Gera - ein blau/braunes Nest

gastli
Prost @Asche
do4rd
gastli
Die Höcke-Jugend!
Archivar
Sind die Täter bekannt oder ist das eine Vermutung?
do4rd
Lusan war schon immer ein heißes Pflaster. Es kann eine Mutprobe frustrierter Kinder sein, aber auch von einigen echten Hasspredigern. Da aber verfassungsfeindliche Symbole verwendet wurden und auch Sachbeschädigung, ruft sowas natürlich gewisse Vereine auf dem Plan. Aktuell sind durch Linksextremistische Anschläge bis jetzt nur 5 Personen getötet worden. Aufs Konto der Hassprediger gehen mindestens 10x so viele.

Allerdings hatte ich auch schon ende der 1980er Jahre Schiß, durch Lusan zu gehen. In Bieblach fühlte ich mich sicherer.
gastli
Kurze Einblicke in das Geschehen und Wirken derer, die für den Titel das Themas stehen.

https://www.facebook.com/share/v/1AjmHKBzx2/
agr
Mittlerweile ist mit dem Corona-Gedenkstein, der einst grinsend eingeweiht wurde, das letzte politische Symbol von Neonazi Christian Klars ehemaligem Wohnhaus in Leumnitz verschwunden. Klar tummelt sich derweil auf Facebook in Aussteigergruppen für Deutsche in Spanien.

Am 29.10. wurde weitere rechte Graffiti in der Otto-Rothe-Straße in Lusan entdeckt. Diesmal traf es die Turnhalle der Waldorfschule. Neben dem Hakenkreuz wurden da Begriffe und Codes wie „Juden“, „1161“ (Abkürzung Anti-Antifa) sowie die Initialen von Adolf Hitler hinterlassen. Auch im nahegelegenen Fußgängertunnel an der Haltestelle Brüte gab es ähnliche Schmierereien.

Flyeraktion in Gera: Die Ortsgruppe der Jungen Nationalisten (Nachwuchsorganisation von Die Heimat/NPD) hat mit ihrem Anführer Etienne K. vergangene Woche in Untermhaus Flyer verteilt. Die JN wird vom Verfassungsschutz als rechtsextreme Gruppierung überwacht und versucht auch über solche Flugblattaktionen neue Mitglieder zugewinnen.

Heldengedenken am Volkstrauertag: Zum Volkstrauertag wollen Rechtsextreme wieder der deutschen Opfer des Zweiten Weltkriegs, insbesondere der deutschen Soldaten, gedenken. Unter anderem haben die Jungen Nationalisten Thüringen dazu aufgerufen, Kerzen und Kränze an Gräbern und Denkmälern abzulegen. Ein zentrales Gedenken der Region findet am Ostfriedhof statt. In den letzten Jahren haben sich dort lokale Rechtsextremisten, AfD-Faschisten Mandatsträger und die Reichsbürgergruppe „Patrioten Ostthüringen“ um den Reuß-Verbündeten Frank Haußner getroffen.

Lebenszeichen Gersche Jugend: Nachdem die Gersche Jugend seit Mai nicht mehr offiziell auf den Demos in Gera präsent war und auch sonst kaum Aktivitäten zeigte, gibt es nun ein kleines Lebenszeichen. Auf Instagram rufen sie dazu auf, sich an einer ausländerfeindlichen Demonstration von Die Heimat am 29.11. in Berlin zu beteiligen. Ihren letzten Aufrufen zum Gegenprotest gegen den CSD in Gera und zur rechtsextremen Demo am 3.10. in Altenburg folgten jedoch nur eine Handvoll Jugendliche.
agr
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Geraer Beteiligung an Dresdner Neonazi-Marsch: Am jährlichen, von Rechtsextremisten organisierten, Gedenken zur Bombardierung Dresdens 1945 (Einordnung des Landesamtes für Verfassungsschutz Sachsen aus dem Jahr 2025) nahmen auch in diesem Jahr mehrere Personen aus Gera teil. Zudem waren Personen aus dem Thüringer Umland vor Ort, die sich in Gera an den Montagsdemonstrationen beteiligen. Im Namen der Gruppen Patrioten Ostthüringen und der Miteinanderstadt Gera wurden zudem zwei Kränze an der Spitze getragen. Die rege Beteiligung und vor allem auch die Positionierung an der Spitze der Demonstration zeigen, wie gut die Geraer Rechten vernetzt und in der Szene etabliert sind. Ein Überblick:

In vorderster Reihe beteiligte sich der Rechtsextremist und Reichsbürger Frank Haußner (Patrioten Ostthüringen). Er ist der derzeitige Demoanmelder in Gera. Den Kranz seiner Gruppierung trug er unter anderem zusammen mit dem Pößnecker AfDler Jens H.

Der Geraer Co-Organisator Siegmar S. war ebenfalls da. S., die Reichsbürger E (Gera) und B (Ronneburg), die Geraer H und D und ein weiterer Mann aus dem engeren Kreis der Montagsdemonstranten trugen abwechselnd die Kränze an der Spitze der Demonstration.

Aus Apolda kamen zudem der Gastronom B und seine Begleiterin G, die sich beide oft in Gera beteiligen.

Aus dem SHK kamen das Pärchen J und S, die regelmäßig in Gera sind und auch in der Spitze der Demo mitliefen und zwischenzeitlich die Kränze trugen.

Im Block der Jungen Nationalisten waren mehrere Personen aus der Gerschen Jugend dabei: einer der Anführer S, der ehemalige Sprecher K, D aus Apolda sowie T und W aus Gera.
Aus Ronneburg kamen der ehemalige GJ-Aktivist K samt Mutter, die beide jede Woche in Gera dabei sind.

Auch einst Teil der GJ, lief der Aktivist C (Nationale Sozialisten Gera) an anderer Stelle mit. Er hatte zuletzt Christian Klar sexuellen Kontakt zu einer Minderjährigen vorgeworfen und ging daher auf Abstand zu den Klar-Anhängern.

Weiter hinten lief der Geraer D bei Erfurter Neonazis mit.

Der Heimat-Aktivist H aus Gera beteiligte sich sogar als Ordner der Demonstration.

Der Geraer G trug mit einer Mütze in den alten Reichsfarben Schwarz-Weiß-Rot offen seine Gesinnung zur Schau.
Isoliert vom Rest beteiligte sich auch der Geraer Nationalbolschewist J und erregte mit seiner Iran-Fahne für etwas Aufsehen.
Archivar
Donnerwetter, euer Überwachungsapparat funktioniert aber bestens!
Sind das noch Kenntnisse von früher?
holgersheim
"Antifaschismus ist Handarbeit" ist ein Ausdruck, der für aktives, praktisches Engagement gegen Rechtsextremismus steht. Das bedeutet Recherche, Dokumentation und Verbreitung von Informationen über rechte Strukturen
agr
Nach den Rechten geschaut:
Prozessauftakt LVW mit Verbindung nach Gera: Am 5. März ist am Oberlandesgericht Hamburg der Prozess gegen die Neonazi-Gruppierung„Letzte Verteidigungswelle“ gestartet. Die Generalbundesanwaltschaft wirft den acht Angeklagten Mitgliedschaft beziehungsweise Unterstützung einer terroristischen Vereinigung sowie die Ausführung und Planung schwerer Straftaten vor. Zwei der Angeklagten, Claudio S. und Justin W., kommen aus Schmölln. Dort hatten sie unter anderem ein Asylbewerberheim mit Pyrotechnik angegriffen. Wie unsere Recherchen ergaben, gibt es mindestens drei Verbindungen nach Gera. Wie das linke Rechercheportal Jena-SHK bereits letztes Jahr berichtete, gab es offenbar eine Bekanntschaft zwischen Claudio S. und dem Gersche-Jugend-Mitglied K aus Gera. S hatte war zudem mit dem Geraer Heimat-Aktivisten und ehemaligen Montagsdemo-Ordner S vernetzt, wie unsere Auswertung von Social-Media-Profilen ergab. Justin W. hatte wiederum Kontakt zu dem Gersche-Jugend-Mitglied K aus Ronneburg, der sich aktiv an den Montagsdemos beteiligt. Im „LVW-Generalchat“ auf WhatsApp waren zwischenzeitlich bis zu 140 Personen. Es gab wohl auch eine Untergruppe für Thüringen. Da die Angeklagten teilweise minderjährig sind, wurde die Öffentlichkeit nach Anklageverlesung vom Prozess ausgeschlossen. Der Stern, der eine Investigativ-Reporterin in die Gruppe eingeschleust hatte, berichtet jedoch, dass Claudio S. als einziger angekündigt hatte, seine nicht abzulegen.

Nächste Gruppe in Gera: Ein junges Pärchen, das sich in letzter Zeit aktiv an der Montagsdemo beteiligt, hat in den letzten Wochen angefangen, ihr Projekt einer Vernetzungsgruppe zu reaktivieren. Dazu gehören mehrere Chat-Gruppen, ein Fragebogen beim Eintritt und Verhaltensregeln für Demos.

5 Jahre Freie Sachsen: Bei der Jubiläumsfeier der rechtsextremen Partei Freie Sachsen Ende Februar in Bernsdorf (Kreis Zwickau) haben sich Frank Haußner aus Zeulenroda sowie eine Führungsperson der Gruppe Freie Greizer beteiligt. Haußner ist derzeitiger Anmelder der Montagsdemos in Gera, obgleich er nur an ausgewählten Terminen teilnimmt. Die Freien Sachsen sind immer wieder bei den Geraer Demos zu Besuch, haben Ende 2024 den Kreisverband Gera-Reuß gegründet und versuchten 2025 einen Kandidaten für den Wahlkreis 193 aufzustellen
holgersheim