten. Die Kundschaft honoriert das mit den Verkaufszahlen.
    Diese Rahmenbedingungen sind nicht in Stein gemeißelt. Sollten Quaschnings Versprechen irgendwann mal wahr werden und die Strompreise infolge von vielem Wind- und Solarstrom weiter runter gehen, dann haben wir andere Rahmenbedingungen. Ja dann werden andere Kaufentscheidungen getroffen und die Manager werden umsteuern - versprochen!

    Wenn hier die Politiker hinein regieren, ist das Planwirtschaft. Wer will die wieder haben?

  • 10:35 Hier wünscht er mehr Subventionen für Batterieforschung. Dagegen ist ja nichts einzuwenden, auch wenn mir scheint, das ist eine seiner Lieblingsbranchen.

  • 14:40 Auch hier wieder eine Wiederholung des Fakes: Brutto- und Netto-Null werden falsch verwendet. Wir müssen Netto-Null erreichen!
    Auch durch permanente Wiederholung wird sein Fake nicht zur Wahrheit.

  • 15:10 Unverblümt fordert der Professor, dass wir unseren Lebensstandard, den wir erwirtschaftet haben, einschränken. Möge er sich dafür demokratische parlamentarische Mehrheiten suchen!

  • 17:35 FAME ist in der Tat keine flächendeckende Option für den Verkehrssektor. Wohl aber für den einen oder anderen Landwirt, der gerne mit Rapsöl fahren will.
    Für andere Sektoren, in denen Verbrennungsmotoren unverzichtbar sind, können die gewiss eingesetzt werden. Er denkt aber zu eng nur an PKWs.
    Seine Beispielrechnung berücksichtigt in keiner Weise, dass es auch ohne Verbot zu einer schrittweise Disruption kommen wird und die genannten Zahlen unangemessen hoch sind.
    Trotz alledem gebe ich ihm Recht. Jeder Hektar einer Raps- oder Mais-Monokultur zu Energiezwecken angelegt gehört lieber mit PV-Anlagen zugestellt. Denn diese haben einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als Photosynthese und die arbeiten auch nicht nur von Juni bis September. Zusätzlich wären PV-Anlagen noch eine Bereicherung für die Bio-Diversität.

  • 18:55 Hier wird wieder das Propagandageflunker IV. suggeriert. Natürlich stimmt das nicht.
    Auch wenn der Professor verschämt das Wort "rechnerisch" einfügt, wird das nicht wahrer. Denn für eine echte Versorgung würde man wenigstens noch Mittel- und Langfristspeicher (also zur Glättung des Tages- und Jahresverlaufes) zur Verfügung stellen müssen.
    Und ein solcher Ausbau, der mit zu bezahlen ist, wird sich wohl erst in den kommenden Jahren rechnen.

  • 19:00 Was Professor Quaschning zu HVO und BtL sagt, könnte ich hundertprozentig unterschreiben.

  • 20:50 Was er über E-Fuels sagt, stimmt mit einer ganz wichtigen Einschränkung. Das gilt für E-Fuels, die man, zum Beispiel mit überschüssigem Solarstrom, in Deutschland produzieren würde. Das wäre in der Tat hochgradig ineffizient. Mit dieser Einschränkung stimme ich ihm zu.

    Praktisch hat Professor Quaschning doch schon selbst entdeckt, wie E-Fuels vernünftig produziert werden können. Er hat es nur wieder vergessen.

    Die Scheichs machen sich Gedanken über Einkünfte, wenn Öl und Gas zu Ende gehen. Sie haben reichlich Wüstenfläche mit massenweise Sonnenstunden zur Verfügung. Damit können sie die Elektrolyseure nicht wie in Deutschland nur sporadisch, sondern im Dauerbetrieb laufen lassen. Der Wasserstoff kann dort unten kostengünstig zu Methanol veredelt werden.
    Dieses wiederum lässt sich völlig unproblematisch transportieren und mit der bereits vorhandenen Infrastruktur in Deutschland verteilen.

  • 22:35 Ja, wir werden auch künftig Energieträger importieren müssen.
    Aber nein, wir werden eben nicht so abhängig von einzelnen Akteuren wie heute. Wüsten und windige Flächen sind auf der Erde wesentlich gerechter verteilt, als Öl- und Gasvorkommen. Wenn uns irgendein Diktator oder wer auch immer kein Methanol mehr verkaufen will, kaufen wir es eben woanders.

    Nebenbei: Die Menschen im Süden stellen uns nicht die Flächen zur Verfügung (Das wäre eine Art Neo-Kolonialismus, wie es die Windkraft-Profiteure derzeit in Norddeutschland praktizieren.) Vielmehr sollen sie uns Methanol verkaufen.

  • 22:50 Die Kosten im Süden werden aus den genannten Gründen nicht siebenmal so teuer sein. Diese Zahl gilt für E-Fuels in Deutschland hergestellt. Also falscher Vergleich!

  • 22:55 "Wer soll bei solch exorbitant hohen Kosten auf Dauer auf E-Fuels setzen?"
    Die Frage wurde doch inzwischen schon mehrfach beantwortet - niemand soll dazu gezwungen werden!
    Doch das ist ein weiterer Grund, weshalb die fällige Disruption im Selbstlauf kommen wird, ohne jegliche Einmischung von Seiten der Politik.

  • 24:30 Was der Professor zu Wasserstoffautos sagt, stimmt im Wesentlichen. Und weil es keine Disruption in diese Richtung gibt, die seinen Lieblingen schaden könnte, verlangt er auch kein Verbot in diese Richtung. Logisch.

  • 25:50 Merkwürdig, dass sich der Professor Gedanken macht, die sich eigentlich die Familie Quandt/Klatten sowie die Manager von Blackrock machen sollten. Nun, mag sein, dass diese Leute die Empfehlungen aus dem Hause Quaschning beherzigen werden.

  • 27:23 "Es geht hier um richtig richtig viel." Das entscheidende Wort "Geld" hat er weggelassen. Denn um dessen Umverteilung geht es ja. Klimaschutz ist eher ein Vorwand dafür.

  • 27:30 Lasst Euch nicht ins Kiesbett leiten!
    Nicht die Politiker haben solche Entscheidungen zu treffen, sondern vorrangig die Autokäufer mit ihrer Kaufentscheidung.

  • 22:57 Die obligatorische Bemerkung, die mich dazu veranlasst, die Diskussion lieber hier im FT zu führen.


Nachdem der Herr Professor das alles aufgelistet hat, verstehe ich immer weniger, weshalb er sich so vehement für den Erhalt des Verbrennerverbots einsetzt. Denn auf Grund der genannten Fakten sollte sich doch die fällige Disruption doch ganz alleine vollziehen.



Pfiffikus,
der meint, dass Herr Quaschning im Video ausreichend Argumente dafür liefert, dass kein Verbrennerverbot nötig ist, weil sich die fällige Disruption auch ohne Verbot durchsetzen wird
daggi007
[QUOTE]Pfiffikus hat am 01. Februar 2026 um 19:56 Uhr folgendes geschrieben:
Reifenabrieb gibt es auch bei E-Autos, und zwar mehr als bei vergleichbaren Verbrennern. (Weil die Batterie schwererer ist, als ein Tank)
QUOTE]

So klingt Propagandageflunker von Pfiffikus

„Reifenabrieb gibt es auch bei E‑Autos, und zwar mehr als bei vergleichbaren Verbrennern“

Der Satz passt exakt in die Art von Argumenten, die der Nutzer Pfiffikus im gesamten Thread immer wieder vorbringt:
Er versucht, Aussagen von Prof. Quaschning als „Propaganda“ oder „Fake“ darzustellen.
Er sucht systematisch nach Punkten, an denen Klimaschutzmaßnahmen oder erneuerbare Technologien angeblich Nachteile haben.
Er betont gern technische oder physikalische Aspekte, die seiner Meinung nach von Klimaaktivisten verschwiegen werden.
Er stellt E‑Autos, Wärmepumpen, PV‑Ausbau usw. regelmäßig als unvollständig, übertrieben optimistisch oder irreführend dargestellt dar.

Vor diesem Hintergrund erfüllt der Satz eine klare Funktion im Diskussionsstil von Pfiffikus:
Der Satz ist ein typisches Beispiel für ein „Whataboutism‑Argument“, das im Thread häufig vorkommt:

„Ihr sagt, E‑Autos sind sauber – aber schaut mal, sie haben ja sogar MEHR Reifenabrieb!“

Damit wird versucht, die ökologische Vorteilhaftigkeit von E‑Autos zu relativieren, indem man auf einen Nebenaspekt verweist, der tatsächlich existiert, aber im Gesamtbild nur begrenzte Relevanz hat.

Im Thread wird dieses Muster ständig genutzt:
Bei Wärmepumpen: „zu teuer“, „funktioniert im Altbau nicht“
Bei PV: „liefert nur tagsüber“, „macht Speicher nötig
Bei Windkraft: „Infraschall“, „Teflon“, „Wildwuchs“
Bei Klimazielen: „Quaschning verwechselt Netto und Brutto“
Bei Methan: „kommt aus Reisfeldern, nicht aus Gasförderung“
Der Reifenabrieb‑Satz passt also nahtlos in die Strategie, technische Details herauszugreifen, um die Gesamtaussage zu relativieren.

Die Aussage basiert auf einem realen, aber oft falsch interpretierten Zusammenhang:
Faktisch richtig:
E‑Autos sind schwerer als vergleichbare Verbrenner (wegen der Batterie).
Höheres Gewicht führt tendenziell zu etwas mehr Reifenverschleiß.

Aber im Gesamtbild:
Der Unterschied ist kleiner, als oft behauptet wird (meist 5–10 %, nicht 50–100 %).
Moderne E‑Autos haben Rekuperation, wodurch Bremsabrieb stark sinkt.
Reifenhersteller entwickeln inzwischen E‑Auto‑optimierte Reifen.
Der größte Einflussfaktor ist Fahrstil, nicht Antriebstechnologie.

Und: Reifenabrieb entsteht bei allen Autos.
Er ist kein Argument gegen E‑Mobilität, sondern ein allgemeines Problem des Straßenverkehrs.

Der Thread ist geprägt von:
Misstrauen gegenüber Klimaforschung
Abwertung von Experten (insbesondere Quaschning)
Überbetonung technischer Detailprobleme
Narrativ: „Die Energiewende ist voller Fakes“
Der Reifenabrieb‑Satz dient also dazu, das Bild zu verstärken:
„Seht ihr? Selbst da, wo E‑Autos angeblich sauber sind, wird euch etwas verschwiegen.“
Es ist ein rhetorischer Baustein, kein neutraler Hinweis.

Wenn man den Stil des Threads betrachtet, würde der Satz typischerweise genutzt, um:
Quaschning vorzuwerfen, er verschweige negative Aspekte von E‑Autos.
Die ökologische Bilanz von E‑Autos zu relativieren.
Die Energiewende als „unausgereift“ darzustellen.
Den Eindruck zu erwecken, dass Verbrenner in manchen Punkten sogar „besser“ seien.
Er wäre also kein technischer Hinweis, sondern ein argumentativer Hebel.

Der Satz ist also nichts weiter als ein rhetorisches Argument, das genutzt wird, um die Vorteile von E‑Autos zu relativieren und die Glaubwürdigkeit von Forschern wie Quaschning infrage zu stellen.

Er passt perfekt in das Muster des Threads, in dem technische Detailprobleme herausgegriffen werden, um die Energiewende insgesamt als übertrieben, falsch dargestellt oder propagandistisch motiviert erscheinen zu lassen.

Weitere Lese- und Antwortzeit kann ich mir dann sparen.
Pfiffikus
Hallo daggi007,

es ist wirklich wunderbar, dass Du tatsächlich einmal argumentativ in die Diskussion eingreifst und Dich nicht auf andere Dinge, zum Beispiel einen Beruf, ablenkst. Denn dieser Diskussionsstil war bekanntlich nur Whataboutismus, den Du ja selbst anprangerst.
Also ganz deutlich:
Danke für den Übergang zu Sachargumenten in dieser Diskussion. So habe ich mir das hier gewünscht und so muss es sein.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
So klingt Propagandageflunker von Pfiffikus

„Reifenabrieb gibt es auch bei E‑Autos, und zwar mehr als bei vergleichbaren Verbrennern“
Nun, ich bin erstaunt, dass Du gerade dieses Argument so penetrant aufgreifst. Hier im Thema musste ich es gerade nur ein einziges Mal erwähnen, um den hier behaupteten "Fakt 6" richtig zu stellen.



Hätte er geschrieben "emissionsarm" oder sowas, hätte ich diese Stelle total ignoriert.
Hat er aber nicht. Und E-Autos emittieren nun mal sowohl den Reifenabrieb und Lärm. (Den Abrieb der Bremsen hatte ich gar nicht erwähnt, genau aus dem Grund, den Du genannt hast. Warum erwähnst Du das trotzdem hier?)
Bei hohen Geschwindigkeiten überwiegen die Laufgeräusche und in dieser Beziehung sind moderne Verbrenner und E-Autos nicht zu unterscheiden. Bei niedrigen Geschwindigkeiten hätten E-Autos eigentlich den Vorteil von mehr Laufruhe. Doch den dürfen sie nicht ausspielen. Dabei geben sich manche Hersteller wirklich Mühe. Hier gehts zum "Brumm - brumm".

Um es klar zu sagen: Der Reifenabrieb ist ein kleiner, wenig relevanter Aspekt der Argumentation, den ich nur aufgriff, um eine gemachte Falschaussage richtig zu stellen.
Der Reifenabrieb wäre für mich nie und nimmer ein Grund, vom Kauf eines Elektroautos abzusehen!

Also Haken dran, es gibt Wichtigeres.





Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
Er versucht, Aussagen von Prof. Quaschning als „Propaganda“ oder „Fake“ darzustellen.
Nun ja, für einzelne Aussagen trifft das aus meiner Sicht ohne Frage zu. Und wenn es andere Sichtweisen gibt - ich freue mich auf die Diskussion auf Basis von Argumenten.
Vergiss nicht zu erwähnen, dass der Professor und ich in zahlreichen Punkten auf derselben Wellenlänge liegen.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
Er sucht systematisch nach Punkten, an denen Klimaschutzmaßnahmen oder erneuerbare Technologien angeblich Nachteile haben.
Er betont gern technische oder physikalische Aspekte, die seiner Meinung nach von Klimaaktivisten verschwiegen werden.
Der Eindruck täuscht etwas.
Praktisch werden die vielen Dinge, bei denen er Recht hat, schon durch seine eigene Reichweite, als auch durch die Ambivalentmedien relativ breit getreten, so dass es meiner Mühe an dieser Stelle nicht bedarf.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
Er stellt E‑Autos, Wärmepumpen, PV‑Ausbau usw. regelmäßig als unvollständig, übertrieben optimistisch oder irreführend dargestellt dar.
Wo hab ich jemals etwas gegen Wärmepumpen geschrieben? Verwechselst Du mich mit irgendjemandem? Ich genieße selbst seit dem Jahre 2010 die Wärme aus einer solchen.

Hättest Du meine Beiträge im Thema über E-Autos und auch in diesem Thema verfolgt, so wüsstest Du, dass ich ebenso wie Professor Quaschning die Disruption von Verbrennern zu E-PKWs als unvermeidbar ansehe. Und solange diese Disruption freiwillig erfolgt, habe ich nicht die kleinste Silbe dagegen einzuwenden.
Unser Dissens besteht nur in einer winzigen Kleinigkeit. Meine Meinung: Pferdekutschen, Schreibmaschinen und Faxgeräte sind bis heute nicht verboten worden. Und wegen der ohnehin fälligen Disruption ist auch bei Verbrennern kein Verbot erforderlich.



Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
Im Thread wird dieses Muster ständig genutzt:
Bei Wärmepumpen: „zu teuer“, „funktioniert im Altbau nicht“
Sag mal, mit wem verwechselst Du mich eigentlich?
Ich sammle seit mehr als einem Jahrzehnt eigene Erfahrungen mit dem Einsatz im Altbau! Und dabei gibt es gute Gründe, den ohnehin vorhandenen Gaskessel auf keinen Fall raus zu schmeißen, solange dieser noch funktioniert.
Diese Erfahrung unterscheidet mich von Professor Quaschning, der offenbar nur langjährige eigene Erfahrungen mit einer Pelletheizung im Einfamilienhaus gesammelt hat.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
„Ihr sagt, E‑Autos sind sauber – aber schaut mal, sie haben ja sogar MEHR Reifenabrieb!“
Damit wird versucht, die ökologische Vorteilhaftigkeit von E‑Autos zu relativieren, indem man auf einen Nebenaspekt verweist, der tatsächlich existiert, aber im Gesamtbild nur begrenzte Relevanz hat.
Langsam langweilt es, dass Du auf der einen Bemerkung, die ich nur einmal angebracht hatte, so penetrant herum reitest. Siehe oben.

Vielmehr nehme ich beim Thema E-PKWs aufs Korn, dass von der fälligen Disruption heute vor allem die etwas wohlhabenderen Menschen profitieren können, die bereits ein eigenes Einfamilienhaus, eigene PV und eigene Wallbox haben, während die bedürftigeren Menschen in dicht besiedelten Stadtteilen auf die umständliche Nutzung von teureren Ladesäulen angewiesen sind. Also vor allem das, was eigentlich linke Politik leisten müsste.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
Bei PV: „liefert nur tagsüber“, „macht Speicher nötig
Stimmt das etwa nicht?

Ganz sicher wird auch der Professor zustimmen, denn er zieht ja in diesem Video bei Minute 25:53 die richtige Konsequenz.

Mein Kritikpunkt ist an dieser Stelle immer nur: Die nötige Speicherung darf eben nicht als Aufgabe der Allgemeinheit angesehen werden, während die Profiteure der Energiewende einspeisen, wann sie wollen. Nein! Jeder Solar- und Windradbetreiber hat sich gefälligst selbst um die Speicher zu kümmern, die zu einer bedarfsgerechten Versorgung der Verbraucher mit Energie erforderlich sind.
Das müsste eigentlich eine Forderung von LINKER Politik sein, die sich früher mal für die kleinen Leute eingesetzt hat. Professor Quaschning liegen mutmaßlich die Profiteure der Energiewende etwas näher am Herzen.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
Bei Windkraft: „Infraschall“, „Teflon“, „Wildwuchs“
Hä, wie bitte?
Wo in aller Welt hab ich jemals den Quatsch von Infraschall oder Teflon erwähnt? Schreibst Du wirklich von meinen Beiträgen? Lügst Du bewusst?

"Wildwuchs" - ja den befürchte ich in der Tat, insbesondere bei nicht beeinflussbaren PV-Anlagen (Balkonkraftwerke). Der Ausbau von Erneuerbaren darf aus meiner Sicht nur so schnell erfolgen, wie der Ausbau von Speichern (durch die Profiteure selbst) und der Netze sicher gestellt werden kann.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
Bei Klimazielen: „Quaschning verwechselt Netto und Brutto“
Ja, da verwechselt er ja. Warum nicht darauf hinweisen, dass er ein Senkenleugner ist?


Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
Bei Methan: „kommt aus Reisfeldern, nicht aus Gasförderung“
Wo habe ich geschrieben, dass aus Gasförderung keine Emissionen kommen?
Das war vor allem in den Neunzigern ein Thema. Doch Russland hatte einige Jahrzehnte lang Zugriff auf westliche Technologien und konnte den Anteil von Leckagen gewaltig reduzieren.
(Ob das Thema bei Einkaufsverhandlungen von westlichen Importeuren war, kann ich nicht beurteilen.)
Ja, das Thema Methan hatte ich mal nebenbei erwähnt. Und ich hatte vergessen, zu erwähnen, dass Methan auch noch aus den Sedimenten von Wasserkraftwerken hoch blubbert. Du kannst ja mal an die Elster gehen und oberhalb vom Wehr im Schlamm herum stochern und schauen, was da für Blasen hoch kommen. Da ist zu einem großen Teil Methan drin. Auch dieser erneuerbare Strom ist nicht emissionsfrei! Emissionsarm - das könnte man durchgehen lassen.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
Der Thread ist geprägt von:
Misstrauen gegenüber Klimaforschung
Misstrauen ist ganz sicher nötig, sonst bekommt man die Taschen voll gehauen. Insbesondere dann, wenn es sich um einen Diskutanten handelt, der etwas befangen erscheint, so gerne übertreibt und überspitzt, wie hier im Thema gezeigt.

Und ganz wichtig: Auch meine Aussagen bitte sehr misstrauisch und genau auf Plausibilität überprüfen!


Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
Abwertung von Experten (insbesondere Quaschning)
Ehrlich gesagt, um mich noch um andere Influenzer, z.B. Prof. Lesch, zu kümmern, fehlt mir die Zeit.

Andererseits: Wenn diese Influenzer durch Leute wie mich dazu veranlasst werden, manche Aussagen präziser zu formulieren (z.B. emissionsarm statt emissionsfrei), wenn sie dazu veranlasst werden, einzelne Fakes nicht mehr zu behaupten, weil sie nicht unwidersprochen bleiben werden, so halte ich es nicht für eine "Abwertung", sondern für eine Aufwertung künftiger Beiträge.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
Überbetonung technischer Detailprobleme
Narrativ: „Die Energiewende ist voller Fakes“
Nicht die Energiewende ist voller Fakes, sondern deren Influenzer verbreiten zuweilen solche.


Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
Weitere Lese- und Antwortzeit kann ich mir dann sparen.
Hättste die mal lieber investiert! Denn dann hättest Du nicht so einen Schwachfug über meine Beiträge gepostet:

Zitat:
daggi007 hat am 02. Februar 2026 um 13:42 Uhr folgendes geschrieben:
Die ökologische Bilanz von E‑Autos zu relativieren.
Die Energiewende als „unausgereift“ darzustellen.
Den Eindruck zu erwecken, dass Verbrenner in manchen Punkten sogar „besser“ seien.
Er wäre also kein technischer Hinweis, sondern ein argumentativer Hebel.
So ein Quatsch!

Hättste mehr von mir gelesen (und nach dem Lesen kommt das Verstehen!), dann wüsstest Du - ja auch ich sehe eine Disruption bei der Mobilität kommen. Auch ich befürworte die Energiewende und den Ausbau der erneuerbaren Energien. Allerdings nur in dem Tempo, wie die nötige Begleitinfrastruktur mithalten kann. In dieser Beziehung bin ich mir mit Professor Quaschning hundertprozentig einig. Da passt kein Blatt Papier zwischen uns.

Unsere Positionen gehen nur an zwei Punkten auseinander:
  • Der dazu dringend erforderliche Ausbau der Begleitinfrastruktur (Speicher, Netze) soll gefälligst von den Profiteuren der Energiewende bezahlt werden und nicht von den ärmeren Energieverbrauchern in den dicht besiedelten Gebieten. Letztere scheint Professor Quaschning weniger als ich im Blick zu haben.

  • Für Professor Quaschning ist der Klimawandel die Hauptmotivation, dass wir uns für die Energiewende engagieren. Diese Motivation sehe ich angesichts unseres Einflusses auf die Welt als eher gering an.
    Meine Motivation für den Einsatz von möglichst viel hier im Land aufgefangene Energie besteht eher darin, dass wir uns wieder aus der Abhängigkeit von diesem zoll- und sanktionsfreudigen Lieferanten heraus arbeiten müssen, in die uns die letzte Regierung hinein manövriert hat. Damit lassen sich große Teile unseres Bruttosozialproduktes hier in Deutschland behalten, statt für Energieimporte abzufließen.
    Dieses Motiv hat für mich oberste Priorität. Und wenn dabei sogar noch ein Nutzen für den Klimaschutz raus springt - auch schön.



Pfiffikus,
der Dich bittet, ein eigenes Thema dafür aufzumachen, wenn Du noch ausführlicher über das Thema Reifenabrieb und dessen Einfluss auf die Umwelt diskutieren möchtest